Police Story [Fenris & Lu-Chan]

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    • Police Story [Fenris & Lu-Chan]

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      X ist ein typischer Polizist, wie man es aus Filmen kennt. In mitten seiner besten Zeiten, möchte am liebsten die Karriereleiter hochklettern und legt sich dafür mächtig ins Zeug. Als jedoch seine Schwester bei einem Autounfall ums Leben kommt, verändert sich sein Leben schlagartig: Er muss sich plötzlich um die zwölfjährige Nichte kümmern, die keine Familie außer ihren Onkel hat. Das Pubertät-Monster ist aber nicht sein einziges Problem: Aufgrund von immer weniger Auszubildender und damit weniger Polizisten, muss die Polizei zu Quereinsteigern greifen. Schnell wird X und seinem Team die Kriminalpsychologin Y zugeteilt, die bei der Polizei ihre Erfahrungen sammeln möchte. Sein ganzes Leben wird auf dem Kopf gestellt, aber zum Glück kann Y mehr mit Kindern und ihren Problemen in der Pubertät.


      [X] - @Fenris
      [Y] - @Lucy-chan

      Megan Parker


      Megan 'Meg' 'Meggy' Parker | 32 Jahre alt | Kriminalpsychologin | ledig | kinderlos | Raucherin


      Anthony Morgan


      |||| Anthony Morgan || 36 Jahre || Polizist || ledig || 1 Kind (von seiner verstorbenen Schwester) || Stressraucher ||||


      _____________________________________________



      |||| Abbigail Morgan || 6 Jahre || Anthony's Nichte ||||
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Megan 'Meg' 'Meggy' Parker


      Ihr genervter Gesichtsausdruck verriet sofort, wie es ihr eigentlich erging. Es war ihr erster Tag gewesen, Megan wollte super rüberkommen und sich von der besten Seite präsentieren, aber sie steckte schon seit zwanzig Minuten im Stau und würde vermutlich zu spät kommen. Die Brünette war vorher noch nie in einem Polizeirevier beschäftigt, sie wusste deshalb auch nicht wirklich, inwiefern Pünktlichkeit wichtig war und wie viel Wert die Leute dort darauf legten. Ihre Aufregung vermischte sich ein wenig mit der Wut, die sie auf die anderen Autofahrer hatte. Sie hatte eine sehr lange Zeit als Psychologin gearbeitet, in einer Praxis und mit allem, was dazu gehörte, aber das war nun ein wirklicher Themenwechsel und die Frau versprach sich damit einiges mehr an Erfahrung. Es gab aber auch ein paar Ängste, vor allem wusste Meg nicht, wie ihre neuen Kollegen auf sie reagieren würden. War es wirklich normal, dass es auch 'Seiteneinsteiger' gab?
      Sie kam gerade so pünktlich an dem Parkplatz vor dem großen Revier an und parkte ihren roten SUV in einen der noch freien Parkplätze. Es wunderte die Frau schon ein wenig, wie viele Menschen in so einem Revier arbeiteten, aber sie versprach sich nur das Beste von dem ersten Arbeitstag. Leider gab es schon einen negativen Punkt an diesem Tag, doch Meg ließ sich davon nicht unterkriegen. Sie nahm ihre Tasche aus dem Wagen und lief mit einem Zettel in der Hand direkt auf den Eingang zu. "Dritte Etage, Raum dreihunderteinundzwanzig",murmelte sie unter der Nase und betrat den Eingang zum Revier. Es erstreckte sich ein langer Flur vor ihr, aber sie suchte lieber die Treppe, um auf den direkten Wege nach oben zu gelangen. Ganz so einfach war es nicht, immerhin waren viele Türen zu und einen Schlüssel besaß die Brünette nicht, dennoch kam sie an dem ihr zugewiesenen Raum an, auch nur gute zehn Minuten zu spät.
      In dem Büro saß ein Mann hinter dem Schreibtisch, mit einer Halbglatze und einem dickeren Bauch, wie man sich einen durchschnittlichen Schreibtischpolizisten vorstellte. Er sah gebannt auf seinen Monitor, versuchte scheinbar etwas zu zu entziffern. Er hatte ihr Klopfen scheinbar nicht gehört, auch die offene Tür nicht, scheinbar war Megs Verspätung gar nicht so schlimm gewesen, zumal sie gar nicht bemerkt wurde. Die Frau räusperte sich und der Mann hinter dem Schreibtisch sah zu ihr auf. "Ich bin Megan Parker, ich sollte mich heute hier vorstellen", begrüßte Meg den Mann und lächelte ganz zart. Er erhob sich sofort, richtete sein Hemd und hielt ihr seine rechte Hand hin, um sie zu begrüßen. "Henry Cunningham.. Ich bin der Depp, der für alle Neuen zuständig ist..". Damit war das Eis schon fast gebrochen, ihre Bedenken zur Seite geschoben und der Vorfall von heute früh vergessen. "Ich zeige dir hier ein wenig was, richte dir alles ein und zeige dir auch, wo du demnächst arbeiten wirst.. Ich meine, du bist für die vierte Etwage zugeteilt, die Mordkommision und so. Aber das erfrage ich noch".
      Megan nickte einfach nur und ließ sich so langsam alles zeigen, bis die beiden dann dort angekommen waren, wo sie arbeiten sollte. Die Angst vor der Ablehnung war wieder da, doch sie war viel zu stolz , um das auch zu zeigen.

      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • |Anthony Morgan.

