the witcher. (vrthnkng & Akira)

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    • the witcher. (vrthnkng & Akira)



      The Witcher lies.
      He is a scorned creature, older than dirt and just about as rotten as he is fruitful.
      Uglier than sin but sin on his own - there to make nightmares out of wishes and pick a desperate man down to his bone as payment.

      Jeder, der sich irgendwann in den Norden verirrt, wird nicht nur von der unerbittlichen Kälte heimgesucht, sondern auch von Geschichten der Wanderer und Zigeuner, die mit ihrem Karawanen durch die hohen Schneemassen stapfen, nur um zu hoffen, den Winter dieses eine Mal ein kleines bisschen erträglicher zu machen. Sie erzählen Geschichten von erfrorenen Menschen in Gassen, von Dingen die sie aus der eigenen Hand lesen können; von Magie, die ihnen nicht innewohnt, während ein Tee in ihrer schäbigen Hütte aufkocht und dich kurz aus dem Konzept reißt, sobald er zu sirren beginnt. Ihre Stimmen werden lauter, beinahe polternd, wenn du sie nach dem Hexer fragst, über den sie nur abfällig sprechen, von dem sie nicht viel gutes zu berichten haben - von dem sie meinen, du sollst dich nicht auf einen Deal mit ihm einlassen; egal wie weit du wanderst, jeder, der nicht völlig von der Kälte zerfressen wurde, wird dir dasselbe erzählen, wird nicht eher stillschweigen bis sich der Gedanke an die Gestalt mit der Maske und dem schweren Mantel, und den glühenden Augen in dein Gedächtnis gebrannt hat, und dir unruhige Nächte beschert.

      Du, als Prinzlein des Südens, der mutig in den Norden stapft um deiner Angebeteten einen Drachen zu bringen, damit du sie doch heiraten dürftest; müsstest du es nicht besser wissen, als im Winter in den Norden aufzubrechen, wenn es kein Erbarmen gibt und ein Sturm den nächsten durch den Wald jagt, das Wasser gefrieren lässt und der Kältetod jede Minute eintreten könnte? Nein, denn du willst ihr Herz gewinnen, und auch wenn du alleine losgezogen bist, meinst du, dass du noch immer Herr der Lage bist. Selbst unzählige Geschichten schüchtern dich nicht wirklich ein, nicht einmal die Zigeuner die dir anbieten mit ihnen zu reisen, damit du nicht vollkommen alleine bist - nein, du schlägst ihr Angebot immer und immer wieder aus, verzichtest darauf, dass dir Jemand eine helfende Hand bietet, doch du lässt dir die Zukunft von einer aufdringlichen Frau lesen, die genau eines für dich übrig hat: Verbleib' und zieh' nicht weiter, denn dein Ende scheint nahe. - Im nächsten Moment bist du dir einfach sicher, sie hat den Tee versetzt, den sie dir angeboten hat, und redet Nonsens, den ihr die Dummen abkaufen.

      Die Flocken die fallen sind dick, und deine Beine fühlen sich langsam steif an, je weiter du im weißen Schnee wanderst, der dir bis zur Hüfte reicht und dich schlottern lässt, wobei er dich langsam erfrieren lassen könnte; warten kannst du jedoch nicht, denn während der Wind dich heimsucht und dein Gesicht bereits rot anläuft, und deine Nase sich wie ein Eiszapfen fühlt, verlierst du den Kampf gegen die sinkende Sonne, die den Mond an den Horizont zieht und die Wölfe anlockt, weil sie Fleisch riechen, das am besten noch zu genießen wäre, bevor es vollkommen erstarrt. Schnee und Wind peitschen dir in dein Gesicht, und bevor du dich auch nur einmal noch vernünftig umsehen kannst, entdeckst du in diesem Wald aus Blätterlosen Gestrüppen eine buckelige, schwarze Gestalt mit einer Maske und glühenden Augen, die dir nachjagt. Selbst, wenn du kaum noch an Kraft besitzt, versuchst du ihr zu entkommen, weil du es plötzlich mit der Angst zu tun bekommst, die du all die Tage verleugnet hattest, während du schweißgebadet in einem kalten Bett lagst, weil dich derartige Alpträume heimsuchten. Doch irgendwann, da erreicht dich der Hexer in seiner grauenhaften Gestalt, mit dem langen Haar und dem aus Rattenfell gewobenen Mantel - er frisst dich nicht mit Haut und Haar, so wie es dir ein Zigeuner in der letzten Stadt behauptet hatte, nein.

      Er bittet dich, ihm zu folgen, und das nächste Mal erwachst du nackt in Fellen verschiedenster Art, eingepfercht in einer eingeschneiten Hütte irgendwo im nirgendwo - und einem Hexer, der gerade in einem Stuhl sitzt und dich anstarrt, als wärst du ein sonderbares Wesen, das er noch nie zuvor gesehen hat; du, du willst nicht mehr als dich anziehen und verschwinden, nach Hause und den Drachen vergessen, und ohne ihn um die Hand der jungen Frau anhalten. Jedoch eröffnet dir der Hexer, dass die Zigeuner dich an ihn verkauft hätten um einen erträglicheren Winter zu erbitten; doch da du ihnen nie gehörtest, fällt das Abkommen ins Wasser - und du, du bist des Hexers Gast, bis der Frühling seinen Weg in den Norden findet, weil den Wald während eines derartigen Sturmes keiner verlassen kann, weil du dich weigerst, einen Deal mit dem Hexer einzugehen - weil du nichts hast, das du ihm sofort als Gegenleistung anbieten kannst, damit er dich in die nächste Stadt zaubern könnte. Also bist du sein Gast, bis der Frühling in ein paar Monaten kommt; und eigentlich hättest du kein Problem damit, würde er die schwarzen, offensichtlich in altem Blut getränkten Hände nicht nach dir ausstrecken, nach der du mittlerweile freiwillig greifst, wann auch immer ihr die Hütte für einen Moment verlasst.


      Trivia:

      - Ein "Deal" geschieht nur, wenn das Angebotene einen fairen Wert im Vergleich zur Gegenleistung hat, und einem selbst gehört. Der Hexer nimmt Geschichten und Geheimnisse, aber auch Wertgegenstände und Lebensmittel entgegen, sowie körperlicher (inklusive sexueller) Angebote an, insofern die verlangte Gegenleistung - die Geschichten und Antworten, sowie Bücher und Medizin, aber auch Reichtum und das entblößen seiner wahren Gestalt - als fair angesehen wird. Angebote an den Hexer können von einem einfachen Münztrick bis hin zur Opferung des eigenen Königreichs variieren.

      - Man dürfte nicht eine einzige Person finden, die gut über den Hexer zu reden weiß, der sich nicht sonderlich viel aus den Menschen macht, die ihn immer wieder beschwören zu versuchen um ihn zu einem Deal zu bekommen, obwohl dies wohl keiner zugeben würde.

      - Selbst, wenn man des Hexers Gast ist, heißt es noch lange nicht, dass er nicht überlegt, einem die Gliedmaßen abzuhacken und seinen Gast für Experimente zu benutzen, sollte er sich nicht zu benehmen wissen. Dies geschieht allerdings in den seltensten Fällen, vor allem wenn man oft genug auf einen "Deal" mit dem komischen Wesen eingeht, und ihn nicht uneingeladen anfasst, oder ihm die Maske vom Gesicht reißt, die dort beinahe schon festzukleben scheint.

      @vrthnkng
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Manch ein Tag war harsch, andere wiederum erträglicher - nicht oft genug riefen die Menschen nach einem, wollten unnötige Dinge gegen die Gunst des Hexers, gegen den Frühling tauschen. Als ob sie Satan selbst riefen, zeichneten sie mit Kohle Dinge auf den Boden und platzierten in deren Mitte die Geschenke, die sie gegen den Frühling tauschen wollten - doch oftmals, so konnte man hören, blieb ihr Flehen unerhört und der Winter bestand weiter, ohne dass sich der Hexer auch nur einen Dreck um die Menschen geschert hatte, die ihn um unmögliche Dinge baten. Es war nicht so, dass er sie einfach nicht hören wollte - er konnte nicht, denn ihre Opfergaben waren viel zu mickrig und keinen Frühling wert; selbst wenn er wollte, selbst wenn er etwas verlockend fand, so war es das durchaus nicht wert - so musste er sich am Riemen reißen, was unlängst kein Problem mehr war. Ausharren in einer alten Hütte, die mehr oder weniger täglich eingeschneit war - das nicht verlassen können der Landschaft, unlängst war es täglich Brot geworden, bald schon nicht mehr als die einzige Möglichkeit, nicht mehr erfrieren zu müssen. Schwach flackerte Licht im alten Kamin, bevor es gänzlich in Glut überging - bevor da nichts mehr war, außer den letzten Stücken an Kohle, die er einmal als Tausch für die Heilung eines Kindes in einer dunklen Nacht erhalten hatte - als man ihn wiederum angestarrt hatte, als wäre er ein Seuchendoktor gewesen, als man versuchte, ihn im Endeffekt dingfest zu machen, bevor er der Situation entfliehen konnte; doch sie scheiterten, und er ließ das Kind mit Absicht in der selben Nacht noch sterben, weil sie ihm Unrecht taten. Der Hexer des Nordens - ein Kapitel für sich.

      Sie riefen ihn, als würde ihnen die Ernte sterben, obwohl bereits alles eingefahren war - alles, was karg war, denn der Winter kam früh und hier oben wuchsen keine Kürbisse oder Karotten, sondern spezielle Wurzen und Kräuter, die höchstens in einer Suppe Platz fanden. Selbst Fleisch, insofern es nicht von wilden Tieren wie Bären oder Wölfen stammte, war hier rar gesät und auf die beschränkt, die sich trauten, ein Vieh dieser Größe zu erlegen und es dann noch mit sich zerren konnten - oder die, die es sich leisten konnten, und Heißhunger darauf besaßen. Fische hatten sich an die eisigen Gewässer angepasst, doch anstatt stundenlang vor einem Teich zu stehen, stellte man spezielle Drahtkäfige auf, die sich schlossen, sobald eines dieser Biester sich darin verirrte - und selbst wenn der Teich währenddessen zufror, so wusste man sich zu helfen. Anders als im Süden waren die Menschen hier oben schlau genug geworden, sich an die Umstände anzupassen; dafür gingen Wanderer verloren, je weiter sie aufstiegen, je näher sie an ihn kamen. Menschen redeten viel wenn der Tag lang war, so meinten die meisten, dass der Hexer die Erfrorenen im Frühling aus den letzten Schneemassen barg, nur um sich ihrer zu besehen und die besser erhaltenen zu zerteilen, ihre Hände und Augen zu stehlen, während ihre Organe in einen Topf voll Suppe wanderten - die meisten dachten, sie wussten Dinge über eine Gestalt, die sich nicht einmal mehr traute, einen Menschen ohne Maske anzusehen, weil sie dann von ihrer Illusion des Hasses befreit sein könnten.

