♡♥ Thedas - Red String of Fate ♥♡ [Fenris&Rheira]

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    • ♡♥ Thedas - Red String of Fate ♥♡ [Fenris&Rheira]

      @'Rheira'

      |Vorstellung.

      |Cahelan Lemael.


      Krach. Der junge Elf landete mit einem lauten Geräusch auf einem der alten Holzschränke im Anwesen seines Meisters, der nach all den Jahren und ohne viel Liebe dann seinen Geist aufgab und unter Cahelan zerbrach. Der sowieso schon blutig und blau geschlagene Mann lag für einen Moment in den Trümmern des sicherlich damals teuer gekauften Stück Interior, dass nun nichtmal mehr als solches identifizierbar war, während die Welt vor seinen Augen begann zu verschwimmen - aber nein, er durfte nicht ohnmächtig werden!
      "Du wagst es, mir, deinem Meister, zu widersprechen?!", donnerte die Stimme seines Meisters durch den Raum und passend zu seiner Sitmme hörte Cahelan das Flimmern eines Blitzes, der sich gerade in dessen Hand sicherlich begann zu materialisieren. Sein Meister, Mahiric GranCallister war einer der einflussreichsten Magister in ganz Tevinter - und das wusste er; das konnte man deutlich an seinem übergroßen Ego und seiner noch größeren Arroganz merken.
      Schon seit er sich erinnern konnte, diente der Elfe diesem und seiner Familie - und so wie heute sah fast jeder Tag in diesem Haus aus. Wobei er ihn nicht immer windelweich und blutig schlug wie heute; nur eben dann, wenn Cahelan mal wieder den Klappe zu weit aufriss...was doch wiederum ziemlich häufig passierte. Aber heute war mal wieder ein besonderer Tag, denn Mahiric's Gattin war nicht im Haus, die ihren Mann das ein oder andere Mal zurückhielt, bevor er soweit wie heute gehen konnte. Sie war selbst sicherlich keine Heilige, aber war allemal besser und einfühlsamer als ihr Mann..was aber auch keine Schwierigkeit war.
      Der Blitz - er raste auf Cahelan zu und dieser wusste, würde ihn der Blitz treffen, würde er endgültig in Ohnmacht fallen und weitere Brandnarben davon tragen. Unter schmerzvollen Keuchen entklomm er dem Chaos aus Gebrochenen Holz und Metal, dass den schrank darsgestellt hatte - und rannte, so schnell ihn seine aufgerissenen und brennenden Füße und Beine trugen.
      "WARTE, DU MISSGEBURT EINES ELFEN!" - doch der Blitz traf ihn nicht und auch nicht das Buch, dass sein Meister nach ihm warf. Stattdessen entkam er aus dem Raum, in dem Mahiric ihn meistens bestrafte und auch 'züchtigte'. Er ging die Treppen so schnell herunter, dass man es fast eher als fallen bezeichnen konnte - doch die ein oder andere Schramme mehr würde nun auch nichts mehr ändern. Mit einem Wums riss er die schwere Metalltür auf, die das Anwesen von der Außenwelt trennte und rannte so schnell er konnte über den hübschen Steinweg, kletterte über das Eisentor, dass zur Straße führte und rannte weiter, ohen sich noch einmal umzusehen - einfach nur weg. Sein Sichtfeld war immernoch schwummrig und es besserte sich nicht, nein, es wurde immer schlimmer. Die Schmerzen nahmen ebenso zu und irgendwann war es nur noch ein Feuerwerk an Schmerzen in seinem Körper - doch trotzdem rannte er weiter, ohne Orientierung. Ohne wissen, wo er mittlerweile gelandet war. Doch das kümmerte ihn nicht -denn alles war besser als die Hölle, die sich sein Zuhause nannte. Doch irgendwann ertrug sein Körper die immer wiederkehrenden Wellen an Schmerzen nicht - zu oft war die Peitsche, die Faust und kleine Zauber seines Meister auf ihn nieder geprasselt. Ohne noch etwas daran ändern zu können flatterten seine Augenlider und schlossen sich, während sein aufgerissener Körper auf dem dreckigen Boden aufschlug - und alles um ihn herum wurde schwarz.
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    • Karna Zinovia

      Das Imperium von Tevinter, das am längsten bestehende Reich Thedas. Wunderschön und verachtet, wie die Menschen welche in diesem Land ihr Dasein fristen. Während sich die Reichen im Ruhm und Glanz sonnen, durch leiden die Ärmsten Höllenqualen, welchen höchstens die Elfen in den Gesindelvierteln anderer Regionen teilweise nachempfinden können. In diesem Reich herrscht ein rauer Wind und wer nicht ebenfalls zum Sturm gehört, wird davon geweht und wenn er Glück hat, vielleicht in ein anderes Land verschlagen, oder aber er stirbt jämmerlich. Magie, Reichtum und Ansehen ist in diesem dunklen Königreich Alles und jedes nicht Magiebegabte Wesen endet kläglich.
      Hier in den weiten Tiefen von Minrathous, im hintersten Teil der Stadt existiert ein kleines Licht der Hoffnung. Für die meisten kaum sichtbar, für die Leidenen ein flackernder Schein in der Dunkelheit.
      Eine kleine Arztpraxis in einem winzigen Haus, welche beim Adel nur Spott hinterlässt, aber auf Grund des Besitzers geduldet wird.
      Karna Zinovia ein Adliger Magier aus der Blutlinie des legendären Hessarian und Erbe des Hauses Zinovia als ältester Sohn, betreibt dort sehr zur Missachtung seiner Familie eine Art Krankenhaus.
      Das Magiertum der Zinovia ist mächtig und hoch angesehen, weshalb der Frevel des Erben des Hauses mit sehr viel Abscheu geduldet wird. Geistheiler wie es Karna einer ist, ist ein hoch angesehener Zweig der Magie. Zu einer oberflächlichen Heilung ist zwar fast jeder Magier fähig, allerdings beziehen Geistheiler ihre Macht von den guten Dämonen des Nichts und sind in der Lage die höchsten Heilzauber von allen zu wirken. Kein Wunder, dass in anderen Reichen die Templer wie Wilde Jagd auf diese Magier machen. Immerhin ist ihre Verbindung zum Nichts sehr stark und der Kontakt zu Dämonen, welche versehentlich auf die andere Seite des Schleiers geholt werden können, omnipräsent.
      Nur warum wird ein solcher Magier gerade in Tevinter verachtet? Nun seine Praxis ist einzig ausgelegt für die Ärmsten des Reichs und vor allem für die Sklaven mächtiger Magister. Karna verlangt weder Geld noch stellt er andere Forderungen an seine Patienten.
      Ein tiefer Schlag für den Stolz der mächtigen Magier des Reichs.
      ...
      Niemand weiß, wie lang diese Güte geduldet wird.

      "Herr Zinovia, Sie sollten sich ausruhen.", murmelte der zierliche Elf an der Seite des schönen Mannes neben ihm, welcher so gar nicht in diese Gegend passte. Sein langes fast weißblondes Haar, welches er zu einem hohen Zopf gebunden hatte für seine Arbeit und die eisblauen Augen, ließen ihn nur noch aristokratischer wirken. Seine Haut im Gegensatz zu seinen Patienten makellos, ebenso wie seine komplette Erscheinung. Die meisten Magier waren nicht sehr muskulös, doch wirkte Karna fast ein wenig weiblich mit seiner Haarpracht und dem feinen Gesicht, wäre da nur nicht sein loses Mundwerk.
      "Hab ich nicht gesagt, dass du mich so nicht nennen sollst? Sonst komme ich mir vor, als wäre ich für den Mist verantwortlich, denn man euch antut", antwortete der blonde Mann und blickte den jungen Elf an seiner Seite fast vorwurfsvoll an. Serion der zarte Elf mit den wuscheligen blonden Haar und den grünen großen Augen, stand schon seit langem im Dienst von Karna. Allerdings nicht als Sklave sondern als Helfer, seit ihn der Magier von der Straße aufgelesen und gesund gepflegt hatte. Er war von seinem damaligen Meister praktisch zu Tode geprügelt worden und konnte sich gerade noch aus dem Haus retten. Glücklicherweise hatte der Magister sein Eigentum nicht geltend gemacht und so konnte Serion an der Seite von Karna bleiben. Ein Umstand den der Blondschopf zwar nicht unbedingt begrüßte, da Serion zu Beginn mehr Medikamente hatte fallen lassen, als das er ihm hilfreich war, aber er akzeptierte den guten Willen des Elfen.
      "Ich werde mir einige Zutaten kaufen, pass auf die Patienten auf und bitte, fasse nicht wieder meine Tinkturen an. Ich werde dein Haar nicht noch einmal färben, nur weil sie plötzlich rot geworden sind.", ermahnte Karna seinen Helfer, welcher beschämt lachend zur Seite blickte. Der Magier schüttelte nur leicht den Kopf und machte sich auf den Weg zu einem Geschäft, welches Kräuter und andere Zutaten anbot und zu seinem Glück auch an ihn verkaufte. Er hatte oft genug erlebt, wie Verkäufer im Gegenüber die Nase rümpfen, wenn er für ´seine Sklaven´Medizin besorgt. Als ob Karna so etwas besitzen würde! Genervt von dem Gedanke, hatte er nicht aufgepasst wohin er lief und stolperte über ein Häufchen Elend, welches auf der Straße lag.
      Moment ... das war ein Elf!
      Perplex saß Karna auf dem Boden und starrte auf den blutenden jungen Mann vor sich, der sich nicht einmal bei der freundlichen Begrüßung ihrerseits geregt hatte. Der Fremde war kaum älter als er, sein rotes Haar war auffallend und sonderbar. Eine Haarfarbe welche Karna, falls Serion nicht gerade seine Tinkturen durcheinander brachte, noch nie an einem Elfen in Tevinter gesehen hatte. Er erinnerte sich, dass es bei den Elfen in Orlais wieder anders aussah, aber hier wollte kein Magister, dass sein Sklave mehr auffiel als er selbst. Er hatte viele Narben, besonders die beiden großen an Brust und Gesicht, fielen Karna direkt ins Auge. Offenbar selbst verarztet. Der Blonde seufzte schwer, richtete sich auf und klopfte sich sein schwarzes Gewand vom Staub ab. Im Gegensatz zu seinen Kollegen zog er es nicht vor in auffallender Kutte umher zu rennen. "Ich hoffe du bist nicht so schwer, wie du aussiehst.", brummte der Magier und hievte sich den überraschend leichten Elfen auf den Rücken, während er mit dem Fuß die Tür zu seiner Praxis aufstieß.
      "Serion! Heißes Wasser und ein Bett!"


