I know the truth...[Rheira & Sanjadi]

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    • I know the truth...[Rheira & Sanjadi]

      Alexanders Augen waren geweitet, seine Hände zitterten leicht vor Aufregung und ein beinahe naiv vorfreudiges Lächeln schlich sich auf seine Lippen, als sein Blick über das Gebäude des Internats wanderte. Er konnte noch immer kaum fassen, dass er es geschafft hatte, hier aufgenommen zu werden und umso gespannter war er auf die Leute, die er hier wohlmöglich kennen lernen würde. Sein Gruff um die Henkel seiner großen Reisetasche verstärkten sich und entschlossen trat der Junge voran, um das Gebäude zu betreten. Es war für ihn bereits nach wenigen Minuten klar, dass er hier vermutlich einer der kleinsten mit seinen 1,65m war, was ihm allerdings weniger ausmachte, schließlich zählten beim Fußball andere Qualitäten.
      Sobald Alex von einem Schulorientierungslehrer seine Zimmernummer, sowie einen Campusplan und diverse andere Flyer bekommen hatte, machte er sich geradewegs zu seinem Zimmer auf, welches er erstaunlicherweise schnell fand... verlief er sich doch für gewöhnlich so schnell. Mit einem zögerlichen Klopfen kündigte er sich an, ehe er den Raum betrat, für den Fall dass sein Zimmernachbar bereits anwesend war.
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    • Der Tag hatte schrecklich angefangen! Absolut schrecklich!
      Wenn der Schultag genauso laufen wird, konnte ich mir für heute getrost die Kugel geben.
      Mir blieb heute nichts anderes übrig als eine 45 minütige Zugfahrt über mich ergehen zu lassen, in der ich meine Koffer samt Gitarrentasche herumschleppte.
      Ich hasse Züge. Zu meinem ganzen Glück für heute, hatte ich auch noch eine Grundschulklasse im Wagon sitzen, wo mich eine Lehrerin mitte 30 permant bequatschte.
      Nun bin ich um einige sinnlose und traumatisierende Informationen reicher.
      Seufzend lies ich erstmal meinen Koffer auf den Boden sinken, streckte mich etwas und begutachtete die Schule. Nun sie sah genauso aus wie auf den Bildern aus den ganzen Schulprospekten und Internetwebseiten.
      Zu meiner großen Freude erkannte ich einige der Sportplätze schon von Weitem und auch viele der Sportler, die dort ihr Können präsentierten.
      Ein Grinsen schlich sich auf meine Lippen. Ja, ich würde das ganze hier schon rocken.

      Gerockt wurde allerdings eher weniger als ich den Schulorientierungslehrer im Foryee des ganz schön beleuchteten Eingangs traf. Der Kerl wirkte ungefähr so gelangweilt wie ich beim Matheunterricht und seine Frisur war echt schräg, erinnerte mich etwas an diesen schrägen Professor aus dem Manga den ich gerade lese.
      Da ich eigentlich nur noch in mein Zimmer wollte, hatte ich murrend meinen Namen preisgegeben, den Wisch mit den Informationen über Zimmer, Schule etc. geschnappt und war relativ schnell vor besagter Zimmertüre angekommen.
      Ob mein Mitbewohner wohl schon da war? Zugegeben war ich echt neugierig und öffnete die Türe.
      Fast hätte ich besagtem Mitbewohner die Türe in den Rücken gehauen, da dieser noch vor ihr stand und mit großen Augen das Zimmer betrachtete als wäre irgendeine Prominez hier wohnhaft.
      " Hey Prinzessin, du stehst im Weg." ein Grinsen schlich sich auf meine Lippen, da der Kleine um einiges kleiner war als ich. Naja mit meinem knapp 1.87 m kein Kunststück.
      Aber das es sich bei dem kleinen Blonden mit den großen strahlenden Augen die mich gerade anstarrten wirklich um eine Prinzessin statt eines Prinzen handelte, das hätte ich nun wirklich nicht ahnen können.


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    • Es war einfach nur überwältigend! Alexander ließ seinen Blick in dem Raum umherirren, wobei er sogleich erkannte, dass er der erste im Zimmer war. Das Zimmer war geräumig, aber nicht übertrieben groß, die Einzelbetten der Mitbewohner standen an gegenüberliegenden Wänden und schienen sich bis auf die kleinste Schraube zu ähneln. Weiterhin entdeckte der Blonde einen großen Kleiderschrank hinter der Zimmertür und eine angrenzende Tür, die vermutlich zum Bad führte. Alles in allem war das Zimmer echt schön und durch die großen Fenster auch wirklich hell.
      "Mein erstes Zimmer mit einem Mitbewohner..", murmelte er freudig und er spürte beinahe wie seine Augen vor Vorfreude glitzerten. Sein Traum, an dieses Internat zu kommen war endlich in Erfüllung gegangen und wirkte nun realer, als noch zuvor in den verwirrenden Schulgängen.
      Vermutlich stand Alexander, so fasziniert wie er war, eine halbe Ewigkeit so vor der Tür bis schließlich die Tür aufschwang und er fast zur Seite springen musste um nicht davon erschlagen zu werden. Seine haselnussbraunen Augen weiteten sich, als er den anderen Jungen, der ihn um fast anderthalb Köpfe überragte, anblickte und sofort freundlich lächelte und ihm die Hand höflich hinhielt.
      "Du musst mein Mitbewohner sein... Mein Name ist Alexander Delaney, kannst mich aber auch gerne Alex nennen und ich belege Fußball als Hauptfach. Es freut mich wirklich sehr dich kennen zu lernen."
      Erwartend blickte er zu dem Größeren auf, hatte dabei die "Prinzessin" tatsächlich in seiner Aufregung überhört und versuchte nun seine gesamte Freundlichkeit zu zeigen. Er wollte sich unbedingt mit ihm anfreunden, schließlich waren sie Zimmernachbarn und er wäre schon einmal ein guter Anfang. Abgesehen davon hieß es ja auch immer, der erste Eindruck bleibt... er musste einfach einen guten Eindruck hinterlassen.
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    • Meine besagte Prinzessin hatte sich zu mir gedreht und strahlte mich mit so leuchtenden, unschuldigen Augen an, das ich nicht wusste ob ich davon beeindruckt oder geschockt sein sollte.