      Still war es, kaum ein Funken von Lärm als er innehielt. Wieder rief sie ihn, mit einer Opfergabe die gar verlockend klang - ein Prinzlein für den Frühling, jung und wagemutig, dumm und stur. Ach, wenn er doch nur der alten Witwe gehören würde, denn diese hatte sich den Jungen nicht angeeignet, sondern ihn weiterziehen lassen - in seine Richtung, wo kalter Wind pfiff als wäre er auch nur eine andauernde Sache. Eliphas schmunzelte, setzte die Maske auf und warf sich seinen grauenvollen Mantel über - und bevor man sich versah, füllten sich die Einkerbungen der Maske mit etwas violettem, das auch von seinen Augen ausging; ein unheilvolles Glühen, das selbst in der Nacht noch jeden jagen würde. Rauch der glühenden Kohle stieg auf als der Hexer sich anhand von Magie einen Weg nach draußen verschaffte - einen Weg fort von hier. Den Prinzen zu finden war nicht schwer, hatte sie doch Dinge in seinen Tee gemischt die es dem Hexer leichter machten ihn zu finden - wie aus dem Nichts war er einige Meter hinter dem jungen Mann erschienen, den es nun durch den hohen Schnee einzuholen galt. War er wirklich eine passende Opfergabe? Womöglich nicht, doch er wüsste es erst, hatte er ihn vor sich - und dass er schneller war als jener, in seinem Wetter das nicht nur er besonders gut kannte, das war unlängst kein Rätsel mehr. Erschöpft schien der junge Mann zu sein, der nicht aufhören wollte sich weiter voranzutreiben - und Eliphas, der wollte diesem Wagemut ein frühzeitiges Ende setzen, huschte er doch durch den Schnee als wäre es kein Hindernis mehr für ihn; so war er ihn doch gewohnt, und die Magie die durch seine Adern floss, die war ebenfalls ein großer Faktor. Dauerte es lange bis er das törichte Kind einholte? Nein, denn er starrte ihn in dieser Dunkelheit an, mit Augen so intensiv violett, es war das Einzige was er sah. "Komm", waren die einzigen Worte die über spröde Lippen unter einer Maske huschten, bevor er einen Pfad vor dem Prinzen frei machte, der zu seiner Hütte führen würde.
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    • Ein Ächzen entkam zwischen den Lippen - zwischen den kalten Lippen des Prinzen, die zu drohen in der nächsten Zeit blau anzulaufen, sollte er sich nicht schnellstmöglich darum kümmern, sich aus dem Schnee zu bewegen. Doch so einfach dieser Gedanke doch schien, so war es mit dem bloßen Blick erkennbar, dass er hier gefangen war. Es gab keine Fluchtmöglichkeit aus diesem Schneesturm und der Windböe, die mit dem fallenden Schnee das Unbehagen des einzig herumlaufenden Mannes zu fördern versuchte, als würde dieser sich damit den Lebensunterhalt verdienen. Der Wind hatte den wärmenden Umhang mit sich in das Weite gezogen, so das sein Körper nur noch anfälliger auf die Kälte wurde, bereits begann immer intensiver darauf zu reagieren. Bloß der Saum am Kragen des türkisen Umhangs konnte einen winzigen Teils seines Körpers wärmen, was dem Polarfuchsfell zu verdanken war, welches bemühte den kalten Wind von seinem Hals zu schaffen. Die dazugehörige Kapuze wurde ihm immer wieder vom Schopf gerissen, dazu war die Stärke des Windes zu stark und der Reisende zu hilfslos, zu schwach, um weder die Kapuze an seinem Kopf zu fixieren, noch den Umhang mithilfe des darunter liegenden Gürtels am Leibe zu befestigen, möge er ihm damit mehr Wärme schenken. Obwohl dieser Gedanke schon lange in seinem Kopf fest saß, sich seine Arme erhoben und nach dem Gürtel griffen, funktionierte es mit jedem weiteren Versuch immer weniger.
      Die Finger froren ein und waren kaum noch in der Funktionsweise zu benutzen, wie man sie üblicherweise nutzen konnte. Mit dem Blick auf diesen hatte er begonnen zu überprüfen, wie weit denn sein Daumen war, ob sich dieser noch kreisen wollte. In diesem hohen Schnee blieb ihm nicht viel übrig, als mit den eisigkalten Händen den oberen Schnee aus seinem gewählten Pfad zu schieben und mit den Beinen mühselig den Rest an Masse des Schnees mit sich zu schleppen, bis auch er sich zur Seite schieben würde. Eine aussichtslose Situation, denn seine von Wind und Kälte gereizten Augen fielen immer wieder zu, hatten vor ihm das Aufgeben schneller in den Sinn zu setzen, wobei er sich die garantiert fehlende Wärme noch bei den Zigeunern mit einer Tasse Tee versuchte zu speichern. Doch diese Wärme hatte er schon längst verbraucht, bereits während er sich von der seltsamen Frau die Zukunft lesen ließ, er würde bald seinem Ende gegenüber stehen. Wenn er es nicht besser wüsste, dann würde er auch in diesem Moment lachen, doch sein Körper begann die Energie einzuspeichern, seine freiliegende Haut war eiskalt und begann zu brennen und zu schmerzen. Die Nase war wie ein Eiszapfen, so lief sie trotzdem, während er immer wieder die schmerzend kalte Luft einatmete, das Unheil noch in seinen Körper ließ, um überhaupt die nächsten Meter weiter laufen zu können. Alles in ihm wehrte sich jedoch gegen diese Entscheidung weiter zu laufen und vielleicht doch noch in einer gewissen Zeit den Drachen zu erreichen, da hatte man ihm doch gesagt, er würde ihn in dieser Richtung finden. Eine furchtbare Entscheidung war es, mit Eile sich von den helfenden Menschen zu entfernen, wobei ihm wohl anderes Furchtbares blühen würde, hätte er sich nicht rechtzeitig vom Fleck bewegt. Denn vor gar keiner langen Zeit begann es ihm zu schwächeln, doch so ein anderes Gefühl war es gewesen, als hätte er es wieder die Kälte in die Schuhe schieben können. Gewartet hätte man darauf bis er in den Schlaf fiel, wenn er nicht zuerst erfrieren würde, um sich dann aus Not sein Fleisch zu verzehren, ihm jegliche Wertsachen zu stehlen, um sie schnell in Geld und Nahrung umwandeln zu können. Eine Hilfe waren sie mit der Richtungsanweisung, so hatten sie ihn aber nicht die Warnung gegeben wie es doch jegliche Vorgänger taten: Nehme dich in Acht, vor einer grauenhaften Gestalt die Geschäfte mit der Magie macht. Auffinden und verzehren wird er dich, schließlich denkt der Einzelgänger nur an sich.

      Das Knirschen des Schnees wurde bereits zu einer Qual mit jedem Schritt und Tritt, den er auf dem Weg tat. Aber anderes blieb ihm nicht übrig, auch wenn er nicht wirklich an andere Möglichkeiten denken konnte, schließlich hatte sich der Körper auf das heftige Zittern konzentriert und die eigenen Gedanken darüber, den pfeifenden Wind endlich aus dem Kopf zu bekommen, bevor er noch verrückt werden würde. In dieser Situation begann er nur immer weiter in Panik zu geraten, denn seine Beine trugen sein Gewicht nicht mehr so bewusst, er geriet zwischendurch ins Stolpern. Die Kontrolle hatte er schon lange verloren, über seinen Körper und ebenso über seinen Kopf, denn er schien wirklich verrückt zu werden. Zwischen dem Pfeifen im Ohr hatte er wieder das Knirschen des Schnees wahrgenommen, wobei ihm gar kein Signal mehr gegeben wurde, dass er sein schweres Bein wieder erhob. Sie waren bereits wie betäubt gewesen, so täuschten ihn seine Augen zumindest nicht. Damit setzte sein Herz für einen Moment aus, wohl das letzte Warnsignal, was sein Körper noch annehmen würde. Denn die letzte gespeichterte Energie breitete sich aus, hatte ihm die letzte Kraft dafür gegeben, eilig voran zu marschieren, als würde er es nicht mitbekommen haben. Die Bewegungen waren schneller gewesen und doch waren sie wohl nicht genug, denn mit dem nächsten Augenaufschlag stand die Gestalt vor ihm oder eher das violett, was ihn zu überfordern schien. Ob er den Umriss nicht erkennen wollte oder nicht, so versuchte er es nochmal mit verengten Augen, ob sich dieser damit besser entdecken ließ. Gesehen hatte er nichts, doch so schnell war trotzdem die Vermutung, wen er überhaupt vor sich hatte. Mit langsamen Bewegungen hatte sich die Hand um das Schwert gefasst, auch wenn er es mit Sicherheit nicht mehr rausholen konnte.
      Das Zittern hörte mit dem nächsten Moment auf, als wäre das schon zu anstrengend gewesen, da konnte er auch nicht mehr viel darüber denken, wie er hier heraus kommen würde. Die letzten Minuten seines Lebens würden nun schlagen, ob er nun draußen blieb oder freiwillig die Anforderung des Hexers befolgte. So hatte er sich mit der Frage nicht lange beschäftigt, er hoffte, beim Hexer würde er wenigstens in Wärme sterben. Also hatte er das Gewicht seines Beines wieder angenommen, nahm weitere Schritte in der Nähe der Gestalt mit aufdringlich violetten Augen. Der Plan ging aber nicht auf, denn bevor er überhaupt dazu kommen würde, wieder Wärme spüren zu können, blieb er stehen. Etwas, was Raziel gerade nicht kontrollieren konnte und ebenso nicht, das er ohne Halt nach vorne kippte. Das Einzige was er nun spürte war die vollkommene Kälte des Schnees, wohl der Gewinner des ausgiebigen Kampfen zwischen ihm und den Prinzen.
    • Jeder, der nicht ganz dicht im Kopf war, würde sich höchstens zu dieser Jahreszeit an eben jenen Ort trauen, den er sein Zuhause nannte. Ja, Eliphas war sich sicher, dass dieser junge Mann etwas anderes im Sinn hatte, als hier draußen vor die Hunde zu gehen - doch nach was dürstete es ihm, wenn nicht nach dem Tod? War er mehr als nur lebensmüde? Oder was trieb ihn so stetig voran, dass er nicht über die halb gefrorenen Beine stolperte, die ihn immer weiter zu treiben schienen? Der Hexer wusste es nicht, würde es keineswegs hinterfragen - er schwieg, schritt voran und bahnte sich so einen Weg durch das weiße Grauen, das noch viel länger zu ihren Füßen liegen würde und jedes noch so spezielle Kraut unter sich begraben und zerstören würde, das im Frühjahr doch wieder zurückwachsen könnte, wenn es sich zusammen riss. Unerwarteterweise stürzte der Prinz zu Boden - und Eliphas nahm sich seines schwachen Körpers an. Frühlinge waren zweite, wärmere Winter - denn jener, der war in diesen Kreisen nicht viel mehr als eine zerstörerische Naturgewalt, die an die Tür klopfte und sich hereinließ, wann auch immer sie es wollte. Nein, keiner würde ihn auch nur eine Nacht hier draußen überleben, gab es nichts, womit er sich vorbereitet hatte - der Tod würde ihm auf dem zersplittertem Gesicht geschrieben stehen, während sich Wölfe an dem halb genießbaren Fleisch vergriffen und hofften, sie bekämen mehr als die paar zähen Bissen ab, die es im Endeffekt gab. Arm waren sie schon, diese Viecher die sich hierher verirrten - irrwitzig waren sie, da sie mehr als Jahrzehnte mit ihm hier draußen überleben konnten. Ein Wunder. War es die Natur hier oben nicht auch? Ein Wunder? Es brachte ihn beinahe zum lachen. Beinahe.

      Keiner, der noch alle seine Sinne hatte, würde es schaffen, die Meter zu gehen bis man bei der Hütte ankam - in seinen Händen hielt er nun den Prinzen, der sich nicht mehr rührte. Kaum war der arme Tropf nicht mehr bei sich; es half nichts, das wusste er - in seinen Kamin warf er Holzscheite, bis das Feuer wieder entfacht werden konnte, doch den jungen Mann befreite er von seiner Kleidung, von allem, und hüllte ihn in die Felle die der Hexer eigentlich sein Bett nannte - bevor er ihn in die Nähe des Kamins und der Hitze schob. Kalt war er noch immer, doch auftauen würden er auf alle Fälle - ob er morgens überhaupt erwachte, war ihm ein Rätsel; und wenn ja, dann womöglich nur mit einer Erkältung oder viel schlimmer, einer Grippe. Einem Wunder würde es gleichen, täte er dies nicht.

      Der Hexer schlief nicht gut, sondern hatte sich in einen alten, geflochtenen Sessel gesetzt, seine eigene Kleidung für draußen nicht abgenommen - egal wie kalt und nass sie anfangs war - und sich dort zurückgelehnt, nur um unsanft mit der Maske auf ihm, in den Schlaf abzudriften. Ruhe. Stille. Laute. Erst, als er am morgen erwachte, legte er Holz nach und wollte sich die müden Augen reiben - doch er wusste es besser, als sein Gesicht dem Fremden, offensichtlich noch schlafendem zu entblößen, nein. Stattdessen schritt er etwas weiter an den Topf heran, der auf einer anderen Feuerstelle in einer notdürftigen Küche, stand. Es gab hier nur einen Raum, inkludierte man den Schuppen nicht - und es gab hier genug Holz, von dem er sich viel mehr besorgen könnte, würde er seine Axt reparieren. Die Reste von gestern, kalt im brodelnden Kessel, mussten reichen - kaum wurden sie wieder erwärmt. Während er wartete, so konnte er sich doch nicht helfen, starrte er den Fremden an. Welche Geschichte er wohl mit sich brachte?
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    • Bloß eine Frage der übrig gebliebenen Zeit wäre es für den Prinzen, bis sein Körper ihn mit voller Wucht zu verdeutlichen beginnt, was für einen Irrsinn er damit betrieb durch den hohen Schnee zu laufen. Pausenlos, ohne Ruhe um neue Kraft zu schöpfen, denn die Tatsache, dass er erst gar nicht an diese kommen würde, hatte sich bei der Kälte schnell in seinem Kopf festgesetzt. Eine gute Zeit hatte er positiv denken können, dass er den Weg schaffe und sich nicht verlaufen würde wie es der Fall wäre, wenn er sich um das Gebiet bewegte. Zuletzt war es aber doch die richtige Entscheidung gewesen dem Rat der Zigeuner kein Gehör zu schenken, auf sein eigenes Empfinden zu achten und sich lieber auf den umständlichen Wege verlaufen zu wollen, als noch einmal den peitschenden Wind spüren zu müssen mit der Kälte, die an der Haut brannte und an jenen Stellen einen Schmerz verursachte, der die Situation nur noch schwieriger machte, ihn mit jedem weiteren Ziehen an der Haut mitteilte, dass er sofort umkehren müsste, um dem Schicksal zu entgehen als Futter für die Wölfe zu landen, kalt und erstarrt. Hatten denn seine Sinne nicht mit ihm gespielt, so schien es doch sogar so gewesen zu sein, dass er einige dieser erblickte. Eine wirkliche Erinnerung hatte er aber nicht, denn die Panik wuchs in eines dieser Momente ihm, die den Kampf gegen seinen Ehrgeiz gewinnen wollte, denn Herr der Lage war er auf keinen Fall gewesen. Egal wie sehr er dies abzustreiten versuchte, so war ihm einiges davon klar geworden, als sich die violette Farbe der glühenden Augen in der Dunkelheit in seinen Kopf brannte.
      Mit dem Bewusstsein welches begann zu erwachen, spürte er aber deutlich was anderes, was gerade zu brennen schien. Wieder hörte er ein Knistern, doch so war es keinesfalls ein Geräusch des Schnees gewesen, es war die eines Feuers gewesen. Mit großer Verwunderung hatte er kürzester Zeit festgestellt, dass er lebt, auch wenn er es mit seiner jetzigen Situation sich nicht wirklich wünschte. Denn mit dem ersten Augenaufschlag nach seinem plötzlichen stürzen, waren ihm sofort die Halsschmerzen aufgefallen, die auch von der Wärme die er empfing sich nicht lösten, ihm ein unangenehmes Gefühl brachten. Doch es war wohl besser so, denn in der Kälte zu erfrieren war keine Wunschvorstellung dafür gewesen, wie man am liebsten sterben würde. Daran war aber kein Gedanke mehr zu verschwenden, denn sein Herz schlug und er hatte keine Risse in der Haut, als wäre er vorzeitig zu einer Eisskulptur geworden, die das erbarmungslose Wetter besänftigen wollte. Die Daumen, die er mit der Zeit immer wieder in der Kälte prüfte, ließen sich auch unter dem Stoff kreisen, welchen er noch überhaupt nicht zuordnen konnte. Wenn sich schon seine Daumen kreisten, konnte er auch seine Zehen wieder bewegen, die bei den durchnässten Schuhen sich schon taub anfühlten, als hatten sie schon den Prozess zum Absterben begonnen. Alles schien dran zu sein, wenn er sich denn nicht so gut daran erinnern konnte, dass er nicht nackt durch den Schnee lief. Mit seiner Idee den hohen Schnee zu bändigen war er verrückt genug gewesen, so dumm war er doch gewiss nicht, sich ohne Kleidung in den Sturm zu bewegen.
      Warm war ihm jedoch trotzdem, was dem Fell zu verdanken war, durch welchen er mit schwacher Bewegung strich, denn die Angeschlagenheit nagte immer noch an seinem Körper, wollte ihn weiterhin in dem festhalten, in dem er zugedeckt wurde. Schön warm war es gewesen, da brauchte er wohl eine Dankessagung an denjenigen zu geben, der ihn aus diesem Getümmel zog. Diese Idee hatte er aber selbst schnell abgeschlagen, als er mit aufgerissenen Augen sich an die letzten Momente erinnerte. Es waren aber nicht die letzten Minuten gewesen, die er hatte, denn es war was anderes gewesen. Die violett glühenden Augen, die sich in sein Gehirn brannten und dort Unheil brachten, dass sein Körper nicht wusste wie sie reagieren war. Damit war er auch schon aus seiner liegenden Position geschreckt, hatte sich aufgesetzt nur um mit dem Blick durch die Hütte wieder die Person vor sich zu haben, die ihn abends zu holen drohte. Bedrohlich sah er am Abend aus, Raziel hatte sich deutlich von den Geschichten beeinflussen lassen, was anderes blieb ihm aber auch nicht übrig, lebend sollte er wieder am Königreich ankommen. Diesen Gedanken ließ ihn auch jetzt unruhig wirken, weswegen er den starrenden Blick der Gestalt mit dem Abwenden entfloh, sich lieber weiter umsah. Er musste hier raus, Recht geben wollte er der Zigeunerin nicht mit der Vorhersagung, bald würde ihm sein Ende bevorstehen. Schützend hatte er mit den Armen seinen offen liegenden Oberkörper verdeckt, wobei er gar nicht wissen wollte, wie lange er seinen nackten Körper anstarren konnte. " Wo haben Sie meine Kleidung gelassen, Herr? ", fragte er trotz Angst mit einem gewissen Respekt nach, beigebracht wurde es ihm nämlich so. Tagelang hatte sich die Beschreibung dieser Person in der Nacht in seinen Träumen gezeigt, dass es schrecklich schien, ihn nun wirklich zu sehen.
    • Sie kamen und gingen, waren flackernde Flammen im fahlen Mondlicht das kaum durch dicke Wolkendecken dringen konnte, suchten sich einen Ort an dem es sich lohnte, im Endeffekt zu verweilen und nicht der eigenen Gier nach mehr zum Opfer zu fallen. Unterschiedlich waren sie alle, kamen sie doch nicht nur in einer Farbe und Form daher, ihr Bitten war dennoch immer das Gleiche - der Mann den sie aufsuchten jedesmal derselbe. Der Ausgang auch jedes einzelne Mal gleich, ihre Opfergaben wieder anders als das letzte mal - sie versuchten sich daran, ihn umzustimmen, was nie geschah - er blieb der Gleiche, unverändert und verblüfft, wie weit sie denn gehen würden, nur um für ein einziges mal einen besseren Winter zu erbitten, der nicht lange andauern konnte, wenn sie ihn so frühzeitig beendeten. Die Menschen verstanden nicht, waren zu stur - gleich wie dieses Exemplar hier, das all seine Aufmerksamkeit hatte, bis es denn endlich soweit war, dass die ersten Pflanzen auch hier sprießen konnten, und kein Schnee mehr auf den Feldern lag, sondern nur auf den Spitzen des heimtückischen Berges, viel viel weiter weg. Ihm war es gleich wie lange es dauern würde, insofern der Frühling irgendwann kam und die letzten Fanatiker verstummten, bis es wieder soweit wäre - auch ein Hexer musste rasten, hatte andere Dinge zu tun als jene, die man von ihm erwartete. Zumal er keine lebendigen Kinder stahl und sie fraß, das war maßlose Übertreibung die den Zigeunern eingefallen war. Vielleicht kamen sie ihre teure, falsche Opfergabe holen, wenn der Winter nur harscher und nicht erträglicher wurde, damit sie ihn ein weiteres Mal brandmarken konnten, weil er ihnen nicht gegeben hatte, worum sie gebeten hatten? So unwahrscheinlich war's ja gar nicht. Einen Prinzen und einen Hexer, wie viele Goldstücke sie dafür wohl bekommen konnten, verkauften sie an die richtigen Leute? Genug, das wusste er schon.

