BLEI [ Valac & Stuffie ]

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    • BLEI [ Valac & Stuffie ]





      Das Straßenleben ist eine harte Nummer, jedoch wenn man in Tannoburg (ausgedacht) Süd
      lebt wirkt das Straßenleben noch recht luxuriös.
      In diesem Teil der Stadt gilt nicht das Gesetzt des Staates. Polizisten
      fahren schon längst nicht mehr in diesen Stadtteil und überlassen die
      Bürger der schlimmen und grausamen Wahrheit. Der Stärkere überlebt heißt
      es hier. Alle die nicht hart genug sind werden aussortiert auf die eine
      oder andere Art.
      Ob durch ein Messer oder gar ob man Pistolen Schüsse hört. Alles ist
      möglich. Gangs die Discotheken stürmen oder gar eine Bar zerschießen.
      In jeder Sekunde kannst du in eine Ecke gezogen werden und dein letztes
      Stündlein hat geschlagen.In diesem Teil der Stadt lassen sich meistens
      Leute aus dem Knast nieder oder gar Menschen, die den Absprung in die
      verkorkste und spizige Welt verpasst haben. Hier lernt man noch ein
      richtiger Mann zu sein und was es bedeutet zu leben.
      Das Leben scheint unantasstbar in dieser Gesellschaft, dabei bnraucht es
      nur ein falsches Wort und du liegst aufgeschlitzt auf dem Boden und
      röchelst.
      In dieser Welt lebt X - ein großes Tier unter den Leuten dieser Szene
      und lässt sich auch wenig sagen. Viele respektieren ihn und sehen zu ihm
      auf. Ehre und Würde besaß
      er also wird er auch demnach hoch geschäzt. Niemand legt sich mit diesem
      mann an, da dieser auch viele Kontakte und demnach viele gefährliche
      Freunde besaß.
      Dennoch kommt es ab und zu vor, dass sich ein mensch aus der anderen
      Schicht in dieses Viertel verirrt und demnach häufig dem echten leben
      nicht gewachsen war.
      Ob es nun ein Kind war, dass plötzlich obdachlos wurde oder einfach auf dem Schulweg von anderen Kindern gejagt wurde.
      Ein Mal in diesem viertel kommst du schwer wieder raus. X jedoch war
      etwas anders als andere, dieser versuchte Menschen, die sich verirrt
      hatten und wirklich nichts in diesem viertel zu suchen hatten wieder
      zurück in ihren Bereich zu führen oder gar hielt er sie davon ab dort
      herum zu spuken. Er hatte genug zu tun und er wollte wenig
      Verantwortung tragen, wenn jemand in seinem Bereich ermordet wurde.
      Je nach Elternteile und dessen Vermögen könnte er demnach Probleme
      bekommen. Damit ihn niemand dran kriegen konnte trägt er immer eine Sky
      Maske. Niemand durfte sein Gesicht sehen. Anonymität war ihm äußerst
      wichtig.
      Eines Tages verlief sich erneut eine Person Y (m oder w ist egal) in
      dieses Viertel. Y war ein Bonze-kind und demnach das absolute Gegenteil
      von X.
      X der gerade in der Nähe war bekam schnell mit, dass diese person
      deutlich in der Klemme steckte. Da er nichts besseres zu tun hatte half
      er ihr/ihm aus der Patsche.
      Y kam mit einem Schrecken davon und konnte froh sein, dass Sie / Er noch
      lebte. Das was jedoch X nicht wusste war, dass Y deutlich Gefallen an X
      gefunden hatte.
      Was war diese Welt und wer war dieser Mann? Es dauerte nciht lange und Y
      tauchte erneut in diesem Viertel auf... Egal was X versuchte Y ließ
      sich nicht abschütteln. Da Y nun auch onch reiche Eltern hatte machte es
      für X nicht leichter, die Person ihrem Schicksal zu überlassen, denn
      solche Menschen suchten imme reinen Sündenbock. X war somit wohl oder
      übel gezwungen Y ihre Fragen zu beantworten und ihrer Bedingung zu
      folgen. Denn das Bonze-kind schien gerissener zu sein als bisher
      angenommen. Was soll Ys Ziel sein? Und warum trägt X eigentlich eine
      Maske?




      Gesucht ist Y
      Romanstil
      3. Person
      @Stuffie

      WENN DU KEINE PRINZIPIEN HAST, BIST DU LEICHTE BEUTE
    • "I said, ooohh, I'm blinded by the light .. no, I can't sleep until I feel your touch~"

      Die Musik rauschte in höchster Lautstärke durch Calebs neue Airpods, als er gut gelaunt durch die Straßen schlenderte. Seine Hände waren bei diesem schönen Herbstabend warm in die Jackentaschen gesteckt. Lange hatte er gewartet, bis er diese Jacke anziehen konnte - immerhin war es bis jetzt zu warm dafür gewesen. Aber heute? Heute war sie perfekt. Balenciaga stand ihm einfach.
      Und so trottete er immer weiter und weiter ..
      Diesmal war er weder mit seinem Prosche zur Arbeit gefahren, noch hatte er sich kutschieren lassen. Es war lange her gewesen, seit er mal zu Fuß gegangen war ... und irgendwie fühlte es sich gut an, auch mal was für die Umwelt zu tun. Für seine Fitness ganz zu schweigen. Wenn Caleb so darüber nachdachte, war ein Besuch im Fitnessstudio wieder fällig. Sein Personal Trainer würde ihm wahrscheinlich den Kopf abreißen, wenn Caleb sich wieder für die nächsten drei Monate nicht blicken ließ.

