I Hate You - I Love You [Rheira & Lu-Chan] [Beendet]

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    • I Hate You - I Love You [Rheira & Lu-Chan] [Beendet]

      X ist ein junges Mädchen, gerade mal sechzehn. In ihrem Leben geht wirklich alles schief:
      Sie erwischt ihren Vater mit seiner Sekretärin in seinem Ehebett.
      Ihre Mutter brennt mit ihrem Fitnesstrainier durch.
      Dann Trennung ihrer Eltern und Auszug ihrer Mutter auf Malle.
      Dazwischen der Auszug ihrer älteren Schwester zu ihrem Freund und die
      Trennung mit ihrer großer Liebe. Es fehlte nur noch, dass sie ihren
      Sommerjob verlieren würde, und alles wäre super perfekt. Nicht!
      Im Sommer verschwindet ihre beste Freundin in den Urlaub und so bleibt X
      komplett alleine mit ihrem drei Jahre jüngeren Bruder, auf den sie
      öfter Mal nach der Arbeit aufpassen muss, da ihr Vater nach der Trennung
      der Sektretärin zu nichts mehr in der Lage ist. Doch die Sommerferien
      scheinen nicht so schlecht zu laufen, als Y in das Haus nebenan
      einzieht. X hat in ihrem Zimmer die perfekte Sicht auf sein Zimmer und
      versucht natürlich mit ihm zu flirten, aber er entpuppt sich als ein
      riesiges Arschloch.
      Eigentlich will X ihn vermeiden, wenn nicht ihr Vater genau mit seiner
      Mutter zusammen kommen würde. Nun heißt es: Familienausflüge, Abendessen
      und öfter Mal miteinander abhängen.
      Doch aus Hass kann Liebe werden, oder nicht? Wird aber nicht so einfach
      sein, wenn sie ständig versuchen sich gegenseitig zu ärgern, oder bringt
      genau dieses Ärgern sie zusammen?


      @Rheira

      Regeln
      -Mein/e Schreibpartner/in soll bitte Lust auf das RPG haben! Also nicht nach drei Posts sich nie wieder melden..
      -Mein/e Schreibpartner/in soll bitte aktiv sein! Ich möchte echt
      nicht zwei Wochen auf die Antwort warten..Es passiert, dass man Mal
      weniger Zeit hat, dafür habe ich auch Verständnis, aber ich suche eine
      aktive Person! Ich verstehe wenn man einen Kreativitätsmangel hat, aber
      dann bitte ich um eine kleine Nachricht!
      -Mein/e Schreibpartner/in soll bitte realistisch bleiben!
      -Mein/e Schreibpartner/in sollte bitte Ideen mitbringen.
      -Mein/e Schreibpartner/in soll bitte meinen Charakter in Ruhe lassen! Ich verstehe es, wenn man mal schreibt: "Wir gingen los", aber ich verstehe nicht wenn man meinen Charakter steuert!
      -Mein/e Schreibpartner/in soll bitte damit klarkommen,dass wir auch manche NPCs schreiben werden!
      -Mein/e Schreibpartner/in soll bitte im Romanstil schreiben, die Ansicht ist mir dabei egal!
      -Mein/e Schreibpartner/in soll sich bitte melden, wenn sie keine Lust hat oder Abwesend ist!

      I Hate You - I Love You [Rheira & Lu-Chan]
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Alais


      So stand ich nun da, mitten in dem leeren Zimmer meiner Schwester und wartete auf einen Wunder, der sie zurückholen würde. Die letze Zeit meines Lebens war ein ständiges Karusell, welches nicht aufhören wollte,
      sich zu drehen, oder viellecht zu fallen, ich konnte es nicht wirklich in Worte fassen. Es füllte sich so merkwürdig an, alles zu verlieren,als würde die Seifenblase um mich herum plötzlich platzen und nicht mehr existent sein. Es ist, als würde all das, woran ich jemals geglaubt hatte eine Lüge sein. Eine verdammte Lüge.Eine verdammt hässliche Lüge und ich hasste Lügen! War das etwa normal bei Erwachsenen, sich die lebenslange Liebe zu schwören und dann plötzlich eine Vorliebe für eine andere Person zu bekommen? Wenn das der Fall war, dann wollte ich weder eine Ehe noch Kinder haben. Sie sind zwar süß und toll, aber sie müssen dann genau das durchleben, was ich hier durchlebe.
      Die Türen des Autos, welches in unser Einfahrt stand, knallten zu und ich wusste nun, dass es zu spät war. Das sie mich von jetzt an alleine ließ. Alleine mit den ganzen Problemen, die wirklich nicht mehr witzig waren. Wie sollte ich damit klar kommen? Und dann hatte ich noch Dorian an der Backe, der von unserer Mutter sein leben lang wie ein kleines Kind behandelt worden ist. Sollte ich etwa jetzt die Mutter für ihn spielen? Vielleicht würde ich ja etwas daraus lernen? Vielleicht könnte ich später in meinen Bewerbungsunterlagen vorweisen, dass ich mich mehrere Jahre lang um den Haushalt gekümmert habe und die Mutter für meinen jüngeren Bruder gespielt habe!
      Aber was sollte ich daraus lernen? Mir mein Leben nicht durch Kinder versauen zu lassen, weil man dann mit einem fünfzehn Jahre jüngeren Mannabhaut? Mir meinen Körper nie ruinieren zu lassen, weil Kinder so anstrengend sind und unnötig noch dazu? Tut mir leid Mutter.. Aber ich kann nicht nachvollziehen, warum
      du das Ganze hier kaputt gemacht hast. Weil Vater am Arbeiten war, damit er dir deinen Luxus gönnen konnte? Weil er keine Zeit für dich hatte, weil du jede Woche zum Friseur wolltest? Weil er dir immer wieder klar machte, wie alt du eigentlich schon bist? Aber alleine bist du nicht daran Schuld, keine Angst. Da gibt es ja auch noch meinen Vater, der sich mit seiner Sekräterin im seinem Ehebett erwischen lässt. Wie armseelig! Wenn ihr euch beide nicht mehr das geben konntet, was ihr gebraucht habt, warum habt ihr euch nicht in Ruhe und Frieden getrennt?! Ich frage mich nun, ob die Ehe meiner Eltern mein ganzen Leben lang nur eine Lüge war, die mir und meinem Bruder aufgetischt wurde. Aber nun wusste ich, dass es keine Liebe zwischen meinen Eltern gegeben hatte und dies tat weh. Es tat mehr weh als der Fakt, dass meine Schwester nun mehrere hundert Kilometer wegzieht. Jetzt in diesem Moment.Ich dachte immer, wir wären so eine tolle Familie, auch wenn es oft Streit und Ärger gab.. Der gemeinsame Urlaub, die gemeinsamen Geburtstage, Weihnachten, Ostern und vor allem Sylvester. Wir waren immer zusammen gewesen.. Immer ..Deshalb tut es weh.
      Es tut mehr weh, als die Tatsache, dass meine Mutter uns, ihre Kinder nicht mehr sehen möchte. Es tut mehr weh als die Tatsache, dass die Affäre meines Vaters nun bei uns einziehen sollte, nur über meine Leiche!
      Ich hatte mir einfach schon immer gewünscht, dass ich eine so tolle Ehe wie meine Eltern haben werde, aber nun, sie haben uns das alles nur vorgespielt.. So gut vorgespielt, Respekt. Beide sollten einen Oscar dafür bekommen, dass sie so wundervoll ihre Kinder sechzehn und dreizehn Jahre lang angelogen hatten und ihnen ihre Liebe vorgegaukelt haben.
      Ich sehe schon bildlich vor meinen Augen, wie Neil Patrick Harris den Umschlag aufmacht und sagt: "Und der diesjährige Oscar für den besten Hauptdarsteller im Leben der Adélaïde Chloé Bouvier geht an Christopher Damian Bouvier!" und dazu kommt dann natürlich: "Und der diesjährige Oscar für die beste
      Hauptdarstellerin im Leben der Adélaïde Chloé Bouvier geht an Marta Angelika Bouvier-Martin!". Dafür würde ich natürlich den Ehrenoscar bekommen, für das beschissenste Leben, welches man sich nur vorstellen könnte.