      Ich musterte den Kleinen, oder Kleine...was zum Teufel ist diesen Wesen vor mir eigentlich?
      Das hier ist ein Jungeninternat oder? Mh, nun ich hatte schon einige Filme gesehen wo sich Mädchen als Jungs ausgeben um solche Schulen zu besuchen.
      Heilige Scheiße war ich jetzt Opfer eines Japanischen Dramas geworden?
      Oh Gott, ich sehe es schon bildlich vor mir.
      Ein Mädchen das seinen großen Traum nicht leben kann, weil es nur als Junge möglich ist, kommt an ein Jungeninternat. Dort verliebt sie sich in ihren gutaussehenden Mitbewohner, dem sie aber ihr Geheimnis nicht verraten kann und so entwickelt sich eine heimliche Romanze mit vielen Zuschauerquoten.
      Mein Kopfkino hätte einen Oskar verdient, das ist doch bescheuert!
      Dieses kleine platinblonde Wesen mit den Rehaugen hatte mir seine Hand entgegen gestreckt und sah mich so erwartungsvoll an, das ich am liebsten Hals über Kopf aus dem Zimmer gestolpert wäre.
      Klein, zierlich, feine Gesichtszüge und Wimpern so lang das jede Frau(Falls es den keine ist) sie dafür erschlagen würde.
      Als er oder sie oder was auch immer(!) mich ansprach, wurde ich etwas aus meinem Gedankenwirrwarr, das mitleerweile nur noch ein verstricktes Knäul war gerissen. Ich hatte auf Grund meiner Verwirrtheit etwas Probleme dem ganzen Redeschwall zu folgen und nickte daher etwas überrfordert, ehe ich seine Hand annahm, die er mir gefühlte 5 Minuten schon entgegenstreckte.
      " Du redest ganz schön viel." grinste ich und versuchte irgendetwas bestätigendes an seinem Körper zu finden, das mir Gewissheit gab.
      Ich hasse es im Dunkeln zu tappen! Ich muss das wissen!
      " Mein Name ist David, ich belege Basketball."
      Kurz, knapp, männlich. So sollte eine Begrüßung sein. Allerdings konnte ich mir ein erneutes Grinsen nicht vermeiden, das sich auf meine Lippen schlich.
      " Ich nenne dich Prinzessin, ich finde Spitznamen super."


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    • Seine riesigen Augen, die zuerst nur vor Freude und Höflichkeit geradezu glitzerten, bekamen nach und nach einen verwirrteren Ausdruck, blieben allerdings unablässig auf dem Gesicht seines Gegenübers hängen. Er spürte wie er von dem anderen gemustert wurde und dieser eine Zeit lang schwieg. Würde er nun noch seine Hand nehmen, oder hatte Alex bereits sein Chance vertan? Er hoffte inständig nicht, denn mit jemandem zusammen zu wohnen, der einen nicht leiden konnte, war vermutlich das schrecklichste überhaupt.
      Nachdem gewisse Zeit vergangen war, griff der Größere nun doch nach seiner Hand und stellte sich knapp vor. Erleichterung stand in Alexanders Gesicht geschrieben und sein Lächeln wurde erneut breiter, als er dem anderen freudig die Hand schüttelte. So wie er das bisher beurteilen konnte schien David ein netter Kerl zu sein, wenngleich er sich vermutlich jemanden gewünscht hatte, der entweder auch Basketball spielte oder wohlmöglich eher seiner Größe entsprach. Oft wurde Alex deshalb von anderen geärgert, da er kleiner als so manches Mädchen war und auch sonst nicht unbedingt extrem männlich wirkte, dennoch hatte er es als Fußballer geschafft hier angenommen zu werden, was seinem Ego auch ein wenig half.
      Sobald sich ihre Hände wieder gelöst hatten, schnappte sich Alex seine Tasche und legte sie auf eines der Betten. Er wollte gerade beginnen auszupacken, da lief er bei der Erwähnung seines neuen Kosenamens rot wie eine Tomate an und blickte beinahe beschämt zu seinem Zimmergenossen.
      "W...wie bitte? Was...? Wieso Prinzessin...?", stotterte er geradezu verlegen, wobei er die Hitze in seinem Gesicht spürte. Egal was in seiner Vergangenheit geschehen war, so hatte ihn absolut noch niemand genannt!
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    • Das Mimikspiel des kleinen Wesens vor mir, war absolut herrlich. Ich musste mir beim besten Willen verkneifen nicht in schallendem Gelächter auszubrechen.
      Alex war zu lesen wie ein Buch, mit schnuffigen, plüschigen, rosa Einband. Das einzige was ich aber nicht herauslesen konnte war eben ob es sich nun wirklich um eine schlechte Comedy-Serie handelte.
      Ich werde das noch herausfinden. Ratespiele lösten in mir zwar immer Aggressionen aus, wesswegen ich auch keine Kreuzworträtsel mache, aber Mission Alex konnte gerne beginnen.
      Ich glaube dieses neue Schuljahr wird amüsanter als ich dachte.
      Da es mir etwas hirnlos erschien, hier wie bestellt und nicht abgeholt mitten im Zimmer zu stehen, entschied ich erstmal die Türe hinter mir zu schließen.
      Mein Blick glitt erneut zu Alex, dann durch das Zimmer. Es war schlicht, meiner Meinung sogar etwas rustikal und schreit gerade nur danach es umzudekorieren.
      Da mussten Poster her oder wenigstens irgendetwas, damit ich keine leere weiße Wand anstarren musste.
      Ich habs mit weißen Wänden nicht so, erinnerte mich irgendwie stark an Krankenhaus.
      Mein besagter Mitbewohner hatte sich gerade umgedreht und offenbar schon eines der Betten erobert, als er sich zu mir umdrehte, nachdem ich mir einen netten Kosenamen überlegt hatte.
      Oha, vielleicht sollte ich den Namen in Tomate umändern? Wenn der Kleine noch röter anläuft, sollte ich vielleicht Entdeckung gehen, nicht das er platzt.
      Erinnerte mich etwas an einen Feuerhydranten, nur mit Haaren und Kulleraugen.
      Amüsiert ging ich zu meinem freien Bett, das glücklicherweise in der Nähe des Fensters war, ehe ich meinen Koffer darauf warf und meine Gitarrentasche behutsam daneben bettete.
