Zerissende Seelen [ Akira Hime & Minacat ]

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    • Zerissende Seelen [ Akira Hime & Minacat ]

      Zerissende Seelen Vorstellung

      Rollen:

      Nagisa Takamatsu = @Akira Hime
      Noya Keizo = @Minacat


      Prolog
      Die Letzten Momente von Kanagi Keizo




      Es war ein angenehmer Juli Morgen, der Himmel war Wolken Frei und Kanagi hatte endlich wieder ein Freien Tag.
      Diesen wollte er nutzen um seinem geliebten Verlobten Nagisa eine kleine Überraschung vorzubereiten bevor dieser nach Hause kommen würde.
      Schließlich waren Sie beide schon eine weile Glücklich Verlobt und noch immer hatte Kanagi Schmetterlinge im Bauch obwohl er längst kein Student mehr war.
      Der Junge Mann wusste das Nagisa Äpfel mochte also plante er alles für ein Nächtlichen Picknick mit einem leckeren Apfelkuchen.
      Sie würden ein Spaziergang unter den Sternhimmel machen und dann sich auf ihren Lieblingsplatz gemütlich machen.
      Allein bei der Vorstellung tat ihm schon die Wangen vom breiten Lächeln weh und vermutlich waren seine Wange vor freudig errötet.
      Doch als er in dem Kühlschrank sah, grummelte der Jüngling denn sie hatten keine Eier mehr und auch die Milch sah Mager aus.
      "Dann werde ich wohl einkaufen gehen müssen."
      Er schnappte sich seine Geldböse und eine Jacke zum überziehen so wie seine Schlüssel.
      Dabei blieb er jedoch kurz stehen als sein Blick zu den Fotos auf der Kommode im Flur fiel.
      Es waren einige Gemeinsame Bilder von ihm und Nagisa, er musste direkt Automatisch lächeln wenn er diese sah und auch waren Familien Fotos dabei.
      Als er jedoch das Bild mit seinem Zwillingsbruder sah als sie beide noch zur Oberschule gingen wirkte sein Blick ein wenig trauriger.
      Wie lange war es her das er Noya gesehen hatte?
      Seit seiner Verlobung mit Nagisa hatte er nichts mehr von ihm gehört...

      Der Einkauf war erledigt und Kanagi war auf dem Heimweg.
      Unterwegs nahm er sein handy raus und rief bei Nagisa an in der Hoffnung das dieser gerade Pause hatte.
      Er wollte wissen wie lange dieser noch Arbeitete und wie viel Zeit ihm noch blieb alles vorzubereiten.
      Zudem vermisste er die Stimme seines Freundes, wie Kitschig das auch klingen Mochte aber wenn er ihn nur ein tag nicht hörte fühlte es sich an es fehlte etwas sehr wichtiges in seinem Leben.
      Während er darauf wartete das der Ältere abnahm wartete geduldig darauf das ihm die Ampel an der Kreuzung das Grüne Licht angezeigte.
      Sein Blick senkte sich kurz zu einem kleinen Jungen mit Sommersprossen der mit einem Ball in der Hand spielte.
      Kurz grinste er diesem zu und sogleich grinste der Junge ihm zurück.
      Schon eine weile hatte Kanagi darüber nachgedacht...Ob er und Nagisa irgendwann selbst ein Kind haben würden?
      Ein Kind Adoptieren oder mit einer Leihmutter?
      Er hatte sich noch nicht getraut zu fragen aber er konnte sich gut vorstellen mit ihm eine Familie zu Gründen.
      Nagisa wäre sicher ein wunderbare Vater trotz seiner manchmal Launischen Art.
      Believe Me ~

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    • Es war kurz vor den Semesterferien und die letzten Klausuren für dieses Jahr standen vor der Tür. Für das Lehrerkollegium war es das Zählen der Stunden bis es in den heiß ersehnten Urlaub ging. Natürlich gab es da noch die Sommerkurse, doch gerade Nagisa hatte sich gekonnt vom Dienst des Sommerkurses gedrückt. Seine Leistungskurse für Philosophie und Geschichte waren immer zu überfüllt und sehr beliebt. Er hatte einen eigenwilligen Stil seine Schüler zu unterrichten und seine Vorträge zu halten. Doch trotz dessen fanden seine Stunden hohen Anklang. So auch heute, waren die Reihen gut besetzt, und die letzten Nachzügler sind aus ihrem Winterschlaf erwacht um zu bemerkten das die Klausuren für die Endpunktzahl gar nicht mal so unwichtig waren.
      Es herrschte Stille, während Nagisa seine Brille zurecht schob und aus einem Buch Verse entnahm, sie laut vorlas und sich danach ans Lehrerpult lehnte. Er klappte das Buch zu und verschränkte die Arme vor der Brust und ließ den Blick durch die Reihen schwelgen. Er beendete die Stunde und wie in Scharen strömten die Schüler aus dem Saal. Er warf einen Blick auf sein Handy. Es lagen noch zwei Kurse vor ihm. Wenn er nur an den Prüfungsvorbereitungskurs für angewandte Sprache dachte, zog es ihm jegliche Glieder zusammen. Diese Truppe war einfach nur Hoffnungslos verloren und leider Gottes war er es auch noch der mit ihm Prüfungsausschuss sitzen würde. Es war einfach unerträglich. Er packte seine Sache vom Tisch zusammen und bewegte sich in Richtung Lehrerzimmer. Der einzige Rückzugsort wo er für einen Moment in Ruhe seinen Kaffee trinken konnte. Doch leider hatte er dort nur Ruhe vor den Schülern. Vor dem Gackernden Lehrerkollegium leider nicht.
      Auf dem Weg zum besagten Rückzugsort, fand er einige kichernde Mädchen vor die schmachtend an ihm vorbeiliefen. Es hatte sich tatsächlich wenig verändert, nicht einmal die Tatsache das er nun Lehrer war hatte irgendetwas an dem typischen Schulverhalten geändert. Sobald man Menschen in solch ein System verfrachtete, begannen sich alle wie Mittelschüler zu verhalten. Wohl bemerkt waren sie hier an einer Universität. Das er schon immer ein klarer Frauenmagnet war, lag offensichtlich auf der Hand. Das hatte sich bis heute nicht geändert. Obwohl er offen und ehrlich zu seiner Homosexualität stand, tat das dem weiblichen Publikum nicht aufzufallen. Er öffnete die Tür zum Lehrerzimmer und ein angenehmer Geruch von Kaffee lag in der Luft. Ohne das würde er wohl vor jeder Lesung in den Tiefschlaf fallen. Er tat seinen Job gern, doch das frühe Aufstehen gefiel ihm noch immer nicht.
      Nagisa hatte sich mit einer Tasse Kaffee ans Fenster gestellt und beobachtete das wilde Treiben auf dem Gelände. Das nervige Gerede seiner Kollegen versuchte er auszublenden. Doch eine wollte sich mal wieder nicht einfach so ignorieren lassen. Dr. Yuya Akashi. Sie war vier Jahre älter als Nagisa und eine wirklich Gute Bekannte geworden. Im Gegensatz zu ihm, schlug sie sich tagtäglich mit dem Wirtschaftskurs herum. Sie selber war längst verheiratet und hatte zwei kleine Kinder. Wie jeden Morgen war sie mit ihrer Tasse bewaffnet und pickte ihm neckend in die Seite. „Na? Schon große Vorfreude auf den Urlaub? Ich hab mich wirklich sehr über die Einladung gefreut“, meinte sie und nahm einen Schluck von ihrem Kaffee. Für einen kurzen Moment musste Nagisa seinen Verträumten Blick vom Fenster abwenden und sah ihr entgegen. Er stellte seine Tasse aufs Fensterbrett und verstaute seine Brille in seiner Tasche. Er hatte diese Gottverdammte Brille nun seit drei Jahren und dennoch vergaß er stets sie abzusetzen. Yuya kicherte belustigt. „Ich konnte doch meine Lieblingskollegin nicht von meiner Hochzeit ausschließen“, sagte Nagisa, doch in diesem Augenblick klingelte auch schon sein Handy. „Entschuldige mich“; sagte er und und begab sich in einen ruhigen Teil des Zimmers. Er und Kanagi waren nun seit mehr als acht Jahren zusammen und hatten vor allem am Anfang einige Höhen und Tiefen, doch nach acht Jahren waren sie noch immer glücklich zusammen und nun seit sechs Monaten auch verlobt. Die Hochzeit stand regelrecht vor der Tür. Weniger als sechs Wochen waren es bis zum großen Tag. Den Antrag den Nagisa seinem Freund gemacht hatte, war nicht gerade spektakulär oder gar als Romantisch zu bezeichnen. „Was gibt’s? Ist irgendwas passiert?“, fragte er ihn und lehnte sich gegen das Bücherregal.
    • Als wenig später die angenehme Stimme seines Verlobten erklang schien die warme Sonne noch wohliger auf der Haut zu spüren.
      "Hach,ich hatte nur Sehnsucht nach deiner Stimme und wollte überprüfen das dich mir kein Student weggeschnappt!", scherzte er direkt zum beginn um ihn etwas zu Ärgern.
      Sein Blick glitt dann zur Straßenseite gegenüber wo ein Mann mit breiten Schultern stand.
      Deutlich ungeduldiger schien der Mann sich durch sein Dreitagebart zu streichen.
      Obwohl noch rot angezeigt wurde ging der Mann nun einfach über die Straße.
      Kopf schüttelnd wannte Kanagi den Blick ab und widmete sich lieber dem Telefonat.
      "Eigentlich wollte ich nur wissen wann ich mit dir Rechnen kann wegen...Dem ähm Essen.", versprach sich Kanagi beinahe schließlich war das mit dem Nacht Picknick eine überraschung.
      In der Hoffnung das sein Verlobter seine Lüge nicht durschaut hatte sprachver direkt weiter:
      "Und ich wollte fragen was du davon hälst wenn wir an meinem Geburtstag in Vier Tagen mit der Familie zusammen in den Freizeitpark gehen? Deiner jüngeren Schwester wird es sicher auch gefallen und...",kurz setzte er zu einer Pause an weil er wusste das dem Anderen die nächsten Worte sicher nicht gefällt.
      "...Ich habe überlegt auch Noya einzuladen."
      Kaum wie er die Worte ausgesprochen hatte schaltete die Ampel auf Grün ubd die Leute um ihn herum setzten sich in Bewegung.
      "Ich weiß ihr beiden könnt euch nicht ausstehen aber es ist auch sein Geburtstag ubd ich würde mich jedenfalls fteuen wenn ihr vielleicht nur an einem Tag versucht miteinander klar zu kommen. Wer weiß? Am Ende versteht ihr euch doch besser als ihr denkt?",lachte er dann denn allein die Vorstellung das die beiden sich jemals besser verstehen wurde war absurd.
      Trotzdem wünschte sich Kanagi das die beiden Personen die ihm so wichtig waren sich vertragen würden.
      Plötzlich hörte er neben sich den kleinen Jungen schmerzhaft aufkeichen als der Ungeduldige Mann von eben ihn einfach beiseite gestoßen hatte.
      "Platz da!",grummelte jenner und Kanagi sah verärgert dem Unfreundlichen Typen nach.
      Dabei sah er nicht wie dem Jungen der Ball zwischen den Finger aus der Hand gerutscht war und davon Rollte.
      Aus dem Augenwinkel sah der Jungemann noch wie der Junge dem Ball nach rannte ohne darauf zu Achten wohin er lief.
      Es war eine Rheihe ungünstige Geschehnisse die schlussendlich dahin führten das Kanagi seine Einkäufe mit einem mal los ließ.
      Die Eier in der Schachte Zerbrachen sofort und das Eigelb verteilte sich auf der Straße zusammen mit der Milch die aus einen der aufgeplatzen Packungen lief.
      "PASS AUF!!", brüllte Kanagi noch bevor er auch das Handy senkte und ohne groß nach zu denken den Jungen von der anderen Straßen Seite in sicherheit stieß.
      Ein dunkler Schatten legte sich auf ihn als der LKW der heran gefahren war mit quitschenden reifen genau auf ihn zu kam.
      Er hatte kaum mehr Zeit seine Gedanken zu Ordnen, dass letzte was er hörte war ein lauter, heller Schrei und dann ...Endete sein Leben das gerade eigentlich in der Hauptpahse war.
      Er konnte den heftigen schmerz noch spüren aber dann war er auf der Stelle am Unfallort Tod gewesen.
      Seine noch eben Voller Lebenden Funkelnden Augen waren Leer, kalt wie Marmor einer Seelenlosen Skulptur und starrten in die Richtung seines Handys.
      Der Bildschirm war zerbrochen aber das Licht flackerte noch.
      Das Blut unter ihm wurde größer und der Junge weinte verstört am Straßenrand.
      Langsam näherten sich immer mehr Schaulustige und die Sirenen von Krankenwagen näherten sich.
      Doch davon bekamm er nichts mehr mit...
      Es gab so vieles was er noch sagen oder tun wollte...
      Und somit erlischte endgültig auch das Licht des Handys...