      "Dort drüben", äußerte er sich plump gegenüber des Fremden. Seine Stimme klang fernab, wie ein einzelner Faden aus einer anderen Welt der sich langsam den Weg in ein Ohr schlängelte und nicht ein einziges Mal gänzlich ankam. Obwohl er die menschliche Sprache verwendete, war es nur heiße Luft und eine Stimme so sonderbar, sie war nicht von hier. Ruhig wurde es, denn eine Frage würde er nicht stellen - aber eine Feststellung machen. Viele, die er bereits erfahren hatte. "Und dich führen wahrscheinlich ein paar Zigeuner in meine Berge, in der Hoffnung, dass sie dich mir opfern können um einen zweiten Frühling von mir geschenkt zu bekommen. Törichte Monster", lachte das Wesen mit der Maske erfreut, als gäbe es nichts schöneres. Ja, mit den Zigeunern hatte er bereits einige Hühner zu rupfen gehabt, waren sie doch nur unfreundliche Ausreden für gute Moral gewesen, die dachten, sie wären seinesgleichen und hatten deswegen den ein oder anderen Trostpreis bei ihm gut, wenn sie es denn wagten, ihn zu besuchen. Als er zur Realität zurückkehrte, da fiel ihm doch glatt ein, dass dieses sonderbare Wesen in seinem Bett noch trockene Kleidung brauchte, doch seine nicht nur annähernd warm und trocken genug wäre, um ihm das zu schenken. Mit knarzenden Schritten kam er auf den Kranken zu, legte die kohlrabenschwarze Hand auf dessen heißer Stirn ab, um sie Sekunden später wegzuziehen, fast als hätte er sich verbrannt. Ob er sich denn dazu erbarmen konnte, dieses sonderbare Wesen zu verpflegen? Nein, denn alles - sogar der Tod - wäre nur mit einem Handel zu umgehen, auf den man erst kommen musste. "Deine Kleidung trocknet, ich fürchte, ich habe keinen Ersatz für dich."
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    • Auf seine gesellte Frage brauchte er nicht lange auf eine Antwort zu warten, doch war er verwundert, dass der Hexer dafür seine Stimme verwendete, ihn mit Worten erzählte, wo er seine Kleidung finden würde. Erwartet hatte er eher eine bloße Deutung, mit einem Nicken des Kopfes oder mit dem Zeigefinger, welchen er folgen müsste, um irgendwo seine Kleidung wiederzuerkennen, während man ihn weiter mit dem Blick durchbohren mochte. Nun, der Blick war wohl da, doch die Stimme hatte ihn mit der ersten Sekunde verwirrt, dass es ihn gar für einen Moment vergessen ließ, wonach er überhaupt gefragt hatte. Schnell war er aber wieder im Jetz angekommen und so sah er zur angesprochenen Stelle, sie hingen dort und sahen alle vollkommen aus, weswegen er kurz entspannt ausatmete, so schwer es ihm doch gerade fiel. Der Umhang, der mit seiner auffällig türkisen Farbe zu sehen war, schien aber einen dunkleren Ton angenommen zu haben, womit er sich jedoch nicht beschäftigen konnte, während er dem Hexer nahe war ohne jegliches Wissen über ihn, gedanklich mit nichts anderem bewaffnet als den Gerüchten um den Herrn. Unvorbereitet rutschte er hier hinein, da begann sein Fehler schon dabei ohne weiterer dicker Kleidung in den Norden gezogen zu sein. Auch war es ein Fehler gewesen, sich überhaupt Fremde anzuvertrauen, sie doch nach der Richtung zu fragen und die Wärme des Tees zu genießen, bei dem er die Zubereitung gar nicht gesehen hatte. Ihm blieb aber nicht vieles übrig, jegliche Hilfe hatte er anzunehmen, denn seine Essensrationen waren schnell zu wenig, um damit die ganze restliche Reise überleben zu können. Im nächsten Dorf konnte er nicht für Nachschub sorgen, zu weit weg war diese von seiner eigentlichen Route gewesen, als das er sich dazu hinreißen würde. Er hatte sein Ziel und hatte sich vermutlich zu sehr auf dieses fixiert, als sich noch auf alle anderen Dinge zu konzentrieren, die ihn selbst betrafen. Man konnte die ganze Reise als einen Fehler annehmen, doch da war diese Blockade, die ihn auch das nicht denken ließ. Auch wenn er gerade nackt im Fell lag, bei dem Hexer, der grausame Dinge verrichtet haben musste, um an so einen Ruf gelangen zu können.
      Der Hexer hatte gar nicht lange dafür gebraucht, um auch als nächstes Thema die Zigeuner zu benennen, die ihn in diese Richtung führten, scheinbar in sein Verderben, welches zu langsam auf ihn zu kam, als das er wirklich an den Tod denken konnte. Anderes schwirrte in seinem Kopf, Dinge über diese Gestalt als auch die Wahrheit, dass er die Vorgeschichte darüber kannte, wie jemand wie er in diese Gegend geriet. Mit verengten Augen hatte er die Maske auf seinem Gesicht betrachtet, bedacht darauf Umrisse seines Gesichtes zu erkennen, schließlich war es dieses Mal hell genug. Er gab jedoch auf, hatte sich lieber dem hingegeben, dass der Hexer mit seiner richtigen Vermutung lachte. " Aus welchem Grunde sollte man sich denn einen gewöhnlichen Menschen aneignen wollen? ", fragte er nun nach, es klang so seltsam, dass die Zigeuner wohl selbst verzweifelten, die Sehnsucht nach einen Frühling hatten. Verzweifelt genug waren sie gewesen, selbst einen Prinzen opfern zu wollen, so war es bekannt, dass sowas hoch bestraft werden würde, sollten sie wieder gesichtet werden. Ob die Gestalt vor ihm nun davon wusste, dass er ein Prinz war oder nicht, so wollte er nicht damit prahlen bei jemandem, der sich wohl einen Vorteil daraus ziehen konnte. Viele Dinge durfte er sich anhören, gestellte Vermutungen, wie viel Geld man aus der Entführung eines Adeligen bekommen könnte. So weit wollte er nun hier aber nicht denken, denn sein Ziel war momentan gewesen, seine Kleidung zu erreichen.
      Ruckartig hatte sich sein Blick auf den Herren gesetzt, der sich begann auf ihn zuzubewegen und die Hand ausstreckte, in einem dunklen Ton, der ihn erschrecken ließ. Sein Körper nahm an Spannung an, seine Hand war auf dem Boden flach, um sich mit einem Ruck abzustoßen, sollte ihm etwas verdächtig vorkommen. Die fremde Hand landete jedoch auf seiner Stirn, die wohl heiß zu sein schien, weswegen er selbst mit dem Handrücken nachprüfte. Viel Zeit blieb ihm damit aber nicht, man sprach wieder die Kleidung an, die wohl noch am trocknen war. Das hatte den dunklen Ton erklärt, der ihm doch sofort auffiel. Eine andere Wahl blieb ihm jedoch nicht, denn hier wollte er nicht länger bleiben, als das er noch von ihm geduldet wird. Unangenehm würde es durchaus sein, sollte er es sich hier weiter gemütlich machen, solange sich die nackte Haut seines Körpers zeigte. Deswegen sah er hoch zu der Gestalt, ob er doch nicht aus der neuen Perspektive ein Blick auf das Erhaschen konnte, vergebens. Mit dem nächsten Gedanken hatte er sich aber schon zögernd erhoben, das Fell hatte er um sich gelegt, um sich nicht noch bei Bewusstsein vor ihm entblößen zu müssen. Die Schritte fielen ihm leichter, so hatte er doch das Gefühl, dass damit nur weiterer Druck auf seinem Kopf entstand. Er ergriff seine Unterwäsche und drehte sich um, damit wenigstens er nicht sehen musste, ob er beobachtet wird. Eilig hatte er sich angezogen gehabt, hatte die teure Brosche an seinem Umhang gelöst und diese dafür an sein Oberteil befestigt, so war sie sicher. " Ich danke Ihnen für die Hilfe.. ", bedankte er sich letztendlich, denn der Raum schien ihm immer enger zu werden, als das er noch weiter bleiben wollte.
    • Zigeuner waren sonderbar, gleich wie er und alle Magier, die nicht als Hexer angesehen wurden - doch auch jene, ob Mann oder Frau, sobald sie sich der schwarzen Magie und den bösen Taten verschrieben, waren sie geachtet; keiner von ihnen war bitterböse, wussten sie doch, dass Konflikte nie etwas gutes für sie waren. Ein paar von ihnen, so munkelte man, hatten sich vor nicht allzu langer Zeit zurückgezogen, versteckt vor der Außenwelt um dort triftige Pläne zu schmieden, während sie starben als sie auch nur versuchten, eine Art der Magie mit einer anderen zu kombinieren. Ein böses Omen - eine verbotene Methode, die ihre Gründe hatte - Abgründe. Jene die es sich leisten konnten, mehr als nur töricht zu sein - jene, die es schafften, sich von ihren menschlichen Wurzeln loszusagen - ihr Versagen stand geschrieben, gemeißelt tief in onyxfarbenen Stein der über ihren Köpfen prangern würde. Aus streunenden Magiern wurden keine Hexen, weil sie plötzlich eine schlechte Seele befiel und sie meinten, es wäre Zeit das Leben in Schmach vor den Schwächeren aufzugeben und endlich eigene Luft zu atmen, anstatt auf jene zu hören, die nicht wussten, was gut für die war, die sie hielten wie Hunde. Ein leichtes war es, ihre sonderbaren Emotionen zu lesen, wie es das mit jedem noch so normalen Mensch war - sie waren nicht sonderlich besonders, sondern hatte alle gleiche Ambitionen und Ziele; litten alle ähnlich, atmeten dieselbe Luft. Manch einer wurde durch sie krank, ein anderer schaffte es nicht einmal, sie vollends aufzunehmen, während ein Dritter nicht ein einziges Problem damit sah.