      Der Tag hatte nicht gut für ihn angefangen. Schon die letzten Tage war der Polizist nicht früh ins Bett gekommen aufgrund einer gewissen kleinen Prinzessin, die einfach nicht schlafen gehen wollte. 'lies mir noch eine Geschichte vor', 'ich hab noch Duuurst', und ähnliches waren die Sprüche gewesen, die er sich immer wieder von ihr hatte anhören müssen, wo er sie gerade ins Bett gelegt hatte...und das seit Tagen.
      Dementsprechend saß Anthony mit seinem nun schon vierten Kaffee an seinem Schreibtisch, wo er gerade den Bericht zu seinem letzten Fall schrieb.
      Das schlimmste war, dass er durch Abbi noch weiterhin in der Mordkomission arbeiten würde - kein schlechter Beruf, aber er hatte eigentlich schon lange den Plan gehabt aufzusteigen. Er war bereits Polizeikommissar im gehobenen Dienst, obwohl er nicht studiert hatte, weil er eben ausgezeichnete Arbeit gezeigt hatte in all den Jahren, in denen er nun schon als Polizist arbeitete, doch das war ihm nicht genug. Mit einer Zusatzausbildung hatte er seine Chancen erhöhen wollen, erst Polizeioberkommissar zu werden oder gar etwas höheres, vielleicht sogar in den höheren Dienst zu wechseln. Letzteres war jedoch wohl eher nur Wunschdenken, da es wirklich außerordentliche Leistungen benötigte, um Polizeirat oder ähnliches zu werden. Das hatte er sich schon abgeschminkt, eine Beförderung eigentlich nicht...dann war jedoch Abbigail in sein Leben getreten, aufgrund des plötzlichen Todes seiner Schwester. Weil seine Eltern ebenso nicht mehr lebten, durfte er deren Beerdigung planen und musste zugleich sein Leben mit Abbi auf die Reihe bekommen - es war eine harte Zeit gewesen.
      Die Beerdigung war längst um und Abbi hatte langsam die Wahrheit akzeptiert und gelernt damit zu leben. Er hingegen war immernoch ziemlich übefordert von seinem täglichen Leben mit dem kleinen Feuerblitz und war seit ihrer Ankunft chronisch müde. Fast wäre ihm Henry entgangen, der mit der neuen auf ihn zukam.
      "Ich möchte ihnen einer ihrer wichtigsten Bezugspersonen und eine Art Ausbilder Für Sie vorstellen, Anthony Morgan.", sprach Henry gerade, während er auf ihn deutete. Anthony zwang sich, nicht so beschissen zu wirken wie er sich gerade fühlte und setzte ein leichtes Lächeln auf, wähend er aufstand und ihr die Hand hinhielt - auch wenn er alles andere als begeistert von diesem ganzen neuen Änderungen war. Sie war eine dieser neuen Quereinsteiger, von denen sie nun häufiger welche bekommen würden. Der Grund? Es gab einfach zu wenig normale Polizeianwärter, um für die ganze Flut an Arbeit aufzukommen. Und da er nunmal eben einer der erfahrensten in ihrem Bereich war, musste er als Ausbilder herhalten.
      "Guten Morgen. Nennen Sie mich ruhig Anthony. Und Sie sind?", fragte er die Frau, während er sie musterte. Sie sah definitiv mehr aus wie eine Psychologin, als wie eine Polizistin. Eher so als würde sie mit ihrer Nase lieber in Bücher verschwinden, als die manchmal grausame Realität zu begutachten.
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      Arms as strong as the wind
      Dressed ready to kill
      Head in the clouds but feet on the ground
      With you it's all safe and sound

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    • Megan 'Meg' 'Meggy' Parker

      Ihr wurde ein wenig die Gegend in dem Revier vorgestellt. Die wichtigsten Räume waren nach dem selbsternannten Deppen die Küche und der Garten, er war somit Raucher und ziemlich Kaffeesüchtig. Nun, Mag mochte Kaffee auch, aber sie konnte ihren Tag auch ohne einen Schluck verbringen und es würde sie überhaupt nicht stören oder beeinträchtigen, doch sie wusste auch, dass ihr Job um einiges entspannter war, als so ein Tag auf dem Revier, deshalb beurteilte sie den Mann noch nicht, oder versuchte es zumindest. Leider war der Nachteil an ihrem Beruf, dass sie ständig jeden und alles analysieren musste.
      Die beiden gingen weiter und Henry stellte der Frau ihren neuen Ausbilder vor, der auf dem ersten Blick mehr als nur müde aussah. Für einen Moment war sich Meg nicht einmal sicher, ob das Lächeln wirklich ehrlich war, es war ihrer Meinung nach viel mehr aus Höfflichkeit, deshalb setzte auch sie sich ein Lächeln auf die Lippen auf und kam auf den Mann zu, der ihr schon die Hand rausstreckte. "Megan Parker.. Aber Megan reicht aus", antwortete sie und erwiederte den Händedruck, während sie den Mann musterte. Normalerweise war es so einfach, eine Person nach den ersten Sekunden komplett zu durchblicken, aber es stellte sich ihr äußerst schwierig da, sich ein Bild von ihm zu machen.
      "Vielen Dank, Henry..", bedankte sich Meg noch und drehte sich auch kurz zu dem dickeren Mann um, der sie breit anlächelte und ihr zunickte. "Ich hole Sie dann zur Pause ab!", entgegente er und drehte sich um, um in sein Büro zurück zu laufen. Bei ihm konnte die Frau definitiv sagen, wo sie stand. Es war manchmal äußerst praktisch, eine Frau zu sein, manche Herren fraßen dann einem gerne aus der Hand. "Ich hoffe doch, dass ich Ihnen angekündigt wurde..",sprach die Frau wieder und drehte sich schließlich zu ihrem neuen Ausbilder um. Ein wenig verunsicherte sie das Wort, bei dem Vorgespräch hieß es, sie würden zusammen arbeiten und nicht, er würde ihr was neues beibringen, aber noch hielt die Frau die Füße still und wartete einfach ab, was sie erwarten würde. "Ich muss ehrlich zugeben, ich habe mit Polizeiarbeit keinerlei Erfahrungen.. Aber ich habe Schwerstverbrecher betreut und einige Meinungen zu Fällen abgegeben, wenn es um die Täter geht.. So ganz ohne Erfahrung bin ich nicht, aber ich würde mich freuen, wenn Sie mich ein wenig in die Arbeit einarbeiten würden".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • |Anthony Morgan.

      Der intensive Blick der Frau entging ihm nicht, aber da sie Psychologie studiert hatte, wusste er, dass sie ihn dabei wohl gerade scannte, was ihn irgendwie unwohl fühlen ließ. Ob sie gerade bereits schon mehrere Informationen über ihn zusammen gesammelt hatte durch einen Blick? Hatte sie sich schneller als andere Menschen bereits ein Urteil gebildet?
      Er wurde aus den Gedanken gerissen, alssich die Frau umdrehte, um mit Henry zu reden. Mit einer gehobenen Hand versabschiedete er diesen, der sie auch schon prompt alleine ließ, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder der Frau vor sich fokussierte."Ja, das wurden Sie, keine Sorge." Auch wenn Anthony trotzdem noch nicht recht wusste, was er nun mit ihr machen wollte. Er war mehr oder weniger als Erfahrendster Polizist in seinem Bereich dazu genötigt, sie 'auszubilden' ohne das ihm eine Erklärung gegeben wurde, was er nun genau mit ihr machen sollte.
      "Lassen Sie uns erstmal setzen.", sagte er und deutete auf einen Stuhl, den sie sich nehmen konnte, um sich neben ihn an seinen Schreibtisch zu setzen. Geduldig wartete er, bis sie sich gesetzt hatte und trank währenddessen weiter an seinem köstlichen Lebenselixier. Als sie beide saßen, wandte er sich ihr zu und sah sie an."Zuerst möchte ich von Ihnen wissen, was Sie sich von diesem Beruf erwarten und was Ihre Hoffnungen sind. Ich bin Ehrlich zu Ihnen: Im Moment bin ich noch nicht ganz sicher, wie ich Sie zuordnen soll, weil mir keinerlei Anweisungen gegeben wurden. Aber wenn Sie mir sagen, was Sie für Erwartungen haben, werden wir sicherlich eine Lösung finden."Am Ende hatte Anthony schon einige Ideen bezüglich ihrer Einteilung, doch er wartete erstmal ab, was sie zu sagen hatte.
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      Arms as strong as the wind
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    • Megan 'Meg' 'Meggy' Parker

