he is the stillness in her chaotic world [Takumi & Amalia]

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • he is the stillness in her chaotic world [Takumi & Amalia]

      he is the stillness in her chaotic world

      "are you afraid of falling in love?"
      "-im afraid of being the only one who falls"


      Genre
      Romance | Drama | Slice of Life | Fantasy | HL




      Von Freunden und Familie verlassen, wagte Y vor wenigen Jahren einen Neuanfang in Tokio. Sie glaubte daran, ihren Traum als Tänzerin nachgehen zu können, jedoch hatte das Schicksal andere Pläne für sie bereit gehalten.
      Y war ein Jahr lang Schüler einer angesehenen Ballettschule in Japan/Tokio, jedoch wurde sie nach einer Jahr entlassen, da ihr kränklicher Körper den Belastungen einer Tänzerin nicht standhalten konnte. Von dort an ging es nur noch bergab in ihrem Leben. Sie musste in ein kleinere Stadt ziehen und einen Nebenjob als Kellnerin annehmen, um Geld für ihre Miete zusammen zu kratzen. Neben dieser Tätigkeit muss sie noch mit dem Alltag einer unbeliebten Schülerin klar kommen und sich auf die Prüfungen ihres letzten Schuljahres vorbereiten.
      X ist ein Shinigami der die Seelen verstorbener Menschen einsammelt.
      Eines Tages war er in der Nähe, als Y bei einem Unfall beinahe ertrank. Ihre Seele hatte bereits ihren Körper verlassen und der Shinigami offenbarte sich ihr, um sie mit in die Heilige Stadt zu nehmen, wo alle Seelen hingebracht werden und auf ihr Urteil warten müssen.
      Jedoch schafften die Rettungssanitäter es, Y erfolgreich zu wiederbeleben. Sie erinnerte sich nach wie vor an X, der sich in seiner Form als Shinigami ihr offenbarte, was ein großes Problem darstellt. Seelen die in Kontakt mit Shinigamis kommen, verlieren ihren natürlichen Schutzwall gegenüber Seelenfresser und sind ein gefundenes Fressen für diese.
      Seelenfresser sind gruseliges Kreaturen, mit unterschiedlichstem Aussehen. Sie waren einst verstorbene Seelen, die nicht schnell genug von einem Shinigami in die Heilige Stadt gebracht wurden. Einige von ihnen verwandelten sich, weil sie verdorbene Gefühle in sich hegen, andere weil sie infiziert wurden. Ihr Verlangen ist es, Seelen von verstorbenen zu verspeisen und so an mehr Macht zu gelangen. Für Sterbliche sind sie nicht gefährlich, da sie keinen Einfluss auf ihr Leben nehmen können. Dies liegt an dem natürlichen Schutzwall den jeder Mensch hat, wenn seine Seele neu geboren wird. Jedoch bekommt dieser Schutzwall Risse, wenn ein Mensch in Berührung mit einem Shinigami kommt, denn für üblich müssen diese zerstört werden, damit eine Seele in die Heilige Stadt mitgenommen werden darf.
      X der fest davon ausging, dass Y bereits verstorben war, beendete ihren Schutzwall und offenbarte sich ihr, doch er handelte zu voreilig. Die Seele des Mädchens drang dank der ersten Hilfe der Rettungssanitäter zurück in ihren Körper und konnte überleben. Doch seit dem haben es einige Seelenfresser auf ihre Seele abgesehen und sie ist großer Gefahr ausgesetzt.
      Die Regierung, welche sich aus den erfolgreichsten Shinigamis der Geschichte zusammensetzt, sind alles andere als erfreut über diese Tatsache und geben X die alleinige Schuld für dieses Dilemma, da sie fanden, er habe zu voreilig gehandelt. Aus diesem Grund wurde er damit beauftragt, dass Mädchen so lange vor den Seelenfresser zu beschützen, bis sie den Tod findet, den ihr Leben wirklich für sie vorhergesehen hatte. Dabei darf sich X diesbezüglich nicht mehr einmischen. Er ist einzig und allein dafür verantwortlich, die Seelenfresser zu zerschlagen, die es auf sie abgesehen haben. Dabei ist es von Nöten, dass er ihr auf Schritt und Tritt folgt.
      Y, die seit X's Offenbarung alles Übernatürliche sehen kann, ist davon natürlich alles andere als begeistert, vor allem da dieser ständig an ihren Fersen klebt und das Mädchen besser kennen lernt. Er sieht ihre Schwächen, ihre Stärken und ihre größten Sehnsüchte. Es bereitete Y große Angst, plötzlich jemanden um sich zu haben, der so viel von ihr wusste, jemanden den sie sich offenbarte, ohne dass sie es wollte.
      Die beiden kommen sich mit der Zeit näher und lernen sich zu lieben, doch von Anfang an, steht ihre Liebe unter keinem guten Stern, denn die Liebe zwischen einem Shinigami und einer Sterblichen wird nicht geduldet.


      @Takumi
      @Amalia

      Steckbriefe: anime-rpg-city.de/index.php/Th…ostID=1202367#post1202367
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…
    • Sachiko Suzuki:
      Kalt. Dunkel. Nass. Wie konnte es überhaupt so weit kommen, dass ich hier gelandet bin? Wie war es möglich, dass ich heute morgen nichts ahnend in der Schule saß und nun hier war?
      Ich streckte meinen rechten Arm aus, versuchte nach der Wasseroberfläche zu greifen, welche ich schon lange hinter mir gelassen hatte. Ich konnte meine Luft nicht länger anhalten und öffnete meinen Mund, um nach Sauerstoff zu schnappen, doch erfolglos. Stattdessen füllten sich meine Lungen mit Wasser und hinterließen ein Gefühl des Erstickens in meiner Brust. Anfangs noch hatte sich mein Körper gegen die geballten Wassermassen gewehrt, die auf mich eindrückten, doch schon bald wurde ich müde und wehrte mich nicht mehr dagegen. Ich öffnete meine Augen und sah dem Halbmond dabei zu, wie er sich immer weiter von mir entfernte. Mir war kalt und meine Brust schmerzte von dem Wasser, dass sich mittlerweile in meinen Lungen angesammelt hatte. Ich spürte die Müdigkeit in meinen Knochen und ließ den Arm wieder sinken. Ich schloss meine Augen, bereit diese Welt zu verlassen. Hier würde mich sowieso keiner finden. Es würde niemand kommen, um mich zu retten. Es gab niemanden der mich retten könnte, denn keiner wusste, dass ich existierte. Ich war allein. Allein und verloren. Ich würde aufhören in einer Welt zu existieren, die mich nicht liebte.

      "Wir verlieren sie! Aufladen auf 200. Alle beiseite!" Erneut jagten die Rettungssanitäter einen Schlag durch ihren kalten, verlassenen Körper, in der Hoffnung, sie wieder zurück holen zu können. Ihr Körper erhob sich durch den Schlag ein Stückchen, sank jedoch wieder zurück auf den kalten Asphalt. Das gleiche noch mal. Diesmal mit 250 Volt. Doch immer noch keine Reaktion von der Braunhaarigen.

      Ich öffnete meine Augen und schnappte nach Luft. Hektisch sah ich mich um, ehe ich bemerkte, dass ich bei einem Hafen stand, der Kontener auf Schiffe verlud. Ich sah mich um und sah ein Mädchen bewusstlos auf dem Boden liegen. Rettungssanitäter hockten neben ihr und taten ihr Möglichstes, um sie wieder zu Bewusstsein zu bekommen. Ich näherte mich vorsichtig den Leuten und musste entsetzt feststellen, dass das Mädchen auf dem Boden ich war. Ich drehte mich um, versuchte mich daran zu erinnern, was passiert ist, doch meine Erinnerungen wollten nicht zurück kommen. Ich sah an mir herunter und bemerkte, dass meine Haare und meine Kleidung klitschnass waren, weshalb mein Blick in Richtung Meer wanderte. "Also... bin ich ertrunken...?", fragte ich leise.
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…
    • Hijikata Toushirou:

      Es war wieder einer dieser Tage an denen ich wünschte ich wäre damals einfach gestorben und Schluss. Ich hatte das komische Gefühl als würde heute noch irgendwas seltsames passieren, während ich vom Hochhaus auf die belebte Straße runterschaute. Mann, die Welt hatte sich ganz schön verändert. Gefühlt jeder hatte ein Auto mit dem er rumfuhr und erst diese Smartphones. Aber naja wir als Shinigami profitierten ja auch davon, ist ja nicht so als dass wir keinen Zugriff auf die Technik von heute hätten.
      Während diese Gedanken durch meinen Kopf kreisten vibrierte mein Handy in der Hosentasche. Es war die Regierung, also gab es einen neuen Autrag. "Hallo..." sprach ich ruhig und überlegte bereits wer es wohl diesmal war. Ich hoffte sehr, es wäre ein alter Mann oder eine Frau die friedlich zu Hause in ihrem Stuhl eingeschlafen war. Heute wollte ich einfach nichts Aufregendes. "Ok... und wo? Am Hafen? Alles klar ich bin gleich da" sprach ich und legte auf.
      Meine Vorgesetzten erzählten mir es war eine Schülerin die gerade dabei war zu ertrinken. Nicht der angenehmste Tod aber was soll man machen. So hart es klang aber ich konnte wirklich nichts machen als zu warten bis sie tot war. Das war meine Aufgabe als Shinigami.
      Ich zog mein langes Schwert und schwang es durch die Luft als würde ich einen unsichtbaren Gegner zerteilen wollen. Mitten im Nichts vor mir öffnete sich dann ein Spalt und auf der anderen Seite konnte man bereits den Hafen sehen. Das war eine der Fähigeiten die einem Shinigami mit dem heiligen Schwert zur Verfügung standen. Es war in der Lage einen Riss im Raum zu öffnen und so konnte man in einem Augenblick den Ort wechseln, auch wenn diese Kilometer von einander entfernt waren.
      Ich trat durch den Riss und sogleich stieg mir der salzige Geruch des Meeres in die Nase und ich hörte die Möwen über meinem Kopf kreischen. Und dann spürte ich mit einem mal dieses schwere Gefühl in meinem Magen, das mir verriet warum ich eigentlich hier war. Es war wie ein innerer Sensor für uns Shinigami der uns sagte, dass hier eine Seele war die unsere Hilfe brauchte. Anfangs hatte ich noch Angst davor wenn mich dieses Gefühl überkam. Ich wollte nicht dabei sein wenn jemand kurz davor war zu sterben und ich konnte nichts dagegen tun. Als Mensch würde man mich wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilen, aber als Shinigami war gerade das alles was ich machen konnte. Dann sah ich sie und ging langsam auf sie zu.
      Es war ein junges Mädchen, vom Gefühl her schätzte ich sie auf 17 oder 18. Wahrscheinlich war sie gerade so volljährig. Sie hatte lange braune Haare und hatte ein hübsches Gesicht. Ich fragte mich ob es ein Unfall gewesen war oder ob sie versucht hatte sich umzubringen aber in ein paar Minuten konnte ich sie das eh fragen. Ich wartete und sah zu wie die Sanitäter versuchten sie zurückzuholen. "Es ist ok Jung, ihr habt alles versucht aber ihr könnt hier nichts mehr machen. Ich dagegen schon" meinte ich auch wenn mich niemand sehen geschweige denn hören konnte. Aber es fühlte sich einfach vertraut an. Ich legte meine Hand auf den Kopf des Mädchens und zog dann langsam ihren Geist aus ihrem Körper. Es war wie eine blasse durchsichtige Kopie die sich aus ihrem Körper erhob. Ich ging ein paar Schritte zurück denn ich wusste aus Erfahrung, dass die meisten einen Moment brauchten um zu verstehen was mit ihnen passiert war.
      Das Mädchen öffnete die Augen und hatte sich relativ schnell orientiert. Als sie dann die Sanitäter sah und sich selbst auf dem Boden erkannte wirkte sie sehr aufgeregt. Es machte auf mich den Eindruck als wusste sie nicht was mit ihr passiert war. Nun kam der Moment in dem ich einschreiten musste. "Ich fürchte ja, tut mir Leid" antwortete ich auf ihre Frage, die eigentlich ein Selbstgespräch war. Ich schritt langsam auf das Mädchen zu. "Mein Name ist Hijikata und ich bin hier um dich auf die andere Seite zu führen. Ich weiß, das ist jetzt nicht einfach für dich darum nimm dir ruhig einen Moment Zeit" Eigentlich durfte ich bei sowas keine Zeit verlieren denn sobald die Seele vom Körper getrennt war, war sie den Seelenfressern hilflos ausgesetzt. Zum Glück konnte ich noch keinen von ihnen spüren.


      Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.
    • Sachiko Suzuki:
      Ich zuckte leicht zusammen, als ich plötzlich eine Stimme hinter mir vernahm und drehte mich sofort zu der Person um, der ich die Stimme zuordnete. Es handelte sich dabei um einen Mann mit roten Haaren und sehr außergewöhnlichen Klamotten, zudem trug er ein Schwert bei sich. Er stellte sich als Hijikata vor und meinte, er würde mich auf die andere Seite begleiten. Nervös sah ich von ihm auf meinen leblosen Körper hinab. Die Sanitäter gaben noch immer nicht auf und jagten mir Stromschläge durch mein Herz, doch ich selbst spürte von all dem gar nichts. Ich spürte weder ihre Berührungen, noch die Stromschläge oder den Wind, der gerade wehte. Würde ich jemals wieder in der Lage dazu sein, etwas zu fühlen?
      "Dann sind Sie so etwas wie ein Todesengel?", fragte ich Hijikata. Mein Gehirn durchforstete alle Animes und Mangas, die ich jemals geguckt oder gelesen habe, um mir ausmalen zu können, was nun auf mich zukommen würde. Natürlich wusste ich, dass wahrscheinlich nichts von all dem zutreffend sein würde, jedoch konnte ich mich auf diese Art und Weise ein wenig beruhigen und machte mir nicht allzu sehr Gedanken darüber, was nun mit mir und meiner Seele geschehen würde. "Dann hat's mich wohl dahingerafft. Kann man nichts machen", sagte ich und seufzte leise. Hätte ich jemanden, der auf meine Heimkehr warten würde, hätte ich mich vermutlich mehr gegen mein Schicksal gewehrt, doch war da niemand. Ich war alleine und niemand würde mein Fehlen bemerken. Niemand würde meinen Tod betrauern. So gesehen war Einsamkeit doch nicht so schlecht. Sherlock Holmes sagte eins, dass der eigene Tod etwas sei, dass anderen widerfährt und er hatte Recht damit. Doch bei mir war es anders. Es gab niemanden, der um mich trauern würde. Mich sollte dieser Gedanke traurig machen, doch das tat er nicht. Er erleichterte mich nahezu. Mein Tod war die einzige Sache, bei der ich niemand anderem Probleme bereitete.
      "Was passiert jetzt mit mir? Komme ich in die Hölle?", fragte ich ihn. Gab es überhaupt etwas wie einen Himmel oder eine Hölle? Einerseits wünschte ich es mir, da endlich die Menschen ihre gerechte Strafe bekamen, die es wirklich verdient hatten, aber andererseits... würde ich nicht auch dort landen? Ich habe den Menschen um mich herum häufig große Probleme bereitet. Zumindest sagte man mir dies immerzu. Ich wusste nicht, ob es wirklich so war, aber das Gehirn des Menschen war einfach gestrickt. Man musste nur immer und immer wieder die selben Dinge sagen und schon glaubte man daran.
      "Ich brauche keinen Moment mehr. Wir können direkt los. Sie haben sicher noch andere Seelen zum Einfangen, richtig?", fragte ich den Rothaarigen und drehte mich auf der Verse um, um zu ihm zu gehen. Doch plötzlich blieb ich wie angewurzelt stehen. Ich spürte einen elektrischen Schlag durch meinen Körper fahren und alles in mir verkrampfte sich, als ich diesen furchtbaren Schmerz verspürte, der sich durch jede einzelne Vene meines Körpers zog.

      Ich schnappte nach Luft und griff mit meinen Händen ins Leere. "Sie ist wieder zurück!", hörte ich einen der Sanitäter reden. Meine Atmung ging unregelmäßig und meine Augen wurden von der Sonne geblendet, die trotz der dunklen Wolken am Himmel immer noch grell schien. Zumindest empfand ich es als ziemlich grell. Sofort huschte mein Blick an einem der Sanitäter vorbei und blieb an Hijikata hängen, während man mir eine Beatmungsmaske anlegte und man mich für den Transport ins Krankenhaus bereit machte. "Sieht aus, als müssten Sie noch ein wenig auf mich warten", sagte ich, wobei ich die Sauerstoffmaske ein wenig mit meiner rechten Hand anhob, damit man mich besser verstehen konnte. "Mit wem redet sie denn da?", fragte einer der Sanis und starrte auf den selben Punkt wie ich, doch er schien Hijikata nicht sehen zu können. "Sie ist wohl noch etwas verwirrt. Bringen wir sie schnell ins Krankenhaus."
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…
    • Hijikata Toushirou:

      Das Mädchen war nicht dumm und hatte mich schnell als Shinigami erkannt. Ihre Reaktion bisher war genauso wie ich es von den meisten kannte aber sie war relativ ruhig. Es gab diejenigen die zuerst überrascht aber dann glücklich waren, meist weil sie bis zum Ende unter Schmerzen litten oder aber ein langes, glückliches Leben hatten und bereit auf den Tod waren. Und dann gab es die, die gefühlt ihren Verstand verloren oder einfach wütend waren weil ihr Leben so schnell beendet wurde. Aber was soll ich da sagen, ich wurde von einer Atombombe zu Asche verwandelt.
      "Ja, Shinigami ist die eigentliche Bezeichnung. Und nein, ich habe kein Buch bei mir mit dem sich Menschen töten lassen indem ich ihre Namen reinschreibe.Wir sind quasi die Wegbegleiter für die Seelen der Verstorbenen" erklärte ich ihr. Man glaubt nicht wie eine einzige Anime-Serie einem das ganze Image zerstören kann. Ich erinnerte mich da an einen Jungen der mich dafür verantwortlich machte, ich hätte ihn umgebracht. Das Schlimmste daran war, dass es ihn so wütend machte, bis er sich in einen Seelenfresser verwandelte.
      Das Mädchen dagegen wirkte sehr gelassen und nahm seinen Tod irgendwie erstaunlich gelassen. "Interessant, ich kann mich nicht erinnern wann ich zuletzt jemanden getroffen hab, der so gelassen mit seinem Tod umgeht. Natürlich macht mir das einiges leichter aber wundern tut es mich schon." teilte ich meine Gedanken und zog dabei eine Augenbraue hoch. Ich schaute kurz zu den Sanitätern die immernoch ihr Möglichstes taten um sie ins Leben zurückzuholen. Ich bewunderte ihren Eifer, wenn sie mir auch Leid taten, denn am Ende des Tages würden sie nach Hause fahren mit dem Gewissen, dass sie trotz allem nicht mehr helfen konnten. Ich widmete mich wieder dem Mädchen und beantwortete ruhig ihre Fragen. Ich sah mich selbst ein bisschen wie ein Seelsorger, nicht nur ein Seelensammler. "Nun ich werde dich in die heilige Stadt bringen. Es ist sozusagen wie das Himmelstor, von dem man immer liest. Dort wird dann entschieden was mit dir passiert. Ich habe darauf keinen Einfluss und bin nur hier um dich dort hinzubringen"
      Mit dem Mädchen hatte ich diesmal einen wirklich einfachen Fall, sie war sofort bereit mitzukommen und hatte sich offenbar schon direkt damit abgefunden, dass ihr Leben zu Ende war. Das Mädchen kam auf mich zu, ich streckte meine Hand nach ihr aus und sobald sie sie nahm konnte ich mit ihr durch die Dimension reisen. Es hätte kaum ein Finger breit gefehlt da erstarrte ihr Körper plötzlich und wie durch eine unsichtbare Hand die sie Hand der Schulter packte wurde sie zurück in ihren Körper gerissen. "NNNEEEIIINNN...." schrie ich die Sanitäter an die mich völlig ignorierten. "Verdammt was habt ihr getan. WAS...HABT...IHR...GETAN!!!" Ich war völlig außer mir. Das war nicht gut, überhaupt nicht gut. Ich schaute auf das Mädchen welches mit einer Maske beatmet wurde. Sie hatte ja keine Ahnung. "Nein ich kann nicht warten. Du warst tot und bist jetzt wieder zurück. Das ist eine Katastrophe"
      Ich stand da und sah zu wie die Sanitäter das Mädchen in den Krankenwagen hievten. Verdammt das würde Ärger geben, dabei lief alles so gut. Ich zündete mit eine Zigarette an während ich auf den Anruf wartete. Wie vermutet klingelte kurze Zeit später mein Handy. "Ja...ja...ich war mir sicher. Sie war schon tot aber dann haben diese...ja...ja. Gut ich verstehe... ich warte dann auf wietere Anweisungen" Ich legte auf und ein langer, tiefer Seufzer entwich meinen Lippen. Das war ja was, ich hatte meine Vorgesetzte selten so wütend erlebt. Sie gaben mir den Auftrag das Mädchen weiter zu beaufsichtigen bis man wusste was zu tun war.
      Ich warf die Zigarette weg und zog erneut mein Schwert. Bestimmt hatte sie nicht damit gerechnet mich so schnell wieder zu sehen. Ich stieg aus dem Riss in der Zimmerwand und stand neben ihrem Bett. Scheiße, wegen mir war nun ihre Seele in Gefahr.


      Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.
    • Sachiko Suzuki:
      Die Rettungssanitäter legten mich auf eine Trage und verluden mich in den Krankenwagen, ehe sie die Türen hinter uns schlossen und der Rothaarige Shinigami aus meinem Sichtfeld geriet. Seine Wut verunsicherte mich und ich dachte noch während der ganzen Fahrt über seine Worte nach. Was hatte er damit gemeint, dass er nicht auf mich warten konnte? Würde er heute Nacht an meinem Bett stehen und mich mitnehmen, obwohl ich lebte? Ein leicht gruseliger Gedanke, der mich zum Grübeln brachte. Würde er meinetwegen nun Probleme mit seinen Chefs bekommen? Hatte ein Shinigami überhaupt so etwas wie einen Chef? Fragen über Fragen tauchten in meinem Kopf auf und ich wusste nicht, ob ich diese so schnell beantwortet bekommen würde. Wann würde ich den Rothaarigen wiedertreffen? Heute Abend oder doch erst in 60, 70 oder 80 Jahren? Konnte ein Shinigami eigentlich altern oder sterben? Würde das nächste Mal ein anderer vor mir stehen, wenn es mich erneut dahinraffte?
      Ich musste meine wirren Gedankengänge vorerst beiseite schieben, da einer der Rettungssanitäter ein Gespräch mit mir anfing. Scheinbar wollte er sicher stellen, dass ich nicht wieder das Bewusstsein verlor oder aber er dachte ich stände unter Schock und müsste beruhigt werden. "Wie heißt du?", fragte er mich. "Sachiko", antwortete ich ihm. "Ein schöner Name. Wie alt bist du, Sachiko?" "17" "Verstehe. Sobald wir im Krankenhaus sind, werden wir deine Eltern kontaktieren. Sie werden sicher dann bald da sein." Ich schüttelte leicht den Kopf. "Sie werden nicht kommen. Sie wissen nicht wo ich bin und ich weiß nicht wo sie sind. Unsere Wege haben sich schon vor einigen Jahren getrennt", antwortete ich dem Mann und er sah mich mitleidig an. Mitleid war eine Sache, die ich nicht gebrauchen konnte. Sie ließ mich schwach aussehen und ich wusste auch nicht wirklich, wie ich damit umgehen sollte. Es war zwar damals nicht schön gewesen, von ihnen verlassen zu werden, aber so war es nun mal und ich kannte es auch nicht anders. Ich wusste nicht, wie eine warme, funktionierende Familie aussah und was man nie hatte, konnte man auch nicht vermissen. So dachte ich zumindest meist über diese Sache. Jammern würde ja doch nichts bringen, also versuchte ich es erst gar nicht. Es gab viele Menschen da draußen, denen es durchaus schlechter ging als mir, da wollte ich mich nicht beschweren. Ich hatte ein Dach über dem Kopf und was zu essen. Das war erst mal das wichtigste, alles andere war zweitrangig.
      Der Sani und ich unterhielten uns noch eine ganze Weile, ehe wir scheinbar im Krankenhaus ankamen und man mich direkt in einen Raum brachte, wo meine Lunge geröntgt wurde, um zu sehen, ob diese vielleicht doch mehr Schaden genommen hatte, als bisher angenommen. Nach den Untersuchungen wurde ich in ein freies Zimmer gebracht und eine Krankenschwester reichte mir neue, trockene Klamotten, welche ich mir anzog. Danach kuschelte ich mich ins Bett, um mich ein wenig aufzuwärmen. Mir war immer noch sehr kalt und auch meine Haut wirkte noch leicht blau verfärbt. In einer halben Stunde wäre sicher wieder alles gut, dann würden sicher auch schon die Ergebnisse von dem Röntgenbild vorliegen.
      Ich seufzte leise und schloss für einen kurzen Moment meine Augen, jedoch öffnete ich sie sofort wieder, als ich ein Geräusch im Zimmer hörte. Ich dachte zuerst, es sei eine Krankenschwester oder ein Arzt, aber stattdessen erblickte ich den Shinigami, welcher nun neben meinem Bett stand. Sofort setzte ich mich auf und sah ihn überrascht an. "Was machen Sie denn hier?", fragte ich ihn. Dumme Frage, wenn ich an seine Worte zurückdachte. "Bringen Sie mich um, um meine Seele mitzunehmen? Moment. Warum kann ich Sie überhaupt sehen? Bin ich schon wieder gestorben?", wollte ich von ihm wissen.
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…
    • Hijikata Toushirou:
      Als ich im Krankenhaus ankam, war das Mädchen bereits in ihrem Zimmer. Ich hatte mir etwas Zeit gelassen, was ich ja eigentlich gar nicht durfte im Moment aber wie man sah war nichts passiert. Ich stand direkt neben ihrem Bett und das Mädchen richtete sich sofort auf bei meinem Anblick. Bestimmt hatte sie nicht dmit gerechnet mich so schnell wiederzusehen aber es ar nötig, dass ich mit ihr sprach und ihr erklärte was da passiert war. "Ich wollte mal sehen wie es dir so geht. Immerhin bist du mir ja grade so von der Schippe gesprungen" meinte ich und ging einmal um ihr Bett herum und setzte mich auf einen Stuhl. Sie war zwar immernoch etwas blass aber sah doch schon deutlich lebendiger aus als zuvor wenn man das so sagen konnte.
      Auf ihre Frage hin schüttelte ich nur den Kopf. "Nein so funktioniert das bei uns nicht. Wir haben keinen Einfluss auf das Leben der Menschen und können auch niemandes Tod herbeiführen. Wir sind nur dazu da die Seelen nach dem Tod zu empfangen und ins Jenseits überzuführen. Und was deine zweite Frage angeht ist das nicht so einfach zu beantworten. Du bewegst dich gerade irgendwo zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten. Darum kannst du mich auch als Einzige sehen und mit mir reden während der Rest hier nichts davon mitbekommt."
      Während ich mit ihr sprach spürte ich plötzlich einen kalten Schauer in meinem Nacken und ging ans Fenster und schaute hinaus. In der Dunkelheit konnte ich nicht viel erkennen aber ich kannte dieses Gefühl nur zu gut und wusste, dass da etwas war. "Ich will ja kein Spielverderber sein war wir sollten besser gehen. Schnapp dir deine Sachen ich besorge uns derweil eine Mitfahrgelegenheit." Nachdem das gesagt war nahm ich erneut mein Handy in die Hand und telefonierte kurz mit einem meiner, nun nennen wir in mal Freund, wenn es sowas unter Shinigamis war. Ich wollte ihr nicht zu viel erzählen wenn es nicht sein musste und innerlich hoffte ich auch, dass ich sie aus dem Krankenhaus bekam ohne auf eines dieser Viecher zu treffen. Wer hörte auch schon gerne, dass seine Seele in Gefahr war.


      Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.
    • Sachiko Suzuki:
      Bei seinen Worten musste ich kurz schmunzeln. Er hatte recht, ich war ihm wirklich gerade so von der Schippe gesprungen, also nicht wortwörtlich, aber so ähnlich. Er erklärte mir, dass das bei Shinigamis nicht so funktionierte, wie ich es mir gerade vorstellte. Scheinbar konnten sie Niemandes Tod herbei führen und waren nur dazu da, um die Seele von Verstorbenen ins Jenseits zu begleiten. Das klang für mich sehr plausibel, weshalb ich nickte. Beruhigend zu wissen, dass er mich nicht jeden Moment mit seinem Schwert enthaupten würde. Einmal sterben war für diesen Tag genug Aufregung gewesen, das brauchte ich nicht noch ein zweites Mal. Wobei ein zweites Mal wohl nicht verhindert werden könnte. Auch ich musste irgendwann sterben, jeder musste das früher oder später. Doch ich wollte diese Erfahrung nicht gleich zwei mal am selben Tag erleben. Es war so anstrengend.
      Als Hijikata dann aber sagte, dass ich mich zwischen dem Diesseits und dem Jenseits bewegte, sah ich ihn ein wenig überrascht an. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. "Ach so?", fragte ich ihn. "Aber warum das? Meine Seele hat doch wieder zurück in meinen Körper gefunden", sagte ich. Außerdem fühlte ich mich unverändert. Vielleicht aber hatte das ganze auch keine Einwirkung auf meinen Körper. Wer wusste das schon so genau? Der Rothaarige sprach davon, dass er kein Spielverderber sein wollte, weswegen ich ihn fragend ansah. Er wirkte plötzlich etwas angespannter als zuvor. Ist etwas passiert? Hatte ich etwas falsches gesagt? "Was ist denn?", fragte ich ihn, während ich vorsichtig von dem Bett aufstand und meine Klamotten vom Tisch nahm, welcher nur einen Meter von meinem Bett entfernt stand. Ich schnappte mir die Kleidung und zog meine Schuhe an. "Wieso besorgen Sie eine Mitfahrgelegenheit? Wohin müssen wir gehen und warum muss ich mitkommen?", wollte ich von ihm wissen. Ich würde ihm sicher noch ein Loch in den Bauch fragen, wenn das so weiter ging, jedoch wollte ich wissen, wieso er sich so verhielt und wo es als nächstes hin ging. "Der Arzt meinte, er würde bald auf mein Zimmer kommen, um mit mir die Testergebnisse durchzusprechen. Wenn als gut geht, darf ich morgen schon das Krankenhaus verlassen. Sollten wir also nicht wenigstens so lange warten, bis der Art hier ist?" Sicher war sicher. Lungenschäden sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, schon gar nicht bei meiner Vorgeschichte bezüglich meiner Krankheiten.
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…
    • Hijikata Toushirou:

      Eins der ersten Dinge die ich lernte war, dass ir als Shinigami nicht gerade den besten Ruf genossen. Irgendwann gewöhnt man sich zwar daran aber ein bisschen nervig bleibt es schon wenn man sich jedes Mal rechtfertigen muss. Dieses Mädchen hier schien es wenigsten ganz locker zu nehmen, was auch irgendwie seltsam war, in so jungen Jahren schon bereit für den Tod zu sein. Da erinnerte ich mich an Hundertjährige die dennoch schlimmer gejammert hatten.
      "Naja wie soll ich das erklären, nehmen wir mal an dieses Blatt Papier ist die Grenze zwischen Leben und Tod" Ich nahm einfach das Blatt Papier, das vorne an ihrem Bett befestigt war und den Untersuchungsbericht enthielt. Den brauchte eh keiner mehr ihr ging es schließlich gut und ich musste es wissen. "Also auf der einen Seite befindet sich die Welt der Lebenden: Menschen, Tiere, Pflanzen einfach alles was du kennst. Auf der anderen Seite ist die Welt der Toten. Niemand kann auf die andere Seite sehen weil das Blatt dazwischen ist. Wir Shinigami tun eigentlich nichts weiter als das Papier zu zerschneiden wenn wir die Seele holen, dann verschwimmen die zwei Welten. Und für dich gibt es nun quasi kein Papier mehr." Wenn genug Zeit war würde ich ihr es noch einmal genauer erklären aber dafür war gerade keine Zeit mehr. Ich spürte, dass wir nicht mehr lange allein sein würden und drängte das Mädchen zum Aufbruch. "Das erklär ich dir später. Jetzt müssen wir erstmal unbemerkt hier raus. Die Ärzte werden dich kaum so einfach rausspazieren lassen." Ich ging zur Tür streckte meinen Kopf hindurch und sah raus auf den Gang. "OK gerade ist alles frei. Du gehst raus und dann nach rechts. Halt dich links an der Wand. Vorne kommt eine Art Tresen, da sitzt eine Schwester. Die ist aber so auf ihr Handy fixiert, dass sie dich nicht bemerken sollte wenn du dich geduckt bewegst."
      Das Mädchen hatte immernoch Bedenken und fragte mich warum wir nicht auf den Arzt warteten. Sicher wäre das die einfachste Variante aber ich bezweifelte, dass wir noch so viel Zeit hatten. "Hör zu, ich hab einen Fehler gemacht. Es gibt einen Grund dafür warum es uns Shinigami gibt und warum wir uns direkt um die Seelen kümmern wenn jemand stirbt. Tun wir das nicht kommt etwas anderes um sie sich zu holen." Kaum hatte ich das gesagt, schlug eine Hand von außen an die Scheibe. Es war eine fahle, unförmige Hand mit überlangen dürren Fingern, die keines Falls menschlich sein konnte. Ich umgriff fest mein Schwert und sah nochmal zu dem Mädchen. "Was hab ich gerade gesagt los jetzt"


      Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.
    • Sachiko Suzuki:
      Während mir Hijikata erklärte, was die Aufgaben eines Shinigami sein, machte ich mich fertig, sah jedoch immer wieder zu ihm, damit ich auch ja nichts verpasste. Seine Erklärung klang logisch und nachvollziehbar, weshalb ich nickte. Doch dann sagte er erneut, dass wir keine Zeit mehr hätten, weshalb ich fragend zu ihm sah. Was meinte er nur damit? Er tat ja gerade so, als sein wir auf der Flucht vor irgendjemanden oder irgendetwas. Der Rothaarige ging zur Tür und lugte durch diese hindurch, ehe er mir zu verstehen gab, dass die Luft rein war und ich gehen konnte, weshalb ich nur leicht nickte. Noch immer verwirrte mich sein verhalten, aber aus irgendeinem Grund vertraute ich seinen Worten und leistete ihnen Folge.
      "Was denn für einen Fehler?", fragte ich ihn, als er auch schon weiter erklärte. Wenn kein Shinigami die Seele eines Verstorbenen einfing, tat es etwas anderer? Aber was meinte er damit? War die Rede von irgendwelchen bösartigen Shinigami, die mit den Seelen irgendetwas anstellen wollten, dass ihnen schaden könnte. Je mehr ich mit dem Rothaarigen sprach, desto mehr Fragen kamen in mir auf, jedoch hatte ich keine Zeit noch weitere zu stellen. Gerade nachdem Hijikata seinen Satz beendet hatte, schlug etwas gegen die Fensterscheibe des Zimmers. Neugierig lugte ich an dem Shinigami vorbei, um zu sehen, was die Geräusche verursachte. Ich bemerkte schnell, dass es kein Ast oder etwas in der Art war, doch konnte ich es in der Dunkelheit auch nicht richtig ausmachen. Es sah jedenfalls nicht menschlich aus, so viel konnte schon mal sagen.
      Hijikata ergriff erneut das Wort und sagte mir, dass ich los gehen sollte, weswegen ich hastig nickte und sofort den Raum verließ. Ich lief so schnell ich konnte, versuchte dabei aber auch so leise es ging zu sein. Würde eine Schwester oder ein Arzt mich auf dem Flur herum laufen sehen, könnte ich einige Probleme bekommen und aus irgendeinem Grund hatte ich das Gefühl, dass gerade nicht die richtige Zeit für Probleme war. Ich hielt mich an den Weg, den mir Hijikata beschrieben hatte und krabbelte vorsichtig vor dem Schwesternpult, ehe ich mich wieder erhob und weiter rannte, bis ich den Ausgang des Krankenhauses zu Gesicht bekam. Augenblick wurde ich schneller und rannte weiter, ehe ich aus dem Gebäude lief. Ein kalter Wind begrüßte mich und ließ mir einen kalten Schauer den Rücken hinunter fahren. Okay ich war nun hier, was nun? Hijikata hatte nur gemeint, dass ich das Krankenhaus verlassen sollte, aber er sagte nicht, was ich tun sollte, sobald ich draußen angelangt war. Wo war er überhaupt? Ich erinnerte mich daran, dass er den Griff seines Schwertes umgriff, direkt nachdem dieses komische Ding aufgetaucht war. Er würde sich doch nicht damit anlegen... oder?
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…
    • Wie ich es mir dachte, hatten wir bereits zu viel Zeit mit reden verschwendet und sie hatten uns bereits aufgespürt. Viel konnte man von dem Wesen außerhalb des Gebäudes nicht erkennen aber es reichte schon, dass er sich trotz meiner Anwesenheit so nah herantraute. Das bedeutete, dass er schon stark genug war um sich mit mir anzulegen. Ich warf dem Mädchen noch einen letzten Blick zu ehe sie endlich aus dem Zimmer verschwand.
      "Komm schon zeig dein hässliches Gesicht" sprach ich und drehte mich zu dem Seelenfresser um. Wie aufs Stichwort kam er durch die Scheibe gekrochen als wäre sie aus Wasser. Ein übles Vieh aber ich sollte mit ihm fertig werden. Seine großen Augen folgten jeder meiner Bewegungen. Beim ersten Mal hatte ich diese Dinger noch unterschätzt, weil sie sich sonst so langsam bewegten. Ich dachte es wäre wie bei einem Zombie aber es war nur Tarnung. In Wahrheit konnten sie mit ihren langen Armen blitzschnell zuschlagen. Ich wartete geduldig und dann kam auch schon der erste Angriff. Der Seelenfresser verdrehte seine FInger, bis sie eine Art Lanze formte und versuchte mich damit zu durchbohren. Zu meinem Glück konnte ich schnell genug reagieren und den Angriff mit meinem Schwert ablenken, sodass es nur das Mobiliar traf. Es war schon irgendwie interessant, in der Geisterwelt konnte man so viel verwüsten wie man wollte und niemand bekam es mit. Der nächste Schlag zielte auf meine Brust, ich hielt mein Schwert flach davor, sodass dieses getroffen wurde. Trotzdem haute mich die Wucht des Schlages durch die Tür. "Uff nicht schlecht, aber ich sollte es jetzt doch beenden. Jemand wartet auf mich"
      Während ich mich im Krankenhaus weiter duellierte, bekam ich nicht mit wie ein weitere Seelenfresser seinen Weg zu uns fand. Die Kreatur kam zielsicher auf Sachiko zu, angelockt von dem Geruch ihrer Seele. Aufgerichtet war sie ungefähr 2 Meter groß und überragte das Mädchen um ein gutes Stück. Der Seelenfresser streckte seine Finger aus die wie Fangarme nach Sachiko griffen und sie umschlangen. Ich konnte es selbst nicht beurteilen aber nachdem was ich gehört hatte, fühlte es sich, von einem Seelenfresser verschlungen zu werden, genauso an wie man sich den Tod eigentlich vorstellte. Jedes positive Gefühl wurde aus einem gesaugt, als würde man nie wieder Glück empfinden. Kälte breitete sich um einen aus, man spürte Druck auf der Brust als hinderte einen etwas am Atmen. Und zuletzt wurde man von der endlose Dunkelheit verschluckt.
      Bevor aber Sachiko dieses Schicksal ereilte, ertönte ein Knall, dann noch einer und der Seelenfresser lockerte seinen Griff bevor er leblos zur Seite kippte. In seinem spitz zulaufenden Kopf klafften zwei Löcher und dann zerfiel die Kreatur zu Staub.
      "Tut mir Leid ich bin etwas spät. Alles in Ordnung bei dir?"