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    • |Cahelan Lemael.

      Lalelu..Der Elfe lag noch lange wohlig eingehüllt in den Armen der Dunkelheit; schlief einem Baby gleich. In seinem Traum war er befreit von all dem Übel und der grausamen Qual dessen, was sich bei ihm 'Alltag' nannte. Kein aristokratischer, arroganter Arsch existierte dort, der glaubte, ihn für seine Zwecke benutzen und missbrauchen zu können und das auf jede erdenkliche Art und Weise, die dazu fähig waren, einen Mann - oder auch eine Frau - auf das effektivste zu demütigen, zu verletzen und auszubeuten.
      Fast schon wünschte sich der Elfe mit der außergewöhnlichen Haarfarbe einfach in diesem Tranceartigen Zustand zu bleiben, in denen er im Gegensatz zur Realität Einfluss auf seine Umwelt hatte und sich nicht wie eine Marionette fühlte, an dessen Schnüren mit Gewalt gezert wurde. Doch gerade die schönen Dinge - von denen Cahelan nur in Büchern gelesen hatte - gingen ja bekanntlich am schnellsten vorbei und so flatterten die Augen des Mannes langsam auf..und erblickten eine seltsame, unbekannte Decke.
      Als erstes stellte er sich die Frage, wo er gelandet war, doch anhand des Aussehens der Decke und anhand der Temperatur schloss er darauf, dass er noch nicht tot und also auch nicht im Himmel oder in der Hölle war, weswegen er sich als nächstes wagte, seinen Kopf langsam zur Seite zu drehen.
      Ein männlicher und doch irgendwie feminin wirkender Rücken erfüllte sein immernoch etwas verschwommenes, eingeschränktes Blickfeld, dass sich langsam aber stetig wieder erholte - und so wie sein Mund manchmal schneller war als sein Hirn, war es auch sein Handeln..zu seiner Verteidigung sollte man wohl berücksichtigen, dass sein Gehirn noch von den Schmerzen - die das Adrenalin aufgrund der unbekannten Situation in den Hintergrund geschoben hatte - und der Ohnmacht von einem dichten Nebel durchzogen war.
      Und aus diesem dichten, grauen Nebel hinaus beugte sich der große, aber hagere Elfe vor, um einen Arm von hinten um den Hals des Mannes zu legen, der noch immer mit dem Rücken zu ihm gewandt war. Normalerweise waren seine Reflexe und seine Schnelligkeit sein Markenzeichen, seine Versicherung und seine Stärke, doch in seinem jetzigen Zustand war es für seine Verhältnisse mehr ein Slowmotion-Move, wie er seinen Dolch hervorzog und an den Hals des Fremden legte. Und auch den Druck, den er darauf ausübte war kaum nennenswert - zwar würde er ihn auch in diesem Zustand noch töten können, wenn er zudrückte, aber ob er fähhig wäre soweit zu kommen war die andere Sache.
      "..Wo bin ich? wer bist du? Und..was hast du getan?"- an der Rauheit und den künstlerischen Pausen war ebenso bemerkbar, wie tief der dicke Nebel noch in seinen Gehirnbahnen steckte.
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    • Karna Zinovia

      Immer wieder hörte man in dem Raum die leisen Geräusche von klirrenden Reagenzgläsern oder Fußschritte auf dem Holzboden, der auch schon bessere Tage gesehen hatte. Mit anmutigen und fast federleichten Schritten, bewegte sich der Heiler in dem Raum an seinem Arbeitsplatz von einer Ecke zur anderen. Er lies niemanden zu sich, da er Ruhe für den Patienten wünschte, den er notgedrungen bei sich im Zimmer unterbringen musste. Zum einen weil er seinen Zustand genauer überwachen wollte, zum anderen für den Schutz seiner übrigen Patienten. Karna war es gewohnt, dass die Sklaven, welche er von der Straße auflas, ziemlich aggressiv oder panisch reagierten, sobald sie ihn zu Gesicht bekamen. Der Magier konnte damit inzwischen so gut umgehen, als wäre es alltäglich für ihn. Nun, vielleicht weil es genau das war? Einmal hatte man sich fast auf seine Schuhe übergeben, dass andere Mal hatte man sein Gewand so vollgeheult, dass mehr als nur Tränen daran gehaftet hatten und er sich eine neue Garderobe besorgen musste. Man könnte also sagen, überraschen würde ihn praktisch gar nichts mehr. So war er auch ziemlich gelassen, als er plötzlich Geräusche hinter sich vernahm, während er vorsichtig ein paar seiner Zutaten in einer kleinen Schüssel mit dem Mörser zerkleinerte. Er machte auch dann noch gelassen damit weiter, als sein Patient mehr wie ein Untoter als wie ein sonst galanter Elf auf ihn zu kam und ihm einen Dolch an die Kehle hob. Der Angriff war kaum der Rede wert und hätte der Blonde die Motivation dazu gehabt, hätte er ihn mit einem Zauber schnell zum Schweigen bringen können, allerdings hatte er weder Lust unnötig Mana zu verbrauchen, noch wollte er die kostbaren Kräuter, welche er gerade für besagten Untoten anrührte auf den Boden fallen lassen. So zerkleinerte er also in aller Ruhe weiter die Medikamente, ehe er seine Stimme erhob.
      "Begrüßt du jeden, der dich vor dem Tod bewahrt hat, mit einem Dolch? Hätte ich das gewusst, hätte ich deine Waffen zuvor wenigstens gereinigt. Das Ding hat auch schon bessere Tage erlebt." Karna hob seinen Arm und griff auf das Regal über ihm, um ein wenig der Elfenwurzel, welche er dort aufbewahrte zu der Medizin zu mischen. Eine kleine grüne Pflanze, welche Häufig in Heilmitteln Verwendung findet und der man eine angenehme Wirkung nachsagt.
      "Ich würde es im übrigen sehr begrüßen, wenn du dich wieder hinlegen würdest. Es war wirklich Arbeit deine Wunden zu versorgen und ich werde wütend, wenn die Naht wieder aufgeht." Gerade als sich Karna umdrehen wollte, um den Patienten wenn nötig eigenhändig ins Bett zu befördern, öffnete sich die Türe und Serion betrat den Raum.
      Natürlich hatte er ganz dramatisch die Schüssel mit heißem Wasser fallen lassen und sich auf die Füße begossen.
      "Meister Zinovia!"
      Seufzend packte Karna den Dolch an seinem Hals, was ihm zwar eine blutende Hand beschaffte, aber das Ding wenigstens von ihm weg hielt.
      "Wie oft muss ich dir noch sagen, dass ich nicht dein Meister bin?", sein Blick wanderte auf die Füße des Elfen. "Tut das nicht weh?"
      Fast kläglich, versuchte Serion seine Tränen zu verbergen auf Grund des heißen Wassers und nickte tapfer.
      Seufzend strich sich der Magier eine blonde Haarsträhne aus dem Gesicht, welche sich aus seinem Zopf gelöst hatte und deutete auf den Stuhl neben sich. "Setz dich." Sein Blick wandere daraufhin zu seinem rothaarigen Patienten. "Du im übrigen auch, wir sind noch nicht fertig."


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    • |Cahelan Lemael.

      Auch der Mann, dessen Haare fast die Farbe von Blut hatten und somit gut zu seinem blutdurchnässten Outfit gepasst hatte, wusste, dass diese Aktion nicht gerade angsteinflößend war, noch sonderlich bedrohlich wirkte - doch er würde lieber sterben, als von seinem Meister erfolgreich geflüchtet zu sein um wieder in die Arme eines anderen, genauso herzlosen und sadistischen Magiers geraten zu sein. Und nach genau so etwas sah dieser Mann vor ihm aus, je mehr er ihn betrachtete - nach einem Magier und einem ziemlich aristokratischen noch dazu. Seine Kleidung machte den Anschein, als gehöre er in diese Gegend; Sie war einfach und schmucklos, doch Cahelan konnte man mit solchen Tricks nicht täuschen, denn er achtete auf weitaus mehr.
      Andererseits waren die Haare des Magiers so hell, ebenso wie seine Haut, die zudem auch ja ach so makel war, dass man schon blind oder dumm sein müsste, um nicht im ersten oder auch zweiten Moment zu erkennen, dass dieser Mann nicht hierher gehörte.
      "Vor dem Tod bewahrt?", wiederholte er die Worte des Fremden. Seine eigene Stimme kratzte in seinem Hals wie Schmiergelpapier. Wasser..er brauchte Wasser. Allgemein brauchte er Flüssigkeit, denn je länger er stand, desto schwindeliger wurde dem Elfen wieder - dadurch wurde offensichtlich, wieviel Blut er verloren haben musste auf seiner abenteuerlichen und verzweifelten Flucht.
      "Hey, beleidige nicht meinen Dolch. Er ist ein Familienerbstück.", murrte er dann aber verärgert, als die Worte des anderen zu seinem nebeligen Gehirn durch gedrungen waren.
      Doch lange konnte der Elfe seiner Verärgerung nicht Luft machen, denn sie waren nicht mehr allein - ein lautes Klackern und das Geräusch von Flüssigkeit auf dem Boden, gefolgt von einem Aufschrei. Meister Zinovia?
      Alles in seinem Körper versteifte sich und machte sich bereit zur Erneuten Flucht, denn er glaubte schon, Recht mit seiner Vermutung gehabt zu haben..doch dann sagte der seltsame Fremde, dass er ihn nicht Meister Nennen solle. Hm..? Verwirrt zogen sich seine Augenbrauen zusammen. Wer zur Hölle war das?
      "Du wirst wütend? Und was willst du dann tun, mich töten? Das wäre keine Strafe für mich, sondern ein Geschenk." Auch wenn er diese Worte brummte, gab er dem 'Rat' - nannte er ihn jetzt mal - nach - weil ihm sowieso viel zu schwindelig war - und ließ sich wieder auf das Bett nieder, in dem er aufgewacht war.
      "Ich brauche Wasser." Kopfschmerzen stellten sich ein - er hatte zuviel von seinem schwachen Körper gefordert. Mit halb geschlossenen Augen legte er sich hin und legte seine Hand auf seine eigene Stirn, um sie zu kühlen.
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    • Karna Zinovia

