Die Zeit der Schlachten [ Exodestroyer & Cadakon ]

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    • Die Zeit der Schlachten [ Exodestroyer & Cadakon ]

      Es war ein diesiger Oktoberabend, welcher die junge Dame in das kleine Dörflein abseits der Berge verschlug. Eingehüllt in den knielangen Kapuzenmantel strich sie nun durch die nassen Straßen und trat abermals in eine Pfütze. Der Regen der fiel, konnte die Blonde mittlerweile nicht mehr erschüttern, zu lange ward sie schon wieder ohne ein Dach über den Kopf. Die Blicke der Gestalten hefteten sich an ihre Fersen, an ihre Figur und ihr verdunkeltes Gesicht. Fest umschlossen hielt sie den Knauf ihres Schwertes in der rechten Hand, während sich ihre Blicke einen Weg durch den fahlen Schleier des Regens bewegten. Auf der Suche nach einer warmen Stube, etwas zu trinken und einer eventuellen Speiße, hatte die Kriegerin jegliches Zeitgefühl vergessen. Nun, sah sie vor sich ein gut befülltes Gasthaus aufscheinen, auf welches sie zielstrebig zuging. Völlig durchnässt stieg sie die wenigen Stufen zum Eingang hinauf und trat demnach ein, wobei sich kurz das Augenmerk der Gäste auf sie richtete. Ignorierend sah sich das Wesen um und erspähte einen freien Platz in einer Ecke des Raumes, welcher auch sogleich in ihren Beschlag genommen wurde. Erleichtert aufseufzend lies sie sich nun auf die alte Holzbank fallen und atmete die rauchige Luft ein. Danach begann sie in ihrer Manteltasche zu kramen, fischte eine Pfeife hervor und entzündete diese. Entspannt lehnte sie sich zurück, nahm den ersten Zug und wartete auf den Kellner.




    • Der junge Mann suchte sich seinen Weg durch das Dickicht des Waldes. Der Regen trommelte auf das Blätterdach. Seine Klamotten waren total durchnässt. Er musste sich dringend aufwärmen sonst... "HATSUII~" War wohl schon zu spät. Verdammte Banditen. Sie dachten bei ihn gäbe es was zu holen. Der Kampf gegen sie verscheuchte sein Pferd, sodass er den Rest des Weges laufen konnte. Der Wetterumbruch zeugte nur von seiner Glückssträhne.
      Er schob ein paar ihn die Sicht verhängende Äste weg und erkannte nun sein Ziel. "Ich wusste das hier irgendwo ein Dorf sein sollte. Jetzt schnell aufwärmen." Er folgte den schmalen Dorfstraßen und kam schlussendlich an eine Gaststätte an. In ihr war es warm, zwar auch etwas stickig. Er setzte sich an den Tresen. "Ein Rum und ein Zimmer für die Nacht." meinte er zum Wirt, welcher ihn finster anfunkelte. "Bitte?" Als ihn der Rum gebracht wurde, nahm er einen Schluck und lies währenddessen seinen Blick durch die Kundschaft gleiten. Nichts besonderes... Ein paar üble wirkende Kerle, Kartenspieler, Typen die den weiblichen Bediensteten auf die Pelle rückten. Alles ganz durchschnittlich.... Bis auf eine Person. Er sah sie kurz vor sich die Gaststätte betreten. Zuerst hielt er sie für einen Kerl, bis sie die Kapuze von ihren goldenen Haar nahm. Der Anblick überraschte ihn so sehr, das er sich fast an seinen Rum verschluckte. Sie war ein richtiger Hingucker, welchen er sich nicht entgehen lassen wollte. Nachdem er sich eilig den Rum von den Mundwinkel wischte, ging er direkt zu den Tisch der jungen Frau die gerade eine Pfeife rauchte und setzte sich ihr gegenüber. "Was treibt eine solch hübsche Frau zu einen Ort wie diesen?" meinte er lächelnd.
    • Die Augen schließend vergaß die hübsche Blonde für einen Moment ihre Situation und genoss es einfach, den würzigen Geschmack des Tabaks in ihre Lungen zu inhalieren. Als sie Schritte vernahm, welche augenscheinlich zu ihr führten, seufzte sie innerlich auf, da sich die Person im nächsten Moment ihr gegenüber setzte. Sie hatte mit allem gerechnet... Dem dunklen, grolenden Klang der Stimme eines betrunkenen Mannes, welcher versuchte sie für eine Nacht zu kaufen.. Oder aber auch einem Schwindler, der ihr nun versuchte gepanschte, unwirksame Tränke anzujubeln. Aber dem war nicht so... Als sie die Frage und Stimme des jungen Herren vor ihr vernahm, öffnete sie die bläulich hervorschimmernden Augen einen Spalt und musterte ihr Gegenüber mit leichtem Argwohn. "Ich wüsste nicht was Sie das angehen sollte...", murmelte sie zwischen halb offenen Lippen hervor, den dunklen Stiel der Pfeife zwischen den Zähnen haltend.




