Liebst du mich obwohl ich anders bin? (Saki & Maka)

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    • Liebst du mich obwohl ich anders bin? (Saki & Maka)

      Vorstellung: Liebst du mich obwohl ich anders bin? (Saki & Maka)

      @Saki

      Shiina Yamamoto

      Ich seufzte, als die Schulglocke das Ende des Unterrichts einläutete. Ich war nun schon seit gut 2 Wochen auf dieser Schule und bisher hatte ich immer noch keinen Termin bei diesem Superdoc. //Hoffentlich denkt Mama dran dort nochmal anzurufen und nachzufragen wann ich in Behandlung kommen kann.//, dachte ich und packte meine Unterlagen weg. Ich hängte mir die Tasche über die Schulter und machte mich dann auf den Weg zum Lehrerzimmer. Gedanklich zählte ich die Schritte, bis ich schließlich vor der Tür stand. Wie die letzten Male auch ließ ich mir auch diesmal den Schlüssel zum Musikzimmer geben. Ich bedankte mich und machte mich dann wieder auf den Weg. Auch diesmal zählte ich wieder die Schritte. Als ich schließlich das Musikzimmer erreichte, stellte ich meine Tasche ab und tastete mich vorsichtig zum Flügel vor. Fast schon liebevoll strich ich über das alte Instrument. Ehe ich mich setzte ging ich allerdings die 5 Schritte bis zum Fenster um dieses zu öffnen und frische Luft in den kleinen Raum zu lassen. Danach ging ich die 5 Schritte zurück und setzte mich auf den Hocker der vor dem Flügel stand. Ich ließ einen Augenblick den Nacken kreisen und stieß die Luft aus. Dann ließ ich meine Hände einen Augenblick über den Tasten schweben, ehe ich anfing zu spielen.



      Irgendwie war Klavier oder Piano spielen für mich immer sehr befreiend. Obwohl ich vor 2 Jahren erfahren habe, dass ich eine Krankheit an meinen Augen habe, die vermutlich dafür Sorgen könnte, dass ich erblinde, war Klavier spielen immer wie Balsam für meine Seele. Während ich spielte, konzentrierte ich mich auf die Musik und ging darin völlig auf. Ich bemerkte dabei nicht, dass ich erblinde. Deshalb nutzte ich die Zeit, die ich für mich in der Schule am Piano war um meine Batterien wieder aufzufüllen.

      The worst Day of loving someone is the Day you lose them.
    • Mein Blick starr auf die Uhr gerichtet und den Sekundenzeiger beobachtend, wie sich dieser langsam - für mich schon zu langsam - auf die Zwölf zubewegte, um kurz darauf das Ende des Schultages mit einem Klingeln zu aktivieren. Endlich. Sicher, ich hatte eigentlich nichts gegen die Schule. Ich war gut in vielen Fächern. Konnte mich nicht beklagen. Und dennoch war ich, wie jeder andere froh, wenn man endlich aus diesem zuengen Klassenzimmer heraus treten konnte, welches sich nach all den Jahren immer mehr wie ein Gefängnis anfühlte, in dem man eine sich nicht zu erklärende Strafe absitzen musste.
      Ich schob meine Sachen in die Tasche, erhob mich von meinem Platz, sah zu Akita und Nero, welche auf mich warteten und setzte ein seichtes Grinsen auf, ehe ich die Hand hob und ihnen deutete, dass sie schon mal draußen warten sollten. Auch wenn es mir nicht gefiel musste ich noch etwas erledigen, da es meine Eltern nicht taten oder konnten. Wie auch, wenn sie vielleicht zwei mal im Monat zuhause waren. Ich warf mir die Tasche locker über die Schulter, während meine freie Hand den Weg in die Hosentasche fand und ich mich in Bewegung setzte, um zum Direktor der Schule zu gelangen.
      Hier und da hörte ich Getuschel, gefolgt von Kichern der Mädchen oder den leisen Schnauben der männlichen Schüler, welche ich allerdings nur freundlich belächelte. Ich hatte mich schon lange nicht mehr wirklich dafür interessiert, was hier vor sich ging. Auch nicht, was das neuste Gerücht war, wer neu an die Schule kam oder was sonst alles passieren konnte. Ich hatte schon auf der Junior High genug um die Ohren, dass ich in den Jahren lernte Unerwünschtes um mich herum auszublenden. Doch eines entging mir nicht, als ich den Flur entlang zur Treppe schritt, welche mich nur noch einen Stock vom Rektorzimmer auf Abstand hielt.
      Diese Melodie.
      Ich hatte schon lang nicht mehr gehört, dass solche Klänge durch den Flur flogen. Zumindest nicht, wenn es weder eine Aufführung noch andere Proben gab. Ich hob den Blick, welchen ich bis eben noch gesenkt gehalten hatte, bevor ich den Flur zu meiner Rechten hinunter sah. Dort, wo das Musikzimmer lag und ich noch nie einen Fuß dort rein gesetzt hatte. Für was auch? Ich war nicht sonderlich musikalisch und hatte auch nicht vor es zu werden. Ich hatte es lieber, wenn ich bei meinen sportlichen Aktivitäten blieb und die einzige Musik, die ich bis jetzt in mein Leben gelassen hatte war die, welche man ungewollt hörte. Radio, Werbespots, Musikshows. Oder meine selbst zusammen gesuchten, welche sich auf meinem Handy befanden, wenn ich Laufen ging oder trainierte.
      Langsam, bevor ich es selbst realisierte, folgte ich den Klängen, die vom Flügel des Musikraums kamen. Die Tür war etwas geöffnet, weswegen ich mich etwas vorbeugte, um hinein zu sehen, wer dort spielte. Ein seichtes Lächeln zierte meine Lippen, als ich eine der Schülerinnen sah, die wohl eine Klasse unter mir waren. Zumindest kannte ich sie nicht, hatte sie noch nicht gesehen oder wie immer nicht sonderlich darauf geachtet. Auch wenn ich mich für solche Art Musik eigentlich nicht interessierte oder begeisterte, so lehnte ich mich an den Türrahmen. Meine Hand aus meiner Hosentasche genommen und die Arme locker vor meiner Brust verschränkt, während ich dort stand und ohne ein Wort zu sagen ihrem Spiel zuhörte.
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      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"