      Eisige Winde rissen an morschen Dielen durch die sie nicht dringen konnten, fahles Licht tropfte durch die staubigen Fenster als sich die Sonne nicht durch die weiß-graue Wolkendecke zu kämpfen vermochte. Lauter, immer weiter und immer mehr - sie riefen, doch er würde nicht kommen; hatte nicht, was sie wollten - konnte es ihnen nicht geben, weil sie ihm nicht gaben, nach was er verlangte. Unerhört. Kaum starrte er ihn eindringlich von oben herab an, schritt jedoch wieder seines Weges und ließ sich in den Stuhl fallen. Der Mantel ließ ihn buckeliger und größer wirken, als er eigentlich war - ein ungeahnter Vorteil, den nur die Wenigsten zu differenzieren wussten. "Die Zigeuner erzählen die Wahrheit - nicht oft, aber immer öfter. Oder auch: ich weiß, wer du bist. Was du bist. Sie haben dich an mich verkauft, in der Hoffnung, dass ich dich mit Haut und Haar verspeise und ihnen einen zweiten Frühling schenke. Aber du warst nie ihr Eigentum, also ist dieser Tausch ungültig.", es war das leise Rauschen, die kurze Stille in seinem Kopf, in der er wirklich überlegte, sich einfach so dem Fremden zu offenbaren. Nein, einige Wochen mehr in dieser Maske - zumindest in jener - würden ihn auch nicht umbringen, denn keiner hatte je sein Gesicht gesehen; niemand musste es je tun. "Überanstrenge dich nicht. Du wirst in deinem Zustand, mit dieser Kleidung, nicht weit kommen. Wir sind eingeschneit. Und du wirst wohl nicht wirklich mit deinem Leben bezahlen wollen - sieh' dich als meinen Gast an, bis der Frühling Einzug hält. Außerdem - was treibt dich, als Namenloser, bei diesem Wetter in die Nordlande? Du bist unvernünftig, wagemutig - du wirkst, als wolltest du dein Leben den Wölfen zum Fraß vorwerfen." Fast, als lache er höhnisch über den junge Mann, der bald zu seinen Füßen lag und sich die nächsten Tage nicht als sonderlich effizient herausstellen dürfte. Oh, wie sehr er es nur hasste, die leidenden Menschen zu sehen, die sich nicht zu helfen wussten. Des Hexers Geheimnisse blieben die seinen, und keiner verließ die Hütte damit, um die Welt zu bereichern.
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    • Die Kleidung die er nun trug, an die er sich doch die Reise lang gewöhnte und sie schon wie eine zweite Haut ansah, war durchaus nass, hatte damit auch die Kälte mit sich gezogen die sich nur weiter verbreiten würde, sollte in diese Hütte noch ein Hauch von Wind eintreten. So war es aber nicht, man hörte den Wind an den Beiden in dieser Hütte vorbei ziehen, wie er sich noch mit jeglichen Möglichkeiten daran versuchte, nicht doch in den Raum eintreten zu können. Nichts anderes war es aber als ein ungebetener Gast, der draußen warten konnte, denn mit dem Feuer war es hier deutlich besser zu ertragen. Es war nicht das angenehmste Gefühl gewesen, mit durchnässter Kleidung in einem ihm fremden Raum zu stehen, mit niemand anderem als der Hexer persönlich, von dem nur schlechte Geschichten erzählt wurden. Selbst sein Auftreten wies schon die Gründe dafür auf, ein sonderbarer Mantel war es gewesen, den er da trug, der die buckelige Statur nachzeichnete. Groß war der Mann gewesen, über dem keinerlei Informationen bekannt waren, sollte es nicht um alte Legenden gehen, Geschichten, die im Ohr des Prinzen deutlich ausgedacht schienen, einen Beweis dagegen hatte er nun nicht gehabt. Ihm blieb nichts anderes übrig, als sich an diesen Informationen zu hängeln, diesen zu vertrauen und dieses Wissen zu nutzen, um es sich hier selbst die wenige Zeit noch erträglich zu machen, bevor er hier noch die letzten Herzschläge und Atemzüge tätigen würde. Eine Situation, welche keine vorhersehbaren Dinge offenbaren konnte, hilflos war der Prinz gewesen.
      In Gedanken lief er die Worte der dunkeln Gestalt durch, was er von den Zigeunern erzählen konnte, eine Information stand jedoch eher im Vordergrund. Es war jene, die ihm sagte, dass der Hexer einige Dinge von ihn wusste. Zumindest was er doch verbergen wollte, um sich damit einen Vorteil rauszuziehen, denn damit würde er womöglich weniger in Gefahr sein, das Ausnutzen konnte damit verhindert werden. Es kam aber natürlich anders, da betonte man schon, dass man vorallem wusste, was er war. So ein Detail würden die Zigeuner wohl nicht für sich behalten, wenn sie doch einen Tausch mit ihm eingehen wollten - Einen jungen Prinzen gegen einen zweiten Frühling. Es klang grausam, schon verzweifelt, dass die Zigeuner es mit so einem Mittel versuchten. Der Hexer ließ sich aber nicht täuschen, ein Prinz war nicht im Besitz einer Gruppe Zigeneuer, das war nicht möglich. So durften sie es sich nochmal überlegen, ihm ein zweites Mal in den Weg zu laufen, denn es würde nicht mehr gimpflich ausfallen. Bestrafen würde er sie alle, auf das sie den zweiten Frühling nicht ohne den Gittern vor den Augen sehen würden. Nur eine Traumvorstellung war es, denn sie würden wohl sich irgendwann dazu entscheiden weiterzuziehen, denn ihr Handel würde nicht funktionieren. Da erinnerte sich sein Kopf wieder daran, was die Zigeunerin ihm doch vorhersagte, er solle bei ihn bleiben. Hatten sie sich vorgestellt, dass der Hexer ihn abholen kommt, er dazu noch freiwillig mitgeht? Die Tatsache brachte ihn dazu den Kopf sachte zu schütteln, während er nicht anders konnte, als belustigt zu schnauben.
      Die Bestrafung für die Zigeuner müsse aber warten, noch deutlich länger, als der Prinz zuvor noch vermutete. Den Winter musste er abwarten, bis er es überhaupt schafft, aus der eingeschneiten Hütte zu entkommen. Entgeistert sah er zum Hexer, der nicht den Ton aufbrachte, als würde er gerade scherzen. Eine zu lange Zeit war das gewesen, da blieb ihm nichts anderes als sich wirklich dazu entscheiden hier zu bleiben, des Hexers ungeladener Gast sein, bis die Landschaft wieder an mehr Farbe erlangt. Die buckelige Gestalt schien aber voller Wissen zu sein, auch wenn es nicht viel dafür brauchte zu wissen, dass Raziel in seinem Zustand nicht weit weg kommt. Deswegen war er auch schon dabei gewesen die ersten Schritte wieder auf den Kamin zu machen, ehe er sich vor diesen setzte und entspannt ausatmete. Die Kleidung würde damit hoffentlich schneller trocken werden, wenn aber warm, was die Nässe erträglicher machte. Seine Augen hatten sich geschlossen, während seine Arme ihn am Rücken stützten, um nicht aus seiner Position zu fallen. Die gestellte Frage stellte doch auch wahrhaftig kurz der Prinz sich selbst, was er hier nur überhaupt machen wollte. Die Antwort lag ihm schon seit langem auf der Zunge, idiotisch klang es aber, das wusste er sehr wohl. " Den Drachen habe ich gesucht, um ihn zu erlegen und einer Frau im Königreich zu bringen. Ich möchte um ihre Hand bitten. ", gab er schließlich von sich, da hatte er doch schon so viele Vorstellungen davon gehabt, wie es verlaufen könnte. Der jetzige Verlauf war wohl aber überhaupt nicht geplant gewesen, zerstörte sein Konzept. Eine Ewigkeit müsste er warten, bis der Frühling anbricht und bis dahin musste er darauf warten, dass er sie wiedersehen würde. Raziel hoffte, dass sie so geduldig wie der Rest des Königreichs warten würde, sich nicht in der Zeit gegen ihn entscheiden würde und einen anderen Herren findet, der womöglich besseres bieten konnte, als das er selbst konnte. Er konnte sich den Frühling frei handeln, dabei hatte er nicht viel dabei, was auf einen guten Wert kommen würde. Unmöglich konnte er die Dinge mit höherem Wert verkaufen, der Hexer war schlau und waise genug, mit ihm wollte er sich nicht anlegen. Doch da war die Frage da, durfte er es wirklich auf keinen Fall tun, ihm in diesen vier Wänden auch mit dem dünnsten Haar gehorchen müssen, um hier rauskommen zu können? Sein Blick war mittlerweile fest auf der Flamme, die sich vor ihn erstreckte. " Sind die Geschichten über dich wahr? " Wirkliche Angst verspürte er mit seiner Frage nicht, auch wenn wirklich Vorsicht gefragt war. Ein Gast war er, der sich leiser als eine Maus verhalten muss, um auch nicht aufzufallen.
    • Wie ein langer Ast streckte es sich über alle Arten von Leuten hinweg, mit denen irgendetwas nicht so ganz richtig erschien, wie es doch eigentlich zu sein hatte. Sie alle waren dafür töricht, dass sie glaubten, sie konnten auch nur einen Tropfen voll Gold aus einem riesigen Fass mit Wasser schöpfen. Umbringen würden sie sich noch allesamt, wenn sie weiter an ihren unnötigen Glauben festhalten würden; die Welt würde mitsamt ihnen allen in kein besseres Licht rücken, das hatte sie auch noch nie vorgehabt, geschweige denn würde man es in Erwägung ziehen. "Ein waghalsiger, namenloser Prinz aus dem heißen Süden schreitet also im Winter gen Norden, lässt sich nicht von den Worten jener Zigeuner aufhalten, die ihn anflehen, nicht zu gehen, nur damit er seiner Geliebten den Schädel eines inexistenten Drachen präsentieren kann", da war es, dieses widerwärtige Lachen das als einziges einen Funken von Menschlichkeit in sich trug, wenn man es überhaupt so nennen konnte. Es klang anders als seine Stimme, nicht so ganz abseits und als würde es aus allen Ecken und Enden des Raumes zu einem schallen, sondern nah und irgendwie wärmer als der ganze Rest dieses großen Etwas, das der Hexer nun einmal war. Daran würde sich auch nichts ändern, hätte er keine Gelegenheit, sich vor auch nur einem Menschen zu entblößen, der sehen würde, welch gepeinigtes Wesen eigentlich vor ihm stand, und dass es sich nicht um eine böse Hexe handelte, die Menschenherzen zum Frühstück fraß. Dumm. Jene wurden lediglich in der Medizin verwendet, nicht auf der Tischplatte als nächste Mahlzeit - schmeckten auch nicht gut. "Prinzlein, beantworte mir folgendes. Ist die Liebe den Tod wert?", wenige von ihnen gab es, die sich wirklich etwas aus der Frage machen konnten; wer wusste, ob dieser weltfremde Freund einer von ihnen wäre?