      Zu gerne nahm die Frau die Einladung an, sich hinzusetzen und ergriff einen Stuhl auch, um sich neben den Polizisten, aber in einem guten Abstand zu setzen. Sie betrachtete mit einem kurzen Blick alles, was sich auf dem Schreibtisch befand. Meg hatte vieles in ihrem Studium gelernt und auch viele Erfahrungen bisher gesammelt, theoretisch hätte sie auch anhand des Schreibtisches und allem, was sich darauf befand schon einiges über den Mann sagen können, aber noch hielt sie sich damit zurück. Sie hatte es sich selbst versprochen, allem eine Chance zu geben und nicht gleich alles zu verurteilen und in den Schubladen zu stecken, wie man es normalerweise in ihrem Beruf machte. Es war ein ungewohntes Gefühl der Unterdrückung, aber sie musste es schaffen und das würde sie auch, um es sich zu beweisen,
      Meg blickte zu dem Mann auf, als er wieder mit ihr sprach. Sie musterte ihn, er sah müde aus. "Nun, wenn ich ehrlich bin, dann weiß ich nicht so richtig, was ich erwarten darf.. Durch meine Arbeit mit einigen Gefangenen gab es schon einmal einen ersten Einblick in diese Kriminalität, doch es war nicht ganz ausreichend.. Ich möchte letztendlich am Ende die Polizei bei ihrer Arbeit unterstützen, indem ich verstehe oder versuche zu verstehen, was die Ursachen des kriminellen Verhaltens sind.. Ich möchte helfen, Verbrechen aufzudecken und womöglich auch mehr aus den Opfern mit bestimmten Mitteln der Psychologie rauskriegen..",erklärte die Frau und seufzte letztendlich am Ende.
      "Aber zur aller Erst möchte ich die polizeiliche Arbeit kennenlernen und alles mitnehmen, was ich mitnehmen kann.. Angefangen von den verschiedenen Bereichen, bis hin zu Vorschriften und auch vielleicht wirklichen Fällen.. das aller Wichtigste ist nur, dass ich niemandem in Weg stehe und niemanden behinder".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • |Anthony Morgan.

      Als sie sich beide setzten, fühlte sich Anthony zumindest ein Stück besser. Die Studentin wirkte nicht ganz so nutzlos und jung, wie er es erwartet hatte. Und obwohl sie studiert hatte, wirkte sie auch nicht allzu eingebildet, soweit er das beurteilen konnte. Vielleicht ließ es sich doch mit ihr einigermaßen arbeiten?
      Doch zuerst mussten sie zusammen herausfinden, was sie nun genau an Arbeit übernehmen sollte. Inwieweit ihre Erfahrungen ihr aber auch der Polizeistation helfen konnten. Sie öffnete den Mund und Anthony war froh um ihre gnadenlose Ehrlichkeit, denn genau das wollte er von ihr. Während er ihr zuhörte, trank er von sienem Kaffee, der auf seinem semi-aufgeräumten Schreibtsich stand. Viele Dokumente stapelten sich dort von abgeschlossenen und noch nicht abgeschlossenen Aufträgen. Eine kleine Blume befand sich auf dem Tisch neben seinem Computer. Ein paar kleine Notizzettel hier und dort, weil er im Moment ziemlich vergesslich war aufgrund seines Schlafmangels.
      Einen Moment fuhr sich Anthony durch's Haar und überlegte, kam dann aber zu einer Lösung. "Dann beginnen wir erstmal damit, dass ich dir den Alltag hier zeige. Ich muss demnächst auf Streife fahren. Währenddessen kann ich dir dir den Ablauf und unsere tätigkeitsbereiche erklären und vielleicht hast du das Glück, auch bereits einige zu erleben. Notfälle stehen bei uns nämlich and er Tagesordnungen, auch wenn es teilweise nur kleine sind. Und früh genug wird wieder ein richtiger Fall beginnen und ein Angeklagter wird verhört werden müssen. Und dort werden wir dann sehen, wie nützlich deine Ausbildung ist."
      Soweit der Plan. Als er geendet hatte, sah Anthony sein Gegenüber abwartend und auch abschtätzend an, während er auf deren Antwort wartete. Doch für den Moment hielt er das für den best möglichsten Plan für sie beide - improvisieren udn ändern konnten sie immernoch.
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    • Megan 'Meg' 'Meggy' Parker

      Es ließ sie das Gefühl nicht los, dass der Mann ihr gegenüber fest der Meinung war, sie wäre gerade erst aus ihrem Studium und ihrer Ausbildung rausgekommen, um nun hier zu arbeiten. Er lag damit jedenfalls mehr als nur falsch. Meg hatte schon einige Erfahrungen und beendete ihre Ausbildung vor drei Jahren, sie hatte sich bisher nur nicht festlegen können, wo genau sie arbeiten wollte. Es gab viele verschiedene Bereiche, einige sogar vielleicht ein wenig besser als andere, aber das war nicht schlimm, sie war doch noch jung genug, um sich festlegen zu können, jedenfalls vertrat sie diese Meinung. Man musste nicht zwanzig sein, um sich finden zu dürfen.
      "ich würde ich freuen, wenn Sie mich auf die Streife mitnehmen würden", bestätigte die Frau den Plan und nickte dabei auch sanft mit dem Kopf. "Beziehungsweise Du.. Dutzt man sich im Revier eher? In meiner Branche kenne ich nur das Sie, also entschuldige bitte, wenn ich es nicht sofort drauf habe". Sie war noch ein wenig .. steif, aber das lag vielleicht daran, dass ihre Aufregung keinen Stück runter gegangen war, sie war sogar noch gewachsen.
      Mag seufzte kurz und schüttelte den Kopf ein wenig. "Entschuldige, ich bin einfach nur ein wenig nervös..", sie seufzte noch einmal. "Ich mache mir wahrscheinlich viel zu viele Gedanken und komme deshalb zu steif rüber, aber das legt sich, wirklich". Sogar ein leichtes Lächeln war auf ihren Lippen zu erkennen, die Frau machte sich eindeutig immer viel zu viele Sorgen und Gedanken, wenn sie es nicht sollte..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • |Anthony Morgan.