      Prolog Ende

      Drei Tage nach dem Geschehnissen fand die Beerdigung statt...
      Viele Leute kamen,schließlich hatten sie ein großen Freundeskreis und Kollegen von der Arbeiten kamen ebenfalls.
      Somit auch die Familie.
      Noya der sich normalerweise eher im Hintergrund seiner Mutter aufhielt stach besonders am heutigen Tag heraus.
      Obwohl er wie alle Anderen Anwesen schwarzen Kleidung trug so sah er seinen Zwillingsbruder so ähnlich das einige der Gäste ihn anstarrten als hätten sie einen Geist gesehen.
      Doch er ließ sich nichts anmerken und lächelte sogar freundlich zurück was viele ein wenig verwirrt zurück ließ aber akzeptierten.
      Noya blieb vor dem geschlossenen Sarg seines Bruders stehen und Blickte auf das Foto welches zusammen mit einer Kerze aufgestellt wurde.
      Seine Mutter brach neben ihn erneut ihn Tränen aus und er strich ihr beruhigend über ihren Rücken.
      "Alles gut Mutter...Ich bin ja hier.", flüsterte er ihr beruhigend zu.
      Er wusste obwohl seine Mutter sie immer gleich behandelt hatte sie Kanagi immer lieber gehabt hatte...Er nahm es ihr auch nicht böse schließlich war sein Bruder ein Wunderbarermensch gewesen.
      Wenn wr auf jedem Böse war...
      Dann nur auf einer einzige Person .
      Nagisa.
      Believe Me ~