      Natürlich war der Rotschopf so stur wie ein Esel, dass hatte Karna schon gewusst, bevor er überhaupt wach geworden war. Dennoch hätte er nicht erwartet, dass sich der Junge nach den Verletzungen schon bewegen konnte. Mh, seine Heilzauber war wohl stärker als erwartet. Wäre Karna jetzt allein, hätte er sich anerkennend auf die Schulter geklopft, aber er war nun einmal in Gesellschaft und das Lob musste warten. Seine Patienten fragten den jungen Magier oft, warum er sich um sie kümmerte und sich gegen seinen eigenen Vater auflehnte, welcher als Magister einen weit verbreiteten Ruf hatte. Der Blonde hatte darauf mehrere Antworten, die er je nach Stimmungslage seinerseits wählte. Entweder um seinem alten Herrn eins auszuwischen, weil er ihm auf den Sack ging oder weil er dieser bescheuerten Gesetzgebung aus Tevinter einfach nichts abgewinnen konnte. In seinen Augen sollte man mit Magie den Leuten helfen und nicht ihnen das Leben unnötig schwer machten. Karna war allerdings bewusst, dass viele Magier in anderen Regionen von Thedas sehr schlecht behandelt wurden. Sie wurden unterdrückt, ebenso wie die Elfen und lediglich Tevinter stellte Magier als höhere Individuen dar. Natürlich war die Macht eines Magiers gefährlich und die Gefahr, dass sie Dämonen anzogen war ständig gegeben, aber das machte aus ihnen noch lange keine Monster. Wenn sich Karna aber so die Magister in Tevinter ansah, verstand er was alle so fürchteten. Machtkämpfe, Intrigen, Unterdrückung, Mord. Hier war es wie in Orlais nur mit etwas mehr Glitzer und Funken, welche mal eben aus den Fingerspitzen sprühten.
      Er konnte dem Jungen der ihm immer noch den Dolch an den Hals hob, seine Verwunderung nicht übel nehmen. So wie er aussah, hatte sein Meister weiß der Erbauer was, mit ihm angestellt. Allein die Vorstellung was sich hinter verschlossenen Türen abgespielt haben musste, drehte ihm förmlich den Magen um. "Richtig vor dem Tod bewahrt. Wir sollten dir etwas Wasser besorgen. Du klingt wie ein 80 Jahre alter Ghul aus den tiefen Wegen.", stellte Karna trocken fest, ehe er bei den Worten bezüglich des Dolches seufzen musste. "Das war keine Beleidigung sondern eine Feststellung. Nun dennoch bitte ich um Verzeihung, man sollte keine Familienerbstücke schlecht machen."
      Gerade als sich Karna um seinen Patienten und vor allem um den Dolch an seinem Hals kümmern wollte, trat Serion fast panisch die Tür ein. Natürlich nicht ohne theatralisch die Schüssel mit Wasser zum Reinigen seines erwachten Patienten fallen zu lassen und sich über den Fuß zu kippen. Karna wusste nicht, welche Worte für den Rothaarigen nun schlimmer waren, sein Nachname oder das ihn Serion mal wieder Meister nannte. Wie oft musste er es diesem Elf eigentlich noch sagen? Meister oder Herr genannt zu werden von einem Elfen, fühlte sich einfach nur falsch an und Karna kam sich vor, als wäre er irgendein Blutmagier der mal eben kleine Elfen aufschlitzt. Gruselige, groteske und widerliche Vorstellung seinerseits. Er hatte zwar nichts gegen Blutmagie, da er sie als Magieform wie jede andere betrachtete, aber nicht, wenn es sich dabei um das Blut anderer handelte und die meisten Magier dadurch durchdrehten. Ihn würde es nicht wundern, wenn es hier eine Sekte gab, die nackt im Mondlicht tanzte. Er hatte den Dolch mit seiner Hand weg geschobene, sich dadurch die Handfläche aufgeschnitten, die er aber mit ein paar gemurmelten Worten direkt versorgt hatte, ehe er sich zu dem Elfen und seinem verbrannten Fuß kniete. "Es tut mir Leid Meister ...äh ... Herr ... ich meine ..."
      Ein wenig vorwurfsvoll schaute Karna seinen Helfer ja doch an, während er seine Hände auf dessen Fuß legte. "Ich gebe es auf mit dir. Nenne mich wie du willst. Wenn du mich aber vor den anderen Elfen Meister nennst, rette ich dir deinen Fuß kein zweites Mal."
      Serion schien entsetzt, dass Karna sich als mächtiger Magier überhaupt dazu herab lies, ihn anzufassen und dann auch noch seinen Fuß. Dennoch war er dankbar für die Wärme, welche plötzlich seinen Körper erfüllte, als sich das sanfte grüne Licht um ihn legte und plötzlich jeglicher Schmerz verschwand.
      "Habt Dank.", murmelte Serion kleinlaut und blickte zu dem Rothaarigen. "Ich hole dir Wasser!", daraufhin war er direkt verschwunden und lies Karna zurück, der sich dennoch die Hände wusch, da er einen anderen Patienten mit diesen berühren wollte und er bezweifelte, dass man sich mal eben mit ungewaschenen Händen im Gesicht herum tatschen lies. Karna war dankbar, dass sein neuer Patient offenbar vernünftig genug war, sich wieder hinzulegen. Als er sich ihm näherte, legte er sanft seine Hand auf dessen Stirn. "Serion wird dir etwas Wasser holen, damit sich dein Hals und Kreislauf stabilisiert. Dein Fieber geht langsam zurück, dennoch solltest du keine ruckartigen Bewegungen machen. Um deine Frage von vorhin zu beantworten: Nein, ich habe nicht vor dich umzubringen. Hätte ich das vorgehabt, hätte ich dich wohl kaum hier her getragen und verarztet.", erklärte Karna ihm ruhig, ehe er erneut seine Magie wirkte, um die aufkommenden Schmerzen die der Rothaarige hatte zu lindern. "Wie ist dein Name?"


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    • |Cahelan Lemael.

      Nur am Rande bekam der Verletzte mit, wie der Magier und sein Untertan oder Nicht-Untertan gerade über besagte Entscheidung diskutierten. Überraschenderweise hörte er jedoch in seinem Delirium-ähnlichen Zustand, dass der Magier wirklich abgeneigt davon war, dass der Elfe ihn als 'Meister' betitelte - zum Ende hin gab er es zwar auf, den anderen Elfen zu belehren, jedoch drohte er ihm damit, seine Füße verwundet zu lassen, falls er ihn das nächste Mal so nennen sollte wenn ein weiterer Elf dabei sein sollte. Das war ja kaum zu glauben - sollte Cahelan an den ersten Magier in ganz Tevinter geraten sein, der Worte wie 'Empathie' und 'Hilfsbereitschaft' nicht nur buchstabieren, sondern auch anwenden konnte? Das war ja kaum zu glauben. Würde er sich nicht gerade derartig miserabel fühlen, als müsse er sich jeden Moment übergeben, hätte er jetzt aufgelacht.
      Es existierten also noch Zeichen und Wunder..
      Eine Hand des Mannes, der angeblich Zinovia hieß - lustigerweise wie eine der mächtigsten Familien in Tevinter - legte sich auf seine Stirn, die sich so heiß anfühlte, als könnte man darauf Spiegeleier braten.
      "Keine ruckartigen Bewegungen..zu schade, dabei wollte ich ein kleines Tänzchen aufführen weil ich so dankbar bin.", nuschelte er sarkastisch, immernoch mit schmiergelpapier-gleicher Stimme.
      "Mein Tod würde dir auch nichts nützen, du könntest nichts daran gewinnen. Mein Leben ist weniger wert als die Medikamente und Verbände, die du an mir verschwendest, also mach dir nicht zuviel Mühe."
      Aus halb geöffneten Augen sah er wie die Hände des anderen zu glühen begannen und sein ganzer Körper begann sich reflexartig in Erwartung auf den Schmerz anzuspannen. "N..", wollte er noch protestieren, doch es war zu spät - die Magie wirkte auf seinen Körper..und..huch. Er empfand keine Schmerzen dabei. Nicht die geringste Voltzahl jagte durch seinen Körper. Seine Kleidung brannte nicht. Und seine Haut war auch nicht kalt. Nein. Stattdessen fühlte er sich..gut. Naja - gut war übertrieben. Er war immernoch voller Verletzungen ; alter und neuer; und sein Leben war immernoch die reinste Hölle auf erden, aber für diesen Moment fühlte er sich beinahe gut. Es war das erste Mal, dass Magie seinen Körper durchjagte, ohne das er Schmerzen empfand.
      Ganz langsam entspannten sich seine verkrampften Muskeln und seine Augen schlossen sich aus Reflex.
      "Cahelan Lemael.", sagte er leise seinen Namen, "Aber warum interessiert dich das? Ich bin doch nur ein dreckiger Bastard von einem Elf." So und mit vielen anderen Namen wurde er von seinem Meister beschimpft.
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    • Karna Zinovia