      Das Gefühl verriet sie nicht, dem war wirklich so. Der Mann hielt sie für eine Anfängerin und eine Frau, die nicht besonders viel Erfahrung hatte, was die reale Welt anging, abgesehen von der, von der sie ihm berichtet hatte. Man musste jedoch zu seiner Verteidigung sagen, dass ihm nicht Megans zeugnis vorgelegt worden war, sondern er lediglich gerade aus ihrem Mund hatte hören dürfen, was sie unter anderem nach ihrem Studium gemacht hatte. Jedoch war Anthony nicht festgefahren, was seine Gedanken anging und war bereit, sich vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Und ob dem so war würde er bald herausfinden, denn er hatte vor, sie in alle Bereiche ihres Reviers zu führen und sie mit allem vertraut zu machen.
      Ihre Verlegenheit augrund des Siezens machte sie schon ein klein wenig sympathsicher und trotz seiner Müdigkeit stahl es ihm ein kleiens Lächeln auf die Lippen. "Wir haben hier alle keinen Stock im Arsch, wir duzen uns. Wenn du jemanden schonmal vor einer kugel beschützt hast oder zusammen einem Dieb hinterher rennst, dann hältst du dich nicht mehr mit Höflichkeiten wie siezen auf.", erklärte er dem neuling.
      Sie war wirklich ziemlich steif, was ihn seltsamerweise entspannter werden ließ. Seine Arme verschränkten sich und er musterte sein Gegenüber neugierig. "Was genau macht dich denn so nervös?" Zwar saß ihm eine Psychologin gegenüber, die normalerweise für Geld andere analysierte, aber das hieß nicht, dass es einem verboten war, auch ihre Gefühle zu hinterfragen.
      "Lass uns noch einen Kaffee holen, dann können wir fahren." Er stand langsam auf und setzte sich in Bewegung zu der kleinen Gemeinschaftsküche des Reviers, in dem Momentan nichts los war, da bereits alle schon ihren täglichen Morgen-Kaffee abgeholt hatten. Immerhin konnte sie ihm auch hier die Antwort auf seine Frage geben, das war nicht weiter tragisch. Sie würden immerhin den ganzen Tag zusammen verbringen, also hatten sie allgemein viel Zeit zum reden. Während er den Kaffee aufsetzte, sah er den Neuankömmling neugierig an.
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    • Megan 'Meg' 'Meggy' Parker

      Ja, es war ihr sogar sehr verständlich, dass es sicherlich sehr viele Gründe in einem Revier dazu gab, sich mit ‚Du‘ und nicht mit ‚Sie‘ anzusprechen, aber die Frau hätte nicht gedacht, dass man so locker mit ihr, einem Neuling vom Außerhalb umgehen würde. Jedenfalls ging jeder so mit ihr um, den sie bisher kennengelernt hatte und auch wenn sie eine kleine Abneigung hier und da von ihrem Gegenüber raushören konnte, er hatte sie bisher gut aufgenommen, jedenfalls besser, als sie sich es eigentlich vorgestellt hatte. Aber noch war der Tag jung, dies machten ihr ihre Gedanken deutlich.
      „Nun“, fing Meg an und blickte vom Schreibtisch wieder zu dem Mann rüber. Er sprach von Kaffee, allein dieses Wort zauberte der Frau ein Lächeln auf ihr Gesicht und sie nickte, bevor sie sich erhob und dem Mann folgte. Es war eine kleine Küche, in der sie sich aber vorstellen konnte, wie viel am Morgen los sein musste, denn Kaffee war für die meisten ein Grundbaustein zum Überleben. „Ich will hier niemanden zu nah treten, aber ich hab mit deutlich mehr Ablehnung gegenüber meiner Person gerechnet... in dem anderen Revier, in welchem ich ebenfalls angefragt und mich beworben hatte wurde mir doch gleich direkt am Anfang eine Predigt gehalten, weshalb Menschen mit meinen Qualitäten hier fehl am Platz wären.. außerdem traf ich in der Hochsicherheitsanstallt, in welcher ich zuvor gearbeitet hatte nur auf Ablehnung gegenüber meines Geschlechts, weil man der Meinung ist, ich sei als Frau nicht dafür geschaffen, mich mit Kriminellen zu beschäftigen..“. Sie seufzte kurz und schüttelte den Kopf, bevor sie ihren Blick auch wieder erhob. „Ich hatte natürlich mit den gleichen Ablehnungen hier gerechnet, bin aber positiv überrascht, dass du mir bisher nicht das Gefühl gibst, als wäre ich fehl am Platz“. Es sprach der normale Mensch aus ihr, nicht die Psychologin und Analytikerin, die sie normalerweise an den Tag legte. „Nun, vielleicht haben auch viele die Angst, ich könnte sie wie ein offenes Buch lesen, aber da kann ich dich beruhigen, so etwas mach ich nicht.. nicht absichtlich jedenfalls“.
      Das sanfte Lächeln auf ihren Lippen unterstützte die Unschuld in ihrer Stimme.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lucy-chan ()

    • |Anthony Morgan.