    • Ich war so in meinem Element, dass ich zusammen zuckte, als mein Handy plötzlich klingelte. Ich schaltete es aus und seufzte. "Wie spät ist es?", fragte ich und mein Handy antwortete. "Es ist 16.15 Uhr."
      //Zum Glück war ich fertig mit dem Stück, dann kann ich mich jetzt in Ruhe fertig machen und nach Hause gehen.//, dachte ich und strich mir lächelnd eine Haarsträhne hinter das Ohr. Dann erhob ich mich und ging vorsichtig zurück zum Fenster welches ich geöffnet hatte. Tastend suchte ich nach dem Fenstergriff bis ich diesen gefunden hatte. Ich schloss das Fenster und ging dann zurück zum Flügel. Ich schloss die Tastenabdeckung und tastete nach meinem Handy. Als ich es fand steckte ich es in die Tasche und griff nach meiner Tasche, welche ich mir über die Schulter hang. Bevor ich zur Tür ging, holte ich noch den Schlüssel für das Musikzimmer heraus, den ich mir im Lehrerzimmer hatte geben lassen. Nun da ich alles hatte setzte ich mich in Bewegung in Richtung Tür. Bisher hatte ich noch nciht bemerkt, dass ich einen Zuhörer gehabt habe.

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    • Wer auch immer sie war, sie konnte spielen. Das musste ich zugeben und konnte das auch als nicht-Musikliebhaber heraus hören. Als ihr Handy ertönte und sie mit sich sprach, neigte ich den Kopf leicht zur Seite, bevor ich mich vom Türrahmen abstieß, um wieder gerade zu stehen. "Nicht schlecht, muss ich zugeben." sprach ich, nachdem das blonde Mädchen das Fenster und die Abdeckung der Tasten geschlossen hatte und auf die Tür zu ging. "Du bist doch sicherlich für die Musikeinlage bei unseren Theaterstücken zuständig, oder? Kann ich mir bei dir zumindest vorstellen." sprach ich weiter, den Blick weiterhin auf die Kleinere und Jüngere gerichtet.
      Allerdings fragte ich mich doch, wieso sie alleine hier war. Normalerweise bekam man die Schlüssel für Unterrichtsräume nicht einfach ohne das ein Lehrer dabei war. Doch lange beschäftigte mich dieser Gedanke nicht. Es ging mich auch nicht wirklich etwas an.
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    • Ich zuckte zusammen, als plötzlich jemand mit mir sprach. An der Tonlage hörte ich, dass es ein anderer Schüler sein musste. Ich strich mir eine Haarsträhne hinter das Ohr und drehte mein Gesicht in seine Richtung. Auch wenn ich nichts sah, so konnte ich mich trotzdem zu ihm hinwenden, wenn er mit mir sprach. "Tut mir leid, aber da muss ich dich leider enttäuschen.", sagte ich und tastete mit meiner freien Hand nach dem Schlüsselloch, während meine andere den Schlüssel festhielt. Nun da ich wusste, dass jemand bei mir war, merkte ich wie meine Hände leicht zitterten. Es dauerte nur wenige Augenblicke länger als sonst, bis ich das Schloss mit dem Schlüssel traf und hinter mir die Tür zu zog, so dass der Junge ebenfalls ausgeschlossen wurde. Ich steckte den Schlüssel zurück in meine Rocktasche. "Danke übrigens für das Kompliment von vorhin.", sagte ich lächelnd und machte mich auf den Weg zum Lehrerzimmer. Dabei war eine meiner Hände immer an einer Wand. So war es für mich einfacher mich zu orientieren. Vorsichtig und langsam ging ich weiter, bis ich schließlich das Lehrerzimmer erreichte. Ich gab den Schlüssel ab und bedankte mich. Dann machte ich mich auf den Weg nach unten zu den Schließfächern. Ich lauschte einen kurzen Augenblick und ging dann zu einer der Schließfachreihen und tastete vorsichtig nach der Zahl die in die Türen eingeprägt wurde. Auch das dauerte wieder einige Augenblicke, bis ich mein Schließfach gefunden hatte und meine Schuhe wechseln konnte. Nachdem das erledigt war, machte ich mich auf den Weg zur Tür ich verließ das Schulgebäude und lächelte als ein leichter Wind aufkam und mit meinem Haar spielte und die Sonnenstrahlen mein Gesicht erwärmten. Vorsichtig ging ich weiter. Ich war auf der Suche nach einer Bodenänderung oder der Mauer von der das Schulgebäude umzäunt war.