      Etwas kleinlaut ertönte das sanfte Stimmchen meines weibischen Mitbewohners. Ich konnte nicht anders als mich zu ihm umzudrehen, zu ihm zugehen und mich nah zu seinem Gesicht zu beugen.
      Grinsend blickte ich ihm in die Augen.
      "Ich hätte dich auch Cocktailtomate nennen können, so rot wie du bist. Aber ich glaube Prinzessin ist da doch etwas niedlicher."


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    • Davids Gesicht näherte sich Alex's und hielt tatsächlich nur knapp vor seiner Nasenspitze an. Dass der Kleine knallrot war, war mittlerweile fast untertrieben, dennoch versuchte der beschämte Junge sein Gesicht von dem anderen abzuwenden, was so beinahe unmöglich war. Er war einfach viel zu nah... VIEL ZU NAH!
      Alexander machte einige Schritte rückwärts, um etwas Platz zwischen die beiden zu bekommen, ehe er schützend seine Arme vor seiner Brust verschränkte und sein Blick zu Boden richtete. So musste er dem anderen zumindest nicht mehr direkt in die Augen sehen, was total unangenehm war.
      "Hör auf mich zu ärgern...", nuschelte er fast kaum hörbar. Er wollte fordernd und entschlossen wirken, erzielte allerdings mit seiner Gesichtsfarbe und seinem sonstigen Verhalten genau das Gegenteil. Er wirkte unsicher, verlegen und geradezu verletzt. Wieso mussten ihm seine Gefühle nur immer direkt ins Gesicht geschrieben stehen? Er wusste, dass er vermutlich jedes Pokerspiel in seinem Leben verlieren würde und nicht einmal ansatzweise eine Chance als Schauspieler hatte, dennoch wünschte er sich ein bisschen mehr Beherrschung von sich selbst.
      Um sich nicht weiter mit dem Thema beschäftigen zu müssen und sich ablenken zu können, wandte sich der junge Fußballer wieder seiner Tasche zu und öffnete deren Reißverschluss, ehe er das schwarze Plastik entdeckte, welches ihn ein Lächeln auf die Lippen zauberte und ihn das eben geschehene schon fast vergessen ließ.
      Behutsam packte er zuerst sein neustes Playstation Modell aus, anschließend seine Xbox, seine Wii und für den Nostalgiker in ihm, den Gamecube aus. Sobald er sie auf dem Bett nebeneinander gestellt hatte, ließ er seinen Blick freudig durch den Raum schweifen, ehe sein Lächeln gefror und ihm Schock ins Gesicht geschrieben stand.
      "Wo ist der Fernseher?", fragte er fast verzweifelt, wobei er dabei eher einem kleinen Kind glich, welchem kurz zuvor mit einem Lolli vor der Nase herumgewedelt wurde und welches schließlich nur einen Teller mit Blumenkohl zum Mittagessen bekam.
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    • Es wäre gemein zu behaupten, dass mich das ganze schrecklich amüsiert. Ach, ich gehöre sowieso nicht gerade zu den freundlichen Menschen - es amüsiert mich gerade zu königlich!
      Der Prinzessin die Schamesröte ins Gesicht zu treiben, wird glaube ich ein neues Hobby von mir werden.
      Bei seiner Reaktion legte ich den Kopf allerdings etwas schief, er verschränkte seine Arme vor der Brust wie ein Mädchen und blickte mich an als hätte man ihm gerade erst verraten, das der Weihnachtsmann lediglich in schlechten Pornos existiert.
      So reagiert doch kein Kerl, wenn er sich angegriffen fühlt,oder? Wenn mir jemand dumm kommt, trete ich demjenigen meistens ins Gesicht mit voller Schuhgröße versteht sich.
      Und meine Prinzessin will wirklich Fußball spielen? Wie sieht das dann aus?
      Der fliegt doch samt Ball über das Tor. Das war amtlich ein Fußballspiel überlegt der Kleine doch gar nicht, außer er rennt wie ein Wiesel und wird übersehen.
      Soll ich mir nun Sorgen machen oder ihn mir als Wiesel vorstellen?
      Grinsend vernahm ich seine Aussage und blickte ihn frech an.
      " So zeige ich meine Zuneigung." neckte ich ihn und entschied mich dann doch lieber meine Sachen auszupacken, sonst würde ich damit bis heute Abend nicht fertig.
      Ich blickte zu meinem wirklich großen Koffer und stelle gerade fest, dass ich in diesem Punkt wohl weibischer bin als er. Wieso hat die Prinzessin nur eine kleine Tasche bei sich?
      Da fühle ich mich irgendwie in meiner Männlichkeit verletzt. Mein Bruder zieht mich oft damit auf, dass ich Ewigkeiten im Bad verbringe, aber hey meine Haarpracht sieht nicht morgens nach dem Aufstehen schon so gut aus.
      Ich hatte damit begonnen den Reißverschluss meines Koffers zu öffnen und gedanklich zu sortieren ob ich auch wirklich alle mir wichtigen Kleidungsstücke zusammen hatte, als ich ein fast schon herzzereisendes Wimmern vernahm.
      Nun gut, es war kein Wimmern aber als ich sah wie der Junge oder was auch immer er nun ist, nach einem Fernseher Ausschauh hielt, erinnerte mich das stark an einen kleinen Hundewelpen dem man das Futter weggenommen hatte.
      Ich blickte an ihm vorbei und erkannte ein Arsenal an Videokonsolen, zu der er sicherlich einen so großen Videospielstapel besaß, wie groß er selbst war.
      Was sollte ich jetzt dazu bitte sagen? Verwirrt fuhr ich mir durch mein helles Haar und seufzte leicht.
      " Was erwartest du den Prinzessin? Das ist ein Sportinternat, ich bezweifle das du hier eine Highspeed Surround Anlage findest."
      Während ich aus dem Augenwinkel sehen konnte wie bemitleidenswert er seine Konsolen betrachtete, hatte ich es mir zur Aufgabe gemacht, meinen Schrank mit meinen Klamotten einzurichten.
      Das wir an dieser Schule an eine Schuluniform gebunden waren, schmeckte mir gar nicht.


