Blood Moon (Wolfslegende & Akira)

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    • Blood Moon (Wolfslegende & Akira)

      Titel: Blood Moon
      Story:
      Jedem ist das Märchen des armen Rotkäppchens bekannt, welches von dem Bösen Wolf reingelegt und samt Großmutter gefressen wird, um letztlich von dem Jäger befreit zu werden. Die eigentliche Geschichte hinter dem Märchen trug sich aber weiß aus anders zu...
      Ursprünglich waren sie Geschwister, unzertrennlich. Die ältere Schwester, stets besorgt um den jüngeren, kränklichen Bruder, begann trotz jeglicher Gefahr das Dorf zu verlassen und die alte Frau im Walde aufzusuchen, um sie um Hilfe zu bitten. Viele Menschen des Dorfes beschimpften und fürchteten die Alte als Hexe, obgleich sie mit ihren Kräutertinken helfen könnte.
      Und jene Kräuter halfen ihrem Bruder. Zum dank versprach sie der Alten zu helfen, worauf hin jene das Mädchen bat ihr immer wieder Verpflegung aus dem Dorfe zu bringen und beim Kräutersammeln zu Helfen. Im austausch, würde sie ihr weiter alle nötigen Kräutermittelchen für ihren Bruder geben. So willigte das Mädchen ein und ging ihrer Aufgabe gewissenhaft nach.
      Zumindest bis an jenem Wintertag, als sie von ihrem Besuch bei der Alten nicht wiederkehrte. Als ihr Bruder das Dorf um Hilfe bat, beschloss man nach dem Mädchen zu suchen. Man fand sie letztlich, mehr Tod als lebendig in der Kälte. Die Hexe wurde beschuldigt und aus ihrem Heim vertrieben.
      Nach zwei weiteren vollen Tagen, verstarb die Schwester, einem unbekannten Leiden erliegend. Ihr Bruder trauerte um sie, doch er besaß kein Geld um sie vernünftig zur Ruhe zu betten. So beschloss er trotz seines Leidens ihr zumindest aus eigener Kraft ein Grab zu buddeln...
      Einen Tag nach ihrem Tod verschwand die Leiche aber und es kam zu weiteren Verschwundenen in dem Dorf. Irgendwann sprach man von einem Fluch. Dem Fluch der Hexe...
      Doch am Dritten Tag änderte sich alles. Mitten in der Nacht, erklang ein Lied, weckte die Bewohner und lockte ihre Blicke nach draußen. Eine Gestalt in einem Roten Mantel mit roter Kapuze bewegte sich zur Dorf Mitte, während sie ihr Lied sang.
      Man tat nach draußen, Verwirrung war überall zu sehen. Doch dann hob die Gestallt ihren Kopf und man konnte blasse Haut eines bekannten Gesichtes erkennen...
      Als nächstes endete das ganze Szenario in einem Blutbad. Der kleiner Bruder musste mit ansehen, wie seine frühere Schwester alle Bewohner, Bekannten, Nachbarn und Familienmitglieder abschlachtete, mit dem ewig gleichen Lächeln. Und sie sprach, dass sie ihm auch dieses Geschenk vermachen würde, ihn von seiner Schwäche erlösen würde... Er konnte nicht entkommen und musste so mitbekommen, wie sie ihn Biss und von seinem Blute trank, um ihm dann etwas von dem ihren einzuflößen.
      Doch ehe sie weit aus mehr tun konnte, tauchte eine Gestalt auf und verscheuchte das Blutrote Mädchen in die Nacht.
      Die gemiedene Hexe nahm sich den armen jungen Mann an, und pflegte ihn viele Tage, tat ihr bestes um die in ihm lauernde Krankheit zurück zu Treiben und zu Verbannen.
      Selbst als er gerettet erschien, musste sie ihm erklären, dass er nicht darüber hinweg wäre. Es gab nichts, was dieses 'Gift' in seinem Körper auf ewig aufhalten würde. Sie hatte ihm aber so viel Zeit erkaufen können, wie es ihr möglich gewesen wäre.
      Allein um sein Leben vollends retten zu können, müsste er die Verursacherin töten. Und er würde einen Wolf suchen müssen.
      Um ihn etwas zu leiten, wie sie ihn weiter an einen Alten Freund in einer entfernten Siedlung, mit den Worten: "Er wird dich das Handwerk lehren, welches du benötigst um deine Aufgabe zu bewältigen. Aber gib gut acht. Sie wird hinter dir her sein. Und sie wird versuchen ihr Werk zu vollenden..."
      Dies war vor gut 5 Jahren gewesen. Der damals jüngere Bruder ist zu einem Jäger geworden, der in der Lage ist Sich mit einem Biest zu messen... Gleichermaßen ist sein Körper auch nicht mehr so schwächlich wie früher, vor dem Ereignis des 'blutigen Schnees'. Doch seine Zeit wird bald ablaufen.
      In einem Jahr muss er so wohl einen bereitwilligen Wolf, der ihm hilft, als auch seine ehemalige Schwester finden ...



      @Wolfslegende
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
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      I don't remember anything and yet, these memories are everything I have.

      Der Schnee war weiß und fiel in dicken Flocken vom grauen Himmel herab. Hier saß er nun, starrte aus dem Fenster und wartete; isoliert, von der Welt hinter dem grauen Vorhang der ihn eigentlich vor anderer Augen schützen sollte. Wieso genau saß er hier? Er wusste, dass er gehen konnte - er wusste, dass er zwei Beine hatte, die sich bewegen konnten, würde er sich von diesem Bett entfernten - aber im Endeffekt war er in seiner Kindheit, nicht im Hier und Jetzt; nicht an diesem Ort, an welchem er wusste, was es hieß, gesund zu sein. Seine Haare waren braun und fielen ihm beinahe über die hellblauen Augen; und er wartete auf seine Schwester, auf die Frau, die nie wieder nach Hause kommen würde - doch das wusste er zu diesem Zeitpunkt nicht. Erst, als sich alles in Schwärze zerteilte - erst, als die blutroten Hände nach ihm griffen. Doch dieses Mal, nein - sie griff nicht nach seinen Händen sondern nach seinem Schädel, ihre beschmutzten Hände strichen über seine Lider und bevor er es wusste war es ein stechender Schmerz der ihn durchzuckte, und die Schwärze die ein Auge erfüllte - diesen Fleck, an dem sie ihm einfach einen Augapfel ausriss. "########, wieso kommst du nicht mit?" Wovon sprach sie da?

      Mit schmerzverzerrtem Gesicht schreckte er hoch, Angstschweiß überall auf seinem Körper. Seine knochigen Finger fühlten sich durch sein Gesicht - beide Augen waren noch da, seine Finger auch alle - und seine Eckzähne waren noch immer gleich spitz. Ein entnervter Seufzer entfloh seinem Mund als er das Gesicht in seinen Händen vergrub und die bleichen, komisch gefärbten Haare ansehen musste. Sie erinnerten ihn nur zu gut daran, dass er nichts auf dieser Welt zu suchen hatte - erinnerten ihn daran, dass er noch immer der Bruder des Rotkäppchens war. Beinahe kroch er aus dem Bett, bevor er instinktiv nach einem Holzpflock griff, ohne welchen er sich nicht einmal ordentlich anziehen würde. Zu oft hatte er Illusionen vor seinem Auge und Albträume, die die Vampire zeigten, die ihn holen kommen würde - ja, genau, diese Wesen zu denen er gehören würde, würde seine Schwester ihm noch mehr ihres Blutes schenken; das Blut, das er nicht wollte.

      Es war die weiße Kapuze die er sich überzog, damit ja Niemand das verunstaltete Wesen sah, dass er nun einmal war - denn Menschen waren voller Vorurteile und das, das nicht aussah wie sie, das wurde gemieden wie ein böses Omen. Doch das war er nicht; zumindest glaubte er dass, wenn auch gleich er wusste dass seine Schwester ihn holen kommen würde - die, die nur Zerstörung und Tod mit sich brachte, weswegen er auch einen Wolf finden musste. Caleb Hertzberg - was war er nur geworden? Ein beinahe Vampir; kein halber aber auch kein ganzer - und so langsam holte ihn das "Gift" in seinen Adern ein, denn mit jedem Tag wurde es schwieriger, seinen Träumen und den Rufen seiner irritierten Schwester nicht zu folgen, sich nicht mit ihr zu vereinen. Deswegen legte er seinen wahren Namen ab, denn würde er wissen, wie er wirklich hieß, dann hätte der Vampir in ihm noch ein leichteres Spiel.

      "Sag', du bist doch Jäger, oder?", fragte er eine Person mit bernsteinfarbenen Augen, die vielversprechend aussahen. Wenn er schon nicht so an einen Wolf kommen würde, dann müsste er sich wohl durch die Gegend fragen - und ein Jäger schien die beste Lösung.
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    • Es war ein ruhiger Morgen. Über Nacht war wieder frischer Schnee gefallen und lag wie eine weiße, gedämpfte Decke über dem Land.
      Der Schwarzhaarige hob seinen Blick hinauf zum nun klaren, höchst leicht behangenen Himmel. Ein schöner Tag stand ihnen also bevor. Da er mit dem Gebäude, welches er sein Heim nennen durfte eher an Rande der Siedlung lebte, war der Wald nicht all zu weit. Und er konnte den Weg, welcher aus dem Osten hier Tier und zur Stadt weiter führte sogar einsehen.
      Er stand gerne so früh auf, genoss die morgendliche, friedliche Ruhe und machte sich and Werk. Die Nächte würde immer länger werden und er wollte so viel Tageslicht wie möglich nutzen. Zu dieser Zeit wären seine Werke sehr gefragt. Im Sommer waren alle auf den Feldern und halfen dort. Selten kam man dann so zu ihm wegen irgendetwas, dass ersetzt werden musste. Dies Geschah eher im Winter, oder teils kurz davor. Nun könnte man sich um andere Dinge kümmern.
      Im Sommer hatte er schon für den Winter vorgearbeitet. Hatte Holz aus dem Wald geholt und in den großen Schuppen trocken eingelagert. Nur wenige Dinge wie Stühle oder Tische oder Betten hatte er vorbereitet. Oder einfache Bretter daraus angefertigt...
      Er michte diesen Ruhigen Beruf, auch wenn er teils etwas anstrengend werden konnte.
      Hatte er mal wenig zu tun oder im Winter wurde es schlimm mit den Vorräten, zog er auch mal aus für eine kurze Jagd. Aber auch nur, weil er die natürliche Veranlagung dafür besaß. In der Gegend gab es schon zwei Jäger und deren Familien. Sie hatten ihre Gebiete. Aber sie Mieden die Berge. Zu gefährlich und unberechenbar. Außerdem gingen sonderbare Dinge dort vor sich! Aber alles Humbuck und der selbe abergläubische Gedanke der Menschen.
      Gerade aufgestanden, um sich zur Schäune zu begeben und jene zu öffnen, sprach man ihn an. Eine wohl dank der Temperaturen eingehüllte Gestalt. Er kannte jene nicht, er hatte einen fremden und irgendwie... nicht Menschlischen, leichten Geruch. Im seinen Ohren schrillten die Alarmglocken. Aber er lies sich nichts anmerken. "Fremde haben wir um diese Zeit eigentlich eher weniger...Aber guten Morgen, Fremder.", sprach er freundlich. Dann lachte er knapp. "Entschuldigt, aber nein, ich nicht." Und öffnete die Scheune, wo man das eingelagerte Holz und die Gerätschaften sammt all der Holzspähne am Boden erblicken könnte. "Ich bin hauptberuflich Schreiner. Wenn Sie die Jäger suchen, die Hansens wohnen gut 5 Häuser weiter in diese Richtung. Die Jawards sind in die andere Richtung, auffälliges Haus mit einem großen dunklen Lagerhaus und Fellen draußen.", erklärte er jenem und musterte knapp die Holz starpel. Die Frau Midverns hatte im einen neues Kinderbett gebeten, da sie hoffentlich bald ihr Kind erwartete...
      "Aber es ist noch recht früh... Und eure Reise war sicherlich Land und beschwerlich... Ich bringe euch etwas von dem Kräutertee aus dem Haus, okay? Ihr ruht euch kurz aus und macht euch dann auf."
    • Winter; Caleb hasste es, wenn er Schnee sich wie eine sanfte Decke auf das verkommene Grün zu seinen Füßen legte - hasste die Illusionen und die Visionen, die zu ihm kamen, sobald er dieses sanfte Weiß ansah - jenes weiß, das sich in seinen Augen in ein blutiges Rot färbte. War das der Grund, weswegen er es mied, seine eigene Gestalt anzusehen? War das der Grund, weswegen er weiß und schwarz trug, als wären es die einzigen Farben auf dieser Welt? Wer wusste das schon? Seine Schuhe hinterließen Spuren im Schnee, er knarzte unter ihm während er sich seinen Weg zu demjenigen suchte, den er eigentlich finden sollte.