      Allgemein gab es viele Gründe für den manchmal etwas rauen Ton im Revier, an den sich Neulinge oder eben "Neunmalkluge" alias Studierende wie Meg gewöhnen mussten. Anthony wiederum konnte sich keinen besseren Umgangston vorstellen, denn eine Sache gab es hier, die es an wenigen Arbeitsplätzen gab: Schonungslose Ehrlichkeit. Manchmal tat es weh, aber es war besser, als eine Lüge.
      Das sie anscheinend genauso Kaffee süchtig war, wie jeder hier in dem Revier. Zumindest in dem Punkt passte sie hier schonmal ganz gut rein.
      In der Küche angekommen machte Meg etwas, womit der Mann nicht gerechnet hatte: Auch sie war schonungslos ehrlich. Also tat er das gleiche:"Ich bin ehrlich mit dir: Auch hier hat keiner Luftsprünge gemacht, als sie erfahren haben, dass eine Psychologin bei uns anfängt zu arbeiten, ich auch nicht. Die meisten sind der Meinung, dass diejenigen die >jahrelang wie Kleinkinder in Reihen sitzen und nur Sachen auswendig gelernt haben< einfach nichts drauf haben. Auch ich weiß nicht wirklich, was ich von dir halten soll. Aber es ist mein Job, dich einzuweisen und ich hasse selbst Menschen mit Vorurteilen, also versuche ich das ganze etwas vorurteilsfeier anzugehen. Was aber dein Geschlecht angeht, kann ich dich gleich beruhigen: Klar, es werden ab und zu mal Witzchen gerissen über Frauen, aber hier arbeiten auch einige Frauen, die knallharter sind als viele Kerle. Gerade Gloria, die auch in unserer Abteilung ist, ist hart wie ein Hund. Von der können sich noch einige Angsthasen 'ne Scheibe abschneiden.", erklärte Anthony frei heraus, weil Megan es verdient hatte, zu wissen, was Sache war.
      "Du warst also in der Hochsicherheitsanstalt? Wie war es da?", hakte Anthony nach, denn das interessierte ihn wirklich.
      Ihre Worte waren so ehrlich, dass er ihr Glauben schenkte, aber gleichzeitig kam dabei eine Frage in ihm auf. "Wie ist das, wenn man soviel über die menschliche Psyche gelernt hat? Ist es schwer, das ganze abzustellen und einfach mal 'normal' zu sein?", fragte er. Denn er kannte es ja selbst: Er war ein Cop. Und auch wenn er abends nach hause ging, war er noch ein Cop. Und auch wenn er mal ausging, war ein Cop - und jedes Mal, wenn er etwas 'verdächtiges' sah in jeglicher Weise, dann wurde er sofort aufmerksam und seine Hand ging zu seiner Hüfte, wo seine Pistole sonst saß. Das war einfach nicht abzustellen, besonders, wenn man schon soviel erlebt und überlebt hatte wie Anthony. Der Kaffee war fertig und er reichte der Frau ihre Tasse. "Zucker und Milch stehen immer da."; erklärte er und deutete auf besagten Dinge, die direkt neben der kaffeemaschine standen. er selbst schüttete sich nur eine kleine Menge Milch hinzu, mehr brauchte er nicht. Oft trank er seinen Kaffee auch schwarz.
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    • Megan 'Meg' 'Meggy' Parker

      Die Ehrlichkeit verwunderte nicht nur den Polizisten, auch die Frau war sichtlich überrascht, dass auch er ehrlich zu ihr war. Ein zartes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen und sie schüttelte sanft den Kopf, als er ihr erklärte, dass die meisten der Meinung sind, sie habe nichts drauf, weil sie studiert hatte. Es war ein Vorurteil, welches viele der Leute hatten, wenn sie sich vorstellte und aussprach, was sie bisher gemacht habe, aber es beruhigte Meg wenigstens, dass ihr Geschlecht nicht das größte Problem sein würde. Sie war hart im Nehmen, da konnte sie auch mit Männern gut konkurrieren, aber nur wenn sie dies auch zulassen, hier war es aber scheinbar normal.
      Meggy griff zu ihrer Tasse Kaffee und roch dran, sie tat es gerne und konnte so sehr gut unterscheiden, ob es sich um einen billigeren oder hochwertigeren Kaffee handelte. Dieser war gar nicht mal so schlecht, er roch sehr intensiv.. Das Revier hatte scheinbar Geld, um es ihren Mitarbeitern bieten zu können. Bei der nächsten Frage des Mannes sah die Brünette auf und musterte ihn für einen Moment. "Es war interessant...",antwortete die Frau kurz und hielt ihre Tasse in beiden Händen fest. "Ich konnte mit vielen Menschen sprechen, die nicht umsonst in der Hochsicherheitsanstalt gelandet sind.. Psychopathen.. Mörder.. Menschen mit Problemen, die ein einfacher Bürger gar nicht verstehen kann.. Es war interessant sich mit ihrer Denkweise auseinanderzusetzen, auch wenn ich zugeben muss, dass es einiges gab, was ich selbst erst einmal verdauen musste". Sicher gab es niemanden, der sie alle verstehen konnte, der nicht selbst irgendwie verrückt war, und sicher erging es anderen nicht anders, als es Meg ergangen war.
      Die Frau nahm einen kleinen Schluck des Kaffees und betrachtete ihren neuen Partner, während er ihr die nächste Frage stellte. "ich bin sicher nicht normal und kann es nicht werden",antwortete sie hingegen und lächelte ein wenig dabei. "Ich kann ja eine Gegenfrage stellen.. Kannst du es abstellen ein Cop zu sein? Ich denke, auch ein Arzt kann es nicht abstellen, ein Mediziner zu sein.. Und ich kann es nicht abstellen, alles analysieren zu wollen, was die Menschen tun.. Doch ich gebe mir die größte Mühe es nicht zu tun und den Menschen kein Gefühl zu vermitteln, dass ich sie analysiere und in Schubladen stecke..". Es gehörte zu dem Job immer dazu, auch wenn man sich bemühte, die meisten Menschen scheiterten dran.
      "Wie läuft es eigentlich so ab? Bist du nur für den Kleinkram auf den Straßen zuständig, oder auch für die größeren Fälle,wie Mord? Wie läuft es in einem Revier denn so?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • |Anthony Morgan.

      Der Duneklhaarige hielt sich an seine Worte, aus mehreren Gründen. Der Hauptgrund war vermutlich, weil er es selbst verabscheute, angelogen zu werden. In der Vergangenheit hatte er viele schlechte Erfahrungen machen müssen, die ihn zu dem gemacht hatten, was er war, aber die ihn auch dazu gebracht hatten, eine Antipathie gegen Lügen zu entwickeln. Deswegen hatten es die Kriminellen auch besonders schwer bei ihm, die erst meinten, ihn anlügen zu müssen, bevor sie dann mit der Wahrheit rausrückten. Umso effektiver war jedoch dann auch seine Befragung bei gerade diesen, wenn auch wohl etwas härter. In dem Szenario war er dann wohl eher "der böse cop", wenn es um Klischees ging.
      Anthony beobachtete seine neue Kollegin, wie sie an ihrem Kaffee schnupperte. "Unser Kaaffee ist wirklich gut. Früher hatten wir einen so miesen Kaffee, dass man genauso gut braun gefärbtes Wasser hätte trinken können, aber nachdem sich soviele beschwert haben, hat das Revier zum Glück nachgegeben.", erklärte er ihr.
      Als die Frau ihm gegenüber den Mund öffnete, hörte er ihr neugierig zu und musste schon bei ihren ersten Worten etwas schmunzeln. 'Interessant' hm? Das war der Cousin von Nett und nett war der kleine Bruder von scheiße. "Und konntest du dich mit ihnen 'normal' unterhalten oder war dies bei ihnen gar nicht möglich? Hat es dir bei deiner Arbeit weitergeholfen?" Anthony selbst hatte schon Erfahrungen mit Opfern, aber auch mit Mördern gemacht, die ein Trauma erlitten hatten und so in sich gekehrt waren, dass sie nicht ansprechbar waren. Oder anders herum - sie waren vollkommen verrückt geworden. Es war ein seltsames Gefühl, solchen menschen gegenüber zusitzen und auch er selbst hatte schon versucht, sich in diese herein zu versetzen - meist eher vergebens.
      Die Gegenfrage ließ Anthony's Mundwinkel zucken. "Lustig, genau die gleiche Frage habe ich mir gerade auch gestellt und habe festgestellt, dass ich es nie könnte. ich glaube wir sind alle irgendiwe in unseren Köpfen immer mit unserem beruf verbunden, besonders, wenn wir uns in diesem wirklich bemühen.", entgegnete er. Er trank selbst einen Schluck von seinem Kaffee, bevor er sich langsam in bewegung setzte in Richtung Des Ausgang und dann seines Streifenwagens. Er machte nur noch einen kurzen Abstecher an seinem Platz, um seine Jacke anzuziehen und seine Sachen zu holen.
      "Meistens nur für den Kleinkram. Die ganz großen Fische werden meistens dem CSI überlassen. Aber ab und zu dürfen auch wir mal ran und haben dann auch mit Mördern und Mehrfachverbrechern zu tun. Meistens sind es jedoch eher Kleinverbrecher, wie zum Beispiel ladendiebstahl, Gewalt, Einbruch, Streitereien.", erklärte er. An seinem Streifenwagen angekommen schloss er die Tür auf, stellte seine Tasse in die passende Halterung und wartete, bis Megan sich ebenfalls gesetzt hatte, ehe er schließlich losfuhr.
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      Head in the clouds but feet on the ground
      With you it's all safe and sound