      Nachzudenken war eine Tugend, Aussprache eine Wahl - Dummheit keine, sondern wie ein Fluch, so schien es, der einen nie wieder verlassen würde, klebte sie erst an einem wie Teer es gerne tat. "Welche Geschichten?", einfache Antworten auf einfache Dinge, die waren noch zu erhalten, ohne einen erheblichen Preis dafür zahlen zu müssen - manches gab er her, wenn er sich danach fühlte, anderes blieb einem gänzlich verwehrt, weil er nicht einsah, wieso er sich kleinschlagen lassen musste. Viel zu grübeln gab es von seiner Seite aus nicht, doch einwilligen? Er wusste nicht recht. "Willst du wissen, ob die Dinge, die die Zigeuner allesamt über mich predigen deinen verzerrten Weltvorstellungen entsprechen? Haben sie dir erzählt, dass all meine Antworten auf Fragen nur mit einer erheblichen Gegenleistung beglichen werden können? Oder dass ich dir jeden Wunsch von den Augen ablesen kann, wenn du mich passend dafür mit irdischen Mitteln bezahlst? Oder etwa, dass ich schon ewig hier oben hause und uneingeladen in ihren Häusern auftauchen, wenn sie mich brauchen, damit ich ein verstorbenes Kind in einen Berg an Gold verwandeln kann, während ich ihr Herz verspeise? Vielleicht haben sie dir ja auch erzählt, ich sei der Teufel höchstpersönlich", denn mehr wäre fatal und würde das Ganze nicht ins Rollen bringen. Eliphas wollte nicht wissen, welche Abstammung er besaß oder welche Rechte er mit seinem Stand und Namen hatte - er wollte einen Namen, damit der Prinz eine Farbe bekommen würde. Etwas anderes, als ein mattes grau. "Fürchtest du dich davor, dass ich dir deinen Namen rauben werde, sobald du ihn mir nennst?"
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    • Wie ein Weltwunder musste es doch sein, dass jemand wie der buckelige Hexer in seinem Mantel aus Rattenfall das Lachen noch gar nicht verlernte. So schien er doch hier in der Hütte alleine zu sein, sich mit Groll vor den Menschen zu verschanzen, sollten sie keine gerechten Tauschmöglichkeiten für ihn haben, was seine Hilfestellung für die Menschen berechtigen würde. Das Gelächter hatte sich von seiner restlichen Stimme abgeschottet, klang deutlich wärmer, auch wenn es immer noch darum ging den Prinzen zu verspotten. Es war jedoch nicht die Tatsache, dass der Herr mit der Maske auf dem Gesicht lachen konnte, überhaupt wusste, was es ist und wie man es anwendete, es war etwas anderes gewesen. Denn die Aussage des Hexers ließ sich gut ertragen, denn schon einiges durfte er sich während seiner Reise anhören dürfen, wie blöd er doch beispielsweise sei, sich nicht einfach die nächstmögliche Dame aneignete, sie hätten doch sowieso keine andere Möglichkeit als seine Frage zu bejahen. Doch das war seiner Meinung nach nicht der Richtige weg, so wollte er sich nicht einfach mit irgendwen abgeben, er hatte schon immer das Bessere angestrebt und auch erlangt, wenn auch ständig seine Eltern dabei halfen.
      Mit diesem Zeitpunkt veränderte sich aber etwas, in ihm klang es gerade so, als wäre eine Glasscheibe durchschlagen worden sein, nur weil der Drache nicht existierte. Sein Kopf hatte sich jedoch dagegen gestreckt, dachte erst gar nicht daran, dem Hexer Glauben schenken zu wollen, auch wenn er wohl gastfreundlich war. Denn vieles hatte er über ihn gehört, überschlagend mehr böses als etwas gutes. Ein Spiel konnte er gerade beginnen zu spielen, auf das der Prinz irre wird und gar nicht mehr weiß, was seine Ziele sind. Doch der Hexer war hier wohnhaft und sollte dieser über keinen Drachen Bescheid wissen, müsste es etwas bedeuten, oder? Ein leises Schnauben entwich ihm, während er die Knie an sich zog, die Hände jedoch weiter an den Dielen des Bodens ließ und damit überhaupt seinen Körper stämmte. Seine Entscheidung hier her zu reisen hätte fatal enden können, denn er wäre hier gestorben, ohne irgendeinen triftigen Grund. Ein komplettes Königreich hätte er damit zerstören können mit seinem Ehrgeiz immer weiter in den Norden zu ziehen, ohne Pausen, ohne ein wirkliches Ziel. Damit hatte sich auch schon begonnen sein Magen umzudrehen, weswegen er kurz die Augen schloss und bei dem Gedanken schluckte, wenn seine Rückkehr ausgeschlossen wäre. Die Begründung sich überhaupt mit einem Drachen anlegen zu wollen war nicht zur Überzeugung des Hexers, da hatte man ihn gefragt, ob die Liebe das eigene Ableben wert sei. Zögernd schlug er wieder die Augen auf, in seinen Augen hatten sich damit wieder die Flammen vor ihm widergespiegelt. Eine Antwort konnte er nicht geben, obwohl er vom Herzen fest davon überzeugt war, dass es so war. Die Liebe war der eigene Tod wert, es war die einzige Antwort darauf. Doch er bezweifelte, dass der Hexer mit seiner Antwort etwas anfangen könnte, ob er damit nicht wieder sein Gelächter hören durfte. " Sag du mir doch.. " , begann er zu sprechen, während er von den Flammen vor ihm wegsah und letztendlich über die eigene Schulter zum Fragenden blickte. Sein Blick fixierte sich auf das Gesicht, ob die Maske nicht abgenommen wurde, doch sie war immer noch da. " .. Wäre ein Leben ohne Liebe denn dafür lebenswert? " Seinen Kopf drehte er wieder zum Kamin, bekam damit wieder die Wärme an die Wangen derweil er versuchte, die Halsschmerzen, die mit jedem Wort weiter auffielen.
      Mit der Gegenfrage hatte er sich mit dem Rücken zur Wärme gedreht, hoffte damit doch sehr, dass die Kleidung bald gleichmäßig zu trocknen begann. Mit dem Umdrehen hatte er den Hexer eher im Blick gehabt, konnte diesem auch damit besser ansehen, solange er jegliche Dinge aufzählt, die er selbst von sich hörte. Einige Gerüchte lagen in der Luft, da hatte er selbst noch einiges mehr aufgewirbelt, was die Neugier von Raziel nur weiter steigerte, was er zu unterdrücken versuchte. Unstillbare Neugierde konnte gefährlich werden, das wusste er. Herzen soll er verspeisen von jenen, denen er half, ein Teufel sollte er sein, wenn nicht sogar noch viel mehr Bezeichnungen für sein Wesen da waren. Davon wollte er aber gar nicht erst sprechen, sich noch in irgendwas verwickeln. Er hatte es in eine Frage verwickelt, ihm blieb selbst nichts anderes übrig als seine Frage zu bejahen, mit seinem Kopf still zu nicken, denn einige Dinge musste er über ihn wissen, sollte er hier bis zum nächsten Frühling verweilen müssen.
      Eine andere Frage betrat jedoch den Raum, über die er selbst gar nicht wirklich nachdachte, denn der Hexer hatte keine Ahnung, wie sein Gast überhaupt hieß. Da hatte er wohl selbst seinen Anstand verloren, sich bei ihm vorzustellen, wenn sie sich schon solange miteinander beschäftigen musten, sollte die Zeit hier denn nicht unangenehm gemacht werden. Deswegen hatte er den Kopf geschüttelt, es war nicht seine Absicht gewesen, seinen Namen nicht zu verraten. Eine wirkliche Begründung zum Verheimlichen gab es nunmal nicht mehr, denn man kannte seinen Stand schon. Im nächsten Moment hatte er sich in den Schneidersitz gesetzt, hatte sich in diesem ein wenig verneigt. " Entschuldige, ich habe mein Benehmen vergessen. Man nennt mich Prinz Raziel. " Mit dem genannten Namen hatte er den Schopf auch schon wieder erhoben, während seine Augen wieder seinen Gegenüberen musterten, ob ihm nicht etwas deutlich menschliches auffiel.
    • "Solche Dinge fragst du jemanden wie mich?", der Hexer war amüsiert, als hatte er soeben ein Kind gesehen, das atmete und zu dem er nicht gerufen wurde, um grauenhafte Dinge zu vollziehen - die zerrissene, abgebrochene Haut in Goldstücke zu verwandeln, die Augen in Silber und die Fingernägel in Bronze, damit sich die Geschädigten, die das Kind umbrachten, ein gutes Leben machen konnte. Es war fair. Ein Leben für Geld, Reichtum für Tod - für Körper, die man benutzen könnte. "Das liegt im Auge des Betrachters, würde man meinen. Würde ich mir wirklich darüber Gedanken machen, als Hexer der ich bin, dann würde ich dir darauf antworten können. Plump gesagt: nein. Wieso erlegst du dir selbst Ketten auf, die dich an diese Welt binden, die du niemals ablegen kannst? Sie ziehen dich immer weiter in die Tiefe, in die Unwissenheit", diese Thematik starb früher aus, als er seinen Mund noch einmal bewegen konnte, weil es schlichtweg gegen seine eigene Regeln und Moral gehen würde, weil in dem Kessel dort drüben essbares brodelte, das alleine nicht gut werden würde, im Gegensatz zum erschöpften Prinzen. Kälte verankerte sich nun einmal auch in jenen Herzen, die nicht effektiv danach suchten, oder es gar in ihre Mitte ziehen wollten, weil es ihnen banal erschien. Ein Hirngespinst, gleich wie all die Dämonen, die sich die Menschen erspinnten, waren ihre mickrigen Wege doch nichts weiter als Hürden für Andere, die es besser machen würden. Und doch; wenn sie nur alle erlogen waren, weswegen wanderte er unter ihnen? Warum war seine rabenschwarze Existenz in einem weißen Feld aus nichts anderem überhaupt möglich? "Jedes Monster denkt, wenn auch nicht viel", so waren sie alle gleich - die mordenden, verdorbenen Menschen aber auch diejenigen, die aus ihren Geschichten entstanden waren, die nicht die tollkühnen Recken darstellten, nein.

      In einer Nacht, in der sich die eine mit der anderen bekämpfte, um herauszufinden, wer die Kälteste von ihnen sein konnte, huschten graue Schatten über die Augen hinweg, schnell und leise, aber doch sichtbar, folgten einem Weg und einem unbekanntem Pfad, den man sich nicht erklären konnte. Wohin sie wohl gingen? Welche Gefühle sie wohl empfanden? Es waren Gedanken, die nicht mit seinen Taten einhergingen, streckte er doch die Kelle in den alten Kessel, erhob sie wieder, als er daraus schöpfte, die Maske nach oben zog (natürlich nur die aufgesprungene Lippenpartie offenbarte, aber sich gleichzeitig vom Prinzlein abwandte), nur um das Gesicht danach wieder zu verziehen. Sinnlos, eiskalt. Sich abwendend, den Deckel enttäuscht wieder fallenlassend, starrte er den Fremden an, dessen Namen er vielleicht lieber nicht erfahren hätte, wusste er doch, was dies bedeuten könnte. "Hm", ein kurzer Wortlaut, als wolle er sich soeben etwas erspinnen, das gar nicht der Wahrheit entsprach - das ihn noch weniger menschlich aussehen ließ. "Nun denn, Prinzlein. Es freut mich, dass du einen Namen hast, den du mir so bereitwillig verrätst. Aber glaube mir, dein Status hat hier oben, inmitten der spitzen Berge und endlos hohem Schnee wird dir kaum etwas bringen. Zumal wohl auch niemand weiß, wer du bist", als spräche er Gift, so würde es sich in diverse Köpfe bohren, bevor er ihnen jenen vom Leibe riss und diesen auf einem Pfahl aufschlug, um davor zu warnen, dass er nicht - urplötzlich - menschlich war, weil man es von ihm erwartete. Nein. Niemals. Mit geschickten Fingern suchte er sich durch die Hütte, die von keinerlei Licht erleuchtet schien, war es nur die rare Mittagssonne und der helle Schnee von außerhalb sowie der leicht flackernde Kamin - und von irgendwo, inmitten des geordneten Chaos, zerrte er Felle und ein Kissen hervor, das mit Nadeln bedeckt war. "Sag', kannst du nähen?", die Felle der Wölfe waren noch immer die des Hexers, und wenn Raziel blieb, dann war es nicht seine Aufgabe, lustlos herumzusitzen.
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    • Der Hexer hatte sich zu dem brodelnden Kessel bewegt, hatte sich somit auch dem Prinzen abgewand, was wohl doch ein wenig zu voreilig schien wenn man darüber nachdachte, dass der Prinz ein Schwert mit sich trug, welches er bloß aus der Ecke holen musste, in welchem sich auch noch der nasse Umhang befand. Solch einen Gedanken hegte der Prinz nun nicht, so hatte er doch damit die Möglichkeit gehabt, wenn so ein Wesen wie der Hexer überhaupt sterben konnte oder sich nicht selbst irgendwie heilen konnte, sich selbst wünschte, unendlich leben zu können. Doch war es überhaupt etwas, was diese Gestalt mögen würde, unendlich leben? In dieser Hütte fühlte es sich selbst für den Herren aus den Süden einsam an, auch wenn doch sein Gegenüberer noch da war, der eine Handbewung tat, die ihm doch verdeutlichte, dass er gerade die Maske von den Lippen zog. Gespannt versuchte er sich davon einen Eindruck zu machen, wie wohl die Haut und die Lippen unter diesem Versteck aussahen, welches der Hexer doch zu jeder Zeit komplett abziehen könnte. Es hatte wohl seine Begründung, womöglich wollte er auch einfach seine Anonymität wahren, sollte diese ihm so wichtig sein. Doch die Maske wird seine Grenzen kennenlernen, sollte es wirklichd dazu kommen, dass das Wetter dem Prinzen keine andere Möglichkeit verschafft, schon früher aus dieser Hütte gehen zu können und ohne Drachen den Weg zurück anzutreten, denn seine Suche würde kläglich scheitern, sollte er wirklich nicht existieren. Es war wohl auch ein wenig die Furcht, noch so jemandem kennenzulernen, der wohl wirklich es darauf abgesehen hatte, ihn mit Haut und Knochen zu verspeisen, bis zu diesem Ziel keine Gnade zeigen würde.
      Einen guten Blick hatte er aber nicht auf die offene Stelle gehabt, schließlich hatte man ihm den Rücken zugedreht, durch welchen er nicht so schnell hindurch sehen könnte. Geduld musste er wohl damit haben, ihn mal ohne Maske sehen zu können, denn sie würde die ganze Zeit lang wohl nicht am Gesicht kleben bleiben. Daran war nicht zu glauben, sie müsste doch irgendwann abfallen, wenn er sie nicht selbst abziehen würde. Der Fremde gab einen nachdenklichen Ton von sich, weswegen er aufhorchte und sich wieder gerade auf dem Boden positionierte, um vielleicht nicht gleich wieder einige Worte empfangen zu können. So war es auch gewesen, man hatte ihm jegliche Hoffnung geraubt, dass er hier genauso behandelt werden würde wie man es bei ihm im Königreich tat, doch das war keine Neuigkeit für Raziel gewesen, das hatte er gar nicht im Sinn gehabt. Hier war er ein niemand gewesen, es schien eher, dass der Hexer den Norden für sich erkämpfte und diesen regierte, denn jemand anderes würde hier nicht so lange überleben können. " Dem bin ich mir bewusst. Ich reise nicht, um am Ziel meinen Standard zu erwarten. ", kommentierte er die erhaltene Aussage und sah zu, wie die buckelige Gestalt etwas in den vier Wänden suchte, es nur wenige Zeit später in den Händen hielt. Das Fell sah dem eines Wolfes gleich, so hatte er den Blick eher auf die Nadeln gesetzt, die im Kissen ihre Spitze versteckten. Mit diesen fragte man ihm schon, ob er nähen könnte. Die Frage musste er sich erst selbst stellen, an die letzten Versuche musste er denken, an welchen es für ihm zum Nähen ging. Viele Erinnerungen hatte er nicht davon gehabt, nur wenige Momente gab es, an denen er sich an den Nadeln versuchte. Einen großen Hass verspürte er jedoch nicht darauf, auch wenn er sich doch gut daran erinnerte, dass er mit dem Einfädeln seine Zeit brauchte. " Ich mache es nicht regelmäßig.. ", beantworte er, hatte damit gekonnt eine direkte Antwort gemieden, denn das wusste er selbst nicht ganz. Doch versuchen würde er sich dran, sollte man ihm das Fell denn anvertrauen wollen, es waren schließlich nur einige Stiche, die man beim Nähen machen musste. Es war wohl aber eines der Dinge, die der Hexer hier im Norden oft machen musste, denn anderes als Fell wird es hier unzureichend geben, um sich ausreichend zu wärmen.
    • Jeder von ihnen konnte sein eigener Mensch sein, schaffte er es denn, wie die Raupe einem Kokon zu entfliehen und als Schmetterling in die Welt zu entrinnen, die nur von dem geprägt war, was sie alle erwartete - der Tod. Alle von ihnen waren Teil eines schier unendliche Zyklus, etwas, das sich über Jahrhunderte erstreckte. Manche von ihnen lebten länger, sahen die, die sie selbst gebaren, vor ihrem eigenen Tod dahinscheiden und nahmen dann unnötigerweise Schuld auf sich, die sie nur grämte und schließlich selbst in das kalte Grab schickte, das sie noch zu Lebzeiten selbst wählen konnten. "Du bist dir dessen bewusst? Dann hast du sicher kein Problem damit, dass ich dich nicht mit deinem Titel anspreche", einen Prinz musste man necken; und kopflos hatte hier definitiv einen anderen Kontext. Unweit war der Gedanke nicht, das arme Dinge einfach etwas zu quälen um seinem Namen alle Ehre zu machen, aber er war nun einmal noch immer sein Gastgeber und nicht darauf aus, ihm alsbald die Seele aus seinem fleischlichen, frierenden Leib zu saugen, egal wie sehr er es versuchte. "Ich habe eine Gegenfrage für dich. Was würde passieren, wenn du ihr den Kopf eines Drachen nicht bringen könntest? Würdest du dann einfach aufgeben und deine Niederlage akzeptieren, oder würdest du noch immer für deine Liebe über Leichen gehen, selbst wenn es deine eigene ist?", das Eis brach nicht, würde nicht brechen; es war nicht so, weil er es explizit so wollte, sondern weil es sonst nichts anderes gab, über das er in seinem bisherigen zu konversieren gelernt hatte, außer über die vagen Dinge, die das Leben einem nun einmal mit auf den Weg gab. Oh, wie sehr er sich manchmal verabscheuen musste, es aber nicht tat, weil hier draußen nicht auch nur ein Platz für einen Spiegel war, der nicht bereits drohte, in tausende Splitter zu zerspringen.

