Liebe macht männlich [KommiCat & DarknessLove]

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    • Liebe macht männlich [KommiCat & DarknessLove]

      @DarknessLove

      Endlich war der große Tag gekommen. Layla hatte ihre Sachen gepackt. Sie hatte alles was sie Brauchte. Ihr Vater brachte sie zum Flughafen, denn sie wurde an einem Internat in England angenommen. Was ihr Vater nicht wusste war, dass es sich dabei um ein Jungeninternat handelte. Im Handgepäck hatte sie bereits Wechselklamotten und ihren Binder. Sie verabschiedete sich lange von ihrem Vater und stieg dann in das Flugzeug. Nachdem sie in England gelandet war, zog sie sich um. Das sollte sich aber als schwieriger herausstellen, denn sie hatte vorher nicht darüber nachgedacht. Wenn sie jetzt als Mädchen in die Frauen Toilette ging und als Junge raus kam war das ziemlich blöd. Andererseits konnte sie als Mädchen auch schlecht auf die Jungen Toilette gehen. Was also machen? Sie entschied sich dazu ihrem noch-Geschlecht zu folgen. Als sie sich umgezogen hatte achtete sie darauf dass sie möglichst keiner sah. Ihre Haare hatte sie sich bereits vor dem Flug kurz schneiden lassen mit der Begründung Menschen mit Krebs zu helfen, Perücken zu bekommen. Nun endlich als Junge stieg sie in den Bus und fuhr zum Internat. Am Eingangstor zum Internat sah sie sich staunend um. Das war größer als erwartet. Sie war etwas hilflos und wusste nun nicht mehr wohin sie musste.
    • Seth wurde wie jedes Jahr am Beginn des Schuljahres von seinem Vater in das Internat gebracht. Er war einer der ersten Schüler, die angekommen waren. Seine Sachen waren bereits in seinem Zimmer. Dies war einer der Vorteile, wenn man schon länger in der Schule war. Es war sein 3. Jahr in diesem Internat. Seine Verabschiedung von seinem Vater fiel sehr kühl aus- wie immer. Seufzend betrat Seth die Schule. Seine Schritte führten ihn in sein altes Zimmer. Sein Zimmergenosse war letztes Jahr aus dem Internat geworfen worden. Drogen. Seth schüttelte schnaubend den Kopf. Was für ein Idiot. Egal. Seth war schon auf seinen neuen Zimmerpartner gespannt. Letztes Jahr hatte es ziemlich gut geklappt. Sie verstanden sich eigentlich ausgezeichnet. Er sah erwartungsvoll auf die Tür, die er hinter sich geschlossen hatte. In Gedanken versunken summte er ein paar Strophen seines neuen Liedes. Er liebte es zu singen. Er konnte all seine Gefühle zum Ausdruck bringen. Da fiel ihm ein, dass er sich seinen Stundenplan noch nicht geholt hatte. Er verstummte, erhob sich und schlenderte zum Sekretariat.
    • Jona sah sich suchend um. Sie wusste nicht wo sie lang musste. Ihr Ziel war das Sekretariat, nur... wo war das? Plötzlich sprach sie ein Junge an.
      "Kann ich dir helfen?" fragte er.
      Jona nickte und erzählte, dass sie zum Sekretariat musste. Der Junge bot ihr an, sie dort hin zu bringen. Zusammen mit ihm lief sie durch die Schule bis er vor einer Tür stehen blieb.
      "Hier ist das Sekretariat." meinte der Junge lächelnd und nachdem Jona sich bedankt hatte, ging er wieder. Jona klopfte an die Tür ehe sie sie öffnete und eintrat. Als sie drinnen war, bemerkte sie, dass bereits ein Schüler drin war. Sie erschrak, als sie erkannte, um wen es sich handelte. Das war doch Seth. Ihr großes Idol Seth Silver. Sie konnte es nicht glauben.
      "Oh... ehm... Ich warte wohl lieber-" Weiter kam sie nicht, denn die Sekretärin unterbrach sie.
      "Ah, gut dass ihr beide hier seid. Seth, das ist Jona, dein neuer Mitbewohner. Jona, das ist Seth."
      Jona bekam ein paar Zettel hingelegt, die sie ausfüllen und im laufe des Tages zurück bringen sollte. Zudem bekam sie ihren Stundenplan.