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    • Megan 'Meg' 'Meggy' Parker

      "Ich merke schon, dass dieser deutlich besser ist als der, den ich in der Anstalt trinken musste", sie lächelte ein wenig und schüttelte sanft den Kopf. "Wir bezahlen so viele Steuern, von denen diese Gefängnisse und Co. unterhalten werden.. Da ist doch bestimmt ein guter Kaffee drin!". Es war nicht ganz ernst gemeint, sie fühlte sich langsam immer wohler und dazu gehörte auch mal so eine Bemerkung. Letztendlich zuckte aber die Frau mit den Schultern und probierte den Kaffee, er war wirklich gut.
      "Ich konnte mich mit sehr vielen ganz normal unterhalten, auch wenn normal bei denen eine ganz andere Definition ist.. ",erzählte Meg auf die nächste Frage hin und lächelte ein wenig zurückhaltend. "Es hat mir aber sehr dabei weitergeholfen zu verstehen, wie es zu einigen Fällen kam.. und was die Menschen eigentlich für Gründe haben, etwas für uns so grausames zu tun.. Für manche der Psychopathen war das Gespräch mit mir wie eine Befragung zu ihrem Leben.. Sie malten sich aus wie es sein würde, wenn ich damit ein Buch schreiben würde.. Sie wollten groß rauskommen, da kommt mir noch heute die Gänsehaut raus..". Ihre Ärmel waren ein wenig hochgerutscht und tatsächlich konnte man eine leichte Veränderung ihrer Haut erkennen. Doch, letztendlich beließ sie es dabei und konzentrierte sich stattdessen auf ihren Gesprächspartner.

      "Nun, wenn man bedenkt, dass wir sehr viel Zeit in unserem Job verbringen ist es gar nicht so merkwürdig..",bemerkte sie an und schnappte sich auch ihre Tasse, um dem Mann zu folgen. Sie erwartete es nicht, dass sie direkt mit in den Wagen steigen und mitfahren durfte, aber innerlich freute sie sich wie ein kleines KInd über die Tatsache, dass es nun endlich mit einer Zusammenarbeit klappte. Wie man sah, wurde Megan auch deutlich lockerer und entspannte ihre bisher sehr angespannten Muskeln.
      "Bist du denn mit der Position hier zufrieden, oder würdest du gerne aufsteigen? Vielleicht in die CSI wechseln?". Sie wurde neugieriger, aber das durfte sie auch sicherlich, der Mann würde ihr bestimmt schon die Grenze zeigen, wenn Meg diese erreichen würde. Sie stieg in den Wagen und schnallte sich an, ihr Blick ruhte aber noch immer auf dem Mann, denn sie war auf eine Antwort gespannt.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • |Anthony Morgan.

      Der Mundwinkel des Polizisten zuckte etwas, ehe er zustimmend nickte. "Der Meinung waren wir auch. Und da jeder zweite Polizist mindestens koffeeinsüchtig ist und diese braune Flüssigkeit als Lebenselixier sieht, blieb ihnen am Ende auchh keine Wahl, als das zu tun. Bei dem billigen Kaffee hat bei manchen sogar die Arbeitsqualität gelitten.", erklärte er der Frau neben sich.
      Anthony selbst mochte den Kaffee zwar auch sehr gerne und er gehörte definitiv zu seinem Morgenritual, aber sein Tag war nicht komplett im Eimer, wenn er ihn nicht sofort nach dem Aufstehen bekam. Da waren viele hier anders, aus diesem Grund der gute Kaffee - aber es war ja auch nur zu seinem Vorteil.
      Die Worte der Frau waren interessant, doch gleichzeitig war es für den Mann teilweise schwierig, sich vorzustellen, was sie ihm gerade erzählte. "Was war der häufigste Grund für ihre Grausamkeiten?" Er selbst war kein ausgebildeter Profiler, aber er war gut darin, eins und eins zusammen zu zählen. Seine Fähigkeiten reichten definitiv weit genug, um die meisten Fälle ohne große Probleme zu lösen. Doch das Verständnis für die Täter war etwas, was ihm nicht leicht fiel. Besonders, aufgrund seiner eigenen Erfahrungen und seiner Vergangenheit fiel es ihm manchmal schwer, so objektiv zu bleiben, wie er es sein sollte.
      Sein Blick fiel auf den Arm der anderen und ihm fiel die tatsächliche Gänsehaut darauf auf.
      "Vielleicht solltest du wirklich ein Buch darüber schreiben.", sagte er scherzend. Natürlich wusste er um die ärtzliche Schweigepflicht, aber solange man Namen austauschte, wäre es durchaus möglich, dies zu tun. Es gab immerhin schon einige Bücher solcher Art. Manche davon befanden sich auch im Bücherregal des Mannes.