      Gedankenverloren steuerte er einen Umweg zu. Der junge Mann wollte sich einreden, dass es die spezielle Richtung, die er dabei einschlug, versehentlich war. Niemals würde irgendein Mensch - schon gar nicht jemand mit einem Vermögen - sich einfach so im südlichen Teil der Stadt verlaufen wollen. Wie oft hatte er es von seinen Eltern, seinen Kollegen und seinen Freunden gehört?
      "Caleb, halt dich bloß fern da. Wenn du Glück hast, bestehlen die dich nur, wenn du Pech hast, nehmen die dich als Geisel oder töten dich, weil du ihnen im Weg stehst!"
      Zwar nahm der Junggeselle diese Worte ernst, aber ... so ganz konnte er es nicht nachvollziehen. Schließlich waren es auch nur Menschen, die im südlichen Teil Tannoburgs lebten und nicht irgendwelche blutrünstigen Bestien, nicht wahr? Sicherlich waren sie einfach nur arm dran ...
      Caleb fasste den Entschluss, dass er jedem Bettler, den er auf dem Weg traf, ein paar Münzen schenken würde. Das würde ihr Leid zwar nicht heilen, aber dafür, dass er kein Comic-Held war, war es ausreichend. Apropos Comic-Held...
      Die Gedanken des blonden Jungen drifteten zu seinem letzten, unvollendeten Werk ab. Es war sein absolutes Hobby, nein, es war seine Leidenscjhaft, Geschichten zu entwickeln und seinen gemalten Figuren Leben einzuhauchen, allerdings ... kam er an einer Stelle einfach nicht weiter. Das Problem? Es wurde eintönig. Er brauchte etwas frisches, etwas neues, etwas, was kickte.
      Ob das insgeheim der Grund war, weshalb sich Caleb hierher verirrte?
      Womöglich. Aber das spielte jetzt auch keine Rolle mehr, denn schon bald entdeckte er in der Ferne eine Gruppe von Männern in abgeranzten Lederjacken und dichten Schals, die ihre Gesichter halb verdeckten. Es wirkte, als würden sie über etwas reden, bis einer von ihnen Caleb ins Visier nahm und sich nun alle Köpfe zu dem jungen Mann drehten.
      Obwohl er eigentlich immer an das Gute in Menschen glaubte, ließ ihn dieser Anblick doch einen kalten Schauer den Rücken runter laufen. Eher widerwillig wurden seine Schritte langsamer und als er hastig versuchte, den Blick abzuwenden, bemerkte er erst, dass die Häuser an den Straßenseiten sehr heruntergekommen waren. Unmöglich, dass dort überhaupt noch jemand wohnte ..! Vorsichtshalber nahm er schonmal einen Kopfhörer aus seinem Ohr, für den Fall, dass er angesprochen wurde. Bei solchen Kerlen wollte er nur ungern unhöflich wirken ..

      "Ey, Goldlöckchen!", rief ihm einer zu, als allesamt auf Caleb zukamen.
      "Ähm .. eigentlich sind meine Haare eher so straßenköterblond.", korrigierte er naiver Weise mit einem Lächeln, in der Hoffnung, die angespannte Situation auflockern zu können.
      Zu seiner Erleichterung fing, offensichtlich der Anführer der Gruppe, an, zu lachen und alle machten mit. Gerade wollte Caleb weiter plappern - wofür er regelrecht bekannt war - doch dann verstummte das Gelächter und der Mann, der aussah, als wäre er nicht jünger als 40, packte ihn am Kragen und hob ihn ein Stück weit hoch. Erschrocken weitete Caleb die Augen, als er die Frage vernahm,
      "Was zum verfickten Scheiß hast du hier zu suchen? Sehen wir so aus, als wären wir deine Freunde? Huh?"
      Der Junggeselle musste schlucken.
      "N-Nein .. aber ..", er rang sich wieder zu einem Lächeln, "Ich hätte jedenfalls nichts dagegen! Ihr seht .. nett aus."
      "Nett?", der Mann, der ihn fest im Griff hielt, schnaubte kurz vor Ungläubigkeit, was er da gerade gehört hatte und ehe sich Caleb versah, hatte er auch schon seine Faust im Gesicht, "Ist das auch nett?"
      "Scheiße..", fluchte Caleb murmelnd, als er zu Boden gestürzt war und sich jetzt seine blutige Nase hielt.
      Er kam gar nicht mehr dazu, irgendetwas zu sagen, da drückte einer der Gangmitglieder ihn schon mit dem Fuß zu Boden und richtete die Pistole auf ihn,
      "Solche Pisser wie dich können wir hier nicht gebrauchen."
    • Es war noch recht früh und es war ungewöhnlich für Dean sich um diese Uhrzeit durch das Viertel zu bewegen... Aber er hatte mal wieder eine etwas wildere Nacht hinter sich gebracht und war nun auf dem Weg nach Hause.
      Deutlich zu hell für seinen Geschmack durch striff er wie ein Zombie die Straßen. Jedes Geräusch war ihm deutlich zu laut und demnach verfluchte er jeden und alles. Niemand sollte ihm heute auf die Füße treten noch sollte jemand ihm auf den Wecker gehen. Er hatte deutlich genug für diese Woche...
      Gestern musste er sich um die gangs kümmern, da sie wieder einen klein Krieg hielten... Zerstörte Bars... eine davon seine Lieblingsbar musste völlig geräumt und gesäubert werden... Unfassbar, dass es wirklich keinen einzigen tag Ruhe gab.
      Also sollte Dean heute nicht darauf hoffen seine Ruhe zu bekommen.
      "Oh man... Verfickte Sonne ich schwör! Brenn mit ner die Augen weg oder ich komm dir da hoch!", fluchte er erneut. Ein gewisser Alkoholpegel war noch deutlich zu spüren, aber wenigstens konnte er gerade aus laufen... Das war schon mal was.
      Kaum hatte er sein Zuhause fast erreicht, musste er feststellen, dass sich gerade ein paar unglaublich nervige Kerle, um einen kleinen Lausebengel kümmerten. Am liebsten hätte er noch mit gemacht, wenn Dean nicht die teure Schuluniform aufgefallen wäre. Die Schule wurde demnach nur von reichen Schnöseln besucht... Noch ein Problem worum er sich kümmern musste... Was für ein Scheiß tag...
      "EY!", brüllte Dean über den Bürgersteig und verstaute seine Hände in seine Hosentaschen. "Verpisst euch von meiner Tür ich will rein!", doch statt zu gehorchen blieben die Neulinge einfach auf dem Bürgersteig stehen. Den Bonzen betrachtete Dean kein Stück, als wäre er überhaupt nicht existent. "Ich wiederhole... macht euch vom ACKER!", warnte er erneut und kam auf sie zu.
      "Ey warte Dude, dass ist doch Dean... Lass uns abhauen. Nen Kumpel meinte der ist gefährlich."
      "Wisst ihr eigentlich wen ihr da bedroht... Das ist nen verschissener Bonze... Wenn raus kommt, dass der hier in meinem Viertel ermordet wurde... hab ich den kack Anwalt am Hals.... Und weißt du wie viel die für einen Anwalt zaheln? Soviel, dass sie sich mit einem 500 den Arsch abputzen können ... Dann kann ich ihn den Knast wandern!" "Und was ist das unser Problem?!" "Es wird euer Problem, wenn dann jeder aus diesem Viertel darauf abgerichtet ist euch eure haut von dne Knochen zu ziehen!", stellte sich Dean bereits in die Schussbahn.
      "ACH SCHNAUZE DU BLÖFST!! DU WICH....", unterbrach ein lautes Geräusch die Beleidigung und kaum konnte man beobachten die die Waffe an die Wand gepfeffert wurde. Durchbohrt von einer fremden Kugel sah Dean zum gegenüberliegenden Dach. Woher auch der Schuss kam, dieser hatte genau alles im Blick. "Also... zischt ihr jetzt ab?", es dauerte nicht lange und sie haben sich verdünnisiert. Schwere Gemüts hob Dean die Waffe auf und torkelte weiter hin bis zu seiner Tür. Der Bonze schien schon längst weggelaufen zu sein, die alle, die er begegnet war.