    • Seth drehte sich überrascht um und blickte auf den Neuankömmling. "Hallo!" lächelte er ein wenig schüchtern. Er hielt seinen Stundenplan in einer Hand, die andere hielt er Jona hin. "Freut mich, dich kennen zu lernen. Ich hoffe, du hast nichts mit Drogen zu tun?!" er klang ernst, musterte Jona misstrauisch an. Dann lachte er leise. "Kleiner Scherz!" -"Darüber macht man keine Scherze!" tadelte die Sekretärin sanft. Für die Frau war Seth so etwas wie ein Sohn. Sie kannte ihn und seine kleinen Scherze. "Wo bleiben deine guten Manieren? Zeig deinem Zimmergesellen euer Zimmer!" Seth verdrehte gespielt genervt die Augen. "Zu Befehl, Madam!" spottete er, dann wandte er sich an Jona. "Komm mit! Wir sollten uns beeilen, sonst kommen wir ins Gedrängel. Heute ist ohnehin sehr viel los. Alle suchen ihre Zimmer, verirren sich oder so..."
      Er verabschiedete sich von der Sekretärin und ging vor.
    • Jona blickte auf die Hand, die Seth ihr hin hielt. Passierte das gerade wirklich? Leicht zögernd nahm sie die Hand und begrüßte ihn.
      "Hallo" sagte sie schüchtern. "Ehm... Nein, damit habe ich nichts zu tun und will ich auch nicht" Die Frage war merkwürdig wenn man sich gerade erst kennen lernt, aber irgendwie schien er das witzig zu finden. Jona verstand nicht wirklich warum. Schüchtern lächelte sie ihn an und folgte ihm dann durch die Gänge. Sie würde sich gerne mit ihm unterhalten, doch fiel ihr kein passendes Thema ein. Nach einiger Zeit versuchte sie es dann aber doch.
      "Bist du schon länger hier? Also, bist du schon seit mehreren Jahren hier?"
      Sie wusste natürlich, dass er schon seit 3 Jahren hier auf dem Internat war, aber sie sollte es sich wohl besser nicht anmerken lassen.
    • Seth nickte leicht. "Ja...schon 3 Jahre!" antwortete er. Er warf dem Neuling einen Blick zu. "Tut mir leid!" sagte er völlig unvermittelt. "Das mit den Drogen...Mein alter Zimmerpartner wurde wegen Drogenbesitzes raus geworfen!" erklärte er. "Ich fand es ironisch. Er war immer total vorsichtig. Ich wollte ihn davon abbringen und dann hat ihn ausgerechnet sein Freund verraten." Er seufzte leise. "Er konnte es kaum glauben!" Seth schwieg wieder.
    • "Oh, das tut mir leid. Du scheinst dich gut mit ihm verstanden zu haben. Hoffentlich verstehen wir uns auch so gut. Dann brauchst du dir keine Sorgen machen dass ich wegen sowas raus geworfen werde. Ich will es nicht mal ausprobieren" Sie versuchte einfach die Situation etwas aufzulockern. Doch gelang ihr das nicht so gut wie gehofft. "Ich kann schon verstehen wenn du lieber ihn weiter als deinen Mitbewohner zu hättest. Aber vielleicht hälst du es ja auch mit mir aus" Sie lachte ein wenig, da sie das als Scherz meinte. Doch das Lachen wirkte verunsichert und das verunsicherte wiederum Jona.
    • Seth lächelte. "Ich hoffe es!" er entspannte sich sichtlich. "Du kommst nicht aus hier, hm?" fragte Seth plötzlich. "Du hast einen Akzent. Ich tippe auf... Deutschland?" fügte er hinzu. Neugierig betrachtete er Jona. "Ein Kumpel von mir kommt auch ursprünglich aus Deutschland." erklärte Seth dann und grinste. "Euer Akzent klingt sehr ähnlich!"
      Im nächsten Moment blieb er stehen, kramte seinen Schlüssel hervor und schloss auf. Er stieß die Tür auf und deutete eine Verbeugung an. "Nach dir!" Er lächelte Jona charmant an.
      Er sah an Jona vorbei ins Zimmer. Dieses war ordentlich aufgeräumt. Seths Koffer lagen noch geschlossen auf seinem Bett. "Ist nichts besonderes..." meinte Seth entspannt. "Aber es reicht!" Er sah auf die Uhr. Er fluchte leise. "Wir müssen gleich los!"