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    • Ich sah ihr in das Gesicht, direkt in ihre Augen, welche etwas anderes an sich hatten als die, der anderen Schülern, mit welchen ich sprach. "Enttäuschen? Schade, ich war mir so sicher." meinte ich mit einem leichten Grinsen, bevor ich einen Schritt zurück trat, als das junge Mädchen die Tür abschloss. Mir entging nicht, dass sie regelrecht nach dem Schlüsselloch tastete. Sah sie es nicht? Doch den Gedanken konnte ich mir nicht erlauben, immerhin konnte sie spielen. Mir wäre es wirklich ein Rätsel, wenn jemand, der so spielen konnte, nichts sah. Als sie sich jedoch bedankte neigte ich den Kopf etwas zur Seite, öffnete den Mund etwas, um darauf zu antworten, doch ließ ich es, als sie sogleich den Flur entlang ging. Auch hier tastete sie an den Wänden, was mich leicht zum Stirnrunzeln brachte. Als ich sah, in welche Richtung sie ging, dachte ich kurz nach, bevor sich mir ein leichter Schauer über den Rücken schlich. "Verdammt." murmelte ich zu mir selbst und folgte ihr. Als sie im Lehrerzimmer verschwand lächelte ich ein wenig und hob die Hand, bevor ich mich mit einem "Bis dann." verabschiedete und die Treppen nach oben zum Rektorat lief.
      Ich konnte es kaum erwarten, dass das Gespräch über meine Leistung hinter mich zu bekommen. Die Überredungskünste, dass ich doch ein eine für mich angemessene Klasse oder gar Schule sollte. Doch verstand er nicht, dass ich hier nicht weg konnte. Wie auch? Meine Eltern arbeiteten beide. Ich war auf mich allein gestellt. Allein in einer Wohnung und mein kleiner Nebenjob am Wochenende brachte auch gerade mal genug, dass ich mich versorgen konnte. Also setzte ich mich auf den Stuhl, hörte dem Direktor eher notdürftig zu und wartete darauf gehen zu können.
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    • Es dauerte nicht lange und ich spürte die Bodenänderung. Ich lief weiter und als ich meine Hand ausstreckte war links von mir, die Wand die das Schulgelände umzäunte. Ich seufzte. Gedanklich meine Schritte zählend lief ich weiter. Es dauerte nicht lange und ich erreichte die Ampel. Ich drückte auf den Schalter und wartete. Ich hörte wie die Autos fuhren, allerdings hörte ich nicht, wie die Ampel das Signal gab, dass grün sei. Unsicher nagte ich an meiner Lippe und wartete. Dann hörte ich wie die Autos wieder fuhren. Erneut drückte ich auf den Knopf. Ich lauschte angestrengt und als ich sicher war, dass kein Auto kommt mache ich mich auf den Weg um die Straße zu überqueren. Was ich nciht wusste ist, dass die Fußgängerampel noch immer auf rot war, dass nur im Augenblick kein Auto kam. jedoch sollte sich das schnell ändern. Ich war grade auf der Hälfte der Straße, als ich plötzlich ein Auto hörte, welches schnell näher kam. Augenblicklich hatte ich Gänsehaut. Und mir wurde warm und kalt zu gleich. Ich schüttelte den Kopf um mich wieder auf mein zählen der Schritte zu konzentrieren, jedoch war das Auto nicht so einfach auszublenden. Ich konnte nur hoffen, das der Fahrer anhielt, wenn er jemanden auf der Straße sah. Ich ging weiter und versuchte ruhig zu bleiben, während ich jeden Augenblick damit rechnete, von einem Auto erfasst zu werden. Zu allem übel hatte ich mich nun auch noch verzählt und mir wollte par tu nicht einfallen ob der Fußweg gegenüber einen abgesenkten Bordstein hatte oder nciht. Wenn er nämlich keinen abgesenkten Bordstein hat, würde ich dort bestimmt gleich schön ins stolpern kommen.

