Pre Downfall

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    • Pre Downfall

      Prolog
      -Der gefallene Held und die Hexe-

      Krieg. Ein Land gefüllt mit Trauer und Schmerz, mit dem Verlust von Hab und Gut, von geliebten Personen und von der eigenen Menschlichkeit. Ein Krieg ausgelöst durch Vorurteile, durch Rassentrennung, durch Hass und Angst gegenüber den Unbekannten, welches sich später als oberste Schicht eines vollkommen perplexen Schicksals offenbaren sollte. Der Heilige Kreuzzug, der die Dämonen läutern sollte und das Land vom Unrat befreien sollte. Doch weshalb betitelte man die unseren als Dämonen? Weil wir nicht dem Bild der anderen entsprachen? Wegen unseres schwarzen Haars oder unseren roten Augen? Unbarmherzig, gar Erbarmungslos mordeten, verschleppten, jagten uns diejenigen die uns in ihren Lügen, in ihren Geschichten als kaltherzige Monster wiederspiegelten, aus einem Grund der für uns nicht ersichtlich war, doch unseren Vorfahren schmerzlich bewusst sein sollte. Einst war dieses Land ein einzelner Kontinent, umgeben von einem endlosen Meer, ausschweifend bis in den Horizont. Doch vor langer Zeit geschah etwas, etwas das die Welt entzweite und eine riesige Kluft erschuf, welche wir unter den Namen ‚Abyss‘ kannten. Ländereien erhoben sich gen Himmel, formten eigene Lebensräume und erschufen eine dritte Art von Menschen die jenen Ort besiedelten. Wir nannten sie die Eos, eine Gattung die als Himmelsmenschen in die Geschichte eingingen und für ihre hellen Haarfarben und klaren blauen Augen bekannt war. Die Eos dienten stets als Vermittler und Puffer zwischen den Logos und uns Revenus, doch auch sie wurden von den Lügen der Logos getäuscht und brachten ihnen aufgrund ihrer fortschrittlichen Technologie Geräte dar, mit welchen man den Abyss überqueren konnte, sogenannte Luftschiffe. Während die Eos in eine andere Richtung sahen, rechtfertigten die Logos ihren Kreuzzug als ‚Säuberung‘, die Notwendigkeit der Entfernung einer gesamten Rasse die irgendwann die Logos bedrohen könne. Wir, die wir in die Enge getrieben waren von ihrer Heuchelei und ihre fragwürdige Rechtfertigung des Massenmordes, erschufen eine Armee die sich ihnen entgegenstellen sollte, dennoch zahlenmäßig weit unterlegen war und auch von ihrer Waffenkraft bei weiten nicht mithalten konnte. Unser letzter Ausweg war es, eine Eliteeinheit zu gründen, die sich ein Schiff von ihnen kapern und mit ihm zum Kontinent der Logos fliegen solle um dort den Drahtzieher hinter all dem zu vernichten und den Krieg somit ein für alle Mal zu beenden, oder den zurückbleibenden wenigstens Zeit zu schaffen um sich einen Ort zum Verstecken zu suchen. Die Welt die wir erblickten, war eine ganz neue für uns die wir nicht einmal im Ansatz verstehen konnten. Während wir in den Behausungen alter Zivilisationen lebten, hohe Häuser die schon unlängst zerfallen und vergrünt waren, entwickelte dieser Kontinent längst eigene Strukturen, ganze Ansammlungen von künstlich erschaffenen Gebäuden die als Königreiche betitelt wurden. Es war kein Wunder, dass unser Attentat fehlschlug und wir in die Enge getrieben wurden. Meine ganze Einheit, all meine Kameraden, meine Freunde aus vergangener Zeit, wurden binnen weniger Minuten vollends ausgelöscht und auch ich fiel ihnen zum Opfer. In Furcht davor mein Land im Stich zu lassen, die Schreie und die Qualen der verbliebenen Revenus, meiner Mitmenschen und meiner Artgenossen auf meinen Schultern zu tragen, sie zu hören und sie nicht retten zu können, klammerte ich mich am Leben und obgleich alles vor meinen Augen schwarz zu werden schien, die Kälte meinen ganzen, derweil taub gewordenen Körper ummantelte, hoffte ich eine zweite Chance zu bekommen um diese Ungerechtigkeit aus der Welt schaffen zu können. Es war dieser Moment, indem ich wiederbelebt wurde und meine Seele eine neue Chance bekam.