    • Von heute auf Morgen hatte sich Nagisas Leben vollständig in Rauch aufgelöst. Alles um ihn herum wurde schwarz. Noch immer hatte er nicht realisiert was hier gerade vor sich ging und innerlich hoffte er immer noch einfach aufzuwachen. Aufzuwachen aus diesem furchtbaren Albtraum. Er hatte sich von der Arbeit freistellen lassen. Izumi war die ganze Zeit bei ihm gewesen und war regelrecht in die Wohnung eingezogen. Alleine hielt es Nagisa einfach nicht aus. Er verstand einfach nicht wie das passieren konnte. Natürlich hatte Kanagi nur versucht einen kleinen Jungen vor dem Tod zu retten, doch weshalb musste er sein eigenes Leben dafür opfern? Die letzten Worte die sie miteinander wechselten, hallten ihm immer noch in den Ohren. Das dumpfe Geräusch als die Verbindung abbrach. Es dauerte nicht lang bis das örtliche Krankenhaus sich mit ihm in Verbindung setzte. Er war noch nie so schnell gefahren und hätte währenddessen fast selbst einen Unfall verursacht. Als er in der Notaufnahme ankam, versicherten ihm die Ärzte nur das beste. Kanagi wurde operiert und er wartete zwei Stunden. Zwei unendliche Stunden. In dieser Zeit tauchten auch seine Mutter auf, sowie Izumi. Doch nach diesen zwei Stunden, war das Schicksal seines Verlobten besiegelt. Er hatte es nicht geschafft. Die inneren Blutungen waren zu schwer gewesen. Er hatte sich noch nie so leer gefühlt, noch im Krankenhaus überkam ihn ein Schwall von Wut, Trauer und Verzweiflung. Solch ein Gefühl hatte er noch nie verspürt. Izumi erzählte ihm im Nachhinein, das er so sehr in seinen Gedanken versunken war, das er vom Personal fast selbst in die Psychiatrie gebracht wurde.
      Die folgenden Tage waren einfach nur grauenhaft. Er hatte die Wohnung nicht verlassen und er hoffte inständig, dass jeden Moment Kanagi durch die Tür kommen würde um ihn zu begrüßen, sich zu ihm zu legen und alles wäre in Ordnung. Doch dazu würde es nie wieder kommen. Natürlich hatte er nur etwas Gutes getan, doch er hatte solch ein großes Loch hinterlassen. Solch eine Leere. Acht Jahre hatten sie miteinander verbracht. Die Beerdigung zu organisieren brachte er nicht übers Herz. Er war sich nicht sicher wer sich darum gekümmert hatte, lediglich Izumi hatte einige Fotos an das Beerdigungsinstitut geschickt.
      Seine Beine fühlten sich furchtbar schwer an und seine Augen waren gezeichnet von der Schlaflosigkeit. Doch seine Schwester hatte es trotzdem geschafft ihn aus dem Haus zu bewegen. Auch seine Eltern waren gekommen um der Beisetzung beizuwohnen. Doch Nagisa ließ keinerlei Nähe zu, lediglich Izumi die seinen Arm hielt. Er hatte noch nie so viele Tränen vergossen wie in den letzten paar Tagen. Doch der größte Groll der sich in seinem Bauch anbahnte, war die Tatsache das Noya es wagte hier aufzukreuzen. Vor allem nicht wie sonst. Als er ihn gesehen hatte, wie er aus dem Auto seiner Schwiegermutter ausstieg, fuhr ihm ein kalter Schauder über den Rücken. Wann hatte er seine Haare gefärbt? Wann hatte er sich diese Klamotten besorgt? Die Sachen die er trug, waren definitiv nicht seine gewesen. Als der Sarg hinab gelassen wurde, tat er das einzig richtig und warf neben den Rosenblättern noch die beiden Eheringe mit ins Grab. Sein Plan war eigentlich gewesen, seinen Verlobungsring mit hineinzuwerfen, doch die Tatsache das er ihn getragen hatte, machte es schier unmöglich diese Hürde zu überwinden. Außerdem, würden sie die Eheringe nun sowieso nicht mehr brauchen.
      Als die Zeremonie zu Ende war, hatte sich Nagisa auf eine Bank zurückgezogen. Dichte Wolken hingen am Himmel. Es war vorbei, endgültig vorbei. Sie hatten ihre Zeit gehabt und nun müsse Nagisa alleine durchs Leben gehen, doch konnte er das überhaupt?
    • Während der Sarg hinunter gelassen wurde Sprach Noya kein einziges Wort uns als Nagisa die Ringe mit hinein warf zeichnete sich kurz etwas dunkles in seinen Augen.
      Dachte dieser Tatsächlich es wäre vorbei? Gewiss nicht...
      Nach der Beerdigung begaben sich einige nun auf dem Weg zu eine Gasttätte wo sie noch Kuchen und Tee trinken würden.
      Noya überließ seiner Mutter Anderen Verwandten und beschloss däzum ersten mal an diesen Tag ein paar Worte mit Nagisa zu wechseln.
      Wie er ihn dort sitzen sah...Erbärmlich.
      Er hatte keinerlei mit Gefühl mit dem Mann denn sein Bruder geliebt hatte und trotzdem behielt er das Charmant Lächeln bei als er sich einfach neben ihn setzte.
      Noya schwieg einen Moment und blieb einfach erst mal so sitzen während die Zeit un sie herum weiter zu laufen schien.
      Doch dann Sprach er, ruhig aber dennoch neutral:
      "Wir...Haben uns seit einem gut Halben Jahr nicht mehr gesehen..."
      Genau dort hatten sich sein Zwillingsbruder und der Andere Verlobt. Er war damit nicht einverstanden gewesen und bis heute hatte sich nichts daran geändert.
      "Kommst du klar...?", fragte er noch immer ruhig und schien sich wirklich um sein Wohlbefinden sorgen zu machen.
      Er sah ihn sich genau von der Seite an und beim genauer hinsehen komnte man erkennen wie ihn die Tage nsch dem Tod seinem Zwillingsbruder Zerfressen hatte wogegen Noya wirkte als käme er neugeboren auf die Welt zurück.
      Aber er ließ schon immer nie seinen wahren schmerz äußerlich Zeigen.
      "Hach...Falls du dich fragst warum ich so aussehe. Meine Mutter kommt darauf nicht wirklich klar. Wenn sie mich sieht hat sie das Gefühl Kanagi würde noch leben.", erklärte er mit schwachen Lächeln.
      Was empfand Noya wenn er ihn sah?
      "Wäre wohl besser gewesen wenn ich in dem Sarg gelegen hätte, dann wären gewiss alle dich eingeschlossen weniger betrübt.", sprach nun einfach aus was man sich eigentlich schon ganze Zeit dachte.
      Noya war in keiner Beziehung...Hatte keine Freunde.
      Kanagi war da ganz anderes gewesen und sein Leben war gerade zu auf dem besten Weg Perfekt zu sein.
      Believe Me ~

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    • Wie sehr Izumi auch darauf bestand ihrem Bruder beizustehen, hatte Nagisa sie gebeten die Gäste zu betreuen und ihre Eltern zu beschwichtigen. Ohne seine kleine Schwester würde er wohl längst die Fassung verlieren oder hätte sich selbst in die Psychiatrie eingewiesen. Sie war ihm solch große Hilfe. Nun saß auf dieser Parkbank und versuchte nicht vollkommen den Verstand zu verlieren. Doch leider sollte das nächste Unheil nicht lange auf sich warten lassen. Eine gewisse Person ließ sich neben ihm nieder. Jemand, den Nagisa lieber von hinten als von vorne sah. Kanagis Zwillingsbruder war schon immer ein dunkles Kapitel in ihrer Beziehung gewesen. Natürlich hatte Kanagi, so gutmütig er auch war, stets seine Einstellung Noya gegenüber akzeptiert. Er wollte ihn nur so oft sehen wie es nötig war. Natürlich hatte sein Verlobter eine spezielle Bindung zu seinem Bruder, doch wie sehr sich Nagisa auch anstrengte, er konnte und wollte ihn nicht mögen. Er versuchte ihn auszublenden. Dieser Tag war so schmerzhaft gewesen, das er sich nicht auch noch mit Noya rumschlagen wollte. Wobei anzumerken war, dass sein Auftreten alles andere als passend war. Sein Aufzug war regelrecht zu verachten. Natürlich verstand er, das seine Schwiegermutter noch mehr damit zu kämpfen hatte das ihr Sohn gestorben war. Doch es brachte doch nichts sich die Haare zu färben und sich genauso zu kleiden wie er. Seine Stimme löste in ihm nichts weiter als Groll aus. Doch er hatte einfach keinerlei Energie mehr um sich auch nur ein wenig seiner inneren Gedanken und Wünsche hinzugeben. Sein Groll war tief hinter der Trauer verschollen und würde so schnell nicht mehr hervorkommen. Er hatte die Ellenbogen auf die Knie gestützt und sah auf den gepflasterten Boden. „Ich finde es ziemlich unpassend wie du hier aufkreuzt. Mutter hin oder her. Du bist nicht er“, meinte er knapp und doch recht zurückhalten, was sehr untypisch für ihn war. Als Noya jedoch anmerkte das es besser sei das er in dem Sarg lege, huschte ihm ein leichtes Lächeln über die Lippen. Wollte er wirklich eine Antwort darauf haben? Er konnte sich doch denken was er darüber dachte. „Vermutlich“, fügte der Schwarzhaarige knapp hinzu. Diese Sache beruhte wohl auf Gegenseitigkeit. Doch Nagisa war nicht so törricht diese Aussage und Frage mitten in den Raum zu stellen. Sie hatten das letzte Mal auf der Familienfeier miteinander gesprochen, als er und Kanagi die Verlobung bekannt gaben. Er sehnte sich zurück nach dieser Zeit. Es wirkte noch immer so falsch und nicht real. Es war noch immer wie der endlose Albtraum der seine Glieder taub werden ließ. Es tat so weh auch nur einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden nie wieder in Kanagis Augen sehen zu können. Es brannte in seiner Seele, so sehr, das er sich fast schon wünschte selbst in den Unfall verwickelt gewesen zu sein. Er war kein Mensch der Melancholie anstrebte und auch kein Mensch der das Leben nicht achtete. Er sah die Dinge Realistisch. Doch der Schmerz war mehr als das. Er zerfraß ihn wie eine Krankheit. Er würde daran krepieren. Nagisa hob den Blick vom Steinboden und warf einen flüchtigen Blick zu Noya. „Was willst du...? Aus reiner Nächstenliebe sitzt zu bestimmt nicht hier“, sagte er nun deutlich gereizter als zuvor.
    • Das ruhige Lächeln auf den Lippen von Noya blieb weiter aufrecht und leicht lehnte er sich zurück.
      Die Blätter der Bäume raschelten im Wind und fast schon war es eine beruhigende Stimmung.
      Das dem geliebten seines Bruder seiner Aufmachung nicht gefiel war abzusehen aber trotzdem war es Intressant aus seinem Mund zu hören.
      Er schwieg noch einen Moment bevor ihm Nagisa gereizter fragte was er nun wollte.
      Seine Mundwinkel zuckte ein wenig mehr zu einem schmaleren Lächeln.
      "Tatsächlich, hast mich wohl erwischt...Ich dachte ich zieh erst mal die Nette Show ab.", gestand er ehrlich und ließ sein Blick kurz schweifen.
      Als er sicher war das sie beiden nun allein waren, beugte sich Noya wieder mehr nach vorne.
      "Weißt du...Ich kannte meinem Bruder am besten. Ich weiß wie er Tickte, ich weiß einfach alles von ihm und genau so weiß ich wie ich ihn perfekt Imitieren kann.", begann er ruhig zu erklären.
      Seine Augen begannen Nagisa förmlich zu durch bohren als er weiter sprach.
      "Ich sag es klar heraus...In meinen Augen bist du Schuld an dem Tod meines Bruders und ich werde mich in seiner Gestalt an dir Rächen!"
      Seine Stimme war Eiskalt und jeglich Freundlichkeit war verschwunden.
      Grob packte er ihm am Kragen und kam seinem Gesicht näher.
      "Du denkst sicher du hast schon mit seinem Tod genug gelitten, wer weiß vielleicht hast du schon über Selbstmord nach Gedacht um bei ihm sein zu können...Aber glaub mir das werde ich nicht zu lassen bevor ich dir nicht jegliche schöne Erinnerung von ihm genommen habe!", sprach er deutlich rauer und drängte ihn mit dem Rücken auf die Bank.
      " Kanagi hätte nicht sterben müssen! Ich weiß das du der letzte warst denn er vor sein Tod angerufen hatte! Hättest du ihn damals nur aufgehalten!!", schrie er ihn nun Zornig an und schüttelte ihn auch dabei .
      "Ich werde dich so sehr Leiden lassen das du Anfangen wirst dieses Gesicht zu Hassen! Du hast seine Liebe nicht verdient und genau so wenig das Recht jemals über ihn hinweg zu kommen! Also berreite dich schon mal darauf vor!", zischte er ihm zu letztes entgegen bevor er ihn grob hoch zog und ohne Vorwarnung auf den Mund Küsste.
      Es war ein bestimmender, fester Kuss denn er nach wenigen Sekunden lösste nur um seine Reaktion abzuwarten.
      Believe Me ~