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    • Endlich war ich befreit. Wie immer hatte ich ihm beteuert, dass ich hier bleiben würde. Hier auf dieser Schule und in meiner jetzigen Klasse. Es war mir recht egal, was meine Leistungen anging und das sollte der Direktor nach gut über einem Jahr wissen, weswegen ich ihm ins Wort gefallen war und mich verabschiedete. Wieso musste ich mich damit rumschlagen? Ein einfaches Nein schien niemand mehr akzeptieren zu wollen. Meine Tasche wieder schulternd schüttelte ich den Kopf ein wenig und ging schnellen Schrittes die Treppe nach unten, zu den Schließfächern und wechselte meine Schuhe, bevor ich das Gebäude verließ und zu meinen Freunden sah, welche am Tor der Schule auf mich warteten. Ein seichtes Lächeln bekam ich nun wieder auf meinem Gesicht, hob die Hand und ging auf die beiden zu, während ich aus dem Augenwinkel heraus zu dem Mädchen von vorhin sah. Sie war in der Zeit, in der ich mit dem Rektor sprach, nicht sonderlich weit gekommen oder hatte sie noch etwas anderes zu tun gehabt?
      Meine Freunde sprachen währenddessen mit mir. Ob wir in die Stadt gehen wollten. Etwas essen oder zu einem von uns nach Hause, um dort abzuhängen, doch hörte ich nur mit einem halben Ohr zu, nickte ab und an zu den Worten der beide, ehe ich etwas verwundert blinzelte. Das Mädchen ging einfach über Rot, während ein Auto mit zu schneller Geschwindigkeit um die Kurve fuhr, direkt auf die Blonde zu. Wenn sie sich nicht beeilte würde der Wagen sie erwischen und sie auf seiner Motorhaube liegen, doch machte sie keine Anstallten schneller zu gehen.
      "Ren? Hörst du mir-" stoppte Akita, nachdem ich meine Tasche einfach zu Boden hatte fallen gelassen und in Richtung Straße lief. "Hey! Runter von der Straße!" rief ich der Jüngeren entgegen, während der Wagen immer näher kam. Der Fahrer machte auch keine Anstalten langsamer zu werden, da sein Blick auf sein Handy gerichtet war, welches in der Halterung hing. Nein, stattdessen tippte er auf den Touchpad herum, um eine Nachricht zu lesen, anstatt die Straße im Auge zu behalten. Doch bevor das Mädchen die Motorhaube des Wagens zierte sprang ich auf die Straße direkt auf sie zu, ehe ich meine Arme um den zierlichen Körper schlang und diesen somit mit meinem Körper vom Aufprall auf dem Asphalt schützte, auf welchem wir kurz darauf landeten.
      Die Augen zusammen gekniffen richtete ich meinen Oberkörper etwas auf, sah mit einem geöffnetem Auge dem Wagen hinterher und verfluchte diesen in die Hölle, bevor ich meinen Blick auf das zierliche Mädchen richtete. "Hey, ist alles in Ordnung?"
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    • Ich zuckte zusammen als ich gepackt und von der Straße gestoßen wurde. Der Junge der mich gerettet hatte, hielt mich noch immer in seinen Armen und ich hob meinen Kopf. "Ja danke deiner Hilfe ist mir nichts passiert.", sagte ich und lächelte ihn an. Ich löste mich von dem Jungen und klopfte mir den Dreck ab. "Nochmal vielen Danke für deine Hilfe.", sagte ich und tastete nach meiner Tasche ich erhob mich und hielt dem Jungen meine Hand hin um ihm aufzuhelfen. Als er diese ergriff und sich hochzog, merkte ich ein zwicken an meinem Knie. Da spürte ich dann auch wie etwas mein Schienbein hinunter lief. Ich kramte in meiner Tasche nach Taschentüchern. Als ich schließlich welche fand drückte ich eines davon auf die blutende Stelle. Die ganze Aktion hatte dafür gesorgt, dass ich nun doch ein wenig orientierungslos war. Ich hatte zwar eine grobe Ahnung wo ich war, allerdings war ich mir nciht sicher. Deshalb entschied ich mich, dass ich mich nun erstmal um mein blutendes Knie kümmern sollte. Ich fand es unhöflich mein Handy rauszunehmen und mein Handy zu befragen, wenn jemand direkt neben mir stand. Jedoch traute ich mich auch nciht ihn zu fragen. Seine Stimme sagte mir nichts und ich war mir ziemlich sicher, dass er nciht wusste, dass ich das blinde Mädchen an seiner Schule bin. Deshalb machte ich mich geistig schon mal darauf gefasst von ihm angepflaumt zu werden, weil ich bei rot über die Ampel gegangen war.