      Weil ich schon seit meiner Geburt anders als alle anderen war, mieden mich die Leute und nannten mich eine Hexe. Mein Haar war weiß wie Schnee, meine Augen erschienen in einen zuvor klaren, doch derweil leeren violett und im Vergleich zu den anderen Kindern und Erwachsenen in meinem Umfeld, stimmte es. Ich war anders, ich gehörte nicht zu ihnen und sah wie sie mich aufgrund meiner Gaben fürchteten. Weil ich schon seit meiner Geburt anders als alle anderen war, kannte ich meine wahre Mutter und meinen wahren Vater nicht und lebte deshalb auf der Straße, mich von all dem ernährend was sich mir eben darbot. Jegliche Versuche mich zu integrieren, endeten mit blauen Flecken, mit warmen Blut das mein Gesicht hinabtropfte und meine Tränen der Einsamkeit verschleierte. Es schmerzte mich, das tägliche Glück der anderen aus meiner dunklen Gasse heraus zu beobachten, die Blicke der Herabwürdigung zu ertragen wenn ich mich ihnen näherte und ihre verbale und physische Gewalt ertragen zu müssen, doch als ich meine Kräfte die mir in dieser dunklen Zeit meinen einzigen Trost spendeten, einsetzte und so einen von ihnen verletzte, verachteten sie mich zurecht als eine Hexe und versuchten mich zu fangen. Ich floh in den Wald, meine baren Füße schmerzten und mein ohnehin schon zerrissenes Kleid verhedderte sich in einen der Äste als ich stolperte und aus meinen Augenwinkeln vernahm, wie diese zahllosen, schmutzigen Hände in dieser Dunkelheit nach mir griffen, mich an den Haaren mit sich ziehen wollten um mir wieder weh zu tun. Ich schrie und weinte, doch wer sollte mir helfen? Als meine Angst in ein noch nie zuvor dagewesenes Ausmaß anstieg, verlor ich die Kontrolle über meine Kräfte und musste mit Entsetzen mitansehen wie meine Verfolger bei lebendigem Leib verbrannten. Weil ich dieses Bild, diesen Geruch und diese Situation nicht ertragen konnte, schwand mein Bewusstsein dahin und mein Leben, wie es zuvor war, endete. Als ich wieder zu mir kam, fand ich mich in einem kleinen Haus inmitten des Waldes wieder, eine alte Frau vor mir erblickend die mich gefunden und gepflegt hatte und mich nach meinen Namen fragte. Die Frau erklärte mir, nachdem sie meinen Namen mit geweiteten Augen wahrnahm, dass ich nicht in diese Welt gehören würde, sondern vom Himmel gefallen sei. Ich verstand ihre Worte nicht und fragte nach, doch bekam keine Antwort und verharrte in dieser Situation. Weil ich schon seit meiner Geburt anders als alle anderen war, blieb ich an diesen Ort und freundete mich schnell mit den Tieren des Waldes an. Die Großmutter nahm mich in ihre Dienste, erklärte mir einiges über diese Welt und meine Aufgabe in ihr, drückte mir unzählige Bücher in die Hand und wies mich an tüchtig zu lernen. Da ich keinen Ort hatte an dem ich zurückkehren konnte, keinen Ort an dem ich eine Familie hatte oder an dem sich jemand um mich kümmern würde, tat ich wie mir befohlen wurde und begann mein Studium unter der mysteriösen Frau, inmitten eines Häuschens im Wald wie es sich für eine Hexe gehörte. Die Jahre vergingen und ich erlernte dem Umgang mit meinen Fähigkeiten, verstand meine Bestimmung in dieser Welt und entdeckte meine Faszination für das Brauen diverser Tränke, wie es eine