      WENN DU KEINE PRINZIPIEN HAST, BIST DU LEICHTE BEUTE
    • Als dieser Gangster eine Pistole auf ihn richtete, riss Caleb erschrocken seine Augen auf. Schon zuvor hatte sein Herz wie wild gehämmert, doch jetzt, wo er dem Tod regelrecht ins Gesicht sah, pumpte das Blut durch seine Adern, als wäre es eine Maschine. Der junge Mann öffnete leicht den Mund, um etwas, irgendetwas, zu sagen, doch sein Hals war zu trocken, als dass er überhaupt einen Ton ausspucken konnte.
      Und dann ging alles ganz schnell. Nur wage hatte er jemanden Brüllen gehört und bevor er sich versah, stellte sich ein Unbekannter zwischen ihnen, es gab eine heftige Diskussion und erst, als er einen Schuss gehört hatte, schien Caleb richtig wach zu werden.
      Die Typen hauten ab und Calebs Instinkt riet ihm, sich ebenfalls vom Acker zu machen - und das möglichst schnell, bevor es sich sein Retter anders überlegte. Gerade wurde ihm ja nur zu gut bewiesen, wie launisch die Menschen in dieser Gegend waren.
      Hastig rappelte sich Caleb also hoch und stolperte einige Schritte zurück, ehe er sich traute, dem Fremden den Rücken zu kehren und gänzlich zu verschwinden.

      - - - -

      Es war kurz nach Mitternacht. Der Vierundzwanzigjährige wälzte sich im Bett hin und her. Er hatte niemandem von seinem heutigen Exkurs ins gefährliche Viertel erzählt und hielt es auch für das beste, dass es so blieb. Trotzdem ließ ihn dieser erschreckende Erfahrung kaum los und .. was noch mehr an ihm nagte, war die Tatsache, dass er sich nicht einmal bei dem Fremden bedankt hatte.
      "Ich bin so ein Idiot..", murmelte er verbittert in sein Kissen und seufzte laut.
      Wie ein Hundewelpe, der seinen Schwanz eingezogen hatte, war er abgehauen, obwohl keine Gefahr mehr gedroht hatte .. oder zumindest glaubte er das. Sonst hätte der Typ ihm ja nicht geholfen .. oder? Natürlich nicht. Aber wieso genau hatte er ihn überhaupt gerettet? Bestimmt kannten sie sich nicht - Caleb war mit niemandem aus diesem Viertel befreundet oder ähnliches.
      Je mehr der Blonde sich darüber den Kopf zerbrach, desto mehr geriet er in eine Schlaflosigkeit, die sich am nächsten Morgen bemerkbar machen würde ..

      - - - -

      Oh, und sie machte sich bemerkbar.
      "Caleb? ist alles in Ordnung?", hörte er die Stimme einer guten Freundin fragen, "Du hast echt dunkle Augenringe."
      Sofort setzte der Angesprochene sein übliches, strahlendes Lächeln auf und versicherte ihr, "Ach, ich habe gestern noch ein bisschen Papierkram gemacht. Wurde dann doch später als erwartet .. mach dir keine Sorgen, Jessica."
      Jessica musste nun auch lächeln, als sie so neben ihm her ging, "Na hoffentlich bist du dann noch in der Lage, in der heutigen Vorlesung aufzupassen. Die Prüfungen stehen an. Vielleicht bittest du deine Eltern um eine Auszeit von deiner Arbeit?"
      "Ach, papperlapapp!", der junge Mann lachte und schüttelte den Kopf, "Das sind Monster, die geben mir keinen Urlaub. Abgesehen davon komm ich schon klar - ich hab ja dich, wenn ich irgendwas nicht verstehe."
      Sein charmantes Zwinkern ließ ihre Wangen sofort rot werden, "Nur, wenn du mich zu einem Kaffee einlädst! Was sagst du, heute nach der Uni?"
      "Heute ist schlecht.", Caleb sah die Brünette entschuldigend an, "Bin schon verabredet .. aber vielleicht morgen?"
      "Abgemacht!"