      "Das ist wohl wahr. Ichh habe oft das gefühl, ich bin nur außerhalb meines Berufes wenn ich schlafe." Und selbst dann fühlte er sich manchmal unruhig. Nur selten hatte er einen tiefen Schlaf und war am nächsten Morgen richtig ausgeruht - und seitdem er auf die Kleine aufpassen musste, war das ganze nicht unbedingt besser geworden.
      Im Auto angekommen kam gleich schon eine Frage von Megan, mit der er gar nicht gerechnet hatte und die ihhn zudem auch überforderte in gewisser Weise. Er fuhr sich nachdenklich durch den dichten Bart. "Sagen wir es anders: Ich bin nicht unzufrieden hier. Aber vollends glücklich bin ich auch nicht." Er hatte Pläne gehabt, aber die waren ja nun kaputt. Mit der Kleinen im Haus musste er einiges an seinem Leben ändern und war noch immer nicht so recht im Alltag angekommen. Würde es vielleicht auch nie.
      Jetzt jedoch fuhr der Mann erstmal los und begann, eine seiner typischen Routen abzufahren. "Wenn du schon einmal bei sowas dabei warst, muss ich dir ja nicht erklären, was genau wir tun und warum wir es tun." Das erleichterte einiges.
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      Arms as strong as the wind
      Dressed ready to kill
      Head in the clouds but feet on the ground
      With you it's all safe and sound

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    • Megan 'Meg' 'Meggy' Parker

      Ein wenig lächelte die Frau, als der Mann sie nach dem häufigsten Grund für die Grausamkeiten fragte. Das war genau ihr Ding, ihr Themenbereich. "Aufmerksamkeit.. Das war mit der häufigste Grund dafür, dass sie so etwas taten.. Meistens steckten irgendwelche Störungen und schlechte Kindheiten dahinter.. Viele von den Insassen wurden als Kind missbraucht oder erfuhren Gewalt im Familienhaus.. Es ist natürlich nichts, was das Verhalten entschuldigen würde, aber damit kann man das Verhalten ein wenig nachvollziehen..". Die Faszination von Meg über die menschliche Psyche und über Kriminelle stieß bei vielen Menschen auf Abneigung und auf Zurückhaltung, was man sicherlich irgendwie verstehen konnte, doch bisher wollte keiner so richtig sie verstehen und nachvollziehen, dass sie es einfach interessant fand. Viele stempelten sie als psychisch gestört ab, aber die Brünette hat gelernt, damit klar zu kommen.
      Über seine Bemerkung konnte Meg nur schmunzeln, sie hatte aber wirklich schon mal mit dem Gedanken gespielt, ein Buch anzufangen.. Die Zeit fehlte nur, aber irgendwann würde sie diese sicherlich finden und all das aufschreiben, was sie begeisterte..

      Meg bemerkte, wie unwohl sich der Mann mit der von ihr gestellten Frage fühlte und sie biss sich auf die Zunge. Viel zu oft war sie einfach viel zu direkt, viele kamen damit wohl weniger klar, als sie selbst. Anscheinend besaß sie wirklich die eine oder andere Macke.. "Wenn ich dir zu direkt bin, musst du es nur sagen.. Manchmal vergesse ich mich mitten im Gespräch und vergesse dann auch, dass viele Menschen gar nicht so offen sind, wie ich es mir wünsche..". Sie lächelte den Mann sanft an, um sich zu entschuldigen und beließ es einfach bei seiner Antwort, auch wenn sich in ihrem Kopf schon weitere Fragen einreihten. 'Immer mit der Ruhe' ermahnte sie sich im Kopf und betrachtete stattdessen die Gegend, wie sie es schon einmal erklärt bekommen hat. "Ich frage einfach, wenn ich irgendwie nicht klarkomme oder etwas nicht verstehe..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • |Anthony Morgan.

      Am Ende war jeder Mörder individuell; jeder Mord sollte einzeln gehandhabt werden sofern es kein Serienmörder war, weswegen es Verbindungen zwischen den Morden gab. Aber so oder so - man sollte jede Opfer würdigen und jeden Mord aufklären, so simpel er auch sein mochte. Am Ende war es schwer, den häuigsten Grund zu nennen für Morde, zumindest war das Anthony's Meinung; denn es gab soviele. Trotzdem bekam er eine Antwort auf seine Frage, die jedoch nicht wirklich befriedigend war. Aber es gab wohl keine Antwort, die ihm in dem Punkt befriedigen könnte. "Nachhvollziehen."; wiederholte Anthony mit nachdenklicher Stimme.
      "Ja, das ist der Punkt, in dem viele Menschen von Natur aus scheitern, aber ich glaube auch, dass man versuchen muss, Mörder nachzuvollziehen, gerade wenn man darauf hofft, dass sie therapiert werden können und zumindest teilweise gehilt. "Umso trauriger ist es, dass solche Gräueltaten eigentlich nur entstehen, weil Menschen Aufmerksamkeit wollen." Man sollte meinen, es gäbe schlimmere Gründe dafür, das Leben eines anderen Menschen zu b" eenden, aber das es tatsächlich sowas simples war, war bitter und auch beschissen.


      Als auf ihre ebenso direkte Frage eine ebenso direkte "Die Offenheit stört mich nicht. Es ist eher, dass ich mir gerade selbst Gedanken über diese Frage mache und sie gerade schiwerig zu beantworten ist." Ich hatte nicht vor zu erklären, warum das der Fall war, denn der Grund dafür war etwas, dass ich auch vor dem Revier geheim hielt. Es war noch zu frisch; zu chaotisch und zu neu für ihn selbst, als das er anderen davon erzählen konnte.
      Sie waren mittlerweile in dem Distrikt angekommen, in dem Anthony meistens seine Runden drehte. "Tu das. Ich werde dir jede Frage so gut ich es kann beantworten." Am Ende war das immernoch sein Job und auch wenn er selbst noch nicht wusste, was er genau von seiner neuen 'Mitarbeiterin' oder 'Kollegin' halten sollte, so hatte sie es doch zumindest verdient, alles gezeigt zu bekommen. Der Blick des Polizisten glitt durch die Gegend. ehe er etwas verdächtiges entdeckte. "Das ist in dieser Gegend leider häufig der Fall."; erklärte Anthony, während er auf ein Jugendlicher zeigte, dass verdächtig hektisch hin und her sah und seinen mantel eng um sich hielt, als er gerade einen Klamotten-Laden verlassen hatte. Selbst 200 Meter gegen den Wind könnte An sogar noch riechen, dass dieser Junge Mann etwas geklaut hatte.
      Da es jedoch zuviel Aufmerksamkeit erregen würde, nun das Blaulicht anzumachen und den jungen zu verfolgen, stellte er den Wagen stattdessen ab und stieg aus. "Komm, folgen wir ihm." der Mann schloss den Wagen ab, als sie beide ausgestiegen waren und begann, dem Jungen hinterher zu laufen.
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      Arms as strong as the wind
      Dressed ready to kill
      Head in the clouds but feet on the ground
      With you it's all safe and sound