      "Wie unfreundlich von mir! Einen guten Morgen an Sie zurück", sprach er - allerdings war er nicht wirklich sonderlich angetan. Na und? Wen sollten Floskeln denn schon interessieren? Ihn wahrscheinlich, denn mit einer aufmüpfigen oder mürrischen Art käme er nicht sonderlich weit; das hatte die Hexe "Hertzberg" ihm auch ans Herz gelegt; nur war das eher schlecht im Blut durch die Adern pumpen, wenn er sich weiterhin in eine elende Kreatur der Nacht verwandeln würde, bis er eine war - willenlos und gehorsam leistend, darauf aus, Menschen Leid zu bringen. So Jemand wollte er nicht sein. "Bin ich wirklich so früh? Mh, ich habe in der großen Stadt etwas weiter von hier übernachtet, konnte aber nicht wirklich schlafen, weswegen ich mich gleich auf den Weg hierher gemacht habe; es tut mir Leid, sollte ich Sie so früh am morgen stören", nein, wirklich leid tat es ihm nun ernsthaft nicht. Schlafen könnte er auch noch, wäre er tot; oder schlimmer, ein willenloser Vollidiot. Zwar hatte er keine schlimmen Intentionen, aber er war kräftiger als normale Menschen - und er wusste, auch, wenn Gewalt zu nichts führte, konnte sie manchmal ein wunderhübsches Druckmittel sein. Nur nicht hier, und auch nicht heute.

      "Ich danke Ihnen für Ihre Auskunft", sagte er auf die gegebenen Namen hin. Wirklich brauchen tat er diese dennoch nicht, denn wie würde er so an einen Wolf kommen, würde er einen Jäger bitten, Wölfe zu erlegen? Ein perfider Plan, der irgendwo aufgehen könnte. "Euer Angebot nehme ich dankend an!", meinte er mit einem Lächeln, die Kapuze noch immer nicht vom Haupte nehmend und alles versuchend, direkten Augenkontakt zu vermeiden. Dieses tote Rot in seinen Augen war - und würde es auch immer sein - ein Alarm an diejenigen, die noch gerne länger leben wollten. "Sagt, gibt es eigentlich Wölfe in dieser Umgebung?"
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    • Höfflich erschien der Fremde wohl nur auf den ersten Blick... Aber nun gut. "Von der Stadt?", sprach er leicht verwirrt. "Normalerweise kommen um diese Jahrezeit die meisten eher aus der anderen Richtung. Solltet ihr weiter in eure Richtung reisen, werdet ihr früher oder später einen äußerst tückischen Bergrücken überqueren müssen. Im Sommer ist jener schon gefährlich, aber im Winter? Ich lege euch wahrlich zu Herzen nicht dort lang zu gehen. Verweilt hier in der Gegend...", sprach er und bedeutete mit einer Handbewegung ihm zu seinem Haus zu folgen. Im inneren war es klein, aber dennoch geräumig. Über einer Restglut des Ofens hier drinnen hing noch ein kleiner Kessel, in welchem eine art Tee vor sich hindampfte. Schnell holte er aus einem Schrank einen Becher hervor, welchen er mit etwas des Tees füllte. Dann reichte er jenen freundlich weiter.
      "Nicht doch, Sie stören mich nicht. Ich stehe eh immer früher auf, um den Tag so gut es geht nutzen zu können!", erwiderter er. "Es gibt kaum einen Schreiner wie mich hier in der Gegend. Das heißt nun einmal viel Arbeit."
      Aber es war gute Arbeit und man wurde geschätzt. Vor gut 4 Jahren war er hier her gekommen und hatte sich mit der zeit letztlich von jedem Vertrauen und Anerkennung verdient. Er gehörte zur Gemeinde und wurde auch wie einer der ihren behandelt. Und das konnte nicht jeder von sich behaupten, zumal dies auch nicht so leicht war.
      "Wölfe?", kam verwirrt von ihm. "Nun, ist eine zum Glück ruhige Gegend. Dank der Nähe zur Stadt kommen seltener gefährliche Tiere her und wenn, dann ist das Problem schnell behoben... Aber in den abgelegenen, gefährlichen Regionen, wo sich kaum jemand hin wagt...? Da könnten Sie erfolg haben, wenn sie hinter einem Wolf her sein sollten... Nur wird sich in diese Regionen kaum jemand Wagen. Der Winter steht kurz bevor und gefährliche Gebiete sind noch viel Tückischer. Die meidet man lieber. Und in den sichereren Wäldern in der Nähe findet man genügend Wild, so weit ich weiß..."
      Also wieso dann das Risiko eingehen? Und weshalb war jener hinter einem Wolf überhaupt her?
      "Dürfte ich sie fragen, weshalb sie ausgerechnet hinter einem Wolf her sind? Reh Fell ist ja viel Weicher, so weit ich es beurteilen kann... Und was das Fleisch angeht, gibt es auch besseres..."
    • "Ja, ich hatte nicht eher Zeit hierher zu kommen - es mag komisch wirken, aber ich nehme solche Wege gerne auf mich. Danke für die Warnung, außerdem, auch wenn ich nicht garantieren kann, dass ich sie berücksichtigen werde", meinte er mit einem leichten Schmunzeln. Menschen sorgten sich doch umeinander, doch so sehr sie es jetzt auch noch versuchen würden, dieses "Jetzt" war bereits zu spät für Caleb. Damals hatte er auch genug Leute gehabt, die sich um ihn Sorgen gemacht hatten - und jetzt, jetzt war er frei und konnte dorthin gehen, wohin er wollte; seine Beine funktionierten, er konnte die Luft von hier draußen atmen, und dennoch war er eine tickende Zeitbombe. Jemand, dem nicht einmal richtig warm wurde wenn er in die Nähe des restlichen Feuers trat, welches das Haus noch erwärmte. "Die Frage klingt sicher komisch, und verzeihen Sie sie mir, aber wie ist es, wenn man einen ruhigen Schlaf hat - vorausgesetzt, Sie haben einen?", harkte er augenblicklich nach. Komische Fragen passierten eben, entfremdete man sich. Nichts war er, wenn er ehrlich war - zumindest nichts, das in diese Welt geordnet werden könnte; ein komisches Wesen das erst zu einem richtigen werden musste.

