will he gonna be his slave? (akira & xenovia)

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    • will he gonna be his slave? (akira & xenovia)



      ✠ Will he gonna be his slave? ✠

      Will he gonna be his slave? | Vorstellung
      @Akira


      Claude Michaelis

      Es war ein schöner Sommermorgen in der Stadt Crystelia, die Straßen der Stadt waren befüllt mit Bewohnern und Händlern. Es schien alles friedlich in den normalen Reihen, währen sie ihren eintönigen Alltag lebten. Doch es existierte noch das Adelsviertel, in welchem nur die feinster aller Waren verkauft wurden und der Sklavenhandel herrschte. Viele Personen mit Rang und Namen, wählten sich dort ihre Sklaven persönlich aus, damit man sich selbst von deren Qualität überzeugen kann. Lieber für einen guten Sklaven mehr ausgeben, anstatt für mehrere Schlechte, genauso viel Gold auf den Tisch legen zu müssen. Der Tag für Claude war nun wieder einmal gekommen. Er wurde zurecht gemacht und schick angezogen, damit er dem Adel seine schönste Seite zeigen würde. Noch dazu bekam er aber immer ein Extra, einen schwarzen, ledernen Strang als Knebel für seinen Mund, da er relativ bissig war. Immerhin wollte er sich diese ganze Tortur nicht gefallen lassen und biss schon gerne mal, mit seinen scharfen Zähnen zu. Die Sklaven wurden in das Adelsviertel gebracht und dort im Anschluss auf einer großen Bühne, der Reihe nach aufgestellt und zum Abruf bereit gehalten. Jeder von ihnen wurde einzeln verkauft, jene die nicht erkauft wurden, bekamen das nächste Mal wieder eine Chance dazu, bei mehrfachem Nicht-Verkauf wurden sie aussortiert. Die Adligen tummelten sich vor der Bühne, der Sklavenhändler und nahmen auf ihrem reservierten Stuhl platz. Gespannte Blicke gingen zu den Sklaven hinauf und für die Ersten wurde schon geboten, sowie auch direkt verkauft und mitgenommen. Je nach Sklave variierten die Preise, für den Besten wurden bisher 3500 Goldstücke ausgegeben, wobei Claude bei einem Verkaufspreis von 150 Goldstücken steht. Für einen Sklaven war er nun einmal zu widerwillig, trotzig und frech, aber dennoch versuchte man den noch so kleinsten Profit aus ihm zu holen. Kleinvieh macht auch nun mal Mist und mit der Zeit wird es immer mehr.
      So wurde Claude nun auf die Bühne gezerrt, widerwillig bewegte er sich mit den zwei Händlern, die ihn mit vollster Kraft festhalten mussten mit. Mit den Händen am Rücken verbunden und auf die Knie nieder getreten, kniete der Dämon nun dort oben, während die skeptischen Blicke der Adligen auf ihn vielen. Claude schenkte ihnen allen nur einen giftigen Blick zurück und wusste, dass er sowieso wieder nicht erkauft werden würde. Er stand schon oft auf dieser Bühne und würde bald endlich aus dem Verkaufssortiment herausgenommen werden. Diese Blicke der Adligen, wie sie ihn musterten und wahrscheinlich für den größten Abschaum hielten, kotzten ihn sichtlich an. Jedoch weiteten sich nun die Augen des Dämons, es konnte nicht wahr sein. Jemand aus dem Adelskreis hob seine Hand um für ihn zu bieten, was auch die Händler mit verwundertem Blick auf der Bühne stehen ließ. "M-Möchte sonst noch jemand ein Gebot ablegen? Wirklich keiner? N-Nun denn, dann ist dieser Dämon von niederem Rang, an den Herren hier vorne verkauft. Das wären bitte 150 Goldstücke, die Zahlung bei meinem Kollegen dort vorne, neben der Bühne.", sprach der Händler verwundert, welcher den ganzen Verkauf leitet und deutete mit seiner Hand auf die Richtung, in welcher man bezahlen musste. Claude wurde von seinen Knien wieder hochgezogen und die Bühne wieder hinunter gezerrt. Er konnte es nicht fassen, dass jemand für ihn Gold ausgegeben hatte und nun seine Dienste in Anspruch nehmen will, das konnte sich der Adlige abschminken!

      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”

    • Never feel too good in crowds,
      With folks around when they're playing.

      Salem hatte sich noch nie wirklich etwas aus Sklaven gemacht - selbst in seinem "bescheidenem" Eigenheim, so wie er es nannte, stellte er lieber Bedienstete an und bezahlte diese, anstatt sich auf ein Pack von Sklaven zu verlassen, die an ihn gebunden waren. Lediglich eine handvoll von ihnen erledigten Aufgaben für ihn - und manch einer davon war auch nur zu ihm gekommen, damit er jemanden hatte, mit dem er sich wahrhaft beschäftigen konnte. Ein großes Haus wirkte schnell leer und kalt auf einen, kaum hatte sich die Sonne hinter dem Horizont verkrochen und alle Bediensteten verabschiedet. Womöglich war es also eher die Nostalgie und der Drang nach einer neuen ... Aufgabe, die ihn hierher trieben. Oder aber die Worte des Adels während der letzten Sitzung, die ihn dafür kritisiert hatten, das er nichts mit seinem Status anstellte - was an sich auch wahr war, denn Salem interessierte alles, nur nicht, auf anderen herumzuhacken und den Bürgen ihr Leben unnötig schwer zu machen. Lediglich deswegen war er hier und ließ den Lärm der Leute über sich ergehen, die sich langsam ansammelten und sich für das ein oder andere Prachtexemplar entschieden, das ihnen vorgeführt wurde - und dafür auch einen gewissen Preis hatte. Er hielt sich zurück, selbst wenn der ein oder andere Mann oder die ein oder andere Frau prachtvoll anzusehen war, schien nichts davon ihn zu reizen - bis auf einen von ihnen, der ihm ins Auge stach als würde er hier gar nicht hergehören. Widerspenstig und so bleich wie der Mond selbst, es amüsierte ihn gar dem Dämon zuzusehen, wie er dort auf der Bühne kniete, geknebelt und all seiner Freiheit beraubt, als hätte man einem Engel die Flügel abgehackt und ihn in eine dreckige Gasse geworfen. Ohne wirklich zu überlegen hob er die Hand - wenn er jemanden haben wollte, dann ihn. Es war ihm egal, wie viel er für ihn ausgeben würde - auch, wenn sich das Interesse an ihm im Zaum halten zu schien, immerhin war auch er der einzige Bieter.

      Mit einem zufriedenen Schmunzeln auf seinen Lippen erhob er sich also und verließ seinen Platz, wusste aber genau dass er an diesen nicht wieder zurückkehren würde - er hatte, was er wollte und würde dafür gefühlt nichts ausgeben. Manch einer mochte glauben, er war verrückt - vielleicht wie dieser Typ, der im Endeffekt die Zahlung entgegennahm und ihn anstarrte als hätte er gerade Pandoras Box geöffnet, oder der Händler auf der Bühne, aber das war Salem nun wirklich egal. "Du siehst mich an als hätte ich gerade den Teufel höchstpersönlich gekauft", feixte er sein Gegenüber an, kaum händigte er ihm die Goldstücke aus. Dieser sah einen Moment von seinen Notizen auf und starrte ihn eindringlich an, als wolle er sich zu entsinnen versuchen, wer er war. "Nun ja, umgänglich ist er nicht gerade ... und gesehen habe ich dich hier auch noch nie, das kommt mir alles irgendwie komisch vor", ein nervöses Lachen entkam ihm, kaum konzentrierte er sich wieder auf seine Notizen und ließ den Blick von Salem abschweifen. "Ich mache mir nichts aus Sklaven, aber selbst die Unbändigsten können handzahm werden, wenn man sich gut genug um sie kümmert", war seine Antwort daraufhin, auch wenn er nichts lieber getan hätte als diese Konversation im Keim zu ersticken. "Und noch etwas - auch wenn du mich nicht kennst, ich weiß genau wer du bist", lachte er, schelmisches Grinsen auf seinen Lippen evident, da wandte er sich auch schon von diesem Erbsenzähler ab. Salem hatte bessere Dinge zu tun als seine Zeit hier zu verschwenden - weswegen er hier kurzen Prozess machen wollte. Ein Zertifikat wurde ihm ausgehändigt.

      Ein kurzer Schritt hinter die schweren Vorhänge der Bühne befand er sich schon in einer ganz anderen Welt, in der Hoffnung, er würde sich hier nicht zu lange aufhalten, machte er sich auf dem Weg zu dem Händler der gerade eben noch mit dem Wildfang auf der Bühne gestanden war. "Nun denn, kann ich ihn mitnehmen oder müsst ihr ihn erst wie ein Paket verschnüren?", fragte er den Händler, der anscheinend nur auf ihn warten zu schien.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Claude Michaelis

      Eine leichte Unruhe machte sich hinter der Bühne breit. Claude schlug mit seinem gesamten Oberkörper um sich und versuchte die zwei Händler, welcher immer noch versuchten den Dämon im Zaun zu halten, um zuschlagen. So leicht wollte er sich nicht damit abfinden, für so einen mickrigen Preis wirklich verkauft worden zu sein. Noch dazu von jemandem der sich daran amüsierte, den Dämon so dominiert auf der Bühne knien zu sehen. Solchen Personen würde er am liebsten mit seinen Hörnen aufspießen, was er gerade auch mit den Händlern versuchte. Die überforderten Blicke der Männer, welche verzweifelt versuchten den Dämon unter Kontrolle zu bringen, waren nicht zu übersehen. Claude wehrte sich mit gesamter Körperkraft und verbiss sich mit seinen scharfen Zähnen, welche bei der kleinsten Berührung mit Papier es sofort zum Zerschneiden bringen würden, in den ledernen Strang in seinem Mund.