Hexe eben tat. Doch jene Jahre, zehrten an der Gesundheit der alten Frau und ohne all ihr Wissen vermittelt haben zu können, siechte meine Großmutter die mich aufnahm und wie ihre Tochter behandelte eines Tages dahin. Die Geborgenheit die ich empfand, schwand der Trauer wieder dahin und meine einst wieder mit Freude gefüllten Augen, wichen der Leere und dem Unverständnis. Gerade dieses Unverständnisses hin, steckte ich mein Kopf wieder in die Bücher um mehr zu erfahren und realisierte das gesamte Ausmaß der Wahrheit hinter diesem Land das sich einst entzweite. Eines Tages hin, beschloss ich eine Reise anzutreten und diesen Ort, wenn auch nicht für immer zu verlassen. So verharrte ich vor dem Grab der Großmutter noch immer nicht den Begriff des Todes erkennend und sprach mit ihr, wie an jedem Tag zuvor auch. Und dann begann meine 2-jährige Reise ins Unbekannte, in welcher ich vieles über diese Welt herausfand, in welcher ich nach Relikten Ausschau hielt und die mir die wahre Gestalt hinter den Logos zeigte, die sich hinter einer Lüge versteckten um nicht denjenigen zu Opfer zu fallen, die jene Lügen verbreiteten. Die Länder der Logos teilten sich in die Adligen, die Mächtigen, und das Allgemeinvolk, die Schwachen, aus denen bei zu viel Neugierde schnell mal ein oder zwei Kinder verschwanden und nie mehr wiedergesehen wurden. Dieses Land war wirklich von Grund auf verdorben und ließ mich meinen Wald, meinen Ort der Einsamkeit und der Ruhe ersehnen. Auf dem Rückweg in meinen Wald, traf ich auf einen schwer verletzten Mann, der seine Hand nach etwas auszustrecken schien. Ich erinnerte mich an den Tag zurück, an welchem meine Großmutter mich fand und bedauerte ihn, konnte aber mithilfe meiner Freunde im Wald seinen Körper bergen und zu Großmutters und meinem Zuhause schaffen. Da sein Körper unlängst vollkommen kühl war, er sich nicht mehr regte, nicht mehr atmete und sein Herz nicht mehr schlug, wusste ich das sein Leben verwirkt war, konnte dies allerdings nicht akzeptieren. Es oblag meinem Wunsch ein weiteres Mal für Tage die Bücher zu wälzen um schließlich eines meiner gefundenen Relikte wiederzufinden, welches einer antiken Waffe zu ähneln schien die einst Kugel zu verschießen vermochte. Als ich dieses Relikte gegen seine Brust drückte und den Abzug betätigte, umgab den Mann ein helles Leuchten und brachte sein Herz dazu erneut zu schlagen. Seine Wunden waren tief und nachdem ich einige Zutaten zusammensuchte um einen Trank zu brauen, sowie Medizin aus Kräutern mahlte um die Wunden zu bedecken, rieb ich zuerst seine Wunden ein und nahm einen Schluck von den Gebräu um ihn von meinen Lippen zu den seinen überzubringen. Als er gerade in diesen Moment seine Augen öffnete, überkam mein Herz eine ungeahnte Wärme und das Gefühl der Scham offenbarte sich in mir. Um diese merkwürdigen Gefühle zu unterbinden, setzte ich das überhebliche Lächeln einer Hexe auf und sagte zu ihm: „Ich habe dir dein Leben gerettet und von nun an wirst du es mir widmen!“ Dies war das erste Aufeinandertreffen von Galahad, den Helden der Revenus der die Logos stürzen wollte und der Hexe Mili, deren Aufgabe es war über die Welt zu wachen und sich aus ihren Geschehnissen heraus zu halten.