      Und während ich weiter in meinen Gedanken abschweifte, fuhr der weiße Transporter von der Einfahrt weg, Richtung Osten. Verräter.. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Ich kann nicht glauben das ich mich überreden lassen habe, erneut zu meiner Mutter zu ziehen und mir ihr Gejammer über irgendwelche Männerkrisen anzuhören. Zu deiner Information, gute Frau dein Sohn ist auch ein Kerl. Es ist jedes mal dasselbe und ich bin es einfach Leid bald schon wieder einen neuen Stiefvater begrüßen zu dürfen. Was erwarten den die Leute bitte immer von mir? Denken Sie etwa, ich stehe mit einem Strauß Blumen vor der Türe, am besten irgendwelchen kitschigen Rosen und träller ihnen ein ´ach, sie sind jetzt also schon der 500 Anwärter für eine Beziehung mit meiner Mutter? Herzlichen Glückwunsch, hier ihre Blumen´entgegen? Mit einem genervten Seufzen schleppte ich eine meiner Umzugskisten von meinem Auto hinauf in mein Zimmer, das ich dabei fast über die Treppen gestolpert wäre ignorieren wir einfach gekonnt. Wären mir meine Gegenstände nicht so heilig, hätte ich am liebsten den Karton quer durch den Raum geworfen, aber stattdessen fand ich mich in meinem alten Zimmer wieder und starrte auf ein Poster einer Band, die ich mal toll fand. Herrje mein Umzug ist erst ein Jahr her und schon fühle ich mich hundert Jahre gealtet. Seufzend riss ich das Bild von der Wand und warf es mit einem gekonnten Wurf in meinen Metalmülleimer neben dem Pc. Ich bin ja nun wirklich kein verbitterter Mensch, aber meine Laune ist trotz des fabelhaften Basketballwurfs im Keller. Es ist nicht so, als wäre ich nicht gerne hier, aber ich war es einfach so satt ständig die Scherben des Liebeslebens meiner Mutter einzusammeln und ihr zum gefühlten millionsten Male zu erklären, dass sie sich nicht immer Hals über Kopf verlieben sollte. Meine Güte, falls ich mich jemals so hirnlos verlieben sollte, hoffe ich das meine Freunde so kollant sind und mich daraufhin erschießen. Es dauerte eine gane Weile bis ich alles von meinem Auto in mein Zimmer geholt hatte, alles eingeräumt und umgeräumt hatte und ich das ganze endlich wieder mein Zimmer nennen konnte. Fast schon ein wenig stolz über die doch Eintages-Leistung öffnete ich das Fenster in meinem Raum, stellte fest das die Vorhänge auch schon bessere Zeiten gesehen hatten und ließ erst einmal frische Luft hinein. Glücklicherweise ging drausen ein kühler Wind und es würde nicht lange dauern, bis diese Stehluft endlich verschwunden war. Nach diesem ganzen hin und her, brauche ich eindeutig eine Dusche. Ich drehte mich also wieder von meinem Fenster weg und zog mir mein schwarzes Shirt über den Kopf, ehe ich dieses in eine Ecke meines Zimmers pfefferte und mich auf den Weg in das angrenzende Badezimmer eine Tür weiter machte. Von unten kam ein leichter Duft unseres Mittagessens nach oben und wäre ich talentiert im raten, hätte ich es sicher erahnen können, allerdings war das noch nie meine Stärke gewesen.
      "Luciel, hast du Hunger?" ertönte es dann von unten, woraufhin ich nur ein knappes "Bin duschen."entgegen murrte und daraufhin direkt die Badezimmertüre schloss. Meine Hose und Short wanderte in den Wäschekorb und ich konnte mich auf eine angenehme warme Dusche freuen. Vielleicht hätte ich nicht so weit wegziehen sollen, denn nun da ich wieder hier bin, muss ich mein Abschlussjahr an einer anderen Oberstufe antreten. Hätte meine Mutter und ihr damaliger Stecher nicht dieses eine Jahr noch warten können? Dann müsste ich mir nicht auch noch in meinem Abschlussjahr eine neue Klasse zumuten. Vielleicht war das die Strafe für meine jahrelange Unfreundlichkeit? - Karma du bist schon ein echtes Miststück.


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    • Alais


      Nur schwer bewegte ich mich aus dem Zimmer raus, um nicht meiner Trauer vollkommen zu verfallen. Das Zimmer sollte sowieso für meine neue "Mami" werden, die vielleicht fünf Jahre älter war als ich. Wie kann man sich so etwas vorstellen? Oder seinen Kindern antun?!
      Wie würde das aussehen, wenn wir dann irgendwo unterwegs sind: "Frag deine Stiefmutter".. Die natürlich genauso jung aussieht wie ich. OMG Vater!
      Aber ich hatte schon so meine Ideen, wie ich ihr zeigen würde, wer die Frau im Hause war. Sie würde sich wünschen, meinen Vater nie kennengelernt zu haben oder sogar nie mit ihm ins Bett gegangen zu sein. Es war einfach meine Bestimmung diese Hexe aus dem Haus zu jagen, aber da wusste ich ja noch nicht, dass es anders kommen würde. Das mein ganzer Plan nicht aufgehen würde..

      In unserem recht schlichten Wohnzimmer machte ich mir auf der Couch bequem, wobei ich aus dem Fenster sah, um mir klar zu machen, dass der Transporter weg war. "Ich vermisse sie jetzt schon", hörte ich von der Piepsstimme und hob meine Augenbraue hoch. "Verräter halt..",murmelte ich und schnappte mit die Fernbedienung, die auf dem Tisch lag.
      "Hast du das Bad aufgeräumt, damit das Püppchen sich nachher bequem machen kann?",fragte ich meinen Bruder, richtete meinen Blick aber auf den Fernseher.
      "Das sollte dein Job sein..",murmelte Dorian und wollte die Fernbedienung aus meiner Hand nehmen. "Na und? Ich bin aber die, die am meisten betroffen ist!"
      Eigentlich würde unser Streit noch viel länger andauern, würde ich nicht die Tür hören und schwere Schritte, die entlang des Flures gingen. Es waren die Schritte meines Vaters, aber was machte er so früh hier?
      "Dad?",fragte ich laut und bekam ein Murmeln zu hören.
      "Was machst du hier so früh?",fragte ich dann wieder, bekam aber keine Antwort.
      Der Herr des mittleren Altern gesellte sich zu uns ins Wohnzimmer und setzte sich in den einzigen Sessel,den wir im Wohnzimmer stehen hatten.
      "Wo hast du dein Püppchen gelassen?",fragte ich etwas abgehoben und sah ihn an. Eigentlich sollte sie ja mitkommen.. merkwürdig.
      "Ahja, daraus wird nichts..glaube ich..",antwortete mein Vater total lässig, als würde es ihn nicht kümmern und nahm sich sein Handy zur Hand, wahrscheinlich um ein paar Mails zu beantworten. "Okay..",sagte Dorian kurz und ich zuckte mit den Schultern. Liebeskriese? Oder hatte er seinen Fehler eingesehen?
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lucy-chan ()