      Shinya:


      Der Seelenfresser:


      Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.
    • Sachiko Suzuki:
      Ich stand vor der Eingangstür und sah mich ein wenig um, um zu sehen, ob Hijikata mir vielleicht gefolgt war und zu mir stoßen würde. Aber von ihm war weit und breit keine Spur. Da fiel mir ein, dass ich mich ihm noch gar nicht vorgestellt hatte. Das sollte ich tun, sobald er wieder bei mir war. Hoffentlich geschah ihm nichts.
      Plötzlich bäumte sich ein großes Wesen vor mir auf und riss mich mit seiner Präsenz aus den Gedanken. Meine Augen wanderten zu den Händen dieser Kreatur und ich erkannte, dass sie genauso aussahen, wie die Hand die vorhin am Fenster geklopft hatte. Hieß das etwa, dass das Ding gegen Hijikata gewonnen hat? Wo war er jetzt? Hatte er sich verletzt? Noch bevor ich irgendetwas sagen konnte, packte mich das Wesen an meinem Hals und hob mich ein Stückchen hoch, so dass meine Füße einige Zentimeter über den Boden baumelten. Ich legte meine Hände an seine Finger und versuchte seinen Griff irgendwie zu lösen, jedoch vergeblich. Je weiter das Ding zudrückte, desto weniger Luft bekam und erneut breitete sich das Gefühl des Erstickens in mir aus. Ich wusste nicht was diese Kreatur mit mir vor hatte, doch es schien mir nicht danach, als wolle es ein Kaffeekränzchen mit mir machen. Irgendwann sah ich es ein, dass ich keine Chance gegen diese Kreatur hatte und hörte auf, mich gegen sie zu wehren. Ich schloss meine Augen, um mir nicht mit ansehen zu müssen, wie ich von diesem Ding lebendig verspeist wurde. Doch so weit kam es erst gar nicht. Mit einem Mal ertönten zwei laute Schüsse und ich spürte, wie die Hand um meinen Hals sich erst lockerte und dann komplett verschwand. Ich öffnete meine Augen wieder und erkannte dass das Ding zu Staub zerfallen war. Ich fiel zu Boden und schnappte nach Luft, während ich meine rechte Hand zu meinem schmerzenden Hals führte. Dieses Wesen hatte einiges an Kraft auf meinen Hals ausgeführt und ich war mir ziemlich sicher, dass da noch ein paar blaue Flecken kommen würden. Aber das sollte mich jetzt erst mal nicht kümmern. Ich sollte vermutlich lieber glücklicher darüber sein, dass ich gerade halbwegs unversehrt aus der Sache heraus gekommen bin.
      Nachdem ich meine Lungen wieder mit Sauerstoff gefüllt hatte, sah ich zu dem Mann auf, dem ich meine Rettung zu verdanken hatte, allerdings blieb ich dabei noch auf dem Boden sitzen. "J-Ja. Alles in Ordnung. Danke", brachte er heraus, als er mich nach meinem Wohlbefinden fragte. "W-Wer sind Sie? Sind Sie ein Freund von Hijikata?", fragte ich ihn. Dann fiel mir aber wieder ein, dass dieser ebenso auf dieses Wesen traf und bisher hatte er sich noch nicht blicken lassen. Ich erhob mich und klopfte den Staub von meiner Kleidung ab, ehe ich zu dem schwarzhaarigen Mann hinauf sah. "Ich glaube Hijikata ist in Gefahr. Wir sollten ihn suchen gehen und gucken, ob er verletzt ist!", sagte ich, wobei ein leichter besorgter Unterton in meiner Stimme mitklang.
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…
    • Hijikata Toushirou:
      Ich war immernoch im Krankenhaus und behauptete mich gegen den Seelenfresser als mich wieder dieses komsiche Gefühl überkam. Wenn sich ein Seelenfresser einem Shinigami näherte spürte man ein flaues Gefühl im Magen. Wie wenn man in der Achterbahn steil nach unten fuhr nur stärker. Es musste sich noch ein zweiter in der Nähe aufhalten und ich hatte das Mädchen allein losgeschickt. Ich hatte noch nicht so viele Begegnungen mit den Seelenfressern wie andere Shinigami. Einige von uns wurden extra darauf angesetzt sie zu verfolgen. Das Auftauchen des zweiten Seelenfressers lenkte mich für einen Moment ab und die Finger des Monsters bohrten sich wie Dolche in meine Schulter. Trotz des Schmerzes nutzte ich die Chance und schlug dem Wesen den Arm ab. Der Seelenfresser wich zurück und knurrte ich an. Neben uns saß immernoch die Schwester und schaute auf ihr Handy, sie sollte ihre Arbeit wirklich ernster nehmen. Der Seelenfresser setzte erneut zum Angriff an und sprach auf mich zu. Ich wechselte den Arm, drehte mich zur Seite weg und schaffte es dem Mosnter den Kopf abzuschlagen. "Das wäre geschafft" seufzte ich, während ich mich auf der Theke abstützte. "Candy Crush? Im Ernst? Ich muss hier raus" sprach ich nachdem ich einen kurzen Blick auf das Smartphone der Krankenschwester geworfen hatte. Manche Sachen würde ich wohl nie verstehen.

      Shinya:
      "Mein Name ist Shinya und ich bin auch ein Shinigami wie Hijikata. Er hat mich gerufen um euch hier wegzubringen, er wusste wohl, dass sie kommen würden" Der Mann ging zu Sachiko und wollte ihr hochhelfen, aber das Mädhcen konnte sich schon von selbst aufrichten. "Hijikata kann schon auf sich aufpassen. Deine Sicherheit hat Priorität, was fällt ihm überhaupt ein dich alleine zu lassen er hatte genaue Anweisungen..."

      Hijikata Toushirou:
      "Hey hey, nun mach mal halblang" meinte ich zu Shinya der offenbar gerade dabei war über mich herzuziehen als ich aus dem Krankenhaus kam. Ich wusste nichts davon, dass das Mädchen von einem zweiten Seelenfresser angegriffen wurde aber es schien ihr soweit gut zu gehen und Shinya war nun auch da. Bei zwei Shinigami sollten die Seelenfresser vorerst auf Abstand bleiben und uns in Ruhe lassen. Nachdem er mir noch einen vorwurfsvollen Blick zugeworfen hatte, brachte uns Shinya zu seinem Auto. Es war ein schwarzer Cadillac mit getönten Scheiben, wie aus einem Mafiafilm. Das Mädchen und ich stiegen hinten ein und dann ging es direkt los. Shinya war sozusagen DER Chauffeur in der Shinigamiwelt. Es gab nichts vergleichbares, was sich so schnell bewegen konnte wie sein Wagen. Ich schaute aus dem Fenster aber konnte kaum etwas erkennen. Das meiste verschwamm bei dieser Geschwindigkeit. Dann drehte ich mich zu dem Mädchen um. "Tut mir Leid, ich hatte gehofft wir kämen aus dem Krankenhaus raus ohne, dass du einem von ihnen begegnen würdest"


      Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.
    • Sachiko Suzuki:
      Der schwarzhaarige Shinigami stellte sich als Shinya vor und winkte ab, als ich meinte, dass Hijikata in Gefahr sein könnte. Er sprach davon, dass er gut auf sich alleine aufpassen könne und dass meine Sicherheit Priorität habe. "Wie kann das Leben einer Seele mehr wert sein, als das einer anderen?", fragte ich ihn und hob dabei skeptisch eine Augenbraue an. Dann aber sprach er weiter und ich wurde ein wenig hellhörig. "Was denn für Anweisungen?", fragte ich Shinya, doch noch bevor dieser hätte antworten können, meldete sich Hijikata zu Wort. Ich drehte mich zu ihm um und konnte mir einen erschrockenen Laut nicht verkneifen, als ich tiefe Wunde an seiner Schulter sah. Das sah unfassbar schmerzhaft aus, wie konnte er nur so locker dastehen?! Das musste doch weh tun! Auch Shinya schien die Wunde recht wenig zu beeindrucken und er brachte uns lieber zu seinem Wagen. Eigentlich hatte man mir als kleines Kind beigebracht, niemals zu fremden Menschen ins Auto zu steigen, jedoch würde ich heute eine Ausnahme machen. Ich wäre heute ohnehin schon fast zwei mal gestorben, ein drittes Mal würde das ganz sicher nicht geschehen.
      Wir stiegen in das Auto und ich saß neben Hijikata, welcher direkt das Wort ergriff, während ich mich anschnallte. "Sie müssen sich deswegen wirklich nicht entschuldigen. Stattdessen sollten Sie lieber so schnell wie möglich diese Wunde versorgen lassen. Ich bin zwar kein Mediziner, aber das sieht alles andere als gesund aus", meinte ich und sah dabei noch mal auf seine Verletzung, bis mir schließlich wieder einfiel, dass ich mich ihm ja noch gar nicht vorgestellt hatte. "Ah, sorry. Ich hab mich ja noch gar nicht vorgestellt. Ich bin Sachiko Suzuki. Danke für vorhin. Ich hatte wirklich keine Lust, ein zweites mal Hops zu gehen", sagte ich.
      Das Auto setzte sich in Bewegung und wir fuhren los. Es dauerte nicht lange, bis Shinya das Fenster auf der Fahrerseite herunter machte und seine Waffe heraus hielt. Was zum Teufel hatte er damit vor?! Wollte er auf irgendetwas schießen? Es ertönte ein lauter Knall, er schien tatsächlich mit seiner Waffe geschossen zu haben. Dort wo die Kugel hin flog, öffnete sich ein riesiges schwarzes Loch, welches mit grünem Nebel an den Seiten verziert war. Noch bevor ich fragen konnte, was das war, gab Shinya Gas und ich wurde in meinen Sitz gedrückt, ehe wir durch das schwarze Loch hindurch fuhren. Aus Schreck hatte ich mir die Augen mit meinen Händen zu gehalten und ich nahm diese erst wieder weg, als das Auto langsamer wurde. Vorsichtig lugte ich aus dem Fenster und sah ein riesiges Tor, hinter dem sich eine große Stadt zu befinden schien. "Bin ich doch tot?", fragte ich völlig perplex. So etwas gewaltiges hatte ich noch nie im Leben gesehen. Es war wirklich beeindruckend, nahezu atemberaubend. "Wooow. Ist dass das Paradies?", fragte ich und machte die Fensterscheibe auf meiner Seite hinunter, um mir die Stadt besser angucken zu können. Wie lange hatte es wohl gedauert, all dies zu errichten? Die mussten hier ein paar verdammt gute Architekten haben, wenn sie zu so etwas in de Lage waren.
      Shinya hielt bei dem Tor kurz an, zeigte seinen Ausweis hervor und fuhr dann weiter. Er brachte uns direkt ins innere der Stadt und hielt anschließend vor einem großen Gebäude. Über der Eingangstür hingen goldene Buchstaben mit der Schrift: Regierungszentrale. "Was machen wir hier?", fragte ich Hijikata, während wir zu dritt durch die riesige Tür gingen und durch viele Flure und Gänge liefen, ehe wir zum Stehen kamen. Die Tür ging von alleine auf und eine dunkle und tiefe Stimme ertönte. "Tretet ein." Die Stimme jagte mir einen kleinen Schauer über den Rücken, jedoch traten wir ein.

      Spoiler anzeigen
      Die Heilige Stadt



      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…
    • Shinya:
      Der Shinigami sah Sachiko ausdruckslos an und lächelte dann einfach als hätte sie etwas witziges gesagt. "Das ist doch offensichtlich meine Kleine. Genauso wie ein Feuerwehrmann sein Leben riskiert um jemand anderes zu retten, es ist ganz einfach unser Job" sagte er zu ihr. Bevor sie noch groß plaudern konnten, stieß endlich Hijikata zu ihnen, wenn auch ein wenig ramponiert. Weder Shinya noch Hijikata machten einen Hehl um seine Verletzung. Zwar spürte auch ein Shinigami Schmerzen aber die Wunden waren selten wirklich tödlich und verheilten schnell.

      Hijikata Toushirou:
      Als wir endlich im Auto saßen, seufzte ich erleichtert auf und ließ mich in das weiche Leder sinken. Nicht mal die Seelenfresser konnten uns hier einholen. Ich musste ein wenig schmunzeln, als ich hörte wie das Mädchen sich um mich sorgte, sowas kannte ich von den anderen Shinigami nicht. "Kein Grund zur Sorge, bis wir an unserem Ziel angekommen sind ist es bereits verheilt" redete ich beruhigend auf sie ein. Jetzt wusste ich auch endlich ihren Namen. Es war schön sich nun beim Namen zu kennen, denn wir würden noch eine Menge Zeit miteinander verbringen, was mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst war.

      Shinya:
      "Bedank dich nicht bei ihm" kam es vom vorderen Sitz und Shinya richtete den Rückspiegel auf Sachiko und Hijikata. "Er hatte die Anweisung für deine Sicherheit zu sorgen und dennoch wärst du fast von einem Rakshazar verschlungen worden. An deiner Stelle würde ich ihm eher eine knallen, dafür dass er dich allein gelassen hat"

      Hijikata Toushirou:
      Ich senkte den Kopf und sah wieder aus dem Fenster. Eigentlich hatte er recht, ich hatte meine Pflicht verletzt und beinahe wäre Sachiko erneut gestorben, wäre Shinya nicht eingeschritten. Erneut sah ich zu dem Mädchen und sah die gerötete Stelle an ihrem Hals wo der Seelenfresser sie gepackt hatte. Ich schnallte mich ab und rückte zu ihr rüber um mir das genauer anzusehen. Vorsichtig legte ich meine Hand an ihren Hals, es waren klassische Würgemale aber darüber hinaus nichts ernstes. Die Rakshazar legten es nicht darauf an ihre Opfer schnell zu töten auch wenn sie es konnten. Stattdessen nährten sie sich zusätzlich von der Angst die enstand wenn sie einen gefangen hielten, bis sie sich irgendwann entschieden es zu beenden. "Ich entschuldige mich trotzdem noch einmal bei dir Sachiko. Es war mein Fehler dich alleine loszuschicken" sprach ich zu dem Mädchen.
      Als Shinya mit seiner Waffe das Portal öffnete zuckte ich kurz zusammen und setzte mich wieder auf meinen Platz. Irgendwie hatte es das Mädchen mit seiner Präsenz doch geschafft mich abzulenken. Doch im Gegensatz zu mir wirkte sie nun etwas angespannt und versteckte ihr Gesicht in den Händen. "Das erste Mal ist immer komisch" versuchte ich sie zu beruhigen, bis wir in die andere Welt übergesetzt hatten.
      Vor uns eröffnete sich ein Anblick der sonst nur den Seelen der verstorbenen vorbehalten war. Sachiko konnte sich glücklich schätzen, das hier schon vorher zu sehen.

      Shinya:
      "Ziemlich beeindruckend was. Das ist die heilige Stadt, der Ort an den wir die Seelen bringen und hier ist auch unser Hauptsitz. Es kommt selten vor, dass jemand bereits vor seinem Tod einen Blick auf diesen Ort werfen kann." Shinya brachte sie noch bis ins Gebäude hinein, dann mussten Sachiko und Hijikata alleine weiter. "Ich darf euch nur bis hier hin begleiten. Viel Glück da drinnen, wir sehen uns später" Er schüttelte noch Hijikatas Hand und dann betraten sie den Raum.

      Hijikata Toushirou:
      Als wir beim Regierungsgebäude ankamen und ausstiegen war die Wunde an meiner Schulter bereits verheilt und nur noch die Löcher in meinem Anzug zeugte von der einstigen Wunde. Auf Sachikos Frage drehte ich mich zu ihr hin und erklärte ihr die Angelegenheit. "Als du im sterben lagst und ich deine Seele von deinem Körper trennte, hatte ich zu früh gehandelt denn du konntest nochmal wiederbelebt werden. Für diesen Fehler muss ich mich nun vor meinen Chefs verantworten und sie entscheiden was nun weiter geschieht" Als wir vor der Tür standen verabschiedete sich Shinya und dann wurden wir hineingerufen. Ich legte meine Hand auf Sachikos Rücken um ihr ein wenig die Angst zu nehmen, schließlich wusste ich ja was uns erwartete sie aber nicht. Wir traten ein und vor uns erstreckte sich ein langer rechteckiger Tisch, an dem mehrere Männer und Frauen in weißen Anzügen saßen, ähnlich als wären sie in das Meeting einer großen Firma geplatzt.
      "Willkommen in der heiligen Stadt, Sachiko. Das ist sicher alles etwas befremdlich für dich aber keine Sorge wir wollen dir nichts tun" sprach ein Mann zu dem Mädchen und winkte sie näher heran. Wir hoffen Hijikata war so freundlich dir schon einige Dinge zu erklären, hier wollen wir dir jetzt genau erläutern warum es uns so wichtig ist doch zu beschützen"

      (Ich musste da mal aufhören sonst wäre mir der post zu viel geworden)


      Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.
    • (alles gut^^)