      Die Wahrheit war, dass Caleb eigentlich gar nicht verabredet war. Genaugenommen hatte er etwas vor .. etwas, was womöglich verrückt war. Nein, es war definitiv verrückt. Aber er konnte einfach nicht aufhören, über diesen Mann nachzudenken, der seinen Hintern gerettet hatte. Wer war er? Warum hatte er ihm geholfen? Wie .. war er so?
      War das nicht vielleicht sogar die Art von Kerl, die er für seine Story brauchte? Also nur so als Vorlage, verstand sich ..
      Caleb rechnete schon damit, dass der Unbekannte sicherlich kein Kaffeekränzchen mit ihm abhalten würde, aber vielleicht, wenn er ihm etwas anbot. Zu Geld sagten die wenigsten 'Nein' und der Nachfolger für ein reiches Unternehmen hatte mehr als genug davon. Nur ein Gespräch. Das würde doch wohl möglich sein?!
      Und da war er wieder. Nachdem die Vorlesungen beendet waren, hatte er sich direkt auf den Weg in dieses Viertel gemacht und war diesmal um einiges wachsamer, als beim ersten Mal. Jetzt würde er nicht so schnell in die Krallen von blutrünstigen Gangs fallen.
      ... Zumindest betete er darum.
      Langsamen Schrittes durchstreifte er die leer gefegten Straßen und hoffte, auf den Mann zu treffen, der so einen mächtigen Eindruck bei Caleb hinterlassen hatte.
    • Der Tag ging wie immer mit zocken zu ende und wirklich viel hatte Dean nicht mehr über diesen Vorfall nachgedacht. Warum sollte auch? Schließlich würde sich dieser Kerl nie wieder hier blicken lassen. Das war das einzige was diese Gang MItglieder noch hinbekommen.
      Solch Gesindel von hier fernzuhalten, war wirklich nicht leicht, aber es sorgte dafür,d ass alle hier in Frieden das Leben führen konnten was sie sich wünschten. In der anderen Welt muss man dem Staat alles hinterher tragen und jeder hatte gewisse Verantwortung. Dean musste niemanden etwas beweisen noch müsste er sich rechtfertigen für das Leben, das er führte. Hier war man frei und konnte der Mensch sein, der man sein wollte. Nur war dieses Leben nicht für alle etwas... Es gab Menschen, die lebten lieber in dem goldenen Käfig statt wirklich das pure Leben zu spüren. Keine Sicherheit zu spüren und seinen Respekt und Einfluss hart erkämpfen, selbst wenn man dabei drauf gehen würde... Das Leben war ein reines Adrynalinschub... Etwas was die Menschheit verlernt hatte. Für das Leben zu kämpfen. Warum wurden so viele menschen depressiv? Sie haben kein Ziel... noch verstehen sie den Sinn hinter dem was sie tun.
      Die beste Therapie wäre es in solch einer Welt seinen Platz zu finden!

      Der Nächste Tag war wie immer sehr eintönig bis zu einem bestimmten Zeit. Wie hieß es? Kein Bier vor 4? Also machte sich Dean um 4 los zu der bekannten Bar, die er immer mit seinen Kumpels besuchte. Eine sorgfälltige Auswahl von Straftätern, wo das Aussehen bereits die Geschichte dieser Leute erzählte. Ein kurzer handschlag und es wurde auch schon bestellt. Bier floß bereits schon durch Dean Adern, so viel trank er davon. Dennoch war es für ihn wie Wasser. Nichts was er spürte noch würde er davon betrunken werden. So schnell wie sein Körper das Gesöff verarbeitete war er schonw ieder nüchtern. Genusstrinker war Dean und nur selten trank er sich unterm Tisch...
      "Hey Tenko! Was geht Bruder?!", freute sich Dean endlich wieder seinen alten Kumpel zu treffen. Frisch aus dem Knast hatten sie sich lange nicht gesehen. 1Jahr musste er sitzen. Weswegen wusste nur Dean... Aber das tat nichts zur Sache! ES musste gefeiert werden, also ging die 4 köpfige Bande hin und gab für Tenko ordneltich was an Geld aus. Viele Erinnerungen und Ereignisse werden ausgetauscht, bis es etwas spät wurde. Statt nach Hause zu gehen nahm Dean seine Kumpels mit nach Hause. Es dauerte nicht lange und sie waren breits schon auf halbem Wege dorthin.
      "Ey! Dean! Hast du auch schön auf meine katze aufgepasst du Wichser!" "Was glaubst du? ich hasse katzen ich sagte es dir aber! Die ist bestimmt verreckt Alter!" "Du kaufst mir ne neue!" "Ja... damit du sie wieder mestest oder wat? Vergiss es! Schaff dir lieber mal eine Frau an!", lautes Gelächter näherte sich Cabel und kam immer näher.
      Dean,d er wie immer seine Maske auf hatte sollte ihm direkt ins Auge springen, doch war er dieses Mal anders. Viel lockere und man konnte es zwar nicht unter seiner Maske erkennen, aber er war am lächeln. Mit den richtigen leuten um einen herum konnte selbst ein Krimineller seine gute Seite presentieren.

      WENN DU KEINE PRINZIPIEN HAST, BIST DU LEICHTE BEUTE
    • Es dauerte nicht lange, da hörte Caleb schon aus der Ferne herzliches Gelächter. Seine Schritte verlangsamten sich unwillkürlich und als der junge Mann die Gang sah, musste er schlucken.
      Da war er. Der Typ, der ihm den Arsch gerettet hatte. Also .. zumindest glaubte Caleb das - schließlich hatte er eine Maske auf und man konnte nicht genau sagen, welches Gesicht sich dahinter verbarg. Aber je näher sie ihm kamen, desto zuversichtlicher wurde er - diese Augen und diese Stimme gehörten auf jedem Fall diesen mysteriösen Unbekannten!
      Und dann waren sie nur noch wenige Meter entfernt!
      Fuck - was sollte er machen?! Der Plan war ursprünglich gewesen, sich bei seinem Retter zu bedanken, aber .. alleine! Oh mein Gott, was hatte sich Caleb eigentlich dabei gedacht?! Dass dieser Mafia Boss ständig alleine durch die Gegend lief?!
      Das herz des jungen Mannes fing augenblicklich an, gegen seine Brust zu hämmern und kurz bevor die Gruppe ihn erreichte, überquerte Caleb mit all seinem Mut die letzte Distanz.