    • Luciel

      Das warme Wasser auf meinem Körper war eine echte Wohltat und würde es nach mir gehen, würde ich das Bad einfach gar nicht mehr verlassen. Ich wusste was mir jetzt beim Mittagessen blühte und auch wenn ich meine Mutter wirklich vergötterte, hatte ich echt keine Lust mir Frauenthemen anzuhören und wie beschissen doch die Männer sind. Ich bin ja der Meinung meine Mutter wäre mit einer Tochter deutlich besser dran gewesen, als mit so einem anstrengenden Jungen wie mir. Ich seufzte leicht und lehnte meine Stirn an die kalte Glasscheibe unserer Runddusche. Ich vermisste meinen Vater wirklich sehr, aber es ist ja bekannt das gute Menschen leider viel zu schnell die Welt verlassen müssen. Jedesmal wenn ich an den Mann dachte, von dem ich meine Augenfarbe geerbt hatte und mein pechschwarzes Haar zog sich mein Herz zusammen. Wäre Vater noch hier, wäre alles anders. Ich wäre anders,Mutter wäre anders und unser Leben wäre keine solche Achterbahnfahrt geworden. Nur mal so am Rande erwähnt, ich hasse Achterbahnen. Nachdem ich mich dann schweren Herzens von meiner Dusche verabschiedet hatte, schnappte ich mir eines der weichen,weißen Handtücher am Handtuchständer unter dem Waschbecken und band mir dieses um die Hüfte, ehe ich wieder in mein Zimmer schlenderte und dort das Fenster schloss, da mitleerweile genug kalte Luft im Raum war und ich schon eine Gänsehaut am Körper bekam. Nachdem das also erledigt war, schlüpfte ich in eine schwarze Jeans und ein weißes Shirt. Barfuß und mit nassen Haaren schlenderte ich in die Küche und entdeckte meine Mutter die gerade Lasagne auftischte. Meine Mutter war eine sehr gepflegte und schöne Frau, mit ebenfalls schwarzen Haaren. Eine echte Haarpracht die ihr leicht gelockt lang am Rücken entlang lag und ihr feines Gesicht umrahmte. Sie hatte im Gegensatz zu mir und meinem Vater allerdings grüne Augen und hatte eine etwas dunklere Haut als ich. Sie war schlank, was bei uns in der Familie lag und falls sie nicht gerade in Selbstmitleid wegen irgendwelchen misslungen Dates lag, immer gut angezogen. Da sie aber gerade am schmollen war, musste eine Jeans und ein viel zu großes Shirt herhalten.
      "Luciel."seufzte sie und fuhr mit ihrer Hand zu meinem Haar, woraufhin ich allerdings zurück wich. "Du sollst doch deine Haare föhnen, du wirst krank."murmelte sie und zog ihre Hand zurück. "Keine Lust."antwortete ich knapp, ehe plötzlich etwas weiches um meine Füße glitt und sich meine Augen weiteten.
      "Victoria!" strahlend hob ich die große schneeweiße Schönheit nach oben und streichelte ihr durch das weiche Fell. Natürlich hatte ich meine Katze mitgenommen! Ohne meine Schönheit, die all meine Liebe erhielt, ging ich nirgendwo hin. "Wenn du anderen Leuten nur halb soviel Aufmerksamkeit schenken würdest, wie deiner Katze."murmelte meine Mutter belustigt. "Wozu? Die haben das nicht verdient. Außerdem kann sich niemand mit der Anmut von Victoria messen." erklärte ich ihr und setzte die Katzendame ab, die stolz zu ihrem silbernen Futternapf ging. Zufrieden da meine Katze versorgt war, setzte ich mich zu meiner Mutter an den Tisch und began die Lasagne zu essen. Gerade als die Schwarzhaarige den Mund öffnen wollte um etwas zu sagen, hob ich skeptisch eine Augenbraue. "Wenn es um Männer und ein Date geht, wage es jetzt bloss nicht."kam es schnell von mir, woraufhin sie mir perplex anstarrte. "Eigentlich wollte ich dich nur bitten später den Müll rauszubringen...." meinte sie dann. "Oh, okay."fast schon ein wenig schuldbewusst spießte ich ein Stück der Lasagne auf meine Gabel und schwieg während des gesamten Essens. Danach räumte ich mein Zeug weg, schnappte mir den Müll und ging mit einer Zigarette im Mundwinkel nach draußen.


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    • Alais

      Mein Vater sagte zunächst nichts und ich seufzte. "Nun gut, dann mache ich mir etwas zu essen, wenn wir etwas haben!";entgegnete ich und betonte extra das wenn. Wie ich meinen Vater kannte gab es mal wieder nichts im Kühlschrank, da dieser natürlich nie Zeit dafür hatte. Ich meine, er saß ja nicht mehrere Stunden vor dem eigentlichen Ende seiner Arbeit bei uns im Wohnzimmer und spielte an seinem Handy.. Nein, nur nicht..
      Ich bewegte mich in die Küche und seufzte,als ich das Chaos entdeckte. Essensreste, Pizzareste, Teller, Gläser und so weiter.. Alles dreckig.. Überall Dreck, wohin man nur sah! Mit meinem Essen würde es wohl nichts werden, denn mir ist der Appettit vergangen.. Aber wem nicht? Somit fing ich an die Essensreste wegzuwerfen, die Teller und Gläser in der Spüle zu stapeln, da die Spülmaschine natürlich auch schon voll war und versuchte irgendwie den klebrigen Boden sauber zu kriegen. Dies war leichter gesagt und getan. Meine armen Fingernägel.. Wir hatten schließlich auch keine Handschuhe mehr.. Oh man ich müsste mal echt einkaufen gehen!
      "Würde mal bitte einer von euch mit dem Müll rausgehen?",fragte ich laut aus der Küche und bekam zunächst keine Antwort. Genervt machte ich mich auf den Weg ins Wohnzimmer und wurde natürlich ignoriert. "Danke schön, dass mich jemand in diesem Haus beachtet!", rief ich laut und stampfte zurück in die Küche.
      Den Müllsack nahm ich einfach selber in die Hand und versuchte ihn nach Draußen zu schleppen. Die Mülltonnen standen natürlich alle vorne, weshalb ich quer von hinten, wohin die Küchentür führte nach vorne den Müllsack schleppen musste. Diesen warf ich rein und musste eine kurze Pause machen, da fiel mir aber jemand ins Auge.
      Ein gutaussehender Herr, der ebenfalls einen Müllsack zur Mülltonne schleppte mit einer Zigarette im Mundwinkel. Wenn das nicht schon heiß aussah! Aber ich musste mich zurückhalten. Die Trennung von meinem Ex war gerade erst zwei Wochen her und so schnell schon mit jemanden anderen auftauchen? Nein, nicht meins.
      Dennoch fragte ich mich ehrlich, wer es war. Habe ich noch nie dort gesehen, oder? Ich meine, ich hatte mit unseren Nachbarn kaum irgendetwas zu tun.. Eher meine Eltern.. Ich war einfach nie dafür irgendetwas mit den Nachbarn anzufangen.. Weder Grillpartys noch irgendwelche Erwachsenenabende..
      Ich schlenderte zu unserem Zaun und lehte mich dort an, um den Fremden etwas näher anzusehen. "Die Kippe steht dir gut!",rief ich rüber und grinste kurz. "Bist du etwa neuhier?"
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel



      Vielleicht hätte ich einmal im Leben auf den Ratschlag eines anderen hören sollen, denn mit nassen Haaren herauszugehen, war wirklich nicht die beste Idee die ich hatte. So warm war es auch wieder nicht, aber offenbar hatte meine Faulheit diesbezüglich gesiegt. Meine schwarzen nassen Haare, klebten mir im Nacken und ich stellte schnell fest das mir das Wasser in den Nacken lief, waaah ist das eklig! Seufzend fuhr ich mir mit einer Hand durchs Haar, warf den Müllbeutel in die Tonne und schloss schnell den Deckel, da der Geruch echt eine Zumutung war. Himmel Herr Gott, wo wohnten wir hier bitte? Gerade als ich mit meiner nun freien Hand nach meiner Zigarette greifen wollte, hörte ich plötzlich eine weibliche Stimme und blickte verwundert auf. Am Gartenzaun des Nachbarn stand ein Mädchen, ich schätze sie kaum jünger als mich ein. Sie war schlank, hatte langes Haar das vom Dunkel ins Pinke überging und einen Schmollmund. Ein amüsiertes Grinsen huschte über meine Lippen, ehe ich den Qualm der Zigarette ausbließ. "Das ist die dümmste Anmache, die ich in meinem Leben gehört habe. Darin bedarf es wohl noch etwas Übung."mit einem belustigten Grinsen drehte ich mich wieder um, schnippte die Zigarette zur Seite und ging zurück ins Haus. Seit wann hatte ich eigentlich eine Nachbarin in meinem Alter?
      Nun gut, nicht das es mich interessieren würde, allerdings war die Begegnung ziemlich amüsant gewesen.
      "Oh, hast du gute Laune Luciel?" fragte mich meine Mutter perplex, als ich mir die Hände in der Küche abwaschte.
      "Wie kommst du darauf?" stellte ich ihr die Gegenfrage, woraufhin sie nur schmunzelnd den Kopf schüttelte. "Schon gut." Ein wenig fragend sah ich sie dann doch an, dachte mir aber nichts dabei und entschied mir die Haare trocken zu föhnen. Victoria lief mir auf Samtpfoten direkt hinterher, woraufhin ich sie in den Arm nahm und zu meinem Bett trug. "Mach es dir bequem meine Hübsche."murmelte ich sanft und streichelte ihr durch das weiche Fell, ehe ich ins Badezimmer ging und meinen Plan fortsetzte. Wer war dieses merkwürdige Mädchen mit dem lausigen Anmachspruch eigentlich?


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    • Alais

      Ich hob meine Augenbraue hoch und sah den jungen Mann mit meinem: "Willst-du-mich-verarschen?"-Blick. Ich sollte ihn anmachen wollen? Ich wollte seine Aufmerksamkeit auf mich ziehen und nicht ihn anmachen. Was dachte er sich hier? Wenn ich ihn anmachen wollen würde, hätte ich schon längst etwas besseres gebracht, aber wie ich es schon vorher beschlossen habe: Es ist zu früh für einen Freund oder fürs Flirten!
      Genervt ging ich in die Küche zurück und seufzte laut, als ich den ganzen Dreck noch sah. Ich sollte das alles alleine aufräumen? Wirklich? Wie tat es meine Mutter immer? Ahja, sie zickte immer rum und alle taten, was sie wollte.. Vielleicht würde es ja auch bei mir gelingen? Irgendwie musste ich die beiden Faulen aus dem Wohnzimmer holen.
      Ich begab mich dorthin und holte tief Luft. "Ich zähle bis drei und ihr seid in der Küche, sonst gnadet euch Gott gibt es gar nichts mehr zu essen!", entgegnete ich laut und ließ dabei die Wut, die ich aufgrund des Kerls hatte den freien Lauf zu lassen.
      Mein Vater sah von seinem Handy auf und mein Bruder von dem Fernseher weg. Ich hob meine Augenbraue und hob die Hand, um einen Finger zu zeigen, als Synonym für die Zahl eins. Die beiden Faulen bewegten sich natürlich immer noch nicht ,weshalb ich den zweiten Finger nahm und beide mit einer Art "Todesblick" ansah. Sofort hoben sich beide auf und liefen in die Küche, um das zu machen, was ich nicht wollte.
      Währenddessen nahm ich die Treppe hoch und nahm den Weg in mein Zimmer, um mich auf dem Bett auszuruhen. So ein Arschloch..
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    • Luciel

      Fassen wir mal meine letzte Woche zusammen um diesen kleinen Zeitsprung nachvollziehen zu können und zu verstehen, wie genau ich in diese beschissene Situation gekommen bin - Trommelwirbel.
      Obwohl mein Abschlussjahr ansteht, habe eine Woche Schonfrist bekommen, ich nenne es eher Gnadenfrist um mich hier erst einmal wieder häuslich zumachen. Ich hab die komplette Woche damit verbracht meinen Freunden Bescheid zu geben wie der Stand der Dinge ist, habe alte Freunde hier aus der Gegend kontaktiert, mein Zimmer umdekoriert und festgestellt das dieses merkwürdige Mädchen ihr Schlafzimmer genau dort hat, wo sich auch mein Schlafzimmerfenster befindet. Sprich unsere Zimmer liegen auf dem selben Stockwerk, nur eben im gegenüberliegenden Haus. Wie ich das festgestellt hatte? Nun eigentlich ganz einfach. Ich war wieder einmal nur mit einem Handtuch bekleidet durch mein Zimmer gewandert, hatte mein Fenster geöffnet und aufgrund meiner Faulheit beschlossen ausnahmsweise an meinem Fenster eine Zigarette zu rauchen. Hinterher hat mich das total schlechte Gewissen geplagt, da mir Victoria einen Besuch abgestattet hatte und die Nase rümpfend wieder den Raum verlassen hatte, woraufhin ich beschloss nie wieder in meinem Zimmer zu rauchen. Naja weiter im Text, während ich also am Fenster stand, hatte auch sie irgendetwas vor und so hatten sich unsere Blicke erneut getroffen. Wir beide hatten mit großem Entsetzen festgestellt, das wir wohl offenbar mehr als nur Nachbarn waren. So das war aber noch nicht alles, jedesmal wenn ich den Müll rausbrachte, lief ich dem komischen Wesen über den Weg, fast als würde mir mein eigenes Karma ins Gesicht spucken. Allerdings fielen außer einem bösen Blick ihrerseits und einem belustigten Grinsen meinerseits keine wirklichen Worte zwischen uns.
      Nun soviel zu meiner Woche, wer hätte den ahnen können das ich ausgerechnet mit dem Mädchen in eine Klasse gesteckt wurde? Während ich also vor der Tafel stand und im Hintergrund das gelangweilte Geprappel des Lehrers ertönte, stellte ich fest das mich das Schicksal wohl echt hassen musste.
      Nun gut, es kümmerte mich eigentlich relativ wenig, immerhin hatte ich mit ihr nicht sonderlich viel am Hut, allerdings hatte ich heute Morgen meine Mutter mit einem Mann aus ihrem Haus reden sehen und meine Mutter hatte wieder dieses dümmliche Gekicher drauf gehabt, dass sie immer nur dann zu Stande brachte, wenn sie einen Typen toll fand und da läuteten bei mir schon automatisch die Alarmglocken. Ich wollte aber nicht den Teufel an die Wand malen, unterbrach seufzend den Lehrer und sah zu ihm. "Sind sie fertig? So aufregend ist mein Leben nun auch wieder nicht."murmelte ich dann und durfte mich nach einem sehr verwirrten Blick seinerseits endlich auf einen freien Platz setzen.


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    • Alais


      Die Woche war, halbwegs normal. Ich versuchte das Haus irgendwie in Ordnung zu halten und dazu noch meinen Bruder und meinen Vater, der erstaunlich gut drauf war. Hatte er sich so schnell damit abgefunden, dass das Püppchen ihn verlassen hatte? Oder hatte er jemanden neuen? Nun früher oder später würde ich es natürlich erfahren , aber lieber später als früher!
      Die Schule lief ganz normal und ich war froh, etwas Zeit mit meinen Mädels Zeit zu verbringen. Wir waren zu viert und bekannt in allen Jahrgängen. Aber nun, ich war mal die Freundin des tollsten Jungen unserer Schule ,Tiff war die Schülersprecherin, Maddie unsere Vertrauensschülerin und Kate hatte bestimmt schon mit allen in ihrem Alter etwas gehabt. Außerdem gehörten wir eine Zeit lang dem Cheerlederteam,aber das war Vergangenheit. Als die Mädels im letzten Jahr hatte man kaum Möglichkeit zu cheerleden.
      Zwar war der Stress um die Klausuren da, aber meine Mädels ließen sich immer etwas einfallen, damit ich nicht an meine Mutter denken musste, oder meinen Vater und deren Freundinnen...
      Ich erzählte ihnen natürlich auch von dem wahnsinnig gut gebauten Kerl, den ich so abartig scheiße fand. Sein Zimmer lag genau gegenüber dem von mir und dies erfuhr ich natürlich ,indem er sich nur in einem Handtuch gekleidet vor sein Fenster stellte um zu rauchen. Oh Gott diese Muskeln! Und trotzdem war er ein Arschloch, das machten auch die Muskeln nicht wieder gut.
      Jedes mal, wenn ich ihm begegnete und ich schwöre, es war eher die Absicht ihn zu meiden als so oft zu treffen, warf ich ihm einen Todesblick zu. Ich fand es einfach toll meine ganze Wut an ihm auszulassen, er war dafür wie geschaffen! Und ihn interessierte es noch nicht einmal! Man das war einfach Glück und Pech gleichzeitig. Ich wurde meine Wut los dafür fand er mich wahrscheinlich nicht so super und sein super Körper entfernte sich immer mehr aus meiner Galaxie.. Ah..
      Doch wie konnte ich ahnen, dass dieses gutgebaute Etwas zu mir in die Abschlussklasse kommt? Ausgerechnet er! Da stand er nun: vor der Tafel mit dem gelangweiltesten Gesicht ,dass er hätte machen können, wenn er nicht immer so schaute und tat so auf perfekt. Meine Mädels wurden schon bestimmt feucht als sie ihn ansahen, ich kommentierte es aber so: "das ist Mister "Schlechter Anmachspruch"". Und schon waren meine Mädels wieder desinteressiert. Hatte ich nicht tolle Freundinnen? Ich meine, was wünschte man sich mehr??
      Vielleicht das der Arsch endlich aus meiner wundervollen Galaxie verschwindet.
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    • Luciel