    • Sie sah ihn überrascht an. "Ja... Genau, ich bin aus Deutschland. Es war schon fast ein wunder dass ich hier angenommen wurde, obwohl ich nicht mal hier lebe. Aber mein Englisch schein gut genug zu sein" Es freute sie, dass die Stimmug besser wurde. Ein Kumpel von ihm kam also auch aus Deutschland. Das war interessant. Bedeutete aber eigentlich gar nichts. Sie wartete bis Seth die Tür geöffnet hatte und trat dann ein. "Ach, das ist mehr als in so manchem Internat in Deutschland. Es ist sogar genug Platz, dass man tanzen könnte. Also dafür wäre es schon eng, aber es wäre möglich" Sie lachte ein wenig und stellte ihren Koffer auf das Bett auf der anderen Seite des Raumes. Der Raum war so eingeteilt, dass es auf jeder Seite ein Bett und einen Schreibtisch gab. Zudem ein kleines Bad, jedoch ohne Dusche. "Echt? So wenig Zeit hat man um anzukommen? Das ist aber wirklich kurz" Sie wäre lieber noch weiter mit ihm im Zimmer geblieben. Er war so nett zu ihr.
    • "Tanzen?" Seth musste lachen. "Du kommst auf Gedanken! Ich mag Tanzen nicht wirklich. Außer natürlich auf der Bühne!" Er seufzte leise. "Ja...hier ist wenig Zeit um sich einzugewöhnen! Aber es ist alles halb so schlimm! Was ist dein Hauptfach?" Ohne eine Antwort abzuwarten, warf er einen flüchtigen Blick auf Jona's Stundenplan. "Wie ich es mir dachte!" nickte er dann. "Die Schüler, die zusammen Unterricht haben, sind meistens Zimmerkollegen!" erklärte er lächelnd. "Lass uns gehen!" Seth verließ das Zimmer und wartete auf Jona. "Meine Hauptfächer sind Komponieren und Gesang. Man kann die Fächer auch wechseln, doch du brauchst einen richtigen Grund! Ich zeige dir später alles, ja? Es ist ein komplexes Gebäude, du findest dich sicher schnell zurecht!"
    • "Ich mag Tanzen eigentlich auch nicht. Aber ich habe gerne eine andere Sicht auf die Welt als alle anderen. Solltest dich also schon mal dran gewöhnen merkwürdige und einzigartige Vergleiche und so zu hören." Noch bevor sie ihm sagen konnte, was ihr Hauptfach ist, nahm er ihr schon den Stundenplan aus der Hand. Sie wusste, dass er ebenfalls Komponieren als Hauptfach hatte, konnte sich aber nicht mal erträumen dass sie auch im selben Kurs wie er war. Sie lief ihm hinterher. "Mal sehen wie schnell ich mich hier zurecht finde" Sie war gut darin sich schnell zu verlaufen und war froh, nun die erste Stunde direkt mit Seth zu haben sodass sie ihm nur hinterher laufen musste.
    • Seth lachte leise. "Ich habe mich im ersten Jahr oft verirrt." gestand er verlegen. "Aber du wirst sehen, man findet sich schnell hier ein. Und falls du dich verirrst, helfen dir die anderen bestimmt weiter!" er sah zu Jona. "Und ich bin ja auch noch da!" Dass er ein Zweites Hauptfach hatte, war im Moment nicht wichtig. Sie erreichten eine große Halle. Die meisten Schüler waren schon anwesend. Sie unterhielten sich gut gelaunt. Seth winkte einer Gruppe zu. Drei Schüler liefen auf die beiden zu. Sie begrüßten Seth fröhlich. "Wie war es bei deinen Eltern?" fragte einer der Jungs interessiert. Seth schwieg und verzog nur das Gesicht. Es war nicht nötig zu antworten. Er deutete stattdessen auf Jona. "Das ist Jona!" lächelte er.
    • Jona ließ ein weinig Abstand zwischen sich und Seth als dieser drei Jungs begrüßte. Sollte sie zu ihnen gehen? Aber es waren ja nicht ihre Freunde. Es waren noch Fremde. Doch Seth nahm ihr die Entscheidung ab. Als er auf sie deutete ging sie zu ihnen. Während der paar schritte atmete sie noch mal durch um sich ihre Nervosität nicht anmerken zu lassen. "Yo, schön euch kennenzulernen. Also, wo kann ich sitzen?" sie versuchte so cool wie möglich zu wirken.
    • Einer von Seths Freunden hob eine Augenbraue. "'Yo'?" wiederholte er und lachte. "Alles gut, Kleiner!" grinste er. Seth schien in Gedanken weit weg zu sein. "Du brauchst nicht nervös zu sein!" beruhigte der unbekannte Junge Jona. "Setz dich wohin du willst!" fügte er hinzu und zuckte mit den Schultern. Ein anderer der Freunde stieß Seth an. Dieser zuckte überrascht zusammen. "Geht das denn schon wieder los?" stöhnte der Dritte der Freunde. Seth lächelte verlegen, dann setzte er sich und zog einen Block hervor. Er schien wie in Trance zu sein und schrieb hektisch etwas auf. Seine Freunde schienen davon ungestört und setzten sich um ihn herum. Interessiert sahen sie auf Seths Gekritzel. Seth ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Einer der Jungs sah zu Jona. "Er hat wieder eine Idee für nen Song!" erklärte er.