      Karna hatte es aufgegeben, Serion irgendwie in seinen hübschen Elfenkopf zu trichtern, dass er dieses ´Meister´sein lassen sollte. Am Ende kam man noch auf falsche Gedanken und würde ihn als Meister aller Sklaven in dieser kleinen Praxis betiteln. Das würde zahlreiche Sklavenhändler anlocken, die ihm unnötig auf die Nerven gingen und dafür hatte Karna weder die Lust noch die Zeit. Mit solchen Leuten zu diskutierten, war ungefähr so, als würde man einem Zwerg erklären, dass dieser nicht in den Himmel fallen würde. Es war möglich, aber die Wahrscheinlichkeit, dass man davor von einem Hammer erschlagen werden würde, war größer. Sollten Serion diese Worte von anderen Adeligen heraus rutschen, würde das für noch mehr Gesprächsstoff unter ihnen sorgen und Karna war ohnehin eines der liebsten Klatschgespräche, während man mal eben irgendwelche Blutopfer brachte:´Na, was macht der missratene Magier heute schon wieder mit seinem Elfenharem? Ach, man reiche mir doch bitte den Elfen, der dort hingen herum schreit. Ich verstehe nicht, warum er sich wegen ein paar aufgeschnittenen Unterarmen so anstellt´. Ja, Karna war eindeutig gutes Gesprächsmaterial und er hasste es. Sein Vater ging ihm ohnehin auf den Zeiger, in dem er ihn versuchte zu bekehren. Wie oft hatte er ihm Sklaven angeschleppt, diese angeschrien und Karna vermitteln wollen, dass sie minderwertig waren und zu folgen hatten? Karna war es einfach so Leid. All dieses veraltete Denken von Tevinter machte ihn krank. Dieses Reich hatte so viel zu bieten, warum musste man ausgerechnet das Schlechte ausgraben? Man sollte sich viel mehr der Magie widmen und das ihre Freunde aus Par Vollen mal eben neue Kampfflotten ausrüsten. Im übrigen ist mit den gehörnten Kollegen nicht zu spaßen. Karna ist bislang nur einem Qunari begegnet und diese Erfahrung war mehr als nur unangenehm gewesen. Er hatte ihn für eine Frau gehalten und wollte ihn doch glatt mitnehmen! Sehr zu Karnas Schock, Vaters Entsetzen und der Belustigung seiner nervigen kleinen Schwester.
      Wie auch immer! Serion war inzwischen wie der Wind aus dem Zimmer gestürmt, um dem bislang namenlosen Patienten Wasser zu bringen, während sich Karna wieder an die Arbeit machte.
      Er musste zugegeben bei der Bemerkung des Rothaarigen grinsen. "Nun, es würde sicherlich zur allgemeinen Belustigung beitragen und unsere Freunde aus Par Vollen mehr verwirren, als irgendein Zauber.", antwortete Karna amüsiert, während er Heilenergie in seine Fingerspitzen lenkte. Ein sanftes, warmes, grünes Licht umhüllte seine schlanke Hand, während er die nächsten Worte ignorierte, aber genau bemerkte wie sich der junge Elf anspannte. Sicherlich ging er davon aus, dass ihm Karna schaden wollte. Bislang hatten alle seine Patienten so reagiert, als er sie geheilt hatte. Nun der Blonde war garantiert nicht der freundlichste Mensch, aber er verabscheute Gewalt, wenn diese nicht unbedingt nötig war. Natürlich konnte er dem jungen Mann seine Vorsicht, Skepsis und Panik nicht übel nehmen. Karna wollte gar nicht wissen, was sein Meister mit ihm alles angestellt hatte. Er hatte schon viele Sklaven gesehen, aber die Verletzungen des Rothaarigen waren eindeutig eine andere Baustelle.
      "Ich ...", gerade als er ihm antworten wollte, war Serion schon hinein gestürmt und hatte nun bekannten Cahelan das Wasser gereicht.
      "Meister Zinovia, würde so etwas nie tun! Er hat schon hunderte Sklaven gerettet!" Seufzend blickte Karna zu dem jungen Elfen, versuchte das ´Meister´irgendwie zu ignorieren, während er ihn vorwurfsvoll ansah. "Entschuldigt Herr ...", nuschelte er leise. Nein, das Herr machte es auch nicht besser.
      "Serion, lass mich bitte mit Cahelan alleine. Ich möchte mich um seine Wunden kümmern und ich bezweifle, dass er möchte, dass ihn zu viele Leute anstarren."
      "Gewiss.", daraufhin war Serion verschwunden und Karna war mit dem Rothaarigen alleine. "Nun, du kannst von dir gerne denken was du möchtest. Ich werde es aber vorziehen dich Cahelan zu nennen, wenn das Recht ist.", antwortete ihm Karna auf seine Worte von vorhin. "Mein Name ist Karna Zinovia, ich würde es begrüßen wenn du mich mit Vornamen ansprichst, auch wenn das offenbar die Wenigsten auf die Reihe bekommen.", Karna entfernte seine Hand, nachdem der Großteil der Wunden nun deutlich besser aussah, ehe er sich der Tinktur widmete, die er zuvor zusammen gerührt hatte. "Trink das." Er reichte Cahelan eine grünliche Brühe in einer kleinen Schale. "Es wird nicht gut schmecken, aber es verhindert das sich die Wunden, welche durch meine Magie noch nicht ganz verschwunden ist, entzünden."


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    • |Cahelan Lemael.

      Der Zustand des Elfen hatte sich noch immer nicht verbessert und auch konnte er sich gerade weder bewegen, noch etwas nebenbei unternehmen, also konzentrierte er sich stattdessen auf das einzige, dass gerade ansatzweise Unterhaltung bot: Und zwar Karna, der gerade seine Wunden versorgte und zwar mit der Macht, die ihm normalerweise diese Wunden zufügte. Sein inneres stritt sich immernoch darüber, ob er die Flucht ergreifen sollte oder nicht, aber der vernünftigte Teil von ihm hatte eigesehen, dass eine Flucht sinnlos war, denn sein Körper war zu schwach und ausgedörrt um auch nur 5 Meter zu rennen.
      So oder so - da zu bleiben war bis jetzt nicht die schlechteste Entscheidung, die der junge Elf in seinem Leben getroffen hatte. Der Zauberer akzeptierte nicht nur seinen Witz, erging sogar noch darauf ein, was ihn zu einem kleinen Deut sympathischer für Cahelan machte. "Dann sollte ich das wohl tun, damit besagte Gäste mal was zum Lachen haben,, denn das tun sie sowieso zu wenig.", murmelte der Elfe träge, doch im Kontrast dazu stand auf seinen Lippen ein doch recht lebhaftes, amüiertes Schmunzeln.
      Auch sein Wasser wurde ihm von dem etwas trotteligen und quirligen Elfen-Gehilfen gebracht und mit einem gegrummelten Dank Nahm er es entgegen, um es dann in einem Zug zu leeren. Auf dessen Worte ging er jedoch nicht ein - er konnte ihm erzählen was er wollte über diesen Magier; all das könnte auch nru ein trick oder Schwindel sein. Für ihn bedeuteten Taten mehr als Worte - die tatsache, dass er ihn gerettet hatte war der Grund, warum er ihn letztendlich nicht versucht hatte zu töten und sich stattdessen brav hatte ins Bett manövrieren lassen.
      Das Karna sich wünschte, mit ihm alleine zu sein, ließ zwar sein Misstrauen nicht gerade verschwinden, sondern ihn stattdessen wachsamer werden, aber sein Standpunkt blieb: Eine Flucht wäre eh gerade unmöglich, also hieß es abzuwarten. "Meinetwegen." Er sollte ihn nennen wie er wollte, am Ende war er eh alle dämlichen Spitznamen und Schimpfworte die für Elfen je existierten hatten, von seinem Meister gewöhnt.
      Seine Schultern zuckten sich. "Ich habe kein Problem dich zu duzen und beim Vornamen zu nennen, da kannst du unbesorgt sein, Karna. Wenn wir gerade aber schon dabei sind Namen auszutauschen, möchte ich dir eine weitere Frage stellen: Wer bist du eigentlich?" Und damit meinte er nicht dessen Namen, den kannte er bereits - er wollte wissen, was für eine Person und was für einen Stand besagter hatte, aber das musste er diesem wohl kaum erklären.
      Mühsam richtete er sich wieder ein Stück auf, um die Flüssigkeit zu mustern, die der Heiler ihm hinhob. "Sieht aus, als hätte das jemand schonmal getrunken und wieder raus gekotzt..", murmelte er, nahm aber dann trotzdem die Schüssel entgegen.
      "Ich hoffe, du behältst Recht..", murmelte er bevor er die seltsam riechende und aussehende Flüssigkeit in einem Zug trank - so schmeckte er wenig davon, aber das, was er schmeckte, war schon eklig genug. Die Schüssel stellte er zur Seite, ehe er sich wieder auf das Bett zurück sinken ließ.
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    • Karna Zinovia

      Karna wusste nicht was ihm im Moment unangenehmer war, dass Serion ihn in den Himmel hoch lobte und ihn darstellte, als wäre er ein Heiliger, was er garantiert nicht war oder das sein neuer Patient, dass ganze genauso lächerlich fand wie er selbst. Es war ja ganz reizend, dass man so große Stücke auf ihn hielt, aber so edelmütig war der Magier nun wirklich nicht. Er wusste selbst, dass er einen sehr fragwürdigen Charakter besaß und mit seiner direkten Art dem ein oder anderen vor den Kopf stieß, außerdem war er alles andere als höflich, was für einen Aristokraten normalerweise zur angeborenen Etikette gehören sollte. Vielleicht lag es genau daran? Der Blonde stellte sich prinzipiell gegen alles was man von ihm erwarten würde und er war es Leid, dass man in Schubladen von anderen Leuten dachte. Warum musste jemand eine Rolle im Leben erfüllen und konnte sich nicht selbst seinen Pfad wählen? Wenn er Elfensklaven vor dem Tod retten wollte, dann tat er es eben, was war falsch daran? Ihn langweilte dieser Ort. Reichte es denn nicht, dass er das Kind zweier Magier war, die sich nicht liebten, sondern abgrundtief hassten? Karna wusste, dass er kein Kind der Liebe war, sondern einzig und allein für den perfekten Zweck gezeugt wurde. Er hatte selbst nie wirklich elterliche Liebe erfahren und all die Regeln hingen ihm zum Hals raus. Es war demnach eine willkommene Abwechslung, dass er hier einen Patienten sitzen hatte, welcher nicht auf den Mund gefallen war und das trotz heftiger Begegnung mit dem dreckigen Pflasterstein vor seiner Haustür. Dieser Cahelan sagte was er dachte und das obwohl die meisten Elfen hier eingeschüchterter waren, als eine ängstliche Halla. "Nun sie brauchen eindeutig etwas zu Lachen. Allerdings solltest du dein Tänzchen verschieben, bis du wieder anständig laufen kannst, sonst wäre das eher eine Vorstellung eines Betrunkenen.", antwortete Karna und sah den Rothaarigen genauer an. Er lächelte! Zugegeben hatte dieser Elf ein sehr schönes Lächeln. Allgemein hatte diese Rasse schon immer etwas an sich, dass Karna fasziniert hatte. Der Blonde entschied sich dagegen, dem Elfen auf sein Lächeln hinzuweisen. Sicherlich würde er es als Beleidigung auffassen, da die der Großteil der Magier ja nicht unbedingt mit einem Schmunzeln der Elfen hier zufrieden zu stellen war. Nachdem ihm Cahelan auch gestattet hatte, ihn bei seinem Vornamen zu nennen, auch wenn Karna das ohne Erlaubnis ohnehin getan hatte, hatte sich sein Patient gleich darauf zur Frage vorgearbeitet, die er ohnehin immer gestellt bekam. "Oh, ich bin lediglich ein Magier der auf dem Ansehen seiner Familie herum trampelt, offenbar Hessarians Erbe ruiniert und Elfen aufsammelt um sie zur Missachtung aller Gesund pflegt. Das ist es aber nicht, was du wissen willst oder? Nun gut, wie bereits erwähnt ist mein Name Karna Zinovia. Ich bin der Erbe des Hauses Zinovia, denn Nachkommen Hessarians und Sohn des Magisters Zinovia im Magisterrums Tevinter. Ich hoffe dennoch, dass auf meinen Ruf genauso wenig gibst wie ich. Ich bin allerdings sehr gerne ein Magier, interessiere mich für Magie und alles was damit zu tun hat. Ich begrüße es nur nicht Unschuldige aufzuschlitzen oder mich an ihrem Leid zu ergötzen. Es gibt andere Wege der Befriedigung, dafür brauch ich kein Blutopfer.", dem letzten Teil sagte er mehr amüsiert und reichte Cahelan seine Medizin. "Nun, ich stimme zu das es alles andere als gut aussieht. Allerdings hilft es." Er nickte zufrieden als der Elf es ohne großes Murren zu sich nahm und stellte die Schüssel zurück. "Du solltest schlafen. Ich sehe später noch einmal nach dir. Solltest du etwas brauchen, kannst du dich an Serion oder direkt an mich wenden." Daraufhin hatte Karna das Zimmer verlassen, um Cahelan Ruhe zu gönnen. Er hatte mit Absicht nicht nach seinen Hintergründen gefragt oder sich nach seinem Meister erkundet. Er wusste, dass dies ein Gesprächsthema war, welches wohl kein Sklave führen wollte. Sollte Cahelan darüber sprechen wollen, würde er es ihn sicherlich wissen lassen.