      Das Mimikspiel der Weiber in der Klasse war fast schon bühnenreif. Zuerst starrte mich eine Mädchengruppe an, als wäre ich irgendeiner dieser gruseligen Teeniestars aus diesen ebenso gruseligen Zeitschriften und im nächsten Augenblick sahen sie mich an als wäre ich der Teufel persönlich - faszinierend. Die anderen Mädchen der Klasse hatten allerdings immernoch diesen dümmlichen Gesichtsausdruck, während mich die Kerle anstarrten als wäre ich der Staatsfeind Nummer 1. Dann wundern sich die Leute das ich die Gesellschaft meiner Katze bevorzugte? Die einzige Liebe die ich brauche ist die von Victoria, die belügt und betrügt nicht und starrt mich auch nicht so an, als wäre ich ein Alien frisch vom Mars eingeflogen. Selbst mein Lehrer blickte mich an als wäre ich von einem anderen Stern, sagt mal was ist den bitte los mit dieser Schule? Ich bin damals nicht ohne Grund auf eine Oberstufe gewechselt die weg von hier war und dafür war ich sogar jedesmal gependelt, bis ich eben dort hingezogen war und nun verschlug es mich doch an eine örtliche Schule und ich hasste sie jetzt schon. Gelangweilt schlenderte ich den Gang entlang, ehe eines der Mädchen das offenbar nicht zu dem Quartet meiner Nachbarin gehörte plötzlich ihren Stift fallen ließ und mich mit breitem Lächeln ansah. "Oh, entschuldige."
      Erwartete Sie jetzt etwa von mir, dass ich ihren Stift aufhob? Ich machte einen etwas größeren Schritt über den Stift hinweg, erntete einen entsetzten Blick besagter Blondine und setzte mich an den freien Platz in der Nähe des Fensters. "Nun, bitte seit nett zu Luciel. Es ist nicht einfach in seinem Abschlussjahr zu wechseln, darum helf ihm ein wenig, wenn er Fragen hat." trällterte der Lehrer mit der merkwürdigen Frisur plötzlich, der offenbar seine Stimme wiedergefunden hatte und wendete sich seinem Buch zu. Der Rest der Unterrichtstunde verlief damit, dass mich ein ziemlich aufgedrehter Junge permanent zuquatschte, der leider Gottes mein Nebensitzer für die Stunde wurde, da man es im Sekräteriat offenbar verbummelt hatte mir meine Schulbücher auszuhändigen und ich gezwungen war in seines zu schauen. Der andere Teil damit das die Klasse offenbar ziemlich viel für Getuschel übrig hatte und der Abschluss der Stunde war unser Lehrer der gerne einen ganzen Stapel Hausaufgaben aufgab. Die Schulglocke klang als wäre sie kurz vorm Zusammenbruch und entließ uns in die Pause. Bevor der Kerl der schon ansetzte einen erneuten Redeschwall auf mich ansetzen, anfangen konnte etwas zu sagen, schnappte ich mir meine Schultasche und ging auf den Pausenhof. Offenbar gab es hier wenigstens eine Raucherecke wie an jeder Schule, auch wenn die meisten hier eher Mittelstüfler waren und demnach Ärger von Lehrern kassierten, während die Oberstüfler sich darüber lustig machten. Ich setzte mich auf eine der Bänke und zündete mir eine Kippe an.

      [Blockierte Grafik: https://67.media.tumblr.com/36d59bc431a6e3aa9cdec46b47e1dc67/tumblr_o5teaq9bsc1v6f12zo1_250.gif]


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    • Alais

      Ich hob meine Augenbraue hoch, bei dem Satz von dem Lehrer. "Entschuldigen Sie, aber das hier ist die Oberklasse.. wenn er fragen hat, Kann er sich gerne an seine Mami wenden.. er war schon in einer Oberklasse, dass ist nicht die Welt",entgegnete ich und schüttelte den Kopf. Sollte der Arsch nun auch noch eine Extrabehandlung bekommen?! Wer war er? Genau niemand!
      Meine Mädels kicherten bei der Aussage natürlich und waren echt stolz darauf,was ich sagte.. der Typ war hier in dem falschen Film, um sich so aufzuspielen. Er war dafür, nunja ,zu dämlich! So sah er doch auch schon aus.. heiß. Und zwar sehr. Aber ohne Gehirn.
      Die Stunde war schnell vorbei und ich seufzte, als ich in der nächsten Stunde meinen Vortrag über Kunststoffe mit einem Versuch in dem Kurs Chemie für Fortgeschrittene halten musste. Ich hatte dies zwar mit einem zugeteilten Partner vorbereitet, jedoch war dieser ..eigenartig. Doch ich versuchte nicht darauf zu achten und blieb ruhig, stellte nur meinen Teil vor. Ich benannte die Kunststoffarten, zeichnete die Granzformeln auf und erklärte die Reaktionen. Dann war mein Partner dran uns machte den Versuch, während ich mich an der Fensterbank anlehnte und nach draußen sah. Ich kannte den Versuch natürlich, weshalb ich da auch nicht groß zuhören musste. Doch meine Stirn runzelte sich sofort, als ich ein bekanntes Gesicht draußen stehen sah. Was zur Hölle machte Dorian um diese Uhrzeit vor der Schule mit irgendwelchen komischen Typen. Er hatte Schule und sollte gefälligst im Unterricht sitzen,und nicht schwänzen. Für Freistunden war er noch etwas zu jung!
      "Miss Bouvier?",hörte ich und drehte mich,wieder um. Die Chemielehrerin sah mich fragend an und ich setzte nur mein schönstes Lächeln auf. "Es tut mir leid..ich war bloß von dem Wetter so abgelenkt",entschuldigte ich mich und sie nickte bloß. Der Versuch ging weiter und ich tat dann doch so, als würde ich aufpassen.
      Oh wenn ich Dorian nur in die Finger bekomme!
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Miss Bouvier, ich verbitte mir solche Unhöfflichkeiten in meinem Unterricht. Wir benehmen uns hier alle gegenüber jedem, wenn ihnen das nicht passt, steht es ihnen frei meinen Unterricht zu verlassen."antwortete der Lehrer sichtlich geschockt über die Antwort der Prinzessin. Während ich lachen musste, das war doch bescheuert. Sie wurde für die Aussage von ihrer Mädels sogar bekichert? Meine Güte das sind alles echt noch Kinder, das ist so lächerlich, dass ich am liebsten einen spontanen Brechreiz bekommen würde. "Och niedlich, werden wir aufmüpfig und deine Mädels bekichern sogar jeder deiner´ach so coolen Worte´Das ist ja echt rührend. So niedlich das man kotzen könnte." amüsiert lehnte ich mich zurück, woraufhin die Jungs teilweise lachen mussten und auch ein paar der Mädchen sich grinsend wegdrehten. Offenbar waren die vier die Diven der Klasse, na herrlich. Tyrannisierten sie hier alle und ich hatte mir gerade Ihre Feinde zu meinen Freunden erklärt? Och Gott, ich hatte keine Lust auf ein solch kindisches Teeniedrama. Ich fühle mich wie in einer Verarsche von diesen Weiberserien. "Herr Darkbloom, das gleiche gilt auch für sie! Sie haben sich hier zu benehmen." murrte der Lehrer genervt. "Entspannen Sie sich."antwortete ich dann und irgendwann war glücklicherweise auch Ruhe eingekehrt. Ich war dankbar über die Pause die wir nun hatten und verdrückte mich direkt zum Rauchen nach draußen. Boar ich hatte gute Lust jetzt einfach zu schwänzen. Meine Klasse bestand aus totalen Flaschen, Diven die sich für cool hielten und irgendwelchen Nerds. "Hey sorry, hast du vielleicht eine Zigarette für mich?" fragte mich plötzlich ein Kerl, der zwar noch deutlich zu jung fürs Rauchen war, aber ich hatte selbst mit 15 angefangen, wer war ich das ich anfange Moralpredigten zu halten. Schweigend reichte ich ihm meine Schachtel, woraufhin er sich dankend eine Zigarette herausnahm. Daraufhin verschwand der Junge zu seinen Kumpels, die offenbar ziemlich erfreut über die Kippe waren. Das erinnerte mich echt an früher und irgendwie began ich mich gerade schlagartig alt zu fühlen.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Alais