      Wieso wurde ihm nicht mehr warm? Weswegen war ihm nicht kalt? Was verspürte er überhaupt gerade? Neutralität? Normalität? Oder etwas ganz anderes, das weder mit menschlichen noch vampirischen Sinnen zu tun hatte? Genau konnte er es nicht sagen. "Die Arbeit muss also nicht sehr leicht sein; aber ich denke, ertragreich, oder irre ich mich?" Ein kleines Lächeln kräuselte sich auf seinen Lippen, als wollte er dem Menschen symbolisieren dass er mit ihm sympathisierte - wie widerlich. Als ob sein Lächeln nach all der langen Zeit überhaupt noch ehrlich oder wahr sein konnte; schön wäre es, aber das war eben nicht mehr drin. Vor allem kannte er den Mann nicht einmal wirklich, wieso ihm also Freude schenken und wahre Gefühle zeigen? "Die Frage ist etwas komisch, ich weiß", hing er noch an, als der Andere ihn verdutzt fragte, was er denn mit Wölfen wollte. Natürlich erlegen, dafür war er doch gekommen - und das war, wiederum, eine viel zu große Lüge um der Wahrheit zu entsprechen. "Hm, das ist gut für die Gegend. Trotzdem eher schlecht für mich, aber was will man machen ... dann muss ich mich halt alleine aufmachen, immerhin möchte ich keinen in Gefahr bringen, nur weil ich selbstsüchtige Wünsche hege", antwortete er, während er allerlei Szenarien im Kopf durchging. Es brauchte nur eine schlechte Bewegung, ein gewolltes Etwas oder einen Windstoß, dann brauchte er keine weiteren Erklärungen mehr zu liefern. Dann war er nämlich nicht nur demaskiert sondern auch gleich aus diesem Dorf verschwunden; gejagt in die Richtung der Wölfe.

      "Ich gebe ihnen recht, ja - ein Wolf hat weder so weiches Fell wie ein Reh, noch mag er sonderlich gut schmecken, aber mir geht es nicht um den toten Körper oder den Dingen, die ich aus diesem gewinnen könnte", seufzte der junge Herr, der sich ziemlich sicher war, dass er heute nur weiterhin Pech haben würde, müsste er sich genauer erklären. Sollte er sich eine Ausrede parat legen, die irgendwo und irgendwie alles ein kleines bisschen besser erläutern könnte? Nein, nein - jetzt redeten sie schon davon. "Ich bin krank, sagen wir es so - und eine alte Frau, die die Meisten Hexe nennen, kümmert sich um mich; aber sie meint, um nicht meiner Krankheit zum Opfer zu fallen bräuchte ich einen Wolf. Ich suche schon seit geraumer Zeit nach einem, aber wenn mich die Krankheit dahinrafft, dann war ich wohl nicht erfolgreich. Ach ja, keine Sorge - sie ist nicht ansteckbar."
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    • Komischer Kauz. Kein Vernünftiges Wesen, weder Mensch, noch sonst etwas, würde freiwillig solch eine Strapaze auf sich nehmen... Höchstens, wenn einem keine andere Wahl bleiben würde... Also, was trieb den anderen genau an?
      "Ruhiger Schlaf? Ich bitte Sie, sprechen sie doch nicht in rätseln!", erwiderte er lachend und gleichermaßen verwirrt. "Natürlich ist eine gute, erholsame Mütze voll Schlaf gut. Falls sie es sich wirklich überlegen wollen... Verweilen sie doch noch hier eine weile. Die Jäger können ihn weit aus besser weiterhelfen mit dem Fundort von Wölfen, als ich, befürchte ich. Aber da ich hier eh niemand habe, mit dem ich mein Essen und mein Heim teile, wäre hier noch Platz für einen Gast. Vorausgesetzt er mich sich etwa nützlich. Ein paar guter Hände kann ich hier gut gebrauchen. Abgesehen davon sollte in paar Tagen die letzte Händlerkarawane hier durchziehen. Man kann einiges über diese Gesellen erfahren. Eventuell hilft dies ihnen ja etwas bei der Suche!", gab er zu bedenken.
      Eigentlich wollte er diesen seltsamen Kerl nur so bald wie möglich hier weg haben... Aber auf der anderen Seite, wäre es falsch ihn so schnell wieder raus zu schmeißen. Passte ja nicht zu seiner 'Menschen' Person.
      Also jener dann plötzlich meinte, doch keinen Wolf umzulegen, war seine Verwirrung groß. "Dann sagt, was genau braucht ihr dann von einem Wolf? Ich kann nicht recht folgen... Krankheit?" Das wurde immer seltsamer! "Gütiger Gott, unter was für eine Krankheit leidet ihr den bitte, wenn man euch riet dafür einen lebenden Wolf aufzusuchen?"
    • Sein Umgang mit anderen Lebewesen ließ wirklich zu wünschen übrig. Der alte Mann der ihm alles gelehrt hatte, war ein mürrischer Herr gewesen, der sein Wesen einigermaßen auf ihn übertragen hatte - nur die Hexe, die als seine Beschützerin fungierte, hatte ihm irgendwo Zuwendung und Trost gegeben, bis er auf seinen eigenen Beinen laufen konnte und mit eigenen Augen sehen konnte. "Ah, entschuldigen Sie! Ich schlafe nur seit einer etwas längeren Weile nicht mehr gut, weswegen ich mich frage, wie erholsames schlafen sein muss, tut mir Leid", meinte er, während er sich an der Wange kratzte. Selbst die Augen konnte man nicht wirklich sehen, wirkte er denn nicht eher unheilvoll mit diesem ganzen Kapuzenzeug, das er trug? Eine andere Wahl hatte er aber auch nicht, wollte er nicht wie ein Aussätziger behandelt werden.