      "Uhm .. Hey!", begrüßte er die Leute, wobei sein Fokus dem maskierten Mann galt.
      Die Blicke der anderen entgingen ihm selbstverständlich nicht, aber er versuchte, so gut es ging, diese nicht weiter zu beachten .. sonst würde er noch einen Herzinfarkt oder sowas kriegen.
      "Also .. w-wegen .. du weißt ja noch .. i-ich wollte.."
      Herrgott, er stammelte wie ein Schulmädchen, welches seinem Schwarm auf dem Schulflur die Liebe gestehen wollte.
      P e i n l i c h.
      Sofort räusperte er sich, atmete tief durch und zwang sich weiterhin zu einem Lächeln. Zusammenreißen! Jetzt! Sofort!
      "Ich wollte mich bedanken!", kam es dann plötzlich wie aus der Pistole aus ihm geschossen und ohne, dass er es irgendwie kontrollieren konnte, sah er Dean mit großen, unschuldigen Augen an.
    • Als Dean eine vertraute Stimme hörte, musste er nicht nur ein Mal sondern auch ein zweites Mal hinschauen. War das wirklich der Junge von gestern? Wenn ja sollte, das doch wohl ein schlechter Scherz sein..... Völlig gegen dne Kopf gefahren starrte Dean den Jungen von oben bis unten an, als er anfing zu stottern. Wie alt war er? 12??? Dennoch beachtlich, dass er sich überhaupt noch in diese Gegend traute.
      Dean zog eine Augenbraue hoch, als er auf die besagte Antwort wartete. Nachdem der Junge seinen Satz losgeworden ist, zuckten Deans Augen zwar nur leicht, doch hatte der Junge ihn tatsächlich ein wenig überrascht.
      Im Gegensatz zu Deans Begleitung blieb der Gangsta ruhig und verzog keine einzige Miene. "PAAAAHAHHAHAH! Was ist das denn für ein Clown???!! Bist du lebensmüde?? Mach das du weg kommst du Jungspund!" "Genau zieh Leine!? Bevor wir dir Beine machen!", brüllten Deans Leute ihm entgegen und waren nicht sonderlich angetan von dem, was er sagte.
      Doch plötzlich ertönte ein lautes Pfeifen von Dean. Augenblicklich verstummten die Peiniger und Dean ging auf den jungen Mann zu.
      Man merkte ihm förmlich an, dass er zitterte und es sich wohl noch mal überlegte, nicht einfach weg zu laufen. Doch, dass unterband Dean sofort, als er Calebs Unterkiefer packte. Dean war glatt nur noch ein paar Zentimeter von ihm entfern und blickte ihm direkt in die Augen. Solch Leblosigkeit hatte Caleb in den Augen eines Menschen noch nicht gesehen. Augen wie das von einem Toten, starrten ihn direkt an und schienen einfach nur ihn zu durchlöchern. Lange und mysteriöse Stille machte sich breit bis Dean das Wort ergriff: "Das Trinken fällt aus! Macht die Fliege!", gesagt getan und die unfreundlichen Kerle zogen Leine.
      Dean ließ den Kiefer des Jungen los und ging einfach an ihm vorbei, mit den Worten. "Kein Thema!"

      Die Schritte hinter Caleb wurden immer leiser, bis sie aufhörten und man einen Schlüssel klimpern hörte. Wohl schien der Kerl genau da zu wohnen, wo Caleb gestern gegen die Mauer gedrückt wurde. Ein wirklich guter Zufall, sonst wäre Dean wohl kaum zur Hilfe geheilt.
      Der Schlüssel drehte sich um und öffnete die Tür zu seiner Wohnung. "Ich geb dir einen Tipp Kleiner. Komm nie wieder her!", riss Dean, die Eingangstür zum Flur auf und verschwand in einem etwas heruntergekommenen Haus. Die Tür fiel wie jede recht langsam zu und Dean stand am Briefkasten. Hoffentlich war etwas erfreuliches geliefert worden. Doch war keine Post enthalten. Also drehte er sich zu seine Wohnungstür und suchte den passenden Schlüssel raus. Dieses Mal dauerte es um einiges länger, denn der Alkohol war noch deutlich zu spüren.

      WENN DU KEINE PRINZIPIEN HAST, BIST DU LEICHTE BEUTE
    • Man konnte nicht unbedingt sagen, dass das Gelächter, in das die Freunde seines Retters verfielen, Caleb pushten.
      Irgendwie fühlte er sich jetzt schon ziemlich .. erbärmlich. Andererseits .. was hätte denn sonst passieren sollen? Das waren andere Menschen mit anderen Leben und anderen Einstellungen. Da konnte Caleb nicht erwarten, dass ihm da irgendjemand stolz auf die Schulter klopfte, weil er sich das gerade getraut hatte oder irgendwie sowas.
      Gerade wollte der junge Mann sich mit einem peinlich berührten Lächeln abwenden, da pfiff sein Retter plötzlich auf und alle verstummten. Wie versteinert blieb der Blonde stehen, als der maskierte Unbekannte näher auf ihn zuging und aufeinmal nach seinem Kinn griff.
      Mit seinen blauen, lebensfrohen Augen blickte er direkt in die dunklen, leblosen des anderen ...
      Wie, als hätte er gerade einen Geist gesehen, durchzog Caleb eine Gänsehaut über den ganzen Körper und er spürte, wie sich ihm die Nackenhaare aufstellten.
      Was .. was war das..?!
      Eigentlich glaubte der Vierundzwanzigjährige nicht an Auren und so einen esoterischen Kram .. aber DAS! Das war nicht normal!

      Fast, als wäre Caleb kurzzeitig in Trance gewesen, bekam er nur wage mit, wie der maskierte Mann seine Kumpels wegschickte und anschließend mit den Worten 'Kein Thema' an ihm vorbei ging.
      ....Kein Thema?
      Das .. war alles?
      Sofort lockerten sich Calebs angespannten Muskeln. War er jetzt erleichtert oder .. enttäuscht, dass die Sache schon gegessen war? Nicht, dass er unbedingt mehr erwartete .. aber insgeheim hatte er sich schon erhofft, vielleicht .. nunja .. zu reden?
      Von hinten hörte er, wie der Mann eine Tür öffnete und gerade, als dieser im Haus verschwand, wirbelte Caleb herum und lief schnell hinterher. Beinahe war die Tür ins Schloss gefallen, doch der Blonde schob hastig seinen Fuß dazwischen und drückte sie schnell auf.