      Das Bild ging mir nicht durch den Kopf und ich sah immer öfter auf die Uhr. Die fünf Minuten pause wäre ideal für mich, um meinen Bruder zu schnappen. Und da ertönte auch der Gong, der dafür zuständig war, aber ein Blick nach draußen verriet mir, dass er nicht mehr da war.
      Genervt stand ich auch die anderen Stunden durch und wanderte voller Wut gepackt nach Hause, doch ein Wunder: es war niemand zuhause. Wenigstens war mein Bruder schlau genug um nicht zuhause zu sitzen und sich erwischen zu lassen. Oder dumme ausreden zu bringen wie: Ich hatte früher Schluss. Oder: ich wurde früher entlassen!
      Tjah, leider konnte ich so etwas nachprüfen, also würde es für Dorian ziemlich blöd aussehen. Wenigstens etwas Intelligenz besaß er!

      Doch leider musste ich feststellen, dass mein Vater und mein blöder Bruder beide einfach aus dem Haus gingen ,ohne ihren Müll aufzuräumen. Warum musste ich es aufräumen? Warum Taten die es nicht selbst? Aber wenigstens verstand ich nun meine Mutter, weshalb sie wenig Bock zu hatte.
      Noch mehr wütend,als ich schon vorher war, stampfte ich nach oben in mein Zimmer und ließ mich auf das Bett fallen. Ich musste meine ganze Wut los lassen, aber wieder weinen? Wieder meine Tränen einfach verschwenden? Es ging einfach viel zu vieles schief.. es fehlte nur noch eine neue Frau meines Vaters ,die einziehen wollen würde. Genau das fehlte noch.
      Ich konnte sogar mit dem Kerl nebenan auskommen, das wäre kein Problem, aber der Rest meines Lebens verlief nicht so, wie es sein sollte.

      Ich drehte mich auf den Rücken und seufzte. Mein Himmelbett würde mir auch keine Antwort auf alles geben. Aber ein freier Kopf!
      Deshalb raffte ich mich zusammen und setzte mich an mein Klavier, welches an der Wand in meinem Zimmer stand. Es war nicht großes, kein riesiges Piano ,eher etwas kleines, welches an die Wand passte und zum üben ausreichte. Für ein richtiges hatte ich halt keinen Platz.
      Ich ließ meine Finger um die Klaviatur gehen und nahm mir die ersten Töne zur Hand, um eine Melodie zu spielen. Ich musste einfach meine Wut in Musik umwandeln.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel



      Der Tag war anstrengend, mehr als nur anstrengend und ich war so froh das er endlich vorbei war. Dieser ganze Zickenkrieg in den letzten Stunden war mir echt zuviel. Ich konnte diese typischen Oberstufenmädchen noch nie leiden. Sicherlich waren das auch noch so Cheerleader-Gören, schrecklich. Das war wirklich wie in einem dieser lausigen Teeniefilmen. Fehlte nur noch das plötzlich alle auf die Tische springen und anfangen zu singen. Dann würde ich aber defintiv schreiend aus dem Klassenzimmer rennen. Ich hatte nach diesem Schultag sogar die Hälfte meiner Zigarettenschachtel geraucht, was eigentlich gar nicht der Plan war. Kaum war ich Zuhause angekommen hatte ich mich direkt mit dem Gesicht voraus in mein Bett geschmissen. Am besten sollte ich so liegen bleiben und den Tag vergessen, der war sowieso für die Tonne. Allerdings war es hier so verdächtig ruhig. Wo war meine Mutter eigentlich abgeblieben? Soweit ich weiß hat sie heute Nachtschicht im Krankenhaus, also müsste sie jetzt Zuhause sein und die Füße hochlegen bevor sie los muss. Wo zur Hölle war diese Frau? Sonst beschwerte sie sich doch auch immer, dass sie nie Zeit hatte sich zu entspannen. Ich konnte ganz leise durch mein geschlossenes Fenster Klaviertöne hören. Ob die Göre wohl wirklich Klavier spielen konnte? Passte gar nicht zu ihrem Zicken-Charakter. Das Mädel war total Mainstream, wie vom Laufband und wie jedes andere Weib auch. Wenn sie allerdings Klavier spielen konnte, hatte sie wenigstens etwas Positives an mich.
      Das Spiel beruhigte mich irgendwie, woraufhin ich die Augen schloss und tatsächlich einschlief. Eine Jeans war zwar nicht unbedingt ideal zum schlafen, aber so wie ich ins Bett gefallen war, war ich auch eingeschlafen. Mein unregelmäßiger und lausiger Schlafzyklus ist echt im Eimer und auch meine Ärzte sagen, dass es ziemlich ungesund ist, aber was solls. Das ich jetzt mal schlief und wenn es nur für eine halbe Stunde war, war schon das absolute Highlight.
      Mein kurzer Schlaf wurde aber direkt von Gekicher aus dem Erdgeschoss unterbrochen, das so laut war, dass ich meine Augen direkt aufriss. Verschlafen schleppte ich mich aus meinem Zimmer und lehnte am Türrahmen, während meine Mutter am Handy hing und wie ein Schulmädchen kicherte. Ernsthaft?
      "Ein Kerl?" unterbrach ich direkt das Gespräch, woraufhin sie mich ziemlich ertappt ansah. "Luciel, hallo. Das ist nicht wichtig. Hast du schon gegessen Schatz? Essen ist auf dem Herd." murmelte ich lächelnd, während sie den Hörer zuhob. Ich rollte daraufhin nur mit den Augen und ging in die Küche.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Alais

      Ich hörte die Tür von neben an zuknallen, nachdem ich den letzten Ton spielte. Dorian hatte sein Zimmer neben meinem gehabt, was mich bis zu seiner Pubertät nicht gestört hatte. Ich meine, jetzt störte es mich auch nicht, aber das nächtliche gestöhne aus Pornos regte schon manchmal auf. Es ließ nicht schlafen wenn irgendwelche Frauen, meistens mehrere, Sachen stöhnten wie: "schneller!" "Fester!" Oder "ich komme!".. abartig.
      Nun, ich war mit meinen süßen achtzehn Jahren immer noch Jungfrau, aber zu solchen Sachen zog es mich nie. Ich hatte einfach nicht den richtigen gefunden, was das anging. Meine Freundinnen hatten es schon öfters gehabt.. so ziemlich immer wenn sie feiern gehen , aber ich mochte die Partys der Studenten nicht, auf die sie sich schlichen, weil sie Bekannte hatten, die sie reinließen. Es war nichts für mich. Es hieß nämlich nicht, dass nur weil ich mit ihnen befreundet war auch das selbe mochte! Sie hatten ihre Gründe, so zu sein wie sie waren. Jeder hatte es.