      "Ich denke, so viel Zeit kann ich mir noch lassen - ich nehme Ihr Angebot dankend an, wenn es Ihnen wirklich nichts ausmacht. Keine Sorge, mit anpacken kann ich gut und gerne, das ist für mich absolut kein Problem - sagen Sie mir einfach wo, dann mache ich das", entgegnete er dem Herren, der seine Gastfreundschaft schon heuchlerisch betrieb. Wer war nur so nett zu einem Fremden, der ihm von einer Krankheit erzählte? Die Meisten hatten gar Angst vor ihm, legte er sich nur diese Ausrede zurecht. "Das würde mir womöglich eher helfen, als einen Jäger zu beauftragen", das war es wohl auch. Der Jäger war nur gut im Töten, ein wandernder Händler hingegen gut darin, Gerüchte und Wahrheiten aufzuschnappen, denen er so schnell wie möglich folgen könnte. Kurz darauf musste er, wahrlich, herzhaft lachen - nicht düster, eher hell - diese Emotionen kannte er kaum von sich. "Etwas, das einen eben zur Verzweiflung bringt - wie ich bereits sagte, die Krankheit ist zwar nicht ansteckend, aber im Endeffekt tödlich. Einen genauen Namen kenne ich nicht, aber die alte Frau meint, sie könnte mir eine Tinktur mischen, hätte sie einen Wolf - weswegen sie genau einen Wolf braucht, kann ich auch nicht sagen", mit einem Schnalzen der Zunge beendete er seinen Satz. Was für eine wunderschöne Lüge er sich da gesponnen hatte; er wusste doch genau, was er hatte - und er wusste genau, weswegen er den Wolf brauchte.

      "Ach ja, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt - ich bin heute unfreundlich, das tut mir leid. Caleb Hertzberg, freut mich", warf er nebenbei in den Raum. Nun, ob dieser Mann den Köder mit der Krankheit so schlucken würde, war eine andere Frage.
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    • Gut, gut. Er wank ab. "Ich sehe schon. Also gut, dann wärmen sie sich erst mal auf. Und dann ziehen Sie ihren Mantel aus, Ihnen wird bei der Arbeit schon noch warm genug!", meinte er zufrieden, sich auch schon wieder erhebend. Er würde so oder so jetzt anfangen.
      "Verstehe. Nun besser, behalten Sie es mehr für sich. Man ist hier fremden nicht ganz so offen gegenüber, aber das kommt dann mit der Zeit. Hatte ich auch hinter mir, als ich her kam, darum weiß ich wie schwer es manchmal sein kann." Und sorgen wegen Harlunken, Diebe oder sonstigem Gewinsel machte er sich nicht. Dafür könnte er sich im Notfall ja immer noch bestens zur Wehr setzen, nicht?
      "Ich frage nicht weiter, es geht mich eh weniger was an. Und so lange es keine Gefahr darstellt bin ich zufrieden.", erklärte er zufrieden. "Erfreut. Ich heiße Lenius Faragón. Aber die meisten nennen mich einfach Len oder Schreiner.", erklärte er noch. "Gut, ich bin schon einmal draußen, ab der Arbeit."
    • Ein gewisser Schauder lief ihm über den Rücken. Nein, warm würde ihm definitiv nicht werden, egal wie viel er sich mit dem Holz oder sonstigen Dingen beschäftigen würde; das schien ganz und gar unwahrscheinlich. "Werde ich machen, keine Sorgen", antwortete er mit einem leichten, falschen Lächeln. Ihm war schlussendlich wirklich nicht nach Freundlichkeit zumute, weswegen er sich gleich ans Feuer stellte und seine Hände wärmen wollte; auch, wenn er die Hitze beinahe spüren konnte, die Wärme erreichte ihn nur sehr schleichend. Das war wohl auch ein Nachteil am langsamen Wandel, den er so langsam durchgehen musste - was für eine heuchlerische Methode das doch war. "Das habe ich mir beinahe gedacht, Menschen die anders sind werden eben auch anders behandelt, einfach, weil manche Menschen manche Dinge nicht verstehen. Aber das ist nicht weiter schlimm, so lange man mich nicht behandelt, als würde ich den Tod bringen", doch das tat er, im Endeffekt, irgendwie. Seine Schwester würde ihn irgendwann wieder finden wollen; und dann müsste Jemand leiden. Niemals mehr ein ganzer Ort, denn so eine Nacht würde nie wieder geschehen, aber meist die Person, bei der er sich aufhielt - in seinen Träumen suchte sie ihn auch heim; nie wieder könnte er ordentlich schlafen.