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    • Es war offensichtlich, dass David sich an dem Unglück seines Mitbewohners weidete, doch dem schenkte Alex tatsächlich vorerst keine Beachtung. Sollte er sich och freuen, Alex hatte schließlich soeben die Hölle kennengelernt und befürchtete fast, dass sein Ticket in den Videospiele-Himmel schon vor einiger Zeit abgelaufen war. Das konnte doch nicht den ihr verdammter Ernst sein! Wer hatte denn heutzutage keinen normalen Fernseher?
      Leise murmelte der Blonde einige Flüche, die allerdings nicht sehr überzeugend schienen, und verstaute seine geliebten Babys vorerst unter seinem Bett, wo ihnen nichts geschehen konnte... außer sein Bett würde plötzlich unter seinem Gesicht zusammenbrechen.
      Schnell gesellten sich drei hohe Stapel an unterschiedlichsten Videospielen dem hinzu, ehe mehr als die Hälfte der Reisetasche leer war. Dass Alexander beim Packen von geeigneten Videospielen weitaus mehr Zeit investiert hatte, war zu dem Zeitpunkt klar, als er ebenfalls seine Klamotten in den Kleiderschrank enordnete und diese nur halb so viel Platz einnahmen, wie jene seinen großen Zimmergenossens. Vielleicht hätte er doch an manchen Ecken effizienter denken sollen... dennoch konnte er zur Not immer noch neue Sachen einkaufen gehen und in der Schule trug man sowieso eine Uniform.
      Gerade bei diesem Gedanken, fiel sein Blick auf die blau-schwarze Uniform mit dem Wappen des Internats auf der Brust. Sie war schlicht gehalten, schien aber trotzdem nicht gerade billig gewesen zu sein.
      Alexander nahm seine Uniform, die um einiges kleiner war, als die von David, vom Kleiderbügel und verschwand dann damit ins Bad. Ihm war es unangenehm sich vor anderen umzuziehen, wenngleich er auch nicht viel anders als andere war. Er war schlank, hatte eine schmale Hüfte, allerdings nicht sehr breite Schultern und die Körperbehaarung ließ im endeffekt auch noch auf sich warten.
      Schnell wechselte er die Kleidung und kehrte schließlich ins Zimmer zurück, wobei er nicht wirklich glücklich an dem Kleidungsstück herumzupfte. Er begann die Ärmel, die ihm trotzdem ein Stück zu lang waren, bis auf Ellebogenhöhe hochzukrempeln und knöpfte das Hemd bis ganz oben zu, sodass er nur wenig nackte Haut im Brustbereich zeigte.
      Dann betrachtete er sich etwas kritisch im Spiegel. So richtig männlich fühlte er sich darin nicht unbedingt, da er im Endeffekt, doch eher wie ein kleines Kind in einem viel zu großen Shirt aussah. Mehr als nur unvorteilhaft!
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    • Offensichtlich hatte ich mich gerade ziemlich unbeliebt gemacht, es kam nicht mal ein kleinlautes Kommentar seitens meiner neuen königlichen Gesellschaft.
      Naja sei es drum, das würde mich nicht daran hindern, etwas mehr über unser Sensibelchen herauszufinden.
      Allerdings hatte ich gerade bei weitem ein viel größeres Problem - Der Schrank ist zu klein.
      " Ist doch nicht ihr fucking Ernst." murmelte ich genervt vor mich hin und versuchte eine andere Position für meine Klamotten zu finden. Das wird ein großes Stück Arbeit werden, dabei bin ich wenn es nicht gerade um Sport und Musik geht, ein ziemlich bequemer Mensch.
      Während Alex seine Videospiele stapelte, von dem ich mir sicher bin, dass er darunter begraben wird, stand ich mit verschränkten Armen vor dem Schrank und erklärte diesem gedanklich den Krieg.
      Gut, das lässt sich sicher logisch und strategisch lösen.
      Ich seufzte leise und räumte daher nochmal alles komplett aus, nur um es nochmal neu einzuräumen. Ich fühle mich langsam wie bei Tetris, wenn noch jemand die Melodie summt, erschlage ich denjenigen.
      Gerade wollte ich triumphierend mein Werk begutachten, als mir auffiel das mein Mitbewohner verschwunden ist.
      Wurde er doch von seinen Videospielen erschlagen? Nein, der Stapel stand noch akkurat und nach Alphabeth sortiert wo er bereits vor einigen Minuten ebenfalls war.
      Hatte ich ihn etwa doch so verletzt, das er sich aus dem Fenster geschmissen hat?
      Oder ist er so rot angelaufen das er abgehoben ist und irgendwo im Schuldach steckte?
      Etwas amüsiert über den Gedanken blickte ich tatsächlich zur Zimmerdecke.
      Mein Blick fiel danach allerdings auf die Uhr, ich war spät dran.
      Es stand noch so eine lästige Willkommensfeier für die Neulinge an, offenbar gab es davon mehr als gedacht. Ich mochte Reden nicht. Meistens hatten die Leute eine so eintönige Stimme, das ich im stehen einschlief oder das Microfron ist falsch eingestellt und die ersten Fensterscheiben gehen zu Bruch.
      Seufzend gab ich meinem Ego einfach mal einen Tritt und fischte besagte Schuluniform heraus.
      Nun mit der schwarzen Hose konnte ich mich anfreunden, der Rest lies allerdings zu wünschen übrig.
      Gerade hatte ich mir mein schwarzes Shirt über den Kopf gezogen, als ich eine Türe hörte und zum Badezimmer blickte.
      Da stand meine Prinzessin höchstpersönlich im Cocktail-Tomaten-Look. Na offensichtlich war sie doch nicht im Schuldach stecken geblieben, wen sie aber weiter so rot wird ist das nur noch eine Frage der Zeit.


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    • Nachdem Alex noch einige Zeit vor dem Spiegel im Badezimmer stand, seine Krawatte etwas lockerte und versuchte seine Haare etwas zu schlichten, die allerdings widerstrebig sich dagegen wehrten, verließ er das kleine Badezimmer, welches eine Toilette, eine Dusche mit Regenduschkopf und ein simples Waschbecken beinhaltete, wieder.
