Silence is golden... [Kürbismajestäten]

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    • Silence is golden... [Kürbismajestäten]

      Jeder weiß, dass hinter den Fassaden großer Konzerne so einiges abgeht, was ein Normalbürger nicht begreifen kann. Das Fernsehen hat den Menschen in den Kopf gesetzt, dass vieles davon illegal passiert. Natürlich gibt es strikte Richtlinien und Gesetze, die sowas verhindern. Aber hin und wieder gibt es dann doch mal ein schwarzes Schaf und hin und wieder wird so ein Schaf von jemandem gefunden, der es dann scheren will.
      X hat sich schon vor einer Weile der Aufgabe verschrieben, Sonrisa Pharmaceuticals zu Fall zu bringen. Diese Firma ist nach außen hin einer der größten Medikamentenproduzenten der westlichen Hemisphäre. Sie produzieren alles vom Vitaminpräparat bis zu lebenswichtigen Medikamenten von Immungeschädigten. Vor etwa einem Jahr hat die Firma ein neues Schmerzmedikament auf den Markt gebracht, das schnelle Linderung bei minimalem Abhängigkeitsrisiko bieten soll. Natürlich ist das gut bei den Verbrauchern angekommen. Ebenso bei den Aktionären. Doch X weiß aus sicherer Quelle, dass das Medikament dafür für enorme Nierenschäden sorgt. Es gibt kein Risiko der Abhängigkeit, wenn man nicht lange genug Lebt, um süchtig zu werden. Jetzt hat X endlich einen Kronzeugen aufgespürt, der bereit ist, auszusagen. Die Klage ist so gut wie unterwegs.

      Y lebte bisher ein recht normales Leben. Sie hat einen Job, eine tolle Wohnung, gute Freunde. Und sie freut sich gewaltig für einen dieser Freunde, der endlich etwas gegen seine chronischen Schmerzen gefunden zu haben scheint. Dieses Alidosyn von Sonrisa Pharmaceuticals scheint ein wahres Wundermittel zu sein.
      Für ein paar Wochen hängt Y mit diesem Freund herum, als sei dieser gar nicht krank. Es ist ein wahres Wunder. Doch der Alptraum lässt nicht lange auf sich warten. Von jetzt auf gleich verschlechtert sich sein Zustand, schließlich stirbt er. Sein Tod ist auf ein spontanes Nierenversagen zurückzuführen. Y kann es nicht glauben. Sie recherchiert über die Krankheit ihres Freundes, kann aber nichts finden, was auf einen solchen verlauf hindeutet. Nur dass Alidosyn vermehrt in der Behandlung verwendet wird. Es sei ein Durchbruch in der Medizin. Sie sucht weiter und findet heraus, dass viele der ursprünglichen Tester ebenfalls an Nierenversagen gestorben sind. Darüber hinaus scheinen auch immer mehr Verbraucher über andere Krankheiten zu klagen. Irgendwas stinkt da zum Himmel.
      Als Y dann auch noch mitbekommt, wie sich Sonrisa Pharmaceuticals bei den Eltern ihres Freundes meldet und die Beerdigungskosten tragen will, da wittert sie einen Gesetzesverstoß. Und die Firma will ihn vertuschen.
      Sie packt ihre sieben Sachen und bricht alle Zelte ab. Wer weiß, was eine solche Firma noch alles tut, um weiterhin Geld zu schaufeln? Der Tod von einigen Patienten scheint kein Hindernis zu sein.
      Einige Wochen später hat sich Y ein neues kleines Paradies aufgebaut. Es ist nicht so schön wie das erste, aber es lässt sich leben. Sie hat immer noch ein Auge auf die Sache mit Alidosyn, hält sich aber weit genug davon fern, um kein Ziel für irgendwelche Zwielichtigkeiten zu bieten. Daher weiß sie, dass angeblich ein renommierter Anwalt an der Sache dran sein soll. Tage später bestätigt sich das durch die Medien. Sonrisa Pharmaceuticals würde wegen irgendetwas großem angeklagt werden. Na endlich!
      Völlig unbeirrt geht sie ihrem Alltag nach, als sie die neuste Nachricht wie ein Schlag ins Gesicht trifft:

      "Bei einer Schießerei in der Nähe des Obersten Gerichts wurden heute zwei Männer getötet und ein weiterer schwer verletzt. Zeugen berichten von einem fingierten Autounfall, ehe Maskierte das Feuer eröffneten. Zwei private Sicherheitsmänner schossen zurück, während zwei Personen versuchten, vom Rücksitz zu fliehen. Eine dieser Personen wurde niedergeschossen, die zweite von den Maskierten entführt. Die Behörden verweigern jede Aussage zu den Vorkommnissen."