      "Wird es nicht, das verspreche ich Ihnen", dafür müsste er aber die Seite des Vampirs in ihm kontrollieren - die Seite, die seine Schwester in ihn gepflanzt hatte; und eben jene, die er selbst überwinden musste, um sie zu kontrollieren. Der Weg für die paar Tage in diesem Dörfchen könnte schlimm werden. "Hm, ein schöner Name", meinte er noch dazu; und damit meinte er es dieses Mal auch. Würde er so heißen, dann hätte er es sich vielleicht zweimal überlebt, seinen Namen für "Caleb Hertzberg" einzutauschen. Nun, da der Schwarzhaarige das Gebäude verließ, überlegte er. In seinem Mantel waren die Pflöcke, dieses dämliche Kreuz aber auch sein Degen war an der Innenseite befestigt. Nichts, das ihm sonderlich fehlen würde, würde er jetzt einige Meter vom Haus hinfort schreiten. Nichtsdestotrotz entschied er sich, sich das Kreuz um den Hals zu hängen und unter seinem Hemd zu verbergen, welches er aufstrickte. Kaum nahm er die Kapuze ab und hing den Mantel an sich auf, fiel ihm das blasse Haar ins Gesicht und er wusste, dass seine Iriden unangenehm rot aussehen würden. Es half nichts, oder? Mit einem Seufzen schritt er nach draußen, war aber bedacht, wenigstens keinem ins Gesicht zu starren und hatte seinen Blick eher auf den Boden gerichtet. "Und? Womit kann ich helfen?" Die bleichen Haare und die weiße Haut waren doch sowieso nichts, das nicht so in der Natur geschehen konnte - aber sie waren eben die typischen Anzeichen einer Krankheit, die nicht ein jeder kannte - oder eher wahrhaben wollte, denn der Vampirismus war in diesem Zeitalter nicht allzu prominent.
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    • "Ich beurteile niemand einfach so. Natürlich, es hätte auch die Möglichkeit geben können, dass du 'bösartig' bist, aber gleichermaßen kann jeder fremde dies sein. Oder gar jemand, denn man kennt. Ich denke es ist besser, den Leuten mit einer gewissen Freundlichkeit zu begegnen. Gibt es zu Lande ja schon selten genug...", erläuterte er seinen Ansatz. "Abgesehen haben die meisten seine Gründe für ein solches Handeln. Die wenigsten sind von 'Natur aus' wirklich böswillig."
      Abgesehen davon, schwebte er selten in Gefahr. Hätte der fremde ihn angegriffen, hätte er seinen Dolch, welchen er immer unter seinem Wams bei sich trug eingesetzt... Oder Notfalls als Wolf erledigt. Dann hätte er die Leiche in dem Wald geschafft und ab in den Eisfluss und die spuren verwischt... Denn hätte man dann wohl nicht so bald wieder gefunden...
      Aber dies schien ja nicht nötig, als wären jegliche Gedanken dazu auch vorerst unnötig.
      Er lächelte und bedankte sich für das kleine Kompliment zu seinem Namen. Dann erst hob er seinen Kopf und erblickte die so seltsame Gestalt des anderen. Seine Augenbrauen gingen etwas nach oben. Jetzt war's ihm natürlich klar. "Ich sehe schon, weshalb das ganze Verstecksein... Von Geburt an?", war seine knappe Aussage. Er wusste von solchen möglichen Fällen bei Menschen, in der Stadt bei einem Wandelzirkus hatte er es mal gesehen... Und es gab auch mal ein weißes Reh, mit dem die Jäger auf dem Markt geprotzt hatten. Es war sehr, sehr selten und zudem wurden solche Leute ja auch gemieden... Aber sollte es mit seiner Krankheit zusammen liegen, würde er sich doch irgendwie langsam fragen, was dem anderen da genau widerfahren war. Von Dingen, von denen er bisher wusste, konnte es nicht sein, selbst wenn seine Sinne ihn warnten.
      "Also gut, Frau Midverns erwartet ein Kind und daher bat sie mich um ein Bett für jenes. Daher, geh zur Seite. Ich werde nicht alles verwenden. Die Reste, die zu klein zum weiterverarbeiten sind, müssen hinten dann gestapelt werden. Später kommt wer vorbei und kauft die Hälfte dann etwa ab.", erläuterte er ihm. Natürlich noch nichts entscheidendes. Unterdessen holte er eine Art Metal Karken von der Wand, platz war schon gemacht und rammte jenen ins Holz, um den gewünschten stamm zum runterrollen von dem großen Starpel zu bekommen. Dann begann er ab zu messen. Es würde größer als das Kind werden, damit die Familie es so lange genug nutzen könnte.
    • "Dann sind wie wohl einer der wenigen Menschen, die dies tun", nuschelte er nur mehr kaum hörbar. Nie hatte er seinen Schutz vor einem Fremden abgelegt; zu groß die Angst davor, verstoßen oder gemieden zu werden, nur weil er anders war - denn wahrhaftig, man würde ihn einen Teufel nennen und in die Hölle jagen. "Jeder hat seine eigenen Ansichten, was? Aber widersprechen kann ich Ihnen deswegen auch nicht", es war eben so, wie es war - Menschen entwickelten sich immer wieder unterschiedlich. Manche zum Guten, manche zum Schlechten - und wiederum andere zu Wesen, die nur mehr humanoid aussahen, aber es nicht wirklich waren. Caleb wusste, weswegen er diese Dinge dachte - die Kinder im Dorf, in dem der Alte lebte, hatten ihn immer gefragt wieso seine Haare so bleich wurden; oder wo das himmelblau war, das seine schönen Augen gewesen waren. TotTotTot. So, wie eine Porzellanblume. "Ja, seit meiner Geburt", antwortete er - und log damit nicht gänzlich. Nicht wirklich bei seiner Geburt, aber bei der des Vampiren in ihm. "Man wird behandelt wie eine Kuriosität, und dann gibt es diejenigen, die denken, sie könnten einen für einen guten Preis auf dem Sklavenmarkt verkaufen; das heißt, kriegen sie einen zu fassen", nicht wenig oft belauschte er solche Gespräche, hatte er doch am Anfang seiner Reise nie einen Schutz vor dem gierigen Auge getragen.

      Menschen dachten eben nur an Profit, dem war sich der Gewandelte bewusst - eine schönere Welt, versteckt hinter hohen Bergen in einem kleinen Tal nahe einem Wald - na, was würde man dazu sagen? Dort, wo eine Hand die Andere wusch war es besser als hier draußen, in der rauen, weiten Welt. Mit einem Nicken ging er aus dem Weg, um dem Schreiner nicht bei seiner Arbeit zu behindern - eben ein Mann, der wahrscheinlich Feuer und Flamme für seine Knochenarbeit war; eine Arbeit, die sogar ihm mehr als leicht fallen würde. "Ein Kind? Ich hoffe die Frau freut sich und gebärt ein gesundes Kind, ich würde es ihr vergönnen", sprach er noch. Hm, eigentlich nicht wirklich - aber den Schmerz, hinter zugezogenen Vorhängen in schwarzer Unendlichkeit gefangen zu sein, und mit toten Beinen zu leben; nein, das wünschte er nicht einmal den Glücklichen.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Die Welt war so eigenartig und doch voller Wunder. Zumindest für jene, welche sie mit offene Augen durchschritten. Zufrieden nickte er lediglich auf dessen Informationen und widmete sich so weiter seinem Handwerk. Das Holz wurde von der Rinde befreit, halbiert, in passende Stücke zerteilt... Das allein dauerte schon geschlagene Stunden. Das Dorf außerhalb erwachte vollends. Ein alter Mann kam vorbei bezüglich der Scheite Holz. Len beschloss jenen in Empfang zu nehmen, etwas mit ihm zu reden und zu scherzen und versprach ihm letztlich beim Tagen des ganzen Holzes zu dem kleine Eselkarren zu helfen. Der Fremde sollte es ebenfalls... Aber bevor der Mann überhaupt schon her gekommen war, hatte er jenem während einer kurzen Pause geraten: "Ich habe noch etwas alte Kohle neben dem Karmien drinnen. Nichts für ungut, doch du solltest versuchen dir das Zeug erst mal in die Haare zu schmieren. Leute werden schnell misstrauisch. Besonders fremden gegenüber. Und falls wir später dann noch in die Stadt gehen, solltest du lieber nicht noch mehr auffallen... Ich kann den Färber, ein Freund von mir, nach einem haltbareren und verträglicheren Zeug später fragen. Vielleicht hat er etwas..."
      Dann könnten sie das Problem mit den Weißen Haaren etwas in den Griff bekommen. Wegen seiner bleichen Haut könnte man sagen, er arbeitete nicht auf dem Feld und hütet irgendwie eher das Haus...
      So konnte er letztlich auch den Fremden in die Arbeit mit dem Herren etwas mehr einbinden. Und zu dessen Beruhigung erzählte er jenem von einem entfernten Verwandten, welcher vorerst hier bleiben würde, um etwas von ihm zu lernen... Besser als zu sagen, dass er jenem überhaupt nicht kannte.
    • Die Idee mit der Kohle war wahrlich nicht dumm; aber bis jetzt hatte er keinen Grund dazu gehabt, diesen Trick anzuwenden. Seine Schwester würde sich nicht von ein bisschen Ruß und schwarzer Farbe abwimmeln lassen; sie würde das Rot mit sich bringen und selbst seine weißen Haare in dieses tauchen - egal, welche Farbe seine Haaren haben würden - lange haften würde nichts, rein gar nichts. Selbst seine Haare waren bereits fertig mit ihrem Leben, weswegen sie wohl kaum lange an der Kohle oder irgendwelchen Farben festhalten würden - zu schön wäre der Gedanke gewesen, dass sie es taten. "Das wäre nett, könnten Sie es tun - und keine Sorge, ich glaube, die Kohle hält für's Erste", aber nein, das würde sie nicht - er war eine lebendige Leiche, die noch gerade so am Leben war. Fünf Jahre lang hatte sich dieses Zeug in ihn gefressen; jetzt bekam er das, was übrig blieb.