    • "Verzeiht mir, my Lady... Falls euch diese Aussage beileidigt haben sollte. Nur passt eures hübsches Anblitz nicht zu dieser heruntergekommen Ambiente." Ein hartes Knallen schreckte den jungen Mann auf. "Verzeiht das euch meine Bar nicht zusagt." meinte der muskelbepackte Wirt. "Ah! So war das nicht gemeint. Ich mag das rustikale Umfeld hier. War sicher eine heiden Arbeit." versuchte Noel ihn zu besänftigen, doch der Wirt drehte sich zum gehen und lies das bestellte Trinken der jungen Dame auf den Tisch zurück. Er atmete pfeifend aus. "Also... Was führt euch in diese Gegend?" fragte er unberührt von ihrer vorherigen Aussage das ihn das nichts anginge. Er blickte ihr direkt in ihre blauen Augen, während er seinen Kopf auf seine Hand abstützte.
    • Sie nickte dem Wirt dankend zu, dämpfte die Pfeife aus und nahm das Getränk in beide Hände. Es war warm, eine Art Tee, jedoch mehr Sirupartiger. Cada seufzte. 'Eine Zecke... Wie mühsam...', dachte sie murrend in Gedanken und nahm einen Schluck des süßlichen Getränks. "Wie bereits gesagt... Ich wüsste nicht, was Sie das angeht.", entkam es ihr erneut, nur etwas forscher und sie funkelte ihn mit einer hochgezogenen Augenbraue an. Als sie seinen dann doch leicht gekränkten Ausdruck auf seinem Gesucht wahrnahm, entkam ihr ein genervtes Ächzen und sie strich sich über die Stirn. "Ich bin eine Reisende... Landstreicherin.. Nennt es wie ihr wollt und lege hier eben Rast ein.", erklärte sie dem Fremden kurz und bündig und verschränkte für einen kurzen Moment die Arme vor der Brust.




    • "Ah... Eine Reisende. Wie der Zufall es so will bin ich ebenfalls ein Reisender." Er stand auf und nahm ihre auf den Tisch liegende Hand. "Verzeiht mein schlechtes Benehmen, das ich mich erst jetzt vorstelle. Meine Name ist Noel Cranel, der Mann eurer Träume." Er sah ihr tief und direkt aus nächster Entfernung in die Augen. Ein Durchschnitts-Mädchen würde jetzt vielleicht erröten, aber wie Noel herausfinden sollte war die schöne Blonde vor ihn keines.
    • Die Augen weitend entriss Cada ihm ihre Hand, packte ihn beim Kragen und seine Hand und überdrehte diese leicht nach hinten. In dieser Position zog sie ihn ruckartig weiter zu sich, ihr Gesichter trennten nur wenige Zentimeter. "WAGE ... Es nicht...", zischte sie den jungen Mann vor ihr an, ein unheilvoller Schatten legte sich auf ihre Züge. "Schon schlimm genug das du mir hier ungefragt im Nacken sitzt.. So warne ich dich ein einziges Mal...", ihre Stimme verfiel in ein bedrohliches Knurren. "... Fass.. Mich nie wieder ungefragt an...", beendete sie ihre Drohung und stieß ihn somit leicht von sich. Ihr Haupt war entzürnt, die Röte der Wut stand ihr auf den Wangen und ihre Augen funkelten Noel giftig an. Oh wie sehr sie gerade dran war, ihm einfach eine zu scheuern. Die Hände zu verspannten Fäusten geformt, konnte man ein leichtes Schnauben ihrerseits vernehmen.