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    • Ein erleichtertes Seufzen entwich meiner Kehle, als sie mir versicherte, dass ihr nichts passiert war. Das hätte wirklich mehr als nur übel enden können. Zu ihrer Hand blickend, nachdem sie sich erhob und mir diese entgegen gestreckt hatte, ergriff ich diese und erhob mich, bevor ich gerade ansetzen wollte sie zu fragen, was sie dazu geritten hatte bei Rot los zu laufen, da kramte sie auch schon in ihrer Tasche. Ihrer Hand zu ihrem Knie folgend sah sich zu dem Blut, bevor ich mit auf eines meiner Beine kniete. "....Nun, ganz ok bist du wohl doch nicht..." murmelte ich und sah zu ihr auf. "Hast du Schmerzen?" wollte ich schließlich wissen und erhob mich wieder, ehe ich mich kurz umsah. "Wenn ja sollten wir zur Schulschwester. All zu weit bist du ja noch nicht gekommen und sie kann sich sicher um dein Knie kümmern." sprach ich weiter, bevor ich zu meinen Freunden sah und ihnen mit einem Wink etwas grinsend deutete, dass sie schon gehen sollten. Warten mussten sie nun ja auch nicht, aber ich konnte das Mädchen jetzt einfach allein lassen. Immerhin wurde sie beinahe überfahren und war sicherlich noch im Schock. Zumindest könnte ich mir das gut vorstellen. Und wer wusste, was mit ihrem Knie war.
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    • "Ach das ist nur ein Kratzer.", sagte ich. Als mich der Junge allerdings fragte ob ich schmerzen hatte, seufzte ich. "Ja ein wenig.", beantwortete ich seine Frage. Als er dann meinte, dass wir zur Schulschwester gehen sollten, wurde ich unsicher. "Ich war noch nie bei der Schulschwester. Ich hab keine Ahnung wo ich da hin muss.", sagte ich zu ihm. "Vielleicht sollte ich doch lieber nach Hause gehen.", murmelte ich mehr zu mir selbst als zu ihm.
      Ich wog grade gedanklich ab, was besser ist. Zu Hause würde sich meine Mutter erst heute Abend um die Verletzung kümmern können. Da war die Schulschwester schon besser. Allerdings wusste ich weder in welcher Etage sie war noch welches Zimmer noch wie ich dort hinkommen sollte. Überraschend zielsicher griff ich nach dem Ärmel des Jungen. "Kannst du mich zur Schulschwester bringen?", fragte ich ihn. Als er zusagte, seufzte ich erleichtert. "Wir müssen aber langsam laufen.", sagte ich und gemeinsam gingen wir zurück zur Schule. Während wir durch die Gänge der Schule liefen, hatte ich wieder eine Hand an der Wand neben mir. Wir sind in der zweiten Etage oder?", fragte ich ihn. "Und hier ist das Lehrerzimmer oder?", fragte ich und deutete auf eine Tür an der wir gerade vorbei gingen. Ich musste deshalb nachfragen um mich zu orientieren und die Schritte vom Lehrerzimmer zur Schulschwester zu zählen.

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    • Nur ein Kratzer? Das bezweifelte ich ein wenig. Und meine Zweifel verfestigten sich, als sie mir sagte, sie hätte Schmerzen. Dann würde ich sie eben zur Schulschwester bringen. Mit einem schmerzenden Knie würde ich sie nicht alleine nach Hause gehen lassen. Ich öffnete den Mund, doch als sie meinen Ärmel ergriff, blinzelte ich überrascht, als sie meine Worte bereits mit einer Frage aussprach. "...Das hatte ich gerade vor." sagte ich und nickte kurz, bevor ich mit ihr zurück zur Schule schritt - nachdem die Ampel auf grün geschalten hatte.
      Die Gänge entlang gehend hatte ich den Blick gerade aus gerichtet, meine Hände in den Hosentaschen, während sie sich mit einem Arm bei mir eingehakt hatte. Ich wurde nicht wirklich schlau aus ihr und immer mehr kam mir der Gedanke, dass sie nichts sah. Das würde erklären, wieso sie vorhin nach dem Schlüsselloch getastet hatte. Ebenso die Wand, genau wie jetzt. Und auch, wieso sie über rot ging. "Mhm. Zweite Etage. Lehrerzimmer ist gleich neben dir." antwortete ich auf ihre Fragen hin, ehe ich kurz schwieg.
      "Sag mal..." begann ich schließlich, während ich sie weiterhin ansah und zum Krankenzimmer führte. "Kann es sein, dass du nicht sehen kannst?" wollte ich schließlich wissen, bevor ich den Blick wieder gerade aus richtete.
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    • Als er mich dann auf so niedliche Art und Weise fragte ob ich nicht sehen kann, schmunzelte ich. "Ja du hast recht ich kann ncihts sehen. Ich nehme nur, wenn ein Raum gut ausgeleuchtet ist, starke Kontraste war. Hell- dunkel, schwarz- weiß sowas eben.", sagte ich. Es dauerte nciht lange und wir erreichten das Krankenzimmer. Überrascht sah die Krankenschwester auf, als die Tür geöffnet wurde. "Was treibt euch beide hier her? Solltet ihr um die Uhrzeit nciht schon längst zu Hause sein?", fragte sie und lächelte entschuldigend. "Ich hab mir das Knie aufgeschürft.", sagte ich und die Schwester nickte. "Ich desinfiziere die Wunde und verbinde sie.. Schmerzt sie?", sagte die Schulschwester und ich lächelte. "Ich danke ihnen und ja ein wenig.", sagte ich und ließ die ganze Prozedur ohne einen Laut über mich ergehen und bedankte mich anschließend bei der Schulschwester. "Da war ganz schön viel Dreck drin, deshalb hat es weh getan. Der dreck ist nun beseitigt und die bestehenden Schmerzen sind von der Wunde, weil es nun einmal eine Verletzung ist.", sagte die Ärztin. Gemeinsam mit dem Jungen verließ ich das Krankenzimmer, das Schulgelände und er brachte mich auf die andere Seite des Fußgängerüberwegs. Ich blieb stehen und verbeugte mich vor ihm. "Danke für deine Hilfe und dass du mir vorhin das Leben gerettet hast.", sagte ich und richtete mich wieder auf. Ich strich mir eine verirrte Haarsträhne hinter das Ohr und lächelte verlegen. "Ab hier schaff ich es dann allein. Danke nochmal.", sagte ich. Auch wenn mein Knie noch etwas weh tat, so wollte ich ihn ungern noch dazu nötigen mich nach Hause zu begleiten.