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    • Megan 'Meg' 'Meggy' Parker

      Lange musste Meg nicht warten, bis sie etwas zu sehen bekam. Innerlich erfreute es sie, immerhin wollte sie ihren neuen Job kennenlernen und auch etwas sehen, was dazu gehörte. Sie blickte durch die Gegend, entdeckte den Jugendlichen, den Anthony für verdächtig hielt und musterte ihn. er drückte seinen Mantel noch enger an sich, verließ gerade den Klamottenladen.. Megan konnte eins und ein zusammenrechnen, sie schaffte es herauszufinden, was er wohl darunter verbarg. Ein wenig wunderte es die Frau, dass die Schranken des Ladens nicht alarmierten, aber der Laden sah auch nicht so aus, als könnte er sich teure Sicherheitsmaßnahmen leisten.
      Mit einem Nicken stieg die Frau aus dem Auto und schlug zwar die Tür zu, machte es aber mit weniger Krach, um den Jungen nicht zu verschrecken. Sie hielt das Tempo ihres Ausbilders und war bereit Anweisungen zu folgen, falls sie es tun musste. Sie hatte keinerlei Erfahrung mit so etwas, oder mit irgendwelchen Kampfkünsten.. Sie hielt nicht einmal eine Waffe in ihrer Hand, aber sie konnte beobachten und zur Not auch schnell rennen. Sie würde den jungen Mann sicherlich einholen können, wenn es nur nötig war..
      "Wie lange werden wir ihm hinterher laufen?",fragte Meg ein wenig ruhiger und beobachtete den Jungen noch immer, sie wollte nichts verpassen und ihn nicht aus den Augen lassen. Interessiert war sie allemal, mitten in einer Jagd befand sie sich noch nie..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • |Anthony Morgan.

      Er hatte nicht unbedingt viel erwartet, als er los gefahren war, doch anscheinend hatte sie heute Glück - sofern man es Glück nennen konnte, wenn man einen kriminellen Jugendlichen auf frischer Tat ertappte. Aber zu Anschauungszwecken kam dieser ihm ausnahsmweise ganz gelegen.
      "Das ist jedem selbst überlassen. Wir können ihn konfrontieren sofort, doch dann besteht die chance, dass er wegläuft. WIr können auch warten, bis er irgendwo stoppt oder gar ihm nach Hause folgen, um gleich mit seinen Erziehungsberechtigten sprechen zu können, was wir sowieso müssen.", erklärte der Mann der Psychologin in Flüsterstimme, während sie besagten Jugendlichen in einem Sicherheitsabstand folgten. Noch schien er sie nicht entdeckt zu haben, was verwunderlich war, da er sich immernoch ziemlich unwohl zu fühhlen schien.
      "Wir versuchen mal Variante Nummer 1, mit der Chance, dass er....Shit, er hat uns gesehen."
      In dem Moment in dem Anthony zu seiner neuen Kollegin sprach, sah sich besagter junge Mann um und entdeckte wohl Anthony's Marke an seinem Gürtel -die er schon bewusst nicht auffällig trug - oder empfand sie einfach als verdächtig, weil sie hinter ihm liefen und tuschelten. So oder so - er rannte los.
      "Lauf!", sagte er während sein Körper sich bereits schneller bewegte. Er war kein Ferrari, aber auch er konnte relativ schnell beschleunigen. Das hier war nicht seine erste Verfolgungsjagd.
      Leider war es auch wohl nicht die erste des Kleinkriminellen, denn als er sah, dass sie ihm folgten, warf er filmreif Mülltonnen um oder schubste Leute, um schneller voran zu kommen. Anthony sprang über die Mülltonnen und schlängelte sich geschickt an den Leuten vorbei oder hielt sie sogar noch vom fallen ab, indem er sie kurz in die andere Richtung wiedeer schubste. Das Adrenalin floss durch seine Adern. Er hatte eine Hassliebe für diesen Teil der Arbeit, aber eines konnte man definitiv sagen: Er sparte sich oft das Fitnessstudio. Soviel, wie er sich in seinem beruf bewegte, konnte er sich das meistens sparen. Ab und zu schaute er nach hinten um sich zu vergewissern, dass Megan immernoch bei ihm war, während er gleichzeitig den Jungen im Auge behielt, zu dem er Stück für stück aufholte.
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      Arms as strong as the wind
      Dressed ready to kill
      Head in the clouds but feet on the ground
      With you it's all safe and sound

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    • Megan 'Meg' 'Meggy' Parker

      Es war eigentlich recht klar, dass es nur die beiden Möglichkeiten gäbe: Entweder zu Konfrontieren, oder zu Verfolgen. Anthony wollte die erste Variante wählen, diese empfand die Frau als schlauer, immerhin sah sich der junge Mann schon mehrmals sehr verdächtig um, er würde sie früher oder später erkennen und weglaufen, da war die Konfrontation sofort irgendwie besser.
      Leider bemerkte der Junge die beiden früher, als gewollt und er fing an zu laufen. Ihr neuer 'Partner' musste ihr nicht andeuten, dass sie laufen sollte, die Frau tat es von selbst. Mehrmals die Woche war sie Laufen, Ausdauer und Kondition waren ihr somit keine fremden Begriffe. Sie brauchte auch nicht wirklich viel, um sich an Anthony zu heften, hielt aber dennoch einen gewissen Abstand, um dem Mann nicht allzu nah zu kommen.
      Der junge Mann war schlauer, als Meg es gedacht hätte. Er wollte weglaufen und tat dafür auch alles, er warf Sachen um, schlängelte sich durch die Menge, er gab sein Bestes. In diesem jungen Alter konnte er bestimmt auch deutlich länger laufen, als der Polizist und die Psychologin, er war sicherlich um die zehn Jahre jünger. Sein Weg führte ihn zum Markt, in welchem es nur wimmerte vor Menschen. Er ging unter, dafür musste die Frau auch kurz anhalten und sich umsehen. Zu viele Menschen, zu wenig Platz, zu viele Stände auf einem kleinen Fleck. Die Psychologin wollte fluchen, sie wollte ihn nicht verlieren, es war der erste Kriminelle, den sie schnappen durfte.. Hoffnung blickte auf, als sie ihn doch in der Menge wiedererkannte und weiter lief. Adrenalin schoss durch ihren Körper und wenn sie ehrlich war, so schlecht war es gar nicht für den ersten Tag. Zum Glück hatte sie die gemütlicheren Schuhe ausgesucht.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."