    • Noel sah mit einen überraschten und kleinlauten Ausdruck in Leere. "Ja.... Verstanden." meinte er etwas geistesabwesend. Bisher hatte er ziemlich viele Körbe von Mädchen bekommen, vielleicht auch gerade wegen seiner aufdringlicher Art, aber so lief bisher noch keine. Sie war ganz anderes als alle anderen Mädchen die er bereits traf. Hinter ihren schönen Gesicht, lauerte eine große Traurigkeit und eine verletzte Seele. In ihren Augen spiegelte sich für ihn das Meer, mit seiner unendlicher Schönheit, aber auch die blauen Wellen verstecken eine stockdunkle Finsternis in ihrer Tiefe. Er setzte sich wieder auf den Stuhl ihr gegenüber. "Verzeiht mir... Ich habe mich wohl hinreißen lassen und eine Grenze überschritten. Aber ich erkenne wenn ich unerwünscht bin. Ich werde mich jetzt zurückziehen und euch eure Ruhe lassen." meinte er lächelnd und verschwand in sein Zimmer in ersten Stock.
    • Finster starrte die Blonde bloß auf den Tisch und beruhigte sich erst spät. Sie bemerkte zwar das der junge Mann ging, entgegnete ihm aber mit keinem Wort oder Blick. Erst als er wirklich aus dem Raum verschwunden war, lies sie sich mit einem tiefen Seufzen nach hinten fallen und legte die Hände auf ihr markantes Gesicht. Männer... Sie konnten eine solche Plage sein. Kopfschüttelnd lies sie die Arme sinken, griff nach ihrem Getränk und setzte es an die Lippen. Den letzten Schluck nehmend, wischte sie sich danach über die Lippen und unterdrückte ein harsches Gähnen. Sie sollte auch schlafen gehen. So stand sie auf, ging zum Thresen und bezahlte ihr Getränk. Auf die Frage hin, ob der Wirt noch ein Zimmer frei hätte, schüttelte dieser nur entschuldigend den Kopf. Das hatte ihr noch gefehlt. "Aber ich kann Ihnen anbieten, hier auf der Bank zu schlafen. Das würde sie auch nichts kosten.", meinte der bauchige Herr und nickte zu der Eckbank von welcher sie eben kam. Dankend nickte sie ihm zu. "Besser als gar nichts...", gestand sie sich selbst flüsternd ein, nahm sich noch ein paar Kerzen mit, welche sie auf dem Tisch abstellte um sich zu wärmen und wickelte sich in ihren Mantel ein, ehe sie es sich auf der Holzbank gemütlich machte, die Kapuze überzog und sich an der Wand anlehnte. Langsam aber sicher wurden ihre Augen immer schwerer, ehe sie ihr ganz zufielen.




    • Als er auf sein Zimmer ankam entzündete er als erstes die kleine Nachtischlampe. Er sah sich in den kleinen Raum um. Es war nichts besonderes, aber besser als nichts. Ein Bett und ein Tisch mit zwei Stühlen. Nachdem er sich fertig umsah, wollte er sich hinlegen, aber um das zu tun musste er erstmal seine Ausrüstung ablegen. Er stellte seinen Rucksack in eine Ecke und streckte sich kurz, bevor er sein Schwert abnahm. Gerade als er es an den Nachtisch lehnen wollte, durchzog ihn ein beissender Schmerz. Seine Hände verkrampften sich um den Schwert und er konnte es nicht loslassen. Er sackte zu Boden. Der Stein in der Mitte des Griffes begann zu leuchten und es ähnelte nun mehr einem Auge, als einen Stein. Noel biss die Zähne aufeinander während Krampfadern sich über seine Arme ausbreiteten. Unter großen Anstrengungen konnte er das Schwert endlich loslassen. Er atmete schwer. "In deiner Nähe darf echt nicht für einen Moment unachtsam sein, nicht wahr...?" Das Schwert lag nun leblos auf den Boden, als wäre nichts passiert und es ein ganz normales Schwert. Er atmete tief durch, umgriff das Schwert und stellte es nun an den Nachtschrank. //Diese Frau scheint mich ziemlich aus der Fassung gebracht zu haben.... Mann... Als ob ich nicht schon genug Probleme mit Frauen hätte.// Er ging zu der Lampe und löschte das Feuer mit einer einfachen Handbewegung.
      Am nächsten Morgen