      Ich hörte die Tür wieder und eilte aus meinem Zimmer. "Wo warst du?",fragte ich streng und sah auf meinen Bruder , der versuchte sich rauszuschleichten.. naja, dies tat man nicht mit dem Zuknallen einer Tür!
      "Was geht dich das an?",fragte er und hob seine Augenbraue hoch. Ich hoh ebenfalls meine und wusste, was er vor hatte: er wollte mir gegenüber arrogant sein. Arroganz, das Mittel der Gesellschaft um in ruhe gelassen zu werden. Mein Lieblingsmittel. Denn seit ich arrogant war, in der schule natürlich, gab es weder Gerüchte über meine Mutter ,ihren Lover oder meinen Vater mit seiner Puppe noch über mich. Seit dem ich so war, konnte mir keiner etwas.. Wirklich keiner. Obwohl ich mich bis heute immer noch frage, wie es eigentlich alle wissen können.. nun, meine Mutter hatte scheinbar viele falsche Freundinnen!
      "Du,Hast die Schule geschwänzt!";entgegnete ich und kreuzte meine Arme vor der Brust. "Ich.",kam es von ihm und ich wusste ich hatte ihn ertappt.Mein Bruder war schlecht in lügen..
      "Es geht dich nichts an!",wiederholte Dorian und zog sein beledigtes Gesicht. Oh manchmal konnte er ganz süß sein.
      "Du gehst auf dein zimmer und bleibst dort bis Vater kommt!",sagte ich streng, aber er nahm die Treppe runter.
      "Du bist nicht meine Mutter!",schrie er noch zurück. Nun ja, recht hatte er. Aber ich sorgte mich mehr um ihn ,als seine eigene.. ich konnte es ihm nicht übel nehmen, schließlich ging es uns allen so scheiße.
      Deshalb wanderte ich in mein Bett und beschloss einfach zu schlafen, bis irgendjemand von denen auftauchen würde. Oder jemand mich mitnehmen würde. Weit weit weg von hier..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Der Tag war merkwürdig. Vor einer Woche war meine Mutter noch ein total niedergeschlagenes Häufchen Elend und nun lief sie kichern wie ein Schulmädchen durch das Haus und trällerte irgendwelche Lieder in schrägen Tönen. Nun, natürlich gefiehl mir die gute Laune meiner Mutter. Ich würde sie ja am liebsten jeden Tag mit dieser Stimmung sehen und es machte mich glücklich, wenn sie glücklich war. Doch wurde ich das ungute Gefühl nicht los, das der Grund ihrer Freude mit einem neuen Kerl zusammen hing und das ging mir eindeutig gegen den Strich. Klar, ich wollte das meie Mutter eine schöne Beziehung hat und glücklich ist, aber es ist doch jedesmal dasselbe. Sie lacht sich irgendeinen Typen an, der außer viel Kohle nichts in der Birne hat und ich muss jedes Gott verdammte Mal den Scherbenhaufen dahinter zusammenkehren. Ich würde ja nichts sagen, wenn das nicht permanent der Fall wäre. Seit dem Verlust meines Vaters hängt der komplette Haussegen schief. Meine Mutter hatte sich verändert, aber auch ich war nicht mehr das was ich einmal war.
      Nun wie auch immer. Ich saß zusammen mit Victoria in unserem Sessel im Wohnzimmer und beobachtete meine Mutter wie sie im Raum auf und ab lief, während sie fröhlich vor sich hinträllerte. Selbst meine Katze fand das suspekt und befand es für klüger sich auf meinem Schoß einzurollen, als dem Treiber weiter zuzusehen - kluges Tier. "Nicht das ich mich nicht über deine gute Laune freuen würde, aber langsam wirst du mir unheimlich. Außerdem hast du meine Frage von vorhin nicht beantwortet."murmelte ich dann und kraulte Victoria, die zufrieden schnurrte. "Wenn ich es bejaht hätte, wärst du doch nur wieder böse. Darum schweige ich und geniese."antwortete sie fröhlich. "Nun von Schweigen kann ja wohl kaum die Rede sein."antwortete ich seufzend.
      "Luciel du bist total verbittert! Dir würde eine neue Freundin wirklich gut tun. Wie lange ist das schon her, dass du ein Mädchen in deinem Leben hattest?" seufzte sie dann und erhob den Finger. "Ich will nur dein Bestes."
      "Für Sex braucht man keine Liebe und als Kerl reicht es, wenn die Bedürfnisse befriedigt werden. Da reicht also ein Mädchen mit einem hübschen Gesicht, die man danach nicht wiedersehen muss. Liebe ist unnötig und kompliziert. Wenn ich ehrliche Sympathie möchte, habe ich meine Katze."erklärte ich ihr dann trocken, woraufhin Victoria maunzte. Strahlend blickte ich zu meinem Tier "Siehst du? Sie antwortet mir. Victoria ist so eine schlaue Katze." lächelte ich und kuschelte mich in ihr Fell.
      "Ich sehe dich nur lächeln wenn es um deine Katze geht. Sie kann dir aber keinen Menschen ersetzen. Außerdem ist das was du sagst sehr traurig." seufzte meine Mutter fast schon verzweifelt. "Ist es das? Wenigstens muss ich nicht über Liebeskummer klagen." kam es kühl von mir, ehe ich mich zusammen mit Victoria im Arm erhob und das Wohnzimmer verließ. Natürlich war das ziemlich hart meiner eigenen Mutter gegenüber und man darf mich jetzt nicht falsch verstehen, ich liebe diese Frau, aber wenn ich nicht streng zu ihr bin, tut sie sich mit ihrer ewigen Verlieberei nur noch mehr weh. Ich hab keine Lust das ihr erneut das Herz gebrochen wird.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Alais

      Zu Abendessen gab es mal wieder Pizza, nachdem mein Vater diese bestellt hatte, da der Kühlschrank leer und die Küche verwüstet war. Ich rührte keinen Finger da drin, wie ich es mir vorgenommen hatte. Es konnte so bleiben, bis die Kakerlaken kommen würden, aber da würde ich ausziehen, sofort! Immerhin war ich schon volljährig und hätte das Recht dazu, aber dann würden mein Vater und mein Bruder komplett unter gehen.. Wirklich!
      Dorian erschien ebenfalls zum Abendessen und sah mich komisch an. Schon fast so , als würde er mich darum bitte meinem Vater nichts davon zu erzählen, was er gemacht hatte. Ich zuckte einfach mit den Schultern, denn meinen Dad würde es wahrscheinlich kaum interessieren, da er wie immer nur am Handy saß und nicht einmal sein Essen rührte. Er benahm sich schon fast so, als würde er der Jugendliche sein und ich die Erwachsene. Nicht einmal ich saß so viel am Handy wie der Herr hier!! Und das hieß schon etwas.. Okay ich saß nie am Handy, um ehrlich zu sein..

