Legend of the blue sea [Mizu&Daora]

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    • Legend of the blue sea [Mizu&Daora]

      Vorstellung: Splash! [Mizu&Daora]
      @Daora


      Namina

      Es war wieder einer dieser langweiligen Tage, an denen ich nach dem Unterricht als erste den Raum verließ. Meine Geschwister wussten immer Bescheid, daher war es kein Problem einfach zu gehen. Allerdings dachten sie ich schwamm nur ein wenig durch die Stadt. Wir waren schon wie eine eigene, kleine Welt. Wir hatten Professoren, Schulen, selbst Mode und Schmuckläden, doch was uns Fehlte war die Technik. Ich kannte diese auch nur von der Außenwelt. Mein Opa war ein Forscher und entdeckte ein Mittel, mit dem man zu einem Menschen wurde, jedoch verriet er mir nicht wie. Er machte viele Reisen nach oben und brachte uns immer wieder ein paar Kleinigkeiten und Geschenke mit. So kam ich auch an mein sogenanntes Smartphone. Eigentlich müsste es sofort kaputt gehen, doch mein Opa schenkte mir etwas wie einen Schutz dazu. Es war eine kleine Tasche, in die ich das Teil rein tun konnte und diese schützte es vor Wasser. Er erklärte mir auch, dass wenn ich in der Nähe der anderen Welt, also in der Nähe vom Strand damit hin schwimmen würde, ich Nachrichten und Filme von der Außenwelt sehen könnte.
      So wurde meine Neugier immer größer und inzwischen schwamm ich jeden Tag nach der Schule dort hin. Jeden Abend lief nämlich meine Lieblingssoap. Der Schauspieler war einfach zu süß und spielte seine Rolle wirklich gut. Durch die Serie, konnte ich auch viel über die Außenwelt lernen, ohne selbst dort gewesen zu sein, doch es reizte mich schon irgendwie. An diesem Tag schwamm ich also wieder nah am Strand und entdeckte etwas Leuchtendes auf dem Meeresboden. Eine Muschel. "Nanu, du siehst ja anders aus als die Muscheln, die ich bisher gesehen habe.", murmelte ich und hob das kleine Meereslebewesen auf. Ich sah es mir genau an und bemerkte, dass es einen sehr süßlichen Duft hatte. Normal war das nicht und ich konnte nicht mehr sagen was mich dazu brachte, aber ich wollte davon kosten. Langsam streckte ich meine Zunge raus und leckte an der weichen Seite. Plötzlich bildeten sich tausende Bläschen und ich fing an zu leuchten. Das letzte woran ich mich danach noch erinnerte, war das ich am Strand lag und meine Flosse nicht mehr da war.
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      Tristan

      Meine Frisur saß einfach perfekt. Den ganzen Vormittag hatte ich Autogramme gegeben und der Stand in dem mondernen Einkaufszentrum war von den Menschenmassen fast überrannt worden. Mir selbst wäre nie der Gedanke gekommen dass es nur so wirkte weil unser Stand nicht wirklich groß gewesen war. Jedenfalls konnte ich mein Handgelenk kaum noch bewegen. Dieser Job war meine Eintrittskarte nach ganz oben. Mein Spiegelbild verschwand wieder für einen Moment zwischen der hereinbrechenden Gischt. Die sanfte Welle schob sich über meine nackten Füße und gab eine angenehme Kühle. Meine Schuhe baumelten an meiner rechten Hand, während ich mich widerwillig von meiner erneut auftauchenden Spieglung abwand. Der zerklüftete Strand war einer von dutzenden an der Südseite. Die Klippen und Wälder machten es schwer sie zu erreichen und meist traf man nur Surfer hier, die mit kleinen Taschen auf den Brettern angeschwammen kamen. Ich streckte den Rücken durch und blinzelte in die Sonne. Gekonnt zog ich mir meine Sonnenbrille aus den Haaren und setzte sie auf. Es war es wirklich wert gewesen, sie hatten mich auf den Weg abgesetzt und ich war die letzten Meter gelaufen. Ich mochte die Touristenstrände im Südwesten, es gab kaum einen Ort an dem es mehr darum ging zu sehen und gesehen zu werden. Mein neuer Status als Schauspieler machte mich natürlich zur Attraktion schlechthin sobald ich irgendwo aufschlug. Aber von Zeit zu Zeit tat es gut einfach mal allein zu sein, inbesondere nachdem man Stunden mit hyperventilierenden Fans verbracht hatte. Vorsichtig balancierte ich auf den rundlichen Steinen die überall verstreut lagen. Einmal sprang ich einen größeren Satz zum nächsten, ließ es dann aber sein und lief wieder durch das flache Wasser. Ich blickte verwirrt um mich herum, wollte sichergehen dass niemand in der Nähe war der mir vielleicht einen Streich spielen wollte. Nicht weit von mir lag ein Mädchen im Wasser, das Gesicht in der flachen Gischt, immer wieder verborgen durch den weißen Schaum. Als ich mich ihr näherte rief ich ob alles in Ordnung sei, aber sie rührte sich nicht. Vorsichtig drückte ich sie an der Schulter. Mit etwas unbehagen packte ich sie unter den Armen und zog sie etwas aus dem Wasser heraus, so dass die Wellen nur noch die Spitzen ihrer Zehen erreichten. "Hallo?" Erst jetzt ließ ich meine Schuhe in den warmen Sand fallen und drehte sich vorsichtig um. Durch den lilanen Bikini konnte ich sehen wie sich ihre Brust leicht hob und senkte. Als mein Blick weiter nach unten lief, wurde ich knallrot. Die plötzlich aufsteigende Hitze konnte ich mit all meiner Schauspielkunst zurück in meine Magengegend schieben und ich spürte wie ich wieder eine normale Farbe annahm. Irgendwie war ich mit der Sitauation überfordert und zog mein Shirt aus um sie notdürftig zu bedecken. Ich drückte meinen Kopf auf ihre Brust, ob ich ihr Herz wohl schlagen hören könnte. Mein anatomisches Wissen war beschränkt, aber nicht dass es im nachhinein heißen würde ich hätte das nicht auch kontrolliert. Mein Gesicht fest auf ihren Körper gedrückt konnte ich das Pochen ihres Herzens hören.
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    • Namina

      Alles woran ich mich erinnerte war so verschwommen. Mein Körper fühlte sich irgendwie schwerer an als vorher und aus irgendeinem Grund frierte ich. Auch hatte ich ein Drücken auf der Brust. Ich öffnete also langsam meine Augen und sah einen jungen Mann. Er kam mir sehr bekannt vor, verdammt bekannt.
      "Oh mein Gott!", schrie ich auf und hielt mir schnell die Hände vor den Mund. Ich richtete mich auf und sah an mir runter, während ich die Person neben mir völlig ignorierte. "Was ist das denn?", sagte ich entsetzt und winkelte meine Beine an? Ich hatte Beine. Wie? Etwas verwirrt fuhr ich mit meinen Fingern über meine Haut. Sie war so weich und hell. Dann legte ich meinen Kopf etwas schräg, als ich sah, dass ein Hemd auf meinem Unterleib lag. Vorsichtig hob ich dieses an und sah darunter. Kurz wurde ich etwas rot und musste schmunzeln. Ich hatte wirklich Beine, ich war ein Mensch.
      So sehr ich mich auch freute, bemerkte ich dann erneut, dass ich nicht alleine war. Langsam drehte ich mich zu dem jungen Mann. "Jetzt nur nicht ausrasten.", dachte ich und schluckte schwer. "I-ist das dein Hemd?", fragte ich unsicher und biss mir leicht auf die Lippe. Es war wirklich Tristan. Ich musste ruhig bleiben, es war so unreal und doch war es scheinbar auch kein Traum. In echt war er sogar noch schöner als auf meinem Smartphone.
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    • Tristan

      Ich spürte wie sie sich rührte, als ich meinen Kopf gegen ihre Brust drückte. Ich wich ein wenig zurück, ihre Augen blickten seltsam verträumt. Meinen Kopf hatte ich gerade noch weit genug von ihr entfernt um nicht mit ihr zusammen zu stoßen als sie nach oben schnellte. Ihr kleiner Aufschrei entlockte mir ein Lächeln, ganz so schlimm konnte es ihr nicht gehen. Ihre Finger betasteten etwas Haut, als suchte sie etwas. Ich hatte den Eindruck dass sie mich nicht mal mehr wahr nahm. „Hey... Geht's dir gut?“ Ich wollte sie nicht erschrecken, aber irgendwie musste ich mich ja bemerkbar machen. Sie drehte sich ein wenig zu mir und diesmal sahen ihre blauen Augen wach und vielleicht ein wenig erschrocken aus. So große Blaue Augen. Kurz biss sie auf ihre Lippe, eine süße Angewohnheit. „Ja ist meins, hast wohl ein bisschen was verloren als du hier angeschwemmt worden bist.“ Die Sonne schien und das Meer erinnerte ein wenig an einen Spiegel, schwer zu glauben dass jemand so viel Pech hatte um bei diesem Wetter ein in Seenot geriet. „Was ist dir eigentlich passiert?!“ Ich bekam das Gefühl nicht los, dass sie mich ein wenig anstarrte, wie auch immer, mein Ego genoss jede Sekunde Aufmerksamkeit.
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    • Namina

      "Hehe", hauchte ich nur und ein unbeholfenes Lächeln zierte mein Gesicht. Tristan gab mir wirklich SEIN Hemd. Er war also nicht nur im Fernsehen eine so liebe Person. "Was passiert ist?", murmelte ich leise. "Ich..das weiß ich nicht. Eben schwamm ich noch und plötzlich wurde alles hell, oder dunkel und dann wachte ich hier auf..", versuchte ich zu erklären. Doch alles was ich sagte klang so wirr. Sicherlich würde er mich für verrückt halten, ich könnte es ihm nichtmal übel nehmen. Kurz darauf stand ich auf und versuchte mir dein Hemd ordentlich um die Hüfteb zu binden, doch das war komplizierter als ich dachte. Vorher musste ich mir keine Gedanken machen, dass man etwas sehen konnte, ich hatte ja nur eine riesige Flosse. Aber nun, hatte ich zwischen den Beinen, naja, etwas. Und im Fernsehen zeigte es auch keine Frau, also sollte ich es auch nicht tun. Jedenfalls bemerkte ich beim Versuch das Hemd zuzubinden, was für breite Rentier Hüften ich wohl haben musste. Nach fünf Minuten hatte ich es dann endlich geschafft, dass man nichts mehr sah. In der Zeit ignorierte ich den jungen Mann komplett, unbeabsichtigt.
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    • Tristan

      Während sie sich mein Hemd umband nahm ich all meine Kraft zusammen und wendete den Blick ab. Es war gut dass man als Schauspieler lernte seinen Fokus auf andere Dinge zu richten. Nicht dass ich es wirklich schaffte aber mein Gewissen war rein, immerhin hatte ich den guten Vorsatz gehabt. Etwas unbeholfen stellte ich ihr einige Fragen, aber sie schien mich nicht wirklich wahrzunehmen, ihr Blick zeigte so unglaublich viel Konzentration dass ich lächeln musste als ich den Kopf wieder abwand. Mein Hemd stand ihr gut, wenn sie so mit mir gesehen wurde, würde es direkt einen neuen Trend setzen. "Wie heißt du eigentlich?" Ich saß immer noch im Sand und lächelte als ich sie ansprach. Ich hatte doch schon recht viel erlebt aber ein halb nacktes Mädchen war noch nie vor mir angeschwemmt worden. Als ich mich selbst vorstellte unterließ ich es direkt zu erwähnen was für ein großartiger Schauspieler ich doch war. "Bist du im Urlaub oder wohnst du hier? Man holt mich nachher hier ab, wenn du willst können wir dich mit zum Kap nehmen." Die meisten Feriendörfer waren unten an der Südspitze, nah den großen Stränden. Die Hotels im Norden waren eher den Windsurfern vorbehalten. Der trockene Sand riselte über meine Fingerspitzen als ich mich abstütze und aufs Meer hinaus sah. Das Wasser war so tiefblau und glatt, sie musste wirklich außergewöhnliches Pech gehabt haben. Wobei manchmal waren die kleinen Strände trügerisch, Felsen im Wasser führten zu einem Sog und gerade unerfahrene Schwimmer wurden schnell fortgespühlt. Irgendein vorwitziger Fisch schwamm für einen Moment nahe der Oberfläche. Ich konnte nicht genau sagen um was für einen es sich handelte, dafür spiegelte das Wasser zu stark aber anhand der stattlichen Schwanzflosse musste es ein ganz schön Großer gewesen sein.
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    • Namina

      Erfreut, es endlich geschafft zu haben, drehte ich mich wieder zu dem jungen Mann. "Mh? Ach mein Name, ich bin Namina.", antwortete ich lächelnd. Ob ich blöd aussah? Ich hab schließlich noch nie gesehen, dass jemand so rumlief wie ich gerade. "Es freut mich dich kennen zu lernen.", sprudelte es förmlich aus mir heraus. Ich musste mich echt zusammenreißen, mich nicht irgendwie komisch zu benehmen. Er war schließlich eine Berühmtheit und dazu ein ganz schöner Leckerbissen. "Ich wohne dahinten.", erklärte ich und zeigte ins Meer. Ups und schon blamiert. "Ich war auf einer Kreuzfahrt.", warf ich schnell hinterher. Ich denke, ich habe mich knapp gerettet. "Ich würde gerne mit zum Kap, vielleicht kann ich ja jemanden erreichen.", aber natürlich nicht, im Meer gab es keine Telefone. Ich war eine Ausnahme und auch nur weil ich Opas Lieblings war.
      Etwas wacklig auf den Beinen, sah ich an mir herunter. Mein Oberteil und mein Smartphone waren noch da. Was ein Glück, aber leider brachten mir die Sachen nichts. Während Tristan aufs Wasser sah, beobachtete ich ihn. Er sah so gut aus und es war so schwer nicht anzufangen zu Fangirlen, aber ich würde durchhalten.
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    • Tristan

      Erstmals fiel mein Blick auf ihr Handy, ein kleines Smartphone in einer Wasserdichten Hülle. Hatte sie es die ganze Zeit festgehalten? Das zeugte doch eine beachtliche Selbstbeherrschung wenn man selbst halb Bewusstlos im Meer sein Handy bei sich trug. Wäre sicher noch ein gutes Selfie geworden #Help. Ich lächelte Nachsichtig, wahrscheinlich hatte sie versucht die heimische Unterwasserwelt zu fotografieren und war dabei fortgespühlt worden, sowas komm schon hin und wieder vor. Ich blickte auf mein eigenes Handy, steckte es weg nachdem ich auf die Uhr geschaut hatte. "Haben noch eine viertel Stunde bevor sie da sind. Hat dir die Kreuzfahrt gefallen? Warst du schon Tauchen? Die Korallenriffe hier sind echt schön." Wow wirklich sehr charmant jemand aus dem Wasser zu ziehen und zu fragen ob man schon tauchen war. Meine Unsicherheit verschwand hinter einem Lächeln. Es fiel mir immer noch schwer zu denken bevor sich mein Mund in Bewegung setzte, aber ich arbeite daran. "Also, eigentlich können wir schon los, wir müssen ein kleines Stück laufen." Der Weg zwischen den den trockenen Büschen war sandig, nur gelegentlich trat man auf feste Erde. Einige wenige Blumen schafften es sich auf dem Sand festzukrallen und schienen so wie bunte Tupfer im weißen Sand.
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    • Namina

      Als er mich ansprach, zuckte ich etwas zusammen. "Die Kreuzfahrt? Ja, sie war ganz gut.", erklärte ich sanft. Eigentlich hatte ich keine Ahnung von sowas, aber das würde er sicher nicht merken. Seine nächste Frage machte mir irgendwie Hoffnung. Warum wusste ich selbst nicht. Vielleicht würde er mich ja auf einen Tauchausflug ausführen. Das wäre natürlich ein Traum.
      "Tauchen war ich leider noch nicht, abgesehen von vorhin, aber ich hab nicht wirklich was mitbekommen.", sagte ich etwas schief grinsend. Mit einem Nicken antwortete ich auch auf seine folgende Aussage. Ich setzte langsam ein Bein vor das andere und es war viel schwerer als es im Fernseher ausgesehen hatte. Etwas wie ein taumelndes Reh ging ich einige Schritte, bis ich endlich festen Stand fand und aufrecht ging. Meine Füße vergrub ich im Sand, es kitzelte. Ein leises Kichern entfloh meinen Lippen.
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    • Tristan

      Sie war sehr wacklig auf den Beinen, aber bereits nach wenigen Schritten lief sie wieder normal und ich verwarf den Gedanken sie zu stützen. Ihr Kichern ließ mich ebenfalls lachen, während wir über die kleine Düne stapften. Der Weg zwischen den vertrockneten Gräsern war ausgetreten und man kam voran ohne sich all zu viele Kratzer zu holen. Als wir an die Straße kamen blieb ich ein gutes Stück vor dem Asphalt stehen. Auch wenn die Hitze am Meer nicht so drückend war wie im Innland, hatte es sicherlich ein wenig über dreißig Grad und der Teer würde meine nackten Füße sofort verbrennen. Meine Schuhe hielt ich immer noch in der Hand während mein Hemd sich an seinen neuen Besitzer gewöhnt zu haben schien. Wir mussten keine ganze Minute mehr warten bis der umgebaute Navigator vorfuhr. Es war zwar keine Limousine aber entsprechend umgebaut so dass man sich hinten gegenüber sitzen konnte. Normalerweise konnte man so ein kleines Kamerateam unterbringen, jetzt aber setzte ich mich mit dem Rücken zur Fahrtrichtung. Die Fahrerin und ihr Beifahrer waren beides Co-Regisseure. Außer einem freundlichen Gruß schienen die beiden sich nicht weiter für den unbekannten Gast zu interessieren. Ohne etwas zu sagen nahm ich ihr das Smartphone aus der Hand. Meine Finger flogen über die Tastatur, einer der Vorteile wenn man mit den Geräten aufgewachsen war. "Nicht dass du am Ende doch niemand erreichst." Als ich ihr das Handy zurück gab hatte sie einen neuen Kontakt, 'Tristan'. Normalerweise achtete ich peinlich genau darauf dass meine Nummer nicht durch die Welt ging, aber das süße Mädchen schien mich nicht einmal zu erkennen, also eher unwahrscheinlich dass sie bald in einem Forum auftauchen würde.
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    • Namina

      Ich bemerkte wie Tristan anfing zu lachen, lachte er mich aus? Etwas verlegen sah ich auf den Boden und ging weiter, bis wir plötzlich stehen blieben. Ich sah mich um und es fuhren eine menge Autos entlang. Das musste eine Straße sein. Gespannt sah ich dann auf die leuchtende Lampe auf der anderen Straßenseite. "Eine Ampel.", murmelte ich leise. Ich hatte mir wohl doch so einiges gemerkt.
      Plötzlich blieb ein großer Wagen vor uns stehen, in den Tristan wenige Sekunden später einstieg. Schüchtern sah ich rein, ehe ich ebenfalls das Fahrzeug betrat. Eine leise, aber freundliche Begrüßung verließ meine Lippen und ich setzte mich. Dann nahm der junge mein auf einmal mein Handy. "Wa..", stotterte ich leise, bis ich bemerkte, dass er gerade eine Nummer eintippte. Als er mir das Smartphone wieder überreichte, checkte ich meine Kontakte. "Tristan", las ich leise. Er hatte tatsächlich seine Nummer abgespeichert. In meinem Kopf explodierten gerade tausende Feuerwerke. "Dankeschön.", sagte ich schnell mit einem breiten und glücklichen Grinsen, drehte mich zum Fenster und sah heraus. Unglaublich.
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    • Tristan

      Sie schaute fasziniert aus dem Fenster, wohl um ihre Schüchternheit zu überdecken. Ich konnte es ihr ja schlecht verübeln, eben noch lag sie am Strand und schon waren wir auf dem Weg in die Stadt. Als ich ihr das Handy wieder gab schaute sie erst geschockt bevor sie mich für einen viel zu kurzen Moment anstrahlte. Danach blickte sie wieder verlegen aus dem Fenster. Das kleine Städtchen kam recht schnell in Sicht und ich versuchte nicht eine Unterhaltung zu starten, Namina hatte nur Augen für die schön verzierten Fassaden der Touristenstadt. Hier waren nicht mehr viele Autos unterwegs, dafür aber sah man viele Touristen zu Fuß oder auf Fahrrädern. Überall waren Täfelchen auf denen das beste Essen oder die tollste Happy Hour angekündigt war. Der Wagen hielt am Rande der Fußgängerzone. Ich öffnete die Tür und stieg mit aus. "Da vorne sind die Ansprechpartner der Reisebüros, die kontaktieren dir dein Kreuzfahrtschiff", ich zeigte auf eine der belebten Gassen, "wenn noch was ist schreibst halt kurz." Kurz wollte ich sie zur Verabschiedung umarmen, aber die ersten Teenies waren auf uns Aufmerksam geworden und ich wollte keine nicht noch mehr Gerüchte streuen. Ich machte sie jetzt besser nicht darauf aufmerksam dass mein Hemd noch an ihrer Hüfte hing und sich fröhlich im Wind wog. Sollte sie es halt als Andenken an ihre dramatische Rettung behalten, vielleicht konnte man sowas in die Serie einbauen? "Wünsch dir dann noch einen schönen Urlaub, meldest dich halt wenn du mal wieder hier Ferien machst." Ich grinste sie an bevor ich wieder ins Auto stieg. Von hier war es nicht mehr weit bis zu mir nach Hause. Sie würden mich daheim absetzen und ich wäre nach endlosen Stunden am Set endlich mal wieder Zuhause.
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    • Namina

      Während ich nach draußen sah, bekam ich das dicke Grinsen nicht aus meinem Gesicht. Die vielen Häuser und Touristenläden faszinierten mich, alles war so riesig und überall Menschenmassen. Beim vorbei fahren, entdeckte ich einen kleinen Stand der scheinbar Sommerkleidung und Schmuck verkaufte. Doch schnell bemerkte ich, dass ich ja gar kein Geld hatte, woher auch.
      Seufzend sah ich wieder herein, als Tristan wieder anfing mit mir zu reden. Es war wohl Zeit aus zu steigen. Langsam kam ich aus dem Auto und biss mir auf die Unterlippe. "Okay, vielen Danke nochmal.", sagte ich leise und sah ihn an. Etwas nervös und traurig war ich schon, schließlich würden sich unsere Wege jetzt für lange zeit trennen, wenn nicht für immer. "Ich wünsche dir noch einen schönen Tag, ich meld mich bei dir.", sagte ich und schon verschwand er wieder im Auto.
      Schwer schluckend drehte ich mich um und lief in Richtung des Standes, den ich vorhin gesehen hatte. Als ich angekommen war, warfen mir Passanten komische Blicke zu. Natürlich, ich hatte nicht mal was ordentliches an. Plötzlich empfand ich das alles es ziemlich deprimierend und sah mich nur kurz um. Ich wollte gerade gehen, als die ältere Dame, der wohl der Stand gehörte, meine Hand griff und mich an sah. "Du bist nicht von hier, stimmts Kindchen.", ich schüttelte nur den Kopf. Die Dame fing an ein paar Sachen einzupacken und reichte mir anschließend eine kleine Tüte. "A-aber ich hab gar kein Geld.", stotterte ich. Doch die frau drückte mir nur lächend die Tüte in die Hand. Gerührt lächelte ich mit ein paar Tränen in den Augen. Irgendwie machte mich das gerade unglaublich glücklich.
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    • Im Auto war es still, das Radio war nur ganz leise eingestellt, bis ich mich verabschiedet hatte war es mir nicht mal aufgefallen. Sie ließen mich direkt an der Einfahrt raus, auch wenn ich nur noch Zentimeter von einer Karriere als hochrangiger Schauspieler entfernt war, könnte ich mir ein solches Haus niemals leisten, noch dazu nicht in dieser Lage. Ein Geschenk von meinen Eltern die mich in meinem Traum immer unterstützt haben. Also Mama hat mich unterstützt. Der Nachmittag ging ganz langsam in den Abend über, die Hitze ging in eine angenehme Wärme über. Ich lief zum Kühlschrank und holte mir eine Cola, sofort kondensierte Wasser an der kühlen Glasflasche. Vielleicht hätte ich sie begleiten sollen? Nein, das hätte komisch gewirkt. Ich zog ein frisches T-Shirt aus einem Schrank, setzte mich auf die Veranda. Die Anschaffung der Liegestühle war meine zweitbeste Idee nach der Schauspielkarriere gewesen. Von hier aus waren es nur wenige Meter bis an den Strand und auch wenn das Haus nur einstöckig war bot es genug Platz um die ein oder andere Party zu schmeißen. Ich drückte auf kurz auf mein Handy und Musik begann zu spielen. Eine enstpannte Playlist, direkt bei dem ersten Lied handelte es sich um 'Waves', passend denn man konnte die Wellen hören die zögerlich an den Strand schlugen. Irgendwie ließ mich der Gedanke dann doch nicht los und ich zog mein Handy nochmal aus der Tasche.
      "Hey, hat alles funktioniert? Wann wirst du abgeholt?"
      Zum Glück hatte ich von ihrem Handy aus noch kurz anklingeln lassen. War nur höflich, sich kurz nach ihr erkundigen war gut gemeint, immerhin hatte sie Schiffsbruch erlitten, also irgendwie.
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    • Nach dem Geschenk der Dame, zog ich mich hinter dem Stand um. Ich trug von dort an eine schwarze Hotpants und ein weißes Top, durch das man leider meinen lila farbenen BH sah, ein paar schwarze Slipper rundeten dann mein umsonst erworbenes Outfit ab. Da ich Tristans Hemd nicht einfach wegwerfen wollte, band ich es mir erneut um die Hüfte. Als ich wieder hervor kam, lächelte die Dame. "Die Sachen passen dir, das ist schön.", sagte sie kurz. "Ich werde Ihnen helfen, als dank für die Sachen.", antwortete ich und ließ mir erklären, was ich machen könnte. Schwer waren die Aufgaben nicht, ich sollte erstmal die Kleidung falten,damit der Stand wieder schön und nicht so durchwühlt aussah.
      Nach einiger Zeit klingelte mein Handy. Kurz sah ich drauf und sah Tristans Namen. "Hey, nein. Ich bin wohl 'gestrandet'. Arbeite gerade an einem Stand.", antwortete ich und legte das Handy erneut weg. Inzwischen war das Wetter angenehm warm und in wenigen Stunden würde die Sonne untergehen. Ich fühlte mich irgendwie gut, auch wenn ich in einer völlig fremden Welt war.
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    • Tristan

      Es dauerte keine zwei Minuten bis ich meinen Klingelton hörte. Auch wenn ich selbst sagte das Geduld eine meiner besseren Eigenschaften ist so hasse ich es trotzdem zu warten. Ich hatte eigentlich erwartet dass sie bereits auf dem Weg zum Schiff war, aber anscheinend steckte sie noch mal fest. An einem Stand? Klar es gab unzählige kleine Verkaufsstände aber einfach mal so einen Job gegen die Langweile? Nein sie hatte keinen Geldbeutel bei sich. Nach einigen Minuten schrieb ich zurück, auch wenn ich es nicht geschafft hatte meine Gedanken einigermaßen zu ordnen. Es war fast als schrieb ich nicht selbst, meine Finger waren schneller als mein Kopf. "Hunger? Ich würde nachher nochmal in die Stadt was essen, hast du Lust?"
      "Wenn du Zeit hast", manchmal war mein Kopf sehr viel langsamer als er sein sollte. Wenigstens hatte ich sie nicht zu mir eingeladen um was zu bestellen. Ich schaute auf die Uhr. Es würde demnächst dämmern, ich sprang durch die Dusche und zog mir was Frisches an. Wieder in einem sommerlichen Hemd fühlte ich mich einfach wohler. Geldbeutel, Schlüssel und Handy wanderten in meine neue Hose. Selbst wenn sie ablehnte, ich wollte jetzt nochmal in die Stadt. Ich musste ja was essen, nicht weil ich sie sehen wollte. Erst als ich schon aus dem Haus war blickte ich auf mein Handy. Ich ertappte mich selbst dabei wie ich die Augen ein wenig zusammen kniff. Es war nicht weit zu laufen, vielleicht fünfzehn Minuten bis man in der Stadt war, früher wären es dann nochmal fünfzehn Minuten bis zur Innenstadt gewesen aber der Touristenboom hatte die ganze Stadt mit Restaurants, Einkaufspassagen und Ständen gefüllt.
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    • Namina

      Nach wenigen Sekunde klingelte mein Handy erneut. Essen gehen? Mit Tristan? Irgendwie erfüllte sich ein Wunsch, jedoch passierten mir heute zu viele gute Dinge, aber darüber machte ich mir erstmal keine Gedanken mehr. "Ja gerne, ich bin noch in der Nähe des Strandes, könntest du mich holen? Ich weißt nicht wohin.", schrieb ich und arbeitete weiter. Nach ca. 10 Minuten war es auch schon Zeit abzubauen und ich half die Sachen aufzuräumen und den Stand zu schließen. "Danke Kleine, du warst mir eine sehr große Hilfe. Wenn du möchtest, darfst du öfter aushelfen.", sagte die ältere Dame. Fröhlich nickend stimmte ich zu. Sie nahm meine Hand und legte etwas hinein, ehe sie lächelnd zur Hauptstraße ging. Nun würde sie sicher nach Hause gehen.
      Ich öffnete meine Hand, sie legte Geld hinein. Lächelnd murmelte ich leise "Danke". Mein erster Tag hier verlief wie ein Traum. Ich verstand garnicht, warum Vater nie wollte, dass wir diese Welt entdeckten. Seufzend und etwas kaputt setzte ich mich auf den Bürgersteig neben dem Stand und wartete auf Tristan. Würde er bald kommen?
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    • Tristan

      Mein Fehler war dass ich nach einem doch recht leicht bekleideten Mädchen Ausschau hielt. So lief ich zuerst mal an Namina vorbei. Ich war schon einige Schritte vorbei bis mir klar wurde dass sie da gerade auf dem Gehweg gesessen hatte. "Hey, da bist du ja." Ich reichte ihr eine Hand um ihr hochzuhelfen. Sie sah wirklich toll aus, ihre kurze schwarze Hose wurde von meinem Hemd eingerahmt. "Auf was hast du Lust, Pizza? Schade dass es mit der Fähre nicht geklappt hat, wann holen sie dich denn ab?" Ich führte sie durch die kleinen Gassen, vorbei an den Menschentrauben welche sich vor den Schaufenstern bildeten. Als eine Ansammlung Rentner es fertig brachte tatsächlich die komplette kleine zu verstopfen packte ich sie an der Hand und zog sie mit hindurch. Als wir auf der anderen Seite der Masse waren liefen wir noch zwei Schritte bevor ich den Kopf zu ihr drehte. "Gleich da!" Ich ließ ihre warme Hand los, mehr unterbewusst als gewollt. Das kleine Restaurant hatte auf der Straße einige kleine Tische und eine freundliche Bedienung lenkte uns an einen davon. Die Stühle waren aus Holz und nicht das bequemste das man finden konnte aber es war trotzdem eines meiner Lieblingsrestaurants. Niemand sonst in der Stadt machte so gute Pizza. Die Bedingung brachte Speisekarten aus schwarzem Kunstleder und zündete dabei gleich die Kerze an. Sollte ich sie einladen? Ich würde zumindest erst mal nichts sagen, das war ja kein Date... Oder?
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    • Namina

      Seufzend wartete ich, während viele Menschen an mir vorbei liefen, nur nicht diese bestimmte Person. Ich sah zu Boden, als ich plötzlich angesprochen wurde. "Hey, du bist bekommen.", sagte ich lächelnd und griff nach seiner Hand um aufzustehen. Kurz klopfte ich meine Kleidung ab, ehe ich antwortete. "Pizza klingt gut. Ach, sie meinten, dass sie nicht nochmal wenden können während der Fahrt, also müsste ich noch knapp drei Wochen warten.", ich kratzte mich kurz am Ohr und strich meine Haare dahinter. Natürlich war das eine Lüge, was sollte ich sonst sagen? Ruhig lief ich hinter Tristan her, als plötzlich eine Gruppe Menschen kam und mich förmlich verschluckte. Panisch sah ich mich um, als eine Hand nach mir griff. Mein Herz fing auf einmal an schneller zu schlagen. Seine Haut war so weich und warm, doch ehe ich den Moment richtig genießen konnte, war er auch schon vorbei. Wir standen vor einem Restaurant, es sah gemütlich aus und ich konnte jetzt schon das leckere Essen riechen. Ich setzte mich und nahm die Speisekarte entgegen. "Wow..", murmelte ich. So viele Gerichte und verschieden kombiniert. "Bei euch isst man auch Meerbarben?", fragte ich etwas erstaunt. Bei uns zuhause war es übliche diese Fische zu essen, obwohl sie ganz niedlich aussahen. Auf einmal bekam ich ein stechen in der Brust und legte meine Hand darauf.
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    • Tristan

      "Drei Wochen? Oh man tut mir leid um deine Kreuzfahrt. Aber hier kann man auch Spaß haben! Hast du schon ein Hotel gefunden?" Die Kellnerin kam kurz an unseren Tisch und ich schickte sie wieder weg, bestellte schon mal eine Flasche Wasser. "Ja, Seebarben kann man hier direkt an der Küste fangen. Von vier bis 6 ist immer ein Fischmarkt, wenn du es dir mal anschauen möchtest." Mein Blick wanderte durch die Karte, die Küche hier war zwar nicht schlecht, aber ich würde trotzdem eine Pizza nehmen, alles andere wäre bei dieser Pizza verschwendete. Meine Augen folgten ihrer Hand. "Alles in Ordnung?" Meine Augen weiteten sich ein wenig, ich machte mir Sorgen um meine neue Begleitung.
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