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    • Sie stimmte mir zu auf meine Frage hin, was mich jedoch nicht sonderlich verwunderte, dass ich Recht hatte. Eher verwunderte mich die Tatsache, dass sie es einfach zugegeben hatte. Ich für meinen Teil kannte zu mindest niemanden, der so etwas gerne zugab. Meinen Blick richtete ich nun wieder auf die Kleiner, als sie weiter sprach. "Hm, verstehe... Deswegen tastest du dich also die ganze Zeit vor und hast die rote Ampel nicht gesehen." sprach ich, bevor wir das Krankenzimmer betraten und die Schwester sich sogleich liebevoll um die Jüngere kümmerte, was ich mit einem Schmunzeln beobachtete.
      "Danke für die Hilfe nach der Schule." bedankte auch mich, als das Knie der Blonden nun versorgt war und ich sie wieder sicher nach draußen und dieses Mal auch sicher über die Ampel führte, bevor wieder etwas passierte. Als sie meinte, sie würde es ab nun alleine schaffen, zog ich eine Augenbraue etwas nach oben, während ich locker die Arme vor meiner Brust verschränkte. "Bist du dir auch ganz sicher, dass du es allein schaffst?" wollte ich wissen und sah kurz zum Übergang der Ampel. "Mir wär's lieber, wenn ich dich noch etwas begleiten würde. Hinterher hör ich morgen vielleicht in den Nachrichten, dass eine blonde Schülerin irgendwo auf der Straße als Teer benutzt wurde." sprach ich und sah wieder zu ihr, bevor ich die Hände in die Hosentaschen schob. "Und das kann ich nicht zulassen. Noch dazu würde ich mir Vorwürfe machen, wenn dir hinterher was passiert, nachdem ich heldenhaft mein Leben für dich riskiert habe." Ein seichtes Grinsen schlich sich auf meine Lippen, während ich mich ein wenig nach vorn gebeugt hatte, um nun auf Augenhöhe mit ihr zu sein.
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    • "Naja es ist für mich eine Stütze zur Orientierung. So muss ich nciht laufend meine Schritte zählen.", sagte ich erklärend. Als er mich fragte, ob ich es allein schaffe, wollte ich seine Frage schon bejahen. Dann meinte er allerdings, dass er sich wohler fühlen würde, wenn er mich nach Hause begleiten könnte. Ich überlegte einen Augenblick und willigte dann ein. "Na gut. Dann begleite mich nach Hause.", sagte ich und lächelte. Als er sich zu mir beugte und meinte, dass er nicht zulassen konnte, dass ich als Teer für die Straße endete kicherte ich. "Das ist sehr löblich von dir. Und ich weiß übrigens, dass du dich grade zu mir heruntergebeugt hast.", sagte ich und grinste ihn an. Ich strich mir eine Haarsträhne hinter das Ohr und gemeinsam setzten wir uns in Bewegung. "Sag mal wie heißt du eigentlich?", fragte ich ihn. "Immerhin hast du mir vorhin das Leben gerettet, da wäre es schon gut, wenn ich den Namen meines Retters wüsste.", sagte ich grinsend. "Oh und ich bin übrigens Shiina. Shiina Yamamoto.", stellte ich mich vor. Wir liefen weiter und nach gut 30 Minuten bogen wir in meine Straße ein. "Von hier aus ist es nciht mehr weit.", sagte ich und so dauerte es auch nciht lange und wir erreichten das Haus in dem ich wohnte. Vor dem Tor holte ich den Schlüssel aus meiner Tasche und drehte mich zu dem Jungen um. "Willst du noch auf was zu trinken mit rein kommen?", fragte ich ihn.

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    • So war das also. Sie zählte ihre Schritte, um zu wissen, wo sie hin musste. Meine Hände in den Hosentaschen hatte ich den Blick vor uns auf den Boden gerichtet, während ich ihr zuhörte und etwas lächeln musste. Stimmt, ich hatte ihr meinen Namen nicht verraten. "Shiina also.... Schöner Name." antwortete ich ihr, bevor ich den Blick kurz zu ihr richtete. "Ich heiße Ren Yamada." sprach ich nach kurzem Schweigen, bevor ein leises Seufzen meiner Kehle entwich. Ich wusste, was für Gerüchte auf der Schule rum gingen. Das ich schon so viele Frauen gehabt hatte. Das ich nur mit ihnen spielen und sie um den Finger wickeln würde, um zu bekommen, was ich wollte. Oder auch, dass ich irgendwelche Bilder von ihnen herumschickte. Klar, ich hatte schon die ein oder andere Freundin. Allerdings war nicht ich es, der andere Gedanken im Kopf hatte. Sie waren es, die für ihr Ansehen mit mir zusammen sein wollten. Aber sicherlich hatte Shiina diese Gerüchte schon gehört, weswegen ich - bei ihr angekommen und vor ihrem Haus stehend - zu ihr sah und seicht lächelte. "Nein, ich sollte besser gehen. Immerhin weiß ich dich nun sicher zuhause."
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    • Ich errötete leicht, als Ren meinte, dass mein Name schön sei. "Danke.", sagte ich. Als wir schließlich bei mir zu Hause ankamen und er meine Einladung ausschlug lächelte. "Ok dann vielleicht ein anderes Mal. Danke nochmal für deine Hilfe heute.", sagte ich und lächelte ehe ich unser Tor öffnete und durch den kleinen Vorgarten zum Haus ging. Ich schloss auf und zog meine Schuhe aus. Dann ging ich nach oben um in bequemere Kleidung zu schlüpfen. Ich machte mir etwas zu Essen und grübelte über Ren nach. //Irgendwoher kommt mir der Name Ren bekannt vor.//, dachte ich während ich etwas aß. //Die Frage ist woher.//
      Der Rest des Nachmittags verlief recht friedlich. Ich erledigte Hausaufgaben und wickelte dann den Verband an meinem Knie ab um ein Bad zu nehmen. Während ich so entspannt in der Badewanne lag und der Musik lauschte die ich eingeschaltet hatte, fiel mir auf einmal wieder ein woher ich den Namen Ren kannte. //War er nicht derjenige über den die ganze Schule spricht? Der Weiberheld der Mädchen um den Finger wickelt und Nacktfotos rumschickt?//, fragte ich mich und runzelte dann die Stirn. //Aber er klang gar nicht wie jemand der so etwas machte. Ganz im Gegenteil. Er klang sehr freundlich und war auch sehr hilfsbereit.//, dachte ich grübelnd.