      Y erfährt bald, dass es sich dabei um den Anwalt handelt, der Sonrisa Pharmaceutical verklagen wollte, und seinen Kronzeugen. Der Kronzeuge wird vermisst, X wird mit lebenslangen Konsequenzen zu kämpfen haben müssen. Und Y sieht sich jetzt mit der Frage konfrontiert, ob sie ihr Schweigen brechen soll, um diese mörderische Firma zu Fall zu bringen, oder ob sie sich weiter in schützendes Schweigen hüllt. Xs Ehrgeiz, die Anklage doch noch durchzubekommen macht ihr die Antwort auf diese Frage nicht leichter.





      Stecki:
      Name:
      Alter:
      Background:
      Sonstiges:
      Haarfarbe:
      Augenfarbe:
      Aussehen:

    • ~ T h e y ~ h a v e ~ t o ~ d o ~ m o r e ~ t h a n ~ j u s t ~ t h a t ~ t o ~ s t o p ~ m e ~



      Name:
      Corvin 'Vin/Vinny' Boiko Ripley

      Alter:
      32

      Background:
      Corvin wurde auf einem Campingplatz irgendwo im Nirgendwo geboren. Seine Familie hatte praktisch nichts außer den Wohnwagen, den er sich mit seinen Eltern und Geschwistern teilte, und den Klamotten, die er am Leibe trug. Und die gehörten ihm eigentlich auch nicht. Denn achtzig Prozent von dem, was seine Familie besaß, war geklaut oder von anderen weggeworfen worden. Das Leben als Roma war nicht leicht. Schule war ein Fremdwort auf ihrem Campingplatz. Aber Corvin war ein cleveres Kerlchen und schaffte es, eine Großmutter aus ihrem Clan dazu zu bringen, ihm lesen, schreiben und rechnen beizubringen. Danach nutzte er die Talente, die seine Familie so schätzte, und stahl in Buch nach dem anderen. Zeitgleich war er der beste Kunde der kleinen Bücherei im angrenzenden Ort. Dort freundete er sich mit der Besitzerin an, die ihm noch viel mehr beibrachte.
      In seiner Familie ist man mit dem Gesetz praktisch per Du. Jedes Jahr zum Geburtstag wird man als Kind daran erinnert, dass die Strafmündigkeit immer näher rückt und man lernt immer mehr, sich dem Gesetz zu entziehen. Wird man erwischt, dann hat man seine Strafe kommentarlos abzusitzen. Die Familie darf man nicht verraten. Die Polizei, die Gerichte, der Staat sind der Feind. Aber Corvin sah das anders.
      Mit der Hilfe seiner Büchereifreundin schaffte er es, seinen Schulabschluss zu machen und bekam dank seiner Noten sogar ein Stipendium für eine angesehene Uni. Nur musste er dafür seine Familie hinter sich lassen. Er tat das, ohne mit der Wimper zu zucken. Nach der entsprechenden Zeit schaffte er schließlich sein Anwaltsexamen und erhielt seine Zulassung. Zuerst arbeitete er in kleinen Kanzleien, machte sich aber schnell einen Namen, indem er unmögliche Fälle gewann. Er ist bekannt für seine Verbissenheit und seine Rhetorik. Für ihn ist ein Prozess kein Spiel, sondern knallharter Ernst, egal ob es sich nur um ein Bagatelverbrechen handelt oder nicht. Er ist auch einer dieser Anwälte, die gern pro bono arbeiten. Ihm ist kein Fall zu klein oder zu groß.
      Mit seiner Familie hat er kaum noch Kontakt. Lediglich seine jüngste Schwester ruft regelmäßig an, weil auch sie mehr will, als nur ein Leben auf dem Campingplatz. Er hilft ihr beim Lernen und unterstützt sie finanziell mit den Materialien. Da sie bald ihren Highschoolabschluss machen wird, hilft er ihr auch bereits mit der Suche nach Colleges und einer Wohnung in der Stadt.