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    • Kapitel 1
      Die Wellen des Schicksals

      Ein Engel in Verkleidung. So nahm ich die Hexe aus dem Wald nach unserer dreimonatigen Reise wahr, obgleich es mir zu Beginn widerstrebte ihrem Willen zu folgen und mich ihrem Befehl zu untergeben. Doch mein Wille war gebrochen, das Wort ´Entscheidung´ existierte für mich nicht mehr, als ob eine Kraft mich daran hinderte zu denken, zu fühlen gar einen Schritt voran zu treten. Es war als wäre ich an einen Pakt gebunden, eine Marionette an einen Faden hängend, die Hände der Hexe die Hölzer umschlingend und meine Taten nach ihrem Vorbild lenkend. Caim, Lucu, Mirvis, ihr alle die ihr euer Leben für mich gabt, mir den Pfad ebnend den Herren des Landes der diesen Kreuzzug gegen unseren Volk anführte zu stürzen, das Leid unserer Kinder unserer Familien zu lichten, starbt eines sinnlosen Todes während unseresgleichen desweiteren unter den Machenschaften dieser Unmenschen litten die lediglich ihren Drang nach Unterdrückung und ihre Gier nach Wohlstand befriedigen wollten. Und dennoch, wandte sich mein Blick den Menschen dieser Lande entgegen, den Kindern die auf der Wiese spielten, den verletzten Soldaten in ihren Lazaretten, den zerstörten Orten der internen Kriege der 12 Lordschaften verschuldend, welche ein ganzes Land in den Ruin trieb um die Sehnsucht nach Entfaltung durch die Propaganda erschaffener Unwesen zu entfachen und Mili, die in ihrer Güte an jeder Station stoppte um ihnen die bestmögliche Hilfe anzubieten obgleich ihr ganzes Leben von Verachtung, Missgunst und Ablehnung geplagt war. Wie oft kam es nun dazu, das es mir vergönnt war einen Stein abzufangen der für sie bestimmt war, mein Schwert in den Leib eines Attentäter zu betten der nach ihr Leben trachtete, die verfallenen Blicke zu ernten während ich ihre Augen bedeckte und die Ignoranz der Logos verfluchte. Nie jedoch, in der Zeit in der wir uns einen Raum und im Verlauf unserer Reise ein Bett teilten, empfand sie auch nur einen Funken von Trauer oder Zweifel und setzte stets ihr überhebliches Lächeln auf, meine Verachtung dieses Volkes gegenüber schlicht dahinschwindend, der Akzeptanz weichend dem Adel zu trotzen um die Angst zu schnüren und die Wahrheit aufzudecken, eine sorglose Zukunft zu erschaffend die Revenus und Logos einen sollte. Wir führten unsere Reise durch die Länder der Logos fort, alsbald ein komplettes Jahr vergangen war und sich der Wunsch in meiner Brust drängte herauszufinden was mit meinem Land geschehen war. Dieser Wunsch jedoch, hätte in Keim erstickt werden sollen, denn die Kreuzzüge offenbarten schnell die Folgen des Massakers, welche durch die mangelnde Verteidigung meines Volkes auftrat in ihrer verzweifelten Aktion ihre besten Kämpfer in das Feindland zu schicken, dessen letzter Überlebender nun hier vor Ort stand und erfuhr das der Krieg endete und die Länder der Revenus übernommen wurden. Es war ein Lagerfeuer an einem Fluss inmitten der Nacht welches wir aufschlugen, vor welchem ich saß, beide Beine herangezogen und meine Hände ineinander gebettet, meine obere Gesichtshälfte in jenen vergruben während die Weißhaarige Hexe hinter meinen Rücken ein Bad nahm. Inmitten des Mondlichtes erstrahlte ihr Körper, der sich aus dem Wasser wund und schließlich den meinen mit ihren Armen ummantelte. „Warum... hast du mich nicht sterben lassen?“, entwich es meinen Lippen nach einem kurzen Moment der Stille während die Nässe der Wärme wich und ihre Stimme ertönte. „Das Schicksal verbat es mir. Ich brauchte dich um die Welt aus ihrem Ungleichgewicht zu bergen, denn mir allein war es nicht vergönnt diese Stärke zu erlangen.