      Natürlich verließ er genau zu dem Zeitpunkt das Bad, in dem sich David umzog und Alexander einen kurzen Blick auf dessen Oberkörper werfen konnte. Seine Röte war bis jetzt noch nicht aus seinem Gesicht verschwunden und aus einem bestimmten Grund glaubte er auch nicht, dass das so schnell geschehen würde, schließlich war es alles andere als passend, wenn man jemandem beim Umziehen zusah, ob nun Frau oder Mann.
      Er wandte sein Gesicht ab und ging an dem anderen vorbei, geradewegs zu seinem Bett, blieb allerdings überrascht vor dem Kleiderschrank stehen und warf David einen geradezu schockierten Blick zu. "Das sind alles deine Klamotten? So viel besitzt meine kleine Schwester und die geht fast jedes Wochenende shoppen... Wofür brauchst du so viel, wir haben doch sowieso eine Schuluniform und unsere Sportkleidung wird schließlich auch von der Schule gestellt..."
      Leicht kopfschüttelnd schlenderte der kleine Blonde zurück zu seinem Bett, wo er noch ein paar letzte Sachen aus seiner Reisetasche nahm, die er in einer Kommode verstaute. Sein Blick glitt zur Uhr, die elf Uhr morgens anzeigte und Alex in diesem Moment nur bewusst machte, wie früh er eigentlich aufgestanden war. Er musste gestehen, er war eher der Morgenmuffel und dafür eine absolute Nachteule. Allerdings ging so sein Plan von ausreichendem Schlaf nie aus. Schließlich musste er schon immer für Fußball früh morgens aus dem Bett und zockte Abends dann mindestens bis zwei Uhr. Und das würde sich hier kaum ändern, abgesehen davon dass ihm ohne Fernseher nun den ganzen Abend über langweilig sein würde.
      Entschlossen und nun zum Glück nicht mehr ganz so rot, wandte sich der Kleine dann erneut seinem Mitbewohner zu und schenkte ihm ein herzliches Lächeln.
      "Wann war noch gleich die Einführungsveranstaltung... und meinst du wir können uns vorher hier noch etwas umsehen? Ich bin total gespannt!" Leicht hibbelig wippte er auf und ab, während er auf eine Antwort wartete.
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    • Alex war ein schräges Wesen, irgendwie wurde ich aus ihm nicht schlau und das machte mich rasend.
      Allerdings versuchte ich fürs erste meinen Drang herauszufinden worum es sich eigentlich bei meinem Mitbewohner handelte zu unterdrücken und versuchte erstmal den Akt mit der Schulkleidung hinter mich zu bringen.
      Während langsam die Röte aus seinem Gesicht verschwand, was ich zugegebenermaßen echt schade fand, hatte ich mein Shirt verstaut und mich daran gemacht mir das weiße Hemd anzuziehen.
      Den ersten Knopf lies ich offen, ich mochte es nicht wenn einen das Hemd irgendwann ersticken lässt.
      Danach hatte ich mir das blaue Jacket übergestreift, das ich offen lies und da ich kein Kravattenmensch war, lies ich diese demonstrativ weg.
      Als ich diese allerdings verstauen wollte, wo sie niemand findet blieb ich etwas verwirrt vor einem noch viel verwirrteren Alex stehen, den ich fast über den Haufen gelaufen hätte so wie der da vor meinem Kleiderschrank stand.
      Etwas murrend vernahm ich seine Worte " Und? Denkst du etwa ich befinde mich nur in der Schule und sonst nirgendwo?"
      Hatte ich jetzt neben einem kleinen Welpen auch noch die Unschuld vom Lande im Zimmer? Der Kerl konnte mir doch nicht allen ernstes damit sagen wollen, das er die Schule und das Schulgelände nicht verlassen würde?
      Klar verstärkt man sich hier gezielt auf den Sport, aber wenn ich nicht mal etwas Abstand davon bekomme in dem ich mir mal den Ort ansehe, wo ich hier eigentlich bin, werde ich ja irgendwann irre. Außerdem bevorzuge ich es nicht unbedingt ständig mit der Schulkleidung herumzuhängen und bei Sportklamotten bin ich sehr eigen, was wenn mir die Sachen nicht gefallen? Dann stehe ich da ohne Absicherung, nicht mit mir Freunde, ich habe schon immer meinen Kopf durchgesetzt und das würde auch so bleiben.
      Nachdem mir also das Blondchen zu verstehen gab, das ich offiziel von einem anderen Planeten stammte, hatte sich seine Laune schlagartig geändert und er strahlte mich wieder an.
      Meine Güte heller als jeder Scheinwerfer.
      " Die Einführung ist demnächst, wir sind spät dran." murmelte ich und begab mich Richtung Türe.
      Ich hatte mich heute entschlossen nur Teilzeit-Fies zu sein und drehte mich daher nochmal zu ihm.
      " Wir schauen uns danach alles an."


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    • "Behandele mich nicht als wäre ich blöd. Ich war bloß überrascht, weil ich noch nie bei einem Kerl so viele Klamotten gesehen habe. Allerdings werde ich mir auch nicht anmaßen über andere Menschen zu urteilen...", murmelte er schmollend und schloss den Kleiderschrank, was mit Davids Klamotten darin alles andere als leicht war. Hatte der Größere etwa kurz zuvor ein Bekleidungsgeschäft ausgeraubt dessen Beute er nun hier versteckte? Alexander nahm sich vor bei Gelegenheit den Kleiderschrank mal zu durchsuchen und sich die Klamotten von seinem Mitbewohner intensiver anzusehen. Irgendwie beschlich ihn das Gefühl, dass David irgendwo tief in seinem Kleiderhaufen begraben ein Kleidungsstück besaß, welches im ersten Moment alles andere als zu ihm passte. Vielleicht etwas buntes? Oder irgendeine Tracht? Er musste doch was interessantes mit dabei haben...
      Unwillkürlich öffnete Alex überrascht den Mund, als der andere ihn darüber aufklärte, dass sie eigentlich schon spät dran seien. Hätte er das gewusst dann...
      "Ja, wir müssen los, sofort!", murmelte er beinahe panisch, griff eher unbedacht nach Davids Ärmel und zog ihn mit sich aus dem Raum direkt in den Gang, wo er feststellte dass er absolut keine Ahnung hatte wohin sie eigentlich mussten. Warum musste das auch am ersten Tag geschehen? Er hasste es selbst unpünktlich zu sein und gerade die Einführungsveranstaltung war sicher extrem wichtig. Was, wenn jemand registrierte, dass sie zu spät kamen? Was, wenn sie bereits Nachsitzen müssten oder noch schlimmer... wenn sie einen verweis bekämen?