      Glichen sie sich nicht alle bis aufs Haar, stritten es aber ab, weil sie nicht so tief fallen wollten wie manche von ihnen? Nicht mit einem Mörder oder anderen Dingen wollten sie verglichen werden, schon gar nicht mit einem Hexer oder sonstigen Bestien die neben giftigen Pilzen aus dem Waldboden emporstiegen, wenn sich die Sonne hinter einer dicken Nebelschicht verkroch und jedem die Sicht raubte, während diese verrotteten Gestalten ihr ewiges Gefängnis verließen, das sie nicht weiter zu kümmern schien. "Typisch", genau, was erwartete er denn von einem Prinzen, der da war um Schlachten zu schlagen und gut auszusehen, und nicht um die Aufgabe einer Dienstmagd oder eventuell den Zeitvertreib seiner jüngeren Schwester zu teilen? Momentan mochte er nicht unbedingt viel einsehen, aber das, was er in seinem kleinen Pfad aus Licht und Schatten erkannte, war keinenfalls ein strahlender Held, der ein Schwert gehen seine Kehle drückte. "Wie ungemein höflich, rekelst du dich vorhin in meinem Bett und wirst von mir versorgt", unbeeindruckt ließ er das Nadelkissen, einen Faden und die Felle neben dem Prinzen fallen, bevor er nach angemessener Kleidung suchte. "Ich hoffe, du trägst auch andere Dinge - vielleicht finde ich etwas passendes für dich", sprach der Hexer, sein Ton mit leichter Melancholie gefüllt als er durch weitere Ecken und Enden seiner Räumlichkeiten suchte. Die Hütte war nicht sonderlich groß, doch die Wände, gesäumt von Schränken über Schränken, befüllt mit allerhand Dingen, war chaotisch und doch noch so sortiert, dass der Hexer fand, wonach er suchte - wann auch immer er danach suchte. "Sag', haben dir die Zigeuner auch erzählt das alles, was ich dir verrate einen Gegenpreis hat? Deinen Namen hast du mir verraten, wäre es also nicht fair wenn ich dir den meinen verrate?"
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Seinen Titel wollte sein Gastgeber nicht mehr oft in den Mund nehmen, sich wahrscheinlich auch erst gar nicht an diesen gewöhnen, mit dem Vornamen würde er wohl hier genannt werden. Dagegen konnte der Prinz wohl herzlich wenig tun, da saß er mal am kürzeren Hebel, denn hier hatte er ziemlich wenig zu sagen. Der Hexer hatte hier seine Rechte und sein Wissen, welches das Herz des jungen Mannes überhaupt noch schlagen ließ, sonst wäre er wohl immer noch im Schnee und wäre wahrscheinlich gar nicht mehr zu entdecken, sollte der Schneesturm immer noch nach seinem Ableben wüten, um sich die nächsten Opfer zu suchen. Weitere Opfer, die sich auch im Norden verirrten, denn das schien gar nicht so unwahrscheinlich zu sein. In dieser Umgebung sah man nur weiß, nach einer Weile würde man wohl verrückt werden, denn viel Farbe wird man nicht sehen, solange man nicht auf die Augen der Wölfe trifft oder gar auf die glühend violetten des Hexers, die damit einen zu verpeisen drohten, sich durch einen hindurch bohrten, wie es bei dem Prinzen selbst der Fall war.
      In dieser Hütte galten die Regeln seines Gegenüberen, er war der Besitzer und war auch durchaus derjenige, der seinen Gast überhaupt am leben halten konnte. Dabei hatte der Schnee und die Kälte, dazu noch der peitschende Wind, einiges an Leben bereits aus ihn heraus gesaugt, denn wirklich lebhaft fühlte er sich nicht, würde er nicht die Wärme des Kamins spüren.
      Die Provokation blieb jedoch nicht alleine stehen, die er doch extra nicht beantwortete oder kommentierte, er hatte den Gedanken dahinter verstanden, denn blöd war der Prinz nun alle mal nicht, dafür hatte er eine zu gute Bildung erhalten. Die nächste Frage kam auf ihn zu, die er zu beantworten hatte, auch wenn er es sich wohl frei nahm, ob diese eine Antwort wert war. Denn so war er doch der Gast, trotzdem hatte auch der Prinz seine Grenzen, die er ungerne überschreiten würde. Man fragte ihn über den Kopf des Drachen, was denn ohne ihn wäre, denn ohne diesen müsste er wohl oder übel zurückkehren, wenn diese Option damit überhaupt noch da war. So recht wusste er es selbst nicht, hatte die Finger deswegen in ein Stück Stoff seines Oberteils vergraben, um dort das Textil entlang zu kratzen, nur zärtlich. Die Niederlage würde er nun nicht wirklich annehmen, dafür war er zu weit gekommen, auch wenn er die erste Niederlage einstecken musste, sogar jetzt schon. Doch so selbstbewusst wie er war hatte er den Kopf geschüttelt, nein, jemand wie er konnte nicht aufgeben. " Sollte es nicht der Kopf eines Drachen sein, wird es etwas anderes sein. Niederlagen gehören zu meinem Leben dazu, dafür gehört das Aufgeben aber nicht in mein Blut. In ein Chaos würde es führen, sollte so jemand eine Horde von Menschen zu beherrschen versuchen. " Sein Leben war darauf vorbereitet gewesen, in Schlachten Niederlagen anzunehmen, diese jedoch nicht auf sich sitzen zu lassen, eher mit doppelter, wenn nicht gar dreifacher Kraft und Überlegung zurückzuschlagen. Noch lange wäre er nicht darauf bereit zu herrschen, wenn nach einer Niederlage sein Leben vorbei wäre, er damit beginnen würde sich unter seinem Bett zu verschanzen, als hätte er jegliche Würde verloren. Nein, denn er zeigte gerne Stärke. Denn selbst eine Niederlage wurde belächelt, wohl seine Art einer eigenen Maske, denn seine Schwächen und seine Gedanken gehörten nicht in die Öffentlichkeit.

      Seine Antwort war natürlicherweise nicht genug gewesen, das bestätigte sich mit der Reaktion des Hexers, die ihm lieber mit einer knappen Meldungen die Dinge hinwarf. Fast verachtend klang es doch schon, weswegen Raziel zu ihm hochsah und dabei mit dem Gift in seinem Blick nicht sparte. Mit seinen Worten sollte er vorsichtig sein, denn wenn er hier schon nicht als ein Prinz angesehen wird, so wird er sich doch auch nicht vollkommen wie einer verhalten. Wie gesagt, kannte man ihn im Norden doch nicht in der Umgebung weißen Feldes, welches er schon zu bekämpfen versuchte. Eine wirklich eigene Antwort wusste der Prinz auf seine Frage nun nicht, was ihn denn gerade so beschwerlich machte, denn ein Diener war er nun nicht gewesen. Die Kleidung wurde ihm selbst genäht, genauso jegliche andere Dinge in seinem Zimmer, da war er bloß derjenige gewesen der die Löcher der Taschen nähte, sodass damit wieder eine Last mit sich getragen werden konnte. Risse in der eigenen Kleidung konnte er nähen, sollten diese auf Reise geschehen sein, doch ein Kleidungsstück hatte er nun nicht genäht. Deswegen war die Reaktion des Hexers wohl überspitzt, welches er nicht unkommentiert ließ. " Auf den Sohn eines Schneiders hättest du wohl lieber warten sollen.. " Trotzdem hatte er das Kissen mit den Nadeln an sich genommen, nahm eines der Nadeln heraus und hatte sich damit selbst kurz gepickst, um nur herauszufinden, ob sie nicht schon längst stumpf waren. Es schien jedoch nicht so, weswegen er wieder hochsah und fragend die Brauen hob, ob er nicht irgendwas spezielles damit tun sollte, als sie nur zusammenzufügen. Der Hexer war jedoch dabei gewesen sich empört zu zeigen, dass er ihn hier doch versorgte und sich um ihn kümmerte, es ähnelte dem Verhalten einer Mutter. Um Hilfe hatte er nun aber nicht gebeten, genauso wenig, dass man ihn auszog. " Du hast mich doch da hingelegt, nackt übrigens. ", kommentierte er weiter, war mit seinen Worten aber vorsichtig, schließlich war er Gast gewesen. " Der Boden hätte auch gereicht ", meinte er weiter, bevor er kurz seufzte und den Faden an sich nahm. Ein wenig hatte er sich mit seiner Aufgabe konzentriert, da er den Faden durch das Öhr durchziehen wollte.
      Der Hexer sprach jedoch wieder, dieses Mal wesentlich sanfter, weswegen er sich auch nicht gegen das Zuhören sträubte. Von seiner Aufgabe sah er nur für einen Moment weg, nahm die Hände jedoch für einen Moment runter, um ihn dann doch anzusehen. Die Zigeuner hatten vieles erzählt, so auch einiges über den Handel mit ihm, weswegen er nickte. " Sie erzählten über den Handel mit dir.. Jedoch denke ich nicht, dass du für alles etwas haben möchtest. " Viel hatte er aber selbst nicht zu handeln, er hatte ja sein ganzes Vermögen nicht mit genommen. Er kann nicht ahnen, wie lang er mit dem Hexer verhandeln konnte, sparsam musste er wohl aber bleiben. Da sein eigener Name jedoch genügte, wollte er doch auch den des Gegenüberen wissen, weswegen er zustimmte und nickte. " Nenn' ihn mir, bitte. "
    • Die Welt da draußen war, ungemein, keine schöne. So befüllt mit all möglichem Gesindel, fernab seiner Hütte in den verschneiten Bergen, und alle grämten sich wenn er ihnen in der dunklen Nacht, im fahlen Licht einer sterbenden Kerze erschien. Der Hexer war kein Wesen, welches sich gerne im hellen Licht des Tages zeigte, war er doch so kohlrabenschwarz gekleidet wie die unendliche Nacht, die hier oben schon wenige Stunden nach dem Sonnenaufgang einbrechen würde - sie waren eingesperrte in einer Hütte, aus der nur einer von ihnen fliehen konnte, und er würde keine Anstalten machen, seinen ungebetenen Gast mit ihm aus der Hütte zu zerren, hinaus in die Welt jener, die den Winter nicht hier an Ort und Stelle verbrachten, sondern Verstand besaßen. Verstand und den Instinkt dazu, überleben zu wollen. Ganz anders als Raziel es getan hatte. Kalter Wind verwirbelte dort draußen den Schnee, säumte jeden Baum, jeden Stein, jeden Boden in dicken und schweren Schichten. "Du weißt, dass du mir nur etwas bieten musst, das dem Wert eines Drachenschädels besitzt. Was auch immer das ist, musst du selbst herausfinden, aber ich kann dir all das beschaffen, das du dir wünscht", dieses Lachen klang eher wie ein Gackern, so wie es eine alte Hexe vermutlich tun würde, während sie sich im Schatten ihrer Behausung versteckte und den erbärmlichen Priester auslachte, der sich in diese Hütte verirrt hatte. Eliphas hatte hier oben keinen Einzigen, mit dem er sich unterhalten konnte - keinem, der ihm beinahe furchtlos in die pupillenlosen "Augen" starrte, die sich unter seiner hölzernen Maske verbargen. Raziel schien sonderbar, sogar für ihn - oder aber es war einfach seine Dummheit, sich auf ihn einzulassen. "Solltest du dennoch nach einem anderen Biest suchen, das du erlegen kannst, kann ich dir gerne verraten wo du was findest. Für einen Preis, versteht sich", denn freiwillig half er keinem - sein Kodex würde es nicht zulassen, und nach jenem lebte er, so sehr die Menschen es auch verabscheuten, ihm eine Gegenleistung für seine Güte geben zu müssen. Der Hexer war innerlich verfault, ein ekelhaftes Biest das sich immer wieder aus der eigenen Asche erhob, kaum rief man nach ihm - und genau so schnell wieder verschwand.