      ...
      "Ähm.."
      Dieser Plan war nicht durchdacht gewesen.
      Nujn stand er hier und sah direkt zu dem Mann, der mit seinem Kram beschäftigt war.
      Selbst viel zu überfordert mit dem, was er hier gerade vor hatte - was zum Teufel hatte Caleb überhaupt vor?! - sah er zu seinem Retter und brachte ein paar brüchige Laute von sich, eher er sich durchs Haar fuhr und sich erklärte,
      "S-Sorry, ich will jetzt nicht wie ein Stalker wirken. Dachte nur, also, du hast mich letztens echt gerettet und .. willst du dafür nichts? Dan wären wir quitt und dann war deine Tat nicht umsonst ..."
      Oh man. Am liebsten hätte sich Caleb jetzt selbst einen Klaps auf den Hinterkopf gegeben. Wie kam es, dass er sonst so authentisch wirkte und jetzt, vor diesem Kerl, so hilflos wie ein angeschossenes Reh?!
    • Dean zuckte förmlich zusammen, als er den Jungen in die haustür reinstolpern sah und hatte die hand schon zum Schlag hochgezogen. Doch schnell senkte er sie wieder und schloß den Briefkasten, als er den Satz vernommen hatte. Ob er etwas dafür wolle? Was war er ne Hure? Er musste wohl schon etwas direkter zu dem Jungen sein sonst würde er wirklich noch zu einem Problem werden.
      Er ging also auf ihn zu und richtete ihm den Kragen als er sprach. "Ob ich etwas dafür ja...? Nun gut dann hör genau zu.", packte Dean plötzlich den kleinen Kerl und drückte ihn gegen die Briefkästen. Es machte ein unglaubliches lautes Geräusch, doch das störte weder die Nachbarn noch sonst wen. Sie waren es nicht anders gewohnt.
      "Seh ich wie jemand aus der was von dir will? Ich hab dein wertloses Leben gerettet weil du mir in meinem Viertel nur Probleme machst. Wärst du nämlich draufgegangen hätte deine ach so lieben Eltern alles daran gesetzt dieses Viertel wieder dem gleichen Regeln und gesetzen unter zu ordnen wonach ihr alle lebt. Weder will cih dein verschissenes Dankeschön... Noch das Geld deiner unglücklichen fremdgehnden Eltern, auf denen ich mir einen abwixe, wenn ich grad jemanden um die Ecke gebracht habe. Ist das angekommen?", fragte Dean etwas genervt und ssah durch die Maske äußerst bedrohlich auf ihn herab. Als er genug eingeschüchtert war ließ Dean wieder von ihm ab und nahm sich die Briefe von den Kasten, die er zuvor dorthin gelegt hatte.
      Das was er nicht mitbekommen hatte,w ar das einer ihm dabei runter viel und direkt vor Calebs Füßen landete.
      Ein recht unbedeutender Brief, wenn man dem äußeren Design glauben schenekn mochte, war es doch recht wichtig. Doch bevor Dean auch nur einen Moment daran einen gedanken verschwendete auf den Boden zu schauen. Ging er in seine Wohnung und knallte die Tür hinter sich zu.
      Dean war keiner der sich mit solch weicheiern rumärgerte noch verstand er nicht warum dieser Bengel ihm so an den Hacken hing. Er warf also erst ein Mal die Briefe auf die Couch und legte sich ein paar cm daneben. Er hatte wirklich besseres zu tun als auf einen kleinen Jungen aufzupassen.

      WENN DU KEINE PRINZIPIEN HAST, BIST DU LEICHTE BEUTE
    • Der Mann kam ihm wieder gefährlich nahe, diesmal packte er aber viel gröber an, als vorhin. Bevor sich Caleb versah, wurde er an seinem Kragen gegen die Briefkästen gedrückt.
      "I-Ich..", setzte der Blonde an, um die Situation vielleicht irgendwie zu entspannen, aber der Kerl sprach weiter und das nicht in den freundlichsten Tönen.
      Mit großen Augen nahm er war, was sein Retter von sich gab und war .. fast schon verletzt über die Worte, die er vernahm.
      Bei der Frage, ob das angekommen war, nickte Caleb steif und atmete aus, als der Mann ihn losließ und mit seiner Post in der Wohnung verschwand. Für einen kurzen Moment verharrte der Vierundzwanzigjährige dort, unfähig, sich zu bewegen.
      In seinem Kopf war es leer und voll von Gedanken gleichzeitig. Er fragte sich, was hier gerade passiert war, ob das wirklich der Grund gewesen ist, weshalb er ihn gerettet hat, ob der Mann seine Eltern überhaupt kannte und und und ...
      Und trotzdem stand er dort, mit rasendem Herzen und einem kribbeln in den Fingern.
      'Das ist es...', sprach seine innere Stimme, 'Das ... ist genau das, was ich gesucht habe...'

      Wahnsinnig. Es war absolut abstrus, was Caleb für eine Idee hatte, aber er konnte es nicht einfach ignorieren.
      Für heute sollte er jedenfalls nach Hause gehen, bevor sein Retter sich noch dazu entschied, sein Mörder zu werden. Oder, wenn etwas wahres an seinen Worten gewesen war, ihn zumindest zu verkrüppeln, anstatt umzubringen. Nichts davon war etwas, was Caleb provozieren wollte und deshalb setzte er endlich einen Fuß in Bewegung, als-
      ....
      Was war das?
      Der junge Mann war auf etwas getreten und wie es aussah, war es nichts anderes als eines der Briefe, die der Maskierte vorhin mitgenommen hatte. Offenbar musste er es fallen gelassen haben.
      Etwas zögerlich hob Caleb das Stück Papier auf und war drauf und dran, an die Tür des Typen zu klopfen, doch bevor er es tatsächlich tat, hielt er inne.
      ... Er hatte ihm gerade klar gemacht, dass er ihn in Ruhe lassen sollte.
      Vielleicht war es besser, den Brief einfach liegen zu lassen oder unter der Tür hindurch zu schieben.

      ......
      ......
      Oooooder er linste hinein.
      Tief im Inneren wusste Caleb, dass ihm, sobald er den Brief tatsächlich öffnete, sämtliche Schuldgefühle plagen würden, aber .. es war doch perfekt, etwas über diesen Mann herauszufinden! Und außerdem war es nicht so, als würde er es behalten. Jedenfalls nicht für immer.
      Kurz blickte sich Caleb um, um sicherzugehen, dass kein neugieriger Nachbar etwas mitbekam und schwups .. da landete der Brief auch schon in die Innenseite seiner Jacke.
      Mit schnellen Schritten machte sich der Jüngling wieder auf den Weg nach hause und kaum war er dort angekommen, setzte er sich an den Schreibtisch und öffnete den Brief.
      "Ich werde es ihm später zurückgeben..", redete er sich dabei selbst ein, um keine Gewissensbisse zu haben.
    • Dean rieb sich die Schläfen und sah sich die Briefe noch mal genauer an. Es war nciht wirklich etwas besonderes dabei, doch vermisste er etwas. Er fragte sich wann die Mahnung für die Miete kommen wurde. Er war nun schon 3 Monate überfällig und nach der Ansage seines Mieter war es vorhersehbar, dass er bald eine bekommen würde.
      Es lief zur Zeit nicht besonders gut mit den geschäften die er führte noch seine Kunden waren wirklich treu. Nachdem er letztens seine Bestefreundin gegen einen betrunkenen wildgewordenen Typen verteidigt hat, indem er den Kopf auf die Tecke gehaun hatte, wurde er selbstverständlich fristlos gekündigt. Ein Barkeeper sollte solch benehmen nciht haben auch wenn es wirklich heldenhaft war...
      Dean hatte es schon so oft gemerkt, dass man als Held nicht wirklich weiter kam im Leben. Vielleicht sollte er einfach seine gute Seite abdanken... vielleicht würde ihn dann auch nicht so ein unglaublich nerviger Bursche an den Hacken kleben. Doch nun hatte er dne Salat. Er hatte ihn zwar verängstigt, doch schien dieses Thema noch längst nicht gegessen zu sein.