      Der - nun, mehr oder minder - Schwarzhaarige tat sich leicht, mit anzupacken. Damals war es ein Unding; nie wäre er auch nur in die Nähe eines Holzscheits gekommen, geschweige denn hätte er einen anfassen können - oder überhaupt mit eigenen Händen hochhalten können. Im Moment tat er sich eher schwer, nicht zu viel zu nehmen; doch selbst das ließ sich von alleine wieder regulieren. Über die Lüge seines Gastgebers schien er trotzdem erstaunt; so etwas hatte er sich bei weitem nicht ausgemalt. Man sollte diejenigen eben nicht unterschätzen, die man gerade erst getroffen hatte.
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    • Die Tage liefen in einem ähnlichen Schema ab. Der Andere half ihm, dafür bekam er einen Unterschlupf und Essen. Als sie Händler kamen, versuchte auch Len einige Informationen über die Lage zu bekommen und einige seiner Arbeiten an jene zu verkaufen... Nichts großes... Aber zumindest etwas Geld und andere Dinge, die er benötigte, würde es ihm bringen.
      Dabei erfuhr er von einigen Auseinandersetzungen aus der Richtung aus der die Händler gekommen waren... So etwas gab es hin und wieder und war keine erfreuliche Nachricht, da sie den Handeln beeinflussen würde... Aber nun gut.
      Am selben Abend des Tages, als sie beide zu Abend einen köchelnden Eintopf verdrückten, sprach er letztlich das eine Thema an. "Also... Ich werde die kommenden Tagen einige Zeit weg sein... Die Jäger meinten, sie bräuchten etwas Hilfe bei einigen Problemen in der Gegend... Die sollten bald die möglich vor der Schneeschmelze erledigt werden... Und du bist neu hier... Ich werde ihnen helfen und hoffe, du kannst so lange den Laden hier etwas im Auge behalten. Unruhen können manchmal äußerst übel werden und ich will keine Plünderer oder so hier haben... Und während meiner Abwesenheit benötige ich jemanden, der sich um den Laden kümmert. Du kannst zumindest einige Stücke aus dem Vorrat verkaufen, wobei die meisten vermutlich nur wegen etwas Holz für ihr Feuer kommen werden...", erläuterte er. Es war Tatsache, wie auch vorwandt. Natürlich mochte er die Menschen hier, aber letztlich war er immer noch ein Wolf... Er brauchte Zeit für dich... oder er würde irgendwann so noch durchdrehen.
      Anders ging es einfach nicht...
    • Die Farbe vom Färber erhielt er schon bald; nur hieß das eben auch nicht, dass sie halten würde - was sie nicht sonderlich gut tat, aber Len berichtete er nicht davon. Ein Grund, weswegen er mehr davon mitgenommen hatte; und weswegen hin und wieder Kohle auf seinen Fingern war. Wäre er aber nicht so gekonnt im Verstecken, dann hätte er wohl mehr Probleme als die, mit denen er ohnehin umzugehen hatte. Was für ein Witz. Die Tage verliefen gleich, immer in einer Linie - er saß hier fest, bewegte sich kein Stück außer zur Hilfe; und würde er es nicht besser wissen, dann könnte er sich hier gut integrieren, nur würde ihm sein Leben und sein Blut jenes nicht gönnen. Wie schade.

      Gerne wäre er in den nächsten Tagen weitergezogen; nur passierte dies eben nicht so, wie gewollt. Stattdessen bekam er eine laue Ansage, welche er nur mit einem Nicken unterstrich. Wenigstens das könnte, oder sollte er eventuell, tun. "Hab' verstanden - sollte es dennoch dazu kommen, dass ich mich um mein Leben fürchten müsste, kann ich mich verteidigen. Ich wünsche dir eine gute Reise, und komm heil wieder", bemerkte er mit einem falschen Lächeln. Wenn der arme Teufel starb, dann tat er dies eben - nicht, das er irgendeine emotionale Bindung zu ihm hatte, denn so schlau war Caleb schon - alles, was dich in den Abgrund ziehen könnte, war unnötig. Was würde denn schon in diesem kleinen, aber feinen Städtchen passieren? Nicht viel mehr als ein leichter Windhauch, der ihm schlussendlich nichts bringen würde.
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    • Damit war er zufrieden. "Morgen früh ziehe ich los... Kannst du lesen? Ich will sicher gehen, dass dich und so auch mich, niemand über den Thesen zieht und Ich so Verluste zu verzeichnen hab.", erkundigte er sich. Wenn ja, gab er ihm eine knappe Liste, wenn nicht, würde er ihn fragen ob er zahlen zumindest erkennen konnte und einen Zettel mit Zahlen zu dem Holz dann je packen... Und wenn beides nicht, was nicht unüblich war, dann gab er einfach alles noch einmal mündlich wieder.
      Und hoffte der Andere prägte es sich genau ein.