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    • Das Noya keinerlei Nächstenliebe empfand lag klar auf der Hand. Er riss perplex die Augen auf und stieß ihn mit einem kräftigen Ruck von sich. Er richtete seinen Kragen und war schlagartig aus seiner Sitzposition aufgestanden und bebte vor Wut. Dieses miese kleine Arschloch. Um seine Worte zu unterstreichen, war das definitiv die falsche Handlung gewesen. Nicht das Nagisa vollkommen verwirrt von diesem Kuss war, viel mehr empfand er unersättliche Wut. Wie erbärmlich war dieses Verhalten? Genau das war es. Dieses krankhafte Verhalten. Wie konnten zwei Geschwister so unterschiedlich sein, allem voran Zwillinge. Kanagi hatte es noch nie verstanden, das die beiden sich bis aufs Messer hassten. Aber es lag klar auf der Hand das Noya ein Psychopath war. Nagisa konnte dies sehr gut einschätzten, er arbeitete nun einmal in einem Sozialen Beruf mit vielen verschiedenen Menschen und Lebenssituationen. Das war der eine oder andere dabei, der mehr als Auffälligkeiten im Sozialen Raum aufwies. Es gab so viele Schnittpunkte in ihrem Leben. So viele wo sie arg aneinander geraten sind. Allem voran tat ihm sein Verlobter Leid, der stets zwischen den Stühlen saß. Eigentlich wollte sich der Schwarzhaarige nicht auf dieses kindische Niveau herablassen oder gar noch mehr Öl ins Feuer gießen. Für gewöhnlich konnte er das auch. Trotz seiner launischen Züge, trotz seiner perfiden Ader genervt und mürrisch zu sein. Doch am heutigen Tag, nein, die letzten Tage waren einfach wie die Hölle auf Erden. Er wollte sich nicht zusammenreißen. Weshalb er nicht zögerte und den kleineren am Schlafittchen packte und seine Finger fest im Stoff seines Hemdes krallte. „Du bist nichts weiter als ein erbärmlicher Wurm. Es ist niemand an irgendetwas Schuld. Und wenn einer von uns beiden Kanagi Kummer bereitet hat, dann warst du es“, meinte er mit einem bedrohlichen Funkeln in seinen Grünen Augen. Seine Pupillen waren eng zusammengezogen und seine Haut wirkte fahl im kalten Licht der Wolken. „Du warst doch all die Jahre nur Eifersüchtig. Eifersüchtig auf deinen Bruder, weil er all das hatte was du nie haben wirst. Willst du mir mit deinem Kuss etwa mitteilen das ich lieber mit dir hätte in die Kiste springen sollen als mit Kanagi?“, er ließ ihn los, wobei seine Füße wieder vollständig den Boden berührten. „Du Widerst mich einfach nur an“, er wandte sich von ihm ab und versank die Hände in den Hosentaschen.
    • Der Wahnsinn war deutlich in seinem geweiteten Iris zu erkennen und ein bitteres auflachen entglitt ihm.
      "Ich? Ich!? Ich soll meinem geliebten Bruder Kummer bereitet haben!? Ich war der einzige Mensch in seinem Leben denn er jemals am besten verstand und ich war nie eifersüchtig auf sein Leben."
      Er stand nun selbst langsam auf wobei sein Blick sich verengte als er sah wie sich der Ältere abwandte.
      "Pff, erzähl mir kein Mist...Du hast mein Bruder nie wirklich geliebt und das werde dir schon noch beweisen. Es war allein sein Körper der dich angemacht hat..."
      Bedrohlich näherte sich Noya sich ihm von hinten und raunte an sein Ohr:
      " Ich werd heute die Wertsachen meines Bruders aus eurer Wohnung mitnehmen und es mir ist egal ob du das willst oder nicht. "
      Dann beugte er sich seitlich über seine Schulter und hielt ihm einen ihrer Eheringe vor das Gesicht.
      Ohne das es irgendwer gemerkt hatte muss er diese noch aus dem Grab seines Bruder gestohlenen haben bevor dieses zu geschüttet wurde.
      "Hier mit fange ich schon mal an."
      Er zog seine Hand wieder zurück bevor der Andere danach hätte greifen konnte.
      Sadistisch leckte er sich kurz über die Lippen und steckte den Ring in seine Hosentasche zurück.
      "Ich werd dich Umbringen, stück...für stück..."
      Nachdem er das gesagt hatte wechselte seine ganze Mimik und ein freundliches lachen folgte. Genau wie Kanagi es immer getan hatte und seine Stimme war wieder wärmer:
      "Hmm ich freue mich schon die Wohnung zu sehen, danke auch für die Schlüssel mein ...Liebling .", summte er und verriet dabei natürlich das ihm diese Während dem Kuss entwendet hatte.
      "Jetzt hab ich aber Hunger bekommen, du nicht auch? Komm...Gewiss haben sie auch Apfelkuchen da,denn magst du doch so gerne.", sprach er locker und setzte sich ohne ein weiteres Wort an ihn in Bewegung.
      Egal für wie Psychopathisch ihn Nagisa halten würde...Er hatte noch einiges mit ihm vor und hoffte von ganzer Seele das ihm sein Bruder vom Jenseits zu sehen würde.
      Believe Me ~

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    • Dieser Typ war wirklich unfassbar. War er wirklich schon immer so psychopathisch gewesen? Sie hatten sich seit der Verlobung nicht mehr persönlich gesehen. Kangai versuchte die beiden tunlichst auseinanderzuhalten, vor der Verlobung. Doch nachdem die beiden beschlossen hatten sich das Ja-Wort zu geben, brach Noya den Kontakt ab. Obwohl Nagisas Schwiegermutter stets darum besorgt war, ihre geliebte Familie aufrecht zu erhalten, hatte sie damit kein Glück. Innerlich wünschte sich Nagisa tatsächlich das einfach Noya derjenige gewesen wäre, der vor den LKW gelaufen wäre. Wobei anzumerken war, dass dieser Vollidiot sich niemals freiwillig für ein Kind geopfert hätte. Er hasste ihn so sehr und sah nicht einmal seine eigene Schuld. Er hatte so so oft mit Kanagi zusammengesessen, weil er sich Sorgen um Noya machte, so oft war er traurig, einfach nur weil sie sich nicht verstanden. Doch Nagisa hatte es versucht, doch irgendwann gab er zu, dass sie wohl niemand miteinander harmonieren würden.
      Innerlich bebte der Schwarzhaarige noch immer. Dieses Arschloch hatte ihm tatsächlich den Schlüssel abgenommen. Er würde einen Teufel aus der Wohnung holen, dafür würde er Sorgen und vor allem Izumi würde das nicht zulassen. Wobei er daran dachte wie seine kleine Schwester die Fassung verlieren konnte, wenn es darum ging ihren Bruder in Schutz zu nehmen. Sie war wirklich aufopfernd. „Du bist ein Ekelhaftes Arschloch“, knurrte Nagisa und ballte die Hände zu Fäusten. Seine Fingernägel waren bereits blutig, er hatte sie während all des Kummers versehentlich blutig gerissen. Seine kurzen Nägel schnitten unangenehm in seine Handflächen. Doch er spürte den Schmerz nicht.
      Während die Trauerfeier noch fest im Gange war und alle damit begonnen hatten sich dem Kuchen sowie dem Kaffee zu widmen, verabschiedete sich Nagisa von Kanagis Mutter. Sie war sehr betrübt das er schon gehen wollte, doch sie verstand es und gab ihm noch eine herzliche Umarmung. Seine Eltern blieben noch bei den restlichen Gästen. Familie und Freunde, wobei einige sogar aus Schulzeiten den Weg hergefunden hatten. Kanagi war eine so Gute Seele, er war viel zu früh von den Lebenden geschritten. Izumi hingegen wich nicht von der Seite ihres großen Bruders. Davon abgesehen das sich Nagisa seit drei Tagen nicht mehr traute alleine ins Auto zu steigen, fuhren sie nachhause. Denn auch dort, ertrug es der Schwarzhaarige nicht auf Dauer. Er klärte seine Schwester über die Sache mit Noya auf und erhielt ein entrüstetes fluchen von ihr. Obwohl sie immer sehr neutral gegenüber Noya stand, brachte sie dieses Verhalten komplett aus der Fassung. „Das klingt für mich stark nach Persönlichkeitsstörung, hatte er das schon immer? Ich kann mich nicht erinnern“, murrte sie und ließ sich erschöpft auf dem Sofa nieder.
    • Noya spielte weiterhin seine Rolle als der Charismatischen Jungen Mann und kam bei einigen Gästen sogar gut an.
      Viele hatten Noya länger nicht mehr gesehen da er schließlich kaum das Haus seiner Mutter verließ und viele hielten seine Art als eine sehr Positive neue Entwicklung.
      Die ganze Zeit über zeigte sich nicht wieder dieser Schatten in seinem Gesicht, er brachte sogar alte Schulfreunde seines Zwillingsbruder zum lachen und sie redete aufgeregt.
      Seine Mutter wirkte auch sehr Stolz auf ihn aber als er sah wie herzlich sie sich von Nagisa verabschiedete wirkte sein Blick für eine Sekunde Neutral.
      Diesen Mann denn Kanagi geliebt hatte zu endgültig brechen...War sein Ziel und dafür würde er alles tun.