      Sonstiges:
      - seit dem Zwischenfall sitzt er im Rollstuhl. Er wurde zweimal angeschossen, wobei eine Kugel sein Rückenmark durchtrennt hat. Es gibt also keine Chance auf Heilung.
      - die zweite Kugel, die ihn traf, ist teilweise gesplittert. Man entschied sich dazu, einige Splitter drin zu lassen, in der Hoffnung, sie würden sich abkapseln und keine weitere Gefahr darstellen.
      - Trotz der Tatsache, dass er kein besonders großer Fan seiner Familie ist - und die noch viel weniger von ihm - verbirgt Corvin seine Herkunft nicht. Er hat kein Problem damit zuzugeben, dass er geborener Roma ist und einigen Mist in seiner Kindheit gemacht hat. Auf diese Weise verhindert er ebenfalls, dass man ihm das vor Gericht vorwerfen kann.
      - Neben englisch und roma, spricht Corvin auch fließend Gebärdensprachen und Rumänisch.
      - Er ist von der Sorte Brillenträger, die ohne Brille praktisch nichts sieht, was nicht direkt vor ihm ist.

      Haarfarbe:
      dunkelbraun

      Augenfarbe:
      grau

      Aussehen:
      Spoiler anzeigen
      Ja, mit den Tattoos. 'Cause it's hot ;)

    • ~ better be silent ~ better not even think ~
      ~ if you are not prepared to act ~
      Name: Elisa "Ella" Hughes

      Alter: 29

      Background: Auch wenn man es ihrem Namen nicht anhört, zeigt Ellas äußere Erscheinung doch deutlich, dass ein Teil ihrer Familie italienische Wurzeln hat. Die Familie ihrer Mutter, um genau zu sein.
      Aufgewachsen ist sie allerdings in einem kleinen, amerikanischen Dorf nahe der Küste. Da es dort nicht viele Kinder in ihrem Alter gab, war die Schule in der nahe gelegenen Stadt die einzige Möglichkeit für sie, um Freundschaften zu schließen. Das änderte sich jedoch, als Ella sehn Jahre alt war und ein Junge namens Marcus in ihrem Alter in das Nachbarhaus zog. Schnell nahm sie den schüchternen Jungen unter ihre Fittiche und die beiden wurden enge Freunde. In den nächsten Jahren waren die beiden unzertrennlich, bis Marcus auf einmal krank wurde. Im Altern von sechzehn Jahren bekam er plötzlich regelmäßig Migräneanfälle. Und damit ist nicht die Migräne gemeint, die Frauen plötzlich bekommen, wenn sie nicht mit ihrem Parner intim werden wollen. Marcus Migräne war diese, bei der man nur in einem dunklen Zimmer liegen konnte und sich vor Schmerzen übergab.
      Von diesem Moment an änderte sich Ellas Leben. Sie begleitete ihren Freund zu unzähligen Ärzten, die jedoch nicht die Ursache für seine Schmerzen ausmachen konnten. Sie erlebte wie man ihm eine Vielzahl von Medikamenten verschrieb, die jedoch nur kurzfristig halfen. Sie half ihm bei den Hausaufgaben, wenn er wieder einmal die Schule ausfallen lassen musste und oft saß sie neben ihm in seinem dunklen Zimmer und hielt seine Hand, während er sich fragte, warum er diese Schmerzen ertragen musste. Diese Frage stellte sie sich auch sehr oft, aber bis heute hat sie keine Antwort darauf gefunden.