      Die ersten Sonnenstrahlen kitzelten das Gesicht der jungen Blonden, als sie langsam zu erwachen schien und sich ihrer Umgebung bewusst wurde, stand sie plötzlich im Bett. Bett?
      "Guten Morgen!" Noel saß an den Tisch und sah freundlich lächelnd zu der Blondhaarigen. Statt was zu antworten griff sie zu ihren Schwert, das immer noch an ihren Körper war, auch war sie noch in ihren Mantel gewickelt. "Hey, hey.... Ganz ruhig. Kurz nachdem ich gestern gegangen war, war ich nochmal unten um noch etwas zu trinken und da sah ich euch an diesen Tisch schlafen. Als Mann konnte ich das schlecht ignorieren nachdem ich ja ein Bett hatte. Und nur zu Info... Ich habe euch vielleicht habe ich euch hierher hoch getragen, aber ihr hattet den Mantel um, also war es nur eine indirekte Berührung. Zusätzlich haben wir nicht im selben Zimmer geschlafen. Ich nahm euren Platz an der Bank ein. Ich habe nur euch was zu trinken gebracht und zufällig gesehen das ihr kurz davor wart zu erwachen und da habe ich mich hierher gesetzt. Mehr war das wirklich nicht... Ehrenwort!"
    • Es war so.. Weich und überaus angenehm zu liegen. Es gab keine andere Erklärung, als die, dass die Blonde träumen musste. Unter anderen Umständen hätte sie die Wand nicht als weich bezeichnet. Als sie jedoch die Arme ausstreckte und eine weiche Federdecke erfühlte, war ihr die Sache nicht mehr ganz so geheuer. Sie lag in einem Bett. Schneller als erwartet saß die Kriegerin nun auf ihren vier Buchstaben und starrte bloß Noel an, welcher unbeeindruckt von der ganzen Situation, frech lächelnd ihr gegenüber am Tisch saß. Ehe sie sich beschweren, gar den Mund öffnen konnte, begann er zu erklären. Ihr Augenbrauen zogen sich dabei immer weiter zusammen ehe sie entmutigt die Hände über ihr Gesicht streichen lies und verzweifelt seufzte. "Bei dir muss man besonders genau sein, nicht wahr?", meinte Cada dann bloß und sah den Braunhaarigen vor ihr an. "Sei es wie's sei...", setzte sie fort. Wie sollte sie ihm nun böse sein. Er hatte es nur gut gem... 'Nein! Stop. Swine Handlung fällt in keinster Weise in einen akzeptablen Bereich!', ermahnte sich die Blonde in Gedanken und runzelte die Stirn. "... Wer gibt dir das Recht, für mich zu entscheiden, was mir wohl am liebsten ist?", sie kniff sie Augen zusammen und fixierte Noel mit diesem durchdringenden Blick.




    • Noel lehnte sich auf seinen Arm ab, welchen er auf den Tisch angewinkelt hatte. "Du scheinst da etwas falsch verstanden zu haben... Ich habe das nicht getan damit du dich besser fühlst, sondern damit ich mich besser fühle. Du magst das nicht verstehen, aber wahre Männer können nicht einfach ein blindes Auge auf Frauen in 'unangemessenen' Situationen werfen. Nachdem ich dich auf der Bank habe schlafen sehen, hätte ich unmöglich das einfach ignorieren können und mich einfach zurück in mein Bett legen können." Er stand auf und nahm einen Becher der etwas abseits von ihn auf den Tisch stand. Er gab ihr den Becher mit der leicht dampfenden Flüssigkeit. "Hier... Das geht auf mich." Sie nahm den Becher sah ihn aber misstrauisch an. "Was ist denn? Denkst du etwa das sei vergiftet? Du kannst beruhigt trinken. Hätte ich deinen Tod gewollt wärst du das bereits." Er ging zur Tür und öffnete diese. "Lass dir ruhig Zeit. Ich bin unten falls du mich suchen solltest." meinte er mit einen Grinsen, das klar aussagte das er sie nur necken wollte, und nicht wirklich dachte das sie ihn suchen würde. Er verlies das Zimmer und man hörte seine Schritte sich entfernen und die Treppe hinunter gehen.
    • Die junge Frau war im Moment zu verdattert, als ob sie auch nur irgendwas sagen hätte können. Wortlos sah sie Noel dabei zu, wie er das Zimmer verlies, mit diesem selbstgefälligen Grinsen, das, wie es schien, ständig auf seinem Gesicht ruhte. Cada sah noch einen kurzen Moment auf die Türe ehe sie ihr Haupt drehte und mit heruntergefallener Kinnlade an die Wand ihr gegenüber starrte. "Hhm.. Ich habe mir wohl einen Dorn eingetreten.", murrte sie zu sich selbst und griff nach dem Becher, welchen der augenscheinliche Krieger bei ihr zurückgelassen hat. Wohlwissend das der Dorn eine Metapher für Noel war, roch sie an dem Getränk. Es schmeckte leicht nach Apfel und war etwas mit Alkohol versetzt, als sie es hinabschluckte. Nickend stellte sie den Becher wieder ab und erhob sich vom Bett. Wenn sie Glück hatte, fand sie eventuell einen Hinterausgang, aus welchem sie türmen konnte, ehe der nervende Balg sie wieder fand.