    • Es nervte sie ein wenig, dass der Junge sie klein nannte. So klein war sie jetzt auch nicht. Für ein Mädchen war sie sogar recht groß. Aber sie ließ sich nichts anmerken. "Oh, klar. Ist halt alles noch neu für mich" Sie setzte sich neben Seth und beobachtete, was er da machte. Sie war wie gebannt von dem, war er da hin kritzelte. "Ah okay. Passiert sowas öfter? Also ich hab das auch manchmal aber eher selten. Hab noch nie jemanden in dem Zustand gesehen... Naja, außer vielleicht Julian" Julian, war ein Junge der ein paar Jahre mit ihr auf der Schule war und dann nach England gezogen ist. Dabei kam ihr selbst eine kleine Idee. Sie holte ein kleines Notenheft hervor und schrieb eine Melodie auf.
    • Seth erstarrte plötzlich. "Julian?" wiederholte er und sah zu Jona. Er hatte seine Stirn wieder in Falten gelegt. Dann riss er sich zusammen und sah sich um. Er schien jemanden zu suchen, doch als er diesen Jemand nicht fand, seufzte er leise. Bestimmt nur ein Zufall, redete er sich ein.
      Er blickte wieder zu Jona, wollte etwas sagen, doch in dem Moment läutete es zum Stundenbeginn. Seth richtete seine Aufmerksamkeit nach vorne. Der Lehrer trat ein. Er stellte sich vor, begann dann die Stunde mit einer kurzen Einleitung, was sie alles erreichen wollten, wie es ablief und was sie alles tun mussten, um ihn zufrieden zu stellen.
    • "Ja... Julian." sie war ein wenig irritiert. Denn sie glaubte nicht dass sie julian noch mal wieder sehen wird. Und wenn Seth jemanden mit dem namen kannte war das sehr wahrscheinlich auch nur zufall. Es klingelte und Jona widmete ihre Aufmerksamkeit dem Lehrer und seinen Erklärungen. Sie machte sich auch ein paar Notizen um nichts wichtiges zu vergessen. Kurz überlegt sie ob die anderen sie als streber bezeichnen würden, aber das wäre ihr dann auch egal. Also die Stunde vorbei war und sie eine kleine pause hatten drehte sie sich wieder zu Seth. "Der ist aber ziemlich streng"
    • Seth lächelte. "Streng? Du wirst Augen machen, wenn du die anderen Lehrer kennen lernst!" Er wirkte wieder wie anfangs; entspannt und gut gelaunt. Seths Freunde stimmten ihm murmelnd zu. "Wie wäre es, wenn ich dir die Schule nach dem Unterricht zeige?" schlug Seth plötzlich nachdenklich vor. "Probe!" schnaubte einer seiner Freunde. "Du vergisst doch die Probe nicht, oder?" Seine Stimme klang ernst und er sah Seth vorwurfsvoll an. Seth verzog ein wenig das Gesicht. "Ja ja..." grummelte er missmutig, dann fiel ihm etwas ein. Er sah zu Jona. "Willst du zusehen und hören?"
    • Puh, das waren ja Aussichten wenn die Anderen Lehrer noch strenger sein sollen. Auch schien fast der ganze Tag verplant zu sein. Kaum Freizeit. So hörte es sich zumindest an. "Klar. Würde gerne zuhören. Ist bestimmt ganz nett" sie versuchte so gleichgültig wie möglich zu klingen. In wirklichkeit rastete sie innerlich aus. Ein Traum wird wahr. Sie kann ihr Idol live sehen und hören. Und dann sogar bei einer Probe und nicht bei einem richtigen Auftritt. Das war viel besser.
    • Seth nickte zufrieden lächelnd. Seine Freunde verließen bereits den Saal. Seth beeilte sich, die Gruppe einzuholen. Immer wieder blieb er stehen, um auf Jona zu warten. Ihre Schritte führten die Jungs in eine große Halle. Auf einer Bühne befanden sich einige Musikinstrumente. Zielstrebig betrat Seth die Bühne. Auf dieser standen noch 4 andere Jungs. "Hey!" begrüßte Seth sie fröhlich. "Wir sind jetzt an der Reihe!" Die andere Band nickte, verabschiedeten sich und verschwanden.