      Trotz seiner schweren Situation versuchte Marcus sich dadurch nicht einschränken zu lassen. Er schaffte seinen Schulabschluss und begann ein Studium in Naturwissenschaften. Auch wenn er später nur schwer einen Job finden würde, wollte er die Hoffnung nicht aufgeben. Elisa war ehrgeiziger als er und begann ein Jura-Studium. Sie war schon immer eine gute Schülerin gewesen und auch während ihres Studiums hob sie sich schnell durch ihre Leistungen von der Masse ab.
      Da sie kurz nach Beginn ihres Studiums von zu hause auszog, sah sie Marcus nur noch selten. Deshalb war sie auch sehr überrascht, als er ihr eines Tages voller Begeisterung von seinem neuen Medikament erzählte, das er gegen seine Migräne nahm. Zuerst befürchtete Ella, dass dieses - genau wie alle anderen davor - schnell seine Wirkung verlieren würde, aber diesmal schien der Erfolg tatsächlich von Dauer zu sein. Mit jedem Monat ging es ihrem Freund besser und endlich schien er ein normales Leben führen zu können. Noch nie zuvor hatte Ella ihn so glücklich gesehen...

      Und dann war Marcus eines Tages tot.

      Die Nachricht traf Ella genauso schwer wie seine Eltern. Sie brach ihr Studium ab, schaffte es aber nicht zurück nach hause zu ziehen. Denn sie konnte nicht zurück an den Ort gehen, an dem sie alles an ihren besten Freund erinnerte. In den nächsten Monaten versuchte sie Marcus' Tod zu verstehen und zog sich immer mehr zurück. Das Internet wurde ihr neuer, bester Freund, aber auch dort konnte sie nur wenig über das Medikament herausfinden, das ihrem Freund verschrieben worden war. Lediglich die üblichen, übertriebenen Schauergeschichten, die man immer findet, wenn man eine Krankheit googelt. Zumindest glaubte Ella das.
      Doch als sie eines Tages die Eltern ihres Freundes besuchte, stieß sie versehentlich auf ein Schreiben, in dem der Pharmakonzern, der Marcus' Medikament produzierte, dessen Eltern sein Beileid ausdrückte und versprach die Kosten für die Beerdigung zu übernehmen, klingelten bei ihr alle Alarmglocken. Auf einmal schienen die dramatischen Geschichten im Internet nicht mehr so unwahrscheinlich zu sein. Und dann erinnerte Ella sich an andere Texte, in denen davon berichtet wurde, dass Familienmitglieder der Toten plötzlich ebenfalls verstorben oder verschwunden waren, sobald sie irgendwo unangenehme Fragen über das Medikament stellten.

      Getrieben von der Angst, dass auch ihr oder ihren Eltern etwas zustoßen könnte, ließ Ella das kleine Dorf hinter sich. Sie zog in eine andere Stadt und suchte sich dort einen Job. Inzwischen arbeitet sie als Buchhalterin in einer großen Kanzlei. Auch wenn sie nicht ihren Traumjob ausüben kann, mag sie ihren Beruf. Und es gefällt ihr, dass sie jetzt nur noch ein kleines Licht ist, das nicht aus der Masse heraus sticht.
      Zu ihren Eltern hat sie inzwischen nur noch selten Kontakt. Diese glauben, dass ihre Tochter wegen eines vielversprechenden Job-Angebotes weggezogen ist und Ella hat nicht vor ihnen die Wahrheit zu erzählen.

      Sie hat sowieso nicht vor, jemals wieder über ihre Beweggründe zu sprechen. Denn sie ist überzeugt davon, dass sie dadurch nur Schaden anrichten wird.

      Sonstiges: Ella spricht nicht gern über ihre Vergangenheit und hasst Smaltalk. Allgemein hat sie kein Interesse mehr daran Freundschaften zu schließen. Einige Monate lang hat sie versucht ihre Trauer über den Verlust ihres Freundes durch Partys und Alkohol zu verdrängen. Aber seit sie ihren neuen Beruf angefangen hat, sind diese Zeiten vorbei. Stattdessen verkriecht sie sich in ihrer Wohnung und liest, oder sie vertieft sich in ihre Arbeit. Am liebsten beginnt sie sehr früh morgens, da sie zu dieser Zeit nur wenige ihrer Kollegen treffen muss.

      Naben englisch spricht Ella fließend italienisch.

      Haarfarbe: Braun

      Augenfarbe: Braun

      Aussehen: