The Killer in my mind (GeneralLux&Mitsu-chan)

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    • The Killer in my mind (GeneralLux&Mitsu-chan)

      The Killer in my mind!
      @GeneralLux



      ~ Steckbriefe ~



      Alles war still und grau um sie herum.
      Sie hatte nun wohl schon zwei Minuten lang auf die Türklinke gestarrt und den Regen gelauscht, der gegen die Fenster der Schule prasselten. Sie vernahm auch leichte Stimmen aus den Klassenzimmern einige Meter weiter, aber die Töne waren dumpf.
      Ihre Hand zitterte etwas und hielt sich nun die zwei Minten lang kurz vor dem Türknauf.
      //Schulpsychologe, das ist doch völliger Quatsch. Hier kommen doch nur Schüler hin die dem Schulstress nicht standhalten, eine verkorkste Beziehung haben mit dem Typen eine Stufe höher oder schwache Memmen, die es regelrecht provozieren gemobbt zu werden. Was also soll ich hier?//

      Cecilia dachte an den gestrigen Tag, wie sie auf dem Gang saß. Vor der Tür des Direktors und alle Schüler haben sie angesehen als wäre sie eine Kriminelle.
      Ihre Tante kam ganz aufgewühlt den Flur entlang und sah Cecil ganz entgeistert an. Noch bevor sie die junge Schülerin fragen konnte was passiert ist, öffnete sich hinter ihr die Tür und der bebrillte Mann mit Halbglatze und Bart stand schon da. Er räusperte sich, richtete sein Jacket und machte einen leichten Knick vor der aufgewühlten Frau. Sie eilte zu ihm hin, reichte ihm die Hand und stellte sich als Cecils Sorgeberechtigten vor. Die jüngerer Schwester ihrer Mutter, die an einem grauenvollen Tod gestorben ist, das war doch Cecils ganzen Mitschüler dann kein Geheimnis mehr. Bei den meisten zumindest.
      Als der alte Herr die beiden Frauen herein bat und ihnen einen Stuhl anbot, setzte auch er sich in seinen großen Sessel und behutsam legte er seine gefalteten Hände auf den Tisch.
      "Was ist denn passiert?"
      Fragte Cecilias Tante mit großen Augen die auf den Rektor gerichtet waren, sein Blick galt jedoch ganz der jungen Schülerin und sie wusste es soll nun ihre Aufgabe sein ihre Tante aufzuklären. Sie sah auch sofort zu mir rüber und Cecil seufzte. Sie wandte sich etwas in dem Stuhl und setzte sich aufrecht hin. "Ich hab einem Mädchen etwas Angst gemacht." Erklärte sie murmelnd und sie sah nur wie ihre Tante den Kopf weiter vorneigte um sie zu verstehen. Sie sah sie fassungslos an. "Du hast was?"
      "Ich hab einer Mitschülerin etwas Angst gemacht, sie mobbt mich schon seid einigen Tagen, jetzt hat es mir gereicht. Ich hab sie angeschrien und mit etwas bedrohlich auf sie los...." Erklärte Cecil die Situation bis sich der alte Herr einmischte. ".. und dann hast du sie die Treppe runtergeschupst." "Was!" Ertönte die Stimme ihrer Tante ganz entsetzt und sofort richtete Cecil sich auf. "Das hab ich überhaupt nicht, sie ist ausgerutscht." "Nachdem du auf sie los bist." Wandte der Rektor ein und Cecils Tante schüttelte nur fassungslos den Kopf. "Cecilia ich fass es nicht, ist es sehr schlimm was dem Mädchen passiert ist?" Fragte sie dann an den Herren im Raum gerichtet. Er atmete tief durch und zog seine Schultern rauf. "Naja man kann von Glück reden das es nur bei einigen Prellungen geblieben ist, aber es hätte schlimmer kommen können. Sie war von dem Sturz etwas benommen und wurde sofort ins Krankenhaus gebracht." Wieder wandert der Blick zu Cecil. "Ich hab nichts gemacht, ich hab ihr nur endlich mal meine Meinung gesagt, was für ein verlogenes Miststück sie ist. Ständig mobbt sie mich und schikaniert mich, dabei habe ich ihr nichts getan. Sie hat es zu weit getrieben und es hat mir gereicht. ich hab sie angeschrien und bin auf sie zugelaufen, mehr nicht. Ich hab sie nicht mal angefasst, sie ist nach hinten gewichen und ausgerutscht" Cecil hatte es einfach satt, doch anstatt das ihr jemand zuhört schoss der Rektor aus seinem Stuhl. Er donnerte die Hände auf den Tisch und das einzige was wohl hängen geblieben war das Cecil sie als ein Miststück beleidigt hatte. "Ms Hobbs achten sie auf ihren Ton!" Seine tiefe und raue Stimme donnerte durch sein Büro. Auch Cecil schwang sich aus ihrem Stuhl und hielt den kalten Blick des Rektors stand, doch ihre Tante hielt sie am Arm zurück.
      "Cecilia." Sprach sie still zu dem jungen Mädchen. "Verlassen sie mein Büro Ms. Hobbs, den Rest können wir auch allein klären." Sprach er dann mit bedrohlicher Stimme, doch Cecil blieb stur an ihrem Platz stehen. "Ms. Hobbs!" Donnert wieder seine Stimme durch den Raum und Cecils Tante stand nun auch auf und drängte sie zur Tür. "Geh Cecil. Warte draußen ich klär das."

      Und nun einen Tag später steht Cecil hier, vor der Tür des Schulpsychologen.
      "Super gemacht Tantchen."
      Gerade als sich Cecil dazu aufgerappelt hat den Türknauf überhaupt in die Hand zunehmen, wurde dieser ihr wieder aus der Hand gerissen und sie sah nur in ein verweintes Gesicht. Cecil sah ihr gegenüber starr an und sie erkannte sie sofort. Es war eine Freunden, dieses Mistückes. Cecil schluckte kurz und schon wurde sie von der Schülerin zur Seite gedrängt. "Geh zur Seite du Freak." Meckerte sie und eilte davon. Cecilia sah dem Mädchen noch nach als sie dann die etwas geöffnete Tür mustert und nach einem kurzen durchatmen eintrat. Ein grauer Raum offenbarte sich vor ihr und nur das Tageslicht welches unter den grauen Regenwolken gedämmt war bot Licht. Der Regen prasselt gegen die Fenster und eine Stille zog sich durch das Zimmer. Cecilia schloss leise die Tür hinter sich und hob ihren Blick, als sie noch einen Moment an der Tür stehen blieb und den Herren mustert welche ihr den Rücken kehrte und aus der Fensterfront blickte.
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      Bekommt dieses verdammte Lied nicht mehr aus ihrem Kopf D:
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      - Hollywood Undead <3 \^-^/
    • In dieser Welt heißt es man kann sein was man will. Doch augenscheinlich, sobald man etwas wählt, das nicht der Ethik oder den Regeln dieser Welt entspricht, ist man ein schlechter Mensch. An sich sah er sich nicht so. Er wusste was er tat, er wusste um seine Fehler und all die Diagnosen, die man ihm stellen würde. Doch er konnte nichts dagegen tun, er wollte es auch nicht. Nur als Kind hatte er einmal versucht zu sagen, was ihn bedrückte, was ihn so sauer machte. Doch man hatte ihm nie zugehört.

      Der Regen hatte seit seiner Fahrt aus der kleinen Wohnung zur Schule nicht mehr aufgehört. Er war stark genug, dass er hörbar in seinem Büro war. Er war einer der wenigen, die ein eigenes haben durften, neben dem Direktor. Doch er galt als wichtige Person mit guten Auszeichnungen. Hätte man ihm damals gesagt, was er einmal werden würde, welche Welten er betreten und Masken auflegen würde, dann hätte er gelacht. Heute ist es nur ein mildes Lächeln und ein stummes Nicken, welches seiner Patientin suggerierte sie könne sich weiter aussprechen. Er war nur ein Zuhörer, alles was er sich damals gewünscht hatte. Er achtete auf ihre Mimik und Gesten, auf die Wortwahl und ihre Emotionen. Ihre Vergangenheit war ein Netz, dass er durchblicken konnte.
      Doch das Netz des jungen Mädchens vor ihm, war kaum der Aufmerksamkeit wert. Wahrscheinlich drifteten genau deswegen seine Gedanken in die Ferne. Er überdachte einige Handlungen, die erst vor kurzer Zeit vollführt worden waren. Manche würden meinen was mehrere Jahre zurück lag, würde einen nichts mehr angehen, doch er war anders. Er musste es bedenken. Musste es noch einmal sehen und noch einmal durchleben. Er liebte die Stimmen in seinen Gedanken, wie sie flehten...
      Das Piepen einer Uhr läutete das Ende einer kleinen Sitzung mit einer Schülerin ein, die die typischen Selbstwertprobleme hatte. Sie war eine von vielen. Kaum interessant.
      "Vielen Dank, Stacey...Nächste Woche können wir noch einmal sehen, wie es dir mit dieser Sache geht."
      Seine Stimme war sanft und freundlich. Ein sanftes Lächeln auf den Lippen umspielt mit einem ordentlichen Äußeren war er alles an Person, die man als Zuhörer haben wollte. Er strahlte Verständnis aus, ob es nun gespielt war oder echt, das interessierte die meisten sowieso nicht mehr.
      Die Schülerin verzog das weinende Gesicht und trocknete sich die Tränen nur halbwegs ab, bevor sie aufstand und mit ihrer Tasche dann gehen wollte.
      Er stand auf von seinem Sessel und stellte sich an das Fenster, um auf den angrenzenden Parkplatz vor der großen Schule blicken zu können. Wenige Bäume schränkten den Blick ein. Er hat alles aus seinem leben machen können und nun arbeitete er als Schulpsychologe in einer kleinen Stand am Rande vom Nirgendwo. Eigentlich ein guter Platz und wie es schien wirkte er auch noch sehr gut. Bis heute, hatte man ihm nichts vorwerfen können. Er war einer der Schafe.
      Ein kurzes Schmunzeln, dann hörte er, wie die Tür hinter ihm zu ging und er spürte die Präsenz einer weiteren Person im Raum. Einen Moment brauchte er, bis ihm kam, dass er eine weitere Patientin hatte. Eine neue noch dazu.
      Interessiert wandte er sich wieder um, die Hände hinter dem Rücken verschränkt. Sein Blick fiel direkt in ihre Auge und er schenkte ihr ein warmherziges Lächeln. Er war eine Person der man sein leid erzählen mochte. Er besaß warme braune Augen, dunkles braunes Haar und ein freundliches Gesicht. Der Schein mochte dennoch trügen.

      Er sah, dass sie sich nicht traute oder gar kein vertrauen in ihn und all die Psychologie hatte. Doch so waren die meisten, wenn sie in so ein Büro traten. Es war nicht unbedingt hübsch eingerichtet, doch das gedimmte Licht, die zwei sich gegenüberstehenden Sessel, die genug Abstand zu einander haben und ein kleiner Tisch zwischen ihnen, gaben einem eine gewisse heimische Note.
      Kurz wanderte er an seinen Schreibtisch hinüber, dabei lud er sie ein sich zu setzen:"Nimm ruhig Platz, wir haben Zeit.".
      Sein Blick fiel auf die Unterlagen, die er da liegen hatte und er blätterte kurz um, las den Namen von einer Akte herunter und schnaufte leise.
      "Cecilia...Ein wunderschöner Name. Also dann...", er wandte sich wieder ab und setzte sich auf seinen Sessel, ergriff dabei ein Notizbuch und einen Stift, fing an etwas darauf niederzuschreiben.
      "Mein Name ist Dr. Thomas Rose. Aber nenne mich bitte Thomas. Siezen muss auch nicht sein. Sonst fühlt man sich so alt.", er lachte leise und beobachtete Cecilia dabei fortwährend. Ihr Blick allein sagte mehr als tausend Worte. Eine gebrochene Seele...Eine Seele bereit gejagt zu werden. Doch noch war keine Jagdsaison.
      Thomas überschlug die Beine.
      "Ich glaube, ich muss bei dir nicht wie mit allen anderen üblicherweise anfangen...Du siehst klug aus und du willst nicht hier sein.", er verengte leicht die Augen. Das machte ihn gefährlich. Er kannte sein gegenüber. Er konnte sie lesen.
      "Hast du Fragen an mich? Ich möchte es dir hier so angenehm wie möglich machen. Wir haben ein paar Stunden miteinander in den nächsten Wochen."
    • Langsam trat die junge Schülerin an den Sessel heran.
      Ihre Tasche rutschte ihr von der Schulter als sie sich in den Sessel beugte und die Tasche gab einen dumpfen Laut von sich als sie neben dem Sessel auf den Boden fiel. In den Sessel zurück gelehnt fiel Cecilias Blick durch den Raum und er war, bis auf die beiden Sessel, den Tisch der diese voneinander trennt und der Schreibtisch mit Stuhl sehr kahl eingerichtet. Er strahlte ihrer Meinung nach kälte aus und weniger etwas warmes, vertrautes.
      Ihre hellen, türkisfarbenen Augen wanderten nun zu dem Mann herüber der sich einige Unterlagen ansah. Vermutlich ihre Schulakte, wo drin steht was sie für eine schreckliche Schülerin ist, die ihre Mitschülerin von der Treppe schubst und nur negativ auffällt. Cecilia war froh das nicht die ganze Story ihrer Eltern drin stand und der Rektor es nicht auch noch verewigt hat.
      Doch das ihr Sorgeberechtigter ihre Tante ist, war durchaus bekannt.
      Auf die Bemerkung hin sie hätte einen schönen Namen reagierte sie nicht großartig drauf, es waren Worte die sie schon häufiger gehört hatte. Die Hände auf ihren Schoß gelegt und einer gerade Haltung folgen ihre Augen dem Mann, wie er sich vor ihr niederlässt. Ihr Blick wandert kurz zu dem Notizblock in seiner Hand bis sie dann wieder in seine warmen Augen sah. Er war ein hübscher Mann, wie sie empfand und anscheinend auch einige andere Schülerin, die von dem schönen Mann im Anzug schwärmten. Jetzt weiß wen sie meinten und Cecilia verfiel nicht ins endlose Schmachten, doch er war irgendwie Anders. Als sie ihn vor sich mustert fiel ihr sofort auf das er hier in dieses Kaff überhaupt nicht reinpasste. //Vermutlich auch aus der Stadt.// Ging es ihr durch den Kopf und mit ihren Gedankengängen hielt sie inne, als er wieder das Wort ergriff.
      //Wer will den schon freiwillig hier sein? Diese ganzen Schüler hier mit ihren lächerlichen Problemen, kommen doch nur her um sich kurz auszuheulen, die Schülerin vermutlich nur um einige Zeit mit dem Schönling zu verbringen. Die mit den ernsthaften Problemen werden doch gar nicht beachtet und denken ihnen kann eh niemand helfen.//
      Ging es ihr sofort durch den Kopf, doch sie behielt es lieber für sich.
      Für einen kurzen Moment hielt die junge Schülerin inne und sie versuchte den Augenkontakt aufrecht zu halten.
      Wobei sein Blick direkt durch sie hindurch ging und sie wusste, viel brauchte sie wohl nicht erzählen damit er weiß was für eine Art Mensch sie war.
      So aufmerksam wie sein Blick war, schien er gut geschult zu sein.
      Sie atmete tief durch als sie dann sein Angebot auf Fragen an ihn annahm.
      "Was hat ihnen der Rektor über mich gesagt?"
      Fragte sie dann einfach nach und zu gern wollte sie wissen was der gute Herr so über sie erzählt hat. //Ob meine Tante auch mit ihm gesprochen hat?//
      Cecil wusste nicht recht ob sie sauer auf ihre Tante sein sollte, sie will an sich ihr ja nur helfen, aber trotzdem fand Cecilia es lästig das sie sich in ihre Probleme einmischt und so tut als wäre sie ein Sonderfall. Ihre Tante sollte sich wohl um das andere Problem im Haus kümmern, aber was ihren Mann betrifft war sie wohl unfassbar blind.
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    • Thomas schrieb ihren Namen auf das weiße Blatt und musterte seine Schrift. Wie immer war er ordentlich, wie immer ruhig und gelassen. Er zählte im inneren die Sekunden. Das beruhigte ihn. Ein Pulverfass war er definitiv nicht, doch er brauchte auch nichts vorlügen. Er brauchte diese gewisse Ruhe, eine Stabilität, die ihm die Zeit gab. Atemübungen fand er damals unglaublich stupide und banal, doch heute waren sie unbewusster Teil seiner Existenz. Jedes Kauern, jedes Warten und jedes Reden beinhaltete alle Beruhigungsansätze, die ein Mensch haben konnte. Vielleicht war er genau deswegen ein guter Psychologe für das Dorf hier. Jemand der mit Jugendlichen gut konnte, weil er ihre Probleme, zwar nicht immer verstand, aber Aufmerksamkeit schenkte. Manche haben es nicht verdient. Manche wollten nur bei ihm sein, spürten die Wärme, die ein Wolf ausstrahlte unter dem Schafspelz, doch sie schienen ihn nicht zu erkennen. Man konnte sich immer vor der Nase der Sucher verstecken und sie fanden einen nicht.

      Seufzend wechselte Thomas die Beine und überschlug sie andersherum. Das ewige Sitzen in einem Sessel wurde anstrengend, doch er hatte sich an den Anzug gewöhnt und an die Verkleidung, die er tragen musste. Anderes konnte er nicht machen. Sein Leben bestand aus Verkleidungen, ob nun für den einen oder anderen Zweck.
      Mit einem Schmunzeln sah er die Schülerin an. Sie konnte, wie es schien, sehr hartnäckig, aber vor allem stur sein. So wirkte sie auf ihn. Doch das Leben zeichnete einen und es gab einen Grund, weswegen sie so war. Schön, dass sie nicht wusste wer er war. Es hatte immer diesen riesigen Vorteil, wenn einer mehr Informationen hatte, als der andere.
      Als er die Unterlagen bekam, das Gespräch hatte, wusste er noch nicht recht, was er mit ihr anfangen sollte. Sie war eine von vielen mit Problemen.
      Als sie ihn fragte, was der Rektor zu ihr gesagt hatte und über sie erzählte, da musste er ein leises Lachen unterdrücken. Jugendliche und junge Erwachsene waren immer so sehr darauf fixiert zu wissen, was andere über einen dachten.
      "Formulieren wir die Frage anders.", lenkte er ein und legte das Notizbuch bei Seite.
      "Was hättest du gerne, was der Rektor über dich erzählt haben soll?"
      Er drehte die Frage um und wartete mit ruhiger Haltung auf sie. Sie würde sich erst entspannen müssen, ihm vertrauen schenken.
    • Cecilia fühlte sich nicht wohl bei der Sache.
      Die Tatsache das sie nun hier mit einem Therapeuten saß gab ihr das Gefühl wirklich nicht ganz dicht zu sein.
      Mit ihrer Vergangenheit wäre es vermutlich nicht abwegig zu glauben sie wäre instabil.
      Die junge Schülerin würde auch nicht behaupten das sie ganz stabil ist. Ein Seufzen verließ ihre Lippen und in aufrechter Haltung saß sie in ihrem Sessel und lauschte den Worten des Fremden vor sich. Innerlich rollte sie nur die Augen.
      Natürlich lenkte er mit einer Gegenfrage ein und Cecil empfand es als lästig. Er konnte doch einfach sagen was Sache ist.
      "Vermutlich hat er heftig mit seinen Händen rum gewedelt und ausgedrückt wie dringlich diese Sitzungen wären, damit ich niemanden verletzte, weil ich ja so ein bedrohlicher Mensch bin."
      Cecil konnte sich das sehr gut vorstellen und das heftige gestikulieren mit seinen Händen war gar nicht so unwahr.
      Er war ein sehr temperamentvoller alter Mann, der gern etwas zu schnell an die Decke geht.
      Cecilia hasste ihn und er hasste sie. Niemand scheint die junge Schülerin hier wirklich zu mögen und sie war eine Einzelgängerin.
      Ihre Tante konnte sie von dem ganzen Schuldrama immer gut fernhalten, doch jetzt konnte sich Cecil wohl auf ein ausgiebiges Gespräch mit ihr einstellen und es war wohl viel Erklärungsnot gewesen.
      Sie würden lange miteinander Reden und so wie die junge Frau ihe Tante kannte, würde sie ihre Nichte nicht verstehen.
      Sie würde ihr Bedauern ausdrücken und versuchen alles wegzutrösten, doch ändern würde sich rein gar nichts.
      Im Endeffekt war sie auf sich allein gestellt und alle schienen gegen sie zu sein.
      Cecilia rückte ein Stück nach hinten an die Sessellehne, damit es etwas bequemer wurde und behutsam faltete sie wieder ihre Hände und legte diese auf ihre Oberschenkel. Es war ein trostloses Gefühl, trotz der ganzen Menschen um sie herum komplett auf sich gestellt und allein zu sein. Nachdem sie einen kurzen Blick aus dem Fenster warf, sah sie wieder ihren Gegenüber an, der sein Notizbuch beiseite gelegt hatte und sie mit seinen warmen braunen Augen fixierte. Einen Moment lang tauschte sie mit ihren gegensätzlichen, kalten türkis farbenden Augen Blicke aus, doch diese flogen nur wieder zum Fenster hin wo leise der Regen entgegen prasselte. Es war ein sehr angenehmes Geräusch in ihren Ohren.
      "Sind sie aus der Stadt? Sie passen irgendwie nicht ganz ins Bild." Stellte die Schülerin dann fest und sie wollte wohl erst diesen Mann etwas kennen lernen oder einfach so weit es geht nicht zu viel von sich selbst erzählen.
      Sie sah es erst mal nur als einen Plausch an mit einem intelligenteren Menschen in diesen Umkreis an, wobei schlauer als diese Menschen hier zu sein war es wohl nicht. Die Menschen hier aus dem Dorf waren so in ihrer eigenen kleinen Welt festgefahren, jemand Neues war unerwünscht und dann auch noch jemand wie Cecil, die mit niemanden spricht und vom ersten Tag an klar macht das sie auch gar nichts wirklich mit den Schülern hier zutun haben möchte.
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    • Thomas ließ seinen Blick nicht von ihr ab. Ihre Gesichtszüge kamen ihr in irgendeiner Weise bekannt vor, doch er hatte schon so viele Menschen hier gesehen. Vor allem die jungen Menschen schienen sich manchmal einfach zu gleichen. Bei den jungen Männern, konnte er meistens gerade die Blonden nicht auseinander halten. Andererseits war er geschult darin in ihrer Haltung die unterschiedlichen Charaktere zu lesen, doch die Jungs trauten sich nicht zu ihm zu kommen, wenn sie Probleme hatten. Gerade in diesem Alter waren es die wenigstens, die so etwas zugeben konnten, wie Depressionen. Sie waren nicht instabil, sondern selbstbewusst und krankhaft in sich verliebt. Er schweifte ab mit den Gedanken und kam wieder zu ihr zurück. Auf seine Frage hatte sie sich leicht verspannt, das gefiel ihr wohl nicht, doch das folgende quittierte er mit einem ruhigen Lächeln. Natürlich kannte sie den Rektor nur viel zu gut und schien ihn richtig einzuschätzen. Er war groß gestikulierend hergekommen und regte sich aufbrausend über den Vorfall auf. Aber das war kaum verwunderlich, der Mann konnte sich über alles aufregen, was ihm vor die Füße kam.
      Weiterhin blieb er aufmerksam, auch wenn Cecilia nun dazu neigte den Blick von ihm abzuwenden und nicht weiter auf seinen einzugehen, als für ein paar wenige Sekunden. Gerade das zeugte von Unruhe in ihr. Sie wollte nicht hier sein und misstraute ihm weiterhin. Doch das taten sie alle. Es gab nur wenige, die von Anfang an ihr Herz bei ihm ausschütteten und was für widerliche Dinge da rauskamen, darüber musste Thomas nicht nachdenken. Er musste nur das Verhalten inspizieren und Gründe finden.
      Wieder nickte er, "Du scheinst sehr gut deine Umgebung auffassen zu können. Nun, ich weiß worum es geht, warum du hier bist. Aber sei versichert, die Vorwürfe hege ich nicht gegen dich. Ich bin hier umzuhelfen. Das hast du bestimmt schon zigmal in irgendwelchen Serien gehört.", er leichte leise und warm. Er mochte diese Scharade. Mochte es den gutherzigen Thomas zu spielen.
      Es gab ihm das Gefühl, dass er die Leute manipulieren konnte und dass sie nie mehr erfahren werden.
      Ihre Frage ließ ihn jedoch ab von seinem Geplänkel und er beugte sich leicht nach hinten, hob den Kopf an und schmunzelte über ihre Wahrnehmung.
      "Das stimmt. Sehr gut. Ich bin ja schon eine Weile hier, aber wie es so schön heißt, den Menschen kannst du seinem Ort entreißen, aber nie wieder den Ort aus ihm.", er lachte wieder, als wäre es ein glücklicher Moment.
      "Hast du mehr Fragen an mich? Dann machen wir das heute anders. Du und ich stellen uns abwechselnd Fragen. Beide dürfen wir sie auch verweigern. Einverstanden."
      Die Hände legte er sich sorgfältig auf die Knie.
      "Du scheinst auch nicht ganz die Attitüde eines...dörflichen Kindes zu haben. Woher kommst du eigentlich?"
    • Der prasselnde Regen brachte ihre innere Unruhe etwas ins Gleichgewicht.
      Sie fühlte sich mit diesem trostlosen Wetter etwas verbunden, denn genau das Wetter konnte ihren wahren Gefühle wiederspiegeln.
      Kurz wandern ihre Augen wieder zu dem Mann hin, als dieser ihr versicherte er würde nicht dann diese Vorwürfe glauben.
      Noch tat er es nicht, vermutlich werden die Leute hier ihn mit ihren Hass Cecil gegenüber anstecken.
      //Ich bin hier um zu helfen.// Wiederholte sie den Satz und ein amüsiertes Schnaufen kam auch ihrerseits und ihr Blick wandert wieder zum Fenster hin. Wohl oder übel musste sie zugeben, diesen Satz hatte sie schon zu oft gehört. "Für diesen Satz muss ich den Fernseher nicht einschalten." Erklärte sie um klar zu machen das dieser Satz im wahren Leben ein großer Bestandteil war.
      Sobald jemand ihre Story herausfand fühlten die Erwachsenen sich dazu verpflichtet ihr Mitgefühl entgegen zu bringen, es zu bedauern das sie so jung ist und keine Eltern hat und dann kommt genau dieser Satz, dass sie ihr helfen würden. //Wie ich es hasse das sie sich dazu verpflichtet fühlen.//
      Auf seinen Vorschlag hin diese Sitzung nun als eine Fragerunde zu gestalten zeigte Cecil keine Rektion. Sprich sie hatte nichts gegen diesen Vorschlag, immerhin musste sie nicht antworten wenn sie es nicht wollte.
      Auf die Frage woher sie nun kommen würde zögerte sie leicht das sie ungern von sich erzählte, aber was würde der Ort ihrer Herkunft schon über sie Aussagen, außer das sie doch weit von ihrer Heimat weg ist.
      Ihre Tante wollte ihr die Chance bieten ein neues Leben anzufangen, doch momentan war dieser Versuch mehr als erbärmlich und schon beinah lächerlich zu glauben das sie in diesem Loch ein vernünftiges Leben führen kann.
      "Melbourne." Erklärte die junge Schülerin, welche aus Melbourne, Australien stammt.
      Wie sehr sie doch ihre Heimat vermisst und noch viel mehr ihre Eltern.
      "Wie kommt es das sie in so einem Kaff sind?" Stellte sie dann die Gegenfrage und er schien sich hier ganz wohl zu fühlen und freiwillig hier zu sein. Was Cecil wirklich nicht nachvollziehen kann.
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    • Das einfache Spiel dem anderen vorzugaukeln er hätte noch eine Macht oder gar eine Option frei, gab dem Lamm die Chance sich überlegen zu fühlen, während es schon längst in der Falle saß. Doch hier war es anders. Er ließ ihr Freiheit und wollte nur mit ihr reden. Ihr einen guten Umgang zeigen und sie dazu ermuntern von sich zu erzählen. All die Geschichten, die er mitbekam. Sie entfachten seine Fantasie und sein wollen. Später, so sagte er sich immer wieder.
      "Mh.", erwiderte er murrend, als sie meinte, sie müsse noch nicht einmal den Fernseher anschalten, wenn es um diesen pseudopsychischen Satz handelte. Es stimmte aber. Er war doch nur hier, um ihr zu helfen. Er könnte ihr auch nicht helfen, er wurde so oder so dafür bezahlt hier zu sitzen und zu reden. Doch er unterließ es in diesem Moment das von sich zu geben. Nicht unbedingt musste er ihr erklären, dass er hier manchmal einfach nur die zeit absitzen konnte und nur sinnlos in die Gegend nickte. Hauptsache sein gegenüber fühlte sich irgendwie wahrgenommen.
      Thomas erwiderte also nichts weiter darauf und legte den Kopf leicht schief. Sie beantwortete ihm seine Frage nach einem kurzen Zögern. Sie wollte nicht an die Vergangenheit denken.
      "Melbourne?", wiederholte er mit einem freudigen Unterton.
      "Wundervolle Stadt! Als junger Student musste ich damals unbedingt aufbrechen und Australien sehen...Ich war einer dieser Backpackstudenten...", erzählte er frei heraus und schwelgte wiederum in Erinnerungen. So freiwillig war der Flug dorthin nicht. Es war eine Fehlschlussreaktion. Er wollte von hier weg und in Sicherheit kommen. Eine neue Umgebung und er hatte sie gefunden.
      Die zweite Frage von Cecil ließ Thomas sich kurz an das Kinn fassen, als würde er darüber nachdenken müssen.
      "Wieso ich hier bin...mh.", er dachte wirklich nach. Ihr zu sagen, dass er sich hier mehr oder minder vor der Polizei und allen anderen versteckte, solange bis er wieder zuschlagen konnte, war definitiv keine Option.
      "Ich wollte einfach die Ruhe. Raus aus der Stadt...die Probleme in der Stadt...Die Probleme der Geschäftsleute waren so...Sagen wir sie waren nicht meins. Die Kinder hier draußen ticken anders. Das gefällt mir, deswegen bin ich hier geblieben.", er lächelte fortan und nickte zufrieden mit seiner Antwort. Es gefiel ihm mehr über andere Menschen zu erfahren, so konnte er sich die seltsamsten Pläne und Masken zusammenschneidern, so dass man ihn nicht mehr erkennen würde.
      "Was war der Grund dafür, dass deine Eltern hierhergezogen sind?"
    • Cecilia konnte es sich nicht nehmen über das Verhalten des Therapeuten zu schmunzeln.
      Das er so auf ihre Heimat anspringen würde, hätte sie nicht erwartet, aber Cecil konnte ihm innerlich zustimmen.
      Es war eine wirklich wunderschöne Stadt und wohl das komplette Gegenteil von diesem traurigen Ort hier.
      Das ihre Tante sie so in eine kompletten Kontrast steckt, konnte doch nicht gesund sein.
      Ihre türkisen Augen lagen auf dem gepflegten Mann vor ihr, wie dieser nun selbst kurz ins Grübeln verfiel.
      Und seine Antwort war typisch. Meist hielten einige Leute aus der Stadt dem ganzen Druck und Stress nicht stand oder sie flüchten aus ihren Problemen. War doch immer das selbe. Zumindest empfand Cecil es so. Als er meinte die Kinder hier würden anders ticken konnte Cecil wohl zustimmen, sie waren unfreundlicher und trauten niemanden außer sich selbst. "Wie anders ticken sie denn?"
      Stellte Cecil dann die nächste Frage in den Raum und klar waren sie anders zu einer fremden Schülerin, als zu einem neuen Therapeuten und es interessierte die junge Schülerin mal die Sicht von jemand Anderem zu hören.
      Es machte sie neugierig zu hören wie er nun die Schüler hier einschätzte und sicher wollte sie jetzt keinen tiefgründigen Einblicke in ihre Probleme haben, aber sie wurde da doch etwas hellhörig.
      Auf die nächste Frage hin hatte Cecil das Gefühl ihr Herz setzte einen kleinen Moment aus.
      Die Frage wurde ihr unangenehm, doch sie lies sich nichts anmerken, wobei es bei ihm wohl schwieriger war als bei den dummen Menschen hier.
      "Fast das selbe wie bei Ihnen, nur war hier der erste Anhaltspunkt ein neuer Job. Mehr Geld und das Gefühl mir würde es hier besser gehen."
      Erklärte sie dann und es war gar nicht die Unwahrheit. Ihre Tante hat hier ein besseres Jobangebot bekommen und sie hatte wirklich gehofft Cecil würde es hier besser gehen. Trotzdem wollte Cecilia nicht anmerken das sie von ihre Tante sprach oder gar erwähnen das es nicht ihre Eltern waren die sich um sie kümmerten sondern ihre Tante.
      Sie wollte nicht über ihre Eltern sprechen, also hoffte die junge Schülerin darauf das er nicht weiter nach ihren Eltern fragen würde.
      Natürlich wollte sie nicht das gleich in der ersten Sitzung ihr Kernproblem zum Gesprächsthema wurde und er zu tief in ihren Erinnerungen gräbt.
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    • Thomas blieb wie eh und je freundlich. So wie man es von ihm erwartete, wie die Polizei von ihm erwarten würde, wenn er auf all die Umstände in denen er nun war, reagierte. Eine wirkliche seltsame Situation. Als Mörder, er war einer und er wusste das, so viel Empathie aufbringen zu können, war fast unmöglich. Die wenigstens gingen davon aus.
      Dass Cecil ihn dann fragte, inwiefern die Schüler anders tickten, wie in den Städten, musste er ein Lachen unterdrücken: "Wo soll ich denn da anfangen...", doch dabei unterdrückte er den eigentlichen Gedanken zu erklären, dass er die Menschen in der Stadt als sehr egoistisch ansah und gleichzeitig waren sie in ihrem eigenen Umfeld so unglaublich funktional.
      Er überlegte einen Moment, verschränkte dabei die Arme.
      Er ließ jedoch Cecilia ausreden, als sie noch seine Frage beantworten sollte. Für einen Moment hatte sie wieder gezögert. Etwas gefiel ihr nicht an der Frage. Thomas beobachtete sie, musterte ihre Haltung, doch es war auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Sie reagierte so gefasst wie sie konnte.
      "Dir würde es hier besser gehen? Das heißt...Deine Eltern meinten...dich aus deiner damaligen Umgebung herauszureißen wäre gut?", fragte er und legte den Kopf dabei schief. Es kam ihm seltsam vor, doch etwas stimmte an dieser Geschichte auch nicht ganz. Sie nannte sie nicht beim Namen, sie sprach von keiner Person, nur von sich aus. Das konnte auf so viele Dinge hinweisen. Thomas wollte sie damit jedoch noch nicht belagern und lehnte sich zurück, warf den Blick dabei an die Decke.
      "Aber das wäre ja schon meine nächste Frage. Mh. Lass mich erst einmal, deine Frage beantworten...Wie anders ticken Dorfkinder...", er lachte leise, "So sollte ich sie wahrlich nicht nennen."
      Natürlich sagte er das nur so, denn er wusste, dass auch die Kids der Schule sich so nannten.
      "Nun, lass mich eines sagen. Stadtkinder sind sehr auf sich fixiert. Sehr auf den wirtschaftlichen Aspekt und sehr viele von ihnen scheinen eher...ein Problem mit ihrer Arbeit zu haben, mehr noch mit sich selbst. Sie sind sehr...Mh... Sie haben Angst. Sie alle und auch hier ist es nicht anders, doch etwas an den Problem hier ist anders. Die Kinder hier haben weniger das Gefühl unter zu viel Druck unter zu gehen..."
      Thomas nickte wieder und unterstrich wieder damit seine Worte.
    • Cecil zuckte nur kurz mit den Schultern und ihre hellen Augen sahen aus dem Fenster.
      "Ich hab nie gesagt meine Elter wären die hellsten." Ihre Tante war es auch nicht unbedingt. Sie liebte ihre Tante, doch sie war naiv und leicht zu manipulieren. Immerhin glaubte sie immer noch an die Liebe dieses widerlichen Mannes den sie ihren Freund nannte. Er war einfach nur unausstehlich und ein Perverser. Unbewusst und mit einem verträumten Blick sah Cecil hinaus und strich sich über ihre Handgelenk, welches sie immer unter langen Pullis versteckte. Sie musste an den Freund ihrer Tante denken. Als Cecil noch jünger war und neu zu ihnen gezogen war hatte er sich wohl am meisten über den kleinen, süßen und hübschen Zuwachs gefreut. Cecil war schwach, zerbrechlich und er hatte es in vollen Zügen ausgenutzt. Sie bedrängt, angefasst und selbst heute lies er nicht so ganz locker. Ein unwohles Gefühl zock sich durch ihren Körper. Heute konnte sie sich etwas zu wehr setzen, ihr Zimmer abschließen, lange weg bleiben um ihm aus den Weg zugehen, aber früher war es da ganz anders. Trotzdem konnte sie nie sagen was er mit ihr gemacht hat, sie konnte es ihrer Tante einfach nicht erzählen. Ekel und Scham blockierten sie und aus irgendeinem Grund wollte sie nicht ihrer Tante sagen was er für ein Mensch war, denn sie war wirklich glücklich mit ihm.
      Durch die Stimme des Therapeuten wurde sie wieder etwas auf den Boden geholt und Cecilia riss sich regelrecht aus ihren Gedanken und ihre hellen Augen wandern in seine so dunklen und warmen.
      "Woran gehen sie dann unter?" Fragte Cecilia dann trocken und sie mochte die Menschen hier nicht, sie hasste es hier. Sie konnte aber auch nicht genau sagen wie es denn wäre wenn sie wieder zu hause ist. In der Stadt wo sie ihre ganze Kindheit verbracht hat. Wo sie so viele schöne Erinnerungen hatte an ihre Freunde, an ihre so tollen Eltern. Nach all dem war sie auch nicht mehr so wie früher. Von einem so fröhlichen und ständig, lachendem Kind wurde sie zu einer sehr passiven und ruhigen Person.
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    • Thomas überschlug die Beine auf die andere Seite und ließ seine Worte ausklingen. Er hatte gesehen, wie sich ihr Blick in die Ferne verabschiedet hatte und hatte gesehen, wie sie mit den Gedanken in eine andere Welt eintauchte. Eine, die sie ihm noch nicht mitteilen würde, aber es war Bedarf da. Menschen, die so etwas in der Öffentlichkeit oder mitten im Gespräch taten, die wollten es unbewusst jemandem mitteilen. Doch noch war es wohl nicht der Zeitpunkt danach zu fragen und sie würde es ihm wohl auch nicht zutrauen, dass er damit umgehen konnte. So wie es meistens nun einmal war. Keiner glaubte an diese Therapeuten, die einem helfen sollten mit Problemen klar zu werden. Die verstanden es ja nicht.
      Thomas lächelte sie milde an. Er bestrafte sie nicht dafür, dass sie ihm nur mit einem halben Ohr zu gehört hatte. Er wollte darauf im allgemeinen vorerst nicht eingehen.
      Ihre Gegenfrage war simpel, doch sie ließ ihn breiter Lächeln, als er in diesem Moment durfte.
      "Du redest gerne über andere und wie sie sich verhalten wie? Und du hälst keine großen Stücke auf diese...Erwachsenen, die mit beiden Beinen im Leben stehen?", aus dem Lächeln wurde ein Schmunzeln, dass er mit einer kurzen Bewegung zu verdecken versuchte.
      "Gehen wir nicht alle an etwas unter, dass doch recht banal wirkt?...Kleine Dinge, Gewohnheiten...Gedanken oder Gefühle...Man könnte sich ihnen doch so einfach ergeben und dann wäre das Leben viel einfacher, nicht wahr?"
      Er hatte ihr die Frage nicht direkt beantwortet und wollte es auch dabei belassen. Er wollte es nicht ungemein weiter auf adnere Schüler lenken. Die Gefahr war dann doch groß, dass er etwas aussprach, dass noch nicht für ihre Ohren war.

      Mit einem kurzen Blick auf die Uhr, klatschte er in die Hände und stand auf: "Ach...wie die Zeit doch immer vergeht, wenn man eine gute Unterhaltung führen kann, nicht wahr? Du hast die erste Runde geschafft Cecil. Ich hoffe du fühltest dich nicht arg zu unter Druck gesetzt.", er lächelte, trat an sie heran und reichte ihr die Hand, um sich zu verabschieden. Dabei ließ sein Blick sie nie los.
    • Das breite Lächeln des andere wunderte Cecil etwas. Er schien seinen Beruf wohl gern auszuüben und abgesehen von der Wahl seines Jobs, schien er wirklich interessiert in die menschliche Rasse, wie Cecil wohl nach seinen Worten nun selbst zugeben muss.
      Ihre hellen blauen Augen mustern den Mann vor sich, wie er wieder sein Bein auf die andere Seite schwang.
      Cecilia hob ihre Schultern an. "Kann sein. Ich finde nur die Gründe interessant, warum Menschen so sind, wie sie sind." Cecilia seufzte.
      "Selbst wenn die Erwachsenen mit beiden Beinen im Leben stehen, die meisten die ich kennengelernt habe schienen trotzdem nicht genau zu wissen wo sie stehen." Erklärte Cecilia und wenn sie so darüber nachdachte, die einzigen Erwachsenen, welche in ihren Augen prägend waren, waren ihre Eltern. Sie waren liebenswert, fürsorglich, klug und sie schienen wirklich zu wissen was sie wollten und immer sagten sie, Cecilia war wirklich ihr größter Wunsch und genau das was sie wollten. Wieder erwischte sich die Schülerin dabei, wie sie in Erinnerungen schwelgte, aber es waren nun mal die Erwachsenen, zu denen sie aufblickte. Nicht jemand, wie der Rektor, der durch die Worte eines Kindes komplett an die Decke geht, nicht wie ihre Tante, die vergeblich versucht Cecilia zu verstehen, doch selbst nichts um sich herum verstand und sogar auf einen Widerling, wie ihren Freund rein fiel. Für Cecilia waren Erwachsene aufgewühlte Kinder, die meist der Vergangenheit nachtrauerten, gestresst, überfordert und unsortiert wirkten. Zumindest die meisten, die sie kennenlernen durfte. Kurz aber flimmerte eine Erinnerung auf und sie dachte über Erwachsene die sie prägten und es waren in erster Linie ihre Eltern, doch war es noch jemand Anderes, der einn staken Einfluss auf sie hatte und sich einfach nicht von ihr lösen wollte. Sie sah kein Gesicht nur eine schwarze schemenhafte Figur, die zwischen den Leichen ihrer Eltern stand und mit flimmernden Blick ihr entgegen Grinste. Ein fieses Lächeln, welches Cecilia wohl immer so in Erinnerung haben wird. Ein Mann der ihre Eltern umgebracht hat. Sie kannte ihn nicht, sie wusste nicht wer er war oder wie er aussah, für Cecilia war er immer nur dieser schwarze Dämon, der es regelrecht genoss ihre Eltern umzubringen.
      Ein stechender Schmerz machte sich in ihrem Inneren breit und schon wieder erwischte sie sich dabei, wie sie von ihren Gedanken verschlungen wurde.
      Wieder stießen die Worte des Mannes an taube Ohren und als sich Cecilia ihren Gedanken entriss, sah sie nur zu dem Mann auf, der vor ihr stand und ihr die Hand hinstreckte. Etwas überrascht über das plötzliche Ende stand Cecilia auf. Beiläufig griff sie nach ihrer Tasche und legte diese dann auf ihre Schulter. Während er genaustens ihr Gesicht mustert lies sie ihren Blick nur auf die Hand schweifen, die er ihr zustreckte und mit einem kurzen Zögern streckte auch Cecilie ihre hin und verabschiedete sich. Cecilia wusste aber, dass war keine ewige Verabschiedung, morgen würde sie wieder hier sitzen müssen und sie fragte sich wie lang das wohl so sein wird. Mit einem kurzen Händeschütteln und einem leichten Nicken hin verabschiedet sich die junge Schülerin von dem Mann. Auf seine Worte hin reagierte sie nicht sonderlich groß, sie wollte nur weg. "Schönen Abend noch Dr. Rose." Flog ihre zarte Stimme dann durch den Raum. Zwar hatte er ihr das "Du" angeboten, aber trotzdem wollte Cecilia ihren Anstand nicht ablegen und sie blieb höflich. Nachdem die Hände sich wieder trennten steuerte Cecilia die Tür an und verschwand auch gleich aus dem Raum. Sie würde nicht sagen, das sie gern nach Hause wollte, denn da gab es nichts worauf sie sich freuen konnte, aber sie wollte raus aus der Schule einfach nur irgendwo hin wo sie in Ruhe für sich sein konnte. Ihr war auch klar, das der Rektor vermutlich Dr. Rose fragen würde, wie es gelaufen war oder er würde alles ausplaudern und sagen das die junge Schülerin gar keine Eltern hatte und bei ihrer Tante lebte und den Psychologen angelogen hatte.
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    • Thomas hatte gewartet. Auch wenn es ihn manchmal verwunderte, immer noch, wenn Menschen in einer anderen Welt in dem Moment waren und einfach vor sich hin starrten. Er wartete bis sie seine Hand ergriff und ließ das Lächeln noch ein wenig mehr strahlen, als es schon tat. Seine ruhige Aura schien das Mädchen nicht zu verschrecken, auch nicht zu stören. Er hoffte natürlich es würde sie dazu einladen mehr von sich zu erzählen, mehr zu sagen. Doch für heute war das gut. Mit wenigen Schritten begleitete er sie noch an die Tür und wünschte ihr noch einen schönen Tag, bevor er die Tür schloss und den Riegel davor schob. Sie war seine letzte für heute.
      Ein Schmunzeln, dann ein leises Lachen. Das war eine sehr interessante Begegnung. Ihr Schmerz saß tiefer, als bei all den anderen Schülern, die er getroffen hatte und er konnte es fast schon schmecken, wenn er sie von der Vergangenheit erzählen lassen wollte.
      Sie erzählte aber auch noch nicht alles, nicht all das was hinter der Fassade steckte, sich so vehement verteidigen zu wollen. Eine solche Gewalt auf andere auszuüben und mit keinem Auge auch nur ansatzweise Schuldgefühle zu zeigen.
      Thomas wusste wovon er sprach, wenn es um Schuldgefühle ging. Diese widerlichen kleinen Kleingeister, die einen nervten, nur weil man etwas getan hatte...Leise seufzte er, richtete seine Sachen und seinen Block, hielt noch wenige Stichpunkte fest, bevor er selbst mit seiner Tasche über der Schulter den Raum verließ. Doch er konnte nicht sofort gehen, denn kaum raus aus der Schule, fing ihn der Rektor auf dem Parkplatz ab. Der Mann schnaubte schwer und stemmte die Arme in die Seite.
      "Huff...Sie sind schneller auf dem Weg nach Hause, als gedacht!", rief er mit einem gespielten Lächeln. Thomas erwiderte es aus reiner Höflichkeit, nicht mehr so warm und verständnisvoll wie in der Schule, bei den jüngeren Leuten. Er mochte den Rektor nicht. Am liebsten würde er diesen auch eher gehen sehen, gehen in die dunkle Abgründe. Doch das Interesse an einem so kleinen Plagegeist und Unruhestifter war klein. Es war nicht genug Reiz und zu viel Profit für Dritte, wenn Thomas diese Welt von dem Rektor befreien würde. Nein, er tat es nicht. Das hatte er nicht vor.
      Der Mann baute sich auf, versperrte den Weg des jungen Schulpsychologen zu seinem Wagen und was der Grund dafür war, lag wohl ersichtlich auf der Hand.
      "Nun, Dr. Rose. Wie sieht es? Was gibt es zu sagen? Was hat sie ihnen erzählt?", fragte der Mann mit mehreren Schnappern nach Luft, um überhaupt noch stehen zu können. Das solce Menschen in dieser Welt noch leben können. Thomas schüttelte leicht den Kopf: "Nein, ich darf Ihnen gar nichts von ihr erzählen, das wissen sie genau so gut, wie ich."
      Dass diese Antwort den Rektor nicht gerade zufrieden stellte, war kaum zu übersehen, doch Thomas hielt sich an die Schweigepflicht und hatte nicht vor sich mit dem Rektor darüber zu streiten was möglich war und was er ihm über drei Ecken sagen konnte.
      "Ach...Aber wie lange wird diese Dame denn bei Ihnen bleiben?"
      "Ich denke ich werde noch einige mehr Termine mit ihr ausmachen. Ich werde sie morgen wieder sehen und freue mich bereits. Wir werden sehen, wie lange wir insgesamt dann brauchen werden. Sehen Sie es so...Es kostet sie nichts.", Thomas lächelte dem Mann entgegen, trat um ihn herum und ging zu seinem Wagen. Es war ein alter, dunkelgrüner Jaguar.
      Am nächsten Tag hätte er mehr fragen, an seine neue Patientin. Denn es gab Abgründe bei ihr...Tiefere und schlimmere, als eine verschluderte Englischklausur.
    • Mit dem Handy vor der Nase lief Cecil durch den kleinen Vorort.
      Es war nicht viel los auf den Straßen und jeder kannte jeden, wodurch sie die Neue gar keine Beachtung schenkten.
      Die Schule, so wie ihre Sitzung war nun beendet und sie hatte noch nicht vor nach hause zu gehen.
      Ihre Tante würde noch zwei weitere Stunden weg bleiben und Cecil wusste, ihr ekliger Freund würde nun im Sessel sitzen und irgendeine dämliche Soap sich ansehen, vielleicht sogar nur darauf warten das die junge Schülern nach hause kommt.
      Diesen Gefallen würde sie ihm aber nicht machen. Sie würde warten bis sich ihre Tante meldet und sie weiß das sie auf dem Weg nach hause ist. Cecilia machte einen kurzen Abstecher in den nächsten Supermarkt und besorgte sich einen kleinen Snack. Sie würde wohl noch eine Weile draußen verweilen und darauf warten eine Antwort von ihrer Tante zu bekommen.
      Zu ihrem Bedauern jedoch bekam sie nur die Worte "Ich muss heute länger machen, wir reden Morgen."
      Und Cecil seufzte nur und starrte auf ihr leuchtendes Handy. Mittlerweile wurde es schon dunkel und Cecil hatte sich auf der Schaukel eines Spielplatzes niedergelassen, der einige Häuser von ihrem entfernt war.
      Sie wurde nervös bei dem Gedanken nun nach Hause gehen zu müssen und sie war froh sich noch einen Snack geholt zu haben, denn nun würde sie ohne ein weiteres Wort nach hause gehen, sich auf ihr Zimmer schleichen und bis morgen nicht aus ihrem Zimmer kommen. Tief atmet die junge Schülerin durch und sie musste sich nun wohl oder übel auf den Weg machen, immerhin wurde es auch kalt.

      Sie brauchte einige Minuten bis sie dann vor dem Haus stand und die untere Etage erleuchtet war.
      Langsam trat sie an die Tür näher. Sie atmete tief durch als sie dann vorsichtig den Schlüssel ins schloss steckte und diesen rumdrehte. Als es ein Klacken von sich gab zuckte sie kurz zusammen und hielt inne. Vorsichtig schob sie die Tür auf und blickte in den dunklen Flur. Am Ende leuchtete das Wohnzimmer hell und man konnte einen Fernseher hören und Cecil wusste, der Lebenspartner ihrer Tante würde vor der Glotze hängen. Cecil nutzte die Chance und trat schnell und leise ein. Sie wollte keine unnötige Aufmerksamkeit auf sich lenken.
      Sie zog die Schuhe aus und vorsichtig lief sie die Treppe hinauf in ihr Zimmer. Vor der Tür jedoch vernahm Cecil wie einige Meter die Tür zum Bad aufging und die Toilette rauschte im Hintergrund. "Du bist spät."
      Drang dann seine Stimme durch den zweiten Flur und Cecil hätte sich fragen sollen weshalb im oberen Flur Licht an ist.
      "Ich war noch mit einigen Mitschülerin unterwegs." Erklärte Cecil und wagte nicht zu ihm zublicken. Ihre Hand verkrampfte nur und die krallte sich regelrecht an der Türklinke fest. Sie wollte weg. Sie hörte sein Gelächter.
      "Mit deinen Mitschülern, meinst du das Mädchen, welches du von der Treppe schubsen wolltest?"
      Er lachte und Cecils Griff wurde fester. Sie bemerkte wie er näher kam. "Ich hab auch gehört das heute deine erste Sitzung beim Therapeuten war." Cecil schluckte und eine erdrückende Stimmung zog sich durch den Raum. Sie nickte nur still.
      Ehe sie sich versah bemerkte er seine Hand in ihrem Nacken, die langsam in ihr weiches Haar glitt. Er bemühte sich nicht mal eine gewisse Distanz zu bewahren. Er zog das Mädchen etwas an sich heran, er trat von hinten an sie heran. Er nahm die Hand aus ihren Haaren und strich ihrem Arm entlang und ruhte dann auf ihrer Hand die verkrampft auf der Türklinke lag. Die andere Hand glitt ihre Hüfte herunter. Ihren Rock herunter zu ihren nackten Oberschenkeln.
      Cecil zitterte leicht und Ekel zog sich durch ihren Körper. Sein Gesicht drückte er in ihre Haare und er nahm einen kurzen Zug als sie ihren Nacken küsste. "Ständig ergreifst du die Flucht und gehst mir aus dem Weg, ich habe schon beinah vergessen wie du schmeckst."
      Flüsterte er ihr entgegen und sie hätte kotzen können. Sie wollte etwas unternehmen, doch sie konnte es nicht.
      "Was mich nicht an du ekelhafter Dreckskerl." Sprach nur finster in den Raum und überrascht über ihre Aussage sah er sie an. Lachte dann aber nur laut und küsste wieder ihre zarte Haut. "Sonst was?" Fragte er und Cecil war blockiert. Sie spürte seine rauen Lippen, seinen gierigen Atem und seine trockenen Hände auf ihrer Haut und sie war einfach wie versteinert. //Mach was, Cecil.//
      Sie kniff nur die Augen zusammen als sie spürte wie die Hand des anderen den Oberschenkel weiter hoch glitt. Zu ihrer Erlösung klingelte das Telefon und Cecil bemerkte wie er nur genervt mit der Zunge schnalzte. Er sah den Korridor entlang und das klingeln wollte einfach nicht aufhören. Er sah zu Cecilia hin wie diese zitterte und schnaufte kurz amüsiert. "Nächstes Mal." Flüsterte er in ihre Ohr und Erleichterung machte sich in ihr Breit als er runter ans Telefon ging und sofort zog sich Cecil in ihr Zimmer zurück. Sie schloss die Tür, schloss diese ab und lehnte sich gegen die Tür. Er Herz war am zerspringen und plötzlich glitten ihr einige Tränen über die Wangen. "Er ist so ekelhaft." Murmelte sie in den Raum und sie verkroch sich für den Rest des Abends in ihr Zimmer bis zum nächsten Morgen.
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    • Den Wagen parkte Thomas in der Auffahrt zu seiner Garage. Er schloss ihn ab, wünschte dem Wagen eine geruhsame Nacht, mehr aus Spaß, weil es manche Menschen so machten, weniger aus Ernsthaftigkeit. Dann trat er an die kleine Veranda und schloss seine Tür auf. Er hatte nichts großes, aber doch ein eigenes Haus, etwas außerhalb des Dorfes, ergattern können. Es wa verlassen gewesen und er fand es direkt sympathisch. Ein Ort, an dem er allein sein konnte. Ein Ort an dem er unauffällig untertauchen konnte. Man suchte ihn hier nicht. Sicherlich nicht.
      Nachdem er seine Tasche zur Seite gelegt hatte und seine Kleidung im Schlafzimmer auf dem Stuhl zurückließ, nahm er eine kurze Dusche. Der Tag war noch nicht vorbei. Er hatte noch ein wenig Zeit, um nicht nur sein Gehirn weite rzu trainieren, sondern auch seinen Körper. Denn dummerweise erlaubte nicht jedes Opfer, dass man so nachsichtig mit dem Körper umging, wie manch andere, die sich Direktoren schimpften. Ansonsten verlief der Tag eher ereignislos. Selbst beim Einkauf, der meist eher klein ausfiel, geschah nichts außerordentliches.

      ...

      Am nächsten Morgen fuhr er an der Schule vor, stellte den Wagen auf dem üblichen Platz ab und stieg aus. Doch er hatte heute eine andere Routine eingeschlagen. Er wollte etwas in Erfahrung bringen und das hatte natürlich mit seiner letzten Patientin zu tun. Sie verbarg so viel und trug es mit sich herum. Er konnte nicht anders, als zu hoffen, dass er durch seine Verspätung sah, wie sie die Schule kurz vor dem Klingeln betrat. Natürlich ging er nicht davon aus, dass sie jemand war, der Pünktlichkeit hoch ansah. Dafür war ihr Charakter zu kantig und ihre Gedankengänge anders, als die der gehorsamen Schäfchen. Sie war besonders.
      Thomas lehnte sich an seinen Wagen bei offener Tür und legte die Hände auf das Dach des alten Wagens. Auf dem Handy tippend, konnte er so, halbwegs unauffällig den Treppenaufgang zu dem Gebäude beobachten und auf sie warten. Es juckte ihm in den Fingern. Sie war es...Sie musste es se-...
      "Guten Morgen, Mr. Rose!", eine kichernde junge Frauenstimme. Sie war eine der älteren Schülerinnen. Eigentlich schon eine Frau, wenn man ihren Körper sich ansah. Doch ihre Art, missfiel Thomas. Sie war roh und verdorben. Sie trug nichts besonderes bei sich, dass ihn dazu veranlassen würde, mehr Stunden in der Therapie mit ihr zu verbringen.
      Doch er wollte nicht unhöflich sein und grüßte sie mit einem herzlichen Lächeln zurück, was sie im nächsten Moment natürlich mehr auf sich bezog, als sie sollte und dann kichernd ein paar Schritte zu ihren Freundinnen aufholte. Sie verhielt sich verlegen, doch ihren Freundinnen dies zu erzählen und die dreckigsten Geheimnisse, darum war sie nicht verlegen.
      Thomas seufzte leise und beobachtete wieder den Eingang. Er freute sich auf ihre zweite Sitzung...
    • Nur mit verschlossener Tür konnte Cecil überhaupt ein Auge zu drücken.
      Der Gedanke daran das dieser Mann eine Tür weiter schlummerte machte die Schülerin nervös.
      Auch wenn der Albtraum neben an schlief und durch ihre Tür ferngehalten wurde, tummelte sich in ihren Träumen der Nächste Albtraum, der sie einfach nicht los lassen wollte.
      Ihre Eltern in Blut getränkt am Boden und zwischen ihnen ein schwarzer Schatten der ihr breit entgegen grinste.

      Wie sonst auch schreckte sie regelrecht hoch als der Wecker mehrfach klingelte.
      Mit hektischer Atmung setzte sie sich auf.
      Ihre zerzausten Strähnen fielen ihr ins Gesicht und nachdem sie drei mal tief durch geatmet hat, wurde ihr Herz auch wieder ruhiger und schlug im Einklang.
      Der Wecker piepste immer noch und Cecil hatte sich nun wieder von ihren furchtbaren Traum gesammelt, so das sie das laut, störende Piepen nun beenden konnte.
      Das Fenster geöffnet strich ihr ein zarter Windhauch entgegen und es war ein schöner, sonniger Tag. Nur ob dieser weiterhin so schön bleiben würde, war für Cecilia fraglich.
      Vorsichtig trat die junge Schülerin nun aus ihrem Zimmer. Das Haus war leise und man konnte rein gar nichts hören.
      Mit nervösen Schritten trat sie durch das Haus. Sie wollte nicht wieder so überrascht werden, wie gestern Abend also checkte sie erstmal die Lage. Nachdem sie alle Zimmer untersucht hatte bestätigte sich nun auch ihr Gedanken das ihre Tante, als auch ihr Freund arbeiten waren und sie konnte sich in Ruhe fertig machen.
      Ihre Tante hatte ihr etwas zu essen gemacht, welches sie sich in die Tasche stopfte. Fertig gemacht verlässt sie nun das Haus und Cecil gab sich wirklich keine Müh pünktlich zu sein.
      Sie wurde gehasst und verachtet, da wollte sie nicht schon von beginn an in irgendeine Rauferei verwickelt sein, nur weil sie den anderen Schülern, besonders den Schülerinnen nicht gefällt.
      Mit Kopfhörern ausgerüstet und den wundervollen Klängen eines Pianos im Ohr lief sie langsam zur Schule und genoss den sonnigen Morgen.
      Sie Musik erhellte jedes mal ihr Herz und zu beginn dieser Stücke verfiel sie in die tiefe Trauer, da es ihre Mutter war, welche gern einige Lieder schrieb und diese jeden Tag rauf und runter spielte. So gern hat sie ihrer Mutter dabei zugesehen, sie war wirklich talentiert.
      Den weg entlang konnte sie von weiten schon das Schulgebäude sehen und ihre Laune sank einen Grad tiefer.
      Als sie dann auch noch ausgerechnet die Freundinnen ihre "Erzfeindin" sah, die sie ja nach Behauptung die Treppe hinunter geschubst haben soll, trat Cecil einen Schritt nach hinten zur Seite weg und hielt einen Moment inne. //Das ist doch lächerlich.// Ging es ihr durch den Kopf, und der Griff um ihre Tasche wurde fester. //Das ich mich zurücknehmen muss nur, weil diese dummen Weiber denken sie könnten sich alles erlauben.//
      Einen Moment im Hintergrund verzogen, konnte Cecilia nach einem Moment dann beruhigt das Schulgebäude betreten und sie bekam gar nicht mit was um sie herum alles geschah, sie war wieder mit ihren Gedanken ganz woanders.
      Zum einem bei der wundervollen Musik in ihren Ohren, die von ihrer Mutter stammte, der sie doch so aus dem Gesicht geschnitten war und zum anderen nun auch bei ihrer Sitzung, die sie wohl wie auch gestern zu Schulschluss haben wird.
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    • Thomas sah sie aus dem Augenwinkel. Sie zog ihn wie magisch an. Ihre Erscheinung, ihr Gesicht. Sie hatte etwas an sich, dass ihm so unglaublich bekannt vorkam und doch war sie ihm fremd. Er kannte diese junge Schülerin nur durch die Akte, nur durch ihre erste Sitzung und doch, war da diese Verbundenheit, die wie 10 Jahre sich anfühlte.
      Sein Handy interessierte ihn nicht weiter, er folgte ihr aufmerksam mit seinen Augen und musterte ihre Haltung. Sie war traurig. Das konnte er sehen. Sie war aber wohl auch ängstlich. Sie versteckte sich mit einem Mal und Thomas versuchte den Grund ausfindig zu machen. Doch dann sprang sie wieder aus ihrem Versteck und lief in die Schule an allen vorbei ohne ihnen auch nur ein wenig ihrer Aufmerksamkeit zu schenken. Sie war nicht hochnäsig, sie hatte einfach keine Freunde. Sie war immer noch so Neu hier und so frisch, dass sich niemand an diese Person gewandt hatte, um sie zu einer Party einzuladen.
      Sobald Cecilia in der Schule verschwand, ergriff Thomas seine Tasche und schulterte sie, schloss den Wagen ab und machte sich dann selbst auf den Weg zu seinem Zimmer, vor dem bereits ein schüchterner Junge stand. Er hatte den blick gesenkt und die Kapuze tief ins Gesicht geschoben.
      "Guten Morgen, Joseph...", begrüßte Thomas ihn, so nett und herzlich wie er es immer tat. Dann traten sie gemeinsam ein.
      hinter dieser verschlossenen Tür konnten die Kinder, die sich niemals öffnen durften, es endlich tun. Sie spürten, wie es war jemanden zu haben, der einem zu hörte. Sie genoßen die Zeit bei ihm. Genau so wie Joseph. Ein junger Kerl, der an Selbstzweifeln nagte und sich selbst dabei auch noch aushungerte. Verrückt wie unterschiedlich menschen waren und wie viele unterschiedliche Gründe zusammen kamen. Wenn es doch bloß immer triftige Gründe wären.
      Doch nicht immer bekam er Schüler wie Cecilia und Joseph. Seine zwei Lieblinge. Nein, die meisten waren verzogene Kinder. Die eine hatte erst recht kein Problem mit ihrem Selbstbewusstsein, denn mit einem breiten Lächeln und stolz darauf, hielt sie ihm eine Einladung zu einer Party vor die Nase.
      "Ich feiere meinen 18ten Geburstag. Meine Eltern sind nicht da und fast die ganze Schule kommt. Ich dachte, da Sie ja so jung sind und sie verstehen auch Spaß, wollen sie vielleicht auch vorbei kommen."
      Was er mit dieser Einladung letztlich tun sollte, war ihm noch nicht bewusst. Er würde es sich überlegen. Manchmal war es gut sich abzulenken und neue Gedanken und Ideen zu sammeln. Doch sich in eine Horde an betrunkenen jungen Teenagern zu begeben, klang nicht nach einem sehr rationalen und gut bedachten Aktion. Ohne es weiter zu beachten, ließ er die Einladung auf dem kleinen Beistelltisch liegen und kümmerte sich um seine Aufschriebe. Diese wollte er noch erledigen, bevor er Cecilia wieder bei sich begrüßen durfte.
    • Der Schultag verlief ruhiger als erwartet.
      Und sie wurde "nur" von bösen Blicken verfolgt oder von kurzen gemeinen Worten , die ihr an den Kopf geworfen wurden.
      Cecil lernte diese zu ignorieren bzw. durfte sie sich keine weiteren Aussetzer erlauben.
      Ein Seufzen verlässt ihre Lippen, als sie draußen auf einer Bank in der Sonne saß.
      Es war kühl, doch Cecil wollte jeden Sonnenstrahl genießen, denn in diesem kleinen Stadtteil, schien es dauerhaft zu regnen.
      Abseits der anderen Schüler verschlang sie das Essen, welches ihr ihre Tante hingestellt hatte und auch wenn ihre Tante in vielen anderen Dingen nutzlos war, so konnte sie wenigstens gut kochen.
      Ihr Blick fiel auf die Uhr und eine Stunde müsse sie wohl noch aushalten, dann würde sie wieder zu Dr. Rose müssen.
      Ein Seufzen verlässt ihre Lippen und sie wollte wirklich nicht dort hin. Wobei es wohl ein angenehmer Zeit vertreib war als Stunden lang in der Stadt umherzuwandern, wo sie drohte einiger ihrer Mitschüler zu treffen.
      Den letzten Bissen gemacht packte sie alles in ihre Tasche und lief wieder ins Gebäude.

      Die letzte Stunde verging schneller als erwartet und wie auch schon gestern machte sie sich auf den Weg zu dem Schulpsychologen.
      Es war ein unangenehmes Gefühl sich erneut auf den Weg dort hinzumachen, denn nach Cecils Meinung hatte er schon zu sehr in ihrer Vergangenheit gebohrt.

      Vor der Tür hielt sie kurz einen Moment inne und sie wartete nur darauf bis die Tür wieder aufging und ihre Mitschülerin den Raum verließ. Sie wollte nicht schon wieder in diese hineinlaufen müssen.
      Ein kurzes genervtes Schnaufen entkam ihr als sie Cecil erblickte und sie stampfte an ihr vorbei.
      Cecilias Blick folgte ihr als sie leise an die leicht geöffnete Tür traf.
      Ein leises klopfen folgte, als sie langsam die Tür auf schob und sie wollte nicht wieder ohne einen Ton einfach in das Zimmer eintreten.
      Sie wurde herein gebeten und mit einem kurzen nicken begrüßte sie den Mann und nahm auf sein Angebot hin wieder in dem Sessel platz.
      Auch wie gestern lies sie ihre Tasche neben den Sessel fallen und in gerader Haltung strich sie nur kurz ihre nervigen Strähnen hinter ihr Ohr.
      Sie mochte es immer noch nicht hier zu sitzen und vermutlich würde sie sich niemals daran gewöhnen.
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    • Die letzte Schülerin hatte den Raum verlassen, zurück ließ sie diese Einladung auf eine Hausparty, wie sie im Bilderbuch stand. Dorfkinder mussten sich schließlich auch irgendwie unterhalten, wie es schien und da waren sie nicht anders, wie die Stadtkinder. Thomas ging sogar eher davon aus, dass sie viel mehr tranken und eine lautere Party geben konnten, als in der nächstbesten Stadt. Schmunzeln legte er sein Notizheft zur Seite und kniff sich ins Nasenbein, rieb sich die Augen, um diese ein wenig zu entspannen und tat alles daran nicht zu übermäßig erfreut zu sein, wenn seine nächste und letzte Patientin herein kam.

      Sie war wie immer leise und still. Auch wenn nicht direkt übervorsichtig, achtete sie darauf was sie tat und war bereit im nächsten Moment fort zu rennen. Doch es gab keinen Grund wegzurennen. Zu mindest vorerst hatte Thomas nicht das Bedürfnis sie in so eine Lage bringen zu wollen. Er wollte mehr über sie erfahren, bevor er mehr verlangte von dieser kleinen Seele.
      "Ich freue mich dich wieder hier zu sehen, Cecilia.", er lächelte ihr warm entgegen, legte die Hände auf das Knie des übergeschlagenen Beins. Leicht neigte er den Kopf zur Seite und ließ die Stille wieder zwischen sich und ihr einkehren. Dabei achtete er auf ihre Reaktion und ob sie möglicherweise von sich aus anfangen wollte heute zu erzählen, doch das schien auch nach 2 Minuten Stille nicht zu passieren.
      "Also?...Wie geht es dir heute? Du wirkst...angespannt und wütend?"