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    • "Gerne. Wie schon gesagt, kann ich dich ja nicht einfach dich selbst überlassen und morgen höre ich böses in Nachrichten oder in der Zeitung." kam es mit einem Lächeln von mir, als sie sich zum erneuten Male bedankte. Meine Hand kurz hebend, um mich zu verabschieden drehte ich mich auf den Hacken um, bevor meine Hände den Weg wieder in meine Hosentaschen fanden. "Ruh dich und dein Knie gut aus. Und komm morgen heil zur Schule." sagte ich noch, bevor ich den Weg in Richtung Innenstadt nun einschlug. Sicher warteten Akita und Nero schon, wenn es ihnen nicht schon zu blöd geworden ist und sie nach Hause gegangen waren. Leise seufzend schüttelte ich den Kopf ein wenig, bevor ich mein Handy aus der Hosentasche nahm, als dieses beinahe ununterbrochen vibrierte. Ein Blick auf den Display verriet mir auch wieso, woraufhin sich meine Augen zu Schlitzen wandelten. "Und da geht es wieder los." murmelte ich und brummte leise, als ich auf der Social Media Seite der Schule selbst erneute Gerüchte, Bilder und anderes las.
      "Hey, Ren! Da bist du ja endlich!" hörte ich Akita, als ich am Café angelangt war, in welchem wir uns immer trafen. "Hast du Social schon gecheckt? Es ist echt krass wie viele Accounts du doch besitzt." sprach sie und man konnte regelrecht den Sarkasmus heraus hören, woraufhin ich etwas grinste und mich zu ihnen setzte. "Tja, wie soll ich denn sonst meine tausend Liebschaften auffliegen lassen?" kam es ebenso sarkastisch zurück, doch schwand mein Grinsen schnell wieder. Irgendwer hatte mich auf dem Kieker, soviel stand fest.
      Den restlichen Nachmittag lauschte ich Nero und Akita. Mir selbst war nicht wirklich nach reden zumute, eher waren meine Gedanken bei der Person, welche sich immer wieder als mich ausgab und solch einen Mist verbreitete. Doch rausfinden würde ich es sowieso nicht. Ein Blick auf die Uhr verriet mir schließlich, dass es Zeit war, weswegen ich mich erhob und zu den beiden sah. "Ich muss nun langsam. Wir sehen uns morgen in der Schule wieder." meinte ich mit einem kurzen Lächeln, ehe ich meine Getränke bezahlte und die Hand hob. "Macht ihr auch nicht mehr zu lange." verabschiedete ich mich, bevor ich schließlich Richtung nach Hause ging.

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      "Mein Gott!" rief ich aus dem Badezimmer, die Zahnbürste in meinem Mund und ein Handtuch um meine Hüfte gewickelt, bevor ich mein Schlafzimmer betrat und das Handy zur Hand nahm. "Nerv mich nicht!" schrie ich es sogleich an, auch wenn es mir weder antworten noch mit mir reden konnte, bevor ich das Handy nun komplett auf lautlos stellte. Den ganzen Morgen bekam ich bereits Benachrichtigungen mit diversen Kommentaren unter diesem Fake-Account. Mit einem leisen Knurren warf ich das Handy also in meine Tasche, bevor ich mich fertig machte, mich anzog und vor mich her murrte. Irgendwann würde ich den jenigen erwischen, der so einen Mist verbreitet, auch wenn es nach Außen hin nicht viele zu stören schien. Zumindest was ich mitbekam. Meine Tasche zur Hand nehmend schulterte ich diese, nahm meine Schlüssel und ließ die Tür hinter mir ins Schloss fallen, bevor ich den Weg Richtung Schule einschlug.
      Da kam mir das Mädchen von gestern wieder in den Sinn. Shiina war ihr Name. Wieso ich ihn mir gemerkt hatte wusste ich nicht und dennoch schien er sich in meinen Kopf eingebrannt zu haben. Ob sie allein zur Schule ging? Ob sie wieder einfach über Rot gehen würde? Sogleich schüttelte ich den Kopf und kniff die Augen etwas zusammen, um diese Bilder aus meinem Kopf zu bekommen.
      All zu weit wohnte sie ja nicht weg und wie es mir gestern schien, hatte sie auch kein Problem mit mir. Oder sie hatte die Gerüchte noch nicht gehört. An der Kreuzung stehen bleibend sah ich den Weg weiter entlang und überlegte einen Moment, bevor ich ihn weiter folgte. Weiter, bis ich vor dem Haus der Blonden stand und mich gegen eine der Laternen lehnte, um auf sie zu warten. Die Gedanken von eben hatten mir die schlimmsten Bilder in den Kopf gerufen, weswegen ich nicht wollte, dass sie wahr werden. Früh genug war es noch und sicher würde sie auch bald los gehen. Ich selbst wäre sowieso viel zu früh in der Schule.
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      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"