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    • |Cahelan Lemael.

      Es war einfach ulkig zu sehen, wie ein Elfe zur Abwechslung mal einen Magier vergötterte, statt ihn zu verabscheuen - sowas war ein seltener, wenn nicht sogar geradezu einzigartiger Anblick. Es war das krasse Gegenteil zu Cahelan und seinem Meister - wenn dieser ihm einmal im falschen Moment den Rücken zuwenden würde, würde er ihm mit Vergnügen einen Dolch in den Rücken rammen. Einmal, zweimal..vierzigmal. Bis sein Rücken so löchrig war wie die Socken eines Zwergen. Doch leider war sein Meister weder dumm, noch unaufmerksam - noch kein einziges Mal in den unzähligen Jahren, in dem er diesem diente, hatte dieser eine Schwäche gezeigt. Nichtmal im Schlaf war er zu verletzen, denn er besaß einen sehr leichten Schlaf - ja, das hatte Cahelan selbst herausgefunden..und dafür büßen müssen: Davon stammte die Narbe an seinem Hals. Es war eine Brandnarbe - er hatte Cahelan's Dolch erwärmt und ihm damit den Hals aufgeschlitzt, weswegen es nicht überraschend war, dass dessen Dolch auch nicht mehr so von Qualität und Schönheit strahlte, wie er es damals getan hatte. Die elfischen Runen, die hinein gebrannt worden waren, waren nur noch schwer zu erkennen. Nur im hölzernen Griff waren sie noch erkennbar, wenn auch nur, wenn man sie kannte.
      Träge zuckte der Elfe mit den Schultern. "Dann müssen sie sich wohl noch etwas mit Warten begnügen. Wobei ein pseudo-betrunkener Elf, der über seine eigene Füße stolpert, sicherlich auch den ein oder anderen Lacher wert wäre." Noch für einen Moment länger zierte das Lächeln seine lippen, bevor es gänzlich verschwand. Nur für ihn wäre der Sturz nicht äußerst produktiv, weil sich seine Wunden dann wohl wieder öffnen würden - deswegen und weil die Müdigkeit ihn langsam aber sicher einholte, begnügte er sich nur allzu gerne damit, im Bett liegen zu bleiben.
      Bevor er sich jedoch dem erholsamen Schlaf widmete, lauschte er noch der doch recht angenehmen Stimme des Magiers, der seinem 'Wunsch' Folge leistete und etwas über sich erzählte - etwas, das wohl jeder von ihm wusste und etwas, das vielleicht nicht jeder wusste.
      Ein schmales Grinsen legte sich auf seine Lippen. "Rebellion gegen die Familie und alte Traditionen und der Teil mit der Befriedigung am Ende gefällt mir. Du bist eigenartig, Karna. Aber ich bin froh, dass ich nicht stark genug war, dich zu töten." Er war wohl einer dieser Fälle, bei denen der Spruch 'Ausnahmen bestätigen die Regel' zutrafen.
      Zwar lauschte der Elfe noch weiterhin den Worten des Magiers, jedoch bekam er nur noch am Rande mit, wie dieser das Zelt verließ - er war erneut in die dunkelheit gesunken. Diesmal jedoch nicht gewaltsam aufgrund eines Blutverlustes, sondern wohlig weich und in einem gemütlichen Bett liegend.
      Wie lange er schlief, wusste er nicht genau - geraume zeit später erwachte der junge Mann von dem schmerzhaften grummeln seines Magens, der sich nach Nahrung verzehrte. Gähnend richtete er sich auf und rauchte einige Anläufe, bis er auf seinen - noch wackeligen - Beinen stand. Mit unsicheren, aber Stück für Stück fester werdenderen Schritten verließ er das Zielt, um nach Karna zu suchen.
      "Karna? Ich habe Hunger. Hast du etwas zu Essen für mich?", teilte er diesem immernoch mit vom Schlaf etwas rauer Stimme und etwas verwuschelten Haaren mit, als er ihn gefunden hatte.
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    • Karna Zinovia

      Der Magier hatte bislang noch kein so amüsantes Gespräch mit einem Elfensklaven geführt. Die meisten waren zu ängstlich oder verbittert. Cahelan hingegen schien sich seinen Humor trotz allem was er sicherlich durchleiden musste, bewahrt zu haben. Das war etwas das Karna sehr bewunderte und vor allem respektierte. Er war sich sicher, dass wenn man alles zu ernst nahm, man an seinem Schicksal zerbrechen würde. Hier in Tevinter war man allgemein viel zu Ernst. Wie es Varric Tathras bereits in seiner Geschichte des Champions passend geschildert hatte, war Grübeln in Tevinter eindeutig eine Sportart. Während der Magier und der Elf noch ein wenig unsinnigen Smalltalk betrieben, hatte sich der Rotschopf über den Hintergrund seines Retters erkundigt. Karna hatte keine Lust eine ernsthafte Aufzählung seines Titels zu verkünden, weswegen er eher locker seine Vorstellung Preis gab, welche offenbar gut bei seinem Patienten ankam. Jedenfalls zauberte die Antwort von Cahelan nun ein amüsiertes Grinsen auf die Lippen des zierlichen Magiers. "Ich fasse das mal als Kompliment auf Cahelan. Ich bin auch ziemlich froh, dass mein Kopf noch an seinem Platz ist.", antwortete er Blonde grinsend und beschloss das es nun Zeit war, dass sich sein Patient ausruhte. Er hatte ihm eine Medizin verabreicht, ihn wissen lassen, dass er sich an ihn oder Serion wenden konnte und danach sein kleines Arbeitszimmer verlassen. Das kleine Krankenhaus, welches Karna betrieb war ein bescheidenes Häuschen, welches aus zwei Stockwerken bestand. Im ersten Stockwerk war die besagte Krankenstation und oben wohnte der Magier selbst. Natürlich könnte er auch in seinem schicken Anwesen in der Oberstadt wohnen, welches von Prunk und Gold nahe zu wie die goldene Stadt selbst wirkte, aber er zog es vor, in der Nähe seiner Patienten zu sein. Nörgelnde Elfen die sich über Magier beklagten waren ihm deutlich lieber, als der Streit seiner Familie Daheim. Karna war zwar der Erbe der Zinovia Familie und war als Erstgeborener eigentlich neben seinen Eltern der wichtigste Teil der Familie, aber das interessierte ihn alles herzlich wenig. Wenn es nach ihm ging, konnte seine Mutter ruhig weiter mit dem Magister Lord Pavus liebäugeln, sein Vater ihn weiter verfluchen und seine kleine nervige Schwester auf alles und jeden herabsehen. Karna hatte nun wirklich keine Lust Augenzeuge davon zu werden.
      Als Karna aus dem Raum geschritten war, hatten ihn die Elfen in seiner Krankenstation mit großen Augen angesehen, voller Erwartungen und Hoffnung. Es stimmte den Blonden traurig zu wissen, dass gerade diese geschundenen Seelen sich so sehr an Erlösung klammerten und er wusste, dass er alleine sie ihnen nicht geben konnte. Er konnte ihr Leid lindern, sie heilen und ihnen zeigen, dass nicht alle Magier machthungrige Arschlöcher sind, aber sobald sie sein Haus verlassen würden, würden sie wieder dem Hass Tevinters gegenüber stehen. Der Blonde wusste, dass er einige von Ihnen nicht mehr wiedersehen würde. Er seufzte leicht und trat an seine jüngste Patientin heran. Ein junges Elfenmädchen, vielleicht gerade mal 14 Jahre alt. Zu alt für ein Kind, aber zu jung um als Erwachsene behandelt zu werden und doch wurde sie es von ihrem Meister. Karna hatte anhand ihrer Verletzungen gesehen, was sie durchlitten hatte und es machte ihn rasend vor Wut. Er hatte zwei Wochen gebraucht um ihr Vertrauen zu gewinnen, bis sie überhaupt mit ihm sprach. Neben dem jungen Mädchen, saß eine wunderschöne Elfin mit langem blonden Haar, bläulichen Augen. Sie hatte volle Lippen, lange Wimpern und war von typisch elfischer schlanken Statur. Athenaya war ihr Name und Karna genoss sehr die elfischen Lieder, welche sie den Patienten vor sang. Sie lehrte ihn oft die Geschichten der Dalish, aus welchem sie von Tevinter entführt wurde. Das einzige was auf ihre Herkunft noch schließen lies, waren die hellen Dalishtätowierungen in ihrem Gesicht. Durch sie hatte er auch ein paar Brocken elfisch aufgeschnappt und er war gewillt ein wenig von der Sprache zu lernen. " Andaran atish´an Lethallin", begrüßte ihm Athenaya in ihrer Sprache. Es hatte lange gedauert bis Karna nicht mehr als Shemlen angesprochen wurde, eine wohl eher abgeneigte Bezeichnungen für einen Menschen. Jetzt wurde er als Freund begrüßt. Karna lächelte leicht und kniete sich zu der jüngeren Patientin. "Wie fühlst du dich heute?"