“ Ein Bauer in einem Spiel, geführt von einer Königin die einem Schicksal folgte welches ein Gleichgewicht zwischen den Völkern dieser Welten herstellen wollte, und trotz dieses für mich Unsinns erkannte ich bei Weitem nicht den Umfang ihrer sich vorgegebenen Mission, bei der es sich nicht nur um die uns bekannten Völker der Revenues, den Logos und den Eos handelte. Es gab etwas weiteres auf dieser Welt, etwas das lange vor unserer Zeit existierte und von unseren Ahnen weggesperrt wurde, die ursprünglichen Einwohner dieser Welt die als Vorbild der Verunglimpfung unseres Namens dienten. „Wir müssen die Teufel beschützen!“, fügte es Mili ihrer Erzählung bei als ob Sie meine Gedanken lesen könne und eine Antwort auf meine Fragen bieten würde. „Lange bevor die Logos, Eos und Revenus existierten gab es nur eine Gattung von Menschen die von einem fernen Planeten kamen und sich diese Welt gewaltsam aneigneten. Diesem Zwecke dienlich entledigten Sie sich den Ureinwohnern dieser Welt, den sogenannten Nebulum und Primun, oder im Munde der Ahnen bekannten weißen und schwarzen Teufeln.“ Meine von Mili verzauberten grauen, doch im eigentlichen Sinne roten Augen widmeten ihren Blick den sichelförmigen Mond, den Worten der Hexe lauschend die über das Schicksal sprach und jene Welt die ich kannte auf den Kopf stellte. Die Wahrheit bei Weitem nicht für mich fassbar, in weiter Ferne rückend und dem Zweifel entgegenstehend, entstand ein leises Seufzen in meinem Inneren. „Wie willst du dein Ziel erreichen?“ Meine Stimme ertönte und die Hexe wandte sich von meinen Rücken ab, ihre Gewänder bergend und sich bekleidend im Mondlicht ihre Kreise ziehend und dabei in ihrem überheblichen Lächeln antwortend. „Wer weiß.“
      Mein Blick wandte sich zu ihr auf, bisweilen sie in ihrer letzten Drehung stoppte, ihre Hände gegen ihre Hüfte stemmte mit ihren violetten Augen in meine gar leblos wirkenden Augen hinab starrte. „Die unbefleckte Flamme weist den Weg, der Gebieter des Windes schließt sich ihm an, das zornige Eis dem ruhigen Gewässer weichend ergibt sich seinem Schicksal und verbündet sich mit der Erde die der Flamme den Weg ebnet, deren Feuer vom Wind entfacht wird und dem Widerstand des Eises trotzt. Die Urgeister der vier Elemente sind die Schlüssel um die Wellen des Schicksals zu entfachen, die von den Kindern und Enkeln ausgetragen werden. Sobald die 8 Wellen über das Land hinweggefegt sind, wird nach der Zerstörung die Wiedergeburt kommen und die Vereinigung stattfinden!“ „Die 8 Wellen des Schicksals... Von den Kindern und Enkeln?“, entwich es meinen Lippen den Blick zum nahenden Gesicht der Weißhaarigen Hexe richtend die mir mit einem Nicken entgegnete. „Korrekt. Lass uns also sofort daran arbeiten, bevor uns die Zeit davonrennt!“ Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, vernahm Ich die Hand der jungen Frau an meiner Brust die mich lediglich mit Wucht zu Boden stieß und die Nacht dahinschwinden ließ. Caim, Lucu, Mivis, unsere Reise war vergeblichst, unsere Chancen standen gleich 0, eure Opfer waren vergebens, dem Volk keinerlei Chance bietend ihre Helden wieder Willkommen zu heißen. Die Revenus schwanden dahin, ermordet, geschändet, gedemütigt als Tier behandelt für Jagd, Zucht und Handel domestiziert , sich ihren Schicksal, unseren Versagens und ihren Verlustes ergebend in jener verkommenen Welt zu leben die ich täglich mit meinen Augen erblickte. Dennoch, während sich meine leblosen Augen zum Mond wandten, in den Erinnerungen unserer Reise schwelgend die violetten Augen und das überhebliche Lächeln erblickten, entfaltete sich das Gefühl des Glücks in mir, welches sämtliche