      Nachdem die Trauer Feier zu Ende war und der Abend dämmerte machte sich Noya wie angekündigt auf de Weg zu der Wohnung.
      Er sah das Parkende Auto und hatte mitbekommen das die Jüngere Schwester Izumi denn Anderen gefahren hatte...Vermutlich würde auch sie dort in der Wohnung sein aber das hielt ihn nicht von seinen Vorhaben ab.
      Er war noch kein einziges mal in der Wohnung gewesen...Von draußen hatte er sich diese einige Male angesehen doch...Getraut hatte sich Noya nie dort zu Klingeln.
      Wie oft stand er kurz davor?
      Doch die Nervosität hatte ihn immer und immer wieder davon abgehalten.
      Was wäre gewesen wenn Nagisa die Türe geöffnet hätte? Was hätte er sagen sollen?
      Und wenn sein Bruder geöffnet hätte mit seinem strahlen? Dann hätte er ihn sicher in die Wohnung gezerrt...
      Nein, denn Mut hatte er nie gefunden hier zu klingen und das würde er auch heute nicht tun.
      Er hatte schließlich denn Schlüssel und schloss die Türe auf.
      Als seine Hand auf der Türknauf lag, war es fast als könnte er die warme Hand seines Bruder spüren...
      Aber für sentimentales war er nicht hier...
      "Hallo?", rief er kurz hinein bevor er dann eintrat und die Türe hinter sich schloss.
      Sein Blick schweifte sofort herum, nie ahnte er ansatzweise wie es im inneren aussah aber auch wenn seine Anwesenheit hier nicht erwünsch sein sollte hatte er als Bruder von Kanagi das recht darauf hier zu sein.
      Ohne Gewalt würde ihn hier keiner raus bringen, so viel stand fest...
      Aber gerade war er viel zu sehr damit beschäftigt im Eingangsbereich stehen zu bleiben und sich die Bilder anzusehen die dort noch standen.
      Wie Hypnotisiert starrte er das Foto an das ihn und sein Bruder zeigte...
      Believe Me ~

    • Die beiden Geschwister saßen auf dem Sofa. Wie so oft hörte Izumi ihrem Bruder zu, wie er wie wild sich in seine grummeligen Ausflüchte verlor. Die hauptsächlich darin bestanden zu Fluchen. Auch Izumi war ein wahrhaftiger Sturkopf. Davon abgesehen das ihr Temperament ebenso dem ihres Bruders ähnelte. Sie wickelte immer wieder eine ihrer dunkelblonden Haarsträhnen um den Finger und ertrug die elendige Hetzrede von Nagisa. Sie hatte nichts dagegen, das war die Art und Weise wie ihr Bruder am besten mit solch Situationen umgehen konnte. Und nach diesen furchtbaren drei Tagen war dieses Verhalten definitiv eine ausgezeichnete Abwechslung gewesen. Nicht das es ihm verübeln konnte, das er traurig, depressiv und sich vollkommen leer fühlte. Sie fühlte sich einfach nur Nutzlos und das war das größte Problem. Mehr als ihm Gesellschaft zu leisten, ihm zuzuhören und für ihn da zu sein, konnte sie nicht.
      Als Nagisa für einen kurzen Moment aufgehört hatte, erhob sich die Blondine vom kuscheligen Sofa. „Willst du auch einen Tee?“; fragte sie ihn, woraufhin nur ein grummeliges nicken folgte. Es war trübes Wetter draußen, die Wolken hatten sich seit der Beerdigung noch immer nicht verzogen und es regnete. Sie lief durch den Flur, geradewegs in die Küche. Der Flur war bunt gespickt mit allerhand Bildern. Nagisa war nicht der Freund davon überall Bilder aufzuhängen und hinzustellen, doch Kanagi war da ganz anders. Es waren etliche Bilder von Familie, Freunden und Ausflügen der beiden. Alleine dieser Anblick quälte ihren Bruder, er wollte sie jedoch nicht abnehmen. Als sie den Tee gekocht hatte, trug sie beide Tassen ins Wohnzimmer, doch soweit kam sie nicht. Den Noya stand plötzlich im Flur. Ein Schauder lief ihr über den Rücken. Auf Nagisa war ebenfalls nicht lang zu warten und auch er kam in den Flur. „Du elender Mistkerl hast wirklich die Frechheit hier aufzukreuzen. Ich fasse es einfach nicht“, meinte er sauer und lehnte sich gegen den Türrahmen des Wohnzimmers. „Nagisa, bitte beruhige dich“, versuchte Izumi zu schlichten und stellte die Tassen auf die Kommode im Flur. „Wieso soll ich mich beruhigen? Wir haben alle einen wichtigen Menschen verloren und dieses Arschloch hat nichts besseres zu tun als noch mehr Unmut zu verbreiten.“
    • Auch Noya hatte Bilder zu Hause aber die meisten davon waren von seinem Bruder gewesen, er selbst war kein Fan von Kameras...geschweige das Lächeln fiel ihm immer unsagbar schwer und ließ sein ganzes Gesicht immer verkrampft wirken.
      Kanagi allerdings hatte gerade zu das Gesicht für die Kamera und wirkte dabei immer ganz ausgeglichen...Bewundernswert.
      Sein Blick löste sich langsam von den vielen Fotos als er schritte hörte, diese waren viel zu leise als das sie von einem Mann stammen konnten weswegen sich direkt ein Charmantes Lächeln auf seinen Lippen zeigte.
      "Hallo, Izumi.", begrüßte er so locker als wusste er nicht was seine Anwesenheit für einen Unmut bei Nagisa auslöste.
      Jegliche Feindseligkeit und Hass war aus dem Gesicht von Noya verschwunden der seinem Zwillingsbruder so erschreckend Ähnelte als wäre er sein Spiegelbild.
      "Ich möchte gar kein Unmut verbreiten.", widersprach Noya und neigte denn Kopf dabei etwas erschüttet das der Andere so von ihm dachte.
      "Mein Bruder wollte schon immer das mal vorbei komme...Und wie gesagt, es gibt hier ein paar Dinge die auch gern meine Mutter gern hätte. Doch sie hat leider nicht die Kraft dazu herzukommen.", sprach Noya ehrlich betroffen und trat näher herein.
      "Außerdem Regent es draußen, mich einfach raus zu werfen Nagisa wäre schon ziemlich unhöflich.", fügte er hinzu und schmunzelte danach.
      Dann wannte er sich mehr Izumi zu die eher das ganze zu schlichten schien.
      "Dürfte dann auch mal kurz das Badezimmer benutzten?", fragte er denn er kannte sich schließlich in diesen Vier Wänden nicht aus.
      "Ich möchte ja hier nicht einfach herum schnüffeln und Nagisas Privatsphäre stören.", erklärte er sich direkt vorbildlich als würde er diesem kein einziges Härchen krümmen wollen.
      "Außerdem bin auch hier um sich zu entschuldigen...". fuhr er dann ernster fort und verbeugte sich einmal tief.
      "Ich habe auf der Beerdigung überreagiert...Wie du es selbst sagtest Nagisa, wir alle haben einen wichtigen Menschen verloren und ich muss das erst einmal auch Akzeptieren. Für mich war mein Bruder etwas ganz besonderes denn ich...Mit niemand Teilen wollte und jetzt verstehe ich aber das er nicht nur für mich eine ganz besondere Person war...Ich war Egoistisch....Mein Bruder hätte das gewiss nicht so gewollt."
      Mit einem leisen seufzend erhob er sich wieder und schien jedes Worte ehrlich zu meinen.
      Believe Me ~