      Als der nächste Tag begann ging Dean erst ein Mal wie üblich zu seinen Freunden. Sah nach dem Rechten und ging dann weiter um nach seinen geschäften ausschau zu halten. Doch auch dort schien nichts weiter zu funktionieren. Welche er genau betreibt sollte erst ein mal nciht von Bedeutung sein. Er konnte nur hoffen, dass es wider bald neue Aufträge gäbe, sonst sah er wirklich alt aus.
      Es dauerte nciht lange udn Dean war wieder zu hause. Er sah noch ein Mal im Briefkasten nach doch fand wieder keine Mahnung. Hatte er sie vielleicht verloren? Nein... So etwas wichtiges würde er nciht verlegen. Ganz sicher nicht. Doch statt sich verrückt zu machen ging er einfach wieder in seine Wohnung und machte dne Fernseher an.
      Er brauchte dringend Ruhe und er musste an etwas anderes denken. Schließlich würde er noch bald genug Probleme bekommen...

      WENN DU KEINE PRINZIPIEN HAST, BIST DU LEICHTE BEUTE
    • Nachdem Caleb circa zwei Stunden mit sich haderte, ob er wirklich fremde Post öffnen sollte, nahm er all seinen Mut zusammen und riss das Papier auf.
      Jetzt gab es kein zurück mehr. Kurz schluckte der Blonde, dann griff er mit seinen Fingern in den Umschlag und zog den Brief heraus. Wenige Handgriffe später war alles aufgeklappt und aufmerksam las er sich durch, was dort drin stand.
      ...
      Moment, war das so etwas wie eine Abmahnung?
      Das war das erste Mal, dass Caleb so etwas zu Gesicht bekam - immerhin wurde er noch nie mit so einem Problem konfrontiert. Und dennoch war er keineswegs überrascht. Hatte er es doch gewusst! Der Typ brauchte Geld und Caleb war für ihn eine Goldquelle .. also wieso hatte er ihm denn nicht direkt gesagt, dass er sich im Gegenzug seiner Rettung über eine kleine Summe freuen würde?
      Caleb wollte wirklich nicht arrogant wirken, aber die Summe in dem Brief war für ihn weniger als das, was er manchmal ausgab, wenn er jemanden auf ein Essen einlud.
      War ... sein Retter in Wirklichkeit so ein guter Mensch?
      Irgendwie fand der Vierundzwanzigjährige den Gedanken schon rührend. Nicht nur hatte er ihn gerettet, er lehnte auch Belohnungen ab, obwohl er solche Geldprobleme hatte, um niemanden zu belasten .. und das war bestimmt der Grund, weshalb er vorhin so gemein zu ihm war.
      Das war einfach ... hervorragend!

      Caleb hatte gar nicht bemerkt, wie sehr er sich mit seinem Stuhl zurückgelehnt hatte und erst, als er dabei war, hinzufallen, fing er sich schnell wieder und blieb aufrecht sitzen.
      Okay, Zeit für Payback. Positives Payback natürlich. Payback klang immer so fies..
      Zügig schaltete der Jüngling seinen PC ein, tippte und klickte ein wenig herum und nach wenigen Augenblicken war er auch schon im Online-Banking angemeldet. Noch einmal wanderten seine Augen zu dem Brief und nachdem er mehrfach die Kontonummer des Mieters geprüft hatte, überwies er ihm nicht nur die letzten drei Monatsmieten seines Retters, sondern gleich auch die Miete für diesen und nächsten Monat. Wenn Caleb wollte, konnte er natürlich mehr aus seinem Ärmel schütteln, aber das käme bestimmt komisch, oder?
      Hmmm..
      Mit zusammengebissenen Zähnen zerriss der Blonde den Brief plötzlich und warf ihn in die Tonne. Den jetzt zurückzugeben würde nur Verwirrung stiften und wahrscheinlich Probleme, die er nicht haben wollte.
      Und außerdem .. hatte er jetzt auch ganz andere Gedanken. Schnell, solange seine kreative Ader lebte, zückte er Blätter und Stift und begann, einer neuen Figur Leben einzuhauchen ...


      Am nächsten Tag wanderten seine Gedanken immer wieder zu dem maskierten Mann. Eigentlich waren sie jetzt quitt und eigentlich hatte Caleb nichts mehr in dieser Gegend zu suchen, schließlich hatte er jetzt die Inspiration bekommen, die er haben wollte, aber ....
      "Also ich nehme einen Iced Caramel Macchiato mit weißen Schokostückchen und extra Zimt on top. Oh und natürlich einen zusätzlichen Keks - die sind unglaublich lecker. Caleb? Hörst du zu?"
      "Oh, eh, ja klar.", sofort schenkte der Angesprochene seiner Begleitung ein charmantes Lächeln, "Bestell, was du möchtest. Ich lade dich schließlich ein."
      Gestern hatte er ihr immerhin versprochen, etwas mit ihr zu unternehmen. Und so saßen sie nun hier, in einem Café in der Innenstadt.
      Jessica, eine Kommilitonin, die er mittlerweile als gute Freundin bezeichnete, ließ sich das nicht zwei Mal sagen,
      "Gut, dann noch einen Wrap mit Kichererbsen und Hummus .. und den Triple Chocolate Muffin."
      Caleb konnte nicht anders, als zu kichern und bestellte sich anschließend selbst lediglich einen Kamillentee.
      "Was?", kam es etwas schockiert aus der Frau, "Das ist alles? Neben dir sehe ich ja voll verfressen aus."
      "Ach quatsch.", beruhigte der der Blonde sie, "Hab heute in der Cafeteria einfach viel gegessen."
      "Na, wenn du das sagst ...", Jessica sah dem Kellner, der alles aufgeschrieben hatte, nach und begann dann wieder,
      "Wo warst du denn gestern?"
      "Huh?"
      "Na, wo du gestern warst.", Jessica verengte ganz leicht ihre Augen, "Du wirkst heute schon die ganze Zeit neben der Spur. Hattest du ... ein Date?"
      Die letzten Worte sprach sie etwas leiser, fast schon unsicher aus.
      Caleb sah sie verdutzt an, ehe er laut auflachen musste, "Ein Date? Hah, nein, das .. das war wirklich alles andere als das."
      "Dann erzähl doch!"
      Der Vierundzwanzigjährige fuhr sich etwas ratlos darüber, wie er es am besten erklärte, durch das Haar und erklärte dann,
      "Es war etwas geschäftliches. Also eine Verabredung mit einem Geschäftspartner."
      "Achso ... oh weißt du was?", sofort wechselte Jessica das Thema, deutlich erleichtert darüber, dass er sich nicht mit einer anderen Frau traf, "Du glaubst nie, wen ich nach so vielen jahren wieder getroffen habe! Erinnerst du dich noch, als ich mal erzählt habe, dass ein guter Freund..."