Missetaten, jeglichen Frust und selbst die grausame, verkommende, düstere Welt in ein helles Licht umhüllte das mir einen Weg wies, nachdem ich von meinen abgekommen war. War es in Ordnung für mich in einer Situation wie dieser, an einen Tag wie diesen, an einem Ort wie diesen, in einem Körper wie diesen, anstelle einer anderen Person eine solche Güte, eine solche Geborgenheit zu empfinden obgleich meine gesamte Welt noch vor wenigen Momenten zerstört, überholt und wiedergeboren wurde? Und in diesem Moment drang sich der Gedanke in meinen Vordergrund, das meine Welt nicht ganz ungleich dieser war, das ein jeder in dieser Welt mit ihren eigenen Augen zu dieser Zeit zum sichelförmigen Mond hinaufblickte und das die Weißhaarige Hexe mit ihrem Gerede über das Schicksal Recht behalten sollte. Sie würden kommen, die 8 verfluchten Wellen, die über die Länder der Logos, der Hölle der Revenus und die Himmel der Eos fegen würde um die Welt zu zerstören, wiederzubeleben und zu vereinen. Es war dieser Moment in dem sich jegliche Zweifel von mir loslösten und der Hoffnung wichen, die schon bald im Körper der Weißhaarigen Hexe... Nein... Im Körper meiner Weggefährtin, meiner Zukunft heranwachsen sollte, die den Namen Mili trug und mit den roten Fäden des Schicksals den einst gebrochenen Mann wieder zusammenfügte. Wir führten unsere Reise fort und erreichten schon bald, innerhalb weniger Wochen, die Ebenen von Tielle, einem Dorf geborgen in einer kahlen Landschaft dem Vulkanen geschuldet die sich ringsum befanden und eine einst satte, grüne Landschaft in eine Wüste aus verkohlten Bäumen formte. Unser Ziel war Dantalion, der Urgeist des Feuers der den Anfang und das Ende der Wellen ankündigen sollte und der Mittelpunkt unserer bisher Einjährigen Reise darstellte, die ein jähes Ende finden sollte.


      Die Reise wird fortgeführt..

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    • Kapitel 2
      Von Feuer und Erde

      Die Berührung genügte um den Ast, in meiner Hand befindlich, mit Daumen und Zeigefinger zu Asche zu zermahlen. Ein einfacher Atemzug, der Asche ihrer letzten Ruhe widmend, dem schwachen Windzug in Richtung des finstren verkohlten Waldes folgend und in der Stille der Ebene wiegend, fand durch einem geschwächten Hüsteln ein jähes Ende. Wir schritten voran, den Spuren der Ahnen folgend die einst einen Pfad aus Dreck erbauten, um den Schutzpatron der Ebene ihre Opfergaben zu erbringen, entlang der geschwärzten Tannen, sanft mit der Hand die Oberflächen der einstigen Nadeln am vorbeigehen entlang streichend, den Blick stets voller Neugierde dem Neuen zugewandt. Er war es, der stets an meiner Seite lief, doch seine Augen dem Ziel widmete, weder mir noch der Neugierde nachgebend, mich stets an meine Bestimmung, meiner Aufgabe erinnernd, voller Unbeholfenheit meine Gefühle achtend, selbst die Nadeln jenes Baumes entgegennahm, um lediglich einen verdutzten Gesichtsausdruck aufzusetzen, der mir unabdingbar ein Lächeln auf Lippen zauberte. Meine Schritte trugen mich weiter voran, über das graue Gras, den verkommenen Unterholz steigend die markanten Wegpunkte folgend und eine Wiese ungleich des unendlichen Grautons erreichend, befüllt mit saftigem Grün, übersät mit dem grellen gelben Blüten des Löwenzahns in einer Richtung einen Weg schneidend der zu einem heruntergekommenen Tempel führte. Dem Tempeleingang entgegentretend, das riesige Tor begutachtend, legte sich mein Zeigefinger meinen Lippen entgegen, mein Ellenbogen gestützt von meiner freien Hand, meine Augen jegliche Ecke, jegliche Öffnung begutachtend während mein Weggefährte seine Hand an das steinerne, von Moos überzogene Tor lehnte