      Seine Gedanken wirbelten wild in seinem Kopf umher, während sich Panik in seinem Gesicht widerspiegelte. Wo zur Hölle mussten sie nur lang?
      Hilfesuchend und beinahe flehentlich blickte der Kleine zu David auf, in der Hoffnung, dass dieser ruhig blieb und ihm den richtigen Weg wies.
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    • " Von Blöd war nie die Rede, das hast du behauptet." grinste ich etwas neckend und tippte ihm gegen die Stirn.
      Schon etwas stolz über meine geleistete Arbeit bezüglich des Kleiderschrankes blickte ich zu besagtem Bucheholz-Objekt, ehe mir schlagartig bewusst wurde, dass wir uns diesen teilten.
      Häh? Wo gab es denn sowas, das man sich Kleiderschränke teilen musste? Das ist eine Privatschule, da bin ich deutlich von mehr Luxus ausgegangen.
      Allein das Zimmer war eine Einöde, die dringend einen Hauch mehr David gebrauchen konnte. Naja ich werde es mir hier schon wohnlich machen. Während Blondchen sich etwas mit dem schließen seiner Schrankseite abplagte, blickte ich etwas besorgt zu meiner Gitarrentasche.
      Ich mochte es nicht mein Baby hier alleine in diesem tristen Zimmer zu lassen. Ich glaube von all meinen Habseligkeiten war mir meine Gitarre mit Abstand das wichtigste, was ich dabei hatte.
      Ich hoffte demnach das Alex kein absoluter Musikbanause war und kein Theater machte, wenn ich heute Abend etwas spielte, aber selbst wenn? Was interessierte es denn mich?
      Immerhin beherbergte er hier ein halbes Casino und es stört mich nicht - ich denke wir sind quit.
      Als ich mir den Weg zur Tür gebahnt hatte und den geschockten Gesichtsausdruck meines Gegenübers sah, wollte ich gerade etwas äußern, ehe ich am Arm gepackt und mitgezogen wurde.
      Überrascht blickte ich Alex. Wie kommt es das er mit solchen Streichholzärmchen bitte so eine Kraft hatte? Zugegeben ich bin beeindruckt.
      Das Mimikspiel seinerseits erläuterte mir allerdings nur allzu gut, das er gerade absolute Panik schob zu spät zu kommen.
      Du meine Güte, dass kann ja was werden. Was passiert wenn der Junge dann mal eine schlechte Note schreibt? Muss ich mir dann Sorgen machen, das wenn ich in mein Zimmer komme ihn irgendwo aufgehängt wieder finde?
      Schnell schob ich diesen beunruhigenden Gedanken bei Seite und seufzte.
      " Nun komm mal wieder runter." gelassen schob ich meine Hände in die Hosentaschen und ging den meiner Meinung nach viel zu dreckigen Schulflur entlang. Sah aus als wäre das Rugby-Team hier durchgerannt.
      " Wir sind immerhin nicht die einzigen Schüler, ich glaube so berrühmt sind wir noch nicht, das wir gleich auffallen. Wenn der Rektor genauso eine Schlaftablette wie der Orientierungstyp ist, blickt er wahrscheinlich nicht mal ob das Microfron an ist oder nicht." Gemütlich machte ich mich daher auf den Weg und schlenderte die Treppen hinunter zum Foryee und dann Richtung einer Sporthalle, was keine Sporthalle war sondern gerade für Schülerversammlungen ausgelegt.
      Immerhin riesig und hellbeleuchtet das Ding.
      Natürlich war es ganz wie ich mir gedacht hatte. Eine Pseudobühne war errichtet worden, dahinter die Flagge der Schule - ich fühle mich wie in einer Sekte.
      Besagte Flagge war dunkel blau mit einem goldenen Falkenlogo das wir auch als Wappen auf dem Jacket trugen. Erinnerte mich irgendwie an einen Abklatsch von die Tribute von Panem.
      Besagter Rektor traf ebenfalls voll ins Schwarze mit meinen Erwartungen, ziemlich gemächlicher Typ, sah aus als hätte er drei Tage nicht geschlafen und plapperte irgendetwas vonwegen: Willkommen und Sport und bla bla bla.
      Es hatten sich wirklich zahlreiche Schüler versammelt und daher fiel es nicht sonderlich auf, dass wir uns hineingeschlichen hatten.
      Neben dem verpennten Direktor befand sich allerdings ein sehr großer Mann mit finster Minie und stechenden Augen.
      Sah aus wie ein Psychokiller der Kerl. Ich habe das ungute Gefühl, dass es mit dem Typen noch Ärger geben wird.
      Wir hatten uns zwischen ein paar Schüler eingereiht und während ich leise gähnte und den Großteil des Gesprächs ausblendete, begann ich erstmal meine Mitschüler zu mustern.
      Liefen ganz schön schräge Vögel hier rum.


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    • Zu seiner Erleichterung blieb David im Gegensatz zu seinem neuen Mitbewohner vollkommen ruhig und gelassen und scherte sich kein bisschen um die Panikschieberei des anderen. Mit den Händen in den Hosentaschen vergraben schlenderte dieser einfach zielstrebig vorneweg und nach einem kurzen Moment der Verwunderung, rannte Alex ihm schließlich hinterher. "Hey, warte auf mich!"
      Nachdem die beiden durch mehrere Gänge gelaufen waren, erreichten sie schließlich eine umgebaute Turnhalle in der bereits viele Schüler versammelt waren und eine recht monotone Stimme über dem Saal hing. Alexander war absolut klar, dass er alleine diesen Saal nie und nimmer gefunden hatte, weshalb er David irgendwie auch im Stillen dankte, dass dieser bei ihm war und ihn nicht alleine gelassen hatte. Nun... Alex hatte ihm auch gar keine Chance gelassen ihn alleine zu lassen.