      Es war schon spät, als Caleb Jessica nach Hause brachte. Sie hatten sich die zeit in diesem Café wirklich verquatscht und ehe sie sich versahen, war es schon fast Mitternacht gewesen.
      Nun lief er alleine durch die dunklen Straßen und antwortete ihr auf die Whatsapp-Nachricht, dass sie es unbedingt wiederholen sollten, mit einem Daumen-Hoch-Emoji und einem kleinen Äffchen-Emoji, der sich die Augen zu hielt.
    • Dean saß draußen vor einer Kneipe mit seinen Kumpels und einem Bier in der Abendsonne und musste an den Jungen von gestern denken. Er würde wohl nicht wieder kommen, schließlich hatte er ihm gedroht ihn umzubringen. Er konnte nur hoffen das der Junge wenigstens halb so schlau ist wie er sich gab... Doch möglich wäre es auch sich da etwas wirklich komisches angelacht zu haben.
      Er musste kurzer Hand leicht grinsen, als er dieser doch tatsächlich einen Verbrecher anbot sich zu evangieren... Was sollte dieser Halbstarke schon für ihn erledigen?
      Der bekommt es gerade mal hin seine Schuhe sich selbst zu binden... Alles andere machten schon seine Eltern...
      Doch eher er einen Schluck nehmen konnte, lief ihm sein Mieter über den Weg und bedankte sich bei ihm. "Hä?", fragte er genervt und blickte ihn etwas verwirrt an.
      Als er ihm erklärte, dass alle Schulden der letzten monate beglichen waren und für ihn diesen Betrach überwiesen hatte fiel ihm die Bierflasche aus der hand. Schnell hatte er durch ein paar deutlichere Worte den Namen und die Adresse dieses nervigen Jungen herraus bekommen.
      Wutendbrannt würde er am liebsten ins Haus stürmen und mit einem Baseballschläger in seinem Zimemr hocken, doch hatte er nichts verbotenes getan noch ihn verraten.
      Dean fühlte sich nur in seiner Ehre verletzt, das er jemand anderen brauchen würde... Also wartete er schön ab bis der junge Herr zu sich nach Hause käme...
      Als er ihn vom weitem schon sah, saß Dean auf der Mauer des Vorgartens. Der Junge schien mit dem Handy zu spielen, denn ohne das er es mitbekamen lief er direkt gegen seine Brust. Das Handy fiel zu Boden und der Junge war sichtlich verwirrt. MIt beiden Armen vor der Brust war Dean mehr als wütend. Seine Augen blitzten beinahe schon auf und fixierten den Burschen vor sich.
      "Na schönes Date gehabt? Durftest du auch mal ran ja?", packte Dean ihm an Kragen und zog ihn zu dich hoch. "Was fällt dir ein dich in meine Geldangelegenheiten zu mischen Freundchen? Glaubst du ich würde das nciht mitbekommen?", fragte er ihn ob er wirklich so dämlich gewesen war. "War meine Drohung nicht deutlich genug?"

      WENN DU KEINE PRINZIPIEN HAST, BIST DU LEICHTE BEUTE
    • Gerade wollte Caleb sein Handy wegstecken, da lief er plötzlich gegen jemanden. Das Gerät fiel herunter und ganz verwirrt darüber, dass ihm so etwas passiert war, hob er den Blick und begann eine Entschuldigung auszusprechen,
      "Oh, es tut mir Leid, ich habe nicht aufgepa-"
      Bevor er seinen Satz beenden konnte, wurde er auch schon am Kragen gepackt und es brauchte keine Sekunde, um zu erkennen, wer sich da vor ihm befand. Schlagartig fing sein Herz an zu rasen, Adrenalin pumpte durch sein Blut und seine Nackenhaare stellten sich auf.
      "Ä-Ähm...", der junge Mann sah direkt in die Augen des Unbekannten, der ihm ziemlich deutlich machte, wie wütend er über seine Aktion war. Caleb war es für einen Moment gar nicht möglich, etwas darauf zu antworten, doch dann rang er sich doch zu einem - wenn auch recht verunsicherten - Lächeln und brachte hervor,
      "... I-Ist das denn schlimm? Ich wollte mich nur revanchieren ... und jetzt sind wir doch quitt, oder?"
      Der Blonde verstand nicht so recht, weshalb der andere überhaupt sauer war - jeder hätte sich doch über so etwas gefreut! Und was ihn noch mehr beschäftigte, war, woher er überhaupt wusste, wo er wohnte?
      Plötzlich weiteten sich Calebs Augen - verflucht! Hastig blickte er um sich herum .. wenn das jemand sehen würde! Nicht, dass man auf die Idee kam, dass er in zwielichtige Angelegenheiten verwickelt war .. das war überhaupt nicht gut für das Image seiner Familie.
      Fast schon instinktiv schlug Caleb Deans Hand weg. Erst nachdem er das getan hatte, realisierte er, was er da getan hatte .. aber jetzt war nicht die Zeit, sich zu entschuldigen.
      "J-Jedenfalls muss ich jetzt weiter.", meinte er knapp und ging mit zügigen Schritten an dem Mann vorbei,
      "Auf Wiedersehen!"