      "Schwach ... es tut immer noch sehr weh, Herr. Bitte es soll aufhören.", schniefte das zierliche Mädchen, woraufhin Athenaya ihr sanft durch das braune Haar strich. Karna legte vorsichtig seine Hände auf die Stirn des Mädchen, während warmes grünes Licht aus seinen Fingerspitzen glitt und er heilende Energie in sie eindringen lies. Es kostete ihn immer wieder extrem viel Mana um die Schmerzen des Mädchens zu lindern, aber er weigerte sich sie aufzugeben oder seine Patienten im Stich zu lassen. Außer ihm würde niemand den Elfen hier helfen. Glücklicherweise half seine Magie und das kleine Mädchen, deren Namen er immer noch nicht erfahren hatte, weil sie ihn nicht kannte, versank wieder im Land der Träume. Athenaya sah sie lediglich mitfühlend an, ehe sie aufblickte und Karna stützte, welcher einen Moment zurück taumelte und nur die Hand hob. "Schon gut.", winkte er ab. Er war froh, dass er so viele Manareserven besaß, dennoch hatte er sich die letzten Tage fast ohne Schlaf um so viele Notfälle kümmern müssen, dass es an seinen Kräften zog. Erst die Stimme von Cahelan lies ihn aufblicken und er drehte sich zu ihm. "Guten Morgen Gänseblümchen.", grinste er amüsiert, als er die raue Stimme des Elfen vernahm. Karna würden lügen, würde er den Anblick der verwuschelten Haare und der Tonlage nicht sehr attraktiv finden. Der Rest seiner Patienten fand es eher mehr als nur irritierend, dass ihn der Elf direkt aufgefordert hatte bzw. gebeten hatte, ihm etwas zu Essen zu geben. Bislang war Karna so mutige Sklaven ebenfalls nicht gewohnt, aber es war eine angenehme Abwechslung. "Natürlich, setz dich Cahelan."

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    • |Cahelan Lemael.

      Und Cahelan noch nie ein so angenehmes Gespräch mit einem Menschen oder noch eher und noch schlimmer. Mit einem Magier. Gespräche mit Magiern verband er aufgrund..vieler Erfahrungen eher mit Schmerzen als mit Lachen. Und generell verband er 'magier' nicht wirklich mit 'Gesprächen', sondern eher mit Forderungen und Befehlen.
      Wirklich ulkig, aber man wurde in manchen Dingen doch immernoch eines Besseren belehrt..auch wenn Cahelan's Meinung sich im Grunde genommen deswegen trotzdem nie ändern würde: Magier hatten das Potential, das Absolut Böse zu verkörpern - sein 'Herr und Gebieter' bewies das einfach viel zu gut, als das er jemals seine Meinung bezüglich dessen ändern würde oder könnte.
      Gerade als er bei besagten Magier ankam, stützte dieser sich gerade ab und für einen Moment konnte er Erschöpfung und Müdigkeit in dessen Gesichtszügen erkennen, ehe diese verschwand und von einem Grinsen ersetzt wurde. Die Augenbrauen des Elfen zogen sch überrascht in die Höhe bei dem..Ausdruck, mit dem der Magier ihn betitelte. "Gänseblümchen?", wiederholte er ungläubig. Er war ja schon vieles genannt worden...aber Gänseblümchen? Das musste Karna ihm näher erläutern, denn er wusste nichtmal, ob das eine Beleidigung oder ein Kompliment sein sollte.
      Als ihn alle so anstarrten, starrte er nur zurück. "Was glotzt ihr so? Ich hab eben Hunger."; sagte er -wobei er nicht gereizt klang, sondern weiterhin lediglich immernoch ziemlich schlaftrunken. Sein Mund öffnete sich, um ein herzhaftes Gähnen hinaus zu lassen, ehe sein Blick auf der Elfin heften blieb. Ohne nachfragen zu müssen, erkannte er, dass es sich hierbei um eine Dalish- und nicht um eine Stadtelfin handelte. Ihre Haltung und auch ihre Kleidung verrieten sie.
      "Aneth ara
      .", begrüßte er sie und nickte ihr kurz zu - er war kein Dalish, aber er betrachtete alle Elfen als seine 'Brüder' und 'Schwestern' In Einigen Punkten war er allgemein wohl mehr Dalish, als Stadtelf, ohne jemals bei den Dalish gelebt zu haben. Da er jedoch auch nicht wusste, ob seine Verwandten vielleicht Dalish waren, hielt er dies niht für ausgeschlossen.
      Schließlich folgte er den Worten des Magiers und setzte sich an den ersten Tisch, den er erspähte, vermutlich der Esstisch.
      "Wenn du gerade dabei bist, etwas zu essen zu machen oder zu holen, dann tu dir selbst einen Gefallen und mach dir auch gleich was mit. Etwas Essen im Magen und eine Mütze Schlaf kannst du definitiv gebrauchen." , sagte er laut genug, sodass besagter Mann es hören könnte - Karna hatte ihn gerettet, aber gerade deswegen stand Cahelan in seiner Schuld. Er hatte eines beschlossen: er würde nichts essen, wenn Karna nicht ebenfalls etwas aß, so einfach war das. Denn wenn Karna umkippte und erstmal nicht arbeitsfähhig war, tat er sich damit selbst und auch seinen 'Kunden' absolut keinen Gefallen damit.
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    • Karna Zinovia

      Vor seinen Augen tanzten Sterne, weiße kleine Lichter. Sie erinnerten an Funken eines Blitzzaubers und verkündeten ihm mehr schlecht als Recht, dass er doch endlich mal schlafen sollte. Er war müde, das gab er zu. Dennoch hatte er die letzten Tage schlicht und ergreifend keine Zeit gehabt. Notfälle waren in seine kleine Krankenstation geregnet wie Nugs in einen Zwergentunnel. Karna wusste nicht ob er ein neues tevinteranisches Fest verschlafen hatte, an dem besonders viele Sklaven mal eben vor den Pranger gestellt wurden, aber die Anzahl der Verletzungen schien ins unermessliche zu wachsen. Natürlich war er nicht gerade unbekannt und die Stimme seines Vaters hatte im Magisterium sehr viel Gewicht, aber er würde sich niemals für die Sklaven aussprechen. Karna hatte also nicht unbedingt viele Möglichkeiten um den armen Geschöpfen zu helfen. Die Krankenstation war das Einzige und er rettete damit zahlreiche Leben. Er konnte sich nämlich nicht entsinnen, dass sich sonst jemand um sie kümmerte. Ab und an, gab es ein paar gute Seelen die heimlich halfen, aber er tat es öffentlich. Das war natürlich für die Gesellschaft von Tevinter und vor allem für das Ansehen seiner Familie ein echter Schlag ins Gesicht. Karna hätte ihnen genauso gut das Anwesen abfackeln können, wobei das sicherlich weniger Gewicht hätte, als das was er hier tat.
      Als Cahelan erwachte und er verwundert auf seinen neuen Spitznamen reagierte, schmunzelte der hübsche blonde Magier ein wenig, während die schöne Dalish neben ihm, zärtlich den neuen Gast anblickte. " Aneth ara Falon.", antwortete sie ihm. Nun die Verbindung der Elfen untereinander war schon immer faszinierend. War man aber ein Mensch war es sehr schwer in ihre Nähe zu kommen. Verübeln konnte es ihnen Karna aber nun wirklich nicht. Er erinnerte sich daran das ein Elfenkind mitten auf der Straße einmal von Magierkindern mit Steinen beworfen wurde. Nun Karna hatte den Kindern kurz darauf die Haare angezündet, aber er konnte sich dem armen Elfenwesen nicht nähern. Sie war panisch vor ihm davon gerannt. Hilfe und Gewalt waren schwer auseinander zu halten in diesem Reich ... eine traurige aber wahre Tatsache. "Oder zieht ihr es vor, dass ich euch Gänseblümchen nenne?", hakte die Elfin kichernd nach, was Karna amüsiert grinsen lies. "Ich glaube für den Spitznamen wird er mich im Schlaf lynchen." Er erhob sich und ging daraufhin zu dem Rotschopf, welcher um Essen gebeten hatte. Er hielt allerdings überraschend inne, als er vernahm das er sich selbst doch ebenfalls Nahrung besorgen sollte. "Oho ~ Macht sich da jemand Sorgen um mich?", schnurrte Karna belustigt dem jungen Elfen zu, entschied aber ihm lieber erst einmal wirklich etwas zu Essen zu besorgen. Liebevolles Necken war effektiver mit vollem Magen. Kaum hatte er den Raum verlassen, war die schöne Dalish aufgestanden und hatte sich zu Cahelan begeben. "Mein Name ist Athenaya.", stellte sie sich ihm vor. "Meister Zinovia scheint euch zu mögen. Normalerweise ist er distanzierter, weil er Angst hat uns zu verletzen. Sonderbar nicht wahr? Ein ´guter´Magier ... es ist fast lächerlich.", ihr Blick glitt durch die kleine Krankenstation. "Aber ich habe gesehen, was er hier tut. Ohne ihn wären wir alle schon lange tot. Sagt mir Falon, bleibt ihr oder geht ihr von hier fort zurück zu eurem Leid?"


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    • |Cahelan Lemael.


      Auf den Lippen des Elfen breitete sich ein schmales, aber sanftes Lächeln aus, als die Dalish seinen Gruß erwiderte - es tat gut, eine Gleichgesinnte zu sehen...auch wenn es ein trauriger Ort für ein erstes Kennen lernen war. In seiner Zeit als Sklave hatte er leider nicht oft das Vergnügen gehabt, sich mit anderen Elfen zu unterhalten und wenn, dann waren diese ebenso Sklaven wie er gewesen - doch Dalish waren einfach anders, nicht vergleichbar mit ihnen. Auf der einen Seite beneidete er sie um ihre Freiheit und ihre Lebensart, auf der anderen Seite war er froh, dass zumindest ein Teil seiner Art die Möglichkeit hatte, frei zu sein und ihr Leben zu genießen.
      Auf ihre Neckerei verzog er kurz missmutig das Gesicht, doch schnell kehrte wieder sein normaler Gesichtsausdruck zurück. "Nein danke, ich verzichte. Es reicht schon, dass ein Magier das tut.", sagte er und linste dabei zu besagen Magier hinüber.
      "Ja, vielleicht tue ich das. Durch deine Heilung und den Schlaf bin ich durchaus wieder fähiger dazu als noch heute Morgen. Wenn dir deine hübsche, makellose Haut lieb ist, solltest du heute Nacht deine Augen offen halten.", saget er leise, beinahe schon verschwörerisch, aber sein zuckender strafte seiner Worte Lügen und milderte die gespielte Drohung.
      Auf dessen Neckererei winkte er nur ab. "Ich will nur nicht, dass der einzige Magier mit Hirn im Kopf frühzeitig das zeitliche segnet.", meinte er beiläufig. Ob er sich Sorgen machte oder nicht wusste er nicht - er hatte sich immernoch nicht entschieden, ob er diesem Mann trauen sollte oder nicht. Aber das er ihn und all diese Leute hier in seinem Haus wohl gerettet hatte, sprach doch schon eindeutig für ihn..
      Als der Heiler fort war und die elfin sich ihm näherte, wandte er sich dieser neugierig zu. "Mein Name ist Cahelan.", stellte er sich ebenso vor, ehe sein Blick nachdenklich in die Richtung glitt, in der Karna verschwunden war, während die Dalish über diesen sprach.
      Überrascht blinzelte der Elfe kurz - normalerweise verhielt sich karna also bei anderen Elfen anders? Interessant..
      Zustimmend nickte der Mann schließlich. "Es ist wirklich kaum zu glauben. Ich würde es für einen schlechten Witz halten, wenn ich nicht am eigenen Leib erlebt hätte, dass es wahr ist."
      Oh diese Frage...diese schwierige, schwierige Frage..Cahelan's Augenbrauen zogen sich zusammen und er spürte, wie sich alles in seinem Körper zusammenzog, bei dem Gedanken, zu seinem Herr und gebieter zurück zu kehren und doch.."Es ist keine Frage des wollens, ich muss zu ihm zurückkehren. Mein Meister hat mich mit einer Art Fluch belegt, der ihn dazu befähigt, immer zu wissen, wo ich bin..deswegen muss ich bald von hier verschwinden. Ich will nicht, dass er von diesem Ort erfährt."
      Er wollte sich nicht ausmalen, was er ihm antun würde, würde er diesmal zu ihm zurückkehren - vielleicht würde sein Leben sein abruptes ein Ende finden. Aber für den Elfen war dies mittlerweile eher eine Erleichterung, als etwas, vor das er sich fürchtete - denn das, was er hatte, konnte man nicht als lebenswertes Leben bezeichnen.
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    • Karna Zinovia