      Wenn man ihn nun so betrachten würde, könnte er auch als tollwütiger Hund durchgehen, welcher über Tage gehungert hätte. Der Händler welcher von Salem angesprochen wurde, versucht den Adligen etwas hin zu halten. Immerhin sollte man nicht sehen, dass es gerade fünf Männer benötigt, um den Dämon in die Knie zu zwingen. Bestimmt ein amüsanter Anblick, aber eine harte Tortur für Claude, bei welchem sich schon der Strang im Mund, so fest in die Haut hinein zog, dass dort definitiv für einen Tag ein Bluterguss zu sehen sein wird. "B-Bitte wartet noch einen Moment... wir haben ein paar kleine Schwierigkeiten, den Dämon für den Transport für sie sicherer einzupacken. Er ist sehr widerspenstig und würde ihnen nur unnötige Probleme bereiten, auf ihrem Weg nach Hause. Dies... wollen wir ihnen gerne ersparen... wenn sie sich also nur noch einen kleinen Moment gedulden würden?", kam es nervös von dem Händler, welcher von Salem's kühlen Blick, beinahe das Herz in die Hose rutschte. Der Händler kannte zwar den Adligen vor sich nicht, dennoch hatte er die Befürchtung, wenn er ihn zu lange warten lassen würde, gäbe dies kein wirklich gutes Ende.

      So langsam ging aber Claude die Puste aus, er konnte sich nur noch schwer gegen die Männer, welche ihn versuchten mit alle Mann festzuhalten, wehren. Weiter verbiss er sich jedoch in seinen Strang und sein Körper blieb stets auf Spannung, sodass man ihn nur auf die Knie zwingen könnte und nicht ganz auf den Boden drücken würde. Was für ein erniedrigendes Gefühl, wie einem Köter wurde ihm eine Leine an seinem Hals angebracht und um seinen gesamten Oberkörper, wurden mehrere Lagen von Seilen festgebunden. Schnell huschte einer der Männer zu dem Händler, welcher noch vor Salem stand und gab ihm Bescheid, dass der Dämon nun mitgenommen werden konnte. "Sie können ihn nun mitnehmen! Wenn sie mir kurz folgen würden, ich führe Sie zu ihm...", sprach der Händler noch nervös zu Salem und huschte schnell zu Claude. Der Anblick brachte selbst den Händler zum Verzweifeln, der Dämon mehrfach gefesselt auf seinen Knien und fünf Männer, die komplett außer Atem neben ihm standen. Wirklich traurig anzusehen, dass man so viele Männer, für einen kleinen Dämon benötigte. Als Salem auf Claude zu ging, bekam dieser zuallererst einen giftigen und aggressiven Blick zugeworfen. Der Dämon würde es ihm unter keinen Umständen leicht mit ihm machen, im Gegenteil - Er würde seine ganze Kraft investieren um sich gegen diesen Adligen zu sträuben.
      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”

    • Diese Situation war, in der Tat, bitter. Man brauchte wohl doch mehr als einen dieser kläglichen Erbsenzähler um etwas zu vollbringen - wie schade aber auch, dass Salem keine Zeit für solche Dinge hatte. Ein kurzes Schnalzen mit der Zunge und der darauffolgende Blick, der sich beinahe durch die Augen des Händlers bohrte, würde wohl auch schon alles darüber verraten, was er von dieser Situation hielt. Normalerweise war er nicht die Person, solche Dinge zu tun - aber in diesem Fall hatte er wohl keine andere Wahl, als sich aufzuspielen, als würde ihm die Zeit ausgehen. Heute würde keine Ratssitzung stattfinden, ganz im Gegenteil, dennoch würde er keine weitere Minute in diesem Loch verbringen wollen - es widersprach ihm. Viel lieber würde er sich dem widmen, was er gut konnte - den Tag damit verbringen, Tee zu trinken und diverse, geschäftliche Anträge durchzulesen und sie beinahe allesamt abzulehnen. Trotzdem kam heute noch etwas anderes hinzu, allerdings würde er dem Dämonen wohl lieber die Eingewöhnungsphase erlauben - ihn einfach in ein Zimmer zu sperren und ihn dort alleine zu lassen wäre wohl die klügste Methode um ihm seines Adrenalins und einen Teil seines Willens zu berauben, damit wenigstens - hoffentlich - ein vernünftiges Gespräch mit ihm möglich war. Würde er sich weiterhin so aufführen, dann gab es natürlich auch noch andere Methoden die er ohne weiteres ausprobieren konnte. Hier und heute würde ihn keiner dafür bestrafen, morgen aber auch nicht - dieses Wesen war im Endeffekt nichts weiter als ihm ausgeliefert.

      "Ihr wollt mich doch nicht warten lassen bis ich alt und grau werde und vom Fleisch falle", brummte er schlussendlich, der Händler sichtlich verunsichert, allerdings war es dann auch nicht mehr lange hin bis er sein kleines "Präsent" entgegennehmen konnte. Beinahe hätte er über den Anblick vor ihm gelacht, trotzdem gelang es ihm das nicht zu tun. Ehrlich gesagt hätte er nichts anderes erwarten sollen, das wusste Salem selbst gut genug, doch allein dieses Desaster vor seinen Augen war genug um ihn sichtlich zu amüsieren. Was er sich hier eingehandelt hatte, das wusste er noch nicht, aber diese Situation würde sich schon noch zur Gänze entfalten - und wenn es ihn Monate kosten würde, er hätte jeden Monat erneut seinen Spaß damit. Womöglich war es eine schlechte Idee seine Hand nach Claude auszustrecken, aber was würde dieses fleischgewordene Biest ihm schon tun? Genau, nichts - immerhin hatte er einem der überforderten Händler die Leine schon längst aus der Hand entrissen und sie einmal um seine Hand gewickelt, bevor er an ihr zurrte. Claudes Kinn hob er mit einem seiner Finger an, um ihn direkt in die Augen sehen zu können - ein Lächeln breitete sich auf seinen Zügen aus. "Freut mich, deine Bekanntschaft zu machen. Ich glaube, wir beide werden viel Spaß miteinander haben", seine Worte wirkten in diesem Moment wie Gift dass sich durch Fleisch fraß, unaufhaltsam und eindringlich. Mit einem Mal wandte er sich von Claude ab, gab den Händler eine kurze Handgeste und zurrte erneut an der Leine damit er das nette Präsent auch hinter sich her schleifen konnte, ob es wollte oder nicht. Er hatte hier die Überhand. "Es war mir eine Ehre mit euch Geschäfte zu machen, meine Herren", und mit diesen Worten war das hier alles erledigt. Zuerst müsste er hier rauskommen und dann würde er sich auf den Weg nach Hause machen - hoffentlich alsbald und ohne Komplikationen.
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    • Claude Michaelis

      Die Kraftlosigkeit und die Erschöpfung plagten ihn etwas, immerhin hielt er die Händler, die ihn noch auf die Knie drückten gut unter Stress. Dem Mann der in erkauft hatte, entriss einem der Händler die Leine und zurrte danach an ihr. Wie eine Art Knurren kam von dem Dämon aus, welcher sichtlich davon gereizt war, dass man an der Leine zog. Er hasste das Gefühl von Unterwerfung, Machtlosigkeit und wenn ihm gegenüber Dominanz und Kontrolle ausgeübt wurden. Als Salem im nächsten Moment Claudes Kinn hoch hob und ihm direkt in die Augen zu sehen, hätte er ihm am liebsten eine Kopfnuss verpasst - was in seinem jetzigen Zustand nicht wirklich möglich war. Musternd blickte er auf das Lächeln was sich bei seinem Gegenüber auf den Lippen breitmachte. Ein Schauder zog sich durch den ganzen Körper des Dämons und zog nun prompt bei seinen Worten den Kopf zurück. Von wegen Spaß haben - der einzige der dabei Spaß empfinden würde wäre Salem. Claude wollte sich noch gar nicht die ersten Tage vorstellen, wie es wohl dort sein würde zu leben. Mit hoher Wahrscheinlichkeit angekettet in einem kleinen Zimmer, dort eingesperrt und eventuell ohne Tageslicht - so dachter er es sich.

      Nachdem sich der Adlige von den Händlern verabschiedete und seine Handgeste an sie richtete, begann er nun erneut an der Leine zu zurren. Claude stand daraufhin widerwillig und schwer von seinen Knien auf und schlenderte seinem Gegenüber hinterher. Die Länge der Leine nutzte der Dämon vollkommen aus, um so weit wie möglich hinter Salem gehen zu können. Auch so schon fühlte er sich wie ein Köter, da wollte er nicht das feine Schoßhündchen abgeben, was so manch ein Sklave für seinen Meister tat. Über solch ein Verhalten würde er im Ansatz nicht einmal darüber nachdenken, wenn man sich so verhielt, war man für Claude tief gesunken. Sein Leben, seine Taten, alles jemandem Anderen zu widmen, nur weil man auf dem Sklavenmarkt gekauft wurde? Mit Sicherheit nicht - höchstens aus Liebe, oder weil man einen Schwur geleistet hat. Was sich Claude nun aber fragte, war ob der Mann wirklich alleine in dem Adelsviertel unterwegs war? Normalerweise hatten solch eine Art von Personen immer eine Eskorte bei sich, oder zumindest ein oder zwei Wachmänner. Dieser hier schien sich aber seiner Sache wirklich sicher zu sein, war es etwa nur der Leichtsinn, oder eine realistische Einschätzung? Beim besten Willen wusste er es nicht, aber er würde es wohl bald herausfinden, da er nun für eine lange Zeit lang das Vergnügen mit Salem haben würde.