    • Als Noel unten ankam streckte er sich am Fuß der Treppe erstmal. "Wie geht es der jungen Damen?" Noel sah überrascht zum Thresen wo der Wirt still das Geschirr spülte. Noel lächelte und setzte sich auf den Barhocker. "Machst du dir Sorgen? Ich habe ihr nichts angetan, wenn es das ist was dich so besorgt." Der Mann sah ihn argwöhnisch an. "Jetzt schau nicht so. Ich bin vielleicht aufdringlich, aber ich bin kein Abschaum. Ich greife niemanden an, der sich nicht wehren kann, genauso wenig fass ich eine Frau an, wenn es gegen ihren Willen geschieht." meinte er ernst. "Das sah gestern aber noch anders aus." meinte der Wirt ohne sich von seinen Geschirr abzuwenden. "Das war doch was anderes, aber ich denke du weißt wie ich das gemeint." Er stand wieder auf. "So.. Ich muss jetzt Besorgungen machen." Er ging mit den Armen hinten den Kopf verschränkt zur Tür. "Sie wird abhauen wenn du weg bist." meinte der Wirt emotionskarg. Noel stockte in der Bewegung. "Ich weiß... Aber wie gesagt. Ich bin aufdringlich." Mit diesen Worten verlies er die Kneipe.
    • Langsam nun verlies die Blonde das Zimmer und stieg die knarzende Treppe hinab. 'Ach verdammt... Das macht den Plan zunichte.', mit zusammengepressten Lippen, wissend, dass ihr Plan sich raus zu schleichen nun in Luft aufgelöst hatte, ging sie zögerlich in den Gastraum, welcher zu ihrem Erstaunen wie leer gefegt war. "Er ist weg.. Keine Sorge.", kam es hinter Theke hervor. Es war der Wirt, welcher nun Gläser polierte und Cada ein aufmunterndes, wenn doch eher schiefes Lächeln schenkte. Sie wollte es zwar nicht so merklich machen, jedoch atmete sie tief durch und trat an den Wirt heran. "Haben sie ihn vertrieben?", meinte die Kriegerin mit einem amüsierten Schmunzeln auf den Lippen. Der bauchige Mann schüttelte den Kopf. "Er is' nur raus... Irgendwas besorgen.. Wenn sie klug sind, meiden sie die Hauptstraße und schlagen die Gassen ein um aus dem Dorf zu kommen und ihre Reise weiter zu bestreiten.", riet er ihr. Ein erfreutes Lächeln breitete sich auf ihren Lippen auf. "Ich danke Ihnen...", sie nickte ihm aufrichtig zu, warf die Kapuze über und war im nächsten Moment aus dem Gasthaus verschwunden.




    • Die junge Frau schlich sich durch die Seitengassen, aus der Stadt in den Wald den das gesamte Dorf umschloss. Sie atmete durch als sie das schützende Dickicht erreichte als vor ihr ein paar Blätter von den Baumgipfel regneten. "Schade... Ich habe dich für schlauer gehalten, oder dachtest du wirklich das du mich so einfach los wirst." Zwischen den Ästen und Gestrüb sah man den jungen Mann deutlich auf einen dickeren Ast sitzen und zu ihr runter lächeln. "Heißt es nicht das ein Krieger weiß wann er sich geschlagen geben sollte? Diese Fähigkeit scheint dir noch zu fehlen." Er sprang vom Ast und landete sanft knapp vor ihr auf den Boden. "Also..? Wo gehen wir hin?" fragte er lächelnd.
    • Seine Stimme erklang so plötzlich, dass Cada zusammen zuckte und automatisiert nach ihrem Schwert griff. Als jedoch der Quälgeist vor ihr landete, verdrehte sie nur genervt die Augen. "Du...", entkam es ihr genervt und sie strich mit ihrer rechten Hand übers Gesicht. Als er sie als unfähig betitelte, richtete sie ihren nun eisigen Blick auf ihn. "Und dir fehlt die Fähigkeit zu erkennen, wann es genug ist, jemanden auf die Nerven zu gehen.", zischte sie bloß hervor und stapfte an ihm vorbei. "Wenn ich dich schon an der Backe habe... Mein Name ist Cada.. Und wenn du mir nun schon an der Sohle klebst, bin ich nun so frei und werde dich Quälgeist nennen, ja? Dann haben wir beide was davon...", entschied so einfach und sprach über die Schulter zu Noel zurück. "I- ... Wir gehen nach Norden... In eine kleine Stadt names Aidran. Ich muss dort was erledigen.", erklärte die Blonde ihrem Anhängsel und bahnte sich weiter den Weg durch den Wald, schön Abstand haltend von ihm.




    • Noel machte hinter ihren Rücken eine Siegespose. Er dachte wohl das es schwerer sein würde bis sie ihn mit nehmen würde. Er stieß zu zu Cada auf. "Was hat denn auf einmal eure Meinung geändert. Habt ihr euch etwa meine Worte zu Herzen genommen?" Die junge Frau schnalzte nur genervt mit der Zunge, fing dann aber trotzdem an sich vorzustellen. //Ignoriert sie jetzt etwa meine Sticheleien...?// überlegte Noel kurz bevor er sie überholte und zu ihr lächelnd sah. "Cada, hm..? Ein schöner Name. Sehr passend für euch. Und was mich angeht... Ihr könnt mich auch gerne 'Liebling' nennen." meinte er wieder mit einen Grinsen, sie aber stapfte nur zornig an ihn vorbei und nannte das Ziel ihrer Reise. "Aidran, hm...?" Auch wenn es schien das er nie Sachen lernen würde, so hatte er zumindest gelernt, das wenn sie etwas von sich aus nicht preisgab, das Gründe haben musste. Darum fragte er nicht nach was sie in Aidran wollte, sondern würde warten bis sie es von sich aus preisgeben würde. Für den Moment war er vollkommen damit zufrieden das sie ihn mit sich kommen gelassen hat.
    • Die junge Frau schwieg eine ganze Weile. Sie wusste auch nicht wie lange die beiden eben schon durch den Wald stapften, auf jeden Fall war die Sonne bereits ein gutes Stück gewandert. Weitere Anspielungen von Noel ignorierte sie gekonnt und setzte bloß ihren Weg fort. Als es jedoch so weit war, dass die Kriegerin Hunger verspürte, konnte sie nicht anders, stoppte aprubt ab und drehte sich zu dem jungen Mann um. "Ich werde mir jetzt einen Platz suchen und mein Lager aufschlagen, Quälgeist. Was du machst is' mir egal...", mit einer wegwerfenden Handbewegung, drehte sie sich wieder um und suchte zwischen all den Bäumen nach einer Höhle oder einem Felsvorsprung unter welchem sie nächtigen konnte. Natürlich war es ihr aufgefallen, dass Noel ihr nach wie vor folgte. Er war eben nicht abzuschütteln.




    • Er folgte ihr als sie augenscheinlich auf der Suche nach einen Unterschlupf war. "Ah... Ihr habt also Hunger. Und ich dachte schon uns würde ein wilder Bär verfolgen." Wieder reagierte sie nicht auf seine Stichelei. Er sollte sie wohl besser abtimen. Wenn er einen Witz nach den anderen raushaut, fing sie an ihn zu ignorieren. Wieder was Neues über sie in Erfahrung gebracht. Er blickte sich im Unterholz um. //Im Wald ist es immer besser eine Höhle als Unterschlupf zu wählen. Warum? Das Dickicht des Waldes macht es fast unmöglich vorzeitig auf Banditen und Gleiches zu reagieren. Wenn man dazu noch ein Feuer entfacht ist der Rauch wie ein 'HIer bin ich! Kommt und raubt mich aus!'-Schrei. Wenn man dazu aber in einer Höhle übernachtet gibt es aber nur eine Richtung aus denen die Gegner einen Angreifen können. Das ist eine Lektion die ich auf die harte Tour lernen musste, aber sie scheint auch sehr gut an das Schlafen unter freien Himmel zu sein.// Er zog den schwarzen Dolch der an seinen Steiß angebracht war und durchschnitt damit ein paar wild wucherten Rankenpflanzen. "Oi! Hier rüber!" Wenn auch nicht gerade ungezwungen kam sie zu ihn. "Wird die für heute reichen. Groß genug scheint sie zu sein, und keine wilden Tieren darin."