      "Hübsche, makellose Haut?", schnurrte Karna entzückt und blickte dabei zu Athenaya. "Habt ihr das gehört meine Teuerste? Ich glaube das war ein verstecktes Kompliment an mich." Die hübsche Dalishelfe konnte gar nicht anders, als bei der Bemerkung des Magiers zu lachen. Sie schüttelte nur leicht den Kopf und blickte dem Blonden mit einem sanften Lächeln nach, welcher nun auf den Wunsch des rothaarigen Elfen in die Küche spazierte. Zu Karnas Schande, konnte er absolut nicht kochen. Er musste dazu stehen, dass er nun mal ein Aristokrat war und man nie in Erwägung gezogen hatte, ihm das Kochen beizubringen. In den Augen seiner Familie, waren dafür Bedienstete zuständig und er musste eben einfach nur seinen Familiennamen präsentierten, während um ihn herum Sklaven und Diener umher huschten. Ein Umstand welcher der Magier zwar verabscheute, aber nicht leugnen konnte. Er hatte es wirklich versucht. Er hatte versucht zu kochen, dabei aber die Küche in Brand gesteckt und auf Bitten seiner Diener nie wieder auch nur einen Topf angerührt. Für gebratenen Prachtwidder gab es nun mal keinen Zauberspruch, dieser Tatsache musste er sich stellen. Auch hier in der Krankenstation hatte er freundlicherweise ein paar Elfen gefunden, welche für ihn kochten. Sie hatten es ihm angeboten zum Austausch dafür, dass sie an seiner Seite bleiben durften. Karna wäre dumm gewesen, hätte er dieses Angebot abgelehnt, zumal einer der Elfen fantastische Gebäcke zaubern konnte!
      Während Karnas Abwesenheit hatte sich Athenaya zu Cahelan begeben und leistete ihm Gesellschaft, während sie ein wenig über den sonderbaren Magier sprachen. Die Dalish konnte die Verwunderung des Rothaarigen mehr als nur gut nachvollziehen. "Ich habe es auch nicht glauben können. Zu Beginn habe ich ihn gehasst, auch wenn er mir nie einen Grund dafür gegeben hatte. Dennoch ganz gleich wie oft ich ihn beschimpft habe, er hat mich nie hinaus geworfen oder aufgehört sich um mich zu kümmern.", murmelte die Blondine und verschränkte die Arme. "Ein merkwürdiger Shemlen. Dennoch ist ihm meine Zuneigung gewiss.", erklärte sie und stellte Cahelan eine Frage, dessen Antwort sie überraschte. "Ein Fluch? Vielleicht solltet ihr mit Meister Zinovia darüber sprechen? Er ist ein sehr mächtiger Magier, er könnte vielleicht etwas tun.", schlug die Dalish vor und schüttelte mit den Kopf, so dass ihr langes blondes Haar hinter ihre Schulter flog. "Glaub mir, er weiß bereits wo du bist. Jeder Magier und Magister der Stadt, kennt diesen Ort. Jeder weiß das die Krankenstation Meister Zinovias als Zuflucht gilt. Auf Grund seines Status und der Position seines Vaters, hat man bislang nichts dagegen unternommen. Es ist dem Magisterium ein Dorn im Auge, wird aber wegen Lord Zinovia, dem Vater von Karna geduldet."
      Gerade als Athenaya hinzufügen wollte, dass Karna ihn in diesem Zustand ohnehin nicht gehen lassen würde, war der schöne Magier zurückgekehrt. Er trug eine große silberne Platte mit allerhand Obst und Gemüse. Es gab auch gebratenes Fleisch, da er nicht wusste ob cahelan vielleicht doch etwas herzhafteres bevorzugte. Natürlich rannte ihm Serion nach, da er ihm die Silberplatte abnehmen wollte, wsie er es eben als Sklave gewohnt war. "Serion, bei Andraste, ich fackel dir gleich die Haare ab, wenn du mich die paar Meter nicht laufen lässt. Das ist eine Essensplatte, ich bin zwar kein Krieger, aber ich denke das Gewicht wird mich schon nicht umbringen.", schnaubte Karna verärgert. Nachdem er den jungen Elfen irgendwie abgehängt hatte, beziehungsweise ihn ignorierte, stellte er das Essen vor Cahelan auf den Tisch. "So Gänseblümchen, bedien dich. Feyvhen ist ein begnadeter Koch.", daraufhin deutete Karna zu einem schwarzhaarigen Elf mit langem Haar, welches er zu einem hohen Zopf trug. Er hatte scharf geschnittene grüne Augen und eine leicht bräunliche Haut. Ein sehr attraktiver Mann, der kaum sprach und bei dem Karna knapp 3 Wochen gebraucht hatte, um überhaupt seinen Namen zu erfahren. "Hätte Meister Zinovia gekocht, wäre es ungenießbar.", stichelte Athenaya kichernd. Karna rollte lediglich mit den schönen eisblauen Augen. "Klappe halten und Essen Athenaya."


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    • |Cahelan Lemael.

      "Ich habe nur Tatsachen ausgesprochen." - ob das Karna's Aussage unterstreichen oder widerlegen sollte, war nicht ganz klar dabei. Es war eben so: Cahelan hatte schon immer sowohl Menschen, als auch Elfen als schön empfunden und in beiden Rassen gab es natürlich besondere Diamanten - Karna war einer von diesen. Nicht nur seine Haut, auch seine Augen, seine Statur, seine Stimme...er war einzigartig, äußerlich, aber auch innerlich. Kein Mensch war ihm bis jetzt je begegnet, der auch nur ansatzweise so nett und großmütig war wie Karna. Er war fasziniert von dem Magier, auch wenn seine Vergangenheit, seine Erinnerungen und seine Gedanken ihm auf der Schulter saßen, sowohl als Engel, als auch als teufel und ihm den ein oder anderen Satz zuflüsterten.
      Während der Abwesenheit des Magiers, unterhielt er sich mit Athenaya, die sich als sehr angenehme und lustige Zeitgenossin herausstellte und ihm in manchen Bereichen sehr ähnlich zu sein schien. Die Lippen des Elfen hatten sich zu einem amüsierten lächeln verzogen. "Der merkwürdigste Shemlen, dem ich je begegnet bin.", stimmte er ihr zu - wobei das in seinem Fall eusnahmsweise als Kompliment gemeint war, denn er war einer der wenigen Menschen, die ihn ausnahmsweise mal poistiv überrascht hatten.
      Auf ihren Vorschlag, mit Karna über seinen Fluch zu sprechen, verschwand sein Lächeln jedoch und sein Blick wurde nachdenklich. "Ich weiß nicht, ob ich das tun will. Gerade weil er so ein guter Mensch ist und sich um soviele andere Bedürftige kümmert, weiß ich nicht, ob ich ihn mit meinem Problem belasten will." Der Elfe wollte ihn nicht in Gefahr bringen, denn das tat er sicherlich schon genug selbst, mit seinen Taten hier. Und doch..war er verführerisch. Frei zu sein - das war ein Wunsch, an den er sich selbst verboten hatte, auch nur ansatzweise zu denken, denn aufgrund des Fluches war es ihm unmöglich zu flüchten. Aber so...er würde über den Vorschlag nachdenken. Eventuell hier oder Zuhause - je nachdem, was gerade besser war.

      Als ein toller Geruch ihm in die Nase stieg, wandte er seinen kopf um und konnte gerade dabei zusehen, wie Karna mit einem silbernen Tablett mit allerlei Nahrung zurück kam. Amüsiert zuckte sein Mundwinkel, als er dem Geplänkel zwischen Karna und seinem 'Diener' zuhörte.
      Die Worte des jungen Magier's überraschten ihn nicht wirklich - irgendwie hatte er sich Karna nicht in der Küche vorstellen können und vorallem bei dieser Reichlichkeit an Essen war ihm klar gewesen, dass das nicht Karna gekocht haben konnte.

      "Ma serannas.", bedankte er sich mit einem Kopfnicken bei besagten Elfen, doch lange hielt er sich nicht auf, denn sein Hunger war wirklich groß - er wusste nicht, wann er zuletzt etwas gegessen hatte. Ab und zu hatte er sich etwas Essen aus der Küche gestohlen, denn in den letzten tagen hatte ihn sein Meister aufgrund seines 'Fehlverhaltens' auf eine 'Diät' gesetzt - kurz gesagt, ihn hungern lassen. Auf die Worte der Elfin musste er amüsiert zu dem Magier sehen, während er sich zu Anfang erstmal etwas von dem gebratenen Fleisch nahm und begann, davon zu essen.
      "Irgendwie überrascht es mich nicht, dass du nicht kochen kannst.", neckte er ihn - wahrscheinlich hatte man immer für ihn gekocht; er war immerhin der Sohn des großen Lord Zinovia. "Wobei es eigentlich mit magie ein leichtes sein solllte, etwas anzubraten. Nur lass mich raten, du brennst dabei nicht nur das Essen an?"
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      Arms as strong as the wind
      Dressed ready to kill
      Head in the clouds but feet on the ground
      With you it's all safe and sound

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    • Karna Zinovia

      Karna bekam von dem Gespräch zwischen den jungen Elfen nichts mit. Viel mehr war er damit beschäftigt etwas zu Essen von ihrem attraktiven Koch abzugreifen und aufzupassen, dass er Serion nicht doch in eine Kerze verwandelt. So sehr er ihn auch mochte, genauso konnte er ihm auch auf die Nerven gehen. Man merkte deutlich das der junge Elf seine Angewohnheit als Sklave nicht aus dem Blut bekam, immer wieder wollte er dem blonden Magier dienen, ihm jeden Wunsch erfüllen und das machte Karna noch wahnsinnig. Er wollte nicht in eine Schublade mit diesem Abschaum aus Sklavenhändlern in einen Topf geworfen werden. Er war hier um den Leuten, welche in Tevinter als minderwertig erachtet wurden zu helfen und das würde er auch. Falls ihn Serion mit seiner Fürsorge nicht noch irre machte und er sich danach einliefern lassen durfte. Er hatte zwar nicht vor in einen der Zirkel außerhalb des Reichs geschleppt zu werden, die Schauergeschichten darüber sind schrecklich, aber sollte er eine Abscheulichkeit werden, würde er Serion dafür verantwortlich machen. Gab es einen Dämon der ´geh mir nicht auf die Nerven´- heit oder so? Aus der Küche heraus hörte er Athenaya lachen.