      Während die Beiden einen Weg hier heraus gingen, kaute der Schwarz-Weißhaarige weiter auf dem Strang in seinem Mund herum. Es war ein wirklich unangenehmes Gefühl, den Mund nicht richtig schließen zu können und wie seine Zähne permanent auf das Leder stießen. Eventuell würde sein neuer Meister ihm die nette Geste erweisen und ihm das Leder aus seinem Mund entfernen. Bei diesem Gedanken musste selbst Claude sich ein Lachen verkneifen. Bisher war noch nie jemand gnädig zu ihm gewesen und sie hatten auch bisher keinen Grund dazu gehabt. Man würde sich eher damit in das eigene Fleisch schneiden, wenn sie dem Dämon zu viele Freiheiten lassen würden.
      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”

    • Sie spielten ein Spiel über dessen Ausmaß sich Claude wohl noch nicht gänzlich bewusst war. Natürlich, wie sollte er auch wenn er sich mit Händen und Füßen gegen seine miserable Existenz wehrte? Wahrscheinlich kein Stück, denn sein einziger Gedanke galt dem Wiedererlangen der Freiheit derer er beraubt worden war. So simpel war es. Salem hingegen hätte keinen Nutzen daraus, ihn gehen zu lassen, nur weil er sich wie ein wildes Tier verhielt - selbst die wildesten Tiere waren zähmbar, auch wenn er hier andere Methoden anwenden würde als mit einem Straßenköter. Tiere zu brechen brachte einem nichts, sie benötigten Liebe und Zuneigung - doch jemand wie Claude konnte wohl kaum danach verlangen wenn er sein Gegenüber wie Abschaum behandelte. Vielleicht wäre Folter auch eine Methode, zu ihm durchzudringen - doch all das würde er dann sehen, wenn sie es sich erst einmal in seinem Anwesen bequem gemacht hatten. Hier war einfach nicht der richtige Zeitpunkt für Lektionen, insofern er nicht aus der Reihe tanzte - womöglich war es auch einfach genug, Vertrauen aufzubauen und ihn eine Weile allein zu lassen; was auch immer es war, im Endeffekt würde er schon sehen wo er stand. Salem konnte sich ein kurzes Lachen nicht verkneifen, kaum entkam er dieser Spelunke und atmete tief ein. Die Luft hier war wirklich nicht sonderbar frisch, aber was erwartete er auch? Ein Fußmarsch wäre genau das Richtige um sie beide auf Trab zu halten; er würde keinen Diener benötigen, der ihn umher kutschieren. Zumal, er hatte es nicht weit bis nach Hause - vielleicht eine halbe Stunde per Fuß, dann war die Sache auch schon gegessen.

      Salem hatte die Minuten zwar nicht gezählt, doch er musste einigermaßen richtig liegen, nachdem sie wirklich vor den schweren Toren seines Eigenheims standen. Frische Luft tat jedem gut, egal wie schlecht sie sein konnte - und Claude hatte sich, mehr oder minder, gut verhalten. Die Leine noch immer fest um seine Hand geschnürt, stieß er das Tor auf um in den prunkvollen Garten zu gelangen, indem es allerlei Dinge zu geben schien - neben üppigem Gras und blühenden Pflanzen aller Art, tummelten sich zwei Frauen um einen Brunnen herum und ließen ihren Lippen frohes Gelächter entgleiten - Salem ignorierte sie und begab sich zur hölzernen Tür die ins Innere des Gebäudes führen würde. Schwungvoll öffnete er diese, wartete darauf, das Claude ihm folgte, und schloss sie. Das Licht der Kerzen flackerte fahl, die Einrichtung des Gebäudes war dunkel und trist, obwohl sie einen gewissen Charme hatte und frische Blumen jedes noch so dunkle Eck säumten. Seufzend begab er sich gen Treppen, nach oben, schwieg für eine Weile bevor er - oben angekommen - eine Tür öffnete. Schwere Vorhänge ließen kein Sonnenlicht nach innen dringen - gab es hier überhaupt Fenster? - und die wenigen Kerzen erleuchteten den Raum in einem komischen Licht. Kaum fiel die Tür hinter ihm ins Schloss, entledigte er sich der Leine indem er sie an eine Halterung in der Wand festband. "Wenn ich dir deinen Knebel abnehme, beißt du mich dann?", fragte er. Höchstwahrscheinlich war die Antwort ja. "Wann hattest du das letzte Mal ein Bad?" Vielleicht würde es ihm helfen, würde er sein neues Spielzeug von einigen seiner Bürden befreien.
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    • Claude Michaelis

      Es würde ein Spiel sein was Claude nicht mit machen würde. Er kannte keine Fürsorglichkeit, Respekt oder Wertschätzung. Bisher wurde er nur wie minderwertige Ware behandelt, was er stets seinem Gegenüber ebenfalls fühlen lassen wollte. Immer zu wurde er als Abschaum angesehen, nur weil er nicht von hohem Rang war, etwas wofür er nichts konnte - wo er hineingeboren wurde. So stellte sich der Dämon schon auf jede Situation mit seinem neuen Besitzer ein, was er mit ihm tun würde, oder auch nicht. Vieles hatte er schon gesehen, wovon auch vieles ihm selbst widerfahren ist, denn als Sklave unter diesen Händlern hatte man gewiss kein gutes Leben, zumindest nicht wenn man so wie Claude war. Ein bissiger Zeitgenosse, der eine kleine Mahlzeit am Tag für das höchste Gut hielt, da ihm nie mehr vergönnt wurde. Wie ein Welpe den man verstoßen hatte, über seine Jahre lang jagte und nur einen Profit aus ihm ziehen wollte. Wobei er nur den Drang nach Freiheit verspürte und den Instinkt zu fliehen und jeder der ihn daran hindern würde, war so gesehen sein Feind. Still folgte er aber nun weiter Salems Schritten und ging mit bedacht, dass ihm nicht erneut an der Leine gezurrt wird. Weit und breit war nichts zu sehen, was die Beiden transportieren würde, was Claude einen genervten Gesichtsausdruck machen ließ. Mussten sie wirklich nun den ganzen Weg zu Fuß hinterlegen? Er war auch so schon durch das Gerangel mit den Händlern ausgelaugt, da brauchte er nicht auch noch einen Fußmarsch.

      Trotz alledem legten die Beiden den Weg bis zu dem Anwesen, was dem Adligen gehörte, zu Fuß hin. Endlich vor den schweren Toren angekommen, passierten sie diese und gingen durch den ansehnlichen Garten. Claudes Blick schweifte durch die Gegend umher und blieb mit diesem kurz bei den zwei Frauen hängen, welche sich um den Brunnen tummelten. Es schien ihnen hier wirklich gut zu ergehen, kein Wunder für ihn, immerhin konnten sie dort ohne Ketten sitzen und sich fröhlich miteinander unterhalten. Weiter folgte er seinem Gegenüber durch die hölzerne Tür, bis in das Innere des Gebäudes. Dies war also das Innere eines Adelshauses? So dunkel hatte er sich es nicht vorgestellt, aber da kreuzen sich nun einmal die Geschmäcker. Immerhin schmückten frische Blumen die Einrichtungen und die Kerzen, welche überall verteilt waren, hatten ihren gewissen Touch. Angespannt ging er Salem weiter hinterher, die Treppen hinauf, bis in den Raum an welchem er Claude direkt mit der Leine an eine Wandhalterung festgebunden hatte. Für einen Moment sah sich der Dämon um, ließ aber sein Gegenüber nicht aus den Augen, er traute ihm kein Stück. Nun fragte er aber danach, ob er ihn beißen würde, wenn er den Knebel aus seinem Mund abnehmen würde, woraufhin nur ein kleines Fletschen der spitzen Zähne folgte. So konnte er sich die Antwort denken, als er nun aber danach fragte, wann er das letzte Mal ein Bad genommen hatte, schüttelte Claude nur den Kopf. Die Sklaven wurden in der ganzen Zeit bei den Händlern nie gebadet, nur die welche viel Gold einbringen würden hatten die Ehre. Das einzige was der Dämon bekam, war einen eiskalten Eimer Wasser über den Kopf und mehr auch nicht.
      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”