      Am frühen morgen das nächsten Tages, stand Len auf und packte seine Sachen. Weiter oben sorgten einige Imp oder Alp für Unfug... Und die musste man zurücktreiben... Und die Oberen Wälle überprüfen... Sonst würden sie irgendwann noch das Dorf mit ihren Scherzen und Tücken Tyrannisieren.
      Er hätte die Viehcher bei Gelegenheit ein wenig Bejagen sollen...
      Nun ja. Der Treffpunkt war zu den Bergen gelegene weg raus aus dem Dorf...
    • Jene Frage hörte sich zwar relativ dumm und naiv an, aber wer verübelte es einem schon? Unüblich war es gar nicht, dass Jemand nicht lesen konnte - aber er, er schüttelte den Kopf. "Habe ich alles gelernt, du solltest dir darüber keine wirklichen Sorgen machen. Ich lasse mich doch nichts übers Ohr hauen", bemerkte er noch mit einem Kichern. Würde Jemand es gar wagen, ihn zu belästigen, nun - Caleb verstand keinen Spaß bei solchen oder anderen Dingen, nur weil ihm etwas nicht gehörte - gab man ihm einen Auftrag, dann wurde dieser nach bestem Gewissen und aus freien Stücken durchgeführt. "Dann solltest du heute besonders früh schlafen", war seine sarkastische Anmerkung am Rande, die er ohnehin des Öfteren abgab - nichts neues also, auch in den wenigen Tagen, die er erst hier war. Wäre Len erst einmal aus der Gegend, dann könnte er endlich etwas gegen diesen verfluchten Durst, den Wasser nicht stillte, unternehmen. Zu früh fiel er, mit der Liste daneben, in das weiche Bett - über Nacht würde sich das Kissen wohl rabenschwarz färben, bei der vielen Farbe, die er im Haar trug; dass er allerdings so früh alleine gelassen wurde, bemerkte er nicht.

      Was gab es schöner als die eisige Luft des Winters und den beinahe noch dunklen Himmel, während die Sonne sich gemütlich Zeit ließ? Abelin hatte von den Imp und Alp gehört; und hatte sich schon gleich aufgemacht, dieses Problem zu bearbeiten - auch, wenn er einige Dörfer weiter in der Provinz wohnte, wenn er eventuell einen alten Freund wiedersehen konnte, dann war ihm das schon genug. Sein Atem war sichtbar, sein Gesicht bereits rot und die Sommersprossen verschwanden allmählich aus seinem Gesicht. "Guten Morgen!", rief er lauthals, als er eine ihm bekannte Gestalt entdeckte. Lenius würde sich also auch diesem Problem annehmen, den Axtträger hätte es verwundert, wäre dem nicht so gewesen.
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    • Ein ganzer Trupp hatte sich gebildet. Zwei Jäger von der einen Familie würde sie an die richtige Stele führen. Damit es dennoch nicht gefährlich wäre, hatte man nach freiwilligen Gesucht und letztlich auch nur einen kleineren Trupp gebildet. Und er hatte sich denken können, dass sein 'Freund' mit von der Partie wäre. Er lächelte jenem so zu und erwiderte den Gruß. "Abel willst du wirklich mitkommen... Könnte ganz schön Haarig werden.", grinste er. Es war schon schön ihn mit dabei zu wissen... Aber eigentlich hatte er gehofft sich mit ein wenig von dem ganzen Trupp trennen zu können. Aber mit Abel würde das eher unwahrscheinlich sein... Das war verdammt noch mal nervig!
      Aber nun gut... Dann würden sie eben gemeinsam dort hin gehen... Und er würde sehen müssen, ob es ihm möglich wäre irgendwann dennoch von dem Trupp zu trennen... Oder er müsste sich was ausdenken.
      Letztlich warteten sie alle auf den letzten Rest, ehe sie losziehen würde. Der anstrengende Aufstieg, welcher sie erwarten würde, würde einiges an Zeit ja kosten...
    • "Und wenn? Ich sitze den ganzen Tag in einem dunklen Raum und arbeite mit Metall; da tut mir die frische Luft gut", lachte der Blonde. Unrecht hatte er nicht - und Len wüsste, was er damit meinte. Normalerweise hatte er nie Zeit für seinen alten Freund, saß in einem Raum der von einer beinahe abgebrannten Kerze beleuchtet wurde, und zerriss eine Schraube nach der Anderen, während er versuchte, etwas zusammen zu bauen. Einem Witz kam es gleich, dies in Betracht zu ziehen - sein bester Freund war immer an der frischen Luft, während er einfach in einem Haus hockte. "Wäre ich nicht für so etwas hier, dann hätte ich keine Axt mitgebracht", meinte er mit einem Schmunzeln, das schon bald zu einem Lachen wurde. Hach, dieser Aufstieg würde schön werden; dass er dem Wolf aber nur auf die Nerven gehen würde, das wusste er nicht.

      Caleb fühlte sich wie ein Stein am Grund eines Sees. Wieder dieses schrille weiß, so leuchtend, so blendend - so surreal im Kontrast zum grauen Himmel, von dem der Schnee fiel. Ihre Stimme wurde lauter, kam näher; ihr konnte man nicht entkommen, und dennoch wollte es einfach keiner einsehen. Dieses Mal war es das eiskalte Wasser, in dem er versuchte nach Luft zu suchen - hineingefallen war er in den See, und als er es nach oben schaffte, war dort nur eine Eisplatte; und dieses Gesicht und die roten Augen, die ihn anstarrten als wäre es sein Spiegelbild. Niemand würde ihn retten - doch bevor er ertrank, schrak er hoch. "Was zur Hölle", fluchte der Gewandelte nur, als er sich durch das weiße Haar fuhr. Schon bald erblickte er die Kohle, die förmlich an seinem Kissen klebte. Besser, er reinigte den Bezug bevor sein Gastgeber Wind davon bekam. Müde und kaum angezogen trottete er also, mit restlichen, schwarzen Flecken im Haar, nach unten - das Kissen warf er in ein Eck bevor er sich seinen Mantel überzog und nach draußen ging um Wasser zu holen. Wahrscheinlich war es noch gefroren - zu gefroren, um sich irgendetwas aus der Tiefe des Brunnens zu holen.
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