      "Oh das ist er eindeutig. Einmal hat Meister Zinovia einem anderen Magier die Haare angezündet, weil er abfällig über diese Zuflucht gesprochen hat. Ein Bild für die Götter. Wir haben gelacht, als der Mann im Kreis gerannt ist, statt einfach mit einem Zauber seine Haare zu löschen.", kicherte die schöne Dalish bei der Erinnerung den älteren Magiers, welcher einen Verkaufsstand mit magischen Utensilien im Händlerviertel betrieb. Ein arroganter Idiot, der seine Sklaven wie Dreck behandelt und durch die komplette Stadt scheucht um Sachen zu finden, ebenso wie an gefährliche Orte für neue Heilkräuter. Als Cahelan darüber sprach das Karna ein guter Mensch sei, blickte Athenaya nachdenklich drein. "Mh, ich weiß nicht ob ich ihn als guten Menschen bezeichnen würde. Das was er tut ist edel und er besitzt ein reines Herz. Allerdings hat er auch ganz andere Seite, nur sehen wir diese nicht. Zu uns ist er gütig, vielleicht auch etwas zu frech, aber zu denen welche seine Gedanken nicht teilen ... nun auch wenn es witzig war, dass er dem unhöflichen Verkäufer das Haar angezündet hatte, so hat er das ohne Bedenken getan.", Athenaya strich sich nachdenklich durch das lange weißblonde Haar. "Dennoch ... er ist ein guter Shemlen, zumindest für uns."

      Als Karna das Essen brachte, war das Gespräch der beiden Elfen offenbar beendet, was ihn etwas stutzig werden ließ, er aber nicht weiter hinterfragte. Er wusste das sie über ihn gesprochen hatten, aber sie konnten ruhig ihre Geheimnisse bewahren. Cahelan schien kaum hatte der schöne Blonde das Essen abgestellt, wie ein ausgehungerter Wolf zu sein. Zwar bedankte er sich bei Feyvhen, der das gnaze nur mit einem Kopfnicken bestätigte und direkt in der Küche verschwand, aber so wie der Rothaarige aß, konnte man meinen er hätte Tagelang nichts zu essen bekommen. Daraufhin verfinsterte sich das Gesicht des Magiers direkt, natürlich hatte er hungern müssen. Er wurde aber glücklicherweise von ihm aus den Gedanken gerissen, woraufhin Karna nur frech grinste und sich ihm gegenüber setzte. "Nun ich bin in so vielen Dingen begabt, ich muss ein paar Schwächen haben. Der Erbauer hat mich schon zu perfekt geschafft, wäre ich auch noch fehlerfrei wäre das eine Sünde.", scherzte der Blondschopf amüsiert, woraufhin Athenaya nur kichernd mit den Augen rollte. "Hab ich schon erwähnt wie arrogant Meister Zinovia ist?", fügte sie grinsend hinzu, was den Magier dazu brachte sie spielerisch gegen die Schulter zu boxen. "Autsch, das verletzt mich Athenaya."
      "Das verkraftet ihr schon Herr."
      Grinsend blickte Karna dann zu Cahelan. "Also wirklich Sonnenblümchen, was denkst du von mir?", begann er dann. "Man kocht nicht mit Magie, wo bleibt denn da das Gefühl ... naja und weil es egal ob ich es her zauberte oder nicht, dennoch scheußlich schmecken würde."


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    • |Cahelan Lemael.

      Aufmerksam lauschte er den Worten der Elfin, woraufhin er amüsiert eine Augenbraue, wie auch einen Mundwinkel hochzog."Gut, ich revidiere meine Meinung: er ist ein guter Mensch, wenn es sich um Elfen und schlecht behandelte Lebewesen dreht. Und dieser Magier hat es ja auch provoziert, angezündet zu werden. Dieser Ort hier scheint Karna's ganzer Stolz zu sein, also indem du diesen beleidigst, beleidigst du auch ihn.", gab Cahelan immernoch recht amüsiert zurück. Die Worte Athenaya's hatten mich nicht davon überzeugen können, dass Karna nicht gut war. Er war nicht perfekt - das war jedoch keiner. er setzte sich für das ein, woran er glaubte und beschützte das, was er für wert hielt, beschützt zu werden. Das er eben dann jemanden anzündete, der das beleidigte, was er mühsam aufgebaut hatte, hielt ich für nichts verwerfliches. Solange er keinen Elfen anzündete, der nach seiner Hilfe verlangte, blieb er in Cahelan's Augen ein 'guter Shemlen'

      Als Karna ihm dann auf seine kecken Worte antwortete, musste er aufpassen, sein Essen nicht auszuspucken vor Lachen. Nur mit Mühe und Not schluckte er das Stück Fleisch, was er im Mund hatte, fast im ganzen Runter, um dann in Gelächter auszubrechen. Für einige Momente hielt das an, ehe er doch ein wenig abrupt aufhörte und sich die Seite hielt - ob es nun Karma war oder nicht, aber sein verletzter Körper meldete sich und entschied, dass es für ihn noch zu früh war, lauthals zu lachen.
      "Das ist mir in der kurzen Zeit, in der ich hier bin, schon das ein oder andere Mal aufgefallen.", entgegnete Cahelan immernoch ziemlich belustigt und zwinkerte Athenaya zu.
      Sonnenblümchen? Erst Gänseblümchen, nun Sonnenblümchen?
      "Hast du es dir zur Aufgabe gemacht, mir jede Blumensorte als Spitznamen aufzuhalsen, Magier?", fragte er gespielt ernst, doch das amüsierte Funkeln in seinen Augen verrriet ihn.
      Letztendlich zuckte er mit den Schultern. "Wie sagst du so schön, nur etwas falsch formuliert? - jeder hat so seine Stärken und Schwächen.", neckte er die langhaarige Schönheit, ehe er einen Moment nachdachte.
      "Es ist bedauerlich, dass ich bald wieder diesen Ort verlassen muss, sonst hätte ich dir als Dank mal etwas gekocht. Im Gegensatz zu dir bin ich nämlich gut darin - und vorallem für meine Nachtische bin ich berühmt berüchtigt." Seine eigenen Worte ließen Cahelan fast wehmütig werden, doch er versteckte es hinter einem leichten Lächel. Es ließ sich nicht verhindern - er wollte diesen schönen Ort hier nicht gefährden, denn sein Meister war ebenso wie Karna ein mächtiger Magier mit Geld auf der Hand. Und aufgrund seines Fluches konnte er den Elfen aufspüren - und zu dem Zeitpunkt wollte Cahelan bereits Zuhause sein. Auch wenn das vielleicht das letzte Mal sein würde, dass er die 4 Wände betreten würde, die seine persönliche Hölle beherbergten.
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    • Karna Zinovia

      Er hätte niemals gedacht, denn Elfen so lachen zu sehen! Beinahe hätte sich Cahelan an seinem Essen verschluckt und es wäre seine Schuld gewesen. Großartig, Elfensklave gestorben durch Lachanfall nicht durch Folter. Das hatte Tevinter sicherlich auch noch nicht erlebt! Karna würde damit eindeutig in die Geschichte eingehen. Allerdings konnte er nicht leugnen, dass der Rothaarige ein schönes Lachen besaß. Es war herzlich, klang nicht aufgesetzt und wirkte noch so rein, als würde das Lachen einem unschuldigen Kind gehören, auch wenn die Stimme dafür etwas zu tief war. Die ganze kleine Praxis blickte irritiert zu ihnen, aber das störte weder Karna noch Athenaya. Die schöne Elfin konnte auch nicht anders als über die Reaktion von Cahelan mit einem sanften Lächeln zu antworten. Das Lachen von Elfen war in diesem Land so selten und genau das machte es so kostbar. Kein Gold der Welt würde sich damit messen können. Ein zartes Lächeln zierte das schöne Gesicht des blonden Magiers, als er den rothaarigen Elfen neben sich ansah. Auf das Zwinkern hin, kicherte Athenaya amüsiert und nickte zustimmend.
      "Du meinst das ich so wundervoll bin? Ich wusste dir würde es auffallen.", scherzte Karna amüsiert und sah ihn mit seinen eisblauen Augen genau an, als der Elf auf seine Kosenamen zusprechen kam. Das Funkeln in den schönen Augen von Cahelan verriert ihn. Offenbar konnte er trotz all dem Leid das er erfahren hatte, dennoch Freude empfinden. Karna konnte gar nicht anders als diese Stärke zu bewundern und ihn allein dafür anzuerkennen. Er wollte nicht wissen was dieser arme Mann jahrelang erdulden musste und doch schien ihn nichts so schnell brechen zu können. Vielleicht war es diese Stärke die Karna so magisch anzog? Jedenfalls war es selten, dass er sich auf Anhieb mit jemanden so gut verstand.
      "Nun wenn mir die Blumennamen ausgehen, werde ich mit weiter vorarbeiten. Kleine Tierchen stehen noch zu Auswahl wie Rotkelchen.", antwortete Karna ihm mit einem typisch frechen Grinsen. Das Grinsen verließ ihn allerdings augenblicklich als er die nächsten Worte des Elfen vernahm.
      "Du willst gehen? Okay sicher, du willst hier nicht ewig rumhängen, aber du bist noch nicht in der Verfassung.", begann der Blondschopf perplex, ehe Athenaya seufzte.
      "Er hat Angst dich und die anderen in Gefahr zu bringen.", verriet ihm die Dalish, woraufhin ihn Karna einen Moment seufzend ansah und dann gegen die Stirn tippte. "Das ist alles? Ich will ja nicht angeben, aber ich kann gut auf mich und die anderen aufpassen. Ich bin ein Dorn im Auge von allen Magistern des Reichs, einer mehr macht da auch nichts mehr aus."


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