und mit sein ernstes Gesicht kaum eine Miene verzog. Verfallen sah ich aus meinen Augenwinkeln heraus zu ihm hinauf, bisweilen sich unsere Blicke trafen und Ich das übliche liebevolle Lächeln aufsetzte, obgleich sich in meinen Herzen die Unsicherheit ausbreitete. Wie käme ich voran, wie würde ich dieses Rätsel lösen und meiner Aufgabe gerecht werden um ihn, um die Anderen nicht zu enttäuschen? Ohne mein Beitun, ertönte das dumpfe Geräusch des Tores, als würden sich Verankerungen lösen und mitsamt des nach unten schiebenden Gesteins alten Staub entstehen lassen. Treppen führten hinab, in die Schwärze, ins Ungewisse das auf uns wartete, als würde uns jemand Einlass gewähren, doch seinen Blick zu mir richtend als wäre ich diejenige gewesen die es vermochte jenes Tor zu öffnen. Ein überhebliches Lächeln, gefolgt von einem erfolgreichen Nicken, brachte mich zwar innerlich dazu in Scham zu versinken, doch zeitgleich schnellstens die Treppen hinabzusteigen um nicht die folgende Blöße in meinem Gesicht zu entpuppen. Als wir schlussendlich dem Ende nahekamen, wirbelte ein Luftzug aus geballter Hitze mein Haar zurück, zwang mich mit meinem letzten Schritt dazu mein Arm vor mein Gesicht zu werfen in der Sorge von der Wärme verschlungen zu werden. Ein Ungetüm tat sich inmitten einer Plattform auf, umgeben von Lava, doch weit geschwächt um unsere Körper nicht binnen Sekunden zu schmelzen. Das aufgebäumte Wesen, gar 3 Meter groß, der Form eines Stieres, doch zeitgleich Menschens aus tiefen rot entsprechend, vier weinrote Augen, zwei jeweils inmitten der ursprünglichen Position und zwei über der Schnauze des Stieres befindlich unser Antlitz erspähen, bevor eine tiefe Stimme in der Umgebung widerhallte, weder einen Mund entspringend sondern aus dem Körper in einer verzerrten Stimmlage ertönend. „Hexe des Waldes, ihr die ihr in Vertretung eurer verkommenen Gattung erschienen seid um einen Pakt mit meinesgleichen zu schließen, antwortet auf meine Fragen mit der Wahrheit, insofern die Lüge euch nicht mit Flammen von innen heraus zerfressen soll!“ Der Drohung der Bestie folgend, lehnte der Schwarzhaarige Ritter an meiner Seite seine Hand den Knauf seines Schwertes, bereit das Monster entzwei zu teilen, doch Sekunden zuvor in Flammen aufzugehen. Meine Hand richtete sich zur Seite, meine zuvor noch entspannte Mimik der Ernsthaftigkeit weichend und schwer schluckend bevor sich die Hand meines Ritters löste und die verzerrte Stimme erneut ertönte. „Welches Wohl liegt euch am Herzen, jenes eures Volkes oder jenes unseren Volkes?“ Meine Gedanken spielten verrückt, jegliche Variation abwiegend die zu einer Katastrophe führen sollte und erneut dem Druck niederliegend die Verantwortung aller auf meinen Schultern zu tragend, mit einer falschen Antwort die Hoffnung aller zu zerstören, dem Schicksal die Stirn zu bieten und den Untergang zu besiegeln. Doch in Wall meiner Panik, erreichte die Hand jenes Mannes an meiner Seite meiner Schulter, seinen verdutzten Gesichtsausdruck mir entgegen richtend, mein Herz von jeglichen Zweifeln befreiend, mir die Wahrheit entlockend. „Wir Menschen waren es, die jenen Ort an uns rissen und die zu vorigen Wesen ihrer Welt beraubten, euch in diese Altäre sperrten, obgleich wir euch als Götter sahen und eure Wut mithilfe von Gaben versuchten zu lindern. Nicht die Menschen sind es die mir am Herzen liegen, sondern die Wesen die zu Unrecht vernichten wurden um unseren Ahnen eine unberechtigte Grundlage zum Existenzaufbau zu widmen. Wir stürzten uns im Gewissen unserer Taten an die Spitze der Nahrungskette, doch wir, die wir auf die Arroganz unserer Ahnen folgten und die Gene der Urwesen dieser Welt in uns tragen, verdienen es nicht für die Taten unserer Ahnen belangt zu werden, in Anbetracht dessen wir zur selben Zeit die Teufel unsere Ahnen nennen können.