      Während er durch verschiedenste Materialien wühlte um auf tragbare Kleidung zu stoßen, warf er vieles einfach neben sich zu Boden, ohne großartig darüber nachzudenken. Schwarze Finger gruben sich in einen endlos wirkenden Berg, als würde der Inhalt des Schranks sich bis hinter jegliche Wand erstrecken. Kaum hatte er gefunden, nach was er suchte, legt er es auf den Schrank - und warf den Rest ohne viel Mühe zurück in den Schrank, aus welchem er sie geworfen hatte. Er knarzte, kaum schloss er die Tür und mit einem Grummeln nahm er die Kleidung und setzte sich vor den Prinzen. "Du nähst dir dein eigenes Bett - und wenn du meinst, dass nähen für jemanden wie dich nicht wichtig sein kann, dann könnte ich mir ohne weiteres deine Finger aneignen", antwortete er. Eliphas hatte nichts dagegen, wenn sich nicht ein jeder mit diversen Dingen anfreunden konnte - dennoch war nähen durchaus wichtig. Man konnte, insofern man die Materialien bei sich hatte, genug damit bewerkstelligen. Sich eine eigene Decke oder ein Kissen nähen, oder aber ein Loch flicken, oder Wunden verschließen, die ansonsten nicht verheilen würden, würde man nicht gerade nach einer grotesken Kreatur wie ihm rufen. "Habe ich, aber dafür habe ich in diesem Sessel geschlafen - ich glaube, dass du ein Bett bevorzugst, bevor ich dich auf dem Boden schlafen lasse, Prinzlein." Einer der Letzten war er, der sich auf einen Streit einlassen würde - aber auch gleichzeitig einer der Ersten, die ein Thema einfach für sich abschließen würden, nur damit er nicht zu viel darüber nachdenken musste. Erneut fühlte es sich so an, als würde das Dach der Hütte quietschen und knarzen und alsbald über ihnen einbrechen, doch das wäre auch nicht in tausend Jahren der Fall. "Wenn du gerne erfroren wärst, hättest du auch einen Brief bei dir haben können. Da ich keinen gefunden habe, habe ich mir die Freiheit genommen, dich aus deiner durchnässten Kleidung zu befreien, die ohnehin nicht getrocknet wäre und dich auch hier in dieser Hütte umkommen lassen hätte. Glaubst du etwa, dass ich dich unsittlich berührt habe? Ich habe bessere Dinge zu tun, als mich um solch grotesk menschliche Dinge zu scheren", an seiner Dankbarkeit musste das Prinzlein wohl noch etwas arbeiten, wenn auch gleich der Hexer sich darum kümmern konnte, wenn er denn wollte. Hier draußen hörte sie beide keiner, und wenn er ihm ein Bein mit einer rostigen Axt abhacken würde, dann wäre das eine Geschichte für sie beide von der nie wieder jemand hören würde. "Denkst du das, oder bist du dir dabei sicher?", fragte er nur nach, als wolle er weder bejahen noch verneinen. Der Hexer machte keine Unterschiede, egal für wen auch immer, sie alle sollten nach den gleichen Regeln spielen, die so harsch und kalt waren wie das Wetter im Norden, seinem Norden, inmitten der Wildnis in der das Gesetz nie Einzug finden würde. "Eliphas. Keiner nennt mich so, ich bin lediglich der Hexer des Nordens. Das Monster aus den Bergen. Der Schatten im Schnee." Die herausgesuchte Kleidung, dunkelblau und weiß, bestickt mit verschiedensten Mustern in silber - der, des nächstgelegenen Königshauses im Norden, übergab er schlussendlich Raziel als er sich wieder auf beide Beine richtete um Holz nachzulegen und den Eintopf weiter zu wärmen, der langsam aber sicher vor sich hin brodelte.
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    • Seine Finger hatten sich wohl darauf vorbereitet sein eigenes Bett zu nähen, etwas was für ihn für einen Moment doch so absurd erschien, denn so etwas hatte er noch nie gemacht und schon gar nicht ein Bett, welches seine Funktion auch wirklich halten kann. Schon fast ungläubig sah er an das Fell hinunter, welches man ihm hingeschmissen hatte, bevor er nickte. Nun gut, er würde es wohl machen müssen, denn ein weiteres Mal würde er selbst nicht gern das Bett des Anderen belegen wollen, vor allem weil man ihn wohl wieder bis zum Erwachen anstarren würde, wobei er sich doch nicht ganz sicher war. Womöglich war es auch einfach einer der schweifenden Blicke durch die Gegend gewesen sein, der sich damit bei ihm fokussierte, nachdem er die ersten Bewegungen machte. Aber das konnte er nicht wissen, das wollte er auch gar nicht erst herausfinden, denn der Blick am Morgen sah so aus, als wäre er schon etwas länger auf ihm gewesen, vielleicht war er währenddessen auch schon in die eigenen Gedanken abgedriftet, wenn es denn irgendwas gab, was den Hexer auf eine Langezeit beschäftigte. Denn so war er hier im Norden doch einer der einzigen Wesen gewesen, die es hier wirklich überleben würden, da hatte er wahrscheinlich keine Probleme mit den anderen Menschen, die ihm nahe standen. Ob diese überhaupt existierten? Denn wie er bisher über den Hexer urteilte schien es doch ganz so zu sein, dass er grob war, sich die Wirkung seiner Worte nicht ganz bewusst war, sie ihm womöglich auch einfach nicht interessiert, er schien direkt zu sein. Zeit hatten die Beiden wohl aber genug gehabt, sogar sehr viel, wenn es bis zum Frühling anhalten sollte. Bis dahin sollte doch zumindest das Eis zwsichen den beiden aufgetaut sein, denn sonst würde es zu einige unangenehmen Situationen kommen, die so oder so nicht wirklich zu vermeiden waren. Schließlich war er beim Hexer gewesen, der für ziemlich alles eine Gegenleistung haben wollte, da konnte er hier womöglich nicht lange überleben. Seine Gedanken waren nämlich kurz dabei gewesen, was er ihm denn alles von sich erzählen konnte, was eine Gegenleistung verdienen würde, doch spontan fiel ihm nicht vieles über sich selbst ein. Wenn er aber wissen wollte, wo er die nächste Bestie finden kann, so musste er sich aber einiges einfallen lassen.
      Die kleine Disskusion zwischen den beiden lief weiter und der Hexer erklärte sich. Wahrscheinlich dachte er wohl, dass bei dem kleinlichen Prinzen wie man es von ihnen doch gewohnt war, direkt die Knochen brechen oder er mit sofortiger Wirkung auffacht, weil er den Staubkorn unter sich spüren konnte. So war er nun selbst nicht gewesen, doch konnte er auch wenig in den Kopf des Hexers blicken, sich irgendwie einen Gedanken darüber machen, was er vor hatte und wie er mit seinem eigenen Verhalten reagieren wird. Erleichtert hatte er geschnaubt, als der Faden durch das Loch der Nadel war, weswegen er sich auch zwei der Felle auf den Schoß legte und den ersten Stich machte, um erst zu sehen, wie es wohl am besten hielt. Er musste es wohl machen, denn es machte doch den Anschein, dass die Gestalt ihm sonst noch die Finger abhackt. Raziel sah zu ihm auf, als er weiter darüber sprach, dass er ihn auch hier in der Hütte sterben lassen konnte, er hatte jedoch weder das getan, noch ihn auf einer Weise berührt, die ihm nicht zustand. Wirklich mit ihm anlegen war auch keine gute Wahl für den Prinzen gewesen, weswegen er ein Seufzen ausstieß und wieder zum Fell blickte, wo er den nächsten Stich setzte. " Schon gut, danke. " Damit hatte er auch für sich das Thema beendet, wirklich viele Argumente konnte er nämlich nicht zur eigenen Beschwerde nehmen, schließlich war er noch am Leben gewesen, wobei ihm doch etwas auffiel. Kurz verengte er die Augen, ehe er aus dem Augenwinkel zu seinem Gastgeber blickte. Womöglich hatte er sich um ihn gekümmert, um dafür noch etwas zu verlangen?
      Man fragte ihn, ob er mit seiner Vermutung recht hätte, da zuckte er lediglich mit den Schultern. " Keiner der Zigeuner ging dabei so ins Detail, das Thema hatten sie immer schnell aus dem Weg geräumt, sobald ihre Warnung ausgesprochen war.. Sie sprachen immer nur über das Große und das Ganze, um Geld und um ihr Überleben, weswegen sie dich anbetteln.. ", beantwortete er, hatte jedoch danach nochmal direkt genickt. " Ich denke nicht, dass du schon bei der einfachen Frage wie wie es dir wohl ginge, nach einem Preis fragst.. Es ist ja zur Höflichkeit gefragt, weil man nach deinem Empfinden fragen möchte.. ", begründete er noch seine Antwort ehe er sich für einen Moment wieder auf das Fell konzentrierte, durch welches er die Nadel immer durchbohren musste. Seine Augen hatten sich immer darauf fokussiert, wo die Nadel letztendlich herauskam, denn durch den Finger wollte er sich nun nicht stechen. Seinen Blick wandte er nicht mehr ab, er machte aber mit dem leichten Heben des Kopfes klar, dass er immer noch am zuhören war. Denn der Name des Hexers war wahrscheinlich durch aus gut zu wissen, auch wenn er ihn hier nicht hinaus posaunen konnte, wenn er das überhaupt machen wollte. " Eliphas.. ", hatte er ihm leise nachgesprochen, um es sich besser einzuprägen. Den Namen hatte er bisher nicht gehört, sonst wäre er ihm bekannt gewesen oder hätte es schon mit irgendwas assoziiert, was ihm schon bekannt war. Seinen Namen nahm jedoch niemand in den Mund, da hatten die Menschen ihre anderen Bezeichnung, die durchaus unhöflicher schienen. Doch wenn er schon selbst mit seinem Vornamen angesprochen wurde, so sollte es auch der Hexer selbst.
      Durch den Berg hatte sich der Herr wohl durchkämpfen können, denn man hatte ihn zuletzt die neue Kleidung gegeben, bei der er meinte, sie würde ihm passen. Die Kleidung war bestickt gewesen und sie kam ihm doch bekannt vor, es gab ihm ein ehrliches Lächeln auf den Lippen, die sich gut von der Kälte erholten. " Du warst dort auch schon? ", fragte er nun interessiert, bevor der Blick zu ihm folgte. " Ein schönes Reich.. Die Prinzessin ist wohl aber seit kurzem im ganzen Schnee erkrankt, dabei sollte sie die Kälte doch gewohnt sein.. "
    • Wer wusste, ob die Hölle nicht zufrieren würde, bevor er Raziel aus seiner Hütte entließ. Im Norden war fast jede Jahreszeit der Winter, auch wenn die Hälfte davon relativ mild war - ohne Sorgen darüber, was ein neuer morgen mit sich brachte, ganz anders als hier und jetzt. Ein Gutes hatte es jedoch - sollte er Wasser brauchen, wäre es genug, ein Fenster zu öffnen und mit bloßen Händen etwas von dem Wasser in einen Eimer zu schaufeln und zu warten, bis die wärmende Flamme im Kamin ihre Magie wirkte. So magisch er auch war, und so tief die Runen in sein Fleisch gebrannt und gestickt worden war, so normal, so menschlich verhielt er sich in diversen Situationen, in denen jeder andere gesagt hätte, er würde sich lieber von seiner Menschlichkeit abwenden, als jemals wieder von irdischen Umständen geplagt zu werden. Vielleicht hatte Eliphas nicht mehr alle Zacken in der Krone die sich in Form von Dornen metaphorisch in seinen Schädel grub, aber andererseits, wäre täte dies auch, wäre er Jahr ein Jahr aus den Zigeunern ausgesetzt, die ihn mit allerhand Schabernack dazu bekommen wollten, weich zu werden und ihre Opfer zu akzeptieren. Auch, wenn er die Fähigkeit dazu besaß, wieso sollte er das Land verfluchen wollen und ihm den einzigen Winter rauben? Viel lieber würde er auf sie, für ihre törichte Art, einen zweiten Winter auf sich loslassen - dann würde der Frühling nie auf der Bildfläche erscheinen. Wie Espenlaub würden sie zittern, in der Dunkelheit würden sie untergehen und Eliphas würde sich an ihrem Untergang und an ihrer Verzweiflung laben, als wären sie sein Lebensblut. Opfer würden sie bringen, so hoch und teuer, so köstlich und doch absehbar - alles, das sie hatten würden sie opfern um seinen Klauen zu entkommen, nur damit er ihnen wiedergab was ihnen zustand, nur damit er seinen Zorn auf die Zigeuner stillen konnte. Wie erbärmlich sie doch alle waren.

      "Sie haben Angst vor mir", warf er ein und versuchte an anderes zu denken. Sie wollten ihn nicht bei sich haben und doch beschwörten sie ihn wie einen Dämon, riefen seine Namen in die Nacht um ihn auf sie aufmerksam zu machen, in der Hoffnung er würde einem verblutendem Mann das Leben schenken oder einer trauernden Frau das, was sie innerlich so zerriss. "Ich kann verstehen wieso sie dir nicht erzählen wovon sie Angst haben. Die Menschen, die mich rufen wissen keinen Ausweg mehr - und bezahlen mich mit Körper, mit lebenden Menschen, nur um das Antlitz von demjenigen zu sehen, das sie so sehr vermissen. Oder um diejenigen zu heilen, die sie nicht missen wollen. Wer bin ich, dass ich so etwas ablehnen würde?" Ein Mörder, jemand mit blutbefleckten Händen und Armen und Beinen, jemand der sich nicht um Menschlichkeit scherte oder darüber, dass er mit seinen Kräften Gutes tun konnte, ohne jemandem Dinge zu rauben, welche sie nicht gehen lassen wollten. Nachdem der Eintopf allerdings noch immer nicht so brodelte, wie er es gerne hätte, warf er lediglich ein paar Kräuter in diesen und begab sich zurück an seine Stelle neben Raziel auf dem Boden. Hier zog er selbst eine Nadel aus dem Kissen, fädelte einen der Fäden in das Öhr und begann selbst, zwei Stücke Fell aneinander zu nähen - so, wie er es immer machte, so, wie er es gelernt hatte. "Du willst mich fragen, wie mein Tag war?", ein Glucksen, beinahe erfreut klang er, auch wenn Eliphas dies nicht so gänzlich zeigen wollte. Lediglich die Schreie der Verdammten, die Schreie seiner Opfer, waren wie Musik für ihn, die ihn auch erfreute. "Mich fragt nie jemand nach solch Trivialitäten, aber ich glaube, dass du recht hast." und dann konzentrierte er sich auf den pfeifenden Wind im Hintergrund, das knarzende Holz und die knisternden Flammen. Das war alles, das es im Moment gab - alles, woran er sich hier und jetzt halten konnte. Sie mussten miteinander auskommen, ob sie wollten oder nicht, oder zumindest Raziel musste das, wenn er sein Leben weiterhin so leben wollte, wie er es bisher getan hatte. Zumindest ansatzweise. Dieser Ort, bestehend aus nicht mehr als morschem Holz, Staub und unendlichem Wissen war uralt, so alt wie der Hexer selbst, und so abgeschieden von der Welt dort draußen, wie es der Hexer anmuten ließ. "Ich war dort, ein einziges Mal", sein Kopf brummte, allein wenn er daran dachte. "Es ist sicher zwanzig Jahre her, da hatte das Reich einen jungen Prinz in ungefähr deinem Alter. Der Schnee war blutrot, seine Haut hatte kaum noch Farbe, und anstatt sich dem Tod hinzugeben, weil man ihn hinterhältig ermorden wollte, hat er sich mir anvertraut und mir seine gesamte Garderobe angeboten wenn ich ihn rette. Ihn wieder zusammenflicke und dorthin bringe, wohin er gehört, damit er eines Tages den Thron besteigen kann, so wie es sich gehört. Nun, von dieser Garderobe ist zwar nicht mehr viel übrig, aber du hättest sie sehen sollen. So imposant wie seine kranke Tochter im Moment zu sein scheint", die zusammengenähten Felle ließ er auf dem Boden liegen, die Nadel stopfte er zurück in das Kissen und dann schenkte er Raziel seine Aufmerksamkeit, seinen Blick. "Ist dir der Norden nicht zu kalt?"
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    • Angst hatten jene Menschen vor dem Hexer gehabt, die einst Mal etwas von diesem gehört hatten, wahrscheinlich mit dem gleichen Spannungsaufbau wie man es in der Erzählung zum Prinzen tat. Mit der Zeit hatten sie erst über den Grusel über die buckelige Gestalt gesprochen, hatten nur winzige Details angesprochen und hatten diese erst ausgeweitet, sollte man dazu eine Reaktion gezeigt haben. Vieles hatte er von dem Hexer gehört, dabei war er nur auf der Durchreise zu einem nicht existenten Drachen gewesen, wollte nichts von dem magischen Wesen haben, der wie automatisch zu einen der Gespächsthemen wurde, je näher er doch an das Terretorium von ihm kam. Nun, das letzte Stück dorthin hatte er nur überschritten, weil die Zigeuner ihn doch in diese Richtung führten, ihm erzählten, dass er nur in Richtung Norden laufen sollte, sich von nichts ablenken ließ, was etwas anderes besagt. Die Furcht der Menschen spiegelte sich in den Augen derjenigen, die doch mutig genug waren ihm mehr über ihn zu erzählen, mit der Gefahr sie würden mit der Aussprache der unzähligen Bezeichnungen des Hexers von ihm erhört werden. Es geschah jedoch jedes Mal nichts, wenn dann erschrack man sich, weil ein Ast bei dem schrecklichen Wind abbrach und in einer gewissen Geschwindigkeit den Boden erreichte, damit ein Geräusch verursachte, was doch eine dritte Person bedeuten könnte. Die Angst war nicht begründet gewesen, so schien es bisher doch nicht zu sein, denn der Hexer hatte sich in diesem Moment ruhig verhalten, ihm keinen Grund dazu gegeben, vor Angst zu zittern und um sein Leben zu betteln.
      Nur im Augenwinkel konnte er betrachten, was die dunkle Gestalt in seiner eigenen Hütte tat, während sein Gast sein eigenes Bett versuchte zu nähen. Unbeholfen hatte er sich bei den ersten Stichen verhalten, hatte sie immer wieder wiederholt, um sie doch besser aussehen zu lassen, ohne das sie im nächsten Moment auseinander gehen würden. Man kam ihm jedoch zur Hilfe, so hatte sich Eliphas neben ihn gesetzt und selbst Hand angelegt mit den geschickten Fingern, die wohl unter anderem das Nähen perfektioniert hatten. Deutlich schneller ging es bei ihm voran, so gab der Prinz den Grund für seine Ungeschicktheit seinen Aufgaben, zu denen das Nähen definitiv nicht gehörte. Seine Hände waren kratzerfrei, ohne irgendwelche Stiche, die beim Nähen womöglich geschehen konnten. Die FInger waren eher darauf trainiert gewesen ein Schwert zu erheben, sollte eine Bedrohung für das Volk da sein oder womöglich ein mutiger Herr, der zum Ritter erschlagen werden sollte. Er schwang viel die Feder und jegliche Stifte, fertigte Briefe und Dokumente an, für Textilien hatte er schließlich die Schneider gehabt, die dem Köngreich mit ihrer Aufgabe treu waren.
      So schnell hatte sich der Prinz aber nicht erhoben, hatte sich geweigert weiter zu machen, weil es einfach nicht sofort zu klappen schien. Er machte weiter und sah sich dafür noch das Nähmuster des Hexers an, bevor er dieses zu immitieren versuchte. Zwischendurch zog er an den beiden Fellen, ob diese fest waren, ehe er zu weiteren Stichen ansetzte. Die dunkle Gestalt hatte nochmal nachgefragt, ob man denn wirklich nach seinem Tag fragen möchte, da nickte er sachte. So war es doch gewohnt für ihn gewesen, blieb es kaum in einem Wiedersehen unausgesprochen, sollte man jemand Bekannten treffen. Dinge wie dieser bekam sein Gastgeber jedoch wenig zu hören, da waren die Menschen wohl gierig gewesen, als das sie sich noch um andere Dinge kümmerten, schon gar nicht um denjenigen, der möglicherweise ihre Wünsche erfüllen wollte, weil der Handel ihm gerecht schien. Menschen in der Not waren wie ausgewechselt gewesen, da konnte auch der Prinz sich schon einiges ansehen, durfte sich einige Male darüber erschrecken.
      Den Hexer hat es nur einmal in dieses Königshaus verschlagen, weil er eines der Hilferufe erhörte, von dem damaligen Prinzen, der zu verbluten drohte. Während er erzählte, hatte Raziel die Hände gesenkt und hörte bei der Geschichte lieber zu, denn es war doch etwas gewesen, was er nicht jeden Tag zu hören bekam. Gut war es auch gewesen, dass es nicht zum Alltag gehörte, sonst wäre auch er selbst schneller in Gefahr als er sehen konnte. Die Gesetze hatten jedoch einiges für ihn vereinfacht, Umarmungen waren nicht erlaubt gewesen mit dem Wissen, was man ihm in diesem Moment der wenigen Intimität in den Körper rammen könnte, ohne das einer schnell genug darauf reagieren konnte. Solch einem Schicksal musste sich wohl auch mal der jetzige König hingeben, hatte nur mit der Hilfe des Hexers überlebt, der als Gegenleistung seine Garderobe an sich nahm. " Ein Rätsel, was die Menschen nur immer wieder zu diesen Taten leiten lässt.. ", murmelte er, denn er selbst wusste keine wirkliche Antwort, auch wenn er einige Beispiele kannte. Es war für ihn nicht möglich an sowas zu denken, denn so furchtlos wie er war, hatte er trotzdem Sorge sich jemals in einer ähnlichen Situation wiederfinden zu müssen, so hilflos und am sterben wie es der damalige Prinz war, der eine weitere Chance dafür bekam eine Familie zu gründen, zu herrschen, wie es ihm in die Wiege gelegt wurde.
      Eliphas hatte die Felle schon zur Seite geschoben, hatte einiges schon fertig gemacht, da riss sich auch wieder der Prinz zusammen und konnte langsam auch das Fell mit dem anderen Fell zusammenfügen, sollte er die letzten wenigen Stiche fertig haben. Der Blick von ihm lag wieder auf Raziel, der diesen nur wenig beachtete, weil er fertig werden wollte, nicht ganz ungeschickt aussehen wollte, während man ihn beobachtete. Man fragte ihn, ob der Norden nicht zu kalt für jemanden wäre, der doch den Süden gewöhnt war. Eine bloße Lüge wäre es gewesen, sollte er doch verneinen, es war hier ausreichend warm. " Ja, das ist er.. Es wirkt ja schon wie ein Wunder, dass du hier so lange überlebt hast. Dabei ist der Süden angenehmer, mit vielen Dingen müsste man sich dort nicht rumschlagen, wie sich um genügend Feuer und Fell zu kümmern. ", hatte er ihm mit Leichtigkeit beantwortet, denn die Konzentration lag eher auf das Fell vor ihm, welches er bei Fertigstellung für einen Moment losließ. Er zog jedoch auch schon die beiden zusammengenähten Felle zu sich, denn auch diese mussten zusammengefügt werden. Erneut hatte er ein wenig gebraucht, um den Faden einzufädeln, hatte jedoch sofort danach begonnen. " Hast du viele Hilferufe aus dem Süden bekommen? ", fragte er nun nach, so war er doch wirklich interessiert daran gewesen, ob ihm nicht doch einiges entging in den Zeiten, in denen er die Aufgaben im eigenen Hause erledigen musste.
    • Die Kälte des Nordens hielt in jedem Einzug, selbst wenn es hieß, dass ihre Herzen ohne sie erfroren und aufspalten ließen, bis der schwarze Schleim aus ihnen tropfte, der einst Blut war, weil sie in der Nähe von neuen Personen, von unbekannten Gesichtern, oftmals nicht mehr konnten als aufzutauen. Der Hexer wusste, dass er keiner von ihnen war, dass sein Herz schon längst in der Eiseskälte dieses Landes aufgehört hatte zu schlagen und so eiskalt war, wie der Winter selbst - was kümmerten ihn irdische Belangen und Gefühle, wenn er sich selbst und seine Gaben des Teufels hatte? Nichts, denn sie verschrien seinen Namen in die endlos dunklen Nächte, durch die kein Wesen freiwillig zog während sich der Schnee vor ihnen auftürmte, als würde er einen Schutzwall für jene bilden, die sich trotz aller Vorwarnungen der Einheimischen gegen das Wetter, gegen Mutter Natur - die nun einmal ein Mann in einer Hütte, irgendwo im nirgendwo, zu sein schien - auflehnen wollten. Viele von ihnen waren töricht, andere wiederum einfach vergessen, weil sie ohnehin nichts hatten, woran sie sich in ihrem kläglichen Leben klammern konnten. Eliphas war einer von ihnen. Selbst, wenn er die Wärme einer anderen Person benötigen würde, um bis zum nächsten Morgen zu überleben, würde er lieber dem eiskalten Tod in seine gläsernen Augen blicken, in der Hoffnung, etwas zu erkennen und sich schlussendlich der bittersüßen Umarmung hinzugeben, als hätte es nie etwas anderes gegeben. "Verzweiflung", mehr gab es auch nicht in seinem Leben, oder das Leben der armen Seelen, die sich schon an ihn verkauft hatten, nur um jemand anderem das Leben zu schenken - selbst, wenn es nur ein Sack Kohle war, so waren ihre unsterblichen Seelen das Einzige, das Wertvollste in ihrem Besitz und alles, was sie ihm bieten konnten und wollten. Wie dümmlich sie doch alle waren.

      "Ich bin dort geblieben, wo ich begonnen habe, diese Welt heimzusuchen. Es wiederstrebt mir, mich an andere Orte zu begeben. Den Tod durch Menschenhand fürchte ich nicht, aber die neugierigen Blicke und den Hohn meiner Existenz ertrage ich kein zweites Mal. Die Kälte habe ich längst in mein Inneres aufgenommen, Menschen kümmern mich einfach nicht mehr, gleich wenig wie es die Unbeschwertheit des Lebens täte, würde ich nicht im hohen Norden hausen, sondern in der unerträglichen Hitze des Südens", gewohnt war er es auf keinen Fall, einfach vor sich hin zu existieren und für seine Taten und Worte keine neugierigen Blicke zu ernten. Alles, worum er sich an seinem momentanen Standort kümmern musste, waren die Wölfe die auch ihn nach Sonnenuntergang heimsuchten - wohlgemerkt nicht lange, denn es reichte, wenn er einen von ihnen mit bloßen Händen erlegte um dem Rest der Meute zu zeigen, dass es keine kluge Idee gewesen war, sich mit ihm anzulegen. Viel lieber zogen sie in die Ferne, auch wenn es einige von ihnen immer wieder durch die Eiseskälte des Winters zu ihm zurücktrieb, wenn ihn etwas plagte - Tiere waren keine Menschen, und somit war es ihm durchaus egal, von ihnen keine Gegenleistung für seine Taten zu bekommen, wenn er denn ein Haar an ihnen ließ. "Würde ich wollen, würde ich nicht in dieser Hütte wohnen, sondern inmitten dieser Welt in einem prunkvollen Schloss, umgeben von Leuten die mir zu Füßen liegen. Aber das ist tatsächlich eines der Dinge, die ich am wenigsten im meinem Leben möchte. Viel lieber erlerne ich Dinge, die ich noch nie weiß, damit sie mir später zugute kommen können. Das erste Mal, dass ich genäht habe, habe ich prompt meinen Finger in ein Stück Stoff vernäht", es war doch erbärmlich, wie menschlich auch er sein konnte, selbst wenn es ihn eines Tages noch umbringen konnte. Eliphas wusste nicht, wie lange Raziel leben würde - ob Raziel den Winter überhaupt überleben würde, hier mit ihm - oder ob er ihn doch nicht gerne zu Eintopf verkochen wollte. Deswegen würde es vielleicht nicht schaden, Weisheiten mit ihm zu teilen, die ihm anderweitig helfen konnten. "Hilferufe?" Theatralisch legte er den Kopf schief, als er sich wieder auf seine dürren Beine begab, und seinen Körper zurück zur Feuerstelle trug, um noch einen Scheid nachzulegen und mit einem hölzernen Löffel im Topf zu rühren. "Der Süden ist nicht mein Gebiet, aber es gibt dennoch Leute, die mich rufen. Nicht viele, vor allem im Vergleich zum Norden, und auch wenige, die ähnliche Wünsche haben. Wenn ich ehrlich bin, dann rufen mich die Leute im Süden allerdings auch nur dann, wenn es sich um ernste Dinge handelt, die niemand anderes berichtigen kann. Sie leben unbeschwerter und ohne Sorgen, einfach zu erfrieren - trotzdem gibt es ein paar von ihnen, die sich lieber an mich wenden als an die ortsansässigen Hexen", lachte er, bevor er erneut von seinem Topf abließ und zwei Schalen aus einem der kleineren Schränke holte. "Ich hoffe, du hast Hunger - und ich hoffe, dass du nichts gegen ein spärliches Mahl einzuwenden hast", zumindest war Bärenfleisch in dem Eintopf - ganz umbringen wollte er Raziel noch nicht.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.