    • Jeder von ihnen hatte zumindest das Recht auf ein Dach über den Kopf, und jeder von ihnen musste sich hin und wieder damit abfinden dass es einem im Leben nun einmal auch nicht immer gut gehen konnte - selbst wenn man sich in einer aussichtslosen Situation befand, der man im Endeffekt nie entkommen würde. Salem hatte seine Eigenheiten, aber wieso auf jemandem herumtrampeln der ihm gegenüber noch nicht handgreiflich geworden war. Das war auch ein Weg zum Ziel, aber kein guter - und er hatte nun einmal lieber ein Spielzeug das ihm gehorchte, als eines dessen er sich entledigen konnte und musste. Viel zu schade wäre es im Endeffekt, auch wenn er nicht der Einzige sein würde, den Claude noch verletzen könnte, wenn er nicht ein Auge auf ihn hatte und ihn somit unter seinem schützenden Blick behielt. Amüsiert musterte er das Gehabe und Verhalten des Anderen, verhielt er sich doch nicht besser als ein verärgertes und gleichzeitig verängstigtes Tier, kaum zeigte er ihm seine Zähne. "Aber", fing Salem an. "Wenn ich dir den Knebel nicht abnehmen kann, dann ist das sicher unangenehm für dich - und reden kannst du so auch nicht. Hast du kein Bedürfnis dazu dich mit jemandem zu unterhalten? Ich bin nicht der Einzige in diesem Anwesen", beendete er seinen Satz. Ein Kompromiss wäre nicht schlecht, auch wenn es nicht sonderlich klug war, solche Dinge mit einem Sklaven einzugehen der sich seines eigenen Rangs nicht bewusst war. "Natürlich kann ich dir deinen Knebel anlassen, aber das gefällt dir bestimmt nicht. Zumal, wäre Reden nicht wie ein Stück Freiheit für dich?" Vielleicht nahm er sich hier zu viel vor, vielleicht hätte er diese Dinge jemanden überlassen sollen, der ihn verstand - aber es wäre nicht das erste Mal, dass er sich einen widerspenstigen Sklaven holte. Lediglich das erste Mal, dass er vielleicht anders an die Sache herangehen musste.

      Über das Kopfschütteln konnte er nur seufzen. "Sie kümmern sich nicht einmal ordentlich um ihre Ware, was habe ich auch anderes erwartet?", Salem seufzte und rieb sich die Schläfen, kaum machte er sich daran etwas Abstand zu Claude zu gewinnen und gestikulierte anstatt dessen zum Bett in der Mitte des Raumes. Die Leine würde lang genug sein, damit er sich dort in aller Ruhe hinsetzen konnte. "Nachdem dieses Zimmer vorerst dir gehört und du sicher nicht bei Kräften bist, kannst du dich gerne ausruhen. Oder vorher ein Bad nehmen. Wenn ich dir den Knebel abnehmen kann, ohne dass ich deine Zähne in meinem Fleisch habe, dann kannst du mir auch sagen was du haben möchtest bevor ich hier mit dir ein Ratespiel spielen muss", dass diese Therapie anschlug, war so wahrscheinlich wie die Tatsache, dass er sich bei einer Ratssitzung integrieren würde. Also gleich null. Vielleicht aber hatte Claude mehr Verstand als er und sah ein, dass er mit dem Kopf nicht durch die Wand konnte - und dass es für gutes Benehmen Belohnung gab - ein Monster war Salem nicht, hin und wieder allerdings ein Sadist wenn die Situation es ihm abverlangte.
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    • Claude Michaelis

      Ein Spielzeug zu sein war nicht das was in dem Interesse von dem Dämon war. Generell von Dingen, die gegen seinen Willen waren, war er nicht von begeistert. Er wusste, dass das Leben nicht immer schöne Dinge mit sich brachte, aber für Claude war es beinahe nicht mehr lebenswert. Die schönen Seiten die sich hier ergeben konnten sah er nicht und wollte sie auch wahrscheinlich nicht wahr haben. Es wäre komplett neu für ihn, was ihm auch etwas Angst bereitete. Was ist wenn er gut behandelt werden würde, für eine kleine Zeit lang und er dies beginnt zu genießen und ihm dann alles entrissen wird. So würde er lieber bei dem Hier und Jetzt bleiben, bei seinen sich nicht veränderten Gewohnheiten. Claude hörte aber nun den Worten von Salem genau zu, er erwähnte einen Funken von Freiheit, was deutlich in seinen Gedanken hängen blieb. Doch schossen ihm nun wieder all die schlechten Erinnerungen durch den Kopf, was ihn wieder zu misstrauisch werden ließ. Für ihn ergab es keinen Sinn warum, Salem nur ansatzweise freundlich zu ihm sein sollte. Sein Blick folgte dem Adligen, welcher zu dem Bett deutete - war dies wirklich für ihn bestimmt? Schon lange lag er nicht mehr auf einem richtigen Bett, was schon seinen Reiz für Claude hatte. Langsam und vorsichtig bewegt er sich zu dem Bett hinüber und setzte sich behutsam auf dieses. Den Blick dabei, ließ er auf Salem und biss nun noch einmal auf den Strang in seinem Mund, als Zeichen dafür das er nun den Knebel entfernen könnte. Ausnahmsweise würde er ihn nicht direkt beißen, zumindest für den Anfang nicht, immerhin traute er ihm kein Stück.

      Würde der Adlige dem Dämon nun trauen? Ja - tatsächlich löste er ihm den Knebel und legte diesen bei Seite. Ein erleichterndes Gefühl verspürte Claude und leckte sich kurz daraufhin leicht über die Lippen und Mundwinkel. Der Bluterguss war an seinen Mundwinkeln nicht schwer zu übersehen und den Schmerz von diesem, war auch nicht gerade angenehm zu spüren. Dennoch nahm er es hin, legte sich etwas verkrampft, mit dem Rücken zu Salem zeigend auf das Bett und gab keine Antwort mehr. Mehr wollte der Dämon nicht, sonst wäre er dem Adligen aus seiner Sicht auch etwas schuldig, was er nicht wollte. Lieber würde er auf diesem Bett für eine Zeit liegen bleiben und dort vor sich hin vegetieren. Mit der Hoffnung das Salem den Raum einfach verlassen würde, blieb er provokant weiterhin so liegen und machte keine Anstalten, sich zu ihm zu drehen. Ein Bad um sich frisch zu machen, wäre zwar auch verlockend gewesen und wenn er dabei allein gelassen werden würde, könnte er dem sogar zustimmen. Vorerst entschied er sich aber dafür, etwas in dem tatsächlich weichem Bett auszuruhen. Die Fesseln an seinen Handgelenken, welche hinten an seinem Rücken festgeschnürt wurden, nervten zwar, jedoch übertrumpfte die Gemütlichkeit des Bettes, dieses unangenehme Kratzen und Ratschen.
      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”

    • Allesamt waren sie sonderbar, aber dieses Wesen hier noch mehr als er es erwartet hatte - Claude schien keine Anstalten zu machen, sich so aufmüpfig verhalten zu wollen wie zuvor. Wahrscheinlich lag das daran, dass er sich mehr davon erhoffte, wenn er gehorsam war - ob das wirklich anschlagen würde, würde er im Endeffekt schon sehen. Stattdessen ließ er den Knebel dort liegen, in der Hoffnung, es würde sie beide ein Stück näher an einander herantragen - doch dem war nicht so. Eher war es ein Rücken der ihm gewidmet wurde, trotzig und stur in der Hoffnung die Ruhe zu erzielen, die sich sein Gegenüber - sein neues Eigentum - erhoffte. Salem wollte so gnädig sein und ihm diese geben, wenn auch nur für ein paar Stunden damit er sich von der Qual der letzten Tage und Wochen, womöglich auch Monate, erholen konnte. Genau wusste er das nicht, und weiter in eine Wunde zu bohren lag ihm nun einmal nicht sonderlich wenn er es nicht musste. Vorerst war dieses Thema für ihn abgeschlossen - das hier und jetzt war für sie beide relevant, nicht was morgen wäre. Ein leises Lachen entwich seinen Lippen, kaum machte er sich auf den Weg zur Tür um den Raum zu verlassen. "Schlaf gut - wir sehen uns morgen wieder", mit diesen Worten ließ Salem den Raum hinter sich, versperrte die Tür allerdings. Selbst, wenn Claude nun sprechen konnte, war es noch lange kein Grund dafür, ihn wie ein Vogel aus seinem Käfig freizulassen, nein. Jeder sperrte seine Tiere ein, damit sie wussten wohin sie gehörten, nicht? Hier war es kaum anders, wenn auch gleich es wahrscheinlich nicht den gewünschten Effekt haben dürfte. Immerhin waren sie intelligenter als Würmer. Mit schweren Schritten machte er sich also auf den Weg in die andere Richtung seines Anwesens - es war Zeit für Papierkram.

      Der nächste Morgen ereilte ihn früher als er ihn haben wollte, erdrückt von der Last auf seinem Brustkorb war er eingeschlafen und hatte sich in den unendlich vielen Decken in seinem eigenen Bett eingewickelt und erwachte nur, weil jemand die Vorhänge aufgerissen hatte, um gleisendes Tageslicht in die Dunkelheit dringen zu lassen. Verflucht. "Alma?", stotterte er nur, die eigenen Handballen gegen seine müden Augen drückend und hoffend, er würde die Realität so wahrnehmen, wie er sie jetzt im Moment gerne hätte. "Ja?", warf eine Stimme so sanft wie Seide ihm an den Kopf. Natürlich war es Alma, wer auch sonst nahm sich das Recht heraus, solche Dinge zu tun? "Sei so nett und bring' unserem neuen Freund etwas zu essen ... und frag' ihn nach einem Bad, ich könnte selbst eines benötigen", wisperte Salem nur, da drehte er sich auch wieder um und riss ein Kissen über seinen Kopf um die Helligkeit aus seinen Augen zu verbannen. Hier und jetzt war nicht sein Moment, er fühlte sich erschlagen von gestern. "Wie Ihr wünscht", antwortete ihm die Stimme, bevor kreidebleiche Hände ihm das Kissen entrissen und er mit zusammengekniffenen Augen auf den jungen Mann starrte. Bleich, weiß wie Schnee, und so hell wie die Sonne - Alma war kein Diener, sondern einer der wenigen Sklaven, aber der, der ihn am längsten kannte und mit dem er ein freundschaftliches Verhältnis pflegte. "Und Ihr bewegt euch aus dem Bett", antwortete ihm sein Freund lediglich bevor er das Kissen an seinen vorhergesehenen Platz zurücklegte. Schnellen Schrittes verließ er seine Gemächer auch wieder, nur um sich um das Frühstück zu kümmern, welches er auch prompt mit auf das vorhergesehene Zimmer nahm.

