Time Travel | Samurais destiny | Marien & Aozora Tori

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    • Time Travel | Samurais destiny | Marien & Aozora Tori

      @Aozora Tori

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      Yuki


      „Hey, wo bleibst du denn? Die anderen gehen bereits weiter“, beschwerte sich Yachi und zerrte am Arm ihrer Freundin.
      „Ich möchte das aber gerne fertig lesen“, weigerte sich Yuki und befreite sich aus dem Griff der Braunhaarigen.
      Yachi stieß ein Seufzen aus. „Was soll daran denn überhaupt so interessant sein?“ Skeptisch ließ sie ihren Blick über die Informationstafel gleiten, bevor sie das Exponat darüber musterte. Die Klinge des Katanas strahlte sie förmlich an. Wahrscheinlich war sie trotz der vielen hundert Jahre, die das Schwert bereits schon lebte, noch unglaublich scharf. Das Muster auf dem fein geschmiedeten Stahl erinnerte an flache Wellen auf dem Meer und schenkte der Waffe eine geheimnisvolle Schönheit. Das Stichblatt bestand aus einfachen schwarzen Stahl und dahinter erstreckte sich ein langer Griff, für zwei Hände gedacht. Er war mit dunkelgrüne und blutrote Fäden umspannt, welche gemeinsam ein interessantes Muster ergaben und am Ende des Griffes in zwei einzelnen circa fünf Zentimeter langen Bändern endeten. Eben diesen Stoff hatte man auch zum Teil um die sonst schlichte schwarze Scheide gewickelt, welche auf einem zweiten Ständer direkt über der Klinge ruhte.
      Eigentlich hatte Yachi im Gegensatz zu ihrer Freundin nicht viel mit solchen Waffen am Hut. Dennoch konnte sie nicht bestreiten, dass das Katana eine zauberhafte Aura ausstieß und schlicht wunderschön aussah. Wunderschön und gefährlich. „Hat das Ding jemand bestimmten gehört?“, wollte sie letztendlich wissen und betrachtete erneut die Infomationstafel.
      Yuki nickte. „Es gehörte Daijiro Ibuka“, erklärte sie, ohne ihren Blick von der schimmernden Klinge zu nehmen. "Ende des 14. Jahrhunderts war er der Anführer des Kōkatsuna Karasu Clans. Im Jahre 1375 soll er wohl der mächtigste Mann Japans gewesen sein, nachdem er seinen größten Rivalen, den Clan der Idaina Raions hatte besiegen können.“ Noch immer hingen ihre Augen fasziniert an dem glitzernden Stahl vor ihr. Er schien sie beinahe magisch anzuziehen und desto länger sie ihn betrachtete, desto mehr hegte sie den Wunsch ihn berühren zu wollen. Wenn da nur die Absperrung nicht wäre, welche sie einen Meter auf Abstand hielt.
      „Ist das so?“, meinte Yachi etwas nachdenklich, bevor sie ihrer Freundin auffordernd auf die Schulter klopfte. „Aber du solltest dich jetzt endlich von dem Ding losreißen. Der Rest der Klasse ist schon längst weiter gegangen.“
      Dieses Mal ließ Yuki die Hand an ihrem Arm zu und folgte ihrer Freundin träge durch die weitläufigen Gänge des Museums, bis sie schließlich wieder Anschluss an ihre Klassenkameraden fanden. Tatsächlich hatte sich Yuki richtig auf diesen Schulausflug gefreut, in dem sie die alte Kultur Japans kennen lernen sollten. Sie interessierte sich schon lange für die Krieger alter Zeiten, die sagenumwobenen Samurai. So verharrte sie auch noch einige weitere Male vor alten Ausstellungsstücken, wie Samureirüstungen, altertümlichen Sakeschalen und diversen Waffen. Doch keines dieser Exponate faszinierte sie so sehr wie das alte und dennoch vollkommen intakte Katana Daijiro Ibukas. Sie konnte es sich selbst nicht erklären, aber irgendetwas war an dieser glänzenden Klinge, dass sie in ihren Bann zog. So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass sie sich am Ende ihres Ausflugesr vor dem Schwert wiederfand. Ihr Lehrer hatte ihnen gestattet, sich die letzten Minuten frei im Museum zubewegen und Yukis Füße hatten sie sofort hierher getragen.
      „Du bist schon beinahe besessen, weißt du das?“ Natürlich war Yachi ihr gefolgt.
      Yuki zuckte mit den Schultern. „Gut möglich.“ Bevor sie sich großartige Gedanken darüber machen hätte können, war sie auch schon unter der Absperrung hindurch gekrabbelt.
      „Was zum Teufel machst du da?!“, zischte Yachi entsetzt und versuchte nach ihrer Freundin zu greifen. Diese wich allerdings geschickt aus und lief langsam auf die antike Waffe zu, die Hand bereits der Klinge entgegenstreckend. Yachis Blick huschte ängstlich den Gang auf und ab. „Wenn dich einer der Wachmänner erwischt, bist du geliefert!“
      Wenn man mich erwischt“, meinte Yuki unbeeindruckt als ihre Finger bereits über das kühle Metall strichen. Es war kalt und doch irgendwie warm als würde es die Geister aus vergangenen Zeiten in sich tragen und ihr eine Geschichte erzählen wollen. Mit dieser Waffe hatte Daijiro Ibuka vor so vielen Jahren seine Feinde bezwungen und unendlich große Macht erlangt. Allerdings hatte Yuki auch herausfinden müssen, dass er sich dafür einer List bedient hatte, indem er einen der treusten Kämpfer der Idaina Raions auf seine Seite zog. Kaii Amakasu. Er zählte schon mit jungen Jahren zu den stärksten Kriegern des alten Japans und sollte viele Jahre einer Familie der Idaina Raions gedient haben. Bis er plötzlich die Seiten wechselte und seinen eigenen Herren auf grausame Art und Weise hinterging. Er war letztendlich für den Fall des starken Clans verantwortlich gewesen und galt fortan als Verräter. Auch Yuki konnte ihm daher nicht sonderlich viel Sympathie entgegen bringen.
      Desto länger ihre Finger auf der Klinge ruhten, desto mehr schon die Waffe sie anzuziehen. Ohne, dass sie ihr Handeln wirklich beeinflussen konnte, legte sich ihre Hand letztendlich um den weichen Griff.
      Im selben Moment sog Yachi hinter ihr entsetzt die Luft ein. „Da kommt jemand!“, flüsterte sie alarmiert.
      Yuki hörte sie allerdings kaum. Etwas schien plötzlich von ihr Besitz ergriffen zu haben und zog sie in einen tiefen dunklen Strudel. Nur am Rande ihrer Wahrnehmung bemerkte sie noch, wie ihre Freundin nach ihr rief und versuchte nach ihr zu greifen, dann war alles schwarz.

      Die Kopfschmerzen mit denen sie aufwachte waren unerträglich und brachten ihr ganzes Umfeld zum schwanken. Was war nur passiert und wo genau befand sie sich überhaupt.
      Vorsichtig blickte sie sich um, darauf bedacht ihren Kopf nicht zu schnell zu bewegen und die Schmerzen zu verstärken. Sie war auf einer weiten Grasfläche gelandet. Auf der einen Seite grenzte ein Wald an das grüne Feld und auf der anderen sah sie sich hohen Stadtmauern entgegen. Vollkommen verwirrt strich sie sich durchs Gesicht. War das hier ein Traum? War sie nicht noch eben in einem Museum gewesen und hatte nach dem Katana von Daijiro Ibuka gegriffen? Sofort blickte sie auf ihre Hände hinab. Aber sie waren leer, von dem Schwert war keine Spur. „Was ist hier nur los?“, fragte sie sich selbst mit schwerer Zunge und bemühte sich auf die Beine zu kommen. Erneut geriet ihr komplettes Umfeld ins Schwanken und sie fand sich schneller auf dem Boden wieder als ihr lieb war.
      Bevor sie einen neuen Versuch starten konnte, ertönte aus der Ferne eine aufgeregte Stimme. „Wer bist du?!“
      Etwas erschrocken wendete sich die junge Frau zum Wald um, aus welcher eine Gruppe von drei Männern auf stattlichen Pferden angeritten kamen. Erst als sie näher kamen realisierte sie, dass besagte Männer in altertümliche Gewänder gekleidet waren, die sie nur aus Museen oder alten Filmen kannte. Sie schüttelte den Kopf. War sie etwa auf einem Filmset gelandet?
      Bevor sie sich weitere Gedanken darüber machen konnten, hatten die drei Männer sie auch schon erreicht und stoppten ihre Pferde im Halbkreis um sie herum. Besonders einer von ihnen weckte ihre Aufmerksamkeit. Er war in den edelsten Hakama gekleidet, den Yuki jemals gesehen hatte. Sein schwarzes und langes Haar hatte er zueinem festen Zopf zusammengebunden, während er sie aus dunkelbraunen und beinahe schwarz wirkenden Augen musterte. Er mochte vielleicht um die fünfundzwanzig Jahre alt sein, wobei sein sonst makelloses Gesicht von einer langen Narbe auf der rechten Wange verunstaltet wurde. „Wer bist du, Mädchen? Und was hat es mit dieser aufreizenden Kleidung auf sich?“ Etwas abfällig ließ er den Blick über sie wandern.
      Natürlich war Yuki wie sonst auch in ihre Schuluniform gekleidet, welche aus einem schwarzen knielangen Rock und und einem weißen Hemd mit schwarzer Schleife bestand. Alles zusammen bildete einen krassen Kontrast zu den berittenen Männern vor ihr. „Ich...“, stammelte Yuki etwas verzweifelt und blickte sich hilfesuchend um. „Wo bin ich hier?“
      Etwas zornig zog der Mann vor ihr die Augenbrauen zusammen. Offensichtlich hatte er es nicht sehr gern, wenn man seine Fragen, mit einer Gegenfrage beantwortete. Diese Tatsache wurde Yuki umso schmerzlicher bewusst, als er plötzlich das Schwert am Sattel seines Pferdes aus der Scheide zog und die Spitze auf sie richtete. Entsetzt musste die siebzehnjährige feststellen, das eben dieses Schwert das Katana war, welches sie vor wenigen Minuten noch vollkommen fasziniert im Museum bestaunt hatte. Wie war es nur an diesen Ort gelangt?
      „Du bist hier im Reich der Kōkatsuna Karasu“, teilte ihr der Mann mit tiefer Stimme mit. „In meinem Reich.“ Kurz nickte er zu seinen beiden Begleitern. „Nehmt sie fest. Ich möchte herausfinden, ob sie vielleicht eine Spionin der Idaina Raions ist.“
      „W-was?“ Yuki begriff nicht einmal annähernd, was hier vorging und kam erst gar nicht dazu, sich zu wehren, als einer der anderen Männer sie am Arm packte und in einer ruckartigen Bewegung auf sein Pferd zog. Der Schmerz der sie dabei durchfuhr, ließ sie stark daran zweifeln, dass das hier ein Traum sein sollte. Was zum Teufel ging hier nur vor?!

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    • Kaii


      "Kommandant?"versuchte einer der Berater mit ihm in Kontakt zu treten aber zunächst ohne Erfolg. Etwas Gedankenversunken dachte Kaii, der Kommandant dieser Truppe, aber noch nach immerhin musste er einen ganzen Schlachtplan entwickeln. Sie haben sich ein provisorisches Lager aufgebaut, mit Zelten ihren ganzen Waffen und Proviant was sie benötigen. Sie waren jetzt immerhin auch schon mehrere Wochen unterwegs. Vor sich lag der Schlachtplan, sprich eine Karte von Japan und Figuren die die jeweiligen Armeen und Clans darstellen sollten, jedoch wurde anderen noch nicht so ganz klar was eigentlich Kommandant Kaiis Ziel war. Sein Ziel war eines der Unteren Clans der Kōkatsuna Karasu. Sie waren für jegliche Handelsrouten verantwortlich was einen ordentlichen Schlag versetzen könnte wenn diese der Kōkatsuna Karasu nicht mehr zur Verfügung stehen würden. Er wollte sie Stück für Stück fertig machen und bisher sah es sehr gut aus. Jedoch waren sie dennoch nicht zu unterschätzen.
      "KOMMANDANT!" rief einer woraufhin Kaii endlich aus seinen Gedanken gerissen wurde. Verwundert schaute er zu dem Berater.
      "Was ist denn?" fragte er dann normal nach. Wobei der Berater nur seufzte.
      "Du hörst mir wieder nicht zu." fing er an und schüttelte mit dem Kopf.
      "Wir sind jetzt schon eine weile Unterwegs und dennoch haben wir noch nichts erreicht. Was ist überhaupt dein Plan? Wenn du überhaupt einen hast..." meckerte er leicht und sah demnach auch etwas enttäuscht aus.
      Kaii grinste nur. "Keine Sorge. Es ist alles im Griff."
      "Aber die anderen werden langsam ungeduldig." wobei auf diese Aussage Kaii nur mit den Schultern zuckte.
      "Nur Geduld." es sah wohlmöglich wirklich nicht so aus, aber tatsächlich wartete Kommandant Kaii nur auf etwas. Auf den passenden Augenblick wofür man eben Geduld brauchte.
      Doch heute sollte seine Geduld belohnt werden, auch wenn er noch nicht ahnte wie sehr.
      Einer der Männer stürmte in das Zelt des Kommandanten und schien eben aus der Puste.
      "Kommandant!" rief er außer Atem und mit schweißtropfen über der Stirn laufend. Offensichtlich hatte er was wichtiges zu berichten.
      "Was ist los?" fragte Kaii direkt. "Gibt es etwas neues?"
      Wobei der atemlose Mann sich beruhigte um dann das Wort zu ergreifen.
      "Ja sir! wir haben eine Meldung von unseren Spionen bekommen." fing an, woraufhin Kaii sehr neugierig wurde.
      "Er wurde gesichtet." meldete er kurz und knapp. "Mit wenigen Wachen, reitet er mit Pferden, genau dort hin, wie Sie es vorhergesehen haben..." wobei der Mann dabei in Strammer Haltung blieb. Kaiis Blick wandelte leicht zu einem Lächeln. Denn es war genau der Ort, worauf er es abgesehen hatte. Wenn sie beide auf einem Streich erwischen würden wäre das nur noch besser. Dennoch fragte er sich, was Ibuko dort machen wollte. Irgendwas geschäftliches? so wichtig das er persönlich dort hin musste?
      "Er ist eben immer einen Zug vorraus." murmelte er leise und grinste weiter, wobei man mal wieder nicht sicher war ob er es jetzt ernst meinte oder nicht.
      "Jedoch.." sprach der Mann weiter. "Wurde etwas merkwürdiges beobachtet."
      wobei der Blick von Kaii wieder skeptisch aber auch neugierig zu ihm wandelte.
      "Sprich weiter." sagte Kommandant Kaii.
      "Anscheinend.. haben sie auf dem Weg ein junges, merkwürdig gekleidetes, Mädchen entdeckt und mitgenommen."
      Wobei Kaii eine Augenbraue hob.
      "Ein.. Mädchen?" war er sehr verwundert. Was hatte es denn jetzt damit auf sich? Jedoch war dies erstmal nicht von Bedeutung.
      "Wie lange benötigt er noch bis zu seinem Ziel?"
      "Vermutlich noch einen Tagesmarsch." bestätigte er was Kaii wieder kurz nachdenken ließ.
      "Gut. Sag den Männern das sie sich bereit machen sollen. Wir brechen so bald es geht auf." befahl er ihm woraufhin der Mann sich nur verbeugte und das Zelt verließ.
      "Bist du sicher Kaii?" fragte der Berater wieder.
      "Jetzt beschwer dich wieder nicht. Immerhin handeln wir doch jetzt, so wie du es wolltest." wobei er nur wieder grinste und damit das Zelt verließ.
      Die Männer hörten schon von der Nachricht und waren sichtlich aufgeregt. Schnell packte man alles zusammen und waren bereit aufzubrechen.
      Kaii sattelte sein Pferd und ging damit auch vorraus. Seine Männer mit allen Sachen verpackt hinter ihm.
      So machten sie sich auf dem Weg zu ihrem Ziel.

      We are the Legion.. we are free and do whatever we want :)

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    • Yuki


      „Lasst mich hier runter!“, schrie Yuki ihre Entführer an und versuchte sich verzweifelt gegen die Fesseln, die ihre Hände auf dem Rücken zusammenhielten, zu wehren. Allerdings hatte sie gegen den rauen und schmerzhaften Strick nicht den Hauch einer Chance. Wahrscheinlich bluteten ihre Handgelenke sogar schon. Trotzdem hatte sie noch nicht vor, aufzugeben. „Ich habe euch nichts getan, also lasst mich endlich frei!“
      „Für eine Frau hat sie ein ganz schön lautes Mundwerk“, stellte einer der drei Männer fest und blickte auf sie hinab. Er hatte Sie vor sich über den Rücken seines Pferdes geworfen, wodurch Yuki die meiste Zeit über nur den vorbeiziehenden Boden beobachten konnte.
      Sie hatte keine genaue Ahnung mehr, wie lange sie nun schon von diesen Kerlen mitgeschleift wurde. Aber es mussten mindestens zwei Stunden vergangen sein, seitdem man sie aufgegabelt hatte. Anfangs hatte man ihr die straffen Fesseln noch erspart, woraufhin sie sich natürlich mit Händen und Füßen gewehrt und sogar einem der drei mit einem gezielten Schlag eine schmerzhafte Beule verpasst hatte. Seither behandelte man sie deutlich grober als zuvor.
      „Hm, sie ist echt ein interessantes Mädchen“, meinte der offensichtliche Anführer der kleinen Truppe und ließ seinen Blick über die Oberschülerin gleiten. Seine Begleiter nannten ihn Ibuka-sama und Yuki war sich sofort sicher gewesen, dass es sich um Daijiro Ibuka handelte. Den großen Anführer des Kōkatsuna Karasu Clans. Aber wie sollte das möglich sein? Immerhin lebte dieser Mann viele hundert Jahre in der Vergangenheit. Wie konnte sie dann auf ihn treffen? Yuki war sich sicher, dass es etwas mit dem Schwert aus dem Museum zu tun hatte, welches jetzt am Sattel des Samurai befestigt war. Sollte dieses alte Relikt sie etwa in das 14. Jahrhundert zurückversetzt haben?
      „Wie ist dein Name?“, wollte Ibuka plötzlich wissen und beugte sich zu ihr vor.
      Sie starrte ihn aus grimmigen Augen an, aber schwieg.
      Auf seinem Gesicht erschien ein amüsiertes Grinsen. „Du bist wirklich eine interessante Göre“, stellte er kichernd fest. „Aber egal wie sehr du dich versuchst zu wehren, am Ende wirst du reden.“ Der dunkle Unterton in seiner Stimme jagte ihr einen Schauer über den Rücken.
      Die nächsten Minuten und Stunden verbrachten sie schweigend. Yuki hatte es irgendwann aufgegeben, gegen ihre Fesseln anzukämpfen und war trotz ihrer ungemütlichen Position leicht eingedöst. Erst der Befehl Ibukas ließ sie wieder aufschrecken. „Wir werden hier Rast machen“, meinte er bestimmt und deutete auf eine Höhle inmitten einer riesigen Felswand. Der Oberschülerin war es nicht einmal aufgefallen, wie sie die weiten Feldwege hinter sich gelassen hatten und nun auf steinigen Pfaden unterwegs waren.
      Kaum waren die Männer von ihren Pferden gesprungen, hob man auch sie herunter und stellte sie auf die Füße. Kurz geriet sie etwas ins Schwanken, als wäre alle Kraft aus ihren Beinen verschwunden. Doch der feste und etwas schmerzhafte Griff an ihrem Oberarm hielt sie in einer aufrechten Position. „Keine Dummheiten, Kleine“, zischte ihr der Mann warnend zu und schloss ihre Finger fester um ihren Arm. Sie biss vor Schmerz die Zähne zusammen, aber gab sich alle Mühe ihm ihre Pein nicht zu zeigen.
      Es dauerte ein paar Minuten, bis sich ihre Augen an die plötzliche Dunkelheit in der kleinen Höhle gewöhnten. Man hatte sie in die hinterste Ecke gesetzt. Das hieß, selbst wenn sie versuchen sollte zu fliehen, müsste sie zunächst an den drei Samurai vorbei. Und egal wie flink und geschickt sie auch sein mochte, gegen diese geübten Krieger hätte sie keine Chance. Vor allem da sie unbewaffnet und gefesselt war. Also ergab sie sich vorerst ihrem Schicksal und verharrte an Ort und Stelle.
      „Kondo, bring die Vorräte“, hörte sie dann Ibuka sagen.
      Sofort nickte einer der anderen beiden Männer und verließ die Höhle. Er war es auch gewesen, der Yuki auf seinem Pferd mitgetragen hatte. Auch er besaß lange schwarze Haare, die er zu einem schlichten Zopf zusammengebunden hatte. Allerdings wirkte er deutlich jünger als sein Anführer und war maximal zwei Jahre älter als die Oberschülerin.
      Der dritte Mann im Bunde schien den Namen Shojiro zu tragen und dürfte Mitte oder Ende Dreißig sein. So befanden sich in seinen sonst schwarzen langen Haaren schon einige graue Strähnen und sein Ziegenbart erschien beinahe weiß. Sein Gesicht hingegen wies noch recht wenige Falten auf, was den Krieger auf eine seltsame Art und Weise mysteriös wirken ließ. Zudem hatte er den ganzen Weg über kaum ein Wort gesagt und Yuki nur wenig bis keine Beachtung geschenkt.
      Wenig später kehrte Kondo mit den besagten Vorräten zurück, welche aus Onigiri bestanden, die man zum Transport in große Blätter eingepackt hatte. Yuki hörte ihren Magen knurren, während sich die drei Männer an den Vorräten bedienten. Sie ignorierte man jedoch vollkommen. Es war offensichtlich, dass sie für diese Samurai nur eine Gefangene war, die keine besondere Behandlung verdient hatte.
      Letztendlich zwang sie sich dazu in eine andere Richtung zu blicken, um ihren Hunger Einhalt gebieten zu können, als man ihr plötzlich eines der Reisbällchen vor die Nase hielt. Verdutzt schaute Yuki auf und begegnete den dunklen Augen Ibukas. „Verrate mir wer du bist und was du hier machst, dann gebe ich dir auch etwas zu essen.“
      Sie stieß ein Seufzen aus. „Ihr werdet mir eh nicht glauben.“
      „Versuche es“, verlangte er.
      Ihr erneut knurrender Magen lockerte letztendlich ihre Stimme. „Mein Name ist Sawamura Yuki. Diese seltsame Kleidung ist meine Schuluniform und ich komme aus dem Jahr 2018. Ich bin keine Spionin.“
      Einige Sekunden musterte man sie eingehend, bevor Ibuka in schallendes Gelächter ausbrach. „Netter Versuch, Kleine.“ Das Onigiri verschwand aus ihrem Blickwinkel und landete im Mund des Samurai. „Aber ich kann Lügner nicht leiden.“ Wieder lag dieser düstere Ton in seiner Stimme und ließ sie vor Angst erzittern.
      Sie verfiel in Schweigen. Natürlich glaubte man ihr nicht, sie konnte sich ja selbst kaum glauben. In gewisser Weise hoffte sie noch immer, dass sie hier in einem realistisch wirkenden Traum gelandet war.
      Vor der Höhle kehrte mehr und mehr Dunkelheit ein. Bald würde der Horizont die Sonne vollkommen verschluckt haben und die Nacht würde beginnen. Kondo würde die erste Wache übernehmen und vor der Höhle nach eventuellen Feinden Ausschau halten. Natürlich würde er auch sofort reagieren, sollte Yuki einen erneuten Fluchtversuch starten. Aber die Schwarzhaarige hatte sich vorerst ihrem Schicksal ergeben und sich in eine Kuhle um Gestein gekauert. Sie war unglaublich müde und obwohl jeder einzelne ihrer Knochen schmerzte, schlief sie innerhalb weniger Minuten ein.
    • Kaii

      Ein paar Stunden war die recht kleine Truppe unterwegs. Er war zwar der Kommandant, aber es waren seine eigenen Rekruten, ca 30 Männer, die er rekrutiert hatte. Was es um einiges "leichter" machte, da er sie so selbst ausbilden konnte obwohl einige sogar älter waren als Kaii. Akiyama-Sama, sein Herr vertraute ihn dies schon mit 17 Jahren an was schon einiges heißen musste da er somit der jüngste Kommandant überhaupt war. Jedoch schien ihn jeder zu respektieren so wie Kommandant Kaii eben war. Er war nun mal ein sehr eigenartiger Charakter was ihn aber auch so einzigartig machte. In der Truppe gab es schon eher eine freundlichere Stimmung als bei anderen, selbst zu Kommandant Kaii waren sie manchmal etwas albern wenn es der Zeitpunkt erlaubte, zu deren Glück das er Humor hatte.
      Spät am Abend hielt die Truppe an um Rast zu machen. Dafür hielt Kommandant Kaii an und hob seine Hand so das die Leute hinter ihm ebenso halt machen.
      "Wir werden hier campieren." sagte er was dann weitergegeben wurde. Schnell wurde alles nötige fertig gemacht, ein kleines Lagerfeuer blieb also nicht aus um sich auch etwas zu essen zu machen.
      Ein paar schickte er noch zur Wache los, denn sie waren immerhin jetzt im Feindesgebiet, da sollten sie aufpassen. Das Feuer konnten sie auch nicht lange anlassen da sie sich verraten könnten. Jedoch gab ihn der Wald der sie umgab, Sichtschutz. So schnell dürften sie also nicht gefunden werden, und selbst wenn waren sie vorbereitet.
      Nach Einbruch der Dunkelheit, hatten sich schon einige ums Lagerfeuer gesammelt um zu essen und sich unterhalten.
      Kaii war zunächst noch etwas beschäftigt, und damit meint man eher das er vollgequatscht wird von seinem Berater. Er hatte ständig irgendwas zu meckern, jedoch nur weil er immer noch dachte anscheinend das Kaii zu jung für diesen Job wäre. Er will ihn immer wieder ins Gewissen reden das er seine Überlegungen mehrmals überdenken solle. Aber Kaii wusste was er tat.

      Als die Standpauke endlich vorbei war gesellte sich auch Kaii zu seinen Männern am Lagerfeuer. Als er ankam hörte er nur ein gelächter.
      "Was ist denn hier so lustig?" fragte er und setzte sich auf einem der Baumstämme.
      "Ah. Wir haben uns grade ernsthaft unterhalten.." fing einer an und grinste dabei frech.
      "Über?" wurde Kaii neugierig da alle so schelmisch zu ihm schauten.
      "Hör mal Kommandant, hast du eigentlich nicht mal Interesse an etwas anderem..." wobei er auf etwas bestimmtes andeutete.
      Dazu muss man sagen, das es alles junge Männer waren die wegen dem Dienst für das Land noch nicht verheiratet wurden. Sie konnten nur von ihnen träumen.
      "Ok ich weiß worauf das hier hinausläuft und das mache ich nicht mit." schüttelte er leicht mit den Kopf und griff nach etwas gegrillten zu essen.
      "Ach komm schon. Wir sind hier unter Männern. Uns kannst du es anvertrauen." woraufhin Kaii desinteressiert in sein Essen biss.
      "Ich habe kein Interesse in solchen dingen." hackte er sofort ab und wimmelte damit die Männer davon, diese waren zwar enttäuscht von seiner Reaktion aber so kannten sie ihn eben.
      Mit dem Essen in der Hand stand er auf und ließ die Männer ihren Fantasien. Nun, er konnte es ihnen nicht verübeln.

      Er lief etwas in den Wald, seine Waffen natürlich dabei und suchte sich eine gute Stelle um etwas zu trainieren. Aber nicht zu weit von der Truppe entfernt falls etwas passieren sollte.
      Dort trainierte er die ganze Nacht. Jedoch gab es ihn ab und zu schon etwas zu denken was die Männer sagten. Sie wussten zu gut wie Kaii war, und wollte wohl einfach versuchen das er mal an was anderes denkt als den Krieg, Kämpfe und den ganzen Kram. Aber Kaii konnte eben nicht anders. Er wollte das beschützen was ihm wichtig war.

      Früh am Sonnenaufgang, weckte er die ganze Truppe und hetzte sie, immerhin mussten sie einiges aufholen wenn sie ihn noch einholen wollten.

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    • Yuki


      Als sie heute früh aufgewacht war, hatte sie noch gehofft, vielleicht wieder zu Hause in ihrem Bett zu liegen. Sie hatte gehofft, dass diese ganze verrückte Geschichte mit Ibuka und dem Katana nur ein langer Traum gewesen war. Die stechende Felswand in ihrem Rücken, hatte ihr aber schnell wieder die grausame Wahrheit über ihre jetzige Situation aufgezeigt.
      Die Sonne erreichte bereits ihren Zenit als sie an ihrem offensichtlichen Ziel eintrafen. Dieses Mal hatte man es Yuki gestattet aufrecht auf dem Pferd zu sitzen. Allerdings nur, wenn sie von neuerlichen Fluchtversuchen absah. Da das Mädchen sowieso keine Chance gegen die drei Samurai hatte, gehorchte sie auch. Außerdem war es außerordentlich ungemütlich bäuchlings über einen Pferderücken geworfen zu werden. Ihre Fesseln blieben jedoch an Ort und Stelle. Sie spürte förmlich wie ihre Handgelenke unter ihnen abstarben.
      Gerade passierten sie ein beeindruckend großes Stadttor und sahen sich dahinter einem altertümlichen Burg-Schloss entgegen. Yuki wusste,d ass es noch deutlich größere geben musste, dennoch war sie schier überwältigt. Schließlich hatte sie bisher nur die alten Überbleibsel alter Burgen gesehen. Dieses hier vor hier wirkte wie neu errichtet und strahlte dabei eine unglaubliche Mächtigkeit aus.
      „Ibuka-sama! Schön Euch nach so langer Zeit endlich wieder hier anzutreffen!“ Yuki bemerkte den alten kleinen Mann erst spät, welcher ergebend sein Haupt vor dem jungen Shogun neigte. Dem wertvollen Kimono nach zu urteilen, den der Alte trug, musste er wohl der Herrscher der Burg sein und die beiden jungen Männer links und rechts von ihm seine Diener. Auch sie neigten ihre Häupter tief vor Ibuka.
      „Ich freue mich ebenfalls, Seifon-dono“, erwiderte der Samurai und stieg von seinem Pferd ab.
      Auch seine Leibwächter taten es ihm gleich, wobei Kondo ebenso Yuki hinunter hob. Natürlich warf man der jungen Frau in den seltsamen Kleidern verwunderte Blicke zu, dennoch traute sich keiner etwas zu ihrer Anwesenheit zu äußern.
      „Sie ist eine Gefangene. Ich glaube, dass sie ein paar Informationen für uns haben könnte“, erklärte Ibuka dennoch. „Ich bin mir sicher, Ihr verfügt über eine geeignete Unterkunft für sie, während wir unsere Verhandlungen beginnen, Seifon-dono?“
      „Natürlich!“ Der alte und beinahe haarlose Mann nickte eifrig. „Folgt mir.“
      Eigentlich sollte Yuki im Moment vor Angst zittern, immerhin befand sie sich in einer recht ausweglosen Situation. Aber angesichts der schmuckvollen Flure, die man sie durch das Schloss führte, konnte sie einfach nur beeindruckt staunen. Irgendwann führte der Weg sie allerdings in ein dunkles und kaltes Kellerstockwerk. Dutzende trostlose Zellen reihten sich aneinander. Einige wenige wurden von leblos wirkenden Männern in Ketten bewohnt. Yuki brauchte keine Hellseherin zu sein, um zu begreifen, dass auch sie gleich in einem dieser Dinger landen würde. Sofort raste ihre Herz vor Angst und ihr Körper stemmte sich augenblicklich gegen die Hand Kondos, der sie bis eben durch die Flure gezogen hatte. Offensichtlich hatte er mit ihrem plötzlichen Fluchtversuch nicht gerechnet und ihr gelang es tatsächlich, sich aus seinem Griff zu befreien. Ohne weiter darüber nachzudenken, drehte sie sich um und sprintete los. Weit kam sie allerdings nicht.
      „Du hast keine Chance, zu entkommen, Kleine“, teilte ihr Ibuka mit, als er sich ihr in den Weg stellte. Seine Hand lag warnend am Griff seines Schwertes. „Dort rein mit dir.“ Mit einem Kopfnicken deutete er auf eine der Zellen, die man gerade für sie öffnete.
      Yuki bewegte sich keinen Millimeter. Ihre Muskeln gehorchten ihr einfach nicht mehr.
      Der Samurai verzog grimmig das Gesicht und schritt drohend auf sie zu. Dann legte er blitzschnell seine langen Finger um ihren Hals und drückte zu. Von jetzt auf gleich wurde das Atmen für die Oberschülerin unmöglich und Panik stieg in ihre Augen, als er sie mit nur einer Hand in die Höhe hob. „Du solltest endlich einmal darauf hören, was man dir sagt“, knurrte Ibuka und warf das zierliche Mädchen grob in die Zelle.
      Das Gefühl endlich wieder atmen zu können verbannte zumindest den Schmerz, den sie bei der Landung spürte. Dann hörte Yuki auch schon die Zellentür zuknallen. Stöhnend versuchte sie sich aufzurichten, was alles andere als einfach war, da ihre Arme nach wie vor auf ihrem Rücken gefesselt waren. Als sie letztendlich wieder aufblickte begegnete sie den dunklen Augen des Shoguns. „Du solltest dir diese Nacht Gedanken machen, was du uns zu berichten hast. Ansonsten könnte der nächste Morgen äußerst unangenehm für dich werden“, verkündete er drohend und wendete sich dann in einer flüssigen Bewegung von ihr ab. Die restlichen Männer folgten ihm auf den Fuß und nur ein paar einzelne Wachen, wie die restlichen Gefangenen, verblieben in dem dunklen Keller.
      Verzweifelt sackte Yuki an der Wand in sich zusammen. Außer einem kleinen Fenster, das zu hoch war, um überhaupt durchsehen zu können, bot diese Zelle rein gar nichts. Weder ein Bett noch eine Toilette nur kahle Wände un einen kalten Steinboden. Aber im Moment dürfte das wohl ihr geringstes Problem sein. Denn wenn sie Ibukas Worte richtig interpretiert hatte, könnte der heutige Tag ihr letzter auf Erden gewesen sein.
    • Kaii

      Mit schnellem Fuß lief die Truppe weiter. Sie waren zwar wenige, aber immerhin wurden sie von Kaii ausgebildet. Dieser war nicht umsonst ein Meister. Alles waren talentierte Kämpfer, es gab niemanden wo Kommandant Kaii aufgab. Jeder hatte eben seine Stärken die ausgeprägt wurden, das sie für solche Aufgaben als kleine Truppe wie gemacht waren.
      Den ganzen Tag waren sie unterwegs, doch von der Motivation ließ nichts ab. Sie wussten wofür sie kämpften und das reichte ihnen vollkommen.

      Am späten Nachmittag, während die Sonne schon den Horizont erreichte war eine kleine Stadt mit einem Schloss bereits zu sehen. Prachtvoll, das musste man ihnen lassen. Jedoch waren sie nicht hier um die Schönheit zu begutachten.
      Wieder hielt Kommandant an woraufhin der Rest folgte.
      "Hört mir kurz zu." fing er an.
      "Männer. Wir haben es endlich geschafft. Denkt dran was unser Ziel ist."
      "Und ein Wort der Warnung. Auch wenn es nur ein kleiner Ort ist, unterschätzt auf keinen Fall irgendjemanden, immerhin gehören sie zu diesen hinterlistigen Menschen Ibuka. Und...." rief er mit einem sehr ernsten Blick.
      "Wenn ich irgendjemanden sehe, der unschuldige tötet, dem erwartet eine Strafe. Haben wir uns verstanden?" warnte er sie vor wobei alle Männer laut schrien. "Ja Sir!" wobei er wieder sein typisches grinsen anlegte.
      "Dann lasst uns loslegen!" wies er sie an woraufhin er vorranstürmte und alle folgten. Es dauerte nicht lange als sie an dem kleinen Ort ankamen und richteten sich direkt in Richtung des Schlosses, wobei sie zunächst schon am Tor von wenigen Wachen angegriffen wurden. Doch diese wurden schnell ausgeschaltet woraufhin sie weiter ihres Schrittes gingen um zum Schloss was dahinter lag zu gelangen. Die Bewohner wichen ängstlich zur Seite da sie schon ahnten was jetzt passieren würde. Die meisten versteckten sich in ihren Häusern.
      Vor dem Schloss standen wieder Wachen die sich Kampfbereit machten. Leider war ihr Kampfstärke an diesem Ort nicht ansatzweise so stark wie sie wohl hätten sein sollen. Einer der Wachen schlug Alarm aus, woraufhin ein großer Kampf folgte was allerdings recht einseitig war. Jedoch sollte der meiste Verdienst an Kaii gehen.
      Kaii sprang von seinem Pferd ab und stürmte natürlich vorran. Mit seiner Glefe war er nun mal unschlagbar. Jeder der sich ihm in den Wegstellte wurde ohne Probleme hingerichtet. Am Schlosshof stellten sich ihm einige Wachen entgegen, sie versuchten ihn zu umzingeln.
      "Seht mal! was ein idiot. Er wird uns niemals alle alleine besiegen können." wobei Kaiis Blick auf diesen Wich. Seine Augen funkelten ihn böse an was dem Mann einen Schauer über den Rücken gab. Schnell, ohne das irgendwer mit den Blicken hinterher kam, war diese Person schon aufgeschlitzt wurden. Leblos fiel sein Körper auf dem Boden.
      "Hey warte mal! Dieser Kerl kommt mir bekannt vor..." sprach einer von ihnen, der geschockt ein paar Schritte zurück wich.
      "Er ist diese Bestie!" rief er und zitterte dabei am ganzen Leib. Die anderen erschraken ebenso bei der Bezeichnung. Allerdings war es auch schon zu spät für sie. Mit einem Rundumhieb, schaltete er alle auf einmal aus.
      So rannte er weiter, wobei sich immer noch paar Wachen ihm in den weg stellten. Doch auch diese waren leider keine Herausforderung. Dieses Schloss war schneller eingenommen als Gedacht, aber bisher war keine Spur von Ibuko.
      Kaii machte sich langsam auf dem Weg zurück zu den anderen die bereits schon die Leichen, die Kaii hinterließ auf einem Haufen warfen. Die Familie dieses Schlosses wurden als gefangene nach vorne gezerrt. Sie alle hatten Angst was man schnell raushörte an ihren Hilfeschreien und wimmern.
      Kommandant musterte diese.
      "Wo ist der Herr des Hauses?" fragte Kaii die direkt als er dazu stieß und es auffiel das er nicht dabei war. Wobei keine Antwort kam.
      "Tse. Naja sperrt sie erstmal in den Kerker." wies er einen an. "Wir schauen später was wir mit ihnen machen." fügte er hinzu und schaute sich weiter um, um sicherzugehen das seine Männer alles unter Kontrolle hatten.
      Die verletzten werden grade schon verarztet, aber zum Glück nichts Lebensbedrohliches.

      Paar Männer gingen mit der Familie in den Kerker dieses Schlosses um sie dort einzusperren. Die drei Männer bemerkten zunächst nicht das jemand bereits dort unten gefangen war. Sie sperrten die Familie in eine Zelle. Ein Mann bemerkte dann leise Geräusche und schaute zu der Zelle.
      "Hey, seht mal dort!" rief einer zu den anderen beiden woraufhin sie ein junges merkwürdig gekleidetes Mädchen entdeckten. Sie schien jedoch sehr fertig.
      "Holt den Kommandanten!" wies einer an woraufhin sich die anderen auf den Weg machten.
      Die beiden Männer rannten nach oben und suchten ihren Kommandanten.
      "Kommandant! sie müssen sich da etwas ansehen." rief er als sie ihn endlich gefunden hatten, bei den verletzten Männern und zerrten ihn quasi schon mit.
      "Ist ja gut.." murmelte er und folgte den aufgeregten Männern. Sie brachten ihn runter zu den Zellen wo schnell klar wurde weshalb sie so aufgeregt waren.
      "Ein Mädchen?" wunderte Kaii sich. Schnell brach er das Schloss auf und öffnete dessen Zelltüre. Mittlerweile war es schon Nachts geworden weshalb nur die Kerzen ein bisschen Licht abgaben.
      Kurz musterte Kaii dieses Junge ding. Er holte ein Messer raus und drehte das Mädchen kurzerhand leicht um, damit er die Fesseln lösen konnte.
      "Du bist jetzt keine Gefangene mehr. Dieses Schloss steht nun unter der Kontrolle unseres Herren Akiyama." wobei er wieder aufstand und zu den 3 Männern ging.
      "Bringt sie rauf, damit man sie durchchecken kann. Sie scheint verletzt worden zu sein." wobei die Männer salutierten.
      "Verstanden Kommandant!" woraufhin einer der Männer sich an das Mädchen wendete.
      "Komm mit. Wir werden dir nichts tun."

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    • Yuki


      Sie hatte keine Ahnung, wie viele Stunden vergangen waren, seitdem man sie hier reingeworfen hatte. Ihrem schmerzenden Körper nach zu urteilen, hätten es auch schon Jahre sein können. Allein diese Schmerzen waren es auch, die sie wach hielten und es ihr untersagten in einen erholenden Schlaf zu sinken. Ihr Hals fühlte sich an, als hätte man ihr die Kehle herausgerissen und selbst jetzt fiel ihr das Atmen noch schwer. Für diesen Samurai wäre es wahrscheinlich ein Leichtes gewesen ihre Kehle zu zerbrechen, bei der Kraft die in seinen Fingern steckte. Er hätte sie töten können. Alleine bei dem Gedanken durchfuhr sie ein kalter Schauer, welcher durch die sowieso schon feuchte Kälte in diesem Verlies noch verstärkt wurde.
      Auch nachdem Ibuka und seine Männer von hier verschwunden waren, hatte sie weiterhin versucht sich aus ihren Fesseln zu befreien. Zwar bezweifelte sie, dass sie selbst mit freien Händen diese Zelle verlassen könnte, aber einen Versuch war es zumindest wert. Allerdings gab das Seil um ihre Handgelenke selbst nach dutzenden Versuchen einfach nicht nach. Letztendlich spürte sie sogar, wie warmes Blut ihre Hände hinunterfloss. Sie wollte gar nicht wissen, wie zerissen ihre Arme gerade aussahen.
      Hinter dem kleinen Fenster kehrte bereits Dunkelheit ein, als sie endlich kraftlos an der Zellenwand zusammensank. Noch immer gestattete ihr Körper ihr nicht den erholenden Schlaf, den sie brauchte. Aber zumindest fiel sie in eine Art Trancezustand, der die schlimmsten Schmerzen aussperrte. So vernahm sie auch die Kampfschreie erst spät und begriff erst richtig, was vor sich ging, als ihre Zellenwachen alarmiert aus dem Keller stürmten. Zunächst versuchte Yuki noch sich aufzurichten, um zumindest einen kurzen Blick aus dem Fenster werfen zu können, aber ihre Beine verweigerten ihr den Dienst.
      „Wird die Burg etwa angegriffen?“, fragte sie sich selbst und lauschte auf den Lärm von draußen. Eigentlich dürfte sie sich nicht weiter darüber wundern, immerhin befand sie sich hier im alten kriegerischen Japan. Dutzende Feudalherren stritten sich um die Vorherrschaft im Land, da war es auch nicht weiter seltsam, dass auf sBurg eine Schlacht ausgetragen wurde.
      Siekonnte nicht genau sagen, wie lange die Kämpfe letztendlich anhielten, doch irgendwann kehrte drückende Stille ein. Vielleicht war Yuki aber auch gar nicht mehr dazu in der Lage, etwas zu hören. Die Schmerzen die von ihren Handgelenken ausgingen, vernebelten zunehmend ihre Gedanken. Viel schlimmer war aber die Kälte, die Besitzt von ihrem Körper ergriffen hatte und ihn unterbrochenzittern ließ. Selbst das Quietschen der sich öffnenden Zellentür registrierte sie nicht, geschweige denn den Mann, der sich langsam auf sie zubewegte.
      Erst die Hand auf ihrer Schulter, holte das Mädchen aus ihrer Trance und ließ sie erschrocken zusammenzucken. Im nächsten Moment waren ihre misshandelten Hände frei. „W-was?“, stammelte sie verwirrt und starrte zu dem Mann auf, der sie offensichtlich soeben ihre Fesseln gelöst hatte. Seine warmen blauen Augen bildeten ein krasses Gegenstück zu den düsteren von Ibuka. Allerdings wendete er sich recht schnell wieder von ihr ab und gab den restlichen Männern vor der Zelle einen Befehl. Er war also ein Kommandant? Hatte er den Angriff auf diese Burg geleitet?
      Es fiel ihr recht schwer, den Worten des Mannes zu glauben, der sie darum bat ihr zu folgen. Nach dem, was sie die letzten Stunden erlebt hatte, war sie einfach etwas vorsichtiger und nicht in der Lage schnell Vertrauen zu schließen. Trotzdem folgte sie ihm aus der düsteren Zelle. Alles war besser, als länger hier gefangen zu sein. „Wer seid ihr?“, fragte sie einen der Männer auf dem Weg mit brüchiger Stimme. „Und warum habt ihr mich einfach befreit?“ Sie trug noch immer ihre Schuluniform und musste für diese Kerle ein seltsames Bild abgeben. Dennoch reagierten sie auf das Mädchen komplett anders als der grobe Ibuka, welcher sie direkt verdächtigt und festgenommen hatte.
      Es war ein Wunder, dass ihre Beine sie überhaupt noch so weit trugen und sie die Treppen aus dem Keller schaffte. Jeder einzelne ihrer Muskeln zitterte und ihre Knochen schmerzen. So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass sie einfach auf ihre Knie zusammensank, kaum dass sie die letzte Stufe erklommen hatte. „Kann ich etwas... Wasser haben?“, waren ihre letzten Worte bevor sie ohnmächtig vornüber kippte. Die Ereignisse der letzten zwei Tage waren schlicht zu viel für sie und ihren Körper gewesen.
    • Kaii

      "H-Hey Mädchen!" rief einer der Männer als dieses auf der Treppe zusammenbrach. Einer der Männer nahm das Mädchen ohne Worte Huckepack um sie zu der Krankenstation zu bringen die schon errichtet wurde damit man sich auch um sie kümmern konnte. Sie hatten ja zum Glück keine großen Verletzungen erlitten.

      Wirklich seltsam. Es war wohl dieses Mädchen wovon seine Spione berichtet hatten aber was wollte Ibuka von ihr? hielt er sie für eine Verdächtige? nun wahrlich hatte sie seltsame Kleidung aber gleich jemanden so zu behandeln? war das richtig?
      Nein, solange sie sich nichts zu Schulden gekommen lassen hat, war dies keine Behandlung die sie verdient hat. Aber was sollte Kaii auch anderes erwarten von diesen Ibuko. Er war hier schon für seine Grausamkeit bekannt.
      Nun, schnell suchte der junge Mann einen Zettel und was zum schreiben. Damit wollte er Akiyama-Sama benachrichtigen was sie erreichten und, und das sie Leute herschicken sollten damit sie sich um dieses Gebiet kümmern sollten.
      Mit dem Zettel ging er zu einem Boten.
      "Bring das schnell zu Herrn Akiyama. Gehe gradewegs den schnellsten Weg dorthin. Keine Umwege. Verstanden." wobei der Mann vor ihm salutierte und den Zettel an sich nahm. Schon zu so später Stunde machte er sich auf den Weg.
      Seufzend ging Kaii dann wieder zurück, wollte nochmal nach den verletzten schauen.
      Dabei begegnete er den beiden Männern die das Mädchen dorthin brachten und musterte sie kurz.
      "Und?" fragte er sie direkt woraufhin sie mir kurz erzählten was passiert war.
      "Sie ist einfach umgekippt auf dem Weg. Sie schien wohl sehr fertig." wobei Kaii daraufhin nur nickte.
      "Verstehe, ihr könnt abtreten. Ruht euch alle etwas aus, das habt ihr euch verdient." sagte er ihnen und lächelte sie an.
      Wobei die Männer sich das nicht zweimal sagen ließen und sich zu den anderen begaben. Einen Blick wollte er noch wagen zu diesem merkwürdigen Mädchen. Kaii stellte sich vor ihren Bett und musterte das, erschöpfte Mädchen. Einer der Sanitäter ging an ihm vorbei und griff ihm kurz auf die Schulter.
      "Dem Mädchen geht es gut. Sie braucht nur etwas ruhe." woraufhin Kaii zu ihm nickte, und der Arzt seine Visite bei den anderen fortsetzte.
      Doch einige Fragen gingen durchs Kaii Kopf. Wer ist dieses Mädchen nur? Wieso trägt sie solch freizügigen und außergewöhnlichen Klamotten? und vorallem was wollte Ibuka denn von ihr? Diese Fragen würde er wohl eh erst beantwortet bekommen wenn sie wieder Fit war.
      Während er sie musterte griff er nach seiner kristallenen Kette. Diese hatte er schon immer gehabt, soweit er sich erinnern konnte. Er vermutete das sie diese von seinen leiblichen Eltern hat. Aber so ganz genau konnte er es nicht wissen.
      Mit einem seufzen wendete er sich wieder ab und machte sich ebenso auf dem Weg sich etwas schlaf zu gönnen. Das Mädchen würde schon noch irgendwann wieder wach werden.

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    • Yuki


      Ihre Augenlider waren schwer wie Blei, so dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, sie endlich zu öffnen. Jeder einzelne ihrer Muskeln schien zu schreien und erinnerte sie damit an die ungemütlichen Erlebnisse der letzten beiden Tage. Müde schaute sie der Decke entgegen. Sie war auf jeden Fall nicht mehr in dem feuchten und klaten Kerker eingesperrt, das stand fest. Zudem war die Unterlage auf der man sie gebettet hatte unglaublich weich, zumindest im Vergleich zu dem Steinboden in ihrer Zelle. Neugierig ließ sie den Blick weiter wandern. Um sie herum standen dutzende improvisierte Betten, belegt mit verletzten Kriegern, welche vermutlich in der nächtlichen Schlacht gekämpft hatten. Durch ein schmales Fenster unweit von ihr konnte sie nur Dunkelheit entdecken. Die Sonne war noch nicht wieder aufgegangen, also dürfte sie maximal ein paar wenige Stunden geschlafen haben, vielleicht nur ein paar Minuten.
      Es dauerte seine Zeit, bis es ihr gelang sich aufzurichten, aber letztendlich saß sie aufrecht und musterte sich selbst auch etwas genauer. Man hatte ihre verletzten Handgelenke verbunden und sie offensichtlich mit einer Salbe behandelt, so schmerzten sie längst nicht mehr so sehr wie zuvor. Ansonsten schien alles noch beim Alten zu sein. Auch ihre Uniform hatte man zum Glück nicht weiter angerührt.
      Erneut blickte sie sich in dem durch Kerzen beleuchteten Raum um. Wer waren diese Männer nur und warum hatten sie das Schloss angegriffen? Konnte sie ihren Worten auch trauen? Wollten sie der jungen Frau wirklich nichts tun?
      Langsam schälte sie sich aus der dünnen Decke und schwang die Beine aus dem Bett. Sie musste wohl selbst Nachforschungen anstellen. Doch kaum hatte sie sich aufgestellt, sackte sie auch schon wieder zusammen. Sie hatte kaum genug Kraft, um aufrecht zu stehen, geschweige denn zu laufen. Zu allem Übel kratzte Ihr Hals noch immer als hätte sie ein Dutzend Rasierklingen verschluckt. „Durst“, brachte sie kaum hörbar heraus, in der Hoffnung, dass jemand ihrer Bitte nachkommen würde.
    • Kaii

      Einer der Männer entdeckte das das Mädchen aufstand und versuchte wohl zu laufen. Er lief schnell rüber und kniete sich zu der Dame.
      "Hey alles in Ordnung?" fragte er sie und hob sie dabei wieder hoch auf das kleine provisorische Bett. Jedoch was sie sagte war nur schwer zu verstehen. "Wie bitte?" fragte er sie sicherhaltshalber nochmal, und dauerte wohl einen kurzen Moment.
      Er nickte und lief zu einer der Wachen die hier patroullierten.
      "Ich kann hier grade nicht weg. Könntest du bitte etwas Wasser holen? dort vorne ist ein Brunnen." schickte er ihn weg woraufhin ihm noch was einfiel.
      "Ahja. Und weckt unseren Kommandanten. Er wollte wissen wann das Mädchen aufwacht." rief er dem genervten Soldaten hinterher der Wasser holte und "Ist ja gut!" zu ihm zischte.
      Wobei der Arzt für diesen Trupp sich nochmal kurz an das Mädchen wendete. "Keine sorge, es holt jemand etwas für dich." lächelte er sie an und wendete sich dann zu einem anderen Soldaten der grade nach etwas rief.
      Nicht viel Zeit verging wo Kommandant Kaii wieder dazu stieß. Er wurde schon von den Tumult wieder wach und blickte etwas verschlafen zu den Arzt.
      "Oh da seid ihr ja." sagte der Arzt. "Seht mal. Sie ist wach. Oh. Da kommt er ja endlich mit dem Wasser." woraufhin der Arzt schnell zu dem rüber lief und das geschöpfte Wasser in einem Eimer dem Soldaten abnahm. "Danke du wirst nicht mehr benötigt." winkte er den Soldaten weg wobei dieser nicht sehr erfreut aussah. Der Soldat ging knurrend wieder zu seinem Posten.
      Mit dem Eimer und einer Kelle ging der Arzt zu dem Mädchen und reichte ihr die Kelle voll mit Wasser.
      "Keine sorge es ist sauberes Wasser." lächelte der Arzt wieder. Dieser Arzt war leider eine Sache für sich. Die Persönlichkeit mehr als merkwürdig, verärgerte gerne andere Leute aber er war eben der kompetenteste. Kaii fand es immer etwas amüsant wie unterschiedlich mit den Leuten jeweils umging. Er war eigentlich nur zu Patienten "nett".
      "Ich geh dann mal wieder. So kommt ihr ja alleine klar oder Kommandant?" sagte er und verschwand auch schnell wieder ohne die Antwort von ihm abzuwarten.
      Kaii setzte sich auf das Leere Bett neben ihr und wartete kurz bis sie etwas getrunken hatte, bevor er anfing zu reden.
      "Da warst du ja in einer ganz schön misslichen Lage. Dein Glück das wir heute hier waren." lächelte er sie an, bis man etwas krachen hörte. Einer der Soldaten hatte etwas fallen gelassen woraufhin der Arzt sehr verärgert rumschrie, Kaii lächelte etwas beschämt und schüttelte den Kopf. "Was für Idioten.." murmelte er leise und wendete sich wieder zu dem Mädchen.
      "Nun. Was treibt dich an so einem Ort?" kam er direkt auf den Punkt.

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    • Yuki



      Zum Glück wurde sie recht zügig bemerkt. Scheinbar war der Mann, der ihr nun entgegen kam der behandelnde Arzt, welcher sich auch um die restlichen Verletzten kümmerte. Sofort kam er dem Mädchen zu Hilfe und schob sie sanft zurück aufs Bett. Auch ihre Bitte schien er nach zwei Anläufen endlich zu verstehen, woraufhin er nach Wasser schicken ließ. Erleichtert und noch immer erschöpft ließ sich Yuki zurück in die weichen Kissen sinken. Scheinbar wollte man ihr tatsächlich nichts böses, also könnte sie diesen Männern vorerst vertrauen.
      Zusammen mit dem Wasser, erschien auch der Kommandant, nach dem der Arzt hatte rufen lassen. Es handelte sich um den schwarzhaarigen Mann, der einige Stunden zuvor auch Yukis Fesseln gelöst hatte. Kurz musterte sie ihn. Für einen Kommandanten wirkte er noch recht jung. So dürfte er nur wenige Jahre älter sein als sie selbst. Zudem stach er durch seine Größe unter den anderen Kriegern deutlich hervor und seine breiten Schultern versicherten ihr, dass er ein starker Krieger sein musste.
      Ihre Aufmerksamkeit fixierte sich allerdings schnell auf die Kelle mit Wasser, die man ihr nun an die Lippen hielt. Eiligst schluckte sie das kühle Nass ihre Kehle hinunter und hätte sich dabei beinahe verschluckt. Ihr war egal, ob es sauber war, oder nicht. Seit über einem Tag hatte sie kaum etwas getrunken und nichts gegessen. Also nahm sie alles, was sie kriegen konnte. Nach der ersten Kelle genehmigte sie sich direkt eine zweite, bis der Arzt sie mit dem Kommandanten alleine ließ.
      Schweigend beobachtete Yuki, wie der junge Mann sich neben ihr auf einem freien Bett niederließ und sie dann abwartend musterte, während sie die zweite Kelle austrank. Er versuchte freundlich mit ihr zu sein und sie entschied, diese Freundlichkeit vorerst zu akzeptieren und ihr Misstrauen hinten anzustellen. Allerdings fiel ihr Lächeln eher schmal und etwas missraten aus. „Danke für die Rettung“, meinte sie mit kratziger Stimme und neigte dankend den Kopf. Sie ignorierte den Krach im Hintergrund und überlegte, wie sie seine Frage am besten beantworten sollte. Was war, wenn sie ihm einfach die Wahrheit sagte? Würde es genauso enden wie zuvor bei Ibuka? Würde er sie als Lügnerin abstempeln und vielleicht als potentielle Spionin festnehmen lassen? Dieser Kommandant schien zwar vollkommen anders als der Samurai-Shogun zu sein, aber sie konnte sich dennoch nicht komplett sicher sein, dass er ihr deswegen mehr Vertrauen schenkte.
      Nachdenklich betrachtete sie ihre verbundenen Arme. „Ich weiß es nicht genau“, meinte sie irgendwann. „Ehrlich gesagt, weiß ich nicht einmal, was und wo dieser Ort hier ist oder wie ich hier gelandet bin. Und ich weiß auch nicht, was diese Männer zuvor von mir wollten. Ich weiß gar nichts mehr.“ Sie würde das Thema Zeitreisen vorerst lieber außen vor lassen. Sie bezweifelte, dass ihr Gegenüber ihr glauben würde, sollte sie ihm die ganze Wahrheit erzählen. Gleichzeitig log sie ihn nicht einmal wirklich an. Sie hatte wirklich keine Ahnung, was sie hier machte und wo sie genau war.
      Langsam blickte sie wieder zu dem Krieger auf und betrachtete seine beruhigenden blauen Augen. „Und wer seit ihr? Und warum habt ihr mich gerettet?“
    • Kaii

      Er musterte sie bei dem Gespräch ziemlich genau, auch ihre Reaktionen. Wer war dieses Mädchen nur? irgendwie interessierte es Kommandant Kaii sehr. Ein Geheimnis was er vielleicht raus finden könnte. Sie war offensichtlich aber nicht von hier.
      "Hm.." machte er nur nachdenklich. "Nun jetzt bist du erstmal in Sicherheit um drüber nachzudenken was passierte. Allerdings überlasse ich dir die Entscheidung ob du hier bleiben willst, denn es werden sehr bald Leute geschickt die hier bleiben und auf dich aufpassen könnten." erklärte er ihr und seufzte einmal kurz. Ja sie waren schon solange unterwegs es wurde Zeit zurückzukehren.
      "Ich werde mit meinen Männern in ungefähr 2 Tagen abreisen. Ruh dich also aus.." wobei er doch noch etwas skeptisch war. Irgendwas schien das Mädchen zu verheimlichen, doch drängen wollte Kaii sie zu nichts. Auch wenn es ihn brennend interessieren würde wer sie war und was sie hier zu suchen hatte.
      "Oh. Verzeiht. Meine Name ist Kaii, freut mich dich kennen zulernen." lächelte er sie an.
      "Und für mich saht ihr nicht wie eine Person aus, die es verdiente da unten zu sein. Wir gehören zu den Idaina Raions und dulden nun mal keine Ungerechtigkeit." lächelte er sie weiter an. "Also mach dir hier auch keine Sorgen. Die Männer werden dir nichts tun."
      "Nun.." stand er langsam wieder auf. "Schlaf lieber noch etwas, falls dir etwas einfallen sollte können wir morgen wieder reden."
      Wobei er gut seine Neugier für sich behielt. So ging er wieder jedoch nicht wieder um schlafen zu gehen.
      Er spazierte etwas durch diesen kleinen Ort.

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    • Yuki


      Zum Glück stellte der junge Kommandant keine weiteren Fragen und blieb freundlich mit ihr. Entweder war es ihm nicht aufgefallen, dass sie ihm etwas verheimlichte oder er überging es aus Freundlichkeit. In jedem Fall war sie ihm dankbar für sein Verständnis.
      Sie würden also in den nächsten Tagen diesen Platz verlassen? Wenn sie ehrlich mit sich war, hatte Yuki nicht den Hauch einer Ahnung, was sie ab jetzt machen sollte. Sie kam nun einmal nicht aus dieser Welt und eigentlich wollte sie vor allem wieder nach Hause. Gleichzeitig war da aber auch dieses Kribbeln in ihr, bestehend aus Neugier, welche diese fremde und alte Welt erkunden wollte. „Ich werde darüber nachdenken“, meinte sie schließlich leise und nachdenklich zugleich.
      Es dauerte seine Zeit, bis ihr wieder einfiel, woher sie seinen Namen kannte. Doch letztendlich starrte sie ihn kurz mit einer Mischung aus Entsetzen und Erstaunen an. Sollte er wirklich der Kaii Amakasu sein? Der Mann, der seinen eigenen Meister hintergangen haben sollte? Dabei wirkte er so nett, so loyal... Was sollte ihn zu solch einem heimtückischen Verrat treiben? Sie schüttelte den Kopf und zwang sich dazu, woanders hinzusehen. Er würde sie nur noch verdächtiger finden, wenn sie ihn weiterhin so anstarrte. Zumindest schien man sie aus edlen Gründen gerettet zu haben, also sollte sie vorerst seinen Worten vertrauen und sich angemessen verhalten.
      Als er sich schließlich wieder aufrichtete, um zu gehen, nickte sie nur kurz zum Abschied. Es gab nicht viel, worüber sie reden konnte oder wollte, außerdem schmerzte noch immer ihr Hals. Eine Zeit lang blickte sie dem jungen Kommandanten hinterher, bis er in der Dunkelheit der Nacht verschwunden war. Erst dann ließ sich Yuki wieder zurück in ihre Kissen sinken und schlief innerhalb weniger Sekunden ein.

      Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie letztendlich geschlafen hatte, doch wenn sie auf ihre schmerzenden Körper hörte, war es wohl noch lange nicht genug gewesen. Allerdings war bereits die Morgensonne aufgegangen und ließ den Raum in einem orangenem Licht erstrahlen und blendete zusätzlich ihre Augen. Dennoch erhob sie sich langsam in eine sitzende Position und griff nach der Kelle in dem Wassereimer neben dem provisorischen Bett. Kurze Zeit später nahm sie auch schon die ersten tiefen Schlucke und ließ ihren Blick über das Lager schweifen. Diese Männer gehörten also zu den Idaina Raions? Sie waren damit der zweitgrößte Clan, der im Moment über Japan herrschte und in großer Rivalität zu Kōkatsuna Karasu stand. Deswegen hatten sie wohl auch dieses Schloss hier angegriffen. Vermutlich war ihr Ziel Ibuka und seine Verbündeten gewesen. Allerdings bezweifelte Yuki, dass der mächtige Shogun so schnell fallen würde.
      Sie nahm noch ein paar Schlucke vom Wasser und ließ sich dann zurück ins Bett sinken. Sollte sie jetzt versuchen aufzustehen, würden ihre Beine sofort wieder nachgeben. Sie brauchte dringend noch etwas Ruhe.
    • Kaii

      Dieser Ort sah an sich ganz nett aus. Kaii schaute sich die Burg dieser Leute an. Nun das eigentliche Ziel scheint sich aus dem Staub gemacht zu haben, aber immerhin hatten sie wieder einen kleinen Sieg errungen. Man sollte die kleinen Siege niemals unterschätzen, denn Kaii folgte dabei schon einem Ziel. Er glaubte aber auch natürlich nicht diese Krähen einfach dabei zusehen werden. Aber es gab eigentlich nichts was er nicht vorraussehen konnte. Da war er sich sicher.
      Anstatt sich weiter auszuruhen hatte er mal wieder seine Glefe dabei und trainierte bis zum Morgengrauen. Es gab kaum Zeiten wo er sich mal wirklich entspannte.
      Als dann die Sonne am Horizont erschien ging das Leben auch schon los. Alle Soldaten waren beschäftigt, entweder patroullierten sie alles, checken ihre Vorräte oder trainierten. Selbst einige verletzte bewegten sich schon aus ihren Betten und waren Aktiv.
      Ja, Kommandant Kaii war wohl, obwohl er mit der jüngste war, ein gutes Vorbild für die meisten.
      Als alle dann wieder wach wurden und ihre Arbeit taten, machte sich Kaii auch wieder an seine Arbeit. Er ging nochmal jeden Winkel ab an diesem Ort. Da kam er auch im Kerker vorbei wo die Familie eingesperrt wurde.
      Er stellte sich vor den beiden Wachen die die Familie bewachte, die vor ihm dann salutierten.
      "Haben sie schon was gesagt?" fragte Kommandant Kaii die Männer.
      "Nein haben sie nicht!" woraufhin Kaii nur nachdenklich murrte.
      "Versucht es weiter sie zum reden zu bringen. Ab Morgen werden dann die anderen das übernehmen. Die Entscheidung was mit ihnen passiert sonst liegt wohl nicht bei uns." befahl der Kommandant und bewegte sich wieder weg.
      "Verstanden!" riefen beide Wachen und kümmerten sich darum. So bewegte er sich wieder nach oben und überprüfte alles. Jedoch schien es so, als würde jeder die Arbeit super machen und sogar das übernehmen was Kaii sonst gemacht hätte. So ganz verstand er nicht was da los war, das sie so motiviert waren, aber er musste damit jetzt wohl leben. Heute.
      So hatte er nicht mehr wirklich was, was er tun konnte. So dachte er sich, dem fremden Mädchen noch ein Besuch abzustatten. Vielleicht würde sie heute mehr drüber reden wollen was passiert war.
      Als er das provisorische Lager betrat wo die verletzten waren erblickte er auch das junge Mädchen was im Bett lag.
      "Wie geht es dir denn heute?" fragte er sie und kam auf das Bett zu, hielt aber dabei noch einen sicheren Abstand das sie sich ja nicht bedrängt fühlte.

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    • Yuki

      Sie wäre beinahe erneut eingeschlafen, wäre da die plötzliche Stimme neben ihr nicht gewesen. Langsam ließ sie ihren Kopf zur Seite rollen und entdeckte recht schnell den jungen Kommandanten, welcher vor ihrem Bett Halt gemacht hatte und fragend zu ihr hinunterblickte.
      Langsam erhob Yuki sich wieder in eine aufrechte Position und nickte schließlich. „Deutlich besser, danke“, war ihre knappe Antwort. „Aber ich weiß noch immer nicht genau, warum ich mich hier befinde, oder was dieser Ibuka von mir wollte“, sprach sie direkt weiter, bevor der Krieger irgendwelche weiteren Fragen stellen konnte. Sie war sich zumindest recht sicher, dass er sie als nächstes danach hätte fragen wollen. „Er und seine Männer haben mich vor zwei Tagen auf-gegabelt, mitten auf einer Wiese vor fremden Stadtmauern. Ich habe keine Ahnung, wie ich da hingekommen bin. Aber Ibuka muss es wohl für verdächtig gehalten haben, wie auch meine Kleidung, und hat mich als potentielle Spionin festgenommen.“
      Etwas frustriert musterte sie ihre Schuluniform. Solange sie diese trug, würde die Oberschülerin in dieser Welt nur für weiteres Aufsehen sorgen. Mal davon abgesehen, dass die Uniform vollkommen verdreckt und zum Teil zerrissen war. „Ich brauche neue Kleidung“, stellte sie fest, mehr für sich selbst als für den jungen Kommandanten neben ihr.
      Dann glitt ihr Blick endlich wieder zu seinen blauen Augen hinauf. „Ich würde mich im Übrigen gerne für Eure Nettigkeit gestern bedanken. Gibt es irgendetwas, was ich tun kann, um mich erkenntlich zu zeigen?“ Dabei blickte sie sich bereits suchend im Lager um. In diesem herrschte trotz der frühen Stunde schon reges Treiben. Soldaten wanderten umher, Verletzte wurden mit neuen Verbänden bedacht und Vorräte wurden verteilt. Als sie das Essen bemerkte fing auch Yukis Magen unwillkürlich zu knurren an, woraufhin sie etwas verlegen ihre Hände über ihn legte, um ihn zum Schweigen zubringen. Es waren beinahe zwei Tage vergangen, seitdem sie ihre letzte Malzeit hatte.
    • Kaii

      "Hm schade." zuckte er auf ihre Antwort mit den Schultern. Was hatte es einfach nur mit diesen Mädchen auf sich? Sie scheint verwirrt, und ihre Kleidung war sehr freizügig für ein junges Mädchen, aber so verdächtig das man sie einsperren musste? Na da war sich Kaii aber nicht so sicher drüber zu sein. Was hatte sich dieser elende Ibuka nur gedacht? vorallem hätte man etwas gewartet, was wäre mit dem Mädchen passiert? aber dann wäre die Chance höher gewesen ihn zu erwischen. Doch wollte er aber nicht auf die kosten anderer so einen Gewinn erzielen. Das könnte er nicht mit seinen Gewissen vereinbaren. Das unterschied ihn wohl zu anderen Kommandanten und Generälen.
      "Leider weiß ich nicht wie ich dir mit deinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen kann." wobei er sich nachdenklich am Kopf leicht kratzte. "Doch ich versichere dir wenn etwas sein sollte zögere nicht zu fragen." Dies sagte er aber auch nur, weil er wusste das sie irgendwas verheimlichte. Nun da musste man schon wirklich sehr unaufmerksam sein um das nicht zu merken. Jedoch war er immer noch nicht sicher, was sie eigentlich mit ihr machen sollten. Sollte sie wirklich hier bleiben? Oder wäre es vielleicht besser sie sogar mitzunehmen. So konnte er persönlich ein Auge auf sie werfen, und vielleicht würde sie irgendwann ihm vertrauen schenken. Ihm war selbst nicht ganz klar wieso, aber das Mädchen weckte sein Interesse. Er merkte das sie mit etwas großen verbunden war was einfach ihn so interessierte. Es sagte ihm sein Gespür.
      "Ach. Schon gut. Ich finde es einfach nicht in Ordnung wenn man zu unrecht eingesperrt wird."
      Jedoch bei ihren Magenknurren blickte Kaii überrascht zu ihr und schmunzelte auf seine verschrobene Art eben.
      Kurz verschwand er für einen Augenblick, holte aber etwas von den Vorräten. Es war zwar nicht mehr viel da, aber hauptsache etwas zu Essen.
      So nahm er etwas von dem Brot mit. Nichts wirklich feines aber es schmeckte noch und war sättigend.
      So ging er mit dem Essen zurück zu dem Mädchen und hielt es hierhin.
      "Soviel haben wir leider nicht mehr. Ahja." fiel ihm ein. "Ich glaube ich habe noch gar nicht nach deinem Namen gefragt. Würdest du ihn vielleicht verraten?" fragte er wieder höflich und setzte sich neben sie.

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    • Yuki


      Sie war sich nicht sicher, ob ihr der junge Mann die Geschichte mit dem Gedächtnisverlust wirklich abkaufte. Aber zumindest schien er sie nicht weiter bedrängen zu wollen und versicherte ihr im Gegenzug, ihr beizustehen. Dankend nickte sie ihm zu. „Dann werde ich Eure Hilfe gerne annehmen“, meinte sie.
      Als sie ihm eine Wiedergutmachung anbot, winkte er allerdings nur ab. Yuki war zugegeben beeindruckt. Sie hatte sich das kriegerische Japan und vor allem seine Bewohner schroffer und unfreundlicher vorgestellt. Ähnlich wie Ibuka, auch wenn der Shogun etwas übertrieben kaltherzig wirkte. Doch der Kommandant vor ihr war das komplette Gegenteil, woraufhin sie sich erneut fragte, wie so jemand in nahre Zukunft nur seinen eigenen Herren verraten könnte.
      Natürlich hatte auch Amakasu ihren geräuschvollen Magen bemerkt und das Schmunzeln auf seinem Gesicht machte nur allzu deutlich, dass es ihn amüsierte. Direkt presste sie ihre Hand derber gegen ihren Bauch, um ihren Magen zum Schweigen zu bringen, als der Krieger ihre Seite verließ. Kurz folgte sie ihm neugierig mit den Augen, als er auch schon wieder zurückkehrte. Sofort bemerkte Yuki das Stück Brot in seinen Händen und ihr lief das Wasser im Mund zusammen.
      „Danke!“, stieß sie aus und griff nach dem Brot, um es sich in der nächsten Sekunde gierig zwischen die Zähne zuschieben. Tatsächlich war sie zu hungrig, um seine nächste Frage sofort zu verstehen. So gönnte sie sich erst noch ein paar weitere Bissen, bevor sie das trockene Brot mit etwas Wasser hinunterspülte und sich wieder an den Schwarzhaarigen wendete. „Yuki. Sawamura, Yuki“, antwortete sie dann und hätte sich im nächsten Moment ohrfeigen können. Sie hatte ihr komplettes Gedächtnis verloren, aber ihren Namen wusste sie auf Anhieb? Das war doch mehr als nur verräterisch. „Zumindest etwas, an dass ich mich noch erinnern kann“, fügte sie viel zu hastig und mit einem schiefen Lächeln an, in der Hoffnung ihren Fehler verbergen zu können.
      „Darf ich wissen, warum ihr diesen Platz hier letzte Nacht angegriffen habt?“, versuchte sie das Gespräch schnell auf ein anderes Thema zu lenken.
    • Kaii

      Er war sich nicht wirklich sicher was er von dem Mädchen halten sollte. Sie war nun mal eine Klasse für sich. Es gab bisher nie eine Frau, bis auf die die er beschützt, die sein Interesse geweckt haben. Aber nun mal ganz ehrlich. Kein Mädchen benahm sich so wie sie. Geschweige das eine einfach so gefangen genommen würde. Kaii interessierte es brennend was dieses Mädchen verbarg. Jedoch musste er bald weiterziehen, Er hatte nun mal seine Pflichten an die er sich halten musste. Wobei man eben auch sagen kann das Kaii eine Nummer für sich war. Niemand wurde aus dem jungen Kommandanten schlau.

      "Yuki.." wiederholte er leise. Dabei grinste er sie nur wieder frech an. "Wie der Schnee. Passt finde ich sehr gut." gab er nur von sich und blickte hinter sich. Sie sollte sich einfach nicht bedrängt fühlen. Er ahnte ja schon längst das sie etwas verschwieg. In ihrer Situation verständlich. Aber Kaii war kein Mann der keinen Respekt hatte, egal ob männlich oder weiblich. Da war Kommandant Kaii in diesem Punkt besser erzogen als der Großteil.

      Grade wollte er auf ihre Frage etwas eingehen da drängelte sich jemand auc schon dazwischen.
      "Och ne." murmelte er leise vor sich hin und seufzte. Sein Berater betrat das kleine Lager der strikt auf Kommandant Kaii zu ging.
      "Da sind Sie ja." meinte er genervt.
      "Ich hab sie die ganze zeit gesucht."
      "Und ich bin ihnen die ganze Zeit aus dem Weg gegangen." antwortete Kaii und zuckte mit den Schultern.
      "Was gibts?" fragte er seinen Berater dann seufzend.
      Wobei dem Berater das Mädchen auffiel.
      "Wer ist das denn?" fragte er direkt und wich dabei vom Thema ab.
      "Sie war anscheinend eine Gefangene in diesem Schloss. Ich hab sie befreit." gab Kaii als direkte Antwort.
      "Was? Ihr befreit einfach so eine Gefangene? Wir wissen nicht wer das ist!" meckerte er wieder rum.
      "Beruhig dich. Sieh sie dir an. Sieht sie für dich wie eine Kriminelle aus?" wobei Kaii nur wieder genervt von ihm war.
      "Nun..." wusste der Berater darauf keine Antwort.
      "Bist du nur deswegen hier?" wollte Kommandant ihn wieder ablenken damit dieser sein Mundwerk hielt gegenüber dem Mädchen.
      "Nein. Ich würde gerne mit dir über etwas sprechen. Alleine." kam er dann endlich zum Punkt.
      Kaii stand dann auf und blickte nochmal kurz zu dem Mädchen.
      "Entschuldige mich kurz."
      Sagte er freundlich und ging mit ihm kurz mit. Was sie besprachen blieb allerdings unter ihnen.
      Nicht lange dauerte es da kam Kommandant Kaii wieder zurück.
      "Tut mir leid." meinte er zu ihr und musterte sie wieder einen Moment lang.
      "Was ich grade sagen wollte ist..." wobei er nochmal kurz nachdachte.
      "Was glaubst du weshalb wir wohl hier waren?" stellte er als Gegenfrage um sie auf etwas zu testen.

      We are the Legion.. we are free and do whatever we want :)
    • Yuki


      Bei seiner Anmerkung zu ihrem Namen, verzogen sich Yukis Lippen zu einem feinem und kaum merklichen Lächeln. Offenbar hatte er nicht bemerkt, wie sie kurz in Panik verfallen war. Noch einmal Glück gehabt.
      Bevor er ihre Frage beantworten hätte können, wurden die beiden unterbrochen. Sie wusste nicht wer der Mann war, der soeben das Lageraufsuchte, aber dem Kommandanten konnte man deutlich ansehen, dass er über das Erscheinen dieses Mannes alles andere als erfreut war. Sie hielt sich aus dem Gespräch der beiden heraus, bis man auf sie zu sprechen kam. Egal wer der neu erschienene Mann auch sein mochte, offenbar war er über Yukis Anwesenheit nicht sonderlich erfreut. Zum Glück nahm Amakasu das Mädchen in Schutz, weswegen sich die Oberschülerin in Schweigen hüllte und die beiden nur kurz abwinkte, als sie sich zurückzogen. Worüber sie wohl reden mochten? Yuki hätte es gerne in Erfahrung gebracht, allerdings wäre es wohl eine schlechte Idee, den beiden zu lauschen. Also widmete sie sich lieber wieder ihrem Brot und stillte weiterhin ihren Hunger.
      So langsam war sie sich auch sicher, was sie weiterhin tun wollte. Sollte das hier wirklich kein Traum sein und sie in dieser Zeit und Welt feststecken, dann dürfte sie nicht auf der Stelle treten. Es würde ihr nicht helfen, weiterhin hier zubleiben und darauf zuwarten, dass etwas passierte. Also würde sie sich Amakasu Kaii und seinen Truppen anschließen und diese Burg verlassen. Sie müsste mehr über diese Welt erfahren, ansonsten könnte sie hier nicht lange überleben.
      Als der Kommandant schließlich wieder zurückkam, erhoffte sich Yuki endlich eine Antwort von ihm. Allerdings überraschte er sie mit einer Gegenfrage. „Nun ja...“, meinte sie nachdenklich. Tatsächlich konnte sie sich gut zusammenreimen, was die Gründe für diesen Überfall gewesen waren. Der Mann, der sie hierher gebracht hatte war Daijiro Ibuka gewesen, Anführer des Kōkatsuna Karasu Clans und damit der größte Erzfeind der Idaina Raions. Eben diesen gehörten auch Amakasu und seine Truppe an. Wahrscheinlich wollten sie mit dem Angriff auf diese Burg den gegnerischen Shogun ausschalten und seine Verbündeten schlagen. Allerdings hatte Yuki keine Ahnung, ob ihnen das gelungen war. Wäre das allerdings die Geschichte, die man ihr in ihrer Zeit beigebracht hatte, dürfte Ibuka noch am Leben sein. Schließlich gewann er letztendlich auch den Kampf um Japan. Natürlich konnte sie diese Gedanken nicht vor Amakasu äußern. „Natürlich habe ich keine Ahnung“, begann sie nach kurzer Bedankzeit. „Aber vielleicht hat der Herr dieser Burg Euch zuvor irgendwelchen Schaden zugefügt und Ihr wolltet es ihm heimzahlen? Vielleicht ging es Euch aber auch nur um Machtkämpfe und darum dieses Land für Euch zuerobern.“ Sie machte keinen Hehl daraus, dass Yuki dieser Gedanke unglücklich stimmte. Zwar verwickelte sie sich selbst immer wieder in Kämpfe, aber eben diese hatten stets einen triftige Grund und unterlagen keinene goistischen Zielen. Menschen die nur für sich selbst kämpften und dabei Unschuldige verletzten, waren der Oberschülerin zuwider. Schon alleine bei dem Gedanken daran, zogen sich ihre Augenbrauen wütend zusammen, aber sie versuchte sich schnell wieder zu entspannen, um sich nichts anmerken zulassen. „Oder Ihr wolltet einen Gefangenen aus den unterirdischen Kerkern befreien, der zu Euren Männern zählt.“ Yuki zuckte mit den Schultern. „Vielleicht war auch alles zusammen ein Grund. Wie ich bereits sagte, ich habe keine Ahnung.“
      Nach wenigen Bissen hatte sie letztendlich das Brot aufgegessen und richtete sich entschlossen an den jungen Krieger. "Ich habe mich im Übrigen entschieden. Ich werde Euch von hier an folgen. Ich möchte nicht auf ewig in dieser Burg hocken bleiben."
    • Kaii

      Über die Antwort des Mädchens musste er kurz grinsen. Er hatte es sich angewohnt bei einem Gespräch jede Reaktion zu merken und zu "analysieren". Natürlich stellte er sich meist dumm aber nur weil er nicht wollte das er ebenso leicht gelesen werden konnte. Jedoch war dieses Mädchen etwas anders als bisher jeder andere. Es war für Kaii zwar offensichtlich das sie etwas verbarg bzw log, aber irgendwie war es auch auf eine mysteriöse Art und weise. Eine Art die sein interesse weckte. Was dieses Mädchen verbarg? Das würde er nur zu gerne wissen.
      "Nun vielleicht hast du recht. Vielleicht auch nicht. Aber ich tue nie etwas unüberlegt. Merk dir das lieber." grinste er leicht vor sich her. Jedoch wurde sein Blick ernster als sie ihm mitteilte das sie mitkommen möchte.
      "Das ist ja interessant. Du willst also mit?" widerholte er mehr für sich als das es an sie ging.
      "Bist du dir dessen sicher? Es liegt letztendlich an der Entscheidung de sHerren ob du dort bleiben darfst oder nicht. Hier wäre das kein Problem gewesen." wobei er kurz nachdachte. Seine Angewohnheit war es, wenn er nachdachte die Augen zu schließen um sich besser zu konzentrieren.
      Nach einer kurzen denkpause blickte er wieder zu ihr.
      "Nun. Ich werde dich nicht aufhalten." grinste er leicht wobei man vielleicht denken könnte das er irgendwelche Hintergedanken hatte.
      "Morgen früh gehts los." sagte er ohne weitere fragen oder sonstiges zu stellen. "Ruh dich also gut aus." wobei er gleichzeitig aufstand und sie ernst anblickte. Es aber schnell wieder in ein freundliches leichtes lächeln wandelte.
      "Du brauchst aber andere Kleidung. Sonst wirst du auffallen." Wobei er ihr auch nicht zu nahe treten wollte mit ihrer Kleidung das nunmal recht freizügig war. Wobei wieder der Gedanke kam von wo sie nur her sei. Er kannte kein Ort wo Frauen so rumlaufen.
      "Nun dann bis morgen." verabschiedete er sich somit und verließ das Zelt um sich noch um paar andere dinged zu kümmern.

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