    • Izumi betrachtete die Mimik und Gestik ihres Bruders genau. Innerlich war er noch immer vollkommen von der Leere zerfressen und kochte nur so vor Wut. Wenn sie daran dachte was Noya auf dem Friedhof zu Nagisa sagte und auch getan hatte, fuhr selbst ihr ein unangenehmer Schauder durch die Glieder. Es war verständlich das ihr älterer Bruder so reagierte. Doch obwohl sie dem ungebetenen Gast stets neutral gegenüberstand und niemals versuchte noch mehr Groll in den Raum zu stellen, war sein Verhalten mehr als Fragwürdig.
      Nagisa schüttelte nur mit dem Kopf und raufte sich die schwarzen Haare. Die Augenringe in seinem Gesicht, ließen sein ohnehin schmales und bleiches Gesicht noch eingefallener aussehen. Vor allem die Nächte zerrte an ihm. „Du willst mich wohl komplett verarschen? Erst ziehst du so eine Nummer ab und dann willst du dich entschuldigen?“, fragte er in einem rauen und harschen Ton. Seine Stimme war leicht erhoben. Die Blondine hingegen deutete auf eine Tür den Flur entlang und erklärte Noya das sich dort das Badezimmer befand. Als der ungebetene Gast außer Reichweite war, nahm sie einen Schluck ihres Tees, ehe sie die Tasse wieder abstellte. „Mir gefällt das auch nicht Nagisa“, versuchte sie ihn zu beschwichtigen, doch sein Gesichtsausdruck war geladen wie eine Pistole. Er hatte keine Kraft sich mit solch irrwitzigen Rachegelüsten auseinanderzusetzen. Er hatte keine Kraft überhaupt noch irgendetwas zu tun, als sich Stundenlang im Bett zu wälzen, die Bilder in der Wohnung zu betrachten, oder Gedankenverloren auf seinen Fernseher zu starren. Er war noch nie derjenige gewesen der vor Emotionen trotzt, doch all seine Emotionen schienen einfach verschwunden. Es war einfach nur noch Wut, Angst und Trauer übrig. All die Todsünden die darauf warteten ihn ebenfalls zu sich zu holen und leise flüsterten. Minute für Minuten zerrten sie an seinem Gesunden Menschenverstand, die bösen Geister wollten ihn holen. Natürlich war sein Lebenswillen noch immer vorhanden, doch seit diesem Unfall, seit der Nacht im Krankenhaus war sein Lebenswillen einfach verschwunden.
      „Ich verstehe einfach nicht was er will, klar das Kanagis Mutter nicht herkommt, wir haben uns auf der Beerdigung darüber unterhalten, ich hätte ihr auch die Sachen gebracht. Davon abgesehen das Noya mir den Wohnungsschlüssel gestohlen hat und mir seine wiederwertige Fresse auf die Lippen gedrückt hat“, Nagisa kochte vor Wut und hatte sich im Wohnzimmer auf das Sofa gesetzt. Izumi senkte den Blick. Sie sah ihren Bruder Leiden, er ging daran zu Grunde. Sie stieß ein seufzen aus.
    • Noya wirkte betroffen als Nagisa einen solch Rauen Ton gegen ihn anschlug als täte ihm das Ganze wirklich vom Herzen Leid.
      Doch zum Glück zeigte sich die Jüngere Schwester des Zornigen Jungen Mannes nach sichtlich.
      Mit einem knappen Danke um nicht noch mehr von Nagisas Wut auf sich zu ziehen ging er an denn beiden dicht vorbei zum Badezimmer.
      Die Türe schloss er hinter sich und lehnte sich mit denn Rücken einen Moment dagegen.
      Natürlich verschwand sein Lächeln Augenblicklich aus seinem Gesicht und sein düsterer Blick schweife durch das saubere Badezimmer.
      „Arschloch...“, flüsterte er gereizt und spürte sogleich wie der Ärger über denn Verlobten seines verstorbenen Bruders sein Körper Buchstäblich zum erzittern brachte.
      Am liebsten hätte er diesen elenden Wurm aus der Wohnung seines geliebten Bruders geworfen...
      Zugeben Nagisa sah wirklich mit seinen Augenringen mehr als nur bescheiden aus aber das Reichte Noya nicht..Das füllte nicht diese Leere die sein Zwillingsbruder bei ihm Hinter lassen hätte.
      Doch er war sich mehr als sich das sein Bruder noch Leben würde, wäre da einfach nicht dieser Nagisa gewesen!
      Langsam löste er sich von der Türe und ging zum Waschbecken, dabei glitt sein Blick kurz zum Spiegel und seine Mine besänftigte sich ein wenig.
      Wenn er sein Spiegelbild sah...So fühlte es sich für ihn danach an als stünde ihm Kanagi direkt gegenüber.
      Seine Verbindung zu ihm war immer sehr intensiv...Auch jetzt war er sich sicher genau zu wissen was Kanagi gerade fühlte und auch er wollte Nagisa...Endgültig Zerbrechen sehen.
      Mit denn Fingerspitzen strich Noya auch dünn über sein Spiegelbild um keine Streifen zu hinterlassen.
      „Ich hoffe du siehst mir zu...“, schmunzelte er leise und wandte sich dann denn Inhalten im Badezimmer Schrank zu.
      Die Produkte die dort standen verriet ihm das die Jüngere Schwester wohl schon länger hier verweilte.
      Eine enge Verbindung...
      Für einen kurzen Moment spielte Noya mit einem wirklich Bösartigen Gedanken.
      Nagisa spüren zu lassen wie es sich anfühlte jemand zu verlieren denn man von der Geburt aus kannte wäre schon mal ein sehr guter Anfang.
      Aber gegen Izumi hatte er nicht wirklich etwas auszusetzen...Dieses Junge Mädchen konnte nichts dafür das ihr Bruder ein Widerling war.
      Zudem war seiner Ansicht nach die Beziehung normaler Geschwister niemals so eng wie die von Zwillingen. Nein...Nagisa würde seinen Schmerz nicht ansatzweise nach vollziehen können.
      Als er dann das Lieblings Shampoo seines Bruders entdeckte war es ihm nur bewusster das Nagisa noch immer in einer Trauerphase war in welcher es ihm fiel los zu lassen.
      Er steckte sich die Flasche ein und suchte noch nach Anderen Dingen die seinem Bruder noch gehört haben konnten.
      Doch dann klingelte es abermals an der Türe...
      Noch mehr von Nagisas Verwandtschaft? Dieser Mörder hatte es nicht verdient das man überhaupt Trost spendete.
      Da sich Noya beim verlassen des Badezimmers in der nähe der Haustüre befand ließ er es sich nicht nehmen einfach an die Türe zu gehen.
      „Ich mach schon auf.“, rief er Richtung Wohnzimmer wo er die beiden gehört hatte.
      Als Noya die Türe öffnete war der Regen noch stärker geworden und die großen Regen Tropfen hatten sich draußen auf dem Gehweg schon zu einem größeren Pfütze zusammen gesammelt.
      Das erste was er erkennen konnte war ein Grünlicher Regenschirm und die schwarzen Schuhe einer Frau sowie Gummistiefel eines kleines Kindes.
      „Entschuldigen Sie uns Bitte die späte Störung aber wir wollten nicht bei der Trauerfeier stören...“, kam es von der Frau und sie hob denn Regenschirm beiseite.

      „Ich wollte mein tiefes Beileid aussprechen und mich für die Rettung meines Sohnes bedanken es---“, die Junge Mutter stockte in ihrem Satz und starrte Noya fassungslos an.
      In der Zeitung hatte man Kanagis Foto gesehen und dem entsprechen glaubte die bleicher werdende Frau vermutlich einen Geist zu sehen.
      Noya wollte schon ansetzten sich zu erklären als ihn dann aber plötzlich der kleine Junge so stürmisch umarmte das er nach hinten stolperte.
      „Du Lebst!!“, rief der Junge unter Tränen. „Es tut mir leid...Mister...Es tut mir so...leid das Sie wegen mir...Ich hatte so angst...das sie Tod sind...!“, schluchzte der kleine Junge und drückte sich feste gegen den Bauch von Noya das ihm fast die Luft weg blieb.
      Noyas Blick senkte sich langsam auf den kleinen Jungen und ein Gefühl der unerträglichen Verbitterung durch zog ihn.
      Wegen...Diesem Kind.
      Wegen diesem Gör...Starb sein Bruder.
      Die Mutter des Jungen hob die Hand vor den Mund und schien zu ahnen das es sich um Noya gewiss um ein Zwillingsbruder Handeln musste.
      Kanagi war schließlich Tod.
      „Josh...Mein Junge das ist nicht...“, begann die Junge Mutter zittrig denn ihr tat das alles furchtbar leid doch Noya schüttelte kurz denn Kopf damit sie nicht weiter Sprach.
      Das alles musste für denn Jungen genau so Traumatisch gewesen sein...Ihn mit dieser Schuld weiter Leben zu lassen, nein...
      „Alles gut...Mir geht es bis auf ein paar Schrammen wieder gut, pass aber in Zukunft besser auf.“, sagte Noya dann freundlich und wuschelte dem Jungen über denn Kopf als wäre alles halb so schlimm.
      Believe Me ~