      Mit einem lauten "Klack" öffnete sich die verschlossene Tür wieder, und anstatt von Salem fand sich eine ganz andere Gestalt in Claude's neuen Gemächern wieder. Das Tablett mit dem Essen abstellend bewegte sich Alma zu einem der Vorhänge, um ihn nur stückweise zu öffnen - hier existierten doch Fenster. "Aufstehen. Das Essen wird kalt", warf er dem Schlafenden im Bett nur zu, kaum begab er sich zu diesem und rüttelte an seiner Schulter. Was hatte sich Salem dabei nur gedacht?
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Claude Michaelis

      Sein neuer Meister verabschiedete sich lieb von ihm und wünschte ihm eine gute Nacht, jedoch gab er ihm keine Worte zurück und warte darauf das er den Raum verlassen würde. Es dauerte eine ganze Weile bis er endlich einschlafen konnte. Die neue Umgebung, dieses Bett und ein Dach über den Kopf, waren für den Dämon zu ungewohnt. Seine Gedanken hielten ihn für Stunden wach, erst kurz vor Tagesanbruch, schlief er letzt endlich ein. Zusammen gekauert, ohne die Möglichkeit gehabt zu haben, sich zu zudecken und vor sich hin am Träumen. Jedoch hatte Claude nie gute Träume, wenn er die Ehre erhielt zu schlafen, es ereilte ihn immer wieder der selbe Albtraum. In diesem Traum wurde er an einen Pfahl aufgehangen, von mehr als Hunderten von Personen angestarrt - von welchen die Gesichter alle samt nur schwarz waren - und danach sekundlich gefoltert. Sei es mit einer Peitsche, heißem Wachs, oder feinen Messerschnitten über die Brust, dieser Traum machte ihn wahrlich kaputt. Schon oft wollte er einfach seine Vergangenheit hinter sich lassen, leider vergebens. Sich zu ändern war noch nie für ihn eine Option gewesen, weshalb ihm auch immer nur schlechtes widerfuhr. Er kannte es nun mal nicht anders, was auch nicht zu seinem Vorteil war.

      Der frühe Morgen brach dann auch nun leider an, für den Dämon war es zwar nicht viel Schlaf in Summe gewesen, aber dennoch etwas erholsam. Sein Traum spielte sich wie in Dauerschleife, während er schlief ab und es endete nie gut wenn man ihn dann weckte - zumindest nicht wenn man ihm zu nahe stand. Das Klicken nahm Claude nicht war, auch wenn es so laut durch den Raum hallte, der Traum plagte ihn zu sehr. Die Person welche das Tablett mit dem Essen abstellte, würde wohl ihr blaues Wunder erleben. Als der Vorhang zur Seite gezogen wurde, strahle leicht das Licht in das Gesicht des Dämons, welcher daraufhin ein genervtes Grummeln von sich gab. Nun rüttelte es aber nun an seiner Schulter, wodurch Claude schreckhaft wach wurde. Aus seinem Traum entrissen, voller Angst in seinen Augen und nur noch den Blick zu der Hand, welche ihn weckte. Voller Furcht und Reflex biss er in die Richtung der Hand, wodurch er die zarte Haus seines Gegenübers aufriss. Ein schreckhafter Schrei ging von der fremden Person aus, wodurch Claude noch mehr Panik bekam und sich auf der anderen Seite vom Bett hinunter schmiss. Gott sei Dank war die Leine gerade noch so lang genug, dass es nur etwas unangenehm an seinem Hals zog. Sein Herz hörte nicht auf zu rasen und seine Augen blieben geweitet, solch eine Furcht hatte er schon lange nicht mehr empfunden. Der Schrei war fast durch das ganze Anwesen zu hören und der Geruch des Blutes, zog sich tief in die Nase des Dämons. So gleich würde wahrscheinlich Salem die Tür hinein stürmen und Claude wollte nicht wissen, was mit ihm geschehen wird. Auf alle Fälle würde er nicht mehr in diesem Bett schlafen, der gewohnte Boden bereitete ihm gerade weniger Schauer durch seinen Körper, während er sich gerade noch versuchte zu beruhigen.
      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”

    • Wenn Salem ihn darüber informiert hätte, dass er hier durchaus ein bissiges Biest in seinen Haushalt geholt hätte, vielleicht wäre Alma dann besser vorbereitet gewesen - aber nein, stattdessen biss er ihn und alles, was er zustande brachte, war ein kurzer Schmerzensschrei. Na wenn das nicht Salem vollkommen aus seinem schlaftrunkenen Zustand gerissen hatte, dann würde Alma bald nicht mehr wissen, was es schlussendlich täte. Ein lautes Seufzen entkam ihm, da holte er auch schon ein Tuch aus seinen Taschen und wischte sich damit das Blut ab, auch wenn das nicht sonderlich viel helfen würde. "Wenn man mir gesagt hätte, dass du auch gerne mal zubeißt, dann hätte ich dich nicht so plötzlich angefasst", murrte Alma dem Neuling gegenüber. Alsbald half er diesem aber wieder auf die Beine, da es sichtlich nicht angenehm war, dort zu liegen - viel lieber hätte er es gehabt, wäre diese Situation gar nicht erst zustande gekommen. Erneut seufzte er, als er den Dämon anstarrte - dieser könnte nun wirklich ein Bad benötigen, das war ausgeschlossen. "Sei froh, dass du Salem nicht gebissen hast, Frischling", meinte er noch knapp als er ihm den Dreck von der Kleidung klopfte und sich des Dilemmas besah. Es gab andere Möglichkeiten, ihn zu fesseln - aber eine schien die hier zu sein, und wenn jemand nicht gerade vorsichtig mit seinem Spielzeug war, dann war es gerne Salem, der sich nicht sonderlich viel daraus zu machen schien, in welcher Kondition er sie zurückließ, nachdem er mit dem Spielen fertig war. "Also Beißerchen, ich heiße Alma. Du kannst dich mir ruhig vorstellen, wir sind hier auf der gleichen Ebene", an sich waren sie das, aber wahrhaftig waren sie das nicht wirklich. Salem hatte noch immer Favoriten unter seinen Sklaven und er machte keinen Hehl daraus, dass er Alma allen anderen vorzog.

      Salem selbst war wirklich hochgeschreckt, kaum hatte er den Schrie Almas gehört - und sich mit einem Mal auch, lediglich in seinen Nachtroben bekleidet, aus dem Bett gegeben um nachzusehen. Kein Wunder, dass er einigermaßen zerstört aussah, als er die Tür öffnete und ein wahrhaft bizarres Bild vor sich sah - nun, nicht, dass er nicht damit gerechnet hätte. Seine Augen warf er zuerst auf Claude, dann auf Alma, dann schüttelte er nur den Kopf. "Du schreist so, als würde er dir die Kehle herausreißen, dabei hat er dich gerade einmal in die Hand gebissen, Alma", waren seine eigenen Worte, kaum stand er zwischen Tür und Angel. "Nun, du hättest mich warnen können dass er bissig ist", warf er seinem Meister entgegen. "Hätte ich, aber ich dachte, du besitzt genug Verstand um das selbst zu wissen", seine Worte klangen fast schon betrübt. "Man weiß ja nie. Willst du ihn wieder knebeln?" "Hat er dich mit Absicht gebissen?" "Nein, er hat sich vermutlich erschrocken, als ich ihn geweckt habe." "Dann brauchst du ihn auch nicht zu knebeln. Das hast du dir selbst zuzuschreiben", seufzte Salem, der schlussendlich auch den Raum betrat und Alma eine gewisse Handgeste gab, mit welcher er auch schon aus den Gemächern des Dämonen verschwand - vielleicht wäre es also ein einfacheres für ihn, die Bäder vorzubereiten, wenn er sich schon von Claude beißen ließ. "Hast du wenigstens gut geschlafen?", murmelte Salem, der sich gegen die Wand lehnte und sich erneut die Schläfen rieb. Das hier würde noch lustig werden.
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    • Claude Michaelis

      Zitternd und noch unter Schock blieb der Dämon auf dem Boden liegen, bis Alma ihm verrückter Weise hoch auf das Bett half. "Nicht...", grummelte er seinem Gegenüber entgegen, als ihn dieser angefasst hatte. Claude mochte es nicht wirklich berührt zu werden und das von keinem. Prompt setzte er sich zurück auf das Bett und zurrte nun selbst mit einer Kopfbewegung an der Leine, da ihm nun nachdem er sich beruhigt hatte, auffiel das sie etwas zu stramm war. Dem jungen Mann vor ihm gab er jedoch keine Antwort mehr auf seine Worte, zumindest hatte er schon ein Wort von sich gegeben, was für den Dämon schon zu viel war. Als Alma nun meinte, er sollte froh sein das er nicht Salem gebissen hatte, verdrehte er leicht seine Augen. Was sollte ihm dieser Mann schon antun, was nicht schon andere vor ihm taten - dachte er sich auf die Aussage des Jungen hin. Bei dem Namen Beißerchen fletschte er nun aber wieder seine Zähne, welche noch von leichten Blutrückständen geziert waren. Seinen Namen würde er ihm nicht nennen und auf gleicher Ebene befanden sich die Zwei mit Sicherheit nicht. Immerhin lief Alma hier frei herum und hing nicht wie ein Straßenköter angekettet mit einer Leine, in diesem Raum fest.

      Seinen Kopf drehte der Dämon zur Seite, was dem Mann vor sich zeigen sollte, dass er kein Interesse daran hegt, mit ihm zu sprechen. Als nun Salem den Raum betrat, zuckte Claude leicht zusammen und warf ihm aber auch keinen Blick zu. Wären die Hände von dem Schwarz-Weißhaarigen nicht zusammen gebunden gewesen, hätte er auch bestimmt Alma seine Kehle herausreißen können. Alles war möglich, wenn man ihn aus diesem Traum, so plötzlich entriss. Die Beiden führten ihre Konversation, bei welcher Claude versuchte so wenig wie möglich zu zuhören. Immerhin hatte er auch keinen Grund den Beiden gerade Gehör zu schenken und setzte sich während die Beiden redeten, zurück auf den Boden. Dort fühlte er sich im Moment wohler, da das Bett ihn derzeit an seinen Traum zurück erinnert. Einen Funken von Schuldgefühlen übermannten auch nun den sonst so kühlen Dämon. Er hatte Alma nun einmal nicht mit Absicht gebissen, es kam aus Furch und Reflex zur Stande, was ihm dann wirklich etwas leid tat. Da ihm der Mann auch sein Essen brachte und trotz das er ihn gebissen hatte, direkt versuchte ihn auf die Beine zu stellen. Schnell schüttelte er aber seinen Kopf und vergaß diese Gedanken. Im nächsten Moment verschwand der junge Man nun auch schon und Salem stellte seine Frage. Lediglich ein leichtes Kopfschütteln bekam der Adlige zu Gesicht, was ein deutliches Nein bedeutete. Es war viel zu schwer für ihn einzuschlafen und sein Traum quälte ihn zu sehr, da konnte nicht wirklich von einem guten Schlaf die Rede sein. Mit etwas Hoffnung starrte der Dämon die Wand vor sich an und hoffte, dass Salem heute nicht viel mit ihm vor hatte. Lieber würde er nun alleine gelassen werden, was ihm aber bestimmt nicht erfüllt werden würde, da er selbst auch nicht sprach, um diesen Wunsch zu äußern.
      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”

    • Alma und Claude glichen sich im Moment nicht sonderlich; der eine war ein unbändiges Biest, das er genauso gut von der Straße hätte auflesen können und der andere glich mehr einem Schoßhund, der alles tun würde, nur um die Aufmerksamkeit seines Besitzers auf sich zu ziehen. Dennoch, er wollte gar nicht, dass sie sich beide glichen, als wären sie aus dem selben Ei geschlüpft; viel lieber hätte er, sie würden sich verstehen, aber nicht gleichen. Salem konnte im Moment alles haben, was er wollte und wenn er sich geschickt genug anstellte, wer wusste, ob er nicht bald noch einen Schoßhund mehr hatte. Langsam griff er nach der Leine, die er an der Wand befestigt hatte - nur, damit sie nicht zu sehr an Claude's Hals zerrte oder ihm die Luft abschnüren würde, das wollte doch keiner. "Nicht? Würdest du besser schlafen, wenn du Gesellschaft hast?", erkundigte er sich, gähnend, schlaftrunken und verunsichert über diese ganze Situation. Ja, er könnte auf ihm herumtrampeln, aber dieser Welpe wusste es nun einmal nicht besser und weswegen sollte er ihn auch für Dinge bestrafen, die er nicht kontrollieren konnte? Es würde sich selbst seinen Neigungen widerstreben, auf solch eine Ebene zu wandern. Nicht umsonst empfand er, dass auch die Händler nicht besser waren als ihre Sklaven - sie wälzten sich im gleichen Dreck, waren gleichermaßen keinen Anblick wert, und doch hatten sie im Endeffekt Ware, die selbst jemanden wie ihn nicht kalt ließen. "Oder würdest du ein anderes Bett vorziehen?" Salem wusste nicht, was Claude plagte - doch was auch immer es war, er würde sich darum kümmern, wahrhaft.

      Anders als er hatte Claude allerdings auch seine Aufgaben - und in diesem Fall war eine davon, sein Frühstück zu essen. Was mit verbundenen Händen wohl schwer ging. Salem wusste, dass er diese Aufgabe einfach an Alma oder einen anderen Sklaven oder Diener hätte weiterreichen können, doch wo lag hier der Spaß. "Wenn du schon nicht gut schlafen konntest, vielleicht hält dich dann warmes Essen bei Kräften?", schlug er vor als er sich auf einen der beiden Stühle setzte, die sich um den kleinen Tisch mit dem Essen befanden. An sich war das gar keine schlechte Idee - wenn er sich nicht füttern ließe, dann müsste er entweder auf sein Essen verzichten oder es auf andere Art und Weise bewerkstelligen; aber wer aß schon gerne am Boden aus einer Schüssel, als sei man ein Hund? Genau, gar keiner, selbst kein Sklave der sich gegen die eigene Existenz sträubte und nach Freiheit suchte, egal ob er sie schlussendlich fand oder nicht. Es wäre rein die Demütigung wert, zu sehen, wie Claude sich nun entscheiden würde - immerhin deutete Salem auf den Sessel ihm gegenüber. "Danach solltest du ein Bad nehmen und dich bequemer einkleiden lassen - ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Fetzen bequem sein können", sprach er, und wandte seinen Blick dabei nicht von ihm ab. Wie lang es wohl noch dauern würde, bis er etwas gegen dieses Benehmen unternehmen sollte? So lange, wie dieses Spiel hier funktionierte, sah er keinen Sinn dahinter - doch die Saat des Misstrauens war ausgestreut worden und begann sicher bald zu keimen. "Du kannst mit mir reden, Claude, ich habe dir nicht umsonst deinen Knebel abgenommen."
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    • Claude Michaelis

      Als sich das Halsband um seinen Hals lockerte, sah er nun doch zu Salem, welcher tatsächlich die Leine in seiner Hand hielt, um ihn anscheinend wirklich nur zu helfen, mehr Luft zu bekommen. Sein Blick wandte er aber recht schnell wieder ab, als er ihm die Frage stellte, ob er nicht lieber mit Gesellschaft schlafen wollen würde, oder ein anderes Bett bevorzugte. Selbst auf diese zuvorkommenden Fragen gab der Dämon keine Antwort, denn genau so gut könnte er den ganzen Tag auf dem Boden verbringen, es würde ihm nicht wirklich viel ausmachen - immerhin war er es gewohnt. Er zeigte kein weiteres Interesse an den guten Gesten von Salem, er wüsste nicht warum. Wenn er so viel Gutes bekommen würde, müsste er ihm im Endeffekt auch Gutes zurückgeben, was nicht in dem Interesse von Claude lag. Ein Sklaven- und Meisterverhältnis, war immer etwas was er verabscheute, sei die Beziehung noch so gut zwischen anderen anzusehen. Es war für Claude einzig und allein nur eine Unterwerfung, dafür das ihm kleine Freiheiten vergönnt wurden und mehr auch nicht - darauf konnte er getrost verzichten.

      Salem sprach nun wieder zu ihm und wies ihn auf das noch warme Essen hin. In diesem Punkt gab der Dämon nun nach... Er erhob sich langsam von dem Boden und ging behutsam zu dem Tisch hinüber, wo das Essen auf dem Tablett platziert war. Auf dem Sessel nahm er dann nun gegenüber von dem Adligen platz und hielt seinen Blick auf das Frühstück gerichtet. Sich selbst in den Arsch zu beißen, war gerade der einzige Gedanke den er hegte - er hatte wirklich nachgegeben. Selbst biss er sich nun aber kurz in die Innenseite seines Mundes, da ihn diese kleine Demütigung gegen den Strich ging. Jedoch knurrte sein Bauch extrem laut, was nicht grade wirklich zu überhören war. Mit mürrischem Blick sah er nun zu seinem Gegenüber, er würde gewiss kein Bad nehmen und die feine Kleidung des Adligen annehmen. Zu viel hatte sich der Dämon ihm bereits schon gebeugt und das würde ihm kein zweites Mal passieren - so dachte er sich zu diesem Zeitpunkt zumindest. Erst Recht würde er sich nicht von diesem anderen Sklaven namens Alma baden lassen, noch einmal sich anfassen zu lassen, würde er nicht unter friedlichen Umständen zu lassen. Nach einem kurzen Moment weiteten sich die Augen des Dämons und er ballte eine Hand hinter seinem Rücken zusammen. Dieser Adlige kannte natürlich seinen Namen, immerhin stand sie auf der Urkunde welche ihm beim Erkauf überreicht wurde. Mit zusammengebissenen Zähnen wandte er den Blick von Salem ab und sah wieder auf das warme Essen, welches vor ihm stand. Eine Wut machte sich in dem Dämon breit, schon lange hatte es keiner mehr gewagt ihn bei seinem Namen zu nennen, bis zum heutigen Tag, war er immer nur der Abschaum, Köter und eine niedere Kreatur. Den Knebel könnte der Adlige wieder dort hin tun, woher er ihn abgenommen hatte, wenn er ihn nur dafür entfernte um mit Claude zu reden. So einfach würde er kein Gespräch mit dem Dämon anfangen können.
      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”

    • Wie schwer sich Claude sein Leben machen würde, das würden sie noch sehen - vorerst gab es jedoch andere Dinge, die sie erledigen mussten. Ein Teil davon wäre, seine widerspenstige Art loszuwerden - und ein anderer, ihn von seinen Ideologien zu befreien, die ihn anscheinend so unbändig zu machen schienen. Er verstand wirklich nicht, in welcher Situation er sich hier befand - oder eher wollte er nicht verstehen, dass er nicht mehr war, als einer von vielen, wie Sand am Meer, die von den ungleichen Wogen verschluckt werden würden. Es hatte noch nie im Entferntesten die Option einer Entscheidung für ihn gegeben, und doch beugte er sich seinem Willen schlussendlich nur halb. Salem wusste, dass er das hier als Fortschritt erachten dürfte, trotzdem war Vorsicht geboten - es war noch zu früh, sich selbst auf die Schulter zu klopfen und zu loben, nur weil er durch gutes Zureden eines seiner vielen Tiere dazu bewegt hatte, nach seiner Pfeife zu tanzen. Das sollte auch funktionieren, wenn er nicht freundlich zu ihnen war - oder aber sie fast schon aus ihrer Komfortzone mit seinen Worten herausholen musste. "Wirklich gesprächig bist du noch immer nicht, was?", lachte Salem, als er die Leine erneut um seinen Arm wickelte, damit er beide Hände benutzen konnte. Welche Barrieren ihn wohl umgaben? Das würde er schon noch herausfinden, würde er tief genug bohren und sich einen unerwünschten Einblick in Claude's Vergangenheit beschaffen, sobald sich dieser öffnete wie ein Buch. Allerdings würde das noch eine Weile dauern. "Also, willst du kein Bad nehmen? Ich denke, deinen Armen würde es gut tun, wenn du sie etwas bewegen könntest - findest du nicht auch?" Alma würde wissen, wie er mit ihm umging - und wenn es sein müsste, dann war Gewalt auch nichts neues.

      Seine Hand wanderte zu dem Besteck vor ihnen, ehe er nach der Gabel griff und kurzen Prozess mit Claudes Frühstück machte, indem er Teile davon einfach an der Gabel aufspießte und diese nun in seine Richtung hielt - nah genug, dass es lediglich einen Schritt nach vorne benötigen würde, bis er zubeißen konnte. "Nun? Willst du also nicht mit mir reden?", harkte er nach, während er ihm zusah, wie er dort vor ihm sah und sein Magen eindeutig davon zeugte, dass er dieses Frühstück mehr als nur gebrauchen konnte. Ob sein Stolz das auch zulassen würde, war eine ganz andere Frage. Wenn sein Stolz ihn daran hindern würde, sich unterzuordnen, dann wäre das nun einmal mehr nicht Claudes Frühstück sondern Salems, so einfach würde all das sein. Einzig und allein die Hoffnung blieb ihm, dass er doch noch auf die Stimme der Vernunft hörte und sich gehörig verhielt. Jeder konnte träumen und in diesem Moment, obwohl er hellwach war, war es Salem der von so viel mehr träumte als nur die Unterwürfigkeit des Anderen. "Wenn du schon nicht auf meine Fragen antworten willst, hättest du dann lieber, dass du mir etwas erzählst? Willst du dich mir vorstellen?" Alles wäre einen Versuch wert, vielleicht könnte es als Eisbrecher funktionieren - oder nach hinten losgehen. Auch wenn sein Gegenüber ausgelaugt war, würde Salem noch nicht so schnell zu seinen Folterinstrumenten greifen - all das hatte noch Zeit, immerhin war er ein geduldiger Mann der alle Zeit der Welt für seine Schützlinge hatte, auch wenn sie manchmal etwas ... sonderbar sein konnten.
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    • Claude Michaelis

      Sichtlich gereizt saß er nun weiter vor seinem Gegenüber, mit dem Blick aber nicht zu ihm gerichtet. Es wäre ein wahrliches Wunder, wenn Salem es schaffen würde, seine wiederspänstige und trotzige Art loszuwerden, geschweige denn ihn von seinen Ideologien zu befreien. Er wäre der Erste gewesen, wenn er es schaffen würde - was zum jetzigen Zeitpunkt, nicht wirklich denkbar war. Jedoch beruhigte er nun wieder seinen Blick und ließ die Hände hinter seinem Rücken wieder locker. Die Seile welche ihm um seine Handgelenke angebracht wurden, ratschten sich langsam ein seine Haut hinein. Wieder ein unangenehmen Gefühl, was den Dämon plagte, doch wollte er dies nicht gegen über dem Adligen äußern, sonst würde er dies eventuell erneut als einen kleinen Fortschritt anerkennen. Ein leises Seufzen ging aber nun von Claude aus, nachdem Salem seine zwei Fragen gestellt hatte. Warum versuchte er aus Teufel komm raus, so nett mit ihm umzugehen - er verstand es wirklich nicht und würde auch nicht darauf eingehen, selbst wenn sie ihn in einen Badewanne zerren müssten. Für Salem bestimmt ein amüsanter Anblick und für den Dämon erneut eine Tortur, welche er sich nicht gefallen lassen würde.

      Als nun aber der Adlige vor ihm etwas von dem dem Frühstück, auf eine Gabel aufspieß und Claude beinahe vor die Nase hielt, knurrte erneut sein Magen. Die Situation war für ihn nicht wirklich berauschend, würde er erneut nachgeben um zumindest etwas an Kraft gewinnen, oder widerspänstig das Essen verweigern. Er wusste zwar wie dumm es war, jedoch verweigerte er tatsächlich das Frühstück, welches ihm schon so schön vor die Nase gehalten wurde. Streubend lehnte er sich so weit es ging zurück in den Sessel, was seinem Gegenüber klar machen sollte, dass er nichts davon essen würde. Einen kurzen Moment bereute er zwar etwas diese Entscheidung, dennoch blieb er dabei. So einfach würde er es ihm nicht machen, selbst wenn Salem nun das Frühstück vor Claude essen würde, wäre ihm dies egal. Und mit ihm über sich sprechen würde er auch nicht, was seine Frage durch die Wiederspänstigkeit, wohl erübrigt hat. "Nein und meinen Namen kennst du bereits.", kam es nur sehr rau aus einer Kehle. Der Dämon hatte wohl schon einige Tage nichts mehr getrunken und er erinnerte sich auch nicht daran, wann er dies genau zuletzt tat. Am liebsten hätte er seine Arme vor der Brust verschränkt, woran er leider noch gehindert war. Seine Vergangenheit würde er dem Adligen nicht preisgeben und sonst auch keine Geschichten von ihm, wozu auch? Um sich etwa besser kennenzulernen? Überflüssig im Claude's Augen, sein Gegenüber stellte ihm auch nur diese Fragen, um etwas das Eis zwischen den Beiden zu brechen - vergebens. Behutsam leckte er sich über die leicht trockenen Lippen und über die Mundwinkel, welche noch etwas von den Blutergüssen geziert waren. Gerne würde sich Claude einfach wieder zurück auf den Boden setzten, warten bis es dunkel wird und etwas Schlaf, von gestriger Nacht nachholen. So oft wie aber Salem nun ein Bad erwähnte, würde dies wohl auch heute noch über den Dämon ergehen.
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    • Salem nahm seine freie Hand, um sich durch die eigenen Haare zu fahren und einen entnervten Seufzer loszulassen, da stütze er seinen Kopf auch schon auf besagter Hand am Tisch ab, während sich die Hand mit der Gabel kein Stück von Claude wegbewegen zu schien. "Option eins, du isst dein Frühstück, stillst damit deinen Hunger und ich sorge dafür, dass es dir gut geht", warf er ihm an den Kopf. Nein, das hier war sein Spiel und eines von Claudes Spielen war er nicht gewillt zu spielen. "Oder du entscheidest dich für Option zwei. Ich esse dein Frühstück, kette dich wieder an die Wand, schließe die Vorhänge und verlasse diesen Raum. Und komme morgen wieder, wenn du es dir anders überlegt hast. Das ist jetzt deine Entscheidung." Sie alle bestanden nur aus haufenweise Fassaden, die oft genug bröckeln würden, aber noch war Salem freundlich und noch hielt er es für nötig sich mit der gewissen Vorsicht diesem Dämonen zu nähern. Andere Sklaven wären ihm womöglich schon freudig in die Arme gesprungen, hätten sich über die simple Geste und die Güte seiner Taten für sie alleine erfreut, doch Claude schien das kalt zu lassen - eiskalt. Im Endeffekt war es also doch nicht genug gewesen um das Eis zu brechen, so sehr er es sich auch erhofft hatte, ein kleines Stück zu dem widerspenstigen Etwas durchzudringen, das zumindest die Güte besaß, sich nicht gleich aus seinen Stricken zu reißen. "Bin ich dir deine Stimme nicht wert?", ein Schmunzeln legte sich über seine Züge, in der Hoffnung, er habe nun endlich den Nagel auf den Kopf getroffen und musste nicht weiterhin ein Ratespiel spielen.

      Ein komisches Glänzen war in seinen Augen ersichtlich, kaum hatte Claude ein paar - wenn auch abfällige - Worte für ihn übrig, beinahe so wie ein Kind das mit einem neuen Geschenk belohnt worden war. Salem konnte nicht anders, als ihn weiterhin anzustarren - auch, wenn sich Claude mittlerweile in eine Position begeben hatte, in der ersichtlich war, dass dieses Thema für ihn gegessen war. "Und? Auch wenn ich deinen Namen kenne, sind wir einander noch nicht vorgestellt worden", zumal Salem ihm auch irgendeinen Spitznamen hätte verpassen können, doch das hatte ihm noch nie gelegen. Seine Wortwahl und vor allem seine Namenswahl blieb lieber kurz und simpel - selten hatte er Dinge benennen müssen, und wenn dann war es bis jetzt ein einziges Mal vorgekommen. Beinahe komisch war es gewesen. "Du sträubst dich mit Haut und Haar gegen alles was ich dir sage, gegen alles was ich dir anbiete. Wärst du so nett, mir zu verraten wieso, Claude? Ich bin der Letzte der möchte, dass dir etwas schlimmes widerfährt. Und ich glaube auch, dass wir beide miteinander auskommen können, ohne dass ich dich foltere", allein dieses Gespräch hier war für Salem eine Tortur, nicht mehr. Wüsste er es nicht besser, dann würde er sich einfach erneut dem Schlaf hingeben und all das vergessen, das gerade hier und jetzt geschehen war. Er streckte seinen Arm mit der Gabel etwas weiter in Claudes Richtung aus, in der Hoffnung, er würde endlich auf seinen ausgelaugten Körper hören und sich nicht weiter in die Zwickmühle treiben, aus der Salem ihn schlussendlich holen musste. "Ziehst du rohes Fleisch vor? Blut?" Salem war selbst kein Dämon, er hatte absolut keine Ahnung wer was gerne aß und wer was nicht ausstehen konnte.
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    • Claude Michaelis

      Die Hartnäckigkeit von dem Adligen ging ihm wirklich gegen den Strich und nun führte er ihm auch noch die Optionen aus die er hätte. Erneut seufzte er leise vor sich hin und schüttelte den Kopf, was eher im selbst galt, anstatt seinem Gegenüber. Jeder andere hätte ohne zu zögern die erste Option gewählt, sich den Bauch vollgeschlagen und würde Salem wahrscheinlich auch noch vor Freude an den Hals springen. Jedoch war Claude nicht so gestrickt, ihn ließen solche kleinen netten Gesten kalt, wobei er aber nun doch noch einmal darüber nachdachte, ob er nicht doch etwas essen sollte. "Ich möchte einfach nicht.", entgegnete er noch raunend, seiner Frage, ob er die Stimme von ihm nicht wert war. Der Dämon machte sich nicht viel aus Unterhaltungen und erst Recht nichts aus Smalltalk - es war ihm zu wider. Man sah nun aber dem Adligen das Glänzen in seinen Augen an, was ihn selbst etwas grimmig schauen ließ. Empfand er wirklich Freude daran, dass Claude wenige Worte zu ihm sprach? Und der Blick welcher permanent auf dem Dämon saß, wurde mit der Zeit etwas unangenehm. Solch Blicke konnte er wahrlich nicht ab, so sahen ihn immer die Adligen bei dem Verkauf der Sklaven an, bloß mit einem etwas mehr angewidertem Blick.

      Claude verstand seinen neuen Besitzer wirklich nicht, er hätte sich lieber an seiner Stelle, noch einen Schoßhund zu legen sollen. Keiner wollte den Dämon haben und so sollte es am Besten bleiben. "Cloude Michaelis, nicht erfreut und dein Name?", sprach er genervt zu Salem, auch ohne jeden Anstand ihn zu sietzen. So hoffte er, dass er bald mit den ganzen Fragen aufhören würde und er den Tag hinter sich bringen konnte. "Und nein, selbst wenn du mich foltern würdest, bekämst du nichts nennenswerteres aus mir heraus", fügte er noch giftig und provokant hinzu. Er war sich seiner Selbst sicher, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Noch kannte er Salem gerade mal ein paar Stunden und wusste noch nichts über ihn. Wie er tickte, was er denken würde und wie seine Handlungen aussehen würden. Die Gabel mit dem aufgespießtem Essen darauf, kam nun auch schon näher an Claude heran. Die Verlockung war groß und Salem's Sturheit, nervte ihn sichtlich. Schnell biss er das Essen von der Gabel runter, kaute einige Male und schluckte es hinunter. "Ich bin nicht sehr wählerisch...", murmelte er etwas vor sich hin und genoss noch den Geschmack von Essen in seinem Mund. Lieber hätte er selbst das Frühstück gegessen, als sich wie ein Kind füttern zu lassen. Jedoch war das Vertrauen zwischen den Beiden gleich null, weshalb es durchaus kontraproduktiv wäre, Claude seine Fesseln abzunehmen. Mit einem musternden Blick blieb er bei Salem hängen, eventuell würde er ihm ja noch eine Gabel mit Essen hin halten. Wobei schon bei dem ersten Bissen das Knurren seines Magens deutlich weniger wurde.
      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”

    • Würde er rational denken, dann würde er sich hier nicht selbst auf die Folter spannen sondern kurzen Prozess mit dem Insekt vor ihm machen und es unter seinem Schuh zerquetschen, wie es sich gehörte. Allerdings war Salem keine rational denkende Person, sondern eher jemand der nach Gegebenheiten entschied und sich oftmals von seiner eigenen Geduld betrogen fühlte - so wie hier. Beinahe jeder hätte sich bereits dazu entschieden, den Dämonen zu foltern - es würde reichen, ihn mit einer Rute oder einem Stock grün und blau zu schlagen, bis er blutete und wimmernd am Boden saß und nach Vergebung bettelte - aber Salem war noch nicht so tief gesunken, befand sich nicht auf dem Niveau der Tiere, die ihn umgaben und auch wenn er so tief sinken konnte, dann würde er das hier und jetzt einfach nicht wollen. "Wir alle treffen Entscheidungen - und ich habe nichts dagegen, wenn du eigene triffst. Aber, wieso sollte ich auf dich hören wenn du mir keine Gegenleistung erbringst? Dann würden wir in den Schuhen des Anderen stecken und auf so etwas lasse ich mich nicht ein", meinte er nur trocken als er seinen Blick endlich auf etwas anderes fokussierte. Dieser Raum war für keinen schön, dennoch war es fast wie die Kinderstube dieses Hauses - auch, wenn besagte Kinderstube nichts anderes als Sklaven hervorbrachte. Zuckersüße, vernarrte Sklaven die zu mehr gebrauchen waren als ein widerspenstiges Biest. Seine müden Augen fokussierte sich auf eine verwelkte Pflanze, irgendwo in einem Eck - vielleicht war es wirklich so. Bevor man aus diesem Raum wieder fliehen konnte, musste man verderben und schlussendlich sterben, nur um als die Hülle seiner alten Selbst wiedergeboren zu werden.

      Das komische Gespräch, das er hier aufrechterhielt, es brachte ihn doch beinahe dazu, zu lachen - das tat er auch, belustigt über die Worte die ihm entgegen geworfen wurden, als wären sie Geschosse, die sich in seinen Brustkorb graben sollten und ihn als blutige Leiche zurückließen. "Freut mich, deine Bekanntschaft zu machen, Claude. Ich heiße Salem", war es eine gute Idee, ihm das Privileg zu geben, ihn mit seinem Namen anzusprechen? Nein. Würde Claude wirklich viel mit ihm reden? So wie es aussah wohl eher nicht - wie schade. Der Zahn der Zeit würde an ihm nagen, doch hier und heute war es fast so als würde es ihnen genau nichts bringen, würden er weiter auf den gleichen Dingen herumhacken und sie trocken anstechen. "Glaub mir, ich foltere keinen, damit ich Dinge über sie erfahre - wenn ich foltere, dann tue ich es, weil sie sich mir widersetzt haben." In diesem Fall schlitterte Claude auf dünnem Eis, doch wer war Salem, wenn kein gütiger Meister? Ihn während der ersten Tage zu bestrafen - in denen er sich erst an seine Umgebung und an seinen neuen Zustand gewöhnen musste - war, zumindest laut Salem, eine der kontraproduktivsten Handlungen, zu der man sich durchringen konnte. Vorerst war es so, als würde jedes Wort auf taube Ohren stoßen und er die Dinge, die ihn normalerweise missfallen würden, überhören - einfach so, gewollt. "Was hältst du von Augenkontakt?", harkte er nach, während er bemerkte, dass der Fisch doch angebissen hatte - und ihm beinahe schon aus der Hand fraß, wenn auch gleich es eher eine Gabel als eine Hand war. "Nicht? Wenn dem so ist, gibt es dann etwas, das du gerne isst? Oder etwas, das du überhaupt nicht ausstehen kannst?" Vielleicht würde er es heute noch zu etwas bringen, oder aber würde gegen eine Wand rennen, die sich vor ihm auftürmte. All das wäre Claudes Entscheidung, nicht die seine. Letztendlich war er nur derjenige, der sich ein kurzes Grinsen nicht verkneifen konnte, kaum knurrte der Magen seines Gegenübers - und er ihm erneut die Gabel hinhielt.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.