      Wir aßen in Ruhe und eigentlich vollkommen still,als plötzlich mein Dad das Handy weglegte und uns ansah. Ich hob meine Augenbraue hoch und sah ihn an, weil irgendwie wartete er auf irgendetwas. Eine Reaktion vielleicht?
      "Ich habe eine Bitte an euch..",fing er an und mein Bruder sah auch von seinem Handy weg. "Wir kriegen morgen Abend besuch und ich komme früher aus der Arbeit um zu kochen.. Würdet ihr bitte das Haus aufräuen?",fragte er und ich runzelte meine Stirn. Moment mal, wir würden Besuch kriegen? Wer würde sich trauen zu uns nach Hause zu kommen? Das Leben wollte mir jetzt nicht wirklich doch eine zweite "Mutter" schenken, die gerade mal fünf Jahre älter ist als ich.. Oder zehn Jahre älter als mein Vater. -Bei dem Gedanken durchfuhr mich ein kalter Schauer.
      Das schlimmere war: Mein Vater wollte kochen! Er.. Der noch nie in der Küche alleine stand um zu kochen. Der sogar Spiegeleier anbrennen lässt! Wie wollte er etwas kochen?
      "Okay, machen wir!"; entgegnete Dorian und ich warf ihm einen bösen Blick zu. Das hieß wohl, dass ich es machen würde.. Niemals! Nie im Leben!!!
      "Alais?", fragte mein Vater und ich sah ihn mit dem gleichen Blick an, wie Dorian kurz zuvor. "Adélaïde?",fragte er und ich seufzte. Ich hasste es meinen Namen ausgesprochen zu hören! Ich hasse es einfach!
      "Von mir aus..";murmelte ich und mein Vater grinste.
      "Zieht euch dann auch schön an, damit ihr einen guten ersten Eindruck macht..",grinste er weiterhin und nahm sein Handy, um wahrscheinlich nach oben zu gehen. Der ganze Dreck blieb natürlich stehen...
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Obwohl ich gerade dabei war das Wohnzimmer zusammen mit meiner wunderschönen Katze zu verlassen, hielt meine Mutter mich auf. "Luciel, warte." Daraufhin blieb ich stehen und drehte mich zu ihr um. Ein wenig fragend blickte ich zu ihr, während sie unsicher auf den Boden sah und mit ihren Haaren spielte. Das tat sie nur wenn sie nervös war. Seufzend erhob ich als erster meine Stimme "Nun sag schon."Draufhin blickte sie mich direkt an. "Also Luciel, ich weiß das ich deine Nerven damit strapaziere, aber ich muss dich um einen Gefallen bitten." Oh Gott, das nahm kein gutes Ende das wusste ich jetzt schon. Selbst Victoria sah zu mir nach oben und ich deutete den Blick als ´was stehst du hier noch rum? Hau ab solang du noch die Möglichkeit dazu hast´. Natürlich war das auch mein erster Gedanke, denn wenn meine Mutter so anfing, bedeutete das nie etwas Gutes. Jeder Mensch würde denken, was für ein missratenes Kind ich doch bin und vielleicht haben die Leute damit gar nicht so Unrecht, aber spätestens in einer Minute, würde mir jeder zustimmen.
      "Ich hab da jemanden kennengelernt."kam es dann in einem verliebten Ton. Na, was habe ich gesagt? Mitleerweile hatte ich schon einen siebten Sinn für so etwas entwickelt. Ein genervtes Seufzen verließ meine Lippen. "Und du willst, dass ich das Haus verlasse, damit du mit ihm ein Date haben kannst. Weil du genau weißt, dass wenn ich anwesend bin, ich ihn direkt aus dem Fenster schmeiße? Fein, dann lass dir eben nochmal dein Herz brechen. Du lernst es echt nicht. Vor einer Woche warst du noch ein Häufchen Elend und nun schwebst du wieder auf Wolke 7?" brimmte ich genervt. "Mutter versteh mich nicht falsch. Ich will das glücklich bist, aber du kannst doch nicht nach einer Woche wieder so verliebt sein. Was ist er diesesmal? Ein hübscher Geschäftsmann? Ein reicher Bankier? Der freundliche Buchhändler?" fragte ich sie dann genervt. "Luciel, kannst du dir nicht erstmal anhören was ich zu sagen habe? Dieser Mann ist ganz anders wie die anderen." antwortete sie empört. Meine Güte wie ich diesen Satz nicht mehr hören konnte!
      "Ach, hattest du das nicht dasselbe über den Typen gesagt, der sich als Anwalt ausgegeben hat in Wahrheit ein Schmarotzer war der nur hinter deiner Kohle her war?" Da ich ungerne laut wurde, wenn ich Victoria im Arm hielt, ließ ich diese sanft hinunter. Meine Katze hielt es aber für angemessen um meine Beine zu laufen und zu schnurren. So eine treue Seele.
      "Luciel!" Jetzt wurde meine Mutter laut, woraufhin ich nur die Arme verschränkte. "Wozu bin ich bitte wieder eingezogen? Ich dachte du bräuchtest meine Hilfe. Ich hab mich sogar an dieser beschissenen Schule für dich angemeldet, statt mit meiner alten Klasse die ich endlich angefangen habe relativ gern zu haben meinen Abschluss zu machen und was machst du? Du bist nach einer Woche wieder auf Wolke 1000? Willst du mich eigentlich verarschen?" fauchte ich sie dann an. "Wie redest du eigentlich mit mir? Ich bin immernoch deine Mutter verdammt nochmal!" fauchte sie zurück. "Ich rede so mit dir, weil es offenbar keiner deiner Freunde für anständig hält, dir mal das offensichtliche vor Augen zu führen! Wieso lässt du dir nicht einmal Zeit und lernst jemanden in Ruhe kennen?" seufzend rieb ich mir die Schläfen, da ich schon wieder Kopfschmerzen bekam. "Also was willst du jetzt von mir?" murmelte ich und versuchte es noch einmal im Guten.
      "Er will dich kennenlernen! Für seine Kinder ist das genauso schwer, da es ihm ähnlich geht wie mir. Er möchte das du zu unserem gemeinsamen Essen mitkommst. Er will dir zeigen, dass er nicht so ist wie anderen, genauso wie er seinen Kindern zeigen will, dass ich nicht so bin wie seine Vorgängerinnen." erklärte sie mir.
      "Ach, er hat auch noch Kinder? Das wird ja immer besser. Sonst noch etwas das ich wissen sollte? Ist er bei der Mafia?"
      "Luciel!"
      "Fein! Wenn ich ihm aber eine reinhaue, wenn er etwas falsches sagt, hafte ich nicht dafür. Immerhin wolltest du das ich mitkomme." Daraufhin schnappte ich mir Victoria und stampfte in mein Zimmer.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Alais

      Mein Bruder verschwand ebenfalls schnell in sein Zimmer und ließ mich alleine zurück. Es klang Vielleicht hart, aber ich mochte es ohne den beiden zu sein. So konnte ich in ruhe nachdenken und musste mir nicht anhören, wie schlecht es den beiden ging, obwohl mein Vater total glücklich erschien. Ich mochte es ihn so zu sehen ,aber ich hatte Angst er würde wieder in die Finger der falschen kommen..
      Alleine überlegte ich,was ich hätte tun können. Aufräumen war nicht drin,da es morgen genau so aussehen würde wie jetzt,also Zeitverschwendung. Aber es war Freitag, oder nicht? Es würde nichts im Fernsehen laufen und meine Freundinnen würden nicht da sein. Sie waren freitags immer aus, und das mochte ich nicht. Es war langweilig freitags immer wieder auf diese öden Partys der Studenten zu gehen. Es waren ständig die selben Leute, die selbe Musik und derselbe Ablauf: saufen ,saufen, Sex haben, saufen..
      Es war nichts für mich, da ich meinen Mund nicht halten konnte. Die Mädels konnten so tun, als würden sie dumm sein und nichts drauf haben. Ich ließ es aber nicht zu, mich blöd zu begrapschen oder anmachen zu lassen. Was blieb Also noch? Genau ein heißes Bad in meiner Badewanne. Mit Kerzen, viel Schaum und Musik. Genau!

      Ich ließ genau wie die beiden Herren alles liegen, nahm mir bloß ein Stück Pizza mit nach oben, und nahm die Treppe. In dem Mädelsbad, früher dem von meine MA und mir, jetzt nur von mir, schloss ich das Fenster und suchte meine Badeperlen raus. Ich ließ heißes Wasser einfließen und warf die Perlen rein. Es schäumte sehr und Rosenblätter kamen an die Oberfläche, Genau das,was ich brauchte!
      Während das Wasser in die Badewanne einlaufen ließ nahm ich aus meinem Zimmer meine Sachen und holte mir ein Handtuch, Natürlich mit der Pizza im Mund. Mein Handy stellte ich auf die Lautsprecher und ließ Musik laufen. Dann fing mein Beautyprogramm an: Gesichtsmaske, Peeling, Fußpeeling und natürlich Entspannung im heißen Wasser! So konnte ich doch einfach alles vergessen.. oder es zumindest versuchen denn der morgige Abend lag mir schwer im Magen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."