      Die beiden schoben sich etwas durch die Massen, ehe sie schließlich stehen blieben und tatsächlich hatte David recht. Niemand kümmerte es dass sie zu spät gekommen waren. Stattdessen blickte Alex in viele müde Gesichter, die angestrengt Gähnlaute und Seufzer unterdrückten. Auch der große Basketballer neben ihm schien sich diesem Kult anzuschließen und betrachtete lieber seine Mitschüler, als sich um irgendeine Rede zu kümmern, der sowieso keiner zuhörte.
      Alexander wollte sich gerade wieder auf den Direktor konzentrieren, da zuckte er unweigerlich zusammen, bei der Berührung von jemandem hinter ihm an seiner Hüfte. Schockiert drehte sich der kleine Blonde um, nur um in ein bekanntes breit grinsendes Gesicht eines gebräunten Typen zu sehen, dessen kinnlange Haare hauptsächlich schwarz waren, aber an den Spitzen sowohl grüne, blaue als auch pinke Strähnen besaßen. Er war von der Körpergröße her David ebenbürtig, glich ihm aber ansonsten mit seinen leuchtend grünen Augen nicht einmal ansatzweise.
      "Lloyd... was machst du hier...?", murrte der kleine Blonde überrascht und musterte den bunten Kerl verwirrt, der noch immer ein breites Grinsen auf den Lippen hatte und nun knapp David musterte, ehe er sich wieder Alex zuwandte.
      "Schon vergessen? Ich bin hier auch Schüler..." Alexander verdrehte die Augen und blickte ihn beinahe wie ein kleines bockiges Kind an. "Natürlich weiß ich dass du hier auch Schüler bist... aber was machst du hier? Du bist kein Anfänger mehr und gehst schließlich schon seit einem Jahr an diese Schule. Was machst du in dieser Versammlung?" Alex's Blick wurde tadelnder, allerdings nicht für lange, als er erkannte dass der Junge mit dem bunten Schopf sowieso keine ordentliche Antwort geben würde. "Naja was soll's. Lloyd... das hier ist David, mein Mitbewohner.", stellte er diesen knapp vor und Lloyds Blick wanderte diesmal länger über David und bleib ihm hängen, ehe er ihm die Hand hinhielt und lächelte.
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    • Die Schüler hier waren allesamt ein total schräger Haufen, manche sahen eigentlich ganz cool aus, andere wieder gruselig. Ich denke mal Langeweile kommt da nicht so leicht auf.
      Soviele Neulinge? Den meisten konnte man ansehen, welche Sportart sie betrieben.
      Ingesamt gab es auf dieser Schule 8 vertretene Sportklassen, was auch die Größe dieser Schule beweist und obwohl sie so groß und reichlich besucht war, war es nicht gerade einfach dort aufgenommen zu werden. Der Sportaufnahmetest war nicht ohne und die Prüfer nichts für schwache Nerven. Zumindestens nicht der Basketballprüfer, wie es bei den anderen aussah wusste ich nicht, aber der Mann war der blanke Horror, erinnerte mich stark an meinen Führerscheinprüfer damals nur militärischer.
      Alle Sportklassen habe ich gerade nicht im Kopf, aber ich weiß das hier sehr talentierte Basketballer, Fußballer, Vollyballspieler und auch Kampfsportler herkamen und diese Schule im Lebenslauf stehen zu haben öffnet viele Türen.
      Während ich mir ein erneutes Gähnen verkneifte, wurde ich aus meiner Schülermusterung gekonnt gerissen, als wir plötzlichen Besuch bekamen.
      Irgendein Vogel kannte wohl unser Prinzesschen und nicht nur ich schaute demnach ziemlich irritiert nach hinten. Einige hatten sich ebenfall umgedreht, mit verschiedenen Reaktionen. Von Grinsen bis Kopfschütteln war alles dabei.
      Ich musterte besagten Störenfried, wen haben wir da? Einen getoasteten Kanarienvogel - jetzt habe ich wirklich alles gesehen.
      Offenbar konnte das Blondchen den Kerl nicht sonderlich schmecken und ich wurde auch dezent in das Gespräch eingeladen - ob ich nun wollte oder nicht.
      Von der Größe her, war der Kerl etwas größer als ich und demnach viel größer als mein kleines Zimmerkaninchen Alex.
      Höfflich war er ja und hielt mir die Hand hin, ehe er sich knapp vorstellte.
      Llyod also? Entweder ich werde den Kerl mögen oder hassen, desen bin ich mir noch nicht ganz sicher.
      Da ich mal nicht so sein wollte, gab ich mich geschlagen und reichte ihm ebenfalls die Hand und ringte mir sogar ein recht freundliches "Hallo" ab.


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    • Für einige weitere Momente blieb Lloyds Blick auf David liegen, ehe er diesen wieder links liegen ließ und leicht das Gesicht verzog, da Alex ihm wieder den Rücken zugekehrt hatte. "Du kannst auch sagen wenn ich gehen soll...", murmelte dieser fast noch kindischer als der kleine Blonde und verschränkte seine Arme vor der Brust. Ohne ihn dabei anzusehen, nickte Alexander nur kalt. "In Ordnung, dann verschwinde."
      Offenbar hatte der bunte Vogel nicht unbedingt mit der Reaktion gerechnet, weil er erst seinen Mund aufmachte, diesen dann aber wieder schloss und sich umdrehte. "Ich besuche dich später, keine Sorge.", meinte dieser dann nur noch übertrieben fröhlich, wuschelte dem kleinen Blonden durch die Haare und bahnte sich wieder einen Weg durch die Massen zum Ausgang.
      Alex blieb mit einem finsteren Blick zurück und begann schließlich seine wirren Haare wieder etwas zu richten. "Lloyd ist nicht gerade... einfach.", murmelte er entschuldigend David zu und gab bald darauf auf, seine Frisur zu richten, es hatte sowieso keinen Sinn. Egal was er machte, sie waren einfach nur widerspenstig.
      Die anderen Schüler, deren Aufmerksamkeit auf den bunten Vogel und den kleinen Blonden gefallen waren, wandte sich langsam wieder ab und konzentrierten sich auf die Bühne, als der Direktor seine Rede beendete und ein anderer Lehrer, den Alex auf Mitte dreißig schätzte, betrat die Bühne mit einem überaus freundlichen Lächeln und hieß die Schüler auch noch einmal mit einem nicht ganz so monotonen Tonfall willkommen.
      Augenblicklich erkannte Alexander ihn als den Fußball-Prüfer und vermutlich seinen neuen Lehrer und war beinahe erleichtert, dass dieser durchaus nett erschien.
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    • Ich hasse ihn.
      Gut Kategorie gefunden. Ich entscheide meistens nach den ersten 5 Minuten ob ich einen Menschen leiden kann, ihn geil finde oder einfach nur zum kotzen. Besagter Llyod gehörte in die letzte Kategorie - finde ihn dähmlich. Thema erledigt.
      Demnach fand ich es äußerst amüsant zu sehen, wie kratzbürstig der Blonde werden konnte und das gefiehl mir ganz gut. Vielleicht war er ja doch nicht so unschuldig, wie er tat?
      Nachdem er den Vogel auch wirklich sehr gekonnt abgewiesen hatte, grinse ich ihn annerkennend an.
      " Nicht einfach,mh?" kam es dann von mir, ehe ich wieder gelangweilt nach vorne seh.
      "Meiner Meinung nach ist der Typ einfach nur bescheuert. Hat er dir was getan oder so?" fragte ich dann doch nach. Eigentlich interessiert mich die Geschichte anderer Leute ungefähr soviel wie Logarithmen, also absolut gar nicht, aber jetzt war ich doch neugierig was Alex zu erzählen hatte.
      Er schien auch über die Bekanntmachung das wir ihn bald zu Besuch haben werden alles andere als erfreut zu sein, weshalb ich ihn sogar ungelogen in dem Punkt berruhigen konnte.
      " Keine Sorge, immerhin teilen wir ein Zimmer." Das sollte indirekt heißen: Wenn der Kerle es wagt aufzukreuzen knutscht er die Türe und meinen Schuh.
      Etwas amüsiert fiel mein Blick dann zur Frisur meines erkorenen Mitbewohners.
      " Du siehst aus wie ein Sofakissen Prinzessin." scherzte ich und blickte dann grinsend nach vorne, wo sich der nächste Mensch die Ehre gab und munter vor sich hinredete.
      Wenn man mich jetzt fragen würde, über was die Leute da vorne gesprochen hatten, würde ich es nicht beantworten können. Ich glaube ich habe ab dem ´Herzlich Willkommen´ komplett abgeschalten.


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    • Alex hatte nicht wirklich damit gerechnet, dass David überhaupt reagierte, umso überraschter blickte er den Kerl neben sich an, mit großen kugelrunden haselnußbraunen Augen und schüttelte beinahe träge seinen Kopf. "Ob er mir was getan hat? Was? Nein. Er ist seit dem Kindergarten so etwas wie mein bester Freund. Er mage es einfach nur mich zu ärgern, mehr nicht."
      Hatte er wirklich so gewirkt, als ob er Lloyd hasste? Er war übertrieben fröhlich, meistens geradezu nervig und liebte es den kleinen blonden wie ein zierliches kleines Mädchen zu behandeln, nichtsdestotrotz waren sie schon seit Jahren sehr gut befreundet, wenngleich sie einen kleinen Alters- und einen großen Körpergrößenunterschied hatten. Als sie kleiner waren, hatte Lloyd sich sogar einen Spaß daraus gemacht jedem weißzumachen dass Alex eigentlich ein Mädchen war, was die anderen ihm traurigerweise augenblicklich glaubten und jede Wiederlegung von sich schoben.
      "Er ist in Ordnung, nur halt anstrengend und ein wenig hyperaktiv.", murmelte er schließlich und kratzte sich dabei leicht verlegen am Kopf, da Lloyd schon zuweilen sehr peinlich sein konnte und ihn nun in eine unangenehme Situation gebracht hatte. Ihm war es beinahe peinlich nach diesem Verhalten seines Freundes zugeben zu müssen, dass die beiden befreundet waren.
      Schließlich scherzte David auch noch wegen Alex' Frisur, was ihn nur noch verzweifelter erscheinen ließ. "Lass mich in Ruhe... ich kann nichts für meine Haare.", schmollte er leise und blickte geradezu peinlich berührt zur Seite.
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    • Der beste Freund? Nicht sein verdammter Ernst?! Das heißt ich muss diesen hyperaktiven Kanarienvogel wirklich öfter ertragen, weil sie eben befreundet sind?
      Was habe ich dieser Welt eigentlich getan? Nun zugegeben ich bin ein echter Arsch, aber das hatte ich nun wirklich nicht verdient. Ich sehe es schon bildlich vor mir, wie die beiden Spinner im Zimmer das zocken anfangen, Pyjamapartys schmeißen und von ihren ersten Küssen erzählen...Oh Gott bitte erschießt mich doch einer. Ich wusste nicht was ich dazu sagen sollte, das überforderte mich gerade doch etwas, weil ich mit allem gerechnet hätte,ich hatte sogar schon Exfreund im Hinterkopf, aber das es der beste Freund war, das war mir zuviel.
      Ich meine wenn ich so an meinen besten Freund denke....
      Gedanklich hatte ich ein Bild von Matt mit seiner Sunnyboyfrisur und dem charmanten Lächeln im Kopf, wie er Weiber aufreiste.
      " Ja...anstregend wird das richtige Wort sein."murmelte ich daher und fuhr mir etwas durchs Haar. Ich hatte das dringende Bedürfnis eine zu Rauchen.
      Ich versuche schon seit knapp 2 Jahren mir das Rauchen abzugewöhnen, aber ich bekomm es irgendwie nicht los. Ein Laster braucht jeder Mensch, nicht wahr? Aber Rauchen als Sportler ist zwar möglich, aber nicht gerade berauschend. Meine Kondition war deswegen nicht schlecht, im Gegenteil aber wenn ich mal krank war mit der Raucherlunge, war das der blanke Horror.
      Verzweifelt versuchte Alex seine Haare neben mir zu bändigen und ich hatte die Befürchtung er fängt mir wegen meinem Kommentar noch an zu weinen. Gar nicht gut, ich kann mit Tränen nicht gut umgehen. Matt sagt immer, ich bin ungefähr so einfühlsam wie ein Kühlschrank und verständnisvoll wie eine Abrissbirne, aber er liebe mich trotzdem.
      Na das waren ja Aussichten.
      "Nun schmoll doch nicht Prinzessin, du bist ein hübsches Sofakissen."


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