      Sachiko Suzuki:
      Wir zwei betraten den Raum und ich sah mich kurz ein wenig um, ehe ein Mann seine Stimme erhob und meine Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Das Ganze wir recht einschüchternd, das große Gebäude, die Menschen hier und die Tatsache, dass ich mich augenblicklich im Jenseits befand. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass eine Lebende hier hin kommen würde, aber vielleicht war ich auch gar nicht mehr unter den Sterblichen? Vielleicht bin ich wirklich gestorben und Hijikata wollte es nur nicht zugeben. Dabei stellte sich allerdings die Frage, wieso er das sollte. Er hatte keinen Grund dazu, mich anzulügen oder? Je mehr Zeit ich mit diesem Shinigami verbrachte, desto mehr Fragen kamen in meinem Kopf auf und ich wusste beim besten Willen nicht, ob ich wirklich auf jede meiner Fragen eine Antwort bekommen würde oder bekommen könnte.
      Ein Mann im weißen Anzug winkte uns näher zu sich, weshalb ich näher an den Tisch heran ging. Er sprach davon, dass er hoffte, Hijikata hätte mir schon einige Dinge erklärt, weshalb ich schnell nickte. Der Mann lächelte ein wenig. Der Mann lächelte ein wenig. "Sehr gut. Also, wo fange ich am besten an?", sagte er und überlegte kurz. "Wenn ein Mensch stirbt, verlässt seine Seele den Körper und wird im Idealfall von einem Shinigami eingefangen und hierher gebracht, in die Heilige Stadt. Hier leben diese Seelen und warten anschließend auf ein Urteil, was mit ihnen geschehen soll. Ob sie erneut zum Menschen werden oder aber zu einem Tier oder einer Pflanze. Sachiko, weißt du was passiert, wenn eine Seele nicht rechtzeitig in eingefangen werden kann?", fragte mich der Mann und ich schüttelte den Kopf. "Ein Seelenfresser kann sich ihrer bemächtigen und sie verschlingen. Nicht einmal wir Shinigamis sind dann noch in der Lage, sie zu retten. Mir ist zu Ohren gekommen, dass du bereits Bekanntschaft mit ihnen gemacht hast, ist das richtig?" Ich nickte. "Ein Seelenfresser ist nichts weiter, als eine verstorbene Seele, die sich aufgrund ihrer negativen Gefühle oder ihrer vielen Sünden in ein solches Monster verwandelt. Auch diese Seelen sind verloren und können nur von den Shinigamis getötet werden, um von ihrem Leid und Elend erlöst zu werden. Je mehr Seelen ein Seelenfresser zu sich genommen hat, desto mächtiger wird er. Es gibt einige von ihnen, die schon viele Tausend Jahre alt sind und etliche Seelen und Shinigami auf dem Gewissen haben", erklärte der Mann mir und ich schluckte etwas schwer. Verglichen damit mussten diese Monster, denen wir vorhin begegnet waren, noch relativ jung gewesen sein. "Normalerweise können verstorbene Seelen, Seelenfresser und Shinigamis nicht in das Leben von Sterblichen eingreifen. Das liegt daran, dass Sterbliche bei ihrer Wiedergeburt einen magischen Schutzwall um sich herum haben. Dieser Schutzwall erlischt jedoch, sobald man stirbt. Das ist nötig, damit ein Shinigami die Seelen hierher in die Heilige Stadt bringen kann. Ist dieser Schutzwall einmal verschwunden, kann er nicht wieder aufgebaut werden und ein Mensch bewegt sich zwischen dem Diesseits und dem Jenseits, wodurch er in der Lage ist, Shinigamis und Seelenfresser zu sehen. Der Nachteil ist aber, dass die Seelenfresser ihn ebenfalls sehen können. Dies ist bei dir der Fall, Sachiko. Du bist gestorben und deine Seele hat sich dank Hijikata von deinem Körper gelöst. Allerdings ist etwas eingetroffen, dass wir versuchen zu vermeiden. Du wurdest wiederbelebt und deine Seele hat zurück in deinen Körper gefunden, was äußerst kontraproduktiv für uns und dich ist. Die Gesetze der Shinigami besagen, dass ein Shinigami nicht in das Leben eines Menschen eingreifen darf und erst dann eine Seele mitnehmen darf, sollte sie eines 'natürlichen' Todes umkommen. Jedes Lebewesen hat ein Anrecht auf sein Leben, auch du Sachiko. Doch durch Hijikatas vorschnellem Handeln schwebt deine Seele in Gefahr und wird von nun an ein gefundenes Fressen für alle Seelenfresser in deiner Nähe sein. Wir müssen den Gesetzen der Shinigami Folge leisten und gewähren dir dein sterbliches Leben, bis du deinen eigenen Tod gefunden hast. Daher haben wir beschlossen, dass dir Hijikata als Schutz beiseite steht. Er wird so lange bei dir bleiben, bis du gestorben bist und er deine Seele hierher bringen kann. Ganz gleich ob du schon heute stirbt, oder erst in 80, 90 Jahren. Er wird von nun an dein Wegbegleiter sein und dich vor den Seelenfressern beschützen. So verlangt es das Gesetz", erklärte mir der Mann und ich sah ihn mit großen Augen an. "W-Was? Nein! Ich will keinen 'Beschützer'!", wandte ich ein. "Ich komme sehr gut alleine zurecht." Der Mann runzelte kurz die Stirn und zeigte dann mit seinem Finger auf meinen Hals. "Sieht das für dich etwa danach aus, dass du alleine auf dich Acht geben kannst?", fragte er streng und ich sah kurz beiseite. Er hatte nicht ganz unrecht. Aber ich wollte nicht, dass man Hijikata zu etwas zwang, wofür er doch eigentlich gar nichts konnte. Er hatte sicher besseres zu tun, als ein Schulmädchen vor irgendwelchen Monstern zu schützen. Ich würde eine ziemlich große Last für ihn sein und das wollte ich nicht, zumal ich meine Zeit ohnehin viel lieber alleine verbrachte.
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…
    • Hijikata Toushirou:
      Wir betraten zusammen den Führungsraum und um ehrlich zu sein war ich wahrscheinlich nervöser als Sachiko. Die obersten Shinigami beschäftigten sich aber mehr mit ihr als mit mir und erzählten ihr genau was sich nach dem Tod abspielte. Ich stand daneben und hörte einfach nur zu. Das ein oder andere mal versank ich in Erinnerungen, z.B. dass es Seelenfresser gab, die so stark wurden, dass sie selbst von Shinigami nur noch schwer zu besiegen waren. vielleicht sollte er mal mit Shinya darüber reden, er wusste da eher Bescheid. Ich fragte mich was wohl gerade in Sachiko vorging, nachdem sie das alles gehört hatte. Ich wusste immernoch nicht ob ihr Tod gewollt war oder nur ein Unfall. Je nachdem könnte sie sich nun darüber freuen, noch eine zweite Chance zu bekommen. Nur als ich dann erfuhr, ich solle bis zu ihrem endgütligen Tod bei ihr bleiben überkam mich das Verlangen einzuschreiten und das Wort zu ergreifen. Doch bevor ich eas sagen konnte schaute mich der Shinigami mit eindringlichem Blick an und ich ließ es bleiben. Ich sah es ja ein, dass es meine Schuld war und ich Sachiko in diese Lage gebracht hatte. Nur hielt ich es für besser wenn sie von jemand Erfahrenerem beschützt wurde. Und sich dann möglciherweise 80 Jahre um die ein und selbe Person kümmern? Dann wäre er bei ihrer Hochzeit dabei, wenn sie Kinder hatte und... nein das war zu viel.
      "Entschuldigung, ich möchte Ihre Entscheidung ja nicht anzweifeln, aber glauben Sie nicht jemand mit mehr Erfahrung in Sachen Seelenfresser wäre besser dafür geeignet?"
      "Nichts da du hast es an einem Tag geschafft zweimal deiner Aufgabe nicht nachzukommen. Zuerst befreist du ihre Seele zu früh und dann lässt du zu, dass sie fast von einem Seelenfresser verschlungen wurde. So wie ich das sehe, ist gerade niemand besser dafür geeignet als derjenige der hier vor mir steht, vielleicht lernst du ja so die Verantwortung die das Dasein als Shinigami mit sich bringt und ich denke dabei gerade auch an dein früheres Vergehen."
      DIe Entscheidung der obersten Shinigami stand fest und ich wusste, dass sie bei sowas auch nicht mit sich reden ließen. Mit einem Handwinken entließen sie uns aus dem Raum. Sachiko und ich gingen hinaus, wo Shinya bereits auf uns wartete. "Na das lief doch gut und sie haben dich nicht mal angeschrien" meinte er an mich gewandt, was ich nur mit einem finsteren Blick erwiderte. Wir gingen zurück zu Shinyas Wagen und er brachte uns zurück in die Welt der Lebenden. Ich wusste nicht so ganz was ich zu Sachiko sagen sollte, aber ich hatte das gefühl etwas sagen zu müssen. "Echt ein verrückter Tag und es sieht wohl so aus als würden wir uns auch in nächster Zeit nicht aus den Augen verlieren"


      Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.
    • Sachiko Suzuki:
      Den Leuten von der Regierung schien es herzlich egal zu sein, dass ich keinen Beschützer an meiner Seite haben wollte, was mich nur leise seufzen ließ. Es hatte schon beinahe den Anschein, dass es ihnen größtenteils darum ging, Hijikata eine Lektion zu erteilen. Sie hatten mir zwar eben erklärt, dass es in ihren Gesetzen steht, dass ein Mensch ein Anrecht auf einen eigenen 'natürlichen' Tod hat, jedoch glaubte ich, dass sie Hijikata für sein vorschnelles Handeln bestrafen wollten.
      Bei der Diskussion zwischen ihm und dem Mann von der Regierung, hob ich skeptisch eine Augenbraue hoch. Wenn er schon zwei mal gescheitert war, wäre es dann nicht erst recht besser, wenn diese Aufgabe einem anderen Shinigami zugeteilt wurde? Naja, mir konnte es egal sein, ich war ohnehin gegen das ganze, aber wer hörte schon auf eine normale Sterbliche wie mich?
      Der Rothaarige und ich verließen das Gebäude, ohne dass man auf unsere Proteste groß weiter einging. Draußen angekommen, wartete bereits Shinya auf uns, der uns wohl zurück in die Menschenwelt bringen würde. Natürlich konnte er sich einen Kommentar bezüglich unserer Lage nicht verkneifen, was Hijikata mit einem düsteren Blick quittierte. Ihm schien das Ganze genauso zu missfallen wie mir. Aber scheinbar müssten wir uns jetzt damit abfinden, dass wir die erste Zeit miteinander auskommen müssten. Es war nicht so, dass ich Hijikata nicht mochte -ich kannte ihn noch nicht gut genug, um das genauer beurteilen zu können- aber ich war einfach durch und durch eine Einzelgängerin und hatte so meine Schwierigkeiten mit anderen Leuten, außerdem war ich mir ziemlich sicher, dass es für ihn interessantere Dinge gab, als einer Schülerin dabei zuzusehen, wie sie ihrem Alltag nachging. Ich war nun wirklich keine interessante Persönlichkeit, bei der sich irgendwelche aufregende Dinge im Leben taten.
      Der Rothaarige ergriff das Wort und ich sah zu ihm, ehe ich wieder aus dem Fenster des Autos sah, in welches wir gestiegen waren. "Scheint so. Sorry, dass Sie an niemand interessanteres geraten sind. Stellen Sie sich auf eine langweilige Zeit ein", meinte ich leicht abwertend mir gegenüber. "Vielleicht haben Sie ja Glück und mich rafft es gleich morgen wieder dahin", bemerkte ich, als der Wagen auch schon zum Stehen kamen und wieder an dem Ort angelangten, an dem wir vorhin in die Heilige Stadt gekommen waren. Ich stieg aus dem Auto aus und streckte mich kurz. "Danke fürs Herbringen. Bis dann", verabschiedete ich mich von Shinya. "Zu mir ist es nicht weit", meinte ich an Hijikata gewandt. Ich sah hinauf in den Himmel und bemerkte, dass der Mond seinen höchsten Punkt erreicht hatte. Ich sah auf die Uhr an meinem linken Handgelenk und seufzte leise. "Schon 1:37 Uhr. Ich werde morgen sowas von gar nicht aus dem Bett kommen", murmelte ich leise. Es würde wie immer ablaufen. Völlig übermüdet kam ich in die Schule, schlief während des Unterrichts ein und durfte dann noch nachsitzen. Ein Prozess, denn ich schon so oft durchlaufen habe. "Wir sollten uns ein wenig beeilen. Es ist schon spät."
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…
    • Ich war mir sicher, dass Sachiko ihre Lage noch nicht ganz begriffen hatte. Ihr Leben würde nie wieder so langweilig werden wie bisher. Es könnte zu jedem Zeitpunkt ein Seelenfresser auftauchen und sie angreifen. "Ob langweilig oder nicht es ist meine Pflicht dich zu beschützen also lass ich mich mal überraschen." antwortete ich Sachiko Bei dem was sie als nächstes sagte, schaute ich zu Shinya nach vorne und er ebenso zu mir. Unsere Blicke gleichten sich fast wie ein Ei dem andern. Niemand sollte so gleichgültig über sein Leben sprechen. Wir hatten schließlich auch mal gelebt und das viel zu kurz.
      Der Wagen hielt an und Sachiko und ich stiegen aus. "Sachiko ich hätte da noch eine Kleinigkeit mit Shinya zu bereden, gibst du uns eine Minute" Ich wartete bis das Mädchen ein paar Meter gegangen war und drehte mich dann wieder zu Shinya. "Das wird bestimmt nicht einfach aber du packst das schon. Sie scheint ein nettes Mädchen zu sein" sagte Shinya zu mir. "Nachdem was sich da vor dem Krankenhaus abgespielt hat bin ich mir da nicht so sicher. Du wärst viel besser geeignet für diesen Job" meinte ich und senkte den Blick. "In dem Gespräch haben sie wieder davpn angefangen was damals passiert ist" erzählte ich Shinya und dann spüre ich seine Hand auf einer Schulter. "Jetzt pass mal gut auf, was ich dir sage. Ich hab dir alles beigebracht was ich weiß und dich darauf vorbereitet seit ich dich damals zu einem Shinigami ernannt hatte. Im Grunde könntest du sogar besser sein als ich nur musst du endlich aufhören Mitleid mit ihnen zu haben. Sie waren vielleicht mal Menschen aber das sind sie nicht mehr, und er auch nicht." Als Shinya das sagte schaute ich ihn mit ernsten Augen an. "Er ist seit dem letzten Mal noch stärker geworden. Früher oder später wirst du auf ihn treffen und dann musst du dich entscheiden, denn diesmal geht es nicht nur um dich" sprach Shinya und sah an mir vorbei in Richtung Sachiko. Ich reichte ihm meine Hand und verabschiedete mich. "Machs gut mein Freund, wir sehen uns"
      Ich schloss zu Sachiko auf und lief mit ihr durch die sternenklare Nacht. "Ja gut, ich bin schon gespannt wie du wohnst. Eine Sache wäre da noch, du solltest dich darauf einstellen, dass wir jederzeit erneut angegriffen werden könnten. Sei es mitten in der Nacht oder in der Schule während des Unterrichts. Ich wollte dir nur sagen, dass du mir da vertrauen kannst und einfach ruhig bleibst. Es würde schon komisch aussehen wenn du plötzlich panisch aus dem Klassenzimmer rennst"


      Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.
    • Sachiko Suzuki:
      Ich ging einige Meter davon und ließ Hijikata die Zeit mit Shinya, die er benötigte um sich von ihm zu verabschieden. Nach wenigen Minuten war ihr Gespräch beendet und wir beide gingen durch die Straßen der Stadt. "Ich bin nur eine Schülerin, daher ist es etwas sehr einfaches. Außerdem habe ich bisher alleine gelebt, weshalb ich nicht viel Platz habe", sagte ich. Bei seinen nächsten Worten musste ich jedoch leicht schmunzeln. "Würde sicher lustig aussehen", meinte ich und stellte es mir schon bildlich vor. Aber nein, ich würde meinen Klassenkameraden nicht noch einen Grund geben, um mich seltsam zu finden.
      Wir kamen nach wenigen Minuten bei meiner Wohnung an und ich durchsuchte die Jackentasche. Ich spürte die Schlüssel und seufzte erleichtert aus. "Gott sei Dank sind sie da", meinte ich und schloss dann die Wohnungstür auf. Wir traten hinein und ich zog meine Schuhe und die dünne Jacke aus. "Da drüben ist die Küche. Ich weiß ja nicht, ob und was ihr Shinigamis isst, aber bedienen Sie sich ruhig. Ich hab keinen Hunger", meinte ich und ging dann ins Wohnzimmer, wo ich an einen Schrank ging und eine Decke und ein Kopfkissen raus holte. Ich legte beides auf das Sofa ab, welches ich noch ausklappte. "Ich bin im Raum nebenan. Gute Nacht und bis morgen", verabschiedete ich mich von dem Rothaarigen, ehe ich in mein Zimmer ging, mich umzog, meine Zöpfe öffnete und mich direkt schlafen legte. Man war ich erledigt. Es war wirklich kein Wunder, dass ich nach nur wenigen Minuten im Land der Träume versank.

      Am nächsten Morgen wurde ich von meinem Handywecker geweckt. Weswegen ich genervt murrte und den Wecker ausstellte und mich wieder schlafen legte. Doch eine dreiviertel Stunde später öffnete ich von selbst meine Augen und sah auf die Handyuhr. "SCHEIßE! ICH KOMM ZU SPÄT!", rief ich und sprang aus meinem Bett, ehe ich mich in Windeseile anzog und anschließend aus meinem Zimmer rannte. "Morgen!", rief ich dem Shinigami zu, ehe ich ins Bad lief und mich schnell frisch machte und meine Haare zu zwei Zöpfen band. Ich lief zur Garderobe und zog meine Schuhe an, ehe ich meine Tasche schnappte und zur Schule lief. Dabei achtete ich gar nicht darauf, ob mir Hijikata nun folgte oder nicht. Mein einziges Ziel war es, nicht zu spät zu kommen.
      Gerade noch rechtzeitig schaffte ich es in das Klassenzimmer und stellte meine Tasche auf den Boden neben meinem Tisch ab. Völlig außer Atem ließ ich mich wie ein Sack Kartoffeln auf den Stuhl fallen und legte meinen Oberkörper auf dem Tisch ab. "Gerade noch so geschafft", seufzte ich. "Na Suzuki, wie zu lange wach gewesen?", kam direkt ein Schüler auf mich zu und grinste mich böse an. "Ich frage mich wieso du überhaupt noch zur Schule kommst. Du wirst es doch ohnehin zu nichts bringen", sagte er und ein Mädchen gesellte sich zu ihm. "Das ist bestimmt der wahre Grund dafür, warum ihre Eltern sie verlassen haben", lachte sie. "So eine Versagerin würde ich auch nicht als Tochter akzeptieren", kicherte sie und die beiden gingen lachend weg, während ich nur gedankenverloren aus dem Fenster starrte.
      Die Schulglocke klingelte ein zweites Mal und der Lehrer kam ins Klassenzimmer. Jeder ging an seinen Platz und wir erhoben uns von den Stühlen, ehe wir ihn begrüßten und uns wieder setzen konnten. Wir hatten in der ersten Stunde Englisch. Gab schlimmeres, aber trotzdem war ich nicht gut darin.
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…