    • Die Blondine empfand so viel Mitleid für ihren großen Bruder. Er war stets der starke, griesgrämige und gutherzige junge Mann gewesen der immer für einen da war und Trost gespendet hatte. Izumi fühlte sich dieser Aufgabe nicht gewachsen. Natürlich tat sie ihr bestes und versuchte Nagisa so gut es ging beizustehen, davon abgesehen das auch sie sehr betroffen von dem Verlust war. Sie mochte Kanagi sehr und auch ihr fehlte er unglaublich. Es war einfach diese Leere, in der Wohnung. Egal wie sehr Izumi versuchen würde ihrem Bruder beizustehen, dieses klaffende Loch in seinem Herzen würde nicht vergehen. Als hätte ihm all seinen Lebenswillen einfach entrissen, als hätte man jegliches Gefühl aus seinem Kopf entfernt und nur noch dieses trübe, schwarze Loch hinterlassen was niemand mehr füllen konnte. Es war drei Tage her, drei qualvolle Tage. Noch immer spielten sich vor ihren Augen die Bilder im Krankenhaus ab, Bilder über die Nagisa nicht mehr sprechen wollte. Auch sie empfand es als sehr taktlos was Noya getan hatte. Nun einfach hier aufzukreuzen und solch eine Show abzuziehen. Nicht nur Nagisa hatte das Gefühl das der Zwillingsbruder seines verlobten, mehr als nur ein bisschen neben sich stand. Offensichtlich war auch er zutiefst betroffen und verstört. Sie war ihm stets Neutral gegenüber gestimmt, egal in welcher Hinsicht. Auch wenn sie ihn als den Psychopathischen von beiden empfand, sah Izumi ihn stets als Bruder. So wie sie sich selber sah. Als Schwester.
      Unerwartet klingelte jedoch die Tür. Einen weiteren ungebetenen Gast würde ihren Bruder wohl zur völligen Weißglut treiben und wo möglich noch zu einer Dummheit verleiten. Doch so schnell wie Kanagi vom Flur, der Badezimmertür, zur Wohnungstür hechtete, konnte die Blondine gar nichts tun.
      Nagia blickte verwundert auf, als er von der Sofakante aus in den Flur zur Wohnungstür blicken konnte. Seine Wangenknochen stachen im fahlen Licht hervor und seine Augenringe waren deutlich zu erkennen. Er hörte eine bekannte Stimme, eine Stimme die er sofort Identifizieren konnte. Die Mutter des jungen, welche ebenfalls im Krankenhaus gewesen war. Er schaute sich das Schauspiel an. Es war nichts falsches daran sein Beileid auszusprechen. Doch in diesem Augenblick, hatte der Schwarzhaarige das Gefühl jegliche Fassung zu verlieren, als würde sein Gesunder Menschenverstand langsam aber sicher, elendig verrotten. Er arbeitete mit jungen Erwachsenen und hatte früher viel mit kleineren Kindern zu tun, doch dieses Kind ließ seine Gehirnzellen in vollkommene Wut versinken. Doch dem nicht genug, wieder gab sich Noya als seinen verlobten aus. In welche Seifenoper oder kranken Psycho-Thriller war er hier bitte herein geraten? In seinem Kopf spielten sich endlose Filme ab, endlose Dinge und quälende Krämpfe. Seine Brust fühlte sich schwer wie Blei an, als würde er kein Fünkchen Sauerstoff mehr aufnehmen können. Ein furchtbares ziehen breitete sich in seiner Brust aus. Er musste hier weg, weit weg von Kangai, weit weg von dieser Wohnung und allem voran diesem Kind. Diesem dreckigen Gör, was nicht auf sich aufpassen konnte, von dessen Mutter, die nicht auf ihr Kind geachtet hatte. Seine Glieder begannen zu beben und er verdrängte die heißen Tränen die sich langsam aber Sicher ihren Weg bahnten um an die Oberfläche zu gelangen. Er ballte die Hände zu Fäusten, schritt auf schweren Sohlen ind den Flur, nahm seine schwarze Lederjacke und den Autoschlüssel ehe er sich noch im Türrahmen an der Mutter des Kindes vorbei zwängte und in Windeseile das Treppenhaus verließ.
      Izumi wollte ihn noch aufhalten, doch der Griff nach dem Autoschlüssel ließ ihre Füße wie Klebstoff am Boden haften. Sie presste beide Hände gegen die Brust und ihre Wangen färbten sich langsam rot. „Entschuldigen sie, aber ich glaube das ist ein sehr schlechter Zeitpunkt...wissen sie der verstorbene war der langjährige Lebensgefährte und Verlobte meines Bruders“, meinte sie mit zitternder Stimme und und presste die Hände noch fester gegen ihren Brustkorb sodass dieser bereits zu schmerzen begann. Sie unterdrückte die aufkommende Furcht, das ihr Bruder eine Dummheit begehen könnte und warf Hilfesuchen einen Blick zu Noya,
    • Anderes als Noya schien Nagisa Grenze nun überdehnt zu sein.
      Er blicktr den vorbei stürmenden nach und strich weiter beruhigend den Kipf des Jingen der sich verwiert von ihm lösste.
      Seine Mutter nahm ihren kleinen ansich heran und sah betroffen aber einsichtig zu Izumi.
      Es war neu für ihn die Schwester des Verlobten seines Bruder so zitternd zu erleben. Sie schien sich wirklich ernsthaft sorgen zu machen.
      Kurz zeigte sich ein erstaunter Ausdruck in seinem Gesicht aber dann schien er wohl am besten ihre Panik zu verstehen
      Beruhigend lächelte er ihr zu nickte knapp:
      "Keine Sorge, ich kümmer mir darum."
      Er sagte es so locker und ehrlich wie es sein Bruder selbst nicht hätte besser sagen können.
      Die Mutter verabschiedete sich sarauf zögernd und nahm ihren Sohn mit sich.
      Noya zog den Kragen seiner Jacke höher wegen dem stärker währenden Regen und nahm zügig die Verfolgung des Anderen auf.
      Er stieg in sein eigenen Wagen aber er wusste schon genau wohin Nagisa wollte...
      Auch wenn er nie gern den Schwärmerei seines Bruder zu gehört hatte so hatte er aufmerksam gemerkt wenn dieser von Orten erzählte wohin sie gern gingen.
      Daher fiel es ihm nicht schwer den Älteren im Blick zu behalten und geduldig wartete er ab bis dieser zum stehen kam.
      Kurz drehte er sein Fenster Runter:
      "Nagisa! Was immer du vorhast, deine Schwester macht sich extreme sorgen um dich du kannst nicht einfach so abbauen!"
      Believe Me ~