    • Gut gelaunt stand ich an diesem Morgen auf. Ich wusste nciht warum aber irgendwie hatte ich heute einfach unglaublich gute Laune. Ich zog mich an und ging im Anschluss nach unten in die Küche. "Morgen Mama.", sagte ich grinsend und machte mir etwas zu Essen. "Morgen Liebling. Scheinbar hast du gut geschlafen.", sagte sie. "Sehr gut sogar.", sagte ich und frühstückte. Sobald ich fertig war nahm ich das Bento, welches meine Mutter mir zubereitet hatte und steckte es in meine Tasche. Ich schlüpfte in meine Schuhe und nahm meinen Schlüssel. Ich öffnete die Tür. "Ich mach los Mama.", sagte ich. "Bis heute Abend Schatz.", sagte sie und ich verließ das Haus. Ich steckte meinen Schlüssel in die Tasche und pfiff fröhlich eine Melodie vor mich hin. Dann schloss ich das Tor von unserem Garten und machte mich auf den Weg in die Schule. Als ich plötzlich angesprochen wurde, zuckte ich sichtlich zusammen. "Mensch Ren, musst du mich so erschrecken!", sagte ich zu ihm und grinste dann. "Guten Morgen erstmal. Wie hast du geschlafen?", fragte ich gut gelaunt. "Ich hab wunderbar geschlafen.", schwärmte ich. Als ich eine Pause mache, überlegte ich einen Augenblick ob ich das Thema ansprechen sollte. "Du eine Frage hab ich an dich. Stimmen die Gerüchte die in der Schule über dich erzählt werden? Ich meine du wirkst auf mich nciht wie jemand der sowas macht.", sagte ich zu ihm. Auch wenn es unhöflich war ihn sowas direkt zu fragen, so wollte ich es trotzdem wissen.

      The worst Day of loving someone is the Day you lose them.
    • Ich schloss die Augen und wartete, bis ich nach einer Weile ihre Stimme hörte, gefolgt von dem Schließen einer Tür und des Gartentores, bevor ich den Blick hob und etwas lächelte. Mich von der Laterne abstoßend schob ich eine meiner Hände nun in die Hosentasche, während ich mit der anderen meine Tasche über die Schulter hielt. "Guten Morgen, Pechvogel." sprach ich und mir entging nicht, dass sie durch meine Worte hin zusammen zuckte, was mich leise zum lachen brachte. "Sorry, war nicht meine Absicht." entschuldigte ich mich sogleich und schritt auf die Jüngere zu, während sie davon schwärmte, wie gut sie geschlafen hatte.
      "Freut mich, dass du so einen guten Schlaf hattest. Und wie es aussieht geht es deinem Knie auch wieder besser." sagte ich, während ich mich mit ihr auf den Weg zur Schule machte, den Blick gerade aus gerichtet, bevor ich etwas nickte. "Es ging so. Ich hab nicht so einen guten Schlaf, dass ich ihn als gut bezeichnen würde." antwortete ich auf ihre Frage hin, bevor eine Weile des Schweigens eintrat. Desto verwunderter war ich, als Shiina das Schweigen mit der Frage brach, ob die Gerüchte über mich stimmten. Es war mir eigentlich klar, dass das noch zur Sprache kommen würde. Selbst an ihr wären sie nicht vorbei gegangen. Ein bitteres lächeln legte sich auf meine Lippen.
      "Welche meinst du? Die, dass ich jede um den Finger wickel? Oder mit den Frauen schlafe, nur um sie fallen zu lassen und obszöne Bilder zu verschicken?" fragte ich und schloss die Augen für einen Moment, als wir bereits die Straße überquerten und das Schultor durchschritten. Den Mund geöffnet um dies alles zu verneinen richtete ich meinen Blick schließlich auf eine meiner Ex-Freundinnen, welche lächelnd bei ihren Freundinnen stand. Ihr Handy in der Hand.
      "Ich bin ja gespannt wie lange es denn dauern wird, bis der ach so tolle Ren endlich von seinem hohen Ross herunter kommt." kam es mit einem siegessicheren Lächeln von ihr. "Das wird dem Kerl eine Lehre sein mich einfach so fallen zu lassen."
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      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"