“ Die Stimme der Bestie verstummte, seine Arme vor seiner Brust verschränkend, einer Stille weilend alsbald nach einigen Minuten die nächste Frage ertönte. „Folgt ihr eurem Schicksal oder dem Ruf eures Herzen?“ Meine Hand legte sich auf meine Brust, der Frage des Monsters ohne Gedenken an ihrer Folgen antwortend. „Ich folge den Händen der Wesen dieses Planeten, die mir den Weg ebnen dem Schicksal und meinem Herzen zu folgen, den Willen einer Welt zu erschaffen in der Eintracht und keine Zwietracht entsteht, in der ein jeder zusammenleben kann ohne einen anderen zu unterdrücken. Steht mein Schicksal meinem Herz, steht mein Herz dem Schicksal im Weg so bin ich bereit ein jenes zum Wohl des Anderen zu opfern, insofern sich die Lösung zum Positiven für diese Welt wendet.“ Die Hitze nahm zu, während sich Strudel aus Lava in die Höhe erhoben und die Erscheinung weckten die falsche Antwort gegeben zu haben, doch obgleich mich die Zweifel ein weiteres Mal packten, vernahm ich die Hand des Schwarzhaarigen die meine ummantelnd, selbst in einer solch ausweglosen Situation an meiner Seite stehend und an mich glaubend. „Hexe des Waldes, meine letzte Frage gilt nicht euch sondern euren Begleiter als Vertreter der anderen Gattung dieser Welt. Was ist euer Begehr?“
      Die Stimme des Schwarzhaarigen ertönte in einem Ton, der nicht aus der Gestalt einer Person einspringen sollte doch die Folge seiner mangelnden Kommunikation darstellte. „Mi..li...Frie...den...Wahr...heit...R..en...Zu...kunft...Ver..ein..igung..“ Die flammenden Strudel schossen in die Höhe in geraden Wege auf mich zu, kurz bevor sich mein Weggefährte vor meinerseits warf und meinen Körper mit seinen Armen ummantelte, mich schützend nicht weil es seine Pflicht sondern weil es sein Wille war. Doch die Flammen waren nicht heiß, bestenfalls eine warme Sommerbrise, die unsere Haare inmitten der Flammenenden Winde aufwirbelte und meine Augen vor Überraschung weiten ließen. Die Stimme der Bestie ertönte, alsbald sich auch der Blick des Schwarzhaarigen nach oben wandte und die Flammen inmitten meines Herzen Halt fanden um den Pakt zu vollenden. „Das Kind in eurem Leib, Ren... Obgleich eure Antworten nicht ganz meiner Zufriedenheit entsprachen, gilt die Interesse der Entwicklung dieses Wesens ganz euch, sodass ich selbst nach euren Ableben weiterhin über ihn wachen und richten werde, insofern er meinem gewollten Bild nicht entsprechen und meine Vorstellung enttäuschen sollte. Hexe des Waldes, die Kraft Dantalions des Urgeistes des Feuers sei die Eure, und die eurer Nachfolgerin bis zum Augenblick der Vereinigung unserer Völker und der Vollendung des Schicksals.“ Mein Herz raste in Anbetracht der Worte des furchteinflößenden Wesens, welches sich vor mir aufgebäumt hatte, in seinen 3 Metern, die lediglich seinen Oberkörper preisgaben welcher sich aus der Lava erhob doch dessen Worte ebenfalls den ersten Erfolg meiner Reise symbolisierten. Dantalion der Urgeist des Feuers, der Erste und somit der Stärkste der Urgeister wandte sich von seinem Hass gegenüber der Menschen ab um den faden Licht zu folgen, welches den Niederfall Arcadias einläuten sollte, die Welt in neue Richtungen lenkend, in ein Schicksal führend, welches nicht eine sondern unzählige Wege bereit hielt. Unser nächstes Ziel entsprang den Quellen Ordines, der Stadt des Wassers und führte zum Quell des Urgeistes des Wassers, Forneus.

      Die Reise wird fortgeführt...

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