    • Nagisa hatte sich einfach Hals über Kopf in sein Auto gesetzt. Er hatte sich seit der Fahrt ins Krankenhaus nicht mehr selbst hinter das Steuer seines schwarzen Geländewagens getraut. Obwohl Izumi stets etwas verloren in diesem großen Auto wirkte, hatte er es einfach nicht geschafft sich hundert Prozent auf den Straßenverkehr zu konzentrieren, mit dem Hintergedanken das Kanagi von einem LKW erfasst wurde noch dazu wegen diesem dämlichen Gör was auch noch die Frechheit besaß mit seiner Mutter bei ihm aufzukreuzen. Seine Hände lagen zitternd auf dem Ledergedeckten Lenkrad. Er ertrug das ganze nicht länger. Als er den Motor anließ, lief ihm ein Schauder über den Rücken. Er fuhr durch den Nieselregen. Für den ersten Moment wusste er nicht wohin er überhaupt fahren sollen. Sein Kopf war wie leergefegt, nur noch der Gedanke an Blut war in seinem Verstand verankert. Nagisa war noch nie der Typ gewesen der an Depression oder ähnlichem litt. Davon abgesehen das er ein sehr introvertierter Mensch war, war ihm klar wie furchtbar krank er in den letzten Tagen geworden ist. Er hatte keinerlei Suizidale Gedanken gehabt, noch nie in seinem Leben. Diese Phase, die vor allem Teenager oft durchlebten, ging über ihn einfach hinweg. Doch nun fühlte er sich vollständig aus dem Leben gerissen. Er wollte sich am liebsten über die nächste Brücke werfen, sich hunderte Schmerztablette einverleiben oder einfach das ganze beenden indem er sich in den Kopf schoss. Letztendlich brachte ihn sein Verstand an einen ganz anderen Ort. Er war durch die halbe Stadt gefahren bis in einen Vorort. Ein großes Schulgebäude baute sich vor ihm auf. Ihre Highschool, wo sie sich einst kennenlernten. Er stand am Straßenrand und betrachtete den verlassenen Schulhof. Der Nebel, welcher durch den feinen Nieselregen entstanden ist, hing wie eine dicke Staubschicht der Erinnerungen in der Luft. Das atmen fühlte sich schwer an. Der Schwarzhaarige umschloss mit seinen feingliedrigen Fingern den Drahtzaun. Es war so viel Zeit vergangen. Sie hatten so lange Zeit miteinander verbracht und nun war Kanagi für immer fort. Er würde ihn nie wieder sehen, nie wieder mit ihm sprechen können und nie wieder seine weiche Finger auf seiner Haut spüren. Das atmen fühlte sich so unendlich schwer an.
      Augenblick fuhr er zusammen als eine von ihm gehasste Stimme an sein Ohr drang. Er wusste das Izumi sich sorgen machte, doch weshalb ausgerechnet er hier auftauchte, ließ nur erneut die Wut in ihm hochkeimen. Er ließ den Fakt um seine kleine Schwester außer acht, drehte sich um und sah durch das heruntergelassene Fenster in Noyas Gesicht. Egal wie sehr er versuchen würde seinen Zwillingsbruder zu imitieren. Er würde es nicht schaffen und der Grund für all das Theater war Nagisa ohnehin vollkommen Gleichgültig. Er ließ vom Zaun ab, drehte sich um und ballte die Hände zu Fäusten Die Straßen waren leer, sie waren ganz allein. „Und was willst du eigentlich? Hast du jetzt auch noch eine Persönlichkeitsstörung entwickelt? Hast du jetzt plötzlich eine Posttraumatische Belastungsstörung von der du uns erzählen musst. Was zum Teufel willst du von mir?“, meinte er mit erhobener Stimme. Der Nebel schien die Lautstärke seiner Aussprache zu dämpfen. „Habe ich dir nicht deutlich genug gemacht das ich Null, absolut Null Sympathie für dich empfinde und dich viel lieber in diesem Loch beerdigt hätte als Kanagi?“, er senkte den Blick auf den gepflasterten Weg. Seine schwarzen Haare waren triefend nass und hingen ihm in die Augen.
    • Die Highschool...
      Anderes als für Nagisa war dies alles andere als ein schöner Ort der Erinnerungen.
      Für den Anderen mochte es wohl der Anfang gewesen sein aber für Noya war es das Ende...
      Wie sehr Noya diese Zeit hier gehasst hatte, hier begann sich das Leben mit seinem Zwillingsbruder deutlich zu Zwiespalten.
      Früher gab es einfach nur Kanagi und ihn, sie beide verstanden sich einfach ohne Worte und der Andere war einfach die wichtigste Person in ihrem Leben.
      Doch dann kreuzte Nagisa auf...
      Schon im ersten Augenblick hatte er ihn nicht ausstehen können und nie verstehen wollen warum ihn sein Bruder einem solchen introvertierten Kerl vorzog!
      Bis er verstand das mehr dahinter steckte, Liebe...
      Noya war noch nie verliebt, in seinem kleinen Welt die er sich errichtet hatte gab es dafür kein Platz aber trotzdem war es schrecklich einsam als Kanagi aus dieser drohte zu verschwinden.
      Nun aber war sein Zwillingsbruder aber wirklich Fort, für immer und dieser Ort hier war der Grundstein dafür.
      Langsam stieg Noya aus sein Wagen und Blickte zu der Verhassten Person denn er für immer für den Tod seines Bruders schuldigt machen würde.
      Jetzt waren wirklich nur sie beide hier und der Regen war eiskalt wie Nadelstiche auf der haut, doch das Ignorierte Noya als er geradewegs auf den Anderen zu ging.
      "Was du willst...", begann er erst ruhig aber dann deutlich mit fester stimme. "...Ist mir sowas von egal, Nagisa!"
      Ohne weiteres packte er ihn grob an beiden Schulter und drängte ihn zurück zum Drahtzaun.
      "Ich bin bin ganz Herr meines Verstandes, Idiot...Glaubst du ich weiß nicht das ich nicht Kanagi bin?", fragte er ihn genervt und zwang ihn den Kopf zu heben.
      "Meine Mutter, kann nicht so einfach los lassen...Kanagi wurde uns allen viel zu Plötzlich genommen, wenn ich eben solang als eine Art Platzhalter her halten muss bis es einfacher fällt los zu lassen...Mach ich das ohne zu Zögern."
      Seine Stimme wurde nu wieder ruhiger und sein Griff wurde locker als er fortfuhr:
      "Besonderes du, könntest von dieser Illusion Gebrauch machen...hast du dich mal in Spiegel angesehen? Mitbekommen wie du deine Schwester nur weiter belastest? Lass dich doch einfach auf dieses Schauspiel ein, was hast du noch zu verlieren? Sieh mich einfach an und stell dir vor ich wäre Kanagi. Mehr nicht, stell es dir einfach nur vor...Stell dir einfach nur vor das Noya im Grab liegt. Nur für einen Moment."
      Abwartend neigte er sein Kopf und wartete geduldig ab während er das nasse schwarze Haar von Nagisa zurück strich:
      "Damit würdest du es wirklich einige einfacher machen."
      Believe Me ~

    • Das die Highschool in Noya keine Guten Erinnerungen weckte, lag klar auf der Hand. Wen man daran zurückdachte das schon ein Funken Wahrheit darin steckte, das Nagisa der Grund war weshalb sich die Zwillinge voneinander entfernten. Doch diese Entscheidung hatte allein Kanagi getroffen und kein anderer. Egal wie Unsympathisch er Noya auch fand, er hatte stets versucht Neutral dem ganzen Gegenüberzustehen. Er hatte versucht die Beziehung zwischen ihnen zu verstehen, bezugnehmend dabei, seine Liebe zu Izumi nachzuvollziehen. Jedoch war die Highschool nun einmal der Punkt in seinem Leben gewesen, die es Grundlegend verändert hatte. Er hatte glückliche acht Jahre mit seinem Verlobten. Es war eine wundervolle Zeit, die ihnen sogleich von dieser wahrhaftig existierenden und nicht greifbaren Zeit entrissen wurde ohne jeglichen Grund. Doch er konnte nicht ohne ihn Leben und er konnte nicht verstehen wie Noya noch immer auf seinen Beinen stehen konnte, wie er vor ihm stehen konnte mit diesem Ausdruck im Gesicht und auch die Kraft aufbringen konnte seine Schulter zu umfassen, sodass er glaubte das sie jeden Moment brechen würde, obwohl er der größere und stärkere von beiden war. Natürlich sah er miserabel aus, wer konnte es ihm verübeln. Die Wangenknochen zeichneten sich ab und die feinen Äderchen unter seiner bleichen Haut stachen in deutlichem blau hervor. Es fiel ihm schwer auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Doch der feine Sprühregen der wie eine dicke Wolke Staub in der Luft lag, machte es irgendwie einfacher die Lungen wieder mit frischer Luft zu füllen und seinem Kopf zumindest den Schubs in die richtige Richtung zu geben. Die Worte seines Gegenübers klangen vollkommen absurd. Sie hallten sogar in seinem Gehör nach und hinterließen mehr Fragen als alles andere. Er solle es genießen, er solle es als Auffangbecken sehen. Aber wie solle er das tun? Davon abgesehen das er in Noya einen hinterhältigen Bastard sah, der versuchte andere für sein erbärmliches Leben verantwortlich zu machen. Er konnte keinen Funken in seinen Augen erkennen, nicht einmal eine kleine Ähnlichkeit. Obwohl die Äußerlichkeiten stimmten...waren es doch gar nicht die Äußerlichkeiten in die sich Nagisa verliebt hatte. Und sicherlich war dieses Band, zwischen den beiden Geschwister ebenfalls auf etwas tiefgründigen Aufgebaut. Auf einem starken Fundament was wenig mit Äußerlichkeiten oder Oberflächlichen Gerede zu tun hatte. Mit einer kleinen Gestik befreite er sich vom Druck der Hand, die auf seiner Schulter lastete und warf noch einmal einen Blick auf den verlassenen und still daliegenden Schulhof. „Hat Kanagi eigentlich jemals mit dir darüber gesprochen weshalb er mit mir zusammen war?“, fragte er plötzlich in die Stille hinein. „Unsere Beziehung hat nie auf Äußerlichkeiten beruht. Weder damals noch heute. Alles um mich herum erinnert mich an ihn, weil er so lange Teil von meinem Leben war, so lange hat er mit Ergänzt in meinen Fehlern“. Ihm war es egal, wie erbärmlich er wirkte, wie krank er erschien oder aber wie viel Sorge er den anderen und vor allem Izumi bereitete. Natürlich litt sie unter dieser Situation, und empfand nichts als Angst. Wie sie Nachts mit ihm Bett lag und fest seinen Rücken umklammerte als würde sie ihn jeden Moment verlieren. Doch die Leere schien ihn zu zerfressen. „Ich weiß noch wie ihr damals neu in die Klasse gekommen seid und Kanagi sich dauernd aufgedrängt hatte mit uns Basketball zu spielen, obwohl er Grottenschlecht war“.