Let's play.... Graveyard Keeper!

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  • Willkommen zu Graveyard Keeper, dem etwas anderen Stardew Valley!


    Ich mach's mal ganz kurz: Ihr erleidetet einen Unfall. Ihr wolltet eigentlich nur nach Hause und nichts ahnend geratet ihr in einen Unfall, bei dem ziemlich schnell das Licht ausgeht.
    Doch anstelle einfach ins Jenseits zu fahren, findet ihr euch plötzlich in einer euch fremden Welt vor. Nichts ahnend versucht ihr euch erst einmal zu orientieren, was hier passiert ist. Sehr schnell bekommt ihr Hilfe: Und zwar von Gerry, einem sprechenden, schwebendem Schädel. Dieser glaubt euch eure Geschichte, dass ihr aus einer anderen Welt kommt und nur dahin zurück wollt. Gerry macht euch klar, dass ihr in einer mittelalterlichen Welt gestrandet und der Ersatz des Friedhofwärters seid.
    Darin besteht dann auch schon eure Aufgabe: Bringt Gerry dazu euch zu sagen, wie es wieder nach Hause geht. Denn der stoische Schädel scheint mehr oder weniger absichtlich unter Amnesie zu leiden und kann sich manchmal nur dank eines guten Bieres an Fetzen erinnern.
    Das bedeutet aber auch, dass ihr euer Leben in dieser anderen Welt führen müsst, bis ihr einen Ausweg findet. Dazu müsst ihr euch mit den Bewohnern des angrenzendes Dorfes anfreunden und ihnen das ein oder andere Detail entlocken. Selbstverständlich geht das nicht ohne einen Gefallen von sich. So müsst ihr zu Beginn beispielsweise mit dem Besitzer der Taverne verhandeln. Er gibt euch Infos, wenn ihr die Siedlung mit Nahrung, vor allem Fleisch, versorgt.
    Kein Problem. Ihr habt schließlich ein Farmerhaus mit angrenzender Kapelle. Genau da kommt dann der erste Aspekt des Spiels zum tragen, der es so witzig macht.



    Zwar ist der Gedanke, Leichen zu verbuddeln, befremdlich, doch eure Tarnung darf ja nicht auffliegen. Sonst werdet ihr vielleicht sogar als Hexer abgestempelt und landet auf dem Scheiterhaufen, der zur Unterhaltung der Leute jedes Wochenende angezündet wird.
    Also erklärt euch Gerry, dass regelmäßig Leichen gebracht werden, die ihr vorbereiten und zu Grabe tragen müsst. Dafür habt ihr sogar eine eigene Leichenhalle, die zu Beginn super sparodisch eingerichtet ist und nur eine Pritsche zum Vorbereiten hat.

    Da kommt Gerry eine wunderbare Idee - Es wäre doch viel zu schade, das Fleisch der Leichen einfach so vergammeln zu lassen. Er schlägt vor, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und aus dem Leichenfleisch einfach schön verpacktes Fleisch an die Taverne zu verkaufen. Nach hin und her ringt ihr euch ein Ja ab und liefert das erste Päckchen Fleisch ab. Zur allgemeinen Verwunderung schlägt das ein wie eine Bombe - verwundert ja auch nicht, wenn die Menschen sich kein anderes Fleisch leisten können. Ihr bekommt sogar noch Lob, wie toll es gerade als Burger schmeckt... Na wohl bekommt's.
    Das Spiel zeigt eine sehr subtile und trockene Form des Humors, der die Gegebenheiten eher witzig als makaber darstellt. Ein wunderbares Beispiel hierfür ist auch der Esel, der euch mit einem Karrem mit Leichen versorgt. Das gute Tier spricht allerdings und beschwert sich bei euch über alles mögliche. Sogar bis zu dem Punkt, wo er nur noch gegen Bezahlung euch Leichen bringt. Und da eurer Geschäft auf Leichen aufbaut, könnt ihr es ihm nicht verwehren und bezahlt ihn mit seinem gewünschten Lohn - natürlich Karotten.


    Bestimmt ist euch schon oben links die Anzeige aufgefallen. Wie auch Stardew Valley folgt Graveyard Keeper einem Wochenverlauf und besitzt einen Tag-/Nachtwechsel, der sich auf die anzutreffenden Charaktere auswirkt. Allerdings gibt es keinen Montag, Dienstag, usw, sondern die Tage sind in den sieben Todsünden angegeben. Je nach Tag könnt ihr eine der folgenden Personen antreffen, die wichtig für den Storyverlauf sind.

    Auch in diesem Spiel habt ihr euer eigenes Haus, das ihr ausbauen könnt und müsst, um neue Technologien freizuschalten. Dabei folgt das Spiel einem Rasterbaumodus, damit ihr nicht wie wild eure kleine Farm zu baut.

    Als guter Friedhofswärter müsst ihr natürlich auch die Kathedrale in Schuss halten, denn sonst gibt's Ärger mit der Kirche. Also müsst ihr den total verhunzten Friedhof wieder auf Vordermann bringen, schöne Gräber einrichten und Messen abhalten. Natürlich bekommt ihr bei guter Arbeit auch ordentlich Spenden von euren Gläubigen. Im Spielverlauf trennt ihr euch dann schnell von der alten dreckigen Kapelle und könnt später eine riesige Kirche ausbauen, die Massen von Gläubigen anzieht. Da klingelt doch die Kollekte.


    Damit ihr allerdings nicht 24/7 baut, farmt und erfindet, limitiert euch das Spiel mit einem festgesetzten Maß an Energie. Jede Aktion verbaucht Energie, die euch oben links als blauer Balken angezeigt wird. Wie bei diesen Spielen üblich regeneriert ihr diesen Balken via Schlaf oder Essen, das ihr euch selbst kochen könnt. Jede dieser Aktionen bringt euch Punkte - sogenannte Technologiepunkte. Diese können rot, grün oder blau sein und davon braucht ihr Tonnen. Denn nicht nur die äußerst amüsanten Charaktere sind das Highlight des Spiels, sondern auch der Technologiebaum. Ihr braucht Ewigkeiten, bis ihr alles gelernt habt, denn teilweise brauchen die einzelnen Technologien unfassbar viele Punkte, dass ihr haushalten müsst, was ihr als erstes lernen wollt. Und genau da liegt ein Knackpunkt, der neben der Grafik möglicherweise auch Spieler abschreckend könnte; Es ist so ziemlich das grindigste Spiel, das ich jemals gespielt hab. Das bedeutet, ihr müsst teilweise verdammt lange Punkte sammeln, damit ihr eine neue Technologie lernen könnt und weiter mit der Story kommt. Da geht dann schnell mal eine Ingame-Woche vorbei. Wer damit allerdings keine Probleme hat, ist hier super aufgehoben.


    Es lässt sich also sagen, dass Liebhaber von Stardew Valley sich dieses Spiel definitiv mal ansehen sollten. Aktuell kann man es auf der Seite des Entwickels kaufen oder auch bei Steam und XBOX. Ich für meinen Teil kann super bei dem Spiel entspannen, allerdings frisst es massiv Zeit, wenn man nicht aufpasst. Ich bin immer noch nicht durch, weil ich wirklich alles erforschen will und endlich meine verdammte Zombiefarm ans Laufen kriegen will. Ja, richtig gehört. Ihr könnt auch Leichen in Zombies verwandeln, die allen möglichen Shit für euch erledigen. Wenn sie denn dann noch ein Hirn haben sollten. Deswegen kann ich auch kein Ende spoilern - weil ich gefühlt noch Ewigkeiten davon entfernt bin.





    Abschließend hätte ich da noch eine Bitte an diejenigen, die diesen Blog gelesen haben. Lasst mir doch bitte einen Kommentar dar, wie ihr den Beitrag findet und ob weitere Blogs folgen sollen. Vielleicht habt ihr ja auch Wünsche, was mal behandelt werden soll. Ich hätte nicht nur Reviews im Angebot, sondern eventuell auch Rezepte und so etwas in der Richtung. Wenn das Anklang finden, lasst es mich bitte bitte unten in den Kommentaren wissen.
    Euer Feedback ist mir wichtig!